Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

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Cat with a whip
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Cat with a whip » Sa 23. Apr 2016, 10:50

Fernverkehr ist so politisch gewollt. Genauso wie große Frachtschiffe und Tanker die die Atmophäre mit extrem giftigen Abgasen verpesten. Aber das interessiert doch nicht wirklich, genauso wenig wie es die gerade wegen des "Betrugs" schnaubenden Narren wirklich in der Sache interessiert welchen Dreck Verbrennungsmotoren raushauen.

Tatsächlich ist es ja auch eher zweitrangig was die Autohersteller machten. Entscheidend ist der kleine Selbstbetrüger der millionenfach sein Auto mit Verbrennungsmotor täglich in den Stau fährt und sich permant ausreden überlegt warum er nicht auf andere umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigen kann. Der will jetzt irgendwie sein Gewissen damit beruhigen indem er mit dem Finger auf die Hersteller zeigt.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon H2O » So 24. Apr 2016, 20:46

Cat with a whip hat geschrieben:(23 Apr 2016, 11:50)

Fernverkehr ist so politisch gewollt. Genauso wie große Frachtschiffe und Tanker die die Atmophäre mit extrem giftigen Abgasen verpesten. Aber das interessiert doch nicht wirklich, genauso wenig wie es die gerade wegen des "Betrugs" schnaubenden Narren wirklich in der Sache interessiert welchen Dreck Verbrennungsmotoren raushauen.

Tatsächlich ist es ja auch eher zweitrangig was die Autohersteller machten. Entscheidend ist der kleine Selbstbetrüger der millionenfach sein Auto mit Verbrennungsmotor täglich in den Stau fährt und sich permant ausreden überlegt warum er nicht auf andere umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigen kann. Der will jetzt irgendwie sein Gewissen damit beruhigen indem er mit dem Finger auf die Hersteller zeigt.


So geht es aber nicht! Ein offensichtlicher Betrug muß abgestraft werden, zumal er mit voller Absicht begangen wurde und einen technischen Fortschritt glauben machte, den der kleine Endverbraucher nie im Leben selbst überprüfen kann. Der glaubt ganz einfach dem ordentlichen Kaufmann, der ihm die Ware aushändigt... was denn sonst. Wenn diese Grundsatzfrage geklärt ist und die Abgasfrage auch, dann machen wir uns an die nächste Zwiebelschale. Dann hätte Ihr Vorwurf auch Substanz!
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Kibuka » Mo 25. Apr 2016, 19:08

Neue Informationen zum Abgasskandal sickern durch.

Angeblich sollen sämtliche Manager der zweiten Führungsebene die Manipulation angeordnet haben, darunter der damalige Chef der Motorenentwicklung Krebs. Er soll wortwörtlich gesagt haben:

"Wir machen das, aber wir dürfen uns nicht erwischen lassen."


Angeblich war die VW Motorenentwicklung nicht in der Lage den Plan des Vorstands (Winterkorn und Co.) umzusetzen, weil der Dieselmotor nicht die US-Vorgaben erfüllte.

Das erscheint alles plausibel. Die Entscheidung zu manipulieren muss ganz oben getroffen worden sein, aber mindestens der Chef der Motorenentwicklung muss Bescheid gewußt haben!
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon H2O » Di 26. Apr 2016, 11:39

Kibuka hat geschrieben:(25 Apr 2016, 20:08)

Neue Informationen zum Abgasskandal sickern durch.

Angeblich sollen sämtliche Manager der zweiten Führungsebene die Manipulation angeordnet haben, darunter der damalige Chef der Motorenentwicklung Krebs. Er soll wortwörtlich gesagt haben:



Angeblich war die VW Motorenentwicklung nicht in der Lage den Plan des Vorstands (Winterkorn und Co.) umzusetzen, weil der Dieselmotor nicht die US-Vorgaben erfüllte.

Das erscheint alles plausibel. Die Entscheidung zu manipulieren muss ganz oben getroffen worden sein, aber mindestens der Chef der Motorenentwicklung muss Bescheid gewußt haben!


Kaum vorstellbar, daß keinen der hohen Manager in der Führungsebene der technische Fortschritt so weit interessiert haben soll, daß sie diesen Fortschritt nicht in allen Einzelheiten verstehen wollten; etwa, warum die eigene Entwicklung so viel besser abschneidet als der Wettbewerb. Das nehme ich keiner der Führungskräfte in einem technischen Betrieb ab. Da sehe ich auch den Aufsichtsrat, der doch wissen wollen muß, womit sein Betrieb eine so gute Marktposition erobern will. Da geht es um viele Milliarden Gewinne oder Verluste der Eigentümer!
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » So 15. Mai 2016, 08:10

Anfang 2014 verließ Andreas Renschler seinen langjährigen Arbeitgeber Daimler und wechselte als Lkw-Vorstand zu Volkwagen. Seinen Job bei VW durfte der Top-Manager aufgrund eines Wettbewerbsverbots jedoch erst im Februar 2015 antreten.

In der Zwischenzeit hat Renschler von Volkswagen laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" (BamS) Millionen fürs Nichtstun erhalten - und zusätzlich Anspruch auf eine außergewöhnlich hohe Volkswagen-Rente erworben.

Für das Jahr 2014, in dem er nur einen Monat arbeitete, erhielt er von Daimler 742.000 Euro. Weil der damalige VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ihn unbedingt haben wollte, so heißt es dem Bericht zufolge im Aufsichtsrat, zahlte ihm VW 11,5 Millionen Euro als Extraprämie für den Wechsel und weil er während der einjährigen Pause weniger als sonst verdiente.

Renschler selbst äußerte sich laut "BamS" nicht zu seinem Vertrag. Seine Sprecherin erklärte auf Anfrage, bei der Zahlung von 11,5 Millionen Euro handele es sich um "eine Kompensation von verlorengegangenen Ansprüchen" durch den Wechsel zu VW. Um welche Ansprüche es sich dabei konkret handele, wollte sie nicht sagen.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 92444.html

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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon H2O » So 15. Mai 2016, 08:40

yogi61 hat geschrieben:(15 May 2016, 09:10)

Anfang 2014 verließ Andreas Renschler seinen langjährigen Arbeitgeber Daimler und wechselte als Lkw-Vorstand zu Volkwagen. Seinen Job bei VW durfte der Top-Manager aufgrund eines Wettbewerbsverbots jedoch erst im Februar 2015 antreten.

In der Zwischenzeit hat Renschler von Volkswagen laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" (BamS) Millionen fürs Nichtstun erhalten - und zusätzlich Anspruch auf eine außergewöhnlich hohe Volkswagen-Rente erworben.

Für das Jahr 2014, in dem er nur einen Monat arbeitete, erhielt er von Daimler 742.000 Euro. Weil der damalige VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ihn unbedingt haben wollte, so heißt es dem Bericht zufolge im Aufsichtsrat, zahlte ihm VW 11,5 Millionen Euro als Extraprämie für den Wechsel und weil er während der einjährigen Pause weniger als sonst verdiente.

Renschler selbst äußerte sich laut "BamS" nicht zu seinem Vertrag. Seine Sprecherin erklärte auf Anfrage, bei der Zahlung von 11,5 Millionen Euro handele es sich um "eine Kompensation von verlorengegangenen Ansprüchen" durch den Wechsel zu VW. Um welche Ansprüche es sich dabei konkret handele, wollte sie nicht sagen.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 92444.html

Leistung hat nun einmal seinen Preis. :D


Das sind nun einmal Summen, denen unsereiner fassungslos gegenübersteht, schon wahr. Wenn ein Betrieb aber möglichst paßgenau eine Führungskraft sucht, die auch noch in hoher Funktion beim Wettbewerber unter Last läuft, dann hat das seinen branchenüblichen Preis. Mit Fußballspielern der Spitzenklasse oder Fußballtrainern der Spitzenklasse wird die Sache ähnlich sein.

Mit dem vorsätzlichen Betrug bei VW kann man diesen Manager doch nicht in Verbindung bringen... so wenig wie den angeworbenen Fußballer oder Trainer mit dem miesen Rang des Vereins in der Bundesligatabelle. Die kosten dennoch ihren Preis.

Trösten wir uns: Finanzminister Schäuble bekommt seinen gerechten Anteil von diesen Einkünften... sollte man annehmen!

Schade aber, daß die Rentenversicherung mich so gar nicht als Starrentner anwerben will... das wär's doch :D
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon zollagent » So 15. Mai 2016, 10:03

Inzwischen ist ja auch Opel ins Visier geraten mit manipulierten Testlaufmodi für seine Dieselmotoren im Zafira. Das Schweigen der anderen Kfz-Hersteller ist beredt. Da liegen in diversen Kellern noch viele Leichen.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon H2O » So 15. Mai 2016, 10:15

zollagent hat geschrieben:(15 May 2016, 11:03)

Inzwischen ist ja auch Opel ins Visier geraten mit manipulierten Testlaufmodi für seine Dieselmotoren im Zafira. Das Schweigen der anderen Kfz-Hersteller ist beredt. Da liegen in diversen Kellern noch viele Leichen.


Da gilt in einem Rechtsstaat immer noch die Unschuldsvermutung! :D
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon zollagent » So 15. Mai 2016, 12:21

Es werden ja auch keine Vorwürfe erhoben. Aber es ist bekannt, daß Schweine sich gerne im Schlamm wälzen, wenn sie können. Und da alle mehr oder weniger gleiche Möglichkeiten haben, könnten auch alle. Wie gesagt, das Schweigen macht stutzig.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon H2O » Mo 16. Mai 2016, 16:24

zollagent hat geschrieben:(15 May 2016, 13:21)

Es werden ja auch keine Vorwürfe erhoben. Aber es ist bekannt, daß Schweine sich gerne im Schlamm wälzen, wenn sie können. Und da alle mehr oder weniger gleiche Möglichkeiten haben, könnten auch alle. Wie gesagt, das Schweigen macht stutzig.


Was Wunder! Denen hat's die Sprache verschlagen! :D
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Elser » Di 17. Mai 2016, 11:23

Soeben lese ich im "Lenkrad", das die Bundesregierung beschlossen hat, das die Umrüstung vom Abgasskandal betroffener Autos des VW-Konzerns, nicht zwingend notwendig sein soll. Also nicht zwingend für die Käufer. Wenn es noch eines Beweises für den Klüngel zwischen Autoindustrie und Politik bedurfte........

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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Kibuka » Mo 20. Jun 2016, 20:37

Jetzt wird es ernst für Winterkorn. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen EX-VW-Chef Martin Winterkorn. Der Verdacht: Marktmanipulation.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Mi 6. Jul 2016, 11:13

Dank einer Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums kommt die VW AG um Bußgelder herum, obwohl der Konzern in über zwei Millionen in Deutschland verkauften Autos verbotene Schummelsoftware eingebaut hat. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Bußgelder seien aus Sicht des Ministeriums "entbehrlich“, teilte die von Alexander Dobrindt (CSU) geführte Behörde auf eine Anfrage des stern mit. Dass der Autohersteller auf eigene Kosten die Fahrzeuge nachrüste, sei ausreichend.

Diese Entscheidung sei "ein Skandal sondergleichen", sagte der Berliner Umweltrechtler Remo Klinger dem stern. Die von ihm vertretene Deutsche Umwelthilfe hat nach Informationen des stern im Mai bei der EU-Kommission in Brüssel ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland beantragt. Obwohl Deutschland seit 2009 laut einer EU-Verordnung verpflichtet sei, gegen die Verwendung sogenannter Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung abschreckende Strafen im deutschen Recht vorzusehen, sei dies nicht geschehen. "Nirgends steht das drin", sagte auch der Anwalt Christopher Rother, der für die US-Kanzlei Hausfeld VW-Opfer vertritt. Auch seine Kanzlei hat in dieser Sache die EU-Kommission angerufen. "Der Staat hat komplett versagt", sagte Rother dem stern.


http://www.stern.de/wirtschaft/news/vw- ... 34716.html

VW ist eben systemrelevant :D
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon H2O » Do 7. Jul 2016, 14:02

yogi61 hat geschrieben:(06 Jul 2016, 12:13)

Dank einer Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums kommt die VW AG um Bußgelder herum, obwohl der Konzern in über zwei Millionen in Deutschland verkauften Autos verbotene Schummelsoftware eingebaut hat. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Bußgelder seien aus Sicht des Ministeriums "entbehrlich“, teilte die von Alexander Dobrindt (CSU) geführte Behörde auf eine Anfrage des stern mit. Dass der Autohersteller auf eigene Kosten die Fahrzeuge nachrüste, sei ausreichend.

Diese Entscheidung sei "ein Skandal sondergleichen", sagte der Berliner Umweltrechtler Remo Klinger dem stern. Die von ihm vertretene Deutsche Umwelthilfe hat nach Informationen des stern im Mai bei der EU-Kommission in Brüssel ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland beantragt. Obwohl Deutschland seit 2009 laut einer EU-Verordnung verpflichtet sei, gegen die Verwendung sogenannter Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung abschreckende Strafen im deutschen Recht vorzusehen, sei dies nicht geschehen. "Nirgends steht das drin", sagte auch der Anwalt Christopher Rother, der für die US-Kanzlei Hausfeld VW-Opfer vertritt. Auch seine Kanzlei hat in dieser Sache die EU-Kommission angerufen. "Der Staat hat komplett versagt", sagte Rother dem stern.


http://www.stern.de/wirtschaft/news/vw- ... 34716.html

VW ist eben systemrelevant :D


Da muß jemand doch ein Interesse daran haben, VW als Unternehmen zu vernichten. Offenbar gibt es dafür auch Sachwalter im Lande.

Ich meine, daß aber eine rechtliche Aufklärung notwendig ist, wer von diesem planmäßig verübten Betrug wußte und ihn verschwieg. Das sind ja keine Betriebsgeheimnisse, sondern ganz platt Straftaten. Diese Leute gehören hinter Schloß und Riegel!
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Cat with a whip » Fr 15. Jul 2016, 18:48

Der Artikel gehört hier noch rein:

Die EU-Kommission wusste offenbar schon 2010, dass Autohersteller die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen manipulieren - fünf Jahre bevor der VW-Skandal im September 2015 losbrach. Interne Dokumente wecken auch den Verdacht, dass die Bundesregierung bereits 2012 vom Einsatz von Schummelsoftware in den Autos erfuhr.


Experten der EU-Kommission beobachten schon damals ein seltsames Phänomen: Die Luftqualität in Städten verbessert sich weniger schnell, als es angesichts der strenger werdenden Auto-Abgasvorschriften zu erwarten wäre. Die Kommission beauftragt daraufhin ihre Gemeinsame Forschungsstelle, das Joint Research Centre (JRC), mit der Messung des Abgasausstoßes im realen Fahrbetrieb. Zum Einsatz kommt das sogenannte Freeway Performance Measurement System (Pems), ein tragbares Gerät, das die Temperatur und Zusammensetzung der Abgase misst und zugleich Daten wie Geschwindigkeit und Beschleunigung erfasst. Diese Technologie, die später Volkswagen in den USA der Manipulation überführen wird, entstand maßgeblich am JRC.

2007 beginnt das JRC mit den Pems-Tests, und siehe da: Der Stickoxid-Ausstoß von Dieselfahrzeugen ist im realen Fahrbetrieb viel höher als in Labortests. 2008 werden erste Ergebnisse in einem Fachblatt veröffentlicht, und sie finden auch ihren Weg in die Kommission.

Am 8. Oktober 2010 - rund drei Jahre nach den JRC-Tests - heißt es in einem internen Schreiben, es sei wohlbekannt, dass es eine Diskrepanz zwischen den Emissionen von Diesel-Autos bei der Typenzulassung und im normalen Fahrbetrieb gebe. Es sei auch klar, woran das liege: am "verbreiteten Einsatz gewisser Minderungstechnologien in Dieselfahrzeugen".

War die Bundesregierung schon 2012 informiert?

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/volk ... 02967.html
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon garfield336 » Di 2. Aug 2016, 09:39

Südkorea ist der zweitgrößte Markt für Dieselfahrzeuge in Asien. Die Marke Volkswagen hat dort in der ersten Jahreshälfte einen Absatzeinbruch um ein Drittel auf 12.463 Fahrzeuge erlitten. Seit November wurden schon mehr als 200.000 verkauften Fahrzeugen die Zulassung entzogen. Nach Angaben des Umweltministeriums sind das 68 Prozent der Autos, die seit 2007 in Südkorea verkauft wurden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 05750.html


So macht man es richtig!

Herr Dobrindt übernehmen sie !
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Di 2. Aug 2016, 10:32

garfield336 hat geschrieben:(02 Aug 2016, 10:39)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 05750.html


So macht man es richtig!

Herr Dobrindt übernehmen sie !


VW prüft übrigens rechtliche Schritte. So ist das, die Betrüger ziehen beleidigt vo Gericht. :)
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon garfield336 » Di 2. Aug 2016, 10:50

yogi61 hat geschrieben:(02 Aug 2016, 11:32)

VW prüft übrigens rechtliche Schritte. So ist das, die Betrüger ziehen beleidigt vo Gericht. :)


Ich empfinde es als bizarr, dass man in anderen Ländern, VW so vorführt und im Stammland rein gar NICHTS passiert.

Dabei war doch Deutschland immer das Land der Ordnung und Gründlichkeit, wo man auch wusste wie man Autos baut.
Das scheint nicht mehr so zu sein. Jetzt bekommt man in diesen Sachen Lektionen aus Südkorea, die mittlerweile auch sehr gute Autos bauen.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Di 2. Aug 2016, 10:54

garfield336 hat geschrieben:(02 Aug 2016, 11:50)

Ich empfinde es als bizarr, dass man in anderen Ländern, VW so vorführt und im Stammland rein gar NICHTS passiert.

Dabei war doch Deutschland immer das Land der Ordnung und Gründlichkeit, wo man auch wusste wie man Autos baut.
Das scheint nicht mehr so zu sein. Jetzt bekommt man in diesen Sachen Lektionen aus Südkorea, die mittlerweile auch sehr gute Autos bauen.


Man hat in diesem Land Angst diesem grossen Konzern irgendetwas wirklich anzulasten. Niedersachsen ist ja schliesslich auch beteiligt. Die dummen Schafe von Kunden, die man gewaltig übers Ohr gehauen hat, die interessieren keinen Menschen.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon pikant » Di 2. Aug 2016, 11:10

garfield336 hat geschrieben:(02 Aug 2016, 11:50)

Ich empfinde es als bizarr, dass man in anderen Ländern, VW so vorführt und im Stammland rein gar NICHTS passiert.

Dabei war doch Deutschland immer das Land der Ordnung und Gründlichkeit, wo man auch wusste wie man Autos baut.
Das scheint nicht mehr so zu sein. Jetzt bekommt man in diesen Sachen Lektionen aus Südkorea, die mittlerweile auch sehr gute Autos bauen.


das Land Niedersachsen ist Grossaktionaer mit einer Sperrminoritaet!

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