Neuigkeiten für den Netzausbau

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Elvis Domestos

Re: Neuigkeiten für den Netzausbau

Beitragvon Elvis Domestos » Mi 13. Apr 2016, 15:01

immernoch_ratlos hat geschrieben:(12 Apr 2016, 20:20)

Bin ich hier in der Kirche ?


Nein :)

Obwohl die Energiewende schon religiöse Züge hat, aber um dieses Thema zu vertiefen, zumindest anzuschneiden, verweise ich auf den Thread: Hölderlin und das Christentum. Hier hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden...

immernoch_ratlos hat geschrieben:(12 Apr 2016, 20:20)
Dort muss oder will man alles glauben.

Hier geht es - jedenfalls mir - um überprüfbare Fakten. Ein exponentielle Verlauf ist für die Bevölkerungsentwicklung eine Tatsache. Das lässt sich problemlos nachvollziehen. Jährlich netto ~80 Millionen zusätzliche Menschen sollten genau die selben Chancen haben wie wir. Ein frommer Wunsch.

Unser hiesiges Problem, wie wir derzeit Energie verteilen sollen, zeigt uns geht es gut - geradezu fantastisch. "Wir" jedenfalls sehr viele diskutieren mit Feuereifer ob sie diese oder jene "Energiewende" oder gleich gar keine wie Du ja selbst zugibst.

Kaum werden Probleme sichtbar ist nicht das "Warum" sondern allenfalls die Lösung das Problem. Jeder exponentielle Verlauf ist eine Warnung - so geht es nicht weiter - oder bis hierher und dann "BUFFFFF! " Das hast Du wunderhübsch und klar erkannt. Doch wir alten Säcke haben mit den Folgen nix am Hut. die Probleme überlassen wir hübsch unserem Nachwuchs. Nach Deiner Vorstellung gehe ich davon aus, Du bist alt genug - mit dem Segen der frühen Geburt versehen - um sicher schon dement oder ganz tot zu sein, wenn alle Probleme mit einem "BUFFFFF!" auch in D ankommen.

Schau Dir mal verschiedene Verbrauchszahlen, Förderquoten usw. an. Ein sehr interessanter Verlauf. Alles grafisch leicht nachweisbar, alles "exponentielle Verläufe".



Problematisch wird es, den >Buffff< so fest im Visier zu haben, dass er alle Möglichkeiten, >dem tödlichen Bufff< auf den verschiedenen Feldern der Gefahren, zunehmende Bevölkerungsdichte, erschöpften Rohstoffe, Hunger, zunehmende Umweltzerstörung, aufzuheben, nicht mehr sieht. Die Besorgnis gründet sich im Grunde auf ein Weltbild, das zu konservativ ist! Man will nicht verstehen, dass Zwänge den Menschen erfinderisch machen, homo sapiens ist das anpassungsfähigste Lebewesen auf der Erde, Planwirtschaft wirkt die Anpassungsfähigkeit aber entgegen!
Dem Planungswesen ist dabei eine Geisteshaltung implementiert: Der Kampf um Rohstoffe macht die Nationen zu unerbittlichen Feinden, wo Industrieländer als nimmersatte Wachstumsfanatiker zur Kriegstreiberei neigen, kurz alle unsere Wirtschaftstheorien sind ein Schwindel und ein neuer großer Plan offeriert nun die Erlösung. Das ist typisch deutsch und die Geschichte sollte uns ermahnen, dass dieses nicht prinzipiell als Segnung für die Menschheit zu begreifen ist!! Etwas mehr Demut könnte nicht schaden! Wenn ich vertieft über die Energiewende nachdenke, dann fürchte ich die Deutschen, dass Herrische, den neuen Weltplan und dessen Unbeirrbarkeit und Fanatismus, kurzum, die radikale Mitte! Genau diese Mitte, die der Menschheit den großen >Bufff< bescherte.
immernoch_ratlos
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Re: Neuigkeiten für den Netzausbau

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 14. Apr 2016, 10:34

Da bleibt nur die Frage, angesichts der Fakten und nicht irgendwelcher Träume, was die Menschheit in Zukunft wohl noch erfinden könnte, etwas so Bedeutendes knapp vor einen Perpetuum mobile.

Optimisten - können meist nur optimistisch sein, weil sie Teile, die unangenehmen Teile eines Bildes schlicht ignorieren. Pessimisten, die angeblich vor lauter Schwarzsehen zu keinen Lösungen mehr finden können, mag es ja geben. Ich sehe mich was die techn. Möglichkeiten angeht da durchaus in der Mitte. Was allerdings uns als Spezies angeht, bleibt nur noch Pessimismus übrig. Zu groß bereits die Zahl derer, welche eigentlich alle die gleichen Rechte auf "Würde" - und dabei möglichst vernünftig ernährt - haben sollten.

Wenn nicht nur in meiner Fantasie jährlich ungefähr die Einwohnen von D als Beispiel "netto" hinzukommen bei nur 1,2 ... 1,3 % jährlichem Wachstum, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen woher das Wunder kommen soll, um das noch lange so ohne wirklich große Probleme hinzubekommen. Davon abgesehen haben bereits mehr als die zehnfache Menschenmenge erhebliche Probleme auch nur zu überleben. Eine reale Welt in der gerade eben 11 Kinder pro Minute verhungert sind, sehe sicher nicht nur ich das Problem.

Was "die Deutschen" angeht, als Land der "ersten Welt" ist unsere Nutzung der gesamten Welt mit all den anderen im Club, das grundlegende Problem und wenn das Dir auch nicht gefallen mag, erwächst daraus auch eine Verpflichtung die Folgen wenigstens zur Kenntnis zu nehmen. Zumal sie bereits in Form von allerlei Flüchtlingen recht deutlich "an unsere Pforten klopfen" um es mal euphemistisch auszudrücken. Entschuldige, "wir die Deutschen", hätten gar einen Weltenplan" - ich will Dich keineswegs beleidigen - darüber solltest Du noch mal nachdenken. "Wir" haben ja noch nicht einmal etwas das nach Plan aussieht, um unsere offenkundige Energieabhängigkeit auch nur signifikant zu mildern.

Immerhin haben wir aus D der Menschheit das Fahrrad, das Auto usw. gebracht. Andere haben anderes "gebracht" nun stehen wir da und was nun ? Kampf um Rohstoffe, Energie - wird wohl kaum aufhören, wenn "wir" nicht anfangen, das was wir bisher als Millionen Jahre alte "Konserven" nutzen, möglichst direkt und vor Ort zu nutzen - was bitte spricht dagegen ???

Ach ja momentane Leistung Sonne auf meinem Dach : 7.940 Watt - bis jetzt 19,610 kWh - nichts in meiner Hütte verbrät gerade Energie - PC - Backofen - Kühlschrank usw. hat bis eben irgendwo einen Krieg benötigt.....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Neuigkeiten für den Netzausbau

Beitragvon Elvis Domestos » Do 14. Apr 2016, 12:42

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Apr 2016, 11:34)

Da bleibt nur die Frage, angesichts der Fakten und nicht irgendwelcher Träume, was die Menschheit in Zukunft wohl noch erfinden könnte, etwas so Bedeutendes knapp vor einen Perpetuum mobile.


Es gibt ja Leute, die glauben an das Gaia Auftriebskraftwerk, die Energiewende machts möglich :D

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Apr 2016, 11:34)
Optimisten - können meist nur optimistisch sein, weil sie Teile, die unangenehmen Teile eines Bildes schlicht ignorieren. Pessimisten, die angeblich vor lauter Schwarzsehen zu keinen Lösungen mehr finden können, mag es ja geben. Ich sehe mich was die techn. Möglichkeiten angeht da durchaus in der Mitte. Was allerdings uns als Spezies angeht, bleibt nur noch Pessimismus übrig. Zu groß bereits die Zahl derer, welche eigentlich alle die gleichen Rechte auf "Würde" - und dabei möglichst vernünftig ernährt - haben sollten.


Für mich ist der Pessimismus der deutschen Konservativen gefährlich, dieser ist ganz in der Tradition des wilhelminischen Konservatismus dem Obrigkeitsglauben verfallen, dass eben nur sie selbst und die starke Hand des Staates die großen Probleme der Menschheit lösen können, dabei scheuen sie auch nicht davor zurück, eine Peripherie von Macht und Kontrolle zu installieren, die unserem mehrheitlichen Werteverständnis entgegenwirkt. Hier fehlt es an Vertrauen auf die Innovationskraft der Bürger selbst, hier fehlt es an Optimismus und Demut vor den Errungenschaften der Industrienationen, die mitnichten nur eine Zerstörung der Welt symbolisieren. Das gilt auch für die Grünen, die mittlerweile alles andere als links sind, vielmehr sind sie eine Art moralischer Instanz die auf Staatsautorität setzen, ohne auf die Nebenwirkungen ihrer fatalen Politik zu blicken, die eben alles mögliche ist, aber sich nicht im Sinne von links orientierten Vorstellungen gesellschaftlicher Ordnungen voll implementiert. Sie sind vielmehr Handlanger einer neuen deutschen Herrenklasse geworden, Herdprämienbefürworter die sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen wollen, die segensreiche Umlagerendite!

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Apr 2016, 11:34)
Wenn nicht nur in meiner Fantasie jährlich ungefähr die Einwohnen von D als Beispiel "netto" hinzukommen bei nur 1,2 ... 1,3 % jährlichem Wachstum, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen woher das Wunder kommen soll, um das noch lange so ohne wirklich große Probleme hinzubekommen. Davon abgesehen haben bereits mehr als die zehnfache Menschenmenge erhebliche Probleme auch nur zu überleben. Eine reale Welt in der gerade eben 11 Kinder pro Minute verhungert sind, sehe sicher nicht nur ich das Problem.


Kein Wunder das sie immer noch ratlos sind! Für mich Vulgärkonstruktivismus, der die Sophistik der Herdprämienbefürter kenntlich macht, ein egozentrischer Subjektivismus, dessen fatale Auswirkungen aber jeder Deutsche mit Geschichtsbewusstsein kennen sollte! Die ungelösten Probleme der Gegenwart, oder die drohenden Probleme der Zukunft, sind unter diesen Umständen nur die ungelösten Probleme der Vergangenheit! Die german Energiewenda trägt absolut nichts bei, um die von Ihnen genannten Probleme zu lösen, null!
Nicht einmal die Sicherheit vor terroristischen Anschlägen wäre bei einer Vervollständigung der Energiewende gewährleistet, trotzdem fuchtelt man mit der atomaren Gefahr durch die Medien, um zu zeigen wie böse doch die Atomkraft ist. Sorry, aber gigantische Wasserstoff- Gasleitungen können genauso einen gewaltigen >Bufff< erzeugen.
Ich bin überzeugt davon, dass erneuerbare Energien die Weltprobleme mit bewältigen können, genauso überzeugt bin ich davon, dass man in Deutschland mittels der Energiewende ein neues Machtsystem der Umverteilung installieren will, dass den Problemen entgegenwirkt.

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Apr 2016, 11:34)
Was "die Deutschen" angeht, als Land der "ersten Welt" ist unsere Nutzung der gesamten Welt mit all den anderen im Club, das grundlegende Problem und wenn das Dir auch nicht gefallen mag, erwächst daraus auch eine Verpflichtung die Folgen wenigstens zur Kenntnis zu nehmen. Zumal sie bereits in Form von allerlei Flüchtlingen recht deutlich "an unsere Pforten klopfen" um es mal euphemistisch auszudrücken. Entschuldige, "wir die Deutschen", hätten gar einen Weltenplan" - ich will Dich keineswegs beleidigen - darüber solltest Du noch mal nachdenken. "Wir" haben ja noch nicht einmal etwas das nach Plan aussieht, um unsere offenkundige Energieabhängigkeit auch nur signifikant zu mildern.


Es waren immer die Deutschen die antieuropäisch waren, genau dieses findet jetzt eine Renaissance im EEG, welches die Umverteilungsvorteile der neuen Windjunker und Herdprämienbefürworter höher wertet, als die offenen Grenzen für einen freien Markt. Europäischer Grünstrom muss freie Fahrt haben, ohne Quote und Umlage! Deutscher Windstrom mit Umlage wird hingegen zunehmend abgeriegelt, da er schlichtweg nicht mehr beherrschbar ist.
Die deutsche Energiewende führt zur erhöhten Abhängigkeit von Importenergie!!

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Apr 2016, 11:34)
Immerhin haben wir aus D der Menschheit das Fahrrad, das Auto usw. gebracht. Andere haben anderes "gebracht" nun stehen wir da und was nun ? Kampf um Rohstoffe, Energie - wird wohl kaum aufhören, wenn "wir" nicht anfangen, das was wir bisher als Millionen Jahre alte "Konserven" nutzen, möglichst direkt und vor Ort zu nutzen - was bitte spricht dagegen ???


Eine ganze Menge: Siehe oben und diverse weitere Beiträge von mir.

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Apr 2016, 11:34)
Ach ja momentane Leistung Sonne auf meinem Dach : 7.940 Watt - bis jetzt 19,610 kWh - nichts in meiner Hütte verbrät gerade Energie - PC - Backofen - Kühlschrank usw. hat bis eben irgendwo einen Krieg benötigt.....


Wir nutzen ua einen natürlichen Kühlschrank, funktioniert wunderbar, auch im Sommer ist das Bier kalt genug, bis jetzt 0,0 Cent!
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Re: Neuigkeiten für den Netzausbau

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 14. Apr 2016, 19:36

Nun ja - hoffentlich ist der Sommer nicht wärmer als vorgesehen....
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Re: Neuigkeiten für den Netzausbau

Beitragvon Elvis Domestos » Sa 16. Apr 2016, 00:48

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Apr 2016, 20:36)

Nun ja - hoffentlich ist der Sommer nicht wärmer als vorgesehen....


Ich wäre sehr erfreut über steigende Temperaturen, vielleicht tragen die vielen Windparks ja dazu bei, die sich leider sehr zahlreich rings um mich befinden.

http://www.deutschlandfunk.de/windparks ... e_id=29367

Eine unterirdische Höchstspannungsleitung wäre auch nicht schlecht, ist ja wie eine milde Fußbodenheizung. :cool:

Ich bin ganz zuversichtlich: Diese Energiewende sorgt für steigende Temperaturen!
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Re: Neuigkeiten für den Netzausbau

Beitragvon DeutschlandSubjektiv » So 17. Apr 2016, 16:35

Übrigens, ich bin ebenfalls kein "Feind" der erneuerbaren Energien. Nur, und das habe ich ja schon öfter geschrieben, es kann einfach nicht sein, dass ein Industrieland wie Deutschland einfach mal ohne Not seine sichere (und bezahlbare) Energieversorgung infrage stellt, und einfach mal so drauf-los-wurstelt "wir schauen mal, was passiert" - der deutsche Bürger zahlt ja sowieso die Zeche für diesen ungeplanten Murks.

Lasst doch (an die Politik gerichtet) einfach mal Leute da dran, die auch Ahnung davon haben... :thumbup:
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Re: Neuigkeiten für den Netzausbau

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 19. Apr 2016, 12:59

Elvis Domestos hat geschrieben:Ich wäre sehr erfreut über steigende Temperaturen, vielleicht tragen die vielen Windparks ja dazu bei, die sich leider sehr zahlreich rings um mich befinden.


Nun ja mit dem Netzausbau hat das nun wenig zu tun - sei´s drum

Wenn Du es wärmer haben möchtest "...sehr erfreut über steigende Temperaturen", genügt es einfach in eine größere Stadt umziehen.

kaltesonne hat geschrieben:Es ist seit längerer Zeit bekannt, dass sich städtische Regionen durch ihre wärmespeichernde Betonbebauung und Abwärme viel stärker aufheizen als das ländliche Umland. Das Phänomen wird als „städtischer Wärmeinseleffekt“ (englisch: „Urban Heat Island“, UHI) bezeichnet.

....Größere Städte speichern mehr (gefährliche) Wärme, das entspricht dem Bild, das wir vom UHI-Effekt haben. Der Teufel steckt allerdings im Detail, wie aus der Pressemitteilung ebenfalls hervorgeht. Durch den UHI würden sich die Tageshöchsttemperaturen nämlich sogar verringern, während sich die Nachtwerte durch die Wärmespeicherwirkung der Bebauung erhöhen würden. Letzteres wäre der eigentliche Auslöser für die Zunahme der Hitzetode.


Ach interessant in diesem Zusammenhang :

SPON 28.01.2013 hat geschrieben:Die Abwärme großer Städte verändert das Wetter nicht nur im Umland, sondern auch noch Tausende von Kilometern entfernt. Das zeigt eine Analyse, die erstmals den Energieverbrauch in Städten in ein gängiges Klimamodell eingerechnet hat. Demnach sorgt die Wärme der Städte an den Küsten Nordamerikas und in Europa für wärmere Winter in Russland, im Norden Asiens und im Süden Kanadas.

Gleichzeitig verursacht sie kühlere Temperaturen in Europa. Der Energieverbrauch könnte daher ein bisher übersehener Faktor bei der globalen Erwärmung und der Grund für einige bisher unerklärte regionale Temperaturtrends sein, berichtet das Team um Guang Zhang von der University of California in San Diego im Fachblatt “Nature Climate Change”.

Die Abwärme der Städte, die beim Verbrauch von Energie entsteht, scheint unterschätzt worden zu sein: Sie galt bisher lediglich als ein Faktor für die meist deutlich höheren Temperaturen in Städten im Vergleich zum Umland, ein Phänomen, das Wärmeinsel-Effekt genannt wird. Weiträumige Auswirkungen wurden nicht erwartet.

Tatsächlich scheint die Abwärme das Klima jedoch in weit größerem Maßstab zu beeinflussen, wie die neue Analyse der Forscher zeigt. Anlass zur Studie gab die Überlegung, dass die bisher berücksichtigten Faktoren lediglich für eine Umverteilung der ohnehin vorhandenen Wärmeenergie sorgen, während die Abwärme zusätzliche Energie in den Kreislauf einträgt.


Was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall ... womöglich hilft dieser Effekt ja andererseits den "wachsenden Altenberg" abzubauen. Sind es doch gerade die überzähligen Alten, die deutlich empfindlicher auf zuviel Wärme reagieren ....

Was die schlimmen WKA angeht, aus der Originalpublikation :
Regional climate model simulations indicate limited climatic impacts by operational and planned European wind farms

The rapid development of wind energy has raised concerns about environmental impacts. Temperature changes are found in the vicinity of wind farms and previous simulations have suggested that large-scale wind farms could alter regional climate.

However, assessments of the effects of realistic wind power development scenarios at the scale of a continent are missing. Here we simulate the impacts of current and near-future wind energy production according to European Union energy and climate policies. We use a regional climate model describing the interactions between turbines and the atmosphere, and find limited impacts.

A statistically significant signal is only found in winter, with changes within ±0.3°C and within 0–5% for precipitation. It results from the combination of local wind farm effects and changes due to a weak, but robust, anticyclonic-induced circulation over Europe. However, the impacts remain much weaker than the natural climate interannual variability and changes expected from greenhouse gas emissions.
Da bietet sich trotz allem an, ältere Mitmenschen die sich sowohl für Überhitzung + 0,3°C, als auch anfällig für unhörbaren niederfrequenten Schall im Umkreis - jedenfalls näher als 500m an WKA - "heranzuführen". Damit könnten sicher auch die Bedenkenträger im Forum endlich signifikante Zahlen gewinnen. Besonders, weil (2014) immerhin 61% der Befragten "Akzeptanz von Kraftwerken in der Nachbarschaft" mit einem WKA kein Problem zu haben scheinen. Da leider nur 5 % ein AKW in ihrer Umgebung "akzeptabel" fanden, ergibt sich hier eine weitere schöne und lohnende Aufgabe für die hiesigen Überzeugungstäter....
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Re: Neuigkeiten für den Netzausbau

Beitragvon Elvis Domestos » Di 26. Apr 2016, 14:21

Vorsicht Zensur
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Re: Neuigkeiten für den Netzausbau

Beitragvon Elvis Domestos » Di 26. Apr 2016, 14:21

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Re: Neuigkeiten für den Netzausbau

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 26. Apr 2016, 18:13

Feind ? Warum sollte jemand (außer aus ideologischen "Begründungen") der Feind erneuerbarer Energien sein ? Als Kandidat für "Feindschaft", wäre da doch besser jede "nichterneuerbare Energie" geeignet.

Auch wenn einige geradezu verzweifelt versuchen etwas Schädliches an den zwei Hauptformen EE (WKA & PV) zu finden, die Liste der realen Schäden ("Nebenwirkungen") in Vergangenheit und Zukunft bei fossil befeuerten Stromerzeugern ist lang und kann ohne totale Konditionierung wohl kaum verdrängt werden.

Wie lächerlich einige "Argumente" gegen WKA und PV sind, kann überall nachvollzogen werden. Das Ruhrgebiet (und nicht nur dort) gibt Unsummen dafür aus, um die Spätfolgen des Bergbaus wenigstens zu mildern. Kosten die allgemein unter "Ewigkeitskosten" laufen, belasten genau die von Dir verlinkten Städte und Gemeinden. Gestern, Heute, Morgen und eben bis zum St. Nimmerleinstag. Die Bindung der Gemeinden an die größten "Provider" (was auf ursprünglich auf ein Gesetz von 1935 zurückgeht), erweist sich nun als schweres Erbe. Nicht rechtzeitig, wenigstens ein paar Eier in einen andern Korb zu legen, zeigt die Kurzsichtigkeit der dort von genau denen gewählten Politikern, die sich auch nicht scheuten, nachdem sie "freundliche Gesetze" hinterlassen hatten, zu genau diesen Fleischtöpfen zu wechseln.

"Politik" wird niemand an die bequemen Fleischtöpfe heranlassen, es sei denn, der "denkende" Wähler handelt. Die ehemalige "Volkspartei" SPD hat sich gerade hier nicht mit Ruhm bekleckert. Durch falsche Klientelpolitik, hat sie sich auf die Seite der "Dinosauriere" der zukünftigen Energiepolitik gestellt. Nun sucht "man" schlicht Schuldige.

Ein funktionierender "Binnenmark" ist für alle, welche nicht nach China oder sonstwo ausweichen können, der Garant für ein normales Leben. Was im Land produziert wird, brauch man schlicht nicht teuer einkaufen. Die Zahl der nicht auslagerbaren Arbeitsplätze steigt mit jeder kWh die D ohne "Nebenwirkungen" im Land erzeugt.
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