"Staat"hilfe für Elektroautos

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Elvis Domestos

Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Mi 17. Jun 2015, 00:00

frems » Mo 15. Jun 2015, 23:15 hat geschrieben:Das ist mittlerweile auch kein Problem mehr. Anfangs haben viele Anbieter (u.a. Energiekonzerne) eigene Ladestationen mit eigenem Abrechnungssystem aufgestellt. Mittlerweile gibt's Karten, die man auflädt (z.B. per Überweisung) oder die monatlich den angezapften Strom einfach abbuchen, sofern man nicht eine Flatrate gebucht hat. So viel ich weiß, geht's mittlerweile an vielen Stationen auch per Handy. Hier in Hamburg gibt's gefühlt mehr Ladestationen als Tankstellen. Ist ja auch die Frage, ob man eine volle Ladung benötigt oder ob 10-15 Minuten nicht reichen. In Städten fahren die Pkw-Nutzer im Schnitt weniger als 30km täglich. Da muß der Akku für 400km nicht voll sein. Die öffentlichen Stellplätze sind normalerweise auch kostenlos. Wie viele Anschlüsse da jeweils sind, weiß ich nicht. Bei der bisher geringen Anzahl an Fahrzeugen sollte das aber auch nicht das Hauptproblem sein. Die meisten Nutzer wohnen ja eh auf dem Land oder am Stadtrand. Sollte sich das ändern, kann man relativ einfach neue Ladestationen einrichten. BMW hat (neben anderen) auch ein Konzept am Laufen, um Straßenlaternen anzuzapfen und somit alle Fahrzeuge aufladen zu lassen, die in Reichweite stehen. Einen Sonderweg geht -- man möge mich korrigieren -- zur Zeit nur Tesla, die eigene "Tankstellen" betreiben, wo ihre Kunden kostenlos an Strom kommen.


Da möchte ich einiges von aufgreifen dürfen!
Reichweite: Es sind doch allenfalls 2 Tesla-Modelle die über eine Reichweite von bis zu 400 km verfügen, dann folgt eine sehr sehr große Lücke!
http://www.elektroauto-news.net/wiki/el ... -vergleich
Und seien wir ehrlich, die genannten Angaben treffen allenfalls im Sommer zu! Im Winter halbiert sich doch schnell die Reichweite.
Dann die Ungewißheit, habe ich den richtigen Stecker? Wo tanke ich, wo bleibe ich derweil, kann ich auch in bar bezahlen...
Sorry, ich pers. kann mich schwer damit anfreunden!


Welche Flottenfahrzeuge könnten von dieser gigantischen Abschreibungsmöglichkeit profitieren?
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Mi 17. Jun 2015, 00:12

3x schwarzer Kater » Di 16. Jun 2015, 16:14 hat geschrieben:
Wow, ein zinsfreier Steuerkredit. Das kostet den Staat praktisch nix beim jetzigen Zinsniveau.


Sagen wir 20 Tsd für ein Auto im Pflegedienst!

Ab dem 2ten Jahr dann 10 Tsd

Und dann?

20 % linear?

Hmm?

Egal, aber wie wäre es die Kiste nach 1 Jahr zu verkaufen und zwar mit genau über 50 % vom Kaufpreis?

Wenn diese Rechnung aufgehen würde, dann wäre es sogar ein Geschenk des Staates??!!??

Warten wir lieber auf Details und lassen wir offen, ob so etwas überhaupt Verfassungskonform wäre!
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Fadamo
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Fadamo » Mi 17. Jun 2015, 04:30

Alexyessin » Di 16. Jun 2015, 07:28 hat geschrieben:
Wer keine Ahnung hat, soll einfach mal die Fresse halten.


Bei was bitte fresse halten :?: :D
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 17. Jun 2015, 04:42

Elvis Domestos » Mi 17. Jun 2015, 01:12 hat geschrieben:
Sagen wir 20 Tsd für ein Auto im Pflegedienst!

Ab dem 2ten Jahr dann 10 Tsd

Und dann?

20 % linear?

Hmm?

Egal, aber wie wäre es die Kiste nach 1 Jahr zu verkaufen und zwar mit genau über 50 % vom Kaufpreis?

Wenn diese Rechnung aufgehen würde, dann wäre es sogar ein Geschenk des Staates??!!??



Warum? Welchen Vorteil sollte man davon haben, wenn man es für 50% des Kaufpreises verkauft, also unter dem eigentlichen Marktwert? Warum sollte man so dumm sein?
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Mi 17. Jun 2015, 12:10

3x schwarzer Kater » Mi 17. Jun 2015, 04:42 hat geschrieben:
Warum? Welchen Vorteil sollte man davon haben, wenn man es für 50% des Kaufpreises verkauft, also unter dem eigentlichen Marktwert? Warum sollte man so dumm sein?


ÜBER 50%! Möglichst weit über 50%!

Ich meine bei solch einer hohen AFA im ersten Jahr würde innerhalb weniger Jahre der Gebrauchtwagenmarkt mit E- Autos überschwemmt werden, ist aber reine Spekulation von mir.

Sollten Betriebe mit Flottenfahrzeugen auf diese potenzielle Förderung anbeißen (wenn sie denn kommt..?), dann käme tatsächlich Bewegung in den Markt.

Normalerweise werden solche Kisten über 6 Jahre linear abgeschrieben +-0.

Bei sehr kurzer Haltedauer könnte ein + erzielt werden.

Allerdings frage ich mich, welche Modelle für Post, Pflegedienst, Lieferservice, Handwerksfahrzeuge etc in Frage kommen könnten? Die täglichen Fahrstrecken dieser Branchen übertreffen häufig die Reichweite solcher Modelle.

Viel ??? bei mir.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 17. Jun 2015, 13:12

Elvis Domestos » Mi 17. Jun 2015, 13:10 hat geschrieben:
ÜBER 50%! Möglichst weit über 50%!

.


Dann entsteht ein Gewinn und der muss versteuert werden. Ist also Jacke wie Hose.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Do 18. Jun 2015, 12:44

3x schwarzer Kater » Mi 17. Jun 2015, 13:12 hat geschrieben:
Dann entsteht ein Gewinn und der muss versteuert werden. Ist also Jacke wie Hose.


ja und? Dann wird eben versteuert! Ist Banane, es ist eine geniale Idee um sehr preiswert an seinen Tesla zu kommen.
Am besten einen Dienst-Tesla als Windparkbetreiber 2 Jahre halten und dann ins Privatvermögen transferieren, etwas kreative Buchführung, sola!!!

Und wer zahlt die Zeche?

:mad2:
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 18. Jun 2015, 12:55

Elvis Domestos » Do 18. Jun 2015, 13:44 hat geschrieben:
ja und? Dann wird eben versteuert! Ist Banane, es ist eine geniale Idee um sehr preiswert an seinen Tesla zu kommen.
Am besten einen Dienst-Tesla als Windparkbetreiber 2 Jahre halten und dann ins Privatvermögen transferieren, etwas kreative Buchführung, sola!!!

Und wer zahlt die Zeche?

:mad2:


Und du denkst Betriebsprüfer sind dumm oder Steuerhinterziehung ist ein Kavaliersdelikt?

Das was du schreibst geht jetzt auch schon und ist vollkommen unabhängig von einer möglichen höheren Abschreibung im ersten Jahr.

Deswegen nochmal. Eine höhere Sonderabschreibung im ersten Jahr, kostet den Staat beim augenblicklichen Zinsniveau praktisch nichts.
Zuletzt geändert von 3x schwarzer Kater am Do 18. Jun 2015, 12:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Do 18. Jun 2015, 13:18

3x schwarzer Kater » Do 18. Jun 2015, 12:55 hat geschrieben:
Und du denkst Betriebsprüfer sind dumm oder Steuerhinterziehung ist ein Kavaliersdelikt?

Das was du schreibst geht jetzt auch schon und ist vollkommen unabhängig von einer möglichen höheren Abschreibung im ersten Jahr.

Deswegen nochmal. Eine höhere Sonderabschreibung im ersten Jahr, kostet den Staat beim augenblicklichen Zinsniveau praktisch nichts.


Steuerhinterziehung meine ich definitiv nicht, ich sehe aber bei kurzer Abschreibungsdauer einen Wertvorteil bei Veräußerung, trotz Ertrags- bzw Körperschaftssteuer.

Ich bin doch nicht blöd!

es gibt Schätzungen, dass es dem Bund in etwa 200 Millionen Euro im Jahr kosten könnte...

Und wer wird das kompensieren müssen?

Klar, alle die ein altes Auto fahren werden einfach höher besteuert!

Oder was kommt noch, wenn man den Bürgern E- Autos nicht aufzwingen kann?

Eine Kaufprämie für Jedermann?

Da sitzen Industrie und Bundesregierung zusammen und planen neue Gesetze, da muss ich zumindest meinen Senf hinzugeben dürfen, noch darf ich das! Noch!
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 18. Jun 2015, 13:52

Elvis Domestos » Do 18. Jun 2015, 14:18 hat geschrieben:
Steuerhinterziehung meine ich definitiv nicht, ich sehe aber bei kurzer Abschreibungsdauer einen Wertvorteil bei Veräußerung, trotz Ertrags- bzw Körperschaftssteuer.

Ich bin doch nicht blöd!



Anscheinend verstehst du die Zusammenhänge nicht. Schreibe ich höher ab, ist der Buchwert geringer und damit bei gleichem Verkaufspreis der zu versteuernde Gewinn höher.

Das gleicht sich somit aus, egal wie du es drehst oder wendest. Die Steuern fallen lediglich in unterschiedlichen Jahren an, was beim jetzigen Zinsniveau praktisch egal ist.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Fr 19. Jun 2015, 12:33

3x schwarzer Kater » Do 18. Jun 2015, 13:52 hat geschrieben:
Anscheinend verstehst du die Zusammenhänge nicht. Schreibe ich höher ab, ist der Buchwert geringer und damit bei gleichem Verkaufspreis der zu versteuernde Gewinn höher.

Das gleicht sich somit aus, egal wie du es drehst oder wendest. Die Steuern fallen lediglich in unterschiedlichen Jahren an, was beim jetzigen Zinsniveau praktisch egal ist.


Ich schwanke noch!

Entnehme (Entnahme nicht Veräußerung) ich das Fahrzeug vor dem Verkauf zum Marktwert (nach der FA-Liste - Schwacke-Liste) – bleibt diese umsatzsteuerfrei und ich kann es nach mehr als einem Jahr steuerfrei aus dem Privatvermögen verkaufen. Die Differenz zwischen Buchwert und Marktwert wird selbstverständlich als Ertrag betrieblich versteuert :cool: . Mit dem neuen Vorschlag der 50%tigen Sonderabschreibung im ersten Jahr könnte ich also das Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit komplett abschreiben, habe aber einen wesentlich höheren Marktwert.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 19. Jun 2015, 12:57

Elvis Domestos » Fr 19. Jun 2015, 13:33 hat geschrieben:
Ich schwanke noch!

Entnehme (Entnahme nicht Veräußerung) ich das Fahrzeug vor dem Verkauf zum Marktwert (nach der FA-Liste - Schwacke-Liste) – bleibt diese umsatzsteuerfrei und ich kann es nach mehr als einem Jahr steuerfrei aus dem Privatvermögen verkaufen. Die Differenz zwischen Buchwert und Marktwert wird selbstverständlich als Ertrag betrieblich versteuert :cool: . Mit dem neuen Vorschlag der 50%tigen Sonderabschreibung im ersten Jahr könnte ich also das Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit komplett abschreiben, habe aber einen wesentlich höheren Marktwert.


Eben und die Differenz zwischen Buchwert und Marktwert musst du versteuern. Also Jacke wie Hose. Verstehst du eigentlich selber was du schreibst?
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Fr 19. Jun 2015, 13:22

3x schwarzer Kater » Fr 19. Jun 2015, 12:57 hat geschrieben:
Eben und die Differenz zwischen Buchwert und Marktwert musst du versteuern. Also Jacke wie Hose. Verstehst du eigentlich selber was du schreibst?


Nicht in dem Ton! Nerv mich nicht!
Zuletzt geändert von Elvis Domestos am Fr 19. Jun 2015, 13:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 19. Jun 2015, 14:14

Elvis Domestos » Fr 19. Jun 2015, 14:22 hat geschrieben:
Nicht in dem Ton! Nerv mich nicht!


Die Frage war angebrachtn nachdem du dir die Antwort, warum dein ursprünglicher Gedanke nicht aufgeht, in deinem letzten Post ja selber geliefert hast ;-)

Irgendwo musst du anscheinend einen Denkfehler haben.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Fr 19. Jun 2015, 15:24

3x schwarzer Kater » Fr 19. Jun 2015, 14:14 hat geschrieben:
Die Frage war angebrachtn nachdem du dir die Antwort, warum dein ursprünglicher Gedanke nicht aufgeht, in deinem letzten Post ja selber geliefert hast ;-)

Irgendwo musst du anscheinend einen Denkfehler haben.


Vlt. hast du ja ein mangelndes Denkvermögen!

Woher soll man wissen wie hoch die Ertragslage eines Unternehmens zum Zeitpunkt der Abschreibung ist, du weißt es anscheinend.
Die neue Regelung wäre ein gutes Instrument um günstig an einen Tesla zu kommen. Im Idealfall kommt nur die Abschreibung zum tragen und eine Ertragsversteuerung entfällt! Wie und wer soetwas machen könnte bleibt mein Geheimnis! Für manche ist es aber sehr sehr wichtig steuerfreie Rücklagen zu bilden ... was solls, überlassen wir die gezielten Gewinnoptimierungen den Steuerberatern und belassen dieses Thema ...

Jacke wie Hose, pfffffffffffff!!!!!!!!!!!!!!!!
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 19. Jun 2015, 18:04

Elvis Domestos » Fr 19. Jun 2015, 16:24 hat geschrieben:
Vlt. hast du ja ein mangelndes Denkvermögen!

Woher soll man wissen wie hoch die Ertragslage eines Unternehmens zum Zeitpunkt der Abschreibung ist, du weißt es anscheinend.
Die neue Regelung wäre ein gutes Instrument um günstig an einen Tesla zu kommen. Im Idealfall kommt nur die Abschreibung zum tragen und eine Ertragsversteuerung entfällt! Wie und wer soetwas machen könnte bleibt mein Geheimnis! Für manche ist es aber sehr sehr wichtig steuerfreie Rücklagen zu bilden ... was solls, überlassen wir die gezielten Gewinnoptimierungen den Steuerberatern und belassen dieses Thema ...

Jacke wie Hose, pfffffffffffff!!!!!!!!!!!!!!!!


Nun. Du hast dieses Thema aufgebracht und wolltest anscheinend darüber diskutieren. Alles was du schreibst ist vollkommen unabhängig, davon, ob es eine hohe Abschreibung im ersten Jahr gibt und dann eine niedrigere. Letztendlich gleicht sich über die Laufzeit alles aus. Das ist nun mal Tatsache. Es gibt also, jongliert man mit Abschreibungen lediglich einen Zinsvorteil. Meine Anmerkung war lediglich, dass in Anbetracht der aktuellen Zinslage, genau diese Sonderabschreibung praktisch nichts kostest. Dem hast du widersprochen. Mit Beispielen, die auch ohne diese höhere Abschreibung möglich sind und sich nicht mal mehr im Graubereich zwischen Steuerhinterziehung und Steuerminimierung bewegen, sondern zumindest den Tatbestand er missbräuchlichen Steuergestaltung erfüllen. Alles was du sagst ist richtig, aber auch schon jetzt möglich, denn letztendlich geht es immer irgendwie auf.

Es gibt nur eine Situation in der die höhere Abschreibung am Anfang des Lebenszyklus eines Anlagegutes tatsächlich zu einer Steuerersparnis führt. Und zwar genau, dann wenn im Abschreibungszeitraum eine Steuersenkung eintritt. Dann verlagert man nämlich Erträge in einen Zeitraum in dem sie niedriger besteuert werden. Das ist aber im Augenblick nicht Fall. Umgekehrt gilt aber auch: sollten die Steuern während der Abschreibungsdauer des Wirtschaftsgutes erhöht werden, führt eine höhere Abschreibung im ersten Jahr defakto zu einer Mehrbelastung des Steuerpflichtigen. Weder eine Steuererhöhung noch eine Steuersenkung ist im Augenblick in Sicht ... deswegen ist es eben Jacke wie Hose.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Mo 22. Jun 2015, 10:02

3x schwarzer Kater » Fr 19. Jun 2015, 18:04 hat geschrieben:
Nun. Du hast dieses Thema aufgebracht und wolltest anscheinend darüber diskutieren. Alles was du schreibst ist vollkommen unabhängig, davon, ob es eine hohe Abschreibung im ersten Jahr gibt und dann eine niedrigere. Letztendlich gleicht sich über die Laufzeit alles aus. Das ist nun mal Tatsache. Es gibt also, jongliert man mit Abschreibungen lediglich einen Zinsvorteil. Meine Anmerkung war lediglich, dass in Anbetracht der aktuellen Zinslage, genau diese Sonderabschreibung praktisch nichts kostest. Dem hast du widersprochen. Mit Beispielen, die auch ohne diese höhere Abschreibung möglich sind und sich nicht mal mehr im Graubereich zwischen Steuerhinterziehung und Steuerminimierung bewegen, sondern zumindest den Tatbestand er missbräuchlichen Steuergestaltung erfüllen. Alles was du sagst ist richtig, aber auch schon jetzt möglich, denn letztendlich geht es immer irgendwie auf.

Es gibt nur eine Situation in der die höhere Abschreibung am Anfang des Lebenszyklus eines Anlagegutes tatsächlich zu einer Steuerersparnis führt. Und zwar genau, dann wenn im Abschreibungszeitraum eine Steuersenkung eintritt. Dann verlagert man nämlich Erträge in einen Zeitraum in dem sie niedriger besteuert werden. Das ist aber im Augenblick nicht Fall. Umgekehrt gilt aber auch: sollten die Steuern während der Abschreibungsdauer des Wirtschaftsgutes erhöht werden, führt eine höhere Abschreibung im ersten Jahr defakto zu einer Mehrbelastung des Steuerpflichtigen. Weder eine Steuererhöhung noch eine Steuersenkung ist im Augenblick in Sicht ... deswegen ist es eben Jacke wie Hose.


Ich sehe aber nicht nur den Zinsvorteil, auch den Wertvorteil und bei Entnahme auch den Mehrwertsteuer und Ertragssteuervorteil. Die Ertragslage hängt ab von sämtlichen Abschreibungen und Rücklagenbildungen im gleichen Zeitraum. Die können wir nicht kennen und wir können einer "kreativen" Buchführung keine illegalen Machenschaften zuschreiben, sondern betriebswirtschaftliches Kalkül.

Noch bin ich aber unsicher wie das neue Gesetz im Detail aussehen wird.

50% Sonderabschreibung im ersten Jahr, was heißt das genau?

Zusätzlich zur bestehenden Regel?

Dann wäre ein Fahrzeug nach 2 Jahren komplett abgeschrieben?

Bei Veräußerung von Flottenfahrzeugen unterläge dann die Differenz zwischen Erlös und Buchwert der Gewinnbesteuerung, für nicht subventionierte Betriebe dann eher ein Steuernachteil?

Im Prinzip hast du Recht, es bringt eigentlich keinen Anreiz für mittelständische Betriebe in E- Autos zu investieren, außer den marginalen Zinsvorteil!

Bei Luxuskarossen sehe ich aber bei Entnahme einen Wertvorteil durch die erhebliche Verkürzung der Abschreibungsdauer.
Zuletzt geändert von Elvis Domestos am Mo 22. Jun 2015, 10:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 22. Jun 2015, 11:06

Elvis Domestos » Mo 22. Jun 2015, 11:02 hat geschrieben:

Bei Luxuskarossen sehe ich aber bei Entnahme einen Wertvorteil durch die erhebliche Verkürzung der Abschreibungsdauer.


Eine unentgeltliche Entnahme wäre ein geldwerter Vorteil und unterliegt in Höhe des Marktweres sowohl der Umsatzsteuer als auch der Einkommensteuer.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Mo 22. Jun 2015, 16:29

3x schwarzer Kater » Mo 22. Jun 2015, 11:06 hat geschrieben:
Eine unentgeltliche Entnahme wäre ein geldwerter Vorteil und unterliegt in Höhe des Marktweres sowohl der Umsatzsteuer als auch der Einkommensteuer.


nee oder ja!, du ziehst die Umsatzsteuer weg, sprich diese entfällt, belässt das Fahrzeug mind. 1 jahr im Privatbesitz, dann kannste die Kiste Steuerfrei veräußern. Mit der "kommenden Regel" wäre ein "potentieller Wertvorteil" bereits nach 3 Jahren, mit der normalen Abschreibung erst nach 7 Jahren realisierbar. Die Entnahme wird selbstverständlich nach Tabelle verbucht. (Sprich: 2 jahre halten und 100 % Abschreiben, Mehrwertsteuer wegziehen, als Entnahme verbuchen, Umsatzsteuer abführen, 1 Jahr privat halten, verkaufen)
Ist aber Spekulation, genaueres kennen wir ja nicht...
Der Unterschied wäre, ein PKW hat nach 6+1 Jahren einen anderen Wert als nach 2+1 Jahren. Wie sich die Verbuchung der Entnahme auf die Bilanz auswirkt bleibt spekulativ...
Zuletzt geändert von Elvis Domestos am Mo 22. Jun 2015, 16:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 22. Jun 2015, 16:59

Elvis Domestos » Mo 22. Jun 2015, 17:29 hat geschrieben:
nee oder ja!, du ziehst die Umsatzsteuer weg, sprich diese entfällt, belässt das Fahrzeug mind. 1 jahr im Privatbesitz, dann kannste die Kiste Steuerfrei veräußern. Mit der "kommenden Regel" wäre ein "potentieller Wertvorteil" bereits nach 3 Jahren, mit der normalen Abschreibung erst nach 7 Jahren realisierbar. Die Entnahme wird selbstverständlich nach Tabelle verbucht. (Sprich: 2 jahre halten und 100 % Abschreiben, Mehrwertsteuer wegziehen, als Entnahme verbuchen, Umsatzsteuer abführen, 1 Jahr privat halten, verkaufen)
Ist aber Spekulation, genaueres kennen wir ja nicht...
Der Unterschied wäre, ein PKW hat nach 6+1 Jahren einen anderen Wert als nach 2+1 Jahren. Wie sich die Verbuchung der Entnahme auf die Bilanz auswirkt bleibt spekulativ...


Die Entnahme muss versteuert werden.
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