"Staat"hilfe für Elektroautos

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Teeernte
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Teeernte » Mo 22. Jun 2015, 17:02

3x schwarzer Kater » Mo 22. Jun 2015, 17:59 hat geschrieben:
Die Entnahme muss versteuert werden.


Man gibt zum Buchwert raus...

fährt um die Ecke (PL) und verkauft da Kistchen PRIVAT.

Das Standard - Procedere. Die Italiener verkaufen zB in D.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Mo 22. Jun 2015, 17:15

Teeernte » Mo 22. Jun 2015, 17:02 hat geschrieben:
Man gibt zum Buchwert raus...

fährt um die Ecke (PL) und verkauft da Kistchen PRIVAT.

Das Standard - Procedere. Die Italiener verkaufen zB in D.


Klar wird dabei die Entnahme versteuert! Aber wie das Vorsteuerabzugskonto und die Ertragslage zum Zeitpunkt der Entnahme ist wissen wir nicht...., natürlich wissen wir das nicht, überhaupt nicht...

:thumbup:
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frems
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon frems » Mo 22. Jun 2015, 17:27

Mal ein Beispiel aus der Privatwirtschaft. :)

Aldi Süd baut an 50 Filialen Ladesäulen auf, an denen Kunden die Batterien ihrer Elektroautos umsonst füllen können. Welchen Sinn ergibt das? [...]

Diese Fortschrittlichkeit traut nicht jeder dem eher konservativen Unternehmen zu. Fakt aber ist, dass Aldi Süd bis Ende des Monats auf den Dächern von mehr als 850 Filialen sowie von 29 Logistikzentren Fotovoltaikanlagen installiert. Diese leisten insgesamt rund 95.000 Kilowatt Peak (kWp) und können circa 123 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr liefern. Eine Summe, bei der für das Projekt "Sonne tanken" problemlos etwas Energie abfällt.

Die Ladesäulen auf den Aldi-Parkplätzen bedienen alle gängigen Standards: Typ 2 beim Wechselstrom, CCS und Chademo beim Gleichstrom. Das Angebot ist also diskriminierungsfrei. Die Anschlussleistung liegt laut Aldi bei 22 Kilowatt – das soll reichen, um "in 30 Minuten eine Reichweite von 80 Kilometern" tanken zu können. [...]

Aldi Süd ist ein prominentes Beispiel fürs Stromverschenken, aber nicht allein. Hotels und andere Betriebe praktizieren das ebenfalls. Auch an den über 30 Superchargern, die Tesla an den wichtigen Verbindungsachsen des Landes aufgebaut hat, können die Besitzer eines Model S grundsätzlich umsonst tanken. Ob das immer so bleiben wird? Wahrscheinlich ja, denn wenn die Infrastruktur erst errichtet ist, sind die eigentlichen Stromkosten gering.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2015-06/e ... ettansicht
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 22. Jun 2015, 17:29

Elvis Domestos » Mo 22. Jun 2015, 18:15 hat geschrieben:
Klar wird dabei die Entnahme versteuert! Aber wie das Vorsteuerabzugskonto und die Ertragslage zum Zeitpunkt der Entnahme ist wissen wir nicht...., natürlich wissen wir das nicht, überhaupt nicht...

:thumbup:


Ist auch Jacke wie Hose. Weil a) die Umsatzsteuer abgeführt werden muss. Da ist es vollkommen egal, wie das Vosteuerabszugskonto steht und B) die die Überführung ins Privatvermögen zur Auflösung stiller Reserven führt, die eben versteuert werden müssen, entweder sofort, oder halt später, da der Verlustvortrag geringer wäre.


Natürlich kann man Steuern hinterziehen, aber dazu brauch ich die Sonderabschreibung nicht, das geht jetzt auch schon. Aber das war ja nicht das Thema.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 22. Jun 2015, 17:30

Teeernte » Mo 22. Jun 2015, 18:02 hat geschrieben:
Man gibt zum Buchwert raus...

fährt um die Ecke (PL) und verkauft da Kistchen PRIVAT.

Das Standard - Procedere. Die Italiener verkaufen zB in D.


Um Steuerhinterziehung gings aber nicht.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Mo 22. Jun 2015, 17:34

Aldi Süd baut an 50 Filialen Ladesäulen auf, an denen Kunden die Batterien ihrer Elektroautos umsonst füllen können. Welchen Sinn ergibt das? [...]


Das hat einen betriebswirtschaftlichen Sinn, denn der ganze Strom den die Kunden nicht abziehen wird eingespeist! Ob der "verschenkte" Strom eine Abschreibung oder eine Werbekostenpauschale möglich macht, weiß ich leider nicht...
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Mo 22. Jun 2015, 17:51

Ist auch Jacke wie Hose. Weil a) die Umsatzsteuer abgeführt werden muss. Da ist es vollkommen egal, wie das Vosteuerabszugskonto steht und B) die die Überführung ins Privatvermögen zur Auflösung stiller Reserven führt, die eben versteuert werden müssen, entweder sofort, oder halt später, da der Verlustvortrag geringer wäre.


Aber dieses Gesetz muss doch einen Vorteil bringen, wozu sonst der Kram?

Ich will nun Vorteile!

Wenn ich in 2 Jahren komplett abschreiben könnte, statt erst nach 6 Jahren, dann habe ich doch einen Wertvorteil trotz Bilanzierung!???
Zuletzt geändert von Elvis Domestos am Mo 22. Jun 2015, 17:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 22. Jun 2015, 17:55

Elvis Domestos » Mo 22. Jun 2015, 18:51 hat geschrieben:
Aber dieses Gesetz muss doch einen Vorteil bringen, wozu sonst der Kram?

Ich will nun Vorteile!

Wenn ich in 2 Jahren komplett abschreiben könnte, statt erst nach 6 Jahren, dann habe ich doch einen Wertvorteil trotz Bilanzierung!???



einen Zinsvorteil, hab ich ja geschrieben.

In einem Fall tatsächlich aber auch einen Steuervorteil. Nämlich dann wenn die Steuersätze während der Nutzungsdauer sinken.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon Elvis Domestos » Mo 22. Jun 2015, 19:51

3x schwarzer Kater » Mo 22. Jun 2015, 17:55 hat geschrieben:

einen Zinsvorteil, hab ich ja geschrieben.

In einem Fall tatsächlich aber auch einen Steuervorteil. Nämlich dann wenn die Steuersätze während der Nutzungsdauer sinken.


Dann gäbe es für Unternehmen eigentlich keinen Vorteil, sprich keinen Anreiz auf teure E-Autos umzusteigen. Zb.: Kleinwagenflotte:
Preisliste kleine Diesel:
https://www.adac.de/_mmm/pdf/TOP10-Spri ... _48944.pdf
Preisliste E-Autos:
http://www.elektroauto-news.net/wiki/elektroauto-preise

Anschaffung - Strom-/Kraftstoffkosten - Steuern - Wartungskosten - Verkaufswert - Nutzungswert

Würde einer einen geeigneten E-Kleinwagen für den Pizzadienst oder den Pflegedienst empfehlen können?

Wie lange hält die Lebensdauer eines Akkus, wenn ich jeden Tag das Fahrzeug auf- bzw nachlade?

Was kostet ein neuer Akku?
Zuletzt geändert von Elvis Domestos am Mo 22. Jun 2015, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Staat"hilfe für Elektroautos

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 17. Mai 2016, 19:06

Noch ist es nur ein "Gesetzentwurf" :

E-Autos: Neben Kaufprämie kommt auch 10-Jahres-Steuerbonus

17.05.2016 ZON hat geschrieben:Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will den Absatz von Elektroautos neben Kaufprämien auch mit Steueranreizen fördern. Wie aus einem der dpa vorliegenden Gesetzentwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hervorgeht, sollen Käufer von Elektroautos künftig für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit werden.

Die Regelung soll rückwirkend zum 1. Januar 2016 gelten. Auf die längere Steuerbefreiung hatten die Spitzen der Koalitionsfraktionen von Union und SPD gepocht. Auch wird es steuerliche Vorteile geben, wenn Arbeitgeber Mitarbeitern ermöglichen, ihr privates E-Auto oder Hybrid-Mobil in der Firma aufzuladen.

Das Kabinett will an diesem Mittwoch die Einführung von Kaufzuschüssen beschließen - 4000 Euro für reine Elektroautos und 3000 Euro für Hybride mit aufladbarer Batterie plus Verbrennungsmotor. Dabei darf das Basismodell nach Listenpreis nicht teurer als 60 000 Euro sein.

Die Kosten von 1,2 Milliarden Euro teilen sich Bund und Autoindustrie. Neben deutschen Herstellern werden auch zahlreiche ausländische Autobauer für ihre Elektro-Modelle die Prämie anbieten.
Einen Tag, nachdem die Förderrichtlinie im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, können die Verbraucher die Prämien beim zuständigen Bundesamt Bafa beantragen.


Ob "wir" das auch so dürfen :?:

Wie Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) an seine Kabinettskollegen schreibt, steht die Prüfung der EU-Kommission, ob es sich bei den als "Umweltbonus" umschriebenen Kaufprämien um eine unerlaubte Beihilfe oder nicht handelt, noch aus.


Ob da passiert, was bei den PV-Modulen passiert ist - China ein preisgünstigere E-Karre anbietet ? Irre 60.000 €uronen deutlich zu unterbieten dürfte für chinesische Staatsbetriebe kein unlösbares Problem darstellen. Zumal dann auch der eigene Binnenabsatz weiter steigen könnte - Schau mer mal ...
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

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