Tesla entwickelt Batterie für Häuser

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frems
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Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon frems » Fr 1. Mai 2015, 15:40

Neu ist die Idee nicht. Überschüssiger Strom soll in Batterien gespeichert werden und somit zur Verfügung stehen, wenn Energie benötigt wird. So gibt es bereits Systeme, die bspw. eine ausrangierte Batterie eines Elektrofahrzeugs im Eigenheim installiert, wenn die Leistung der Batterie fürs Fahren nicht mehr ausreicht, aber für den Fernseher. Mit Tesla drängt aber nun ein Schwergewicht in den Markt, das sich ansonsten mit weniger "bescheidenen" Projekten beschäftigt. Der Strom kann somit z.B. zu günstigen Zeiten erworben werden -- oder man lädt die Batterie selbst über PV-Anlagen oder Mini-Windgeneratoren auf dem Dach.

So will Tesla Strom billiger machen

Raketenzüge, Raumfahrt, Elektroautos - und jetzt eine Batterie für den Haushalt? Das neue Produkt von Tesla-Gründer Elon Musk klingt auf den ersten Blick unspektakulär. Dabei könnte es den gesamten Strom-Markt revolutionieren. Insbesondere in Deutschland. [...]

Bereits in diesem Jahr soll die so genannte Powerwall auch in Deutschland ausgeliefert werden, sie funktioniert vereinfacht ausgedrückt so: Der Kunde kauft sich für 3500 Dollar die mit zehn Kilowattstunden (KWH) aufladbare Batterie und installiert sie an seinem Haus - es gibt auch eine Variante mit sieben KWH für 3000 Dollar. Hat der Kunde außerdem Solarzellen auf dem eigenen Dach, kann er den dort generierten, überschüssigen Strom nun direkt vor Ort speichern und bei Bedarf nutzen.

Oder wieder ins Netz einspeisen und sich dafür bezahlen lassen. Verschiedene Stromanbieter arbeiten bereits daran, auch private Energieerzeuger ins Versorgungsnetz einzubeziehen. [...]

"In Deutschland wird es riesig werden", verspricht Musk und verweist auf die Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme, nach der am 9. Juni vergangenen Jahres der Anteil an Solarenergie im deutschen Stromnetz bei 50,6 Prozent lag. An einem besonders sonnigen Tag ist reichlich Strom vorhanden, der womöglich gar nicht verbraucht wird. "Stellen Sie sich nur vor, was passiert, wenn Sie diesen Strom selbst speichern können." Der Kunde werde unabhängiger und spare dabei auch noch Geld. Er sagt noch einmal: "In Deutschland wird das riesig!" [...]

Bei allen Träumereien und gewaltigen Ideen weiß Musk, dass für eine flächendeckende Umstellung auf erneuerbare Energien ökonomische Gründe womöglich bedeutsamer sind als ökologische. Natürlich gebe es Menschen, die aus Idealismus für einen Dollar auch 1,10 Dollar bezahlen, um damit umweltfreundlich zu sein. "Wenn wir aber einen Dollar für 90 Cent anbieten, dann macht es für jeden Menschen Sinn", sagt Musk.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/s ... -1.2460144

Wie seht Ihr die Chancen (ob für Privathaushalt oder Wirtschaft) von Teslas Batterien? Würdet Ihr Euch selbst eine kaufen?
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Adam Smith
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Adam Smith » Fr 1. Mai 2015, 15:48

Tesla hat große Konkurrenz.

Die Kraft kommt aus dem Keller

Still und leise sind erste Brennstoffzellen-Heizungen auf dem Markt. Zwei technisch verschiedene Systeme konkurrieren. Beide sind effizient, sauber und immer noch teuer.


http://www.faz.net/aktuell/technik-moto ... 56732.html
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Teeernte
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Teeernte » Fr 1. Mai 2015, 16:17

frems » Fr 1. Mai 2015, 16:40 hat geschrieben:
Neu ist die Idee nicht.

Wie seht Ihr die Chancen (ob für Privathaushalt oder Wirtschaft) von Teslas Batterien? Würdet Ihr Euch selbst eine kaufen?


Ich hab 2kWh Akku stehen, die ich nicht nutze. ....nicht mal im Pufferbetrieb - (Nur im Winter - als Notstrombackup -Eigennutzung- sonst läuft die Gasheizung und die Kommunikation nicht)

Es gibt dafür kein Preismodell - Mein Strom kostet 27 Cent - 365*24h

Da müsste der ABFALLSTROM schon billig sein 10 Cent ??....und die Rückspeisung ins Netz über dem derzeitigen Tarif :D :D :D damit ich zuschalte. (Sonst würde ich den Billigstrom selbst verbrauchen....es soll ja Geschäft sein..)
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Karl Napp » Fr 1. Mai 2015, 21:21

Klar, immer auf Amortisation und Subventionen schauen. Und ablehnen. Danach über hohe Energiepreise klagen.
Es wird immer behauptet, dass sich elektrische Energie nicht speichern lässt. Oder zu teuer ist. Das Elektroauto ist eine uralte Sache; man hat die Dinger mit Nickel – Stahlakkus betrieben. Eine Entwicklung vom alten Edison. Stahlakkus halten 50 Jahre und länger. Lange verpönt, weil Nickel teuer war. Schaut euch die heutigen Nickel – Preise an. Dann noch ein Blick ins Physik – Buch. Mal herumfragen, ob man die Dinger nicht selbst bauen kann. Dann sieht es mit dem Preis schon anders aus.
Ergebnis: Ein kleiner Motor produziert Strom und Wärme. Beides kann man speichern, sodass der Motor nicht Tag und Nacht laufen muss. Wäre noch zu überlegen, ob man mit dem Strom sein Hybridauto volltankt. Dazu: Warum nicht ein Niederspannungsnetz installieren? Also LED – Beleuchtung, Computer, Fernseher darüber laufen lassen? Wäre doch ein Anfang, um das Hochspannungsnetz zu entlasten. Dann kommen die Bayern auch besser an den Windstrom aus der Nordsee heran. Bekanntlich soll das dafür notwendige Netz von Steuergeldern bezahlt werden.
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Corella » Fr 1. Mai 2015, 22:01

Karl Napp » Fr 1. Mai 2015, 21:21 hat geschrieben:Klar, immer auf Amortisation und Subventionen schauen. Und ablehnen. Danach über hohe Energiepreise klagen.
Es wird immer behauptet, dass sich elektrische Energie nicht speichern lässt. Oder zu teuer ist. Das Elektroauto ist eine uralte Sache; man hat die Dinger mit Nickel – Stahlakkus betrieben. Eine Entwicklung vom alten Edison. Stahlakkus halten 50 Jahre und länger. Lange verpönt, weil Nickel teuer war. Schaut euch die heutigen Nickel – Preise an. Dann noch ein Blick ins Physik – Buch. Mal herumfragen, ob man die Dinger nicht selbst bauen kann. Dann sieht es mit dem Preis schon anders aus.
Ergebnis: Ein kleiner Motor produziert Strom und Wärme. Beides kann man speichern, sodass der Motor nicht Tag und Nacht laufen muss. Wäre noch zu überlegen, ob man mit dem Strom sein Hybridauto volltankt. Dazu: Warum nicht ein Niederspannungsnetz installieren? Also LED – Beleuchtung, Computer, Fernseher darüber laufen lassen? Wäre doch ein Anfang, um das Hochspannungsnetz zu entlasten. Dann kommen die Bayern auch besser an den Windstrom aus der Nordsee heran. Bekanntlich soll das dafür notwendige Netz von Steuergeldern bezahlt werden.


Du denkst vernetzt, das ist bei den Schreihälsen nicht üblich :-)
Willkommen.
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Fadamo » Sa 2. Mai 2015, 18:58

frems » Fr 1. Mai 2015, 15:40 hat geschrieben:Neu ist die Idee nicht. Überschüssiger Strom soll in Batterien gespeichert werden und somit zur Verfügung stehen, wenn Energie benötigt wird. So gibt es bereits Systeme, die bspw. eine ausrangierte Batterie eines Elektrofahrzeugs im Eigenheim installiert, wenn die Leistung der Batterie fürs Fahren nicht mehr ausreicht, aber für den Fernseher. Mit Tesla drängt aber nun ein Schwergewicht in den Markt, das sich ansonsten mit weniger "bescheidenen" Projekten beschäftigt. Der Strom kann somit z.B. zu günstigen Zeiten erworben werden -- oder man lädt die Batterie selbst über PV-Anlagen oder Mini-Windgeneratoren auf dem Dach.


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Wie seht Ihr die Chancen (ob für Privathaushalt oder Wirtschaft) von Teslas Batterien? Würdet Ihr Euch selbst eine kaufen?


Solch eine batterie kann man sich nicht einfach so kaufen,wie eine 9 -volt batterie.
Die wenigsten werden sich solch eine leisten können.
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Karl Napp » So 3. Mai 2015, 20:14

@Corella, danke für Deinen Willkommensgruß! In der Tat, ich denke vernetzt. Und komme deshalb gleich zu Fadamo: Richtig! So eine Batterie gibt es nicht bei „Tante Emma“ zu kaufen. Stahlakkus werden nur noch in China und Russland hergestellt. Aber wozu gibt es das Internet? In Wiki ist – zugegeben – nur ansatzweise dargestellt, wie ein Stahlakku aufgebaut ist.
Wie wäre es, wenn man zunächst im kleinen so einen Akku baut? Ein paar Stahlplättchen, Nickelblech und Kali – Lauge sind doch nicht schwer zu beschaffen. Dann geht es nur noch darum, wie das Ganze am besten funktioniert. Hier könnten sich die Leute darüber austauschen. Wäre doch ein überlegenswerter Anfang. Macht bei Erfolg sogar Spaß. Also – warum nicht?!
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Teeernte » So 3. Mai 2015, 20:33

Karl Napp » Fr 1. Mai 2015, 22:21 hat geschrieben:Klar, immer auf Amortisation und Subventionen schauen. Und ablehnen. Danach über hohe Energiepreise klagen.
Es wird immer behauptet, dass sich elektrische Energie nicht speichern lässt. Oder zu teuer ist. Das Elektroauto ist eine uralte Sache; man hat die Dinger mit Nickel – Stahlakkus betrieben. Eine Entwicklung vom alten Edison. Stahlakkus halten 50 Jahre und länger. Lange verpönt, weil Nickel teuer war. Schaut euch die heutigen Nickel – Preise an. Dann noch ein Blick ins Physik – Buch. Mal herumfragen, ob man die Dinger nicht selbst bauen kann. Dann sieht es mit dem Preis schon anders aus.
Ergebnis: Ein kleiner Motor produziert Strom und Wärme. Beides kann man speichern, sodass der Motor nicht Tag und Nacht laufen muss. Wäre noch zu überlegen, ob man mit dem Strom sein Hybridauto volltankt. Dazu: Warum nicht ein Niederspannungsnetz installieren? Also LED – Beleuchtung, Computer, Fernseher darüber laufen lassen? Wäre doch ein Anfang, um das Hochspannungsnetz zu entlasten. Dann kommen die Bayern auch besser an den Windstrom aus der Nordsee heran. Bekanntlich soll das dafür notwendige Netz von Steuergeldern bezahlt werden.


Du hast bestimmt Erfahrung mit dem Akku dass du hier im hohen Bogen pi.st...

...Bei der Kalilauge - wie verhinderst Du das Ausfällen mit CO2? ...der Weiße Belag? Hast Du da noch Sonderzusätze ? Netzmittel oder Stabilisierung ?

Wie oft wechselst Du die Lauge im Jahr ???
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Teeernte » Mo 4. Mai 2015, 11:11

Was heute schon konstatiert werden kann: Solange diese Technik nicht zentral zur besseren Nutzung der Netze und der Grundlastkraftwerke gesteuert wird, ist sie nicht besonders sinnvoll, denn Strom aus der Batterie ist immer sehr teuer (> 50cents/kWh).


Na denn, KOSTE ES -Was es wolle....
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Karl Napp » Mo 4. Mai 2015, 19:08

Hallo Teeernte,
meines Wissens muss die Kalilauge nicht gewechselt werden. (Bei Bleiakkus wechselt auch kein Mensch die Schwefelsäure) Der Selbstbau eines Stahlakkus wäre ja nur der erste Schritt. Selbstbau deswegen, weil es weltweit nur 2 Hersteller gibt.
Diese Bauart wurde so viel ich weiß bei der Bundesbahn in Triebwagen eingesetzt, weil robust oder auch unkaputtbar. Ergo wird sich keine deutsche oder gar amerikanische Firma damit befassen, solche Akkus herzustellen. Dein Einwand: Sparen – koste es was es wolle in allen Ehren: Bedenke mal, wie viel Energie bei der herkömmlichen Stromerzeugung verloren geht. Liegt bei der Erzeugung mit Dampfturbinen bei 60%.
Bei einem kleinen BHKW kannst Du mit 80% Energieausbeute rechnen. Obendrein schaffst Du Dir damit eine gewisse Unabhängigkeit von den EVU’s. Oder hast Du etwa weniger für Deinen Strom bezahlt, als die Ölpreise vor kurzem im Keller waren?
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Teeernte » Mo 4. Mai 2015, 22:00

Karl Napp » Mo 4. Mai 2015, 20:08 hat geschrieben:Hallo Teeernte,
meines Wissens muss die Kalilauge nicht gewechselt werden. (Bei Bleiakkus wechselt auch kein Mensch die Schwefelsäure) Der Selbstbau eines Stahlakkus wäre ja nur der erste Schritt. Selbstbau deswegen, weil es weltweit nur 2 Hersteller gibt.
Diese Bauart wurde so viel ich weiß bei der Bundesbahn in Triebwagen eingesetzt, weil robust oder auch unkaputtbar. Ergo wird sich keine deutsche oder gar amerikanische Firma damit befassen, solche Akkus herzustellen. Dein Einwand: Sparen – koste es was es wolle in allen Ehren: Bedenke mal, wie viel Energie bei der herkömmlichen Stromerzeugung verloren geht. Liegt bei der Erzeugung mit Dampfturbinen bei 60%.
Bei einem kleinen BHKW kannst Du mit 80% Energieausbeute rechnen. Obendrein schaffst Du Dir damit eine gewisse Unabhängigkeit von den EVU’s. Oder hast Du etwa weniger für Deinen Strom bezahlt, als die Ölpreise vor kurzem im Keller waren?


Wenn Du mir erklären kannst - wie mann Strom (27 Cent je kWh) durch Speicherung (Zusatzinvestition) "billig" macht..... :D :D :D

Ernergieausbeute ....interessiert mich nicht - wenn eben Getreide der billigste Rohstoff zum Heizen ist - gibts ne Pelletsanlage....die sich mit Getreide betreiben lässt.....

Wird der Strom noch teurer.....dann gibts einen alten Trick... Holzvergaser mit Getreide betrieben!!
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Karl Napp » Di 5. Mai 2015, 09:26

Hallo Teeernte,
zuerst nach ein Nachtrag. Du hast was von weißem Belag an Batterien geschrieben. Ich vermute Du meinst die Salze an den Polklemmen, die auch bei Bleiakkus auftauchen. Die Beseitigung ist einfach: Batterie abklemmen und die Kristalle mit Seifenlauge entfernen. (Fit oder Pril ins Wasser – je nach Bundesland) Die Polklemmen mit Säurefreiem Fett versehen. Vaseline. Das war’s auch schon!

Die Energieausbeute ist finde ich schon wichtig: Stell Dir vor Du hast ein Auto mit 100 KW Leistung. Wenn das Gefährt dann nur Beschleunigung eines VW-Käfers, also 30 KW bringt, bist Du zu Recht etwas unzufrieden. Noch einfacher: Du gehst in die Kneipe, kaufst 1 Liter Bier und der Wirt gibt Dir nur 1/3 Liter, die anderen 2/3 schüttet er in den Ausguss.

So ähnlich verhält es sich bei Heizung und Verbrennungsmotor: Ein Diesel – Motor hat eine Effizienz von max 50 %. Der Rest geht an Wärme verloren. Auspuff und Kühler. Umkehrschluss Heizung: Die bei der Verbrennung entstehende Wärme wird zwar zu einem großen Teil entnommen und genutzt; die Expansionsenergie, die einen Motor zum Laufen bringt, geht verloren.

Bei einem Blockheizkraftwerk wird beides genutzt. Also ein Motor / Generator liefert elektrische Energie und die Wärme wird mit Wärmetauschern der Heizung zugeführt. Der Haken bei größeren BHKW’s ist, dass sich warmes Wasser nur schlecht über größere Distanzen transportieren lässt; die Verluste sind dabei recht groß. Ergo bleiben nur Mini – BHKW’s übrig. Ok, ok! Der Motor braucht Öl oder Gas. Völlig klar. Der von Dir erwähnte Holzvergaser wäre EINE Alternative, um von fossilen Brennstoffen wegzukommen. Ich persönlich halte es aber für verwerflich, dabei Getreide zu verbrennen. Holzabfälle, Pellets, Müll und Grasabschnitte vom eigenen Rasen wären dem vorzuziehen.
Wobei… Ich habe mich mit Holzvergasern befasst… Fazit: Man kann sie bauen; kommt dabei aber schnell in recht hohe Preisregionen. Dann hat man aber erstmal NUR den Vergaser. Motor, Wärmetauscher etc. kommen obenauf. Und die Dinger sind nicht so ganz leicht zu bedienen.

Dann schon besser Solarzellen und Windrad; die so gewonnene überschüssige Energie im Akku speichern.

Für die Techniker, die hier möglicherweise mitlesen: Ich weiß nicht genau, wovon die Kapazität eines Akkus abhängt. Also nur von den Flächen Anode / Kathode oder der Masse (Plattenstärke) von beiden? Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar!

Gruß

Karl Napp
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Teeernte » Di 5. Mai 2015, 18:02

Karl Napp » Di 5. Mai 2015, 10:26 hat geschrieben:Hallo Teeernte,
zuerst nach ein Nachtrag. Du hast was von weißem Belag an Batterien geschrieben. Ich vermute Du meinst die Salze an den Polklemmen, die auch bei Bleiakkus auftauchen. Die Beseitigung ist einfach: Batterie abklemmen und die Kristalle mit Seifenlauge entfernen. (Fit oder Pril ins Wasser – je nach Bundesland) Die Polklemmen mit Säurefreiem Fett versehen. Vaseline. Das war’s auch schon!



Nun - ok......ich kenne mich aus mit den Akkus.... deshalb hatte ich gefragt. Du hast also davon GELESEN.

Sobald LUFT an die Kalilauge kommt - verbindet sich das CO2 mit der Kalilauge ...und bildet Kaliumkarbonat. Auch Pottasche genannt.

Die Verschlusskappe ist mit einem Labyrinth versehen, durch das die beim Laden/Entladen entstehenden Gase entweichen können. Gleichzeitig wird der Zutritt von Kohlenstoffmonoxid bzw. -dioxid aus der Luft in den Elektrolyten verhindert, so dass eine Karbonatisierung (Vergiftung) des Elektrolyten über diesen Weg unterbunden wird. Bei HOPPECKE werden für den Betrieb serienmäßig rückzündungshemmende Klappdeckelverschlussstopfen mitgeliefert. Alternativ ist der Einsatz des unikalen HOPPECKE AquaGen®-Rekombinationssystems möglich. Im HOPPECKE AquaGen®-Rekombinationssystems werden die während der Wasserzersetzung entstehenden Gase Wasserstoff und Sauerstoff in den AquaGen®-Stopfen geleitet. Mittels eines integrierten Katalysators werden diese Gase rekombiniert in Form von Wasserdampf.


Die Kapazität ist abhängig von der OBERFLÄCHE der Platten , dem verfügbaren Material (wenn die Chemie ordentlich eingestellt ist ) - und die Elektrochemische Spannungsreihe der Metalle... http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrochemische_Spannungsreihe je weiter auseinander - je mehr Zellenspannung....

Eine grosse Oberfläche gibt es - wenn man eine Art "Metallschaum"//Schwamm herstellen kann...oder zB. Wickelelektroden bei Gel-Akkus...

Alte Russenfunkgeräte gehen mit den guten Nickel-Kadmiums mit Kalilauge ... (es kommt etwas Lithiumhydroxid mit in die Kalilauge...) ....und man wechselt natürlich... Outdoorbatterien - nach Temperatur (Sommer - Winter)

Du hast sicher aus der EU Richtlinie entnommen - dass man statt Kadmium lieber auf Stahl wechselt ?

Im Dezember 2004 verabschiedete der EU-Ministerrat eine Richtlinie, um die technische Nutzung von Cadmium zu reduzieren. Vorbehaltlich der Zustimmung des EU-Parlaments war vorgesehen, dass die Mitgliedsstaaten innerhalb von zwei Jahren das Inverkehrbringen von Nickel-Cadmium-Akkus durch nationale Gesetze verbieten. Auf Wunsch einiger Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, wurden unter anderem schnurlose Elektrowerkzeuge von dem Verbot zunächst ausgenommen, weil „für Elektrowerkzeuge nicht sichergestellt ist, dass gleichwertiger Ersatz aktuell verfügbar ist“. Diese Ausnahme sollte vier Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie überprüft werden, um das Cadmium-Verbot dann möglicherweise auszudehnen. Siehe auch RoHS.


Das System ist für OTTO NORMALVERBRAUCHER aufgrund der Gefahren (Lauge, Knallgas, Elektro) Nicht geeignet.

Das System kostet - da LUFTDICHT verschlossen, ....etwas MEHR als ein APPEL und ein Ei..... und hat für die NORMALE Nutzung Nachteile. Bild gefällig ? [url]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bd/Thomas_Edison%27s_nickel–iron_batteries.jpg[/url]


>> Wenn Du mir erklären kannst - wie mann Strom (27 Cent je kWh) durch Speicherung (Zusatzinvestition) "billig" macht..... geb ich sofort RUHE.
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Provokateur » Di 5. Mai 2015, 18:30

Das Problem ist doch, dass es teilweise Abfallstrom gibt, der nicht verbraucht wird, und uns auf der anderen Seite dafür Speicherkapazitäten fehlen.
Wenn diese Speicherung dezentral gestemmt werden kann, ist das nichts schlechtes.
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Teeernte » Di 5. Mai 2015, 18:50

Provokateur » Di 5. Mai 2015, 19:30 hat geschrieben:Das Problem ist doch, dass es teilweise Abfallstrom gibt, der nicht verbraucht wird, und uns auf der anderen Seite dafür Speicherkapazitäten fehlen.
Wenn diese Speicherung dezentral gestemmt werden kann, ist das nichts schlechtes.



Die Entsorgung von ABFALL kostet.... Der Abfall muss also PREISWERT den Verbrauchern (und nicht dem Ausland) angeboten werden !!

Gebetsmühle AN:

>> Wenn Du mir erklären kannst - wie mann Strom (27 Cent je kWh) durch Speicherung (Zusatzinvestition) "billig" macht..... geb ich sofort RUHE.
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Provokateur » Di 5. Mai 2015, 18:55

Ich sehe nicht den Preis, ich sehe den Nutzen für die Energiewende.
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Teeernte » Di 5. Mai 2015, 19:05

Provokateur » Di 5. Mai 2015, 19:55 hat geschrieben:Ich sehe nicht den Preis, ich sehe den Nutzen für die Energiewende.


Ah....Du investierst 10.000 Eu in Deinem Haus - für die "gute" Sache ? Ohne jeglichen Profit // ROI (Return on Investment ) ??

Dann sag doch mal BESCHEID - wenn die Anlage steht.... und wie wenig das Ding REELL gekostet hat. :D :D :D

Wo bekommst Du die Info her - wann Du LADEN und EINSPEISEN musst ?? Schön , dass Du die Kosten des 20% VERLUST selbst trägst...
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Provokateur » Di 5. Mai 2015, 19:06

Die ersten Solarpanels wurden auc noch nicht gefördert.

Warte mal ab. Wenn die Politik den Nutzen erkennt, gibt es dafür bald Boni.
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon frems » Di 5. Mai 2015, 19:10

Teeernte » Di 5. Mai 2015, 20:05 hat geschrieben:
Ah....Du investierst 10.000 Eu in Deinem Haus - für die "gute" Sache ? Ohne jeglichen Profit // ROI (Return on Investment ) ??

Dann sag doch mal BESCHEID - wenn die Anlage steht.... und wie wenig das Ding REELL gekostet hat. :D :D :D

Wo bekommst Du die Info her - wann Du LADEN und EINSPEISEN musst ?? Schön , dass Du die Kosten des 20% VERLUST selbst trägst...

Öhm, lies mal den Eingangsbeitrag. Das Ding wird sich amortisiert haben bevor die Garantie abgelaufen ist. Dabei ist das nicht einmal die Hauptfunktion, sondern der Eigenbedarf. Manch einer nennt sowas "Versicherungsmentalität".
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Re: Tesla entwickelt Batterie für Häuser

Beitragvon Teeernte » Di 5. Mai 2015, 19:11

Provokateur » Di 5. Mai 2015, 20:06 hat geschrieben:Die ersten Solarpanels wurden auc noch nicht gefördert.

Warte mal ab. Wenn die Politik den Nutzen erkennt, gibt es dafür bald Boni.


Den Teppich aufs Parkett....

Boni - da müsste dann der VK für den Rückstrom über 35 Cent liegen.... (Bei EK von 27 Cent)


Die Schallmauer für die Politik liegt bei 30 Cent. Danach kann sie einpacken.

(Gehst Du im Einkauf TIEFER - muss I.R.Gendwer auf SEINEN Teil verzichten... Wem willst Du das Geld also wegnehmen ? - oder meinst Du - man plündert einfach weiter die Rentenkasse ??)

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