Die Arktis schrumpft

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Corella
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Corella » Mi 25. Mär 2015, 22:52

schokoschendrezki » Mi 25. Mär 2015, 22:43 hat geschrieben:
Ja. Stimt schon. Nur: Wachstumskritik bewirkt eben auch Lebensqualitätserhöhung unabhängig davon, ob sie den Klimawandel eindämmt oder befördert.


"Wachstumskritik bewirkt eben auch Lebensqualitätserhöhung" Damit kann ich mehr anfangen, als was meine Augen im Forum in den letzten 20 min aufnehmen durften ;-)
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 10:51

Corella » Mi 25. Mär 2015, 21:12 hat geschrieben:
Was willst Du uns mit dem Hinweis auf die Kreidezeit vor 100 Mio Jahren mitteilen (war die Antarktis zu der Zeit überhaupt auf dem Südpol?)? Wenn Du was warmes raussuchen möchtest, dann nimm doch dieses hier vor bloß der Hälfte der Zeit: http://de.wikipedia.org/wiki/Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum
Schön kalt gibt es auch, versuch es mal hiermit: http://de.wikipedia.org/wiki/Schneeball_Erde
Währte länger als seit der Kreide bis heute.
Wenn Du schon die Eintagsfliege Mensch in solche Zusammenhänge bringen willst, dann mach Dir doch spaßeshalber mal die Mühe, lies mal was nach, wie die Änderungsgeschwindigkeiten dieser in geologischen Dimensionen epochalen Ereignisse gewesen sind und vergleiche sie mit den aktuellen, menschengemachten. Du wirst staunen!

Menschengemacht?
Vor 7000 Jahren und vor 5000 Jahren war es wärmer und feuchter als heute, da gab es noch schiffbare Wasserwege zwischen Schwarzem meer, Kaspischen Meer und Aralsee. Alexander der Große nutzte diese Wasserwege bei seinen Eroberungen. Vor 500 Jahren sanken die Temperaturen dramatisch und seit etwa 150 Jahren steigen sie wieder.
Wenn man sich die Klimageschichte der Erde ansieht, gab es immer wieder Schwankungen nach oben und unten.
Alles menschengemacht?
Aufzeichnungen über Wetter- und Klimageschehen gibt es seit etwa 150 Jahren. Und nun?
Menschlicher Einfluss ok - aber menschengemacht. Nä!
Übrigens der Homo sapiens sapiens existiert nach neuesten Forschungen seit ca. 200.000 Jahren und nicht erst seit 70.000 Jahren.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Nomen Nescio » Do 26. Mär 2015, 16:50

Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 10:51 hat geschrieben:Aufzeichnungen über Wetter- und Klimageschehen gibt es seit etwa 150 Jahren.

das stimmt nicht ganz. in meinem land gibt es die längste aufzeichnung von temperatur auf der welt. etwa 300 jahren.

man kann aber aus bohrkerne von polareis viel weiter zurückgegen. dazu bestimmt man die CO2 menge im eis. die jahre kann man auch annäherungsweise bestimmen. voilà.
außerdem gibt es noch eine justierungsmethode für eine zeit von höchstens 2-3 jhdt: die ringe der bäume. dadurch konnte man wieder die CO2-menge eichen.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 18:32

Nomen Nescio » Do 26. Mär 2015, 16:50 hat geschrieben:das stimmt nicht ganz. in meinem land gibt es die längste aufzeichnung von temperatur auf der welt. etwa 300 jahren.

man kann aber aus bohrkerne von polareis viel weiter zurückgegen. dazu bestimmt man die CO2 menge im eis. die jahre kann man auch annäherungsweise bestimmen. voilà.
außerdem gibt es noch eine justierungsmethode für eine zeit von höchstens 2-3 jhdt: die ringe der bäume. dadurch konnte man wieder die CO2-menge eichen.

Systematische Aufzeichnungen über Wetter- und Klimageschehen gibt es seit 1881 und nicht seit 300 Jahren.
Es geht um globale Wetterdaten und nicht um regionale.
Für Analysen der Klimaentwicklung/Palöoklimaentwicklung werden neben Eisbohrkernen auch Sedimentbohrkerne genutzt. Kallibrierung erfolgt über Radiokarbonmethode, Dendrochronologie, Kalium-Argon-Methode u.a.
Zur Ermittlung von Klimadaten/Klimaveränderungen wird ein "ganz klein wenig" mehr benötigt als nur der jeweilige CO2 Gehalt der Atmosphäre. Und es geht eben nicht nur um 2-3 Jahrhunderte.
Wie ich bereits schrieb, war es vor 7000 deutlich wärmer und feuchter als heute - die Sahara gehörte zur semihumiden Vegetationszone der Erde. Erst vor ca 4500 Jahren würde es kälter und trockener. Die Temperaturen und Niederschlagsmengen sanken auf einen - nur geringfügig - niederigeren Wert als heute. Wähernd des so genannten Römischen Optimums lagen die Temperaturen etwa 1 bis 2 grad höher als heute und sie sanken erst im 5. Jh drastisch ab. Die Gründe hierfür sind inzwischen bekannt und verantwortlich sind eben nicht niedrige CO2-Werte, sondern ein hoher Aschegehalt - nachgewiesen in Eis- und Sedimentbohrkernen. Im Mittelalterlichen Optimum (14.-15. Jh.) erreichten die Temperaturen inetwa die Werte des Römischen Optimums. Ab dem 16.Jh bis gegen Ende des 19. Jh sanken die Temperaturen, was zu den beschriebenen Folgen (Austrocknung von Wasserwegen) führte und seit etwa 1870 steigen die Temperaturen wieder, liegen aber immer noch unter den Werten der holozänen Optima.
Nicht alles, was das Klimageschehen beeinflusst, hat nur mit CO2 zu tun und nix mit "annäherungsweise ermitteln -voila".
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Nomen Nescio » Do 26. Mär 2015, 18:53

Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 18:32 hat geschrieben:Nicht alles, was das Klimageschehen beeinflusst, hat nur mit CO2 zu tun und nix mit "annäherungsweise ermitteln -voila".

stimmt. die eruption des krakataus im 19. jhdt hat zwei oder drei jahre eine deutliche senkung der mondialen temperatur verusacht. und zu mißernten geführt.

die ursache war die asche (kleinpartikeln) in der atmosphere.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Cat with a whip » Do 26. Mär 2015, 18:56

Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 10:51 hat geschrieben: Vor 500 Jahren sanken die Temperaturen dramatisch..


Wo?
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 19:17


Weltweit - guxstu hier oder hier.
Klima ist nunmal global und nicht regional. Regional ist Wetter.
Darum wird ja auch diese Jahrhunderte als "Kleine Eiszeit" bezeichnet. Noch nie was von gehört?
Zuletzt geändert von Dark Angel am Do 26. Mär 2015, 19:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Cat with a whip » Do 26. Mär 2015, 19:58

Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 19:17 hat geschrieben:Weltweit - guxstu hier oder hier.
Klima ist nunmal global und nicht regional. Regional ist Wetter.
Darum wird ja auch diese Jahrhunderte als "Kleine Eiszeit" bezeichnet. Noch nie was von gehört?


Klima ist nur global, soso. Was sie nicht alles hier erfinden.

An den Daten und verlinkten Texten kann man übrigens nicht erkennen dass die Temperatur vor 500 Jahren drastisch gesunken ist. Sie irren komplett.
Zuletzt geändert von Cat with a whip am Do 26. Mär 2015, 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Zweiundvierzig » Do 26. Mär 2015, 20:08

Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 19:32 hat geschrieben:Systematische Aufzeichnungen über Wetter- und Klimageschehen gibt es seit 1881 und nicht seit 300 Jahren.
Es geht um globale Wetterdaten und nicht um regionale.
Für Analysen der Klimaentwicklung/Palöoklimaentwicklung werden neben Eisbohrkernen auch Sedimentbohrkerne genutzt. Kallibrierung erfolgt über Radiokarbonmethode, Dendrochronologie, Kalium-Argon-Methode u.a.
Zur Ermittlung von Klimadaten/Klimaveränderungen wird ein "ganz klein wenig" mehr benötigt als nur der jeweilige CO2 Gehalt der Atmosphäre. Und es geht eben nicht nur um 2-3 Jahrhunderte.
Wie ich bereits schrieb, war es vor 7000 deutlich wärmer und feuchter als heute - die Sahara gehörte zur semihumiden Vegetationszone der Erde. Erst vor ca 4500 Jahren würde es kälter und trockener. Die Temperaturen und Niederschlagsmengen sanken auf einen - nur geringfügig - niederigeren Wert als heute. Wähernd des so genannten Römischen Optimums lagen die Temperaturen etwa 1 bis 2 grad höher als heute und sie sanken erst im 5. Jh drastisch ab. Die Gründe hierfür sind inzwischen bekannt und verantwortlich sind eben nicht niedrige CO2-Werte, sondern ein hoher Aschegehalt - nachgewiesen in Eis- und Sedimentbohrkernen. Im Mittelalterlichen Optimum (14.-15. Jh.) erreichten die Temperaturen inetwa die Werte des Römischen Optimums. Ab dem 16.Jh bis gegen Ende des 19. Jh sanken die Temperaturen, was zu den beschriebenen Folgen (Austrocknung von Wasserwegen) führte und seit etwa 1870 steigen die Temperaturen wieder, liegen aber immer noch unter den Werten der holozänen Optima.
Nicht alles, was das Klimageschehen beeinflusst, hat nur mit CO2 zu tun und nix mit "annäherungsweise ermitteln -voila".


Ich verstehe aber immer noch nicht, wie sonst ich den Klimagott besänftigen kann, wenn nicht mit mehr Geld für CO2-Abspaltung, -Einlagerung etc.

Würde mehr Geld für Bio und fairtrade etwas nützen?
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 20:09

Nomen Nescio » Do 26. Mär 2015, 18:53 hat geschrieben:stimmt. die eruption des krakataus im 19. jhdt hat zwei oder drei jahre eine deutliche senkung der mondialen temperatur verusacht. und zu mißernten geführt.

die ursache war die asche (kleinpartikeln) in der atmosphere.

Die klimatischen Auswirkungen wie, sie im 5./6. Jh zu verzeichnen sind, lassen sich nicht auf den Ausbruch eines "normalen" Vulkans zurückführen, dafür waren sie zu langanhaltend. Derartige Auswirkungen auf das Erdklima, wie sie im 5./6. Jh zu verzeichnen sind, sind Folgen des Ausbruchs eines Supervulkans. 2010 wurde bei der Untersuchung von Eis- und Sedimentbohrkernen große Mengen vulkanischen Materials nachgewiesen. Des weiteren konnten in Mittelamerika (El Salvador) auch Bäume ausgegraben und untersucht werden, die von - mehrere Meter dicken - Ascheschichten konserviert wurden. Es handelte sich vermutlich um eine Eruption der Kategorie 7 VEI
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Nomen Nescio » Do 26. Mär 2015, 21:48

Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 20:09 hat geschrieben:Die klimatischen Auswirkungen wie, sie im 5./6. Jh zu verzeichnen sind, lassen sich nicht auf den Ausbruch eines "normalen" Vulkans zurückführen, dafür waren sie zu langanhaltend. Derartige Auswirkungen auf das Erdklima, wie sie im 5./6. Jh zu verzeichnen sind, sind Folgen des Ausbruchs eines Supervulkans. 2010 wurde bei der Untersuchung von Eis- und Sedimentbohrkernen große Mengen vulkanischen Materials nachgewiesen. Des weiteren konnten in Mittelamerika (El Salvador) auch Bäume ausgegraben und untersucht werden, die von - mehrere Meter dicken - Ascheschichten konserviert wurden. Es handelte sich vermutlich um eine Eruption der Kategorie 7 VEI

zufällig las ich vor einiger zeit (wochen oder monate), daß in indonesien in der nähe von neu-guinea die resten einer vulkan gefunden wurden. dessen eruptionskraft viele male die der krakatau übertraf.

dennoch vermute ich das diese vulkan nicht gemeint ist. sonst würde mann in alten bücher verweise finden können. eher also südsee oder amerika. ooder vllt afrika ??


PS hat man auch nach iridiumspuren gesucht? sonst könnte es ein meteor gewesen sein.
Zuletzt geändert von Nomen Nescio am Do 26. Mär 2015, 21:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Nomen Nescio » Do 26. Mär 2015, 21:55

Cat with a whip » Do 26. Mär 2015, 19:58 hat geschrieben:An den Daten und verlinkten Texten kann man übrigens nicht erkennen dass die Temperatur vor 500 Jahren drastisch gesunken ist. Sie irren komplett.

hast du einige ahnung von gemälden?? die holländischeschule zeigt gemälden aus dem 17. jhdt, wo man menschen eis laufen sieht auf flüße die heute kaum oder nicht mehr zufrieren.
ich kanns mich kaum erinnern, denn so lange ist es schon her. es muß fast genau vor einem halben jhdt gewesen sein, daß die rhein fast komplett zugefroren war.

im 11. oder 12. jhdt wurden auf unserer breitegrad weintrauben gezüchtet.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Corella » Do 26. Mär 2015, 22:13

Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 10:51 hat geschrieben:Menschengemacht?
Vor 7000 Jahren und vor 5000 Jahren war es wärmer und feuchter als heute, da gab es noch schiffbare Wasserwege zwischen Schwarzem meer, Kaspischen Meer und Aralsee. Alexander der Große nutzte diese Wasserwege bei seinen Eroberungen. Vor 500 Jahren sanken die Temperaturen dramatisch und seit etwa 150 Jahren steigen sie wieder.
Wenn man sich die Klimageschichte der Erde ansieht, gab es immer wieder Schwankungen nach oben und unten.
Alles menschengemacht?
Aufzeichnungen über Wetter- und Klimageschehen gibt es seit etwa 150 Jahren. Und nun?
Menschlicher Einfluss ok - aber menschengemacht. Nä!
Übrigens der Homo sapiens sapiens existiert nach neuesten Forschungen seit ca. 200.000 Jahren und nicht erst seit 70.000 Jahren.


Beim Menschenalter hatte ich den Cro Magnon im Sinn, Pardon, sei dir stattgegeben. Menschen, die sich ansonsten zum Thema informieren, erzählst du nichts neues, erzählst du von den Klimaperioden bekannt als kleine Eiszeit, Mittelalteroptimum, Römerzeitoptimum, Atlantikum. Schon gar nicht Klimatologen. Das wärmste des Holozäns davon war das Atlantikum, deine 7000 treffen da ungefähr rein. Wärmer? Ja, aber. Feuchter? Weiß nicht. Es war vor allem kontinentaler. Die Sommer waren knapp 4 Grad wärmer, die Winter 2 Grad kälter, macht etwa 2 Grad wärmer. Unter Berücksichtigung des schon wirksamen Klimawandelanteils ist es bei uns nur noch 1 Grad, sinkend. Aber das vergleicht schief. Nimmt man ökologische Daten, haben wir schon jetzt Anzeichen, die weit Richtung etwas greift, was auf niedrigere Breiten gehörte, als zu Zeiten des Atlantikums -> http://de.wikipedia.org/wiki/Laurophyllisierung. Dieses Phänomen hat menschengemachte UND natürliche Anteile, die man auch näher bezeichnen kann. Zu den natürlichen schaust du Milankovic-Zylklen. Zu den künstlichen wird es schnell so kompliziert, dass ich das auch nur noch lesen und zitieren könnte. Es hat damit zu tun, dass der anthropogene Anteil zumindest derzeit überproportional auf höheren Breiten und nächtens zuschlägt. So was kann man messen, etwa anhand Strahlungsbilanzen mittels Satelliten. Man kann gut sagen, wie viel Strahlungsantrieb durch welche Treibhausgasanteile wie viel Energie zurück halten. Aber wann der Wärmeüberschuss wo genau hingeht und wie sich verteilt für genaue Prognosen was in einer bestimmten Region in 20, 50, 100 und 500 Jahren sein wird, ist eine andere Nummer. Wie Wolken Einfluss nehmen, Wasserdampfverstärkung ausschlägt, Albedosenkung durch Eisschmelze gegen vorübergehend vermehrte Schneefälle durch mehr Feuchtigkeit. Also, es gibt triviales, z.B. den anthropogenen Gesamtanteil (dazu gehören auch Isotopenmessungen, man kann nämlich CO2 aus Fossilverbrennung von natürlichem unterscheiden!) und es gibt ungenaues. Aus letzterem ersteres anzweifeln beruht auf Unkenntnis oder je nach Quelle, die bemüht wird auf bekanntlich reichlich gezielter Desinformation.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Teeernte » Do 26. Mär 2015, 22:14

Nomen Nescio » Do 26. Mär 2015, 17:50 hat geschrieben:das stimmt nicht ganz. in meinem land gibt es die längste aufzeichnung von temperatur auf der welt. etwa 300 jahren.

man kann aber aus bohrkerne von polareis viel weiter zurückgegen. dazu bestimmt man die CO2 menge im eis. die jahre kann man auch annäherungsweise bestimmen. voilà.
außerdem gibt es noch eine justierungsmethode für eine zeit von höchstens 2-3 jhdt: die ringe der bäume. dadurch konnte man wieder die CO2-menge eichen.


Die Damen und Herren Erderwärmer nehmen NUR die Daten die zur Erderwärmung PASSEN.

Hier in D gab es auch schon Co2 Messungen in verschiedenen Höhen...... und Daten - wo der CO2 Gehalt viel höher war als Heute.

Die Bohrkerne - :D :D :D - da gab es eine Französisch Schweizer Forschung - über mögliche Beeinflussung der Daten - ....


Und - mein LIEBLINGSBEISPIEL - Hat jemand - weltweit - 4 Grad + durch regen Flugzeugverkehr bei Sonne ? (im Gegensatz zum Flugzeugfreien Umland ?) CO2 in "angeregter" Form - in OPTIMALER HÖHE - regelmässig "nachgedüngt" - nach FLUGPLAN .....und in RIESEN MENGEN.

Da muss es ja auch KÄLTER werden - wenn die Lufthansa Streikt .

Ich hab die Gegenstrahlung am Frankfurter Flughafen gemessen..... das selbe in Berlin - durch Flugbewegungen - keinerlei Gegenstrahlungsveränderung.

Nun bitte Damen und Herren Erderwärmer - ich bitte um einen Experimentiervorschlag - damit man das BÖSE CO2 (was hier in D seit fast 100 Jahren im gleichen Rahmen liegt) überführen kann.

Nachtrag - ja die Erderwärmung ist MENSCHENGEMACHT - durch Politik und Verzichtsprediger.
Zuletzt geändert von Teeernte am Do 26. Mär 2015, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Corella » Do 26. Mär 2015, 22:18

Dark Angel » Do 26. Mär 2015, 19:17 hat geschrieben:Weltweit - guxstu hier oder hier.
Klima ist nunmal global und nicht regional. Regional ist Wetter.
Darum wird ja auch diese Jahrhunderte als "Kleine Eiszeit" bezeichnet. Noch nie was von gehört?


Nein, Klima ist gemitteltes Wetter! Und ob die kleine Eiszeit regional oder global war ist immer noch nicht restlos geklärt. Man geht aber mittlerweile von global aus.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Cat with a whip » Do 26. Mär 2015, 23:24

Nomen Nescio » Do 26. Mär 2015, 21:55 hat geschrieben:hast du einige ahnung von gemälden??




Sie müssen lernen im Kontext und sachlich zu argumentieren. Es wurde behauptet vor 500 Jahren sanken die Temperaturen drastisch. Nichts davon ist in den "Quellen" mit denen Dark Angel argumentiert belegt. Diese Behauptung der Userin ist nämlich auch falsch, denn diese Abkühlung fand zeitlich so auch nicht statt. Der Abkühlungstrend begann bereits früher am Ende des Hochmittetalters und nicht vor 500 Jahren. Und der Trend war über 6 Jahrhunderte bis ins 18. Jh. mit -0,2 °C im globalen Mittel recht gering und nicht drastisch und auch nicht überall eindeutig, weil Klimageschehen auch immer regional ist. Auch hier irrt Dark Angel mit ihrer Behauptung Klima sei nur als Begriff im globalen Bezug. Ebenso ist die landläufige "kleine Eiszeit" auf die immer wieder gerne verwiesen wird eine Übertreibung, die mit viel Nichtwissen aber dafür umso mehr Fantasie aufgeladen wird. Es war keine Eiszeit, sondern stellte den Tiefpunkt eines Abhühlungstrends dar.

Die natürliche Klimaschwankungen seit dem Mittelalter, die zur Leugnung und Relativierung des aktuellen menschlichen Klimaimpakt von ahnungslosen Wichtigtuern angestrengt wird ist nichts gegen die derzeit menschlich gemachte Klimaerwärmung vor allem durch CO2-Emissionen. Für die Rabulisten gerne auch menschlich beeinflusst, was aber nichts daran ändert.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Dark Angel » Fr 27. Mär 2015, 10:26

Nomen Nescio » Do 26. Mär 2015, 21:48 hat geschrieben:zufällig las ich vor einiger zeit (wochen oder monate), daß in indonesien in der nähe von neu-guinea die resten einer vulkan gefunden wurden. dessen eruptionskraft viele male die der krakatau übertraf.

dennoch vermute ich das diese vulkan nicht gemeint ist. sonst würde mann in alten bücher verweise finden können. eher also südsee oder amerika. ooder vllt afrika ??


PS hat man auch nach iridiumspuren gesucht? sonst könnte es ein meteor gewesen sein.

Iridium findet man nur in der Nähe des Einschlaggkrater, sofern es sich nicht um einen "globalen Killer" handelt, wie bei dem Asteroiden vor 65 Mio Jahren. Dazu müsste man aber erstmal den Einschlagkrater finden.
Der Supervulkan um den es sich handelt, ist der Ilopango mit einem Caldera-See 5x11km. Der verwüstete bei seinem (verifizierten) Ausbruch im 5./6.Jh. eine Gesamtflächen von 10.000 km². Die Aschewolken wurden in eine Höhe von 35.000 m geschleudert und beeinflussten das globale Klima, weil der Standort des Vulkans in einem Bereich liegt, in dem die Windrichtungen der Nord- und Südhalbkugel aufeinander treffen.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Dark Angel » Fr 27. Mär 2015, 10:43

Corella » Do 26. Mär 2015, 22:13 hat geschrieben:
Beim Menschenalter hatte ich den Cro Magnon im Sinn, Pardon, sei dir stattgegeben. Menschen, die sich ansonsten zum Thema informieren, erzählst du nichts neues, erzählst du von den Klimaperioden bekannt als kleine Eiszeit, Mittelalteroptimum, Römerzeitoptimum, Atlantikum. Schon gar nicht Klimatologen. Das wärmste des Holozäns davon war das Atlantikum, deine 7000 treffen da ungefähr rein. Wärmer? Ja, aber. Feuchter? Weiß nicht. Es war vor allem kontinentaler. Die Sommer waren knapp 4 Grad wärmer, die Winter 2 Grad kälter, macht etwa 2 Grad wärmer. Unter Berücksichtigung des schon wirksamen Klimawandelanteils ist es bei uns nur noch 1 Grad, sinkend. Aber das vergleicht schief. Nimmt man ökologische Daten, haben wir schon jetzt Anzeichen, die weit Richtung etwas greift, was auf niedrigere Breiten gehörte, als zu Zeiten des Atlantikums -> http://de.wikipedia.org/wiki/Laurophyllisierung. Dieses Phänomen hat menschengemachte UND natürliche Anteile, die man auch näher bezeichnen kann. Zu den natürlichen schaust du Milankovic-Zylklen. Zu den künstlichen wird es schnell so kompliziert, dass ich das auch nur noch lesen und zitieren könnte. Es hat damit zu tun, dass der anthropogene Anteil zumindest derzeit überproportional auf höheren Breiten und nächtens zuschlägt. So was kann man messen, etwa anhand Strahlungsbilanzen mittels Satelliten. Man kann gut sagen, wie viel Strahlungsantrieb durch welche Treibhausgasanteile wie viel Energie zurück halten. Aber wann der Wärmeüberschuss wo genau hingeht und wie sich verteilt für genaue Prognosen was in einer bestimmten Region in 20, 50, 100 und 500 Jahren sein wird, ist eine andere Nummer. Wie Wolken Einfluss nehmen, Wasserdampfverstärkung ausschlägt, Albedosenkung durch Eisschmelze gegen vorübergehend vermehrte Schneefälle durch mehr Feuchtigkeit. Also, es gibt triviales, z.B. den anthropogenen Gesamtanteil (dazu gehören auch Isotopenmessungen, man kann nämlich CO2 aus Fossilverbrennung von natürlichem unterscheiden!) und es gibt ungenaues. Aus letzterem ersteres anzweifeln beruht auf Unkenntnis oder je nach Quelle, die bemüht wird auf bekanntlich reichlich gezielter Desinformation.

Ich fass mal zusammen: Vor 70.000 Jahren stand die menschheit kurz vor dem Aussterben ==> so genannter Flaschenhals ==> Ausbruch des Toba (Sumatra) einer der größten Supervulkane der Erde.
Paläoklimatologen gehen tatsächlich davon aus, dass es 7000 Jahre bp auch feuchter war als heute, darauf deuten u.a. fossile Flussläufe in der Sahara hin, sowie Felszeichnungen in diesem Gebiet, weiterhin weist z.B. die Sphynx Erosionsspuren auf, wie sie nur durch Regenwasser verursacht werden. Der fruchtbare Bereich des Nil (Nilschwemme) reichte wesentlich weiter als heute - heißt, die großen Pyramiden standen nicht in der Wüste, sondern auf fruchtbarem Land. Mittels Sedimentbohrungen in der Nähe des Taltempels der Chephrenpyramide konnte nachgewiesen werden, dass sich vor 4500 Jahren dort ein See befand. Diese Sedimentbohrkerne lassen auch Rückschlüsse zu, dass sich das Klima zum Ende der 5.Dynastie drastisch änderte, trockener wurde (Bondereignisse), was zum Untergang mehrerer Hochkulturen führte.
Ich bestreite nicht, dass der Mensch Einfluss auf die Klimaentwicklung hat, ich bezweifle nur den Umfang dieses Einflusses.
Wir kennen bei weitem noch nicht alle Einflüsse, die sich auf das Klimageschehen auswirken. Zudem scheint es durchaus normal zu sein, dass in ausgeprägten Warmzeiten, die Temperaturen durchaus auch höher liegen können, als die derzeit gemessenen.
Daher sehe ich ein ganz anderes Problem und das liegt für mich a) im Bevlkerungswachstum, b) im Siedlungsverhalten der Menschen und c) im Raubbau, der mit den Ressourcen betrieben wird, d.h die fortschreitende Abholzung der Regenwälder, welches m.M.n. stärkere Auswirkungen auf die Klimaentwicklung hat als die Industriealisierung.
Zuletzt geändert von Dark Angel am Fr 27. Mär 2015, 10:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Corella » Fr 27. Mär 2015, 11:17

Dark Angel » Fr 27. Mär 2015, 10:43 hat geschrieben:Ich fass mal zusammen: Vor 70.000 Jahren stand die menschheit kurz vor dem Aussterben ==> so genannter Flaschenhals ==> Ausbruch des Toba (Sumatra) einer der größten Supervulkane der Erde.
Paläoklimatologen gehen tatsächlich davon aus, dass es 7000 Jahre bp auch feuchter war als heute, darauf deuten u.a. fossile Flussläufe in der Sahara hin, sowie Felszeichnungen in diesem Gebiet, weiterhin weist z.B. die Sphynx Erosionsspuren auf, wie sie nur durch Regenwasser verursacht werden. Der fruchtbare Bereich des Nil (Nilschwemme) reichte wesentlich weiter als heute - heißt, die großen Pyramiden standen nicht in der Wüste, sondern auf fruchtbarem Land. Mittels Sedimentbohrungen in der Nähe des Taltempels der Chephrenpyramide konnte nachgewiesen werden, dass sich vor 4500 Jahren dort ein See befand. Diese Sedimentbohrkerne lassen auch Rückschlüsse zu, dass sich das Klima zum Ende der 5.Dynastie drastisch änderte, trockener wurde (Bondereignisse), was zum Untergang mehrerer Hochkulturen führte.
Ich bestreite nicht, dass der Mensch Einfluss auf die Klimaentwicklung hat, ich bezweifle nur den Umfang dieses Einflusses.
Wir kennen bei weitem noch nicht alle Einflüsse, die sich auf das Klimageschehen auswirken. Zudem scheint es durchaus normal zu sein, dass in ausgeprägten Warmzeiten, die Temperaturen durchaus auch höher liegen können, als die derzeit gemessenen.
Daher sehe ich ein ganz anderes Problem und das liegt für mich a) im Bevlkerungswachstum, b) im Siedlungsverhalten der Menschen und c) im Raubbau, der mit den Ressourcen betrieben wird, d.h die fortschreitende Abholzung der Regenwälder, welches m.M.n. stärkere Auswirkungen auf die Klimaentwicklung hat als die Industriealisierung.


Ja, die Sahara war im Atlantikum grün, das ist gesichertes Wissen. Eine Frage der Zeit, wann sie wieder ergrünt. Aber auch hier erzählst Du Klimatologen nichts neues. Und ihre Warnungen sind vollen Bewusstseins über auch positive Aspekte.
"Wir kennen bei weitem noch nicht alle Einflüsse, die sich auf das Klimageschehen auswirken." -> Den Gedanken kann ich gut verstehen. Bei so vielen komplexen Einflussgrößen sollte doch verdammt etwas dabei sein, das negativ rückkoppelt. Das ist auch der Fall, wirkt aber in Zeitdimensionen weit jenseits der unseren. Die Hoffnung auf bisher übersehene kurzfristige ist leider gering. Das zeigt ja im Umkehrschluss Deiner Einwürfe gerade die sehr schwankende Klimahistorie. Sie ist eben kein Grund zur Beruhigung, sondern eine Warnung, damit nicht rumzufummeln. Soweit man Modellen trauen mag, ist es auch ein breites Ergebnis der Modellierer, dass es nicht gelingt, Modelle an der Historie zu eichen, baut man testweise etwaige übersehene negative Rückkopplungen ein. Und plausible Hypothesen finden sich ebenfalls nicht. Man kann sich was mit Wolken basteln, das dämpft, man kann hoffen, dass die Sensitivität eher am unteren Rand der Fehlerbalken zu liegen kommen wird, dass CO2-Senken stärker sind, als bekannt. Bastel es Dir so optimistisch Du kannst und es bleibt doch einfach so, dass ein gutes Watt pro Quadratmeter treibhausgasbedingt mehr ein- als ausstrahlt. Und bis allein das ins Gleichgewicht kommt - stoppen wir JETZT alle Emissionen - finden wir uns bereits weit jenseits des Atlantikums Richtung Tertiärklima.

Nachtrag: "ausgeprägte Warmzeiten" -> haben wir aber nicht! Siehe Milankovic-Zyklen. Wir haben eine sehr runde Erdbahn mit Perihel im Nordhalbkugelwinter. Das stellt auf extrem ausgeglichen, macht auch in gewaltigen Zeitmaßstäben außerordentlich milde Winter bei uns. Aber die Solar"konstante" steht auf kalt, auf rapides Ende des Interglazials zurück ins nächste Glazial. Nun, das haben wir nachhaltig beendet, die Sorge sind wir los. Für mindestens die nächsten 50Tsd Jahre und wir arbeiten ja noch dran...
Zuletzt geändert von Corella am Fr 27. Mär 2015, 11:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 27. Mär 2015, 11:50

Und jetzt? Was soll die Menschheit tun?
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