Die Arktis schrumpft

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Tom Bombadil
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Tom Bombadil » Di 24. Apr 2018, 15:45

garfield336 hat geschrieben:(24 Apr 2018, 16:30)

Der Mensch kriegt nie genug-

Dann ist alles verloren und wir sollten uns kollektiv ins Messer stürzen? Die Fatalisten fangen bitte an :D
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van Kessel
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon van Kessel » Di 24. Apr 2018, 16:14

Es würde schon reichen, wenn 'man' die vereinbarten Klimaziele (2%) - auch Deutschland - einhalten würde. Die Erwärmung des Meerwassers - bekanntlich dehnt sich warmer Wasser, bei gleicher Menge wie kaltes Wasser - mehr aus, ist schon arg. Dies bedeutet, dass auch die deutschen Deichbauer und Hydrologen neue Parameter einsetzen müssen. Schon jetzt ist Sylt von jährlichen Aufspülungen abhängig, weil sie sonst ihren Strand (und damit ihre Einnahmequelle) verlieren würden.

Man kann, wie der Große Blonde aus Washington, natürlich alles leugnen; mit dem Klimawandel und so, aber ob dies hilft? Ersaufen oder verdursten tun eh zuerst die Armen, auch weil sich die Reichen die Quellen gesichert haben. In Kapstadt (weit weg von Deutschland) wurde Wasser rationiert, weil der einzig relevante Stausee austrocknete.

Haben wir - im wasserreichen Deutschland - kein Problem damit; noch nicht! Wir - oder die Schweizer und Österreicher - decken lieber die Alpen mit Folie ab, just weil es Spaß macht, oder?

Wasser hat dieser Planet reichlich - 7/10 der Gesamtfläche - leider ist es aber für uns so nicht verwertbar. Süßwasser haben wir nur aus Gletschern (oh je, die schmelzen) oder durch Regen. Grundwasserleiter werden i.d.R. durch Regenwasser gebildet. Auch wenn z.B. Libyen ein riesiges Grundwasservorkommen aus grauer Vorzeit hat; ist dies weit weg und auch endlich. Schnee fällt auch fast aus, welcher ein langsames Einsickern in den Untergrund gewährleistet. Bei versiegelten Landschaften fließt außerdem der Regen schnell in die Vorfluter, bringt Überschwemmngen und Zerstörungen und die Brühe landet wieder in den plastikverseuchten Meeren.

Alles nicht so rosige Aussichten, was da an Geldern locker gemacht werden muss (wo die BW doch ihre marode Wehr wieder fit machen muss?).

Eigentlich eine Aufgabe für eine taffe Regierung, mit Mut zum Anpacken, welche simple Flugplätze in Rekordzeit in den märkischen Sand bauen kann, nicht wahr? Ätschi, Bätschie wirds richten, zusammen mit der Raute ein unschlagbares Team!

Die Verbraucher werden leider nicht weniger, sondern vermehren sich gar progressiv (nicht linear).
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 24. Apr 2018, 21:50

Corella hat geschrieben:Ansonsten, ja: die Meinung, dass Klimawandel als Feigenblatt dient, andere Probleme zu vernachlässigen, hat auch hochkarätige Befürworter. Tatsächlich potenzieren sich die Teilprobleme, aber sowas soll man nicht unterbreiten, weil Panik nicht hilft.
Aha - und für welche " andere Probleme" dient also Deiner Meinung nach das "Feigenblatt Klimawandel" :?:

"Endlich mal ein sinnvoller Beitrag im Meer der Klimidioten-Stampede" meint Senexx - aha endlich können wir diese blöden Klimaforscher beiseite schieben. Der promovierte Wissenschaftsphilosoph Dr. Alexander Mäder weiß das besser. Endlich einer der es den 15.365 Forschern / Wissenschaftlern aus 185 Ländern dieses Planeten mal so richtig zeigt.

Das ist eine Verschwörung - ob da nicht auch die üblichen Verdächtigen - ganz rechts weiß man schon wer gemeint sein könnte - dran drehen :?: Was außer dem global wirksamen Klimawandel bedroht "uns" mittel- und langfristig noch stärker :?: Das würde mich mal interessieren.

Seit mehr als 25 Jahren stellen Forscher der Fachrichtungen Biogeophysik, Physik, Meteorologie, Ökonomik der Landnutzung, Bodenkunde und Standortlehre, Angewandte Genetik und Pflanzenzüchtung, Biostatistik, Agrarinformatik, Wasserstress-Management, Bodenchemie, Pedologie, Versicherungswirtschaft, Klimatologie, Atmosphärenwissenschaften und und und.

Zum Glück braucht das niemand, es genügt, wenn wenn ein Wissenschaftsphilosoph tröstende Worte ablässt. Da ist die "angebliche" Gefahr gleich wech und alle können aufatmen und weitermachen wie immer - immerhin hat es all das schon immer gegeben - schon immer gab es 7,5 Milliarden Menschen und Plastik, immer wurden täglich 90 Millionen Barrel Erdöl - (EU 15 Millionen - USA 20 Millionen usw.) verbraten das sind 158,9873 l. * 90 Millionen = 14.308.857.000 Liter oder 14.308.857 m^3 "nur" 0,014308857 km^3 an einem Tag ! Im Jahr sind das immerhin 5,2 km^3. "Erdöl live und in Farbe"

Beinahe hätte ich es vergessen da war noch Erdgas, weltweit täglich 9 Milliarden Kubikmeter 3.285.000.000.000 Kubikmeter/a oder "niedliche" 3,3 Kubikkilometer/a - ach ja da gibt es noch Kohle - Stein- & Braunkohle - wieviel mag davon jährlich "schadlos" in Rauch aufgehen :?: "Hier kann man zusehen"

Das war also "immer schon so" - warum sollte man daran etwas ändern :?: Diese bösen Panikmacher wollen uns nur einreden das ginge nicht so weiter - geht doch ! Ging doch die ganze Zeit - nun ja ein paar Prozent mehr jährlich dürfen es schon sein :thumbup:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 24. Apr 2018, 22:18

Ja, das musste ja kommen - wir brauchen mehr AKW ! - Kernenergie ist die weltweit fünftwichtigste Energiequelle zur Stromerzeugung. "Weltweit sind 2016 insgesamt 442 Atomkraftwerke in Betrieb – diese Zahl in ist in den vergangenen Jahren fast unverändert geblieben. Der Anteil an der weltweiten Stromerzeugung lag 2013 bei 10,6 Prozent."

Was braucht so ein AKW außer Uran - Wasser - sehr sauberes - salzloses Wasser - zur Kühlung. Alle Wärmekraftwerke brauchen davon reichlich. Deswegen gehört zu einem AKW auch ein "ordentliches Fließgewässer" UND Kühltürme - oder es gibt nur noch "Kochfisch".

F hat 58 AKW und sowohl im Winter, als auch im Sommer erhebliche Probleme - über 28 Grad sollte das "Fließgewässer" nicht überschreiten - sonst droht Abschaltung. Nun sind die Zahlreichen Wärmekraftwerke an den "Fließgewässern" nicht die einzigen Wärmequellen. Ergo gibt es auch da Grenzen der Machbarkeit. So ist das eben mit dem blöden Wissen - all diese wissenschaftlichen "Dogmen" sind verdammt hinderlich, wenn man frischfröhliche Ideen hat.

Wenn man Physikunterricht und besonders Mathe abschaffen würde, wie toll könnte da die einfache Welt der undogmatischen Zeitgenossen funktionieren. Merke, nur Physik von der wir wissen beeinflusst diese Welt - zurück ins Mittelalter - da wusste keiner was - die Kirche sagte wo es lang geht - und die Welt war noch so schön in Ordnung...

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung lag im Jahr 2016 weltweit bei 24,5 Prozent - wie kann das sein :?: Das wäre ja schon mehr als das Doppelte was die wunderbare Atomenergie abwirft :?: Bestimmt nur Propaganda...

Ähm was braucht man dafür eigentlich :?:
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon van Kessel » Di 24. Apr 2018, 22:46

@ratlos,
du hinterlässt nur Ratlosigkeit. Die Menschen wollen was lesen, was sie aufrichtet, ihnen 'sagt', dass es nichts Erstrebenswerteres als Wachstum gibt, und dass ein Porsche Cayenne eigentlich viel zu klein ist, für das große Leben.

Naomi Klein hat penibel die Vorgänge über den Klimawandel in den USA beschrieben (Kapitalismus vs. Klima), in einer Vor-Trump-Zeit, aber mit der Ahnung, dass der große Blonde mit dem Mantel, Amerika in die Klimakatastrophe führen wird.

Aber Halleluja! Der Ausweg ist aufgezeigt. Deutschland und andere Länder müssen mehr Geld in ihre Aufrüstung stecken, damit all die bösen Menschen vom Angesicht dieses Planeten verschwinden. Dann haben wir wieder sauberes und reichlich Wasser und Platz für Golfplätze.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon BingoBurner » Mi 25. Apr 2018, 05:39

Senexx hat geschrieben:(24 Apr 2018, 11:30)

Für Sie als Klimahysteriker: Nur mit Kernkraft sind Klimaziele erreichbar.


Kennst du den Unterschied zwischen einen Atomkraftwerk und einer Windanlage ? Also einen "Windpark" `?
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon gregor » Mi 25. Apr 2018, 06:20

immernoch_ratlos hat geschrieben:(24 Apr 2018, 22:50)

Aha - und für welche " andere Probleme" dient also Deiner Meinung nach das "Feigenblatt Klimawandel" :?:

"Endlich mal ein sinnvoller Beitrag im Meer der Klimidioten-Stampede" meint Senexx - aha endlich können wir diese blöden Klimaforscher beiseite schieben. Der promovierte Wissenschaftsphilosoph Dr. Alexander Mäder weiß das besser. Endlich einer der es den 15.365 Forschern / Wissenschaftlern aus 185 Ländern dieses Planeten mal so richtig zeigt.

Das ist eine Verschwörung - ob da nicht auch die üblichen Verdächtigen - ganz rechts weiß man schon wer gemeint sein könnte - dran drehen :?: Was außer dem global wirksamen Klimawandel bedroht "uns" mittel- und langfristig noch stärker :?: Das würde mich mal interessieren.

Seit mehr als 25 Jahren stellen Forscher der Fachrichtungen Biogeophysik, Physik, Meteorologie, Ökonomik der Landnutzung, Bodenkunde und Standortlehre, Angewandte Genetik und Pflanzenzüchtung, Biostatistik, Agrarinformatik, Wasserstress-Management, Bodenchemie, Pedologie, Versicherungswirtschaft, Klimatologie, Atmosphärenwissenschaften und und und.

Zum Glück braucht das niemand, es genügt, wenn wenn ein Wissenschaftsphilosoph tröstende Worte ablässt. Da ist die "angebliche" Gefahr gleich wech und alle können aufatmen und weitermachen wie immer - immerhin hat es all das schon immer gegeben - schon immer gab es 7,5 Milliarden Menschen und Plastik, immer wurden täglich 90 Millionen Barrel Erdöl - (EU 15 Millionen - USA 20 Millionen usw.) verbraten das sind 158,9873 l. * 90 Millionen = 14.308.857.000 Liter oder 14.308.857 m^3 "nur" 0,014308857 km^3 an einem Tag ! Im Jahr sind das immerhin 5,2 km^3. "Erdöl live und in Farbe"

Beinahe hätte ich es vergessen da war noch Erdgas, weltweit täglich 9 Milliarden Kubikmeter 3.285.000.000.000 Kubikmeter/a oder "niedliche" 3,3 Kubikkilometer/a - ach ja da gibt es noch Kohle - Stein- & Braunkohle - wieviel mag davon jährlich "schadlos" in Rauch aufgehen :?: "Hier kann man zusehen"

Das war also "immer schon so" - warum sollte man daran etwas ändern :?: Diese bösen Panikmacher wollen uns nur einreden das ginge nicht so weiter - geht doch ! Ging doch die ganze Zeit - nun ja ein paar Prozent mehr jährlich dürfen es schon sein :thumbup:

Auf das dick Markierte kenne ich eine Antwort. Das Artensterben!! Traurig (oder auch nicht), wir könnten irgendwann darunter sein).
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon odiug » Mi 25. Apr 2018, 06:29

immernoch_ratlos hat geschrieben:(24 Apr 2018, 23:18)

Ja, das musste ja kommen - wir brauchen mehr AKW ! - Kernenergie ist die weltweit fünftwichtigste Energiequelle zur Stromerzeugung. "Weltweit sind 2016 insgesamt 442 Atomkraftwerke in Betrieb – diese Zahl in ist in den vergangenen Jahren fast unverändert geblieben. Der Anteil an der weltweiten Stromerzeugung lag 2013 bei 10,6 Prozent."

Was braucht so ein AKW außer Uran - Wasser - sehr sauberes - salzloses Wasser - zur Kühlung. Alle Wärmekraftwerke brauchen davon reichlich. Deswegen gehört zu einem AKW auch ein "ordentliches Fließgewässer" UND Kühltürme - oder es gibt nur noch "Kochfisch".

F hat 58 AKW und sowohl im Winter, als auch im Sommer erhebliche Probleme - über 28 Grad sollte das "Fließgewässer" nicht überschreiten - sonst droht Abschaltung. Nun sind die Zahlreichen Wärmekraftwerke an den "Fließgewässern" nicht die einzigen Wärmequellen. Ergo gibt es auch da Grenzen der Machbarkeit. So ist das eben mit dem blöden Wissen - all diese wissenschaftlichen "Dogmen" sind verdammt hinderlich, wenn man frischfröhliche Ideen hat.

Wenn man Physikunterricht und besonders Mathe abschaffen würde, wie toll könnte da die einfache Welt der undogmatischen Zeitgenossen funktionieren. Merke, nur Physik von der wir wissen beeinflusst diese Welt - zurück ins Mittelalter - da wusste keiner was - die Kirche sagte wo es lang geht - und die Welt war noch so schön in Ordnung...

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung lag im Jahr 2016 weltweit bei 24,5 Prozent - wie kann das sein :?: Das wäre ja schon mehr als das Doppelte was die wunderbare Atomenergie abwirft :?: Bestimmt nur Propaganda...

Ähm was braucht man dafür eigentlich :?:


Mal abgesehen davon und all den anderen Problemen, die mit einem Kernkraftwerk einher gehen, wird bei Kernkraftwerken in der CO2 Bilanz immer die Herstellung eines Atomkraftwerks vergessen.
Die ist nämlich nicht ohne ...
Du brauchst ca 440 Windkraftanlagen, um ein AKW zu ersetzen.
Verdoppeln wir diese Zahl, da Windkraft zur Grundlastsicherung eine Redundanz benötigt, so ist der aufwand für 880 Windkraftanlagen kein Vergleich zum Bau eines einzigen AKWs.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon BingoBurner » Mi 25. Apr 2018, 06:37

odiug hat geschrieben:(25 Apr 2018, 07:29)

wird bei Kernkraftwerken in der CO2 Bilanz immer die Herstellung eines Atomkraftwerks vergessen.
Die ist nämlich nicht ohne ...



Ich löse mal.....

.........das Eine kann man anschrauben und wieder abschrauben........und einfach sonst wo hinstellen
........,das Andere nicht......

Unterschied........AKW vs. Windkraftanlage
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon gregor » Mi 25. Apr 2018, 06:50

BingoBurner hat geschrieben:(25 Apr 2018, 07:37)

Ich löse mal.....

.........das Eine kann man anschrauben und wieder abschrauben........und einfach sonst wo hinstellen
........,das Andere nicht......

Unterschied........AKW vs. Windkraftanlage

Ach komm, sei doch nicht so. Einfach in der Arktis versenken. Manche finden das sehr gut. Hauptsache es liegt nicht bei mir und spare dabei 1 Cent.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 25. Apr 2018, 07:24

Hi van Kessel, bei dem Vornamen Naomi gingen meine Gedanken - nicht in die falsche Richtung - aber zu einer gewissen Naomi Oreskes. Ein bekanntes (sicher nicht unter den "es gibt ja keinen menschl. Einfluss auf das Klima Vertretern" bekanntes) Buch das sie und Erik M. Conway zunächst in Englisch unter dem Titel "„Merchants of Doubts“ " in 2010 veröffentlichten.

Inzwischen (2014) ist eine deutsche Übersetzung unter dem Titel „Die Machiavellis der Wissenschaft" (Untertitel : "Das Netzwerk des Leugnens") erschienen. Aus einer Rezession bei "HISOZIKULT" Quelle eine kurze Zusammenfassung :
Das Buch entstand als Reaktion auf die insbesondere in den USA verbreiteten Bestrebungen, den menschengemachten Klimawandel zu verharmlosen oder gar ganz abzustreiten. Die Studie geht weit über den Nachweis der organisierten Skepsis gegen die Forschungsresultate der Klimawissenschaften hinaus. In sieben thematisch geordneten Kapiteln, die den Zeitraum von den 1950er-Jahren bis ins 21. Jahrhundert abdecken, zeigen Oreskes und Conway, mit welchen Strategien es konservativen Netzwerken gelang, auch in den Debatten um die Gesundheitsrisiken des Rauchens, bei der Planung von Ronald Reagans Strategic Defense Initiative (SDI), der Forschung zu saurem Regen, Ozonloch und Passivrauchen sowie durch eine postume Attacke auf Rachel Carson Zweifel am begründeten Konsens der Scientific Community zu sähen
Schon damals - also nicht erst durch Trump und seine Entourage - erfundenen alternative Fakten, gab es :
Die Strategie der „Vermarktung des Zweifels“ (S. 17) bestand aus einer millionenschweren Förderung von „alternativer“ Forschung, selektiver Rezeption und Kommunikation von Forschungsresultaten, einer geschickten PR-Strategie und der Diskreditierung von Wissenschaftlern, die gegenteilige Positionen vertraten. Um unliebsame Forschungsresultate zu entwerten, setzte man beim offensiven Umgang mit Wissenslücken und damit bei einer der großen Stärken der Wissenschaft an. Durch die unredliche Überbetonung einzelner offener Fragen wurde der Schein einer wissenschaftlichen Kontroverse erzeugt. Bei der Debatte um den Zusammenhang von Rauchen und Krebs wurden beispielsweise Forschungsarbeiten unterstützt, welche die genetischen Krebsursachen betonten und so die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von der Tabakindustrie weggelenkten.
Besonders diese Taktik hat ihre Spuren hinterlassen - unübersehbar in den hiesigen Kommentaren und grundsätzlichen (wenn auch falschen) Einstellungen so manches Foristen nachvollziehbar :
Um den Positionen der Industrie wissenschaftliche Autorität zu verleihen, wurden renommierte, aber meist fachfremde Wissenschaftler engagiert. Eine Schlüsselposition nahm der Physiker Frederick Seitz ein, der beim Bau der Atombombe mitgeholfen hatte, wissenschaftlicher Berater der NATO gewesen war und in den 1970er-Jahren zum Präsident der Rockefeller-Universität ernannt wurde. Später stießen William Nierenberg, ehemaliger Direktor der Scripps-Institution für Ozeanographie, der Astronom Robert Jastrow und der Atmosphärenphysiker Fred Singer zum Netzwerk dazu.

Sie alle verband ihre Sozialisierung im Kalten Krieg, ein ungebrochener Technologie- und Wissenschaftsoptimismus, ein strikter Antikommunismus, eine konservative politische Einstellung und der Glaube an den Neoliberalismus Fridman’scher Prägung. Zu diesem Netzwerk gehörten neben den Wissenschaftlern, Interessenvertretern aus Wirtschaft und Politikern auch antikommunistische Think Tanks wie etwa das von Herman Kahn gegründete Hudson-Institut. Im Kontext von Reagans SDI wurde zudem mit dem Georg C. Marshall-Institut eine einflussreiche Institution geschaffen, die sich bis heute gegen den wissenschaftlichen Konsens über den anthropogenen Klimawandel stellt.
Unübersehbar wie der Einsatz von Geld und Macht doch die Gedanken und Schlüsse der Menschen lenkt, die eben nicht bereit sind, sich mit unspektakulärer Wissenschaft und über das tägliche dumpfe "Erregt sein" hinaus mit Zusammenhängen und Fakten zu beschäftigen. Teils, weil ihnen die täglichen Notwendigkeiten das Leben für sich und ihre Familien zu "meistern" wohl kaum Zeit haben um mehr als nur oberflächlich "bescheid zu wissen" - aber auch - weil sie aus ihrer politischen Grundeinstellung heraus die doch sehr störenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, ablehnen, um brav weiter bekannten Ideologien hinterherzulaufen....

@Gregor - ich befürchte - was immer Homo sapiens tut und bewirkt - alles hängt mit allem zusammen und es gibt außer dieser Erkenntnis, keine einzelne Erklärung, die uns "weil viel bedeutender" irgendwie von unserer Verantwortung entbinden könnte.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon BingoBurner » Mi 25. Apr 2018, 08:14

Gregor hat geschrieben:(25 Apr 2018, 07:50)

Ach komm, sei doch nicht so. Einfach in der Arktis versenken. Manche finden das sehr gut. Hauptsache es liegt nicht bei mir und spare dabei 1 Cent.


Strom = Lichtgeschwindigkeit.......

300 000 Kilometer pro Sekunde, 299 792 458 Meter pro Sekunde oder rund eine Milliarde Kilometer pro Stunde
(Einstein und Co. müssten sich da schon gewaltig verrechent haben.......sollte es nicht so sein :) )

Batterien lassen sich recyceln.......versuch das mal mit Atommüll.......

Ach ja.......dieses dumme Scheißteil namens Sonne hätte ich fast vergessen........ein Auf und Ab seit Millionen von Jahren ...........
Höre ich noch jemand Energieprobleme rülpsen ?


Wir leben alle unter den selben Himmel, atmen die selbe Luft und wir alle sind sterblich...........JFK



Vermutlich haben Sie Ihn deshalb erschosssen.........

Mutter Natur ist da unbahrmherziger......siehe Arktis........bye, bye Niederlande und GB......... :D





Whenever life gets you down Mrs. Brown
And things seem hard or tough
And people are stupid, obnoxious or daft
And you feel that you've had quite enough...

Just, remember that you're standing on a planet that's evolving
And revolving at nine hundred miles an hour
That's orbiting at nineteen miles a second, so it's reckoned
A sun that is the source of all our power

The sun, and you and me, and all the stars that we can see
Are moving at a million miles a day
In an outer spiral arm at forty thousand miles an hour
Of the galaxy we call the Milky Way


Our galaxy itself, contains a hundred billion stars
It's a hundred thousand light years side-to-side
It bulges in the middle, sixteen thousand light years thick
But out by us its just three thousand light years wide

We're thirty thousand light years from galactic central point
We go round every two hundred million years
And our galaxy is only one of millions of billions
In this amazing and expanding universe

The universe itself keeps on expanding and expanding
In all of the directions it can whiz
As fast as it can go, the speed of light you know
Twelve million miles a minute and that's the fastest speed there is

So remember when you're feeling very small and insecure
How amazingly unlikely is your birth
And pray that there's intelligent life somewhere up in space
Cause there's bugger-all down here on Earth




Ich vermisse Hawking........ :(
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon Corella » Mi 25. Apr 2018, 22:15

Senexx hat geschrieben:(23 Apr 2018, 21:59)

Endlich mal ein sinnvoller Beitrag im Meer der Klimidioten-Stampede.


Nö, ich zähle mich auch zu den Klimahysterikern. Da hast Du mich falsch verstanden.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon gregor » Do 26. Apr 2018, 06:54

Corella hat geschrieben:(25 Apr 2018, 23:15)

Nö, ich zähle mich auch zu den Klimahysterikern. Da hast Du mich falsch verstanden.

Mach dir nichts draus. Witzig wird es, wenn es sie selbst trifft. Auf dieses Gekreische freu ich mich jetzt schon.
Schuld werden dann wieder die Afrikaner sein, wären die nicht ertrunken, wäre der Pegel niedriger.
Aber auch im ersaufen werden sie brüllen: "Der Klimawandel ist nicht echt!! Alles eine Erfindung der Asiatischen Regierung!!" :D
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon H2O » Do 26. Apr 2018, 09:50

odiug hat geschrieben:(25 Apr 2018, 07:29)

Mal abgesehen davon und all den anderen Problemen, die mit einem Kernkraftwerk einher gehen, wird bei Kernkraftwerken in der CO2 Bilanz immer die Herstellung eines Atomkraftwerks vergessen.
Die ist nämlich nicht ohne ...
Du brauchst ca 440 Windkraftanlagen, um ein AKW zu ersetzen.
Verdoppeln wir diese Zahl, da Windkraft zur Grundlastsicherung eine Redundanz benötigt, so ist der aufwand für 880 Windkraftanlagen kein Vergleich zum Bau eines einzigen AKWs.


Wie ist denn die Sache mit der Redundanz gemeint? Die Windräder fallen doch nicht im Wechsel aus. Windstille trifft auch 880 Windräder. Das ist doch unser Problem der Zukunft: Der Energiespeicher, der nachts bei Windstille die Energie von 440 Windrädern abgibt... dann wären 880 Windräder natürlich sehr sinnvoll... und wenn nachts Wind bläst, dann ist das eben ganz wunderbar mit 880 Windrädern.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon van Kessel » Do 26. Apr 2018, 11:15

"H2O"
Wie ist denn die Sache mit der Redundanz gemeint?
ein Notstromaggregat ist z.B. die Redundanz für ein elektrisches System, welches ausfallen (z.B. durch Blitzeinschlag oder Umfallen von Hochspannungsmasten) kann.
Die Windräder fallen doch nicht im Wechsel aus. Windstille trifft auch 880 Windräder. Das ist doch unser Problem der Zukunft: Der Energiespeicher, der nachts bei Windstille die Energie von 440 Windrädern abgibt... dann wären 880 Windräder natürlich sehr sinnvoll... und wenn nachts Wind bläst, dann ist das eben ganz wunderbar mit 880 Windrädern.
es wird der Überschuss gespeichert für die Zeiten ohne 'Antrieb' durch Sonne und Wind. Dies nennt der einfache Mensch (seit der Vorzeit) Vorratshaltung.

Nur dumme (oder sehr arme) Menschen leben von der Hand in den Mund; oder eben Menschen, welchen ihre anvertrauten Schäfchen, ziemlich gleichgültig sind. Eine gute Hausfrau oder -mann, hat immer eine Alternative parat und muss nicht von 'alternativlos' schwafeln. Ein Ersatzbenzinkanister ist die Neuform dieser alten Tradition.
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Re: Die Arktis schrumpft

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 26. Apr 2018, 13:09

So einfach ist die Betrachtung von sehr unterschiedlichen Generatoren leider nicht. Ein "ersetzen" von unterschiedlichen Kraftwerkstypen setzt zunächst einmal voraus, zu wissen, wo in etwa die jährliche Volllaststunden der unterschiedlichen Kraftwerkstypen liegen.

Handelt es sich dabei um WEA "offshore" oder "onshore" - ist die erste Frage die man stellen muss. Da hilft schon mal diese Grafik "Offshore Volllaststunden verschiedener Windparks ab einer Nennleistung von 45 MW"weiter.
fraunhofer hat geschrieben:Ein Vergleich der Leistungsfähigkeit verschiedener WEA an unterschiedlichen Standorten erfolgt durch die Normierung der Jahresenergielieferung auf die Nennleistung der WEA. Damit hängt die Zahl der so berechneten äquivalenten Volllaststunden maßgeblich von der Leistungskennlinie der betrachteten WEA sowie den Standortbedingungen ab. Offshore werden deutlich höhere Volllaststunden erreicht als onshore. Der erste kommerzielle deutsche OWP alpha ventus erreichte in seinem ersten Betriebsjahr mit knapp 4500 Volllaststunden fast dreimal so viele Volllaststunden wie durchschnitt­liche Onshore-WEA.
Es genügt also nicht (jedenfalls für diese Betrachtung) einfach die Nettoleistung eines AKW auf das Vielfache einer WKA "hochzurechnen" da AKW (je nach Quelle) mit über 7tausend Volllaststunden betrieben werden (wobei die Anzahl der verfügbaren AKW eine große Rolle für den Durchschnitt spielen). Ähnliches gilt für Braunkohlekraftwerke.

Was aber wieder für eher "dezentrale" Einzelleistung spricht, ist der "ungeplante" Ausfall großer Einheiten. Eine Ausfall eines AKW nimmt sofort 1.200 MW Leistung vom Netz. Nur eine wirklich großflächige Flaute, von der hunderte von modernen WEA betroffen sind, hätte einen vergleichbaren Effekt.

Nun setzt sich das dt. "konventionelle" Netz (Vollast in h) inzwischen aus Lauf- und Speicherwasser 3.510h, Pumpspeicherwasser 970h - aus Steinkohle 3.550h, Biomasse 5.000h, Braunkohle 6.640h und AKW 7.710h - Mineralöl 1.640h, Erdgas 3.170h zusammen.

Dazu kommen WEA 1.550 und PV 910h. Die Zahlen habe ich einer BDEW-Grafik von 2007 entnommen. In zehn Jahren hat sich ein deutlich günstigeres Ergebnis für WEA ergeben wie auch diese Fraunhofer Grafik "onshore" zeigt.

Ein einfaches Erhöhen der installierten Anlagen ist nicht zielführend. Es müssen entsprechende "Langzeitspeicherstrategien" parallel zum Ausbau hinzukommen. Wenn auch der mit nur 1,6 Millionen PV Anlagen mindestens 800.000 davon klein, dezentral im Eigentum von "Prosumern", diese Variante kann durchaus und in Verbindung mit Kleinspeichern noch erheblich gesteigert werden (30 bis 40 Millionen), bevor die Netze verändert werden müssen.

All das ist keine Frage der Technologie, sondern der Politik. Wer maximal in 4 "Jahresrhythmen" denkt, ist ungeeignet die Probleme künftiger Generationen "im Blick zu behalten" und entsprechend steuernd einzugreifen. Schon im Blick auf Renten u.ä. zeigt wie unfähig diese Eintagsfliegenpolitik tatsächlich ist. Es liegt zunächst bei der Bevölkerung die über "Haus und Hof" verfügt, sich mit einer relativ kleinen PV - möglichst mit Speicher zu versorgen. Eine eigentlich sehr demokratischen Möglichkeit, wenigstens einen Teil selbst zu bestimmen. Aber angesichts der hier teilweise vertretenen Meinungen sehe ich diese Lösung nicht. Was nicht unübersehbar weht tut, wird nicht wahrgenommen. So werden es eben die Generationen nach uns sein, die "Schmerzen" ertragen müssen - dank der Masse heutiger Dummköpfe, die davon unbehelligt bleiben...
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

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