Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 33813
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 11. Jan 2016, 20:55

Genau! Strom muss zum Luxusgut für wenige Reiche werden!
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
NMA
Beiträge: 11147
Registriert: Mo 24. Mai 2010, 14:40
Benutzertitel: mit Augenmaß
Wohnort: Franken

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon NMA » Di 12. Jan 2016, 07:51

Man muss es ja nicht gleich übertreiben. Aber zwischen den jetzigen Verhältnissen mit Billiigstromanbietern und Luxus ist noch sehr viel Zwischenraum. Und jeder Haushalt kann einsparen, außerdem brauchen wir weiterhin Innovationsdruck. Den kann man durch Preisschübe aufrechterhalten. Von der Industrie gar nicht zu reden, die jammert sowieso, egal was man macht. Da muss man einfach endlich mal was durchrocken. Genauso wie den Atomaussstieg. Der Ausstieg schafft Innovationsdruck. Und den gilt es in die richtige Richtung zu lenken. Rückkehr zur Kohle ist keine Innovation. Die sollte als Nächstes dran sein. Und ja, das geht.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 33813
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Tom Bombadil » Di 12. Jan 2016, 09:16

Dann rechne mal vor, wie das ohne Verlust von Arbeitsplätzen ablaufen soll.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20017
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon H2O » Do 14. Jan 2016, 17:58

NMA hat geschrieben:(11 Jan 2016, 20:51)

Natürlich muss der Strom teurer werden. Es gibt noch erhebliche Einsparpotenziale. Und wir brauchen mehr Handlungsdruck bei der Dezentralisierung, ... Akkus für Häuser ...
Und bei der Industrie versteht sich.


Tja, da sprechen Sie den bedenklichsten Punkt
an, der den Erfolg der Energiewende vereiteln
könnte! Ohne "bezahlbare" Energiespeicher wird
das alles nichts Rundes. Was tun bei bewölktem
Himmel und kaum Wind? Produktion stilllegen?
Mittagessen auf kommende Woche verlegen?
Benutzeravatar
NMA
Beiträge: 11147
Registriert: Mo 24. Mai 2010, 14:40
Benutzertitel: mit Augenmaß
Wohnort: Franken

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon NMA » Fr 15. Jan 2016, 20:46

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2016, 09:16)

Dann rechne mal vor, wie das ohne Verlust von Arbeitsplätzen ablaufen soll.


Das muss überhaupt nicht ohne Verlust von Arbeitsplätzen ablaufen. Das Arbeitsplätze-Mantra ist wirklich der Innovationsblockierer Nr. 1. Sowas sollte man mal durchrocken. Ständiges Zaudern un nie was auf Reihe kriegen kann bald teurer werden als ein paar hundertausend Arbeitslose.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 33813
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 15. Jan 2016, 20:52

NMA hat geschrieben:(15 Jan 2016, 20:46)

Sowas sollte man mal durchrocken.

Vorher durchrechnen nicht vergessen. Wie viel sollte der Strom denn pro kWh kosten, für
a) Private
b) Gewerbe
c) Industrie?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
NMA
Beiträge: 11147
Registriert: Mo 24. Mai 2010, 14:40
Benutzertitel: mit Augenmaß
Wohnort: Franken

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon NMA » Fr 15. Jan 2016, 21:10

Ok, Preise zu nennen überfordert mich, oder uns, jetzt schon, Ich meine nur die Grundhaltung. In den 50er-60er-Jahren hat ein Arbeiters noch ca. 80 % sein Einkommes für Lebensmittel ausgegeben. Heute sind es vielleicht 15 %. Dafür steigen die Energiekosten. Das sind wirklich zumutbare Entwicklungen.
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 24791
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Adam Smith » Fr 15. Jan 2016, 21:23

NMA hat geschrieben:(15 Jan 2016, 21:10)

Ok, Preise zu nennen überfordert mich, oder uns, jetzt schon, Ich meine nur die Grundhaltung. In den 50er-60er-Jahren hat ein Arbeiters noch ca. 80 % sein Einkommes für Lebensmittel ausgegeben. Heute sind es vielleicht 15 %. Dafür steigen die Energiekosten. Das sind wirklich zumutbare Entwicklungen.


Das ist nicht richtig.

http://de.statista.com/statistik/daten/ ... seit-1900/

1850 waren es 60%.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13919
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Teeernte » Fr 15. Jan 2016, 23:52

Adam Smith hat geschrieben:(15 Jan 2016, 21:23)

Das ist nicht richtig.

http://de.statista.com/statistik/daten/ ... seit-1900/

1850 waren es 60%.


Nun liegen die Wohnkosten dafür bei 40%.... und Hartz4 ( in Steuern umgelegt - sind in Deiner Rechnung nicht drin)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 33813
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 16. Jan 2016, 00:42

NMA hat geschrieben:(15 Jan 2016, 21:10)

Ok, Preise zu nennen überfordert mich, oder uns, jetzt schon, Ich meine nur die Grundhaltung. In den 50er-60er-Jahren hat ein Arbeiters noch ca. 80 % sein Einkommes für Lebensmittel ausgegeben. Heute sind es vielleicht 15 %. Dafür steigen die Energiekosten. Das sind wirklich zumutbare Entwicklungen.

Das kann doch aber kein Grund sein, einfach mal was auf gut Glück "durchrocken" zu wollen, was für zig Millionen Menschen negative Folgen haben könnte. So etwas muss man vorher schon ziemlich genau analysieren und planen, der Atomausstieg war schon purer Aktionismus genug.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Kibuka
Beiträge: 20915
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 20:35
Benutzertitel: Der schon länger hier lebt
Wohnort: München

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Kibuka » Sa 16. Jan 2016, 09:22

NMA hat geschrieben:(15 Jan 2016, 21:10)

Ok, Preise zu nennen überfordert mich, oder uns, jetzt schon, Ich meine nur die Grundhaltung. In den 50er-60er-Jahren hat ein Arbeiters noch ca. 80 % sein Einkommes für Lebensmittel ausgegeben. Heute sind es vielleicht 15 %. Dafür steigen die Energiekosten. Das sind wirklich zumutbare Entwicklungen.


Dieses Argument liest man oft und ich halte es für nicht zielführend. In den 50igern und 60igern war Deutschland mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Das war die Zeit nach dem Weltkrieg. Logischerweise war man in dieser Zeit damit beschäfigt die gesamte Wirtschaft und Infrastruktur wiederaufzubauen. Zuerst musste man sich natürlich um die Grundbedürfnisse kümmern und dazu gehört nunmal die Herstellung und der Verzehr von Nahrungsmitteln.

Aber der Mensch ist kein Tier. Der Lebensinhalt sollte nicht darin bestehen zu 60 % nur für Nahrungsmittel zu arbeiten.

Aufgrund der technologischen Weiterentwicklung und dem Aufbau von Unternehmen und der Infrastruktur gibt es heute in der entwickelten Welt keine Produktionsknappheit bei Nahrungsmitteln. Wir produzieren mittlerweile so viel und so effizient, dass wir Tonnen an Nahrungsmitteln in den Müll werfen können, weil diese so kostengünstig geworden sind.

Heute spielt der Hunger im Westen keine Rolle mehr. Es sind andere Dinge in den Vordergrund gerückt.

Zudem hat Teeernte bereits darauf hingewiesen, dass aufgrund der Tendenz zur Urbanisierung die Einkommen heute zu großen Anteilen in Immobilien fließen. Im Schnitt wenden allein Mieter mehr als ein Drittel ihres Haushaltsnettoeinkommens für Miete und Betriebskosten auf.
Deutschland krankt insbesondere an dem hohen Anteil an Mietverhältnissen. Das ist in anderen Ländern teilweise ganz anders. So fließt sehr viel Geld ab in Richtung Vermögende und Investoren, die diese Immobilien besitzen. Das führt dann mit zu der steigenden Alterarmut in Deutschland.

Altersarmut wird in Deutschland zum Alltag

Immer mehr Rentner sind auf Leistungen der Grundsicherung im Alter angewiesen. Ende 2013 bezogen schon eine halbe Million Menschen ab 65 Jahren die Hilfe. Das sind 45 Prozent mehr als vor acht Jahren.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... lltag.html


Und, wie Tom Bombadil schon anmerkte. Dass wir heute weniger Geld für Nahrungsmittel bezahlen müssen, als 1950, kann kein Grund dafür sein, dass man eine teure und teilweise schädliche Energiepolitik fährt. Diese Energiepolitik belastet die Mittelschicht weiter und führt zu ökonomischen Fehlentwicklungen, die dann in einer Blase platzen, sobald die Politik ihre Rahmenbedingungen anpasst.
Have no heroes, look up to no-one, for if you do, the best you'll ever be is second. If you have to ask why, you'll never understand!

„Weil das Wohl von einem genauso schwer wiegt, wie das Wohl von vielen.“
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13919
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Teeernte » Mi 20. Jan 2016, 11:35

Kibuka hat geschrieben:(16 Jan 2016, 09:22)
Diese Energiepolitik belastet die Mittelschicht weiter und führt zu ökonomischen Fehlentwicklungen, die dann in einer Blase platzen, sobald die Politik ihre Rahmenbedingungen anpasst.


So ist es >> GROKO eben. "SOZIAL" wird LEBENSZEIT vernichtet......und im GEGENZUG wird Energieverbrauch und ARBEIT Bestraft//Besteuert.
MIT Steuern >> gesteuert. (Leider nicht GEREGELT !! Wenn man eine Messgrösse und einen REGELKREISLAUF Hätte - wär man weiter !)

Der EFFEKT - den man der Bevölkerung verspricht .....wird NICHT erreicht !
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

Zurück zu „42. Energie - Umweltschutz“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast