US-Todesstrafe - allgemein

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USA TOMORROW
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon USA TOMORROW » So 7. Jun 2015, 15:50

Cobra9 » 6. Jun 2015, 08:26 hat geschrieben:Gut Du willst nicht ernsthaft die Debatte führen. Also kürze ich ab. In der Studie steht klar für jeden lesbar als Überschrift:



Abschreckungswirkung der Todesstrafe ist nicht bewiesen

Und das ist nun einmal etwas anderes als deine Behauptung, dass die Todesstrafe keine abschreckende Wirkung habe.

Cobra9 » 6. Jun 2015, 08:26 hat geschrieben:Du siehst es anders als die Verfasser ohne Belege dazu. Gut glaub das.

Ich habe zahlreiche Quellen gepostet, die meine Annahme, dass die Vollstreckung der Todesstrafe eine abschreckende Wirkung hat, stützen.

Abschließend beweisen lässt sich eine solche Annahme, ebenso wie die gegenteilige Annahme, natürlich nicht.

Wenn ich mir aber alle mir bekannten Studien zu dieser Frage ansehe, halte ich es doch für extrem wahrscheinlich,
dass die Vollstreckung der Todesstrafe eine stark abschreckende Wirkung auf potenzielle Täter hat.

Du hingegen scheinst, aus rein ideologischen Gründen, allein die Idee, dass die Todesstrafe positive Effekte haben könnte, von vornherein auszuschließen und daher selektiv nur die Quellen zu beachten, die diese Annahme deiner Meinung nach stützen.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Cobra9 » So 7. Jun 2015, 16:18

USA TOMORROW » So 7. Jun 2015, 16:50 hat geschrieben:Und das ist nun einmal etwas anderes als deine Behauptung, dass die Todesstrafe keine abschreckende Wirkung habe.


Ich habe zahlreiche Quellen gepostet, die meine Annahme, dass die Vollstreckung der Todesstrafe eine abschreckende Wirkung hat, stützen.

Abschließend beweisen lässt sich eine solche Annahme, ebenso wie die gegenteilige Annahme, natürlich nicht.

Wenn ich mir aber alle mir bekannten Studien zu dieser Frage ansehe, halte ich es doch für extrem wahrscheinlich,
dass die Vollstreckung der Todesstrafe eine stark abschreckende Wirkung auf potenzielle Täter hat.

Du hingegen scheinst, aus rein ideologischen Gründen, allein die Idee, dass die Todesstrafe positive Effekte haben könnte, von vornherein auszuschließen und daher selektiv nur die Quellen zu beachten, die diese Annahme deiner Meinung nach stützen.



Lacht....Studien der UNI Heidelberg, Tübingen usw. sowie auch der Jusitz sind keine Quellen die nach meiner Meinung erstellt werden. Bloss weil Du nur auf der PRO Seite der Todestrafe stehst musst Du nicht von Dir auf andere Personen schliessen. Heidelberg als auch Tübingen sind Top Unis bei uns im Land mit mehr Know How was Belange der notwendigen Fachbereiche angeht als Du oder Ich je lernen könnten. Außerdem habe ich mehrfach die Gründe gennant. Also durchbrich Du lieber deine Doktrin inkl. selektiver Studien-Auswahl. Wenn Du nicht andere Meinungen akzeptieren kannst dein Problem.
Für mich ist die Sache beendet da Zeitverschwendung. Comprende ?


So jetzt ohne Zwischenrufer weiter. Es gibt sehr interessante Artikel zum Thema. Hier geht es darum das die Contra Todestrafen Bewegung langsam wächst. Interessant vor allem das Konservative in den USA da Impulse setzen


Conservative Nebraska bans the death penalty — a sign of the times?

http://www.seattletimes.com/opinion/con ... the-times/
Zuletzt geändert von Cobra9 am So 7. Jun 2015, 16:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon USA TOMORROW » So 7. Jun 2015, 16:25

Cobra9 » 7. Jun 2015, 17:18 hat geschrieben:Also durchbrich Du lieber deine Doktrin inkl. selektiver Studien-Auswahl. Wenn Du nicht andere Meinungen akzeptieren kannst dein Problem

Ich habe keine der von dir angeführten Studien ignoriert.

Du hingegen hast den Großteil aller Studien zum Thema als nichtig abgetan und eine Schlussfolgerung gezogen, die nicht einmal die von dir angeführten Studien stützen.

Dass die Diskussion mit dir Zeitverschwendung ist, denke ich allerdings mittlerweile auch.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Cobra9 » Mo 8. Jun 2015, 13:53

Eben gelesen einen Artikel der BBC. Relativ informativ aber leider wenig neue Infos

http://www.bbc.com/news/world-us-canada-33006105


Der Gov. von North Carolina tut das Richtige :thumbup:





North Carolina Governor Pat McCrory granted pardons to Leon Brown (l.) and Henry McCollum (center, r.), allowing the two men to receive compensation for their wrongful convictions. Brown and McCollum are half-brothers who were convicted of the 1983 murder of an 11-year-old girl and sentenced to death. McCollum spent 30 years on death row before being exonerated by DNA evidence in 2014. Brown was released after 30 years in jail, eight of them on death row. At the time of their arrests, Brown was 15 and McCollum 19. Both gave coerced confessions. An investigation by the North Carolina Innocence Inquiry Commission found DNA at the crime scene from a man who was in prison for a similar crime committed just a month later. Upon granting the pardons to Brown and McCollum, McCrory said, "This has been a very comprehensive and thoughtful process during the past nine months. Based upon the available evidence that I have personally reviewed, I am granting pardons of innocence to Henry McCollum and Leon Brown. It is the right thing to do." A review board may now determine whether to grant each man up to $750,000 in compensation.

Brown and McCollum are two of the ten people exonerated from death row since January 2014, with 153 exonerated since the death penalty was reinstituted in the 1970s. In 1994, Supreme Court Justice Antonin Scalia singled out his case as one in which the perpetrator should be executed; twenty years later, the evidence showed that the wrong men had been convicted and sentenced to death.
http://www.deathpenaltyinfo.org/node/6159




Zur Todestrafe eine neue und informative Umfrage


A new poll by Quinnipiac has found that more Americans prefer life without parole (48%) than the death penalty (43%) for people convicted of murder. Since Quinnipiac last asked the question in 2013, support for life without parole has risen by five percentage points and dropped for the death penalty by five points. A June 2014 ABC News/Washington Post poll also showed that more Americans preferred life without parole to the death penalty. Quinnipiac found that 58% of Americans say they support the death penalty for those convicted of terrorism, but that number also has dropped five points since 2013. 62% of respondents indicated that they preferred the death penalty for Boston marathon bomber Dzhokhar Tsarnaev, as contrasted with just 33% of Boston residents favoring death. By comparison, in 1997, 68% of Americans said that Timothy McVeigh should have received the death penalty after his conviction for the Oklahoma City bombing.

http://www.deathpenaltyinfo.org/node/6158




Interessante Studien zur Todestrafe:

http://www.deathpenaltyinfo.org/studies ... -resources
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Cobra9 » Mo 8. Jun 2015, 13:56

Auch sehr schön dieser Artikel. Handelt vom Vorgehen der American Civil Liberties Union.


https://www.aclu.org/case-against-death-penalty



SEHR VIELE INFOS !!!
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon USA TOMORROW » Mo 8. Jun 2015, 15:10

Du bestätigt hiereinmal mehr, dass du lediglich Quellen akzeptierst, die deine eigene Sichtweise unterstützen.

Du verlinkst du fleißig auf Anti-Todesstrafen-Quellen und ignorierst alles, was deiner vorgefertigten Meinung widerspricht.

Wie wäre es, wenn du dich mal ganz unvoreingenommen und losgelöst von Emotionen aus verschiedensten Quellen über die Thematik informierst?

Ich selbst habe zum Beispiel lange Zeit die ständig von Todesstrafengegnern angeführte Behauptung, dass die Todesstrafe keine abschreckende Wirkung habe, geglaubt. Irgendwann habe ich dann mal angefangen, mich tatsächlich mit der Frage auseinanderzusetzen und musste feststellen, dass die zu der Frage vorliegenden Studien diesem Schluss eigentlich recht deutlich widersprechen.

Gerade die Tatsache, dass auch zahlreiche erklärte Gegner der Todesstrafe in ihren Untersuchungen zu dem Ergebnis kommen, dass jedes vollstreckte Todesurteile Menschenleben rettet, zeigt in meinen Augen, dass der Grund für die zahlreichen übereinstimmenden Studienergebnisse wohl kaum in einer voreingenommenen Haltung der Wissenschaftler zu suchen sein kann.

Daher halte ich es nach meinem jetzigen Wissenstand für sehr wahrscheinlich, dass die Vollstreckung von Todesurteilen eine deutliche Abschreckung auf potenzielle Täter hat und die Abschaffung der Todesstrafe eine große Zahl unschuldiger Menschenleben kosten würde.
Zuletzt geändert von USA TOMORROW am Mo 8. Jun 2015, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Cobra9 » Di 9. Jun 2015, 06:15

Heute zeige ich Punkte wo gegen die Todestrafe sprechen


Abschreckung durch die Todesstrafe bsp.


Die Todesstrafe ist abschreckender als jede andere Strafe.

Bis zum heutigen Tag hat keine wissenschaftliche Studie einen überzeugenden Beweis dafür erbracht, dass die Todesstrafe eine stärkere abschreckende Wirkung hat als langjährige Haftstrafen.


Abschrecken könnte die Todesstrafe ohnehin nur bei im voraus geplanten Verbrechen. Hier kann am ehesten unterstellt werden, dass der Täter vor seiner Tat die möglichen strafrechtlichen Konsequenzen seines Handelns reflektiert. Die weitaus meisten Morde werden jedoch unter großer emotionaler Anspannung, unüberlegt und unbeherrscht, nicht selten unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen, begangen. Solche Affekttäter ebenso wie psychisch kranke Rechtsbrecher werden von der Strafandrohung nicht erreicht, so dass ihre Straftaten auch kaum zu verhindern sind. In den wenigen Fällen, in denen ein Verbrechen kaltblütig geplant wird, entschließt sich der Täter nach Auffassung von Kriminologen erst dann zur Tat, wenn er annehmen kann, dass das Risiko überführt zu werden, überschaubar gering ist. Für ihn hängt die Abschreckung also mehr von der Aufklärungsquote des Verbrechens als von der Höhe des angedrohten Strafmaßes ab.

https://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu07/047




Wenn die Todestrafe abgeschafft wird gibt es mehr Straftaten ?



Wenn die Todesstrafe abgeschafft wird, steigt die Kriminalitätsrate.

Jede Gesellschaft sucht nach Schutz vor Verbrechen. Das Festhalten an der Todesstrafe ermöglicht den Regierungen vielleicht, den Eindruck zu erwecken, dass sie starke Maßnahmen gegen das Verbrechen ergriffen. In Wahrheit lenkt dies nur davon ab, über soziale Strategien nachzudenken, die notwendig sind, um die Ursachen für Kriminalität zu bekämpfen. Diese sind in komplexen seelischen wie gesellschaftlichen Bedingungen (z.B. soziale Missstände) zu suchen, auf die die Todesstrafe keinerlei Einfluss nimmt.

Zuverlässige Statistiken dokumentieren, dass kein Staat plötzliche und drastische Steigerungen der Kriminalitätsrate befürchten muss, wenn er die Todesstrafe außer Kraft setzt. In Kanada ist beispielsweise die Rate der Tötungsdelikte seit Abschaffung der Todesstrafe stark zurückgegangen, während sie in den Vereinigten Staaten von Amerika in Bundesstaaten mit Todesstrafe auf viel höherem Niveau stagniert oder sogar zunimmt.

https://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu07/047



Weitere Punkte liefere ich gerne noch im Lauf der Woche. Eine weitere Quelle jedeoch zeigt ganz klar ,das entgegen der gerne genutzten Behauptungen von Befürwortern, kein evidenter Beweis vorliegt das die Todestrafe wirklich Straftaten gar einschränken würde oder Abschreckung erzeugen würde. Mit welcher Art und Weise überigens hier auch gegen Argumente gegen die Todestrafe gewettert wird ohne logische Grundlage möchte ich nur an einem kleinen Beispiel aufgreifen. Belegt relativ schnell das dieser Mensch zwar gerne eine Behauptung aufstellt, aber nicht weiter die Quelle gelesen hat.


Kleines Beispiel der Link zu einer Umfrage in einem Anti-Todestrafen Portal. Da dieser Inhalt nicht gefällt muss probiert werden das madig zu machen. Das die Primär-Quelle von ABC News/Washington Post stammt ist ja nicht relevant da es auf einem Anti-Todestrafen Portal genutzt wird.

Nachweis:


Meldung im Portal

http://www.deathpenaltyinfo.org/node/5787


Primärquelle

http://abcnews.go.com/blogs/politics/20 ... h-penalty/


Es wird also schnell erkennbar das nicht gewünschte Fakten einfach verächtlich gemacht werden. Daher igoniert man die Person am besten. Weitere interessante Informationen im Strang dann bald wieder :thumbup:
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon USA TOMORROW » Di 9. Jun 2015, 12:03

Cobra9 » 9. Jun 2015, 07:15 hat geschrieben:Heute zeige ich Punkte wo gegen die Todestrafe sprechen

Abgesehen davon, dass du erneut auf sehr einseitige Quellen verlinkst, können wir uns ja mal einige dort getätigte Behauptungen ansehen:

Bis zum heutigen Tag hat keine wissenschaftliche Studie einen überzeugenden Beweis dafür erbracht, dass die Todesstrafe eine stärkere abschreckende Wirkung hat als langjährige Haftstrafen.


Ein tatsächlicher Beweis für einen solchen Zusammenlang lässt sich logischerweise nicht erbringen.

Es gibt aber unzählige (auch von erklärten Gegnern der Todesstrafe durchgeführte) Studien, die kaum einen anderen Schluss zulassen.

Studies of the death penalty have reached various conclusions about its effectiveness in deterring crime. But a 2008 comprehensive review of capital punishment research since 1975 by Drexel University economist Bijou Yang and psychologist David Lester of Richard Stockton College of New Jersey concluded that the majority of studies that track effects over many years and across states or counties find a deterrent effect.

Indeed, other recent investigations, using a variety of samples and statistical methods, consistently demonstrate a strong link between executions and reduced murder rates. For instance, a 2003 study by Emory University researchers of data from more than 3,000 counties from 1977 through 1996 found that each execution, on average, resulted in 18 fewer murders per county. In another examination, based on data from all 50 states from 1978 to 1997, Federal Communications Commission economist Paul Zimmerman demonstrated that each state execution deters an average of 14 murders annually.

A more recent study by Kenneth Land of Duke University and others concluded that, from 1994 through 2005, each execution in Texas was associated with “modest, short-term reductions” in homicides, a decrease of up to 2.5 murders. And in 2009, researchers found that adopting state laws allowing defendants in child murder cases to be eligible for the death penalty was associated with an almost 20 percent reduction in rates of these crimes.

http://dailysignal.com/2014/10/04/capit ... ers-crime/

What gets little notice, however, is a series of academic studies over the last half-dozen years that claim to settle a once hotly debated argument — whether the death penalty acts as a deterrent to murder. The analyses say yes. They count between three and 18 lives that would be saved by the execution of each convicted killer.

(...)

"Science does really draw a conclusion. It did. There is no question about it," said Naci Mocan, an economics professor at the University of Colorado at Denver. "The conclusion is there is a deterrent effect."

A 2003 study he co-authored, and a 2006 study that re-examined the data, found that each execution results in five fewer homicides, and commuting a death sentence means five more homicides. "The results are robust, they don't really go away," he said. "I oppose the death penalty. But my results show that the death penalty (deters) — what am I going to do, hide them?"

Statistical studies like his are among a dozen papers since 2001 that capital punishment has deterrent effects. They all explore the same basic theory — if the cost of something (be it the purchase of an apple or the act of killing someone) becomes too high, people will change their behavior (forego apples or shy away from murder).

To explore the question, they look at executions and homicides, by year and by state or county, trying to tease out the impact of the death penalty on homicides by accounting for other factors, such as unemployment data and per capita income, the probabilities of arrest and conviction, and more.

Among the conclusions:

• Each execution deters an average of 18 murders, according to a 2003 nationwide study by professors at Emory University. (Other studies have estimated the deterred murders per execution at three, five and 14).

• The Illinois moratorium on executions in 2000 led to 150 additional homicides over four years following, according to a 2006 study by professors at the University of Houston.

• Speeding up executions would strengthen the deterrent effect. For every 2.75 years cut from time spent on death row, one murder would be prevented, according to a 2004 study by an Emory University professor.

http://www.cbsnews.com/news/death-penal ... udies-say/

Dass Gegner der Todesstrafe diese Studien ignorieren, ändert nichts daran, dass sie existieren.

Zuverlässige Statistiken dokumentieren, dass kein Staat plötzliche und drastische Steigerungen der Kriminalitätsrate befürchten muss, wenn er die Todesstrafe außer Kraft setzt.


Auch dazu hatte ich hier bereits eine Studie verlinkt, die die Auswirkungen der Aussetzung der Todesstrafe in Illinois untersuchte:

In January 2000,
the Governor of Illinois declared a moratorium on executions pending a review of the
judicial process that condemned certain murderers to the death penalty. In January 2003
just prior to leaving office, the Governor commuted the death sentences of all of those
who then occupied death row. We find that these actions are coincident with the
increased risk of homicide incurred by the residents of Illinois over the 48-month post
event period for which data were available. The increased risk is associated with an
estimated 150 additional homicides during the post-event period.

http://mcadams.posc.mu.edu/blog/Illinois_Study.pdf
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Cobra9 » Di 9. Jun 2015, 14:36

Weniger Unterstützung für die Todestrafe nach einer aktuellen Umfrage


A majority of Americans favor the death penalty for those convicted of murder, but support for the death penalty is as low as it has been in the past 40 years. A new Pew Research Center survey finds 56% favor the death penalty for people convicted of murder, while 38% are opposed.

http://www.people-press.org/2015/04/16/ ... democrats/



Dazu noch was als Info aus der Post passend zum Thema
A clear majority of Americans still support the death penalty for convicted murderers in the wake of Oklahoma’s botched execution attempt in April, but the percentage who say they back capital punishment has fallen in recent years.
http://www.washingtonpost.com/blogs/gov ... -but-down/
Zuletzt geändert von Cobra9 am Di 9. Jun 2015, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Alexyessin » Mi 10. Jun 2015, 08:09

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 39049.html

Es ist natürlich zu begrüßen, das ein Unschuldiger frei kommt.
Aber auch hier sieht man, wie gefährlich eine falsche Arbeit der Polizei sein kann - stellen wir uns vor, das ist schon öfter passiert?

WO - mein lieber usatl - ist da die Abschreckung?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Cobra9 » Mi 10. Jun 2015, 08:57

Alexyessin » Mi 10. Jun 2015, 09:09 hat geschrieben:http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/texas-zum-tode-verurteilter-schwarzer-kommt-frei-13639049.html

Es ist natürlich zu begrüßen, das ein Unschuldiger frei kommt.
Aber auch hier sieht man, wie gefährlich eine falsche Arbeit der Polizei sein kann - stellen wir uns vor, das ist schon öfter passiert?

WO - mein lieber usatl - ist da die Abschreckung?


Abschreckung eher dafür das die US Behörden ein Problem haben. Das belegen die Zahlen seit Jahren. Wird abgestritten. Und Abschreckung funktioniert nur ein geplanten Taten. Bei Mord usw. ist das aber meist keine geplante Tat. Die Sozialpsychologie bsp. untersucht das exakter. Es gibt keinen Nachweis das die Meinung von USAT wirklich stimmt.


Die meisten Tötungsdelikte geschehen unter Angehörigen und in Privatbeziehungen, in Extremsituationen und im Zustand einer Problem-Lage oder bei anderen irrationalen Geisteszuständen. Sprich Probleme-Lagen bei denen ruhiges Überlegen und Bedenken der Tatfolgen ausgeschaltet ist im Köpfle.

Quelle:

Wolf Middendorf: Todesstrafe – Ja oder Nein? 1. Auflage, Rombach 1962, S. 28; Christian Boulanger, Vera Heyes, Philip Hanfling (Hrsg.): Zur Aktualität der Todesstrafe: interdisziplinäre und globale Perspektiven. Spitz, Berlin 2002, ISBN 3-8305-0277-X



Befürworter wie diese Person hier im Forum führen oft an die Abschreckung sei ein wichtiger Faktor. Fehle die schwerstmögliche Strafe in der Palette der Strafandrohungen, stelle dies die Wirkung und Glaubwürdigkeit des staatlichen Rechtsschutzes insgesamt in Frage was dann ja zu wahren Aufständen usw. führen muss.

Diese Behauptungen sind bisher empirisch nirgends nachgewiesen worden. Weder in Studen noch belegen Fakten diese Behauptungen. In keinem der modernen Staaten aunf unserer Welt belegen Statistiken einen Zusammenhang zwischen Todesstrafe und Zahl der Kapitalverbrechen. Das wird aber oft behauptet ohne das empirisch nirgends nachgewiesen worden. Ohne diesen Nachweis aber keine Aussage möglich. Viele Staaten wo die Todestrafe abgeschafft haben können belegen das Morde nicht wirklich zunahmen statistisch gesehen, sondern oft sogar abnahmen. In Staaten ohne Todesstrafe liegen die Mordraten anteilig vergleichsweise niedriger als in Staaten mit Todesstrafe. Belegbar ist das durch vergleichende empirische Forschung in den USA sowie Deutschland belegbar. Nimmt man die 1976, 1984 und 1987 ergibt sich ein Bild. Je häufiger ein Staat die Todesstrafe anwendet, desto größer ist der Anteil der Gewaltverbrechen an den Straftaten. Familienangehörige, die öfter Körperstrafen ausübten oder erfuhren, bejahen öfter die Todesstrafe. Die Brutalisierungstheorie deutet dies als verrohende Wirkung der Todesstrafe was ja eher die Gewalt fördert.


Quellen:


Christian Laue: Evolution, Kultur und Kriminalität: Über den Beitrag der Evolutionstheorie zur Kriminologie. Springer, Berlin/Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-12688-8, S. 263.


Hans J. Schneider: Einführung in die Kriminologie. 3. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1993, ISBN 3-11-009756-7, S. 121.


Bernd Müssig: Mord und Totschlag: Vorüberlegungen zu einem Differenzierungsansatz … Köln 2005, ISBN 3-452-25956-0.


http://bildungswissenschaften.uni-saarl ... murder.htm



So bitteschön genug Fachquellen auch für die Kritiker ? Oder kommt jetzt wieder BlaBla gibt keine fundierten Beweise :)
Zuletzt geändert von Cobra9 am Mi 10. Jun 2015, 09:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Cobra9 » Fr 19. Jun 2015, 07:54

Wer möchte kann sich hier mal einige Fälle anschauen über Unschuldige wo von der Todestrafe betroffen waren


http://www.deathpenaltyinfo.org/documen ... ocence.pdf
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Shlabotnik » Mi 1. Jul 2015, 00:20

Hi Cobra9

mir leuchtet das, was du schreibst, völlig ein. Mal gespannt, wie lange es dauert, bis unsere amerikanischen Freunde (meine ich nun ganz ohne Ironie) das auch so sehen. Kann etwas dauern, aber seien wir geduldig.

S.
Виден сокол по полёту.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon USA TOMORROW » So 5. Jul 2015, 19:36

Der Supreme Court hat kürzlich übrigens die Verwendung des Medikamentes Midazolam bei Hinrichtungen für verfassungsgemäß befunden:

WASHINGTON (AP) — The Supreme Court upheld the use of a controversial drug in lethal injection executions Monday, as two dissenting justices said for the first time that they think it's "highly likely" that the death penalty itself is unconstitutional.

The justices voted 5-4 in a case from Oklahoma that the sedative midazolam can be used in executions without violating the Eighth Amendment prohibition on cruel and unusual punishment.

http://www.usnews.com/news/politics/art ... executions
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Cobra9 » So 5. Jul 2015, 20:39

Wenn man das im Artikel liest dann grenzt das fast an vorsätzliche Folter. Ich habe zwei PN bekommen wie ich auf die Idee komme. Gut Quellen muss man lesen ;) Aber ich versuche meinen Standpunkt deutlicher zu machen.


Mir geht es nicht darum ob die Todestrafe jetzt irgendwie in den USA irgendwelche Probleme mit der Verfassung hat oder die grundsätzliche Regelung ein Problem darstellt in dem Punkt mit den Gesetzen. Ja ich bin gegen die Todestrafe ingesamt, das hat mit der Quelle doch jetzt wenig zu tun. Ich denke das auch für die USA einige Dinge bei der Durchführung gelten wenn man schon Hinrichtungen durchführt.

Es kann nicht sein das sowas passiert:

Erst nach fast zwei Stunden ununterbrochenem Japsen nach Luft starb Joseph Rudolph Wood vergangenes Jahr. Einer seiner Anwälte berichtete, es sei unklar gewesen, ob sein Mandant während dieser Zeit durchgängig bewusstlos war. Die Hinrichtung des verurteilten Doppelmörders per Giftspritze im Florence State Prison in Arizona stellte einen grausamen Rekord auf: So lange wie Wood quälte sich noch kein Verurteilter festgeschnallt auf der Pritsche.



Das ist keine Hinrichtung sondern Folter schon bei der Durchführung der Todestrafe in meinen Augen. Wenn schon bei den Vorbereitungen und der Durchführung geschlampt wird oder das Personal nicht richtig arbeitet ist das nicht zu akzeptieren. Mir geht es hier im Beitrag im Schwerpunkt nicht um die Art der Hinrichtung sondern darum wie mies die durchgeführt wird in Teilen.


Es kommt zu Fehlern beim Setzen der Kanülen und der Anwendung. Durchstechen von Venen bsp:

Deshalb werden Exekutionen fast ausschließlich von schlechter trainiertem Personal durchgeführt, dem beim Legen der Kanülen häufiger Fehler unterlaufen. Wie bei Angel Diaz im Jahr 2006, dessen erste Kanüle durch die Vene hindurch gestochen worden war. Seine Exekution dauerte rund 35 Minuten, während derer Diaz "Grimassen zog und nach Luft schnappte", wie die BBC berichtete.


Das ist Folter in meinen Augen. Der Staat hat sicherzustellen das sowas nur von Fachleuten gemacht wird. Aber wie sieht das in der Realität aus ?


Ärzte dürfen die tödlichen Medikamente nicht verabreichen

Auch in den USA ist dies die Ansicht der großen Medizinerverbände. Nur in 17 der verbleibenden Todesstrafe-Staaten ist die Anwesenheit eines Arztes während der Exekution Pflicht. Und selbst dann darf dieser Arzt nach den Richtlinien der American Medical Association während einer Hinrichtung weder die Medikamente geben, noch die Kanülen legen oder dabei helfen. Er darf den Verurteilten nicht einmal für tot erklären, sondern einen solchen Befund nur bestätigen. Bricht der Arzt diese Richtlinien, droht ihm der Entzug der Lizenz.

Deshalb werden Exekutionen fast ausschließlich von schlechter trainiertem Personal durchgeführt, dem beim Legen der Kanülen häufiger Fehler unterlaufen. Wie bei Angel Diaz im Jahr 2006, dessen erste Kanüle durch die Vene hindurch gestochen worden war. Seine Exekution dauerte rund 35 Minuten, während derer Diaz "Grimassen zog und nach Luft schnappte", wie die BBC berichtete.

Welche Qualifikationen das Personal vorweisen muss, ist von Staat zu Staat unterschiedlich: In Florida beispielsweise ist die einzige Voraussetzung, dass die Person 18 Jahre alt ist und an regelmäßigen Simulationen einer Exekution teilnimmt.




Bedeutet das häufig nicht ausreichend ausgebildetes Personal die Arbeitsschritte tätigt. Finde ich eine Sauerei. Eventuell jetzt eher deutlich was ich mit Folter meine ?


Alle Inhalte haben diese Quelle:

http://www.zeit.de/wissen/2015-06/todes ... tze-pannen
Zuletzt geändert von Cobra9 am Mo 6. Jul 2015, 09:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Charles » Mo 6. Jul 2015, 21:23

Warum kehrt man nicht zurück zum elektrischen Stuhl?
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Shlabotnik » Mo 6. Jul 2015, 21:46

Ich finde in diesem Kontext ja immer noch Japan höchst bemerkenswert. Ein Industrieland, zum Teil sehr dicht besiedelt (man denke an Tokio!), Globalisierung... in diesem Land wird deutlich weniger gemordet, geraubt, gestohlen als in ansonsten vergleichbaren Industrienationen. Es gilt auch unter Kriminologen als Ausnahmefall.

Selbst die Metropole Tokio ist vergleichsweise friedlich.

Könnte man folgern, dass Japaner einfach weniger Aggressionspotential haben als andere Menschen?

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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Provokateur » Di 7. Jul 2015, 05:51

Die japanische Gesellschaft ist kollektivistisch und auf Harmonie ausgerichtet. Gesellschaften europäischer Prägung sind dagegen individualistisch.
Natürlich gibt es auch japanische Verbrecher (altes Land...), aber auch die agieren anders als die europäische Mafia.

Asien ist halt nicht Europa, und Laotse sowie Konfuzius haben eben einen anderen Einfluss als unsere griechisch-römischen Wurzeln.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Marmelada » Di 7. Jul 2015, 06:20

Wer über Japan diskutieren will, ist hier richtig:

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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon USA TOMORROW » Mo 13. Jul 2015, 20:12

Cobra9 » 5. Jul 2015, 21:39 hat geschrieben:Das ist Folter in meinen Augen.

Es steht nicht einmal fest, dass der Hingerichtete auch nur den Bruchteil einer Sekunde bei Bewusstsein war. Die anwesenden Ärzte verneinen das.

Zudem dürfte keinerlei Vorsatz vorliegen.

Da von Folter zu sprechen, halte ich doch für ziemlich abenteuerlich.

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