USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
streicher
Beiträge: 202
Registriert: Di 13. Feb 2018, 09:07

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon streicher » Fr 21. Dez 2018, 20:51

Cat with a whip hat geschrieben:(20 Dec 2018, 21:41)

Joe Biden wird 2020 78 Jahre alt, Bernie Sanders 79. Ob die körperlich dann noch dem stressigen Amt gewachsen sind?
Da würde ich eher auf "Nein" tippen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sie zum Beispiel von der NYT nicht so favorisiert sind bzw. für unwahrscheinliche Gewinner der Vorwahlen gehalten werden.
Gab es schon Präsidenten, die so alt ins Amt gekommen sind?
Die Zukunft ist Geschichte.
Liberty
Beiträge: 178
Registriert: So 26. Aug 2018, 20:58

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Liberty » Mo 31. Dez 2018, 20:49

Pocahontas hat ihren Hut in den Ring geworden. :D
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 1630
Registriert: Fr 25. Mai 2018, 23:15

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Fliege » Mo 31. Dez 2018, 21:04

Liberty hat geschrieben:(31 Dec 2018, 20:49)
Pocahontas hat ihren Hut in den Ring geworden. :D

Und ich habe mich beim Lesen (Welt online) vor Lachen gebogen.
Die Demokraten haben Trump verdient und Trump hat eine solche Gegenkandidatin verdient. ;-)
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
Liberty
Beiträge: 178
Registriert: So 26. Aug 2018, 20:58

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Liberty » Mo 31. Dez 2018, 21:32

Pocahontas wäre für Trump auf jeden Fall ein Geschenk.
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 1630
Registriert: Fr 25. Mai 2018, 23:15

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Fliege » Mo 31. Dez 2018, 22:01

Liberty hat geschrieben:(31 Dec 2018, 21:32)
Pocahontas wäre für Trump auf jeden Fall ein Geschenk.

Soweit ich weiß, suchen die Demokraten (ähnlich wie die SPD) händeringend und bislang erfolglos geeignetes Führungspersonal. Ähnlich wichtig wäre ein politisches Profil, das der Rede wert wäre.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 35327
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Tom Bombadil » Di 1. Jan 2019, 10:45

Die dürfte wohl chancenlos sein. Ich stimme zwar nicht in das endlose Gejaule gegen Trump ein, meine aber, dass die USA einen anderen Präsidenten brauchen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 1630
Registriert: Fr 25. Mai 2018, 23:15

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Fliege » Di 1. Jan 2019, 13:57

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Jan 2019, 10:45)
Die dürfte wohl chancenlos sein. Ich stimme zwar nicht in das endlose Gejaule gegen Trump ein, meine aber, dass ;die USA einen anderen Präsidenten brauchen.

Auch mir wäre ein seriöserer US-Präsident lieber. Ein seriöserer Präsident hätte allerdings ähnliche Probleme zu lösen wie Trump, nämlich:
1. Schließung der US-Südgrenze gegen illegale Migranten und Kriminelle;
2. Schaffung von Arbeitsplätzen für die Unterschicht;
3. Stabilisierung des öffentlichen Gesundheitswesens;
4. Abwehr von chinesischer Wirtschaftsaggression;
5. Reform der NATO für mehr Effizienz und Schlagkraft;
6. Schutz Israels und Beendigung der Kollaboration mit israelfeindlichen Regimen;
7. Rückzug der USA als Weltpolizist.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 35327
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Tom Bombadil » Di 1. Jan 2019, 20:07

Ich habe mir mal ein paar mögliche Kandidaten der Demokraten angesehen, meine Wahl würde auf Kamala Harris oder Beto O'Rourke fallen, Letzteren fände ich noch geeigneter, wer in Texas nur knapp gegen einen Republikaner verliert, der macht wohl vieles richtig.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
PeterK
Beiträge: 5799
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon PeterK » Di 1. Jan 2019, 20:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Jan 2019, 20:07)
Ich habe mir mal ein paar mögliche Kandidaten der Demokraten angesehen, meine Wahl würde auf Kamala Harris oder Beto O'Rourke fallen, Letzteren fände ich noch geeigneter, wer in Texas nur knapp gegen einen Republikaner verliert, der macht wohl vieles richtig.

D'accord. Ich könnte mir aber auch Obama/Biden oder Biden/Obama vorstellen.
Benutzeravatar
Nomen Nescio
Beiträge: 12443
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Nomen Nescio » Di 1. Jan 2019, 20:54

obama darf doch nicht mehr? das wurde nach roosevelts tode im GG geändert.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
PeterK
Beiträge: 5799
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon PeterK » Di 1. Jan 2019, 21:00

Nomen Nescio hat geschrieben:(01 Jan 2019, 20:54)
obama darf doch nicht mehr? das wurde nach roosevelts tode im GG geändert.

Michelle Obama darf, Jill Biden natürlich auch ;).
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 35327
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Tom Bombadil » Di 1. Jan 2019, 21:33

Biden ist mMn. einfach zu alt, Michelle Obama ist imho politisch zu unbeleckt.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Nomen Nescio
Beiträge: 12443
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Nomen Nescio » Di 1. Jan 2019, 21:59

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Jan 2019, 20:07)

Ich habe mir mal ein paar mögliche Kandidaten der Demokraten angesehen, meine Wahl würde auf Kamala Harris oder Beto O'Rourke fallen, Letzteren fände ich noch geeigneter, wer in Texas nur knapp gegen einen Republikaner verliert, der macht wohl vieles richtig.

das ist für mich auch ein sehr kräftiges argument. denn texas war schon immer konservativ, aber ist es jetzt noch mehr als früher.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 11654
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 20:49

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Cat with a whip » Mi 2. Jan 2019, 08:13

streicher hat geschrieben:(21 Dec 2018, 20:51)

Da würde ich eher auf "Nein" tippen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sie zum Beispiel von der NYT nicht so favorisiert sind bzw. für unwahrscheinliche Gewinner der Vorwahlen gehalten werden.
Gab es schon Präsidenten, die so alt ins Amt gekommen sind?


Nein, Trump ist mit 70 bisher der älteste Präsident bei Amtsantritt. :D Bisher gab es mit Reagan nur einen einzigen Präsidenten, der überhaupt ebenso wie Trump jenseits der 70 noch im Amt war. Reagan beendete seine 8 Jahre mit 77. Eisenhower hat noch ganz knapp die 70er Liga angekratzt und ist mit 70 ausgeschieden.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 11654
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 20:49

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Cat with a whip » Mi 2. Jan 2019, 10:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Jan 2019, 10:45)

Die dürfte wohl chancenlos sein.
Aufgrund welcher Überlegung?

Sagte man nochmal bei wem auch? Ach ja, bei Trump.

Man sollte Warrens Populismus bei der Mitte nicht unterschätzen, auch wenn gerade sie in einigen Blättern niedergeschrieben wird. Sie ist eine hervorragende Rednerin und hat ein recht gutes Gefühl dafür was eine Menge Leute denken. Politisch ist sie auch sicher kein Leichtgewicht. Ob Warren Chancen hat hängt ziemlich davon ab wer alles aus der Demokratischen Partei gegen sie antritt. Alles was in der Partei weiter rechts steht dürfte ebenso wenig Chancen haben wie Clinton 2016. Mal schauen ob die Demokraten ein nette Doppelspitze hinbekommen. Vielleicht gibts ja was mit Warren als Präsidentin plus einer jüngeren Vize Kamal Harris, damit auch Minderheiten bei der Stange bleiben. Den Fehler wie 2016 dürfen die Demokraten nicht mehr machen.

O'Rourke wurde ja teilweise zum Kennedy oder Obama hochgeschrieben, obwohl dieser im November bekannt gab keine Absichten zu haben anzutreten. Immerhin gibt es bereits viele Stimmen aus der Wirtschaft die ihm einen Haufen Geld für den Wahlkampf vor die Füssen schmeissen würden. O'Rourke gilt in Punkto Sicherheitspolitik als Hardliner und wirtschaftlich als konservativ und auf Unternehmerseite. Nicht umsonst war er in Texas so (relativ) erfolgreich.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 35327
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 2. Jan 2019, 11:03

Cat with a whip hat geschrieben:(02 Jan 2019, 10:35)

Aufgrund welcher Überlegung?

Nach dem, was ich über sie gelesen habe, deckt sie mMn. zu wenige Themen ab, ich habe da aber noch nicht viel Zeit investiert, bis zur Wahl dauert es ja auch noch ein bisschen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
streicher
Beiträge: 202
Registriert: Di 13. Feb 2018, 09:07

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon streicher » Do 3. Jan 2019, 13:18

Rein theoretisch: Könnten ehemalige Präsidenten nochmal kandidieren, auch wenn sie schon acht Jahre im Amt gewesen sind?
Die Zukunft ist Geschichte.
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 1630
Registriert: Fr 25. Mai 2018, 23:15

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Fliege » Do 3. Jan 2019, 13:26

streicher hat geschrieben:(03 Jan 2019, 13:18)
Rein theoretisch: Könnten ehemalige Präsidenten nochmal kandidieren, auch wenn sie schon acht Jahre im Amt gewesen sind?

Nein, denn in der USA-Verfassung heißt es im 22. Zusatzartikel:
"Niemand darf mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden. Niemand, der länger als zwei Jahre der Amtszeit, für die eine andere Person zum Präsidenten gewählt worden war, das Amt des Präsidenten innehatte oder dessen Geschäfte wahrnahm, darf mehr als einmal in das Amt des Präsidenten gewählt werden."
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
Benutzeravatar
streicher
Beiträge: 202
Registriert: Di 13. Feb 2018, 09:07

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon streicher » Do 3. Jan 2019, 15:52

Fliege hat geschrieben:(03 Jan 2019, 13:26)

Nein, denn in der USA-Verfassung heißt es im 22. Zusatzartikel:
"Niemand darf mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden. Niemand, der länger als zwei Jahre der Amtszeit, für die eine andere Person zum Präsidenten gewählt worden war, das Amt des Präsidenten innehatte oder dessen Geschäfte wahrnahm, darf mehr als einmal in das Amt des Präsidenten gewählt werden."
Alles klar. Danke! :)
Die Zukunft ist Geschichte.
MVV
Beiträge: 2
Registriert: Do 3. Jan 2019, 20:09

Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon MVV » Do 3. Jan 2019, 20:30

Bei den Demokraten wird es sehr spannend werden. Es gibt wie bei den Republikaner in 2016 kein klaren Frontrunner, weshalb das gesamte Feld offen steht. Zumal in den US-Amerikanische Medien so ziemlich jeder demokratischen Senator und jeden Gouverneur gefragt wurde ob er/sie für das Amt kandidieren möchte. Die Tatsache, dass Elizabeth Warren sich nun als erste Demokratin aus der Deckung traut halte ich für einen guten Schritt. Wahrscheinlich wird es ca. 17 seriöse Kandidaten auf demokratische Seite geben, und um sich als erste seriöse Kandidatin zu melden ist schlau, weil sie jetzt die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Jedoch hat die Law-Professorin ein paar Schwächen, und das ist erstens ihr ganzes Wesen. Sie ist eine ältere Dame mit einer eher weichen Stimme, die sich nur für Inhalte interessiert, und Trump ist nunmal jemand der sich extrem im Vordergrund drängelt und auch gerne beleidigt und pöbelt (siehe Pocahontas). Sie ist ihm rhetorisch und intellektuell zwar gewachsen und überlegen, aber das war Clinton 2016 auch. Ihr zweites Problem könnte Senator Bernie Sanders sein. Nach aller Wahrscheinlichkeit wird er bis spätestens Ende Januar warten mit der Verkündung seiner Kandidatur und dann sind die beiden Konkurrenten obwohl sie faktisch die gleiche Botschaft haben. Momentan steht sie in den Umfragen immer an vierter oder fünfter Stelle, was zwar nichts bedeuten muss, aber es wäre definitiv in ihrem Vorteil, wenn zum Beispiel Joe Biden (aufgrund seines Alters) nicht antreten würde. Sie wäre dann die etablierte DEMOKRATIN (Sanders ist independent) die für die Parteispitze tragbar wäre. Ihre Message ist gut und auch ihr Auftreten läuft etwas besser als die der Hillary Clinton, aber es wird nicht leicht für sie, da es einfach viele Kandidaten geben wird.
Übrigens wird der ehemalige HUD-Secretary Julian Castro nach aller Wahrscheinlichkeit seine Kandidatur in ca. 10 Tage ankündigen, weshalb Elizabeth Warren jetzt erstmal das Hauptfutter für den Präsidenten ist. Ob sie die Nominierung ihrer Partei bekommt hängt im wesentlichen davon ab, mit welche Plattform Sanders kandidiert, ob Joe Biden überhaupt kandidiert und wie sie sich in den Debatten schlägt.

Zurück zu „30. Nordamerika“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste