Trumps Wiederwahl 2020

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SirToby
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon SirToby » So 26. Aug 2018, 10:03

Nomen Nescio hat geschrieben:(26 Aug 2018, 10:53)

Trump verspach in seiner wahlkampagne daß er den korrupte washingtonsumpf säubern würde. ich denke, daß er zuerst in seinem sehr nahen umkreis beginnen muß.
es ist einfach groteske was ER bereits veranstaltete um präsident zu werden.


Na ja, zu behaupten, dass Washington total korrupt ist und der Sumpf endlich trockengelegt werden muss, ist keine Eigenart der Republikaner.

"Elizabeth Warren is right: Corruption is rotting the U.S. from within"

https://www.washingtonpost.com/blogs/po ... 64abeaa434
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Europa2050 » So 26. Aug 2018, 10:08

SirToby hat geschrieben:(26 Aug 2018, 10:48)

Seufz...

Solche Gedanken haben mehr mit Wunschdenken als mit Realität zu tun.

https://www.brookings.edu/opinions/not- ... n-decline/


Das war aber unter Obama. Der versuchte, den Laden an allen Ecken zusammenzuhalten.

Trump geht nur noch auf substanzlose Äußerlichkeiten. Und inzwischen hat das jeder wesentliche Politiker, ob verbündet oder vergehender, kapiert
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon SirToby » So 26. Aug 2018, 10:10

Nomen Nescio hat geschrieben:(26 Aug 2018, 10:58)

in the states ist es seit der 50. jahre beinahe nur für konsum. merke mal: um 1950 betrug die USA-steuer mehr als 50% für die reichen.


https://taxfoundation.org/us-federal-in ... -brackets/

Die betrugen auch mal weitaus mehr.

Aber Steuersätze von 50% und mehr sind nicht vermittelbar. Das funktioniert einfach nicht, und keiner sieht das ein.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon SirToby » So 26. Aug 2018, 10:19

Europa2050 hat geschrieben:(26 Aug 2018, 11:08)

Das war aber unter Obama. Der versuchte, den Laden an allen Ecken zusammenzuhalten.

Trump geht nur noch auf substanzlose Äußerlichkeiten. Und inzwischen hat das jeder wesentliche Politiker, ob verbündet oder vergehender, kapiert


Der Glaube, dass es den einen oder die eine da oben an der Spitze bräuchte, damit es läuft, ist leider nicht allzu weit weg, von der in Diktaturen beliebten Vorstellung vom starkem Mann an der Spitze.

Ich war das erste Mal in einem Forum angemeldet 2003 oder 2004. Da wurde auch schon prophezeit, dass die USA wegen der ach so unverantwortlichen Politik von Bush in spätestens 10 Jahren kaputt wären. Das kam bekanntlich anders.

Staaten bestehen aus durchaus mehr als dem Zirkel da oben. Belgien war ein Jahr mal ohne Regierung. ich fand nicht, dass es das Land gross negativ tangiert hat. Deutschland hatte bis März de jure auch keine richtige Regierung, das war ein Zustand den ich gut erträglich fand.

Meiner Meinung nach werden die Möglichkeiten für eine Regierung in einem entwickelten rechtsstaatlichem Land sowohl positiv als auch negativ zu wirken, gnadenlos überschätzt.

bei Diktaturen ist das im übrigen wirklich anders.

Ansonsten noch ein bisschen Lesestoff für Sie: Durchaus nicht uninteressant.

https://www.theatlantic.com/magazine/ar ... ca/556856/
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon peterkneter » So 26. Aug 2018, 11:08

Kritikaster hat geschrieben:(25 Aug 2018, 13:07)

Der muss aufpassen, dass er überhaupt seine erste Amtszeit zuende bringt. Mit einer Wiederwahl ist gegenwärtig wirklich nicht zu rechnen.


So wie es eben im Moment aussieht wird das weniger schwierig, als sie annehmen. Wie schon erwähnt gibt es ein solides Wachstum und keine Wechselstimmung
bei konstanten Zustimmungswerten seit Monaten für den Präsidenten und die Prozesse um die Russlandverschwörung ziehen sich hin und können ihm wenig anhaben
(s. mein Post zum sehr unwahrscheinlichen Amtsenthebungsverfahren).
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Kritikaster » So 26. Aug 2018, 11:12

peterkneter hat geschrieben:(26 Aug 2018, 12:08)

So wie es eben im Moment aussieht wird das weniger schwierig, als sie annehmen. Wie schon erwähnt gibt es ein solides Wachstum und keine Wechselstimmung
bei konstanten Zustimmungswerten seit Monaten für den Präsidenten und die Prozesse um die Russlandverschwörung ziehen sich hin und können ihm wenig anhaben
(s. mein Post zum sehr unwahrscheinlichen Amtsenthebungsverfahren).

Wie "solide" dieses Wachstum ist, lässt Trumps Einmischungsversuch in die Notenbankpolitik erkennen.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon zollagent » So 26. Aug 2018, 11:20

Polibu hat geschrieben:(25 Aug 2018, 21:45)

Es sagt jedenfalls genug über Trumps Konkurrenz aus. Die Amerikaner halten wohl lieber Trump als Präsidenten aus als Hillary Clinton.

Ein Fehlschluß, wenn man weiß (oder hier besser, wissen will), daß Frau Clinton bekanntlich mehr Stimmen hatte als Trump.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon zollagent » So 26. Aug 2018, 11:28

SirToby hat geschrieben:(26 Aug 2018, 10:55)

Es kommt darauf an, wofür die Schulden verwendet werden. Investition oder Konsum.

Und im Blick auf die USA ist es wohl eher der Konsum als Investitionen.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon zollagent » So 26. Aug 2018, 11:34

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Aug 2018, 11:02)

Bin gespannt, ob es zu dem geplanten Amtsenthebungsverfahren überhaupt kommt.

Ich sehe derzeit Keines. Wenn etwas passieren sollte, dann eher auf dem Weg über den 25. Verfassungzusatz. Und dafür gibt Trump mit seinen Ausfällen schon reichlich Gründe. Und man muß das Ganze nicht politisch rechtfertigen, kommt also um das ganze Verfahren herum.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Fuerst_48 » So 26. Aug 2018, 11:53

zollagent hat geschrieben:(26 Aug 2018, 12:34)

Ich sehe derzeit Keines. Wenn etwas passieren sollte, dann eher auf dem Weg über den 25. Verfassungzusatz. Und dafür gibt Trump mit seinen Ausfällen schon reichlich Gründe. Und man muß das Ganze nicht politisch rechtfertigen, kommt also um das ganze Verfahren herum.

Spannend wird es auf jeden Fall, da bin ich mir sicher.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon peterkneter » So 26. Aug 2018, 12:48

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Aug 2018, 12:53)

Spannend wird es auf jeden Fall, da bin ich mir sicher.


Ich fürchte es wird weniger spannend als allgemein erhofft. Sehr vieles wird -auch aus Frust- von den Medien aufgebauscht. Das Mueller-Verfahren wird bis nach dem Midterm-Wahlen vor sich hindümpeln
und nicht handfestes bringen. Hier und da ein paar Mogeleien und Vetternwirtschaft aber nichts, was DT für seine Präsidentschaft gefährlich wird. Die Midterms werden trotz Verlusten die Mehrheiten
für die GOP in beiden Kammern bestätigen, da die Demokraten gegen den Populismus keine Antwort wissen - wie übrigens auch alle Volksparteien im Rest der welt-. Das wird ein eher weniger spannender
Herbst 2018 befürchte ich. Vielleicht gibt es noch den ein order anderen Dipomatischen Höhepunkt mit Kim oder Putin...
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon SirToby » So 26. Aug 2018, 13:00

peterkneter hat geschrieben:(26 Aug 2018, 13:48)

Ich fürchte es wird weniger spannend als allgemein erhofft. Sehr vieles wird -auch aus Frust- von den Medien aufgebauscht. Das Mueller-Verfahren wird bis nach dem Midterm-Wahlen vor sich hindümpeln
und nicht handfestes bringen. Hier und da ein paar Mogeleien und Vetternwirtschaft aber nichts, was DT für seine Präsidentschaft gefährlich wird. Die Midterms werden trotz Verlusten die Mehrheiten
für die GOP in beiden Kammern bestätigen, da die Demokraten gegen den Populismus keine Antwort wissen - wie übrigens auch alle Volksparteien im Rest der welt-. Das wird ein eher weniger spannender
Herbst 2018 befürchte ich. Vielleicht gibt es noch den ein order anderen Dipomatischen Höhepunkt mit Kim oder Putin...


Man hat den Eindruck, dass die Demokraten keine Oppositionsarbeit leisten. Sie scheinen hauptsächlich zu warten, dass bei den Untersuchungen etwas heraus kommt, dass gross genug ist, Trump zu Fall zu bringen.

Das ist aber keine gute Strategie...
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Senexx » So 26. Aug 2018, 13:02

SirToby hat geschrieben:(26 Aug 2018, 14:00)

Man hat den Eindruck, dass die Demokraten keine Oppositionsarbeit leisten. Sie scheinen hauptsächlich zu warten, dass bei den Untersuchungen etwas heraus kommt, dass gross genug ist, Trump zu Fall zu bringen.

Das ist aber keine gute Strategie...

Die Demokraten sind mit ihrer Identitätspolitik gescheitert. Und nun wissen sie sich keinen Rat. Zu den wirklich wichtigen Fragen haben sie keine Ideen, sie verstehen sie noch nicht einmal.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon SirToby » So 26. Aug 2018, 13:20

Senexx hat geschrieben:(26 Aug 2018, 14:02)

Die Demokraten sind mit ihrer Identitätspolitik gescheitert. Und nun wissen sie sich keinen Rat. Zu den wirklich wichtigen Fragen haben sie keine Ideen, sie verstehen sie noch nicht einmal.


Das sehe ich genauso. Gerade Donald Trump bräuchte als eigenmächtiger Präsident eine starke Opposition. Die Demokraten setzen dagegen auf irgendwelche Randthemen und hoffen irgendwie auf ein Impeachment, das aber wahrscheinlich nie kommen wird.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Polibu » So 26. Aug 2018, 13:25

SirToby hat geschrieben:(26 Aug 2018, 14:00)

Man hat den Eindruck, dass die Demokraten keine Oppositionsarbeit leisten. Sie scheinen hauptsächlich zu warten, dass bei den Untersuchungen etwas heraus kommt, dass gross genug ist, Trump zu Fall zu bringen.

Das ist aber keine gute Strategie...


Wenn Trump seines Amtes enthoben wird, dann wird automatisch der Vizepräsident zum Präsidenten ernannt. Mike Pence ist ebenfalls Republikaner. Die Demokraten hätten nichts davon, wenn Trump zu Fall gebracht wird.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon SirToby » So 26. Aug 2018, 13:36

Das gute Gefühl gewonnen zu haben?
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Fuerst_48 » So 26. Aug 2018, 17:16

peterkneter hat geschrieben:(26 Aug 2018, 13:48)

Ich fürchte es wird weniger spannend als allgemein erhofft. Sehr vieles wird -auch aus Frust- von den Medien aufgebauscht. Das Mueller-Verfahren wird bis nach dem Midterm-Wahlen vor sich hindümpeln
und nicht handfestes bringen. Hier und da ein paar Mogeleien und Vetternwirtschaft aber nichts, was DT für seine Präsidentschaft gefährlich wird. Die Midterms werden trotz Verlusten die Mehrheiten
für die GOP in beiden Kammern bestätigen, da die Demokraten gegen den Populismus keine Antwort wissen - wie übrigens auch alle Volksparteien im Rest der welt-. Das wird ein eher weniger spannender
Herbst 2018 befürchte ich. Vielleicht gibt es noch den ein order anderen Dipomatischen Höhepunkt mit Kim oder Putin...

Wir werden es ja erleben, nicht?
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Liberty » Mo 27. Aug 2018, 00:20

Seit dem zweiten Weltkrieg gab es nur zwei Präsidenten, die nach der ersten Amtszeit abgewählt wurden. George Bush Sr. hatte sein grosses Wahlversprechen ("Read my lips: No new taxes!") gebrochen und die Steuern nach der Wahl doch erhöht. Dafür wurde er dann abgewählt. Und Carter war aussenpolitisch sehr schwach und hat es nicht geschafft die lahmende Wirtschaft in Gang zu bekommen.

Bei Trump ist beides nicht zu erkennen. Die Wirtschaft boomt, wichtige Wahlversprechen wurden eingelöst, es gibt keine breite Wechselstimmung. Bis zur Wahl ist es natürlich noch lange hin und es steht auch offen, wer denn überhaupt für die Demokraten zur Wahl steht.

Je nach dem, ob die Demokraten einen radikalen Linken dem Dunstkreis von Bernie Sanders oder einen Kandidaten des Establishment nach dem Schema Clinton aufstellen, wird Trump sicher auch unterschiedliche Wahlkampfstrategien fahren.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon odiug » Mo 27. Aug 2018, 05:59

Polibu hat geschrieben:(26 Aug 2018, 14:25)

Wenn Trump seines Amtes enthoben wird, dann wird automatisch der Vizepräsident zum Präsidenten ernannt. Mike Pence ist ebenfalls Republikaner. Die Demokraten hätten nichts davon, wenn Trump zu Fall gebracht wird.

Das Rationell der Alliierten, Hitler nicht mit einem Anschlag zu töten, war, dass Hitlers Inkompetenz den Krieg verkürzen würde.
Der Preis ist natürlich sehr hoch ... aber recht hatten sie damit :|
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Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Cat with a whip » Mo 27. Aug 2018, 11:32

Liberty hat geschrieben:(27 Aug 2018, 01:20)

Seit dem zweiten Weltkrieg gab es nur zwei Präsidenten, die nach der ersten Amtszeit abgewählt wurden. George Bush Sr. hatte sein grosses Wahlversprechen ("Read my lips: No new taxes!") gebrochen und die Steuern nach der Wahl doch erhöht. Dafür wurde er dann abgewählt. Und Carter war aussenpolitisch sehr schwach und hat es nicht geschafft die lahmende Wirtschaft in Gang zu bekommen.

Bei Trump ist beides nicht zu erkennen.


Strohmann.

Der Witz dabei ist dass Trump eine zu kräften kommende starke Wirtschaft übernahm.
-> Er hat gar nicht mit diesen Problemen zu kämpfen und die Trends setzen sich in seiner Amtszeit nahtlos fort, so als ob es gar keinen Amtswechsel gegeben hätte. Egal was die gefühlte "Wahrheit" seiner Anhänger ist. Trump hat an dieser Front nie Probleme gehabt, auch wenn er sich gerade selbst für die Wirschaftslage lobt.

Richtig ist, das er im wesentlichen die Forderungen der sich immer weiter radikalisierten Parteianhänger nach Steuersenkungen unterstützt.

Genauso richtig ist, dass Trump anstatt unpopulärer Steuern Schulden aufnimmt. Da sind die libertären und rechten Trommler aus taktischen Gründen aktuell ganz leise, um ihren Traumkandidaten nicht zu schaden. Bei einem Demokraten hätte sie dieses Vorgehen ganz groß an die Glocke gehängt und mit dem betreffenden Namen verbunden.


Die entscheidenden Fakten des Stimmungsbilds in der Gesellschaft werden dabei ganz unter den Tisch gekehrt.

Trump hatte wenige Tage nach seiner Amtseinführung bereits extrem schlechte Umfragewerte, was kein Präsident zuvor zustande brachte. Werte, mit denen kein amtierender Präsident bisher wiedergewählt wurde. Das heißt, nachdem auf weitestgehend Irrationalität, Desinformation und infantilen Wunschdenken aufgebauten Sieg Trumps kam sofort die Ernüchterung.

-> Trump ist ein einmaliges Phänomen, einer zugegeben sehr erfolgreichen und agressiven Desinformations und Stimmungskampanie und ganz bestimmten Voraussetzungen.

Man kann durchaus davon ausgehen dass Trump bereits einen Monat nach seiner Amtseinführung bei einer Wiederholung der Wahl gegen Clinton verloren hätte.

PS. Ford haben sie vergessen. Der Sprang als Vize für Nixon bei Beginn der zweiten Amtszeit ein um dessen Amtsenthebungsverfahren vorzugreifen. Ford war somit der amtierende Präsident und konnte so gegen Carter antreten und verlor knapp. Somit gilt Ford als abgewählter Präsident. Ford hatte damals übrigens bessere Zustimmungswerte als heute Trump.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum

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