Trump und die NATO

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Re: Trump und die NATO

Beitragvon zollagent » Fr 13. Jul 2018, 08:59

Custos hat geschrieben:(13 Jul 2018, 06:23)

Hast recht, Ich weiß Ich hab einen Vogel, aber zu dem steh Ich ;)

Andererseits denk Ich das Trump sich von Putin als Freund verabschiedet, macht dieser doch Weltpolitik :thumbup:

Egal aber die Beiträge zuvor hatte Ich echt die Angst eines Psychisch kranken und dachte Ich müsse die Welt warnen, sieht man wieder wie so ein Vogel wirkt :D

Das beste ist wohl Herrn Trump mit Humor zu begegnen, aber auch gehallten Humorvoll auf dessen Witze zu reagieren,

Diese "Freundschaftsverabschiedung" wird die gleiche Qualität haben wie die von Kim Jong Un. Er wird für ein paar unverbindliche und auch nicht ehrlich gemeinte Absichtsworte wichtige Positionen preisgeben und dann per Twitter über sein Verhandlungsgeschick prahlen.
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Antonius
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon Antonius » Fr 13. Jul 2018, 09:06

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(13 Jul 2018, 07:46)
Russland ist gar nicht der Fokus aktueller amerikanischer Militärpolitik - und wenn Europa diesen Fehler macht, ist es nicht zukunftsorientiert. Die Herausforderung im 21. Jahrhundert ist einerseits Kina, andererseits die Frage der Beziehungsordnung zwischen der US-Sphäre und der EU bzw der USA im Einzelnen und den kleinen NATO- und Bilateralpartnern, zu denen auch Kanada, Mexiko, manche asiatische Staaten gehören. Bleibt es eine faktische Unterordnung oder kann die EU ihren Anspruch auf Eigenständigkeit, den sie derzeit als "wir müssen jetzt leider" vermarktet, auch wirklich einlösen? Rechnet sich das für die einzelnen Völker überhaupt? Auch mit Russland muss man in irgendein Geschäft kommen, denn Europa ist viel zu klein geworden. Russland und die EU, nebenbei auch USA, suchen derzeit nach den Konditionen. Das ist mitunter hässlich, niemand möchte hier Optionen verschenken.

Trump strebt in dem Sinne eine "Weltherrschaft" an, wie es die EU oder Russland wollen: Sie wollen nicht die Welt erobern und besetzen, sie wollen maßgeblich Regeln und Entscheidungen durchsetzen können. Dabei geraten sie mit Kina in Konflikt, das oft weder an den einzelnen Regeln und Entscheidungen, noch an einer etablierten Entscheidungskompetenz der Konkurrenten interessiert ist. Nur punktuell, etwa bei Piraterie, gibt es da Interessenharmonie....


Deiner Einschätzung, dass "Russland gar nicht im Fokus aktueller amerikanischer Militärpolitik" steht, stimme ich im wesentlichen zu.
Auch wir in Europa sollten uns nicht in eine Konfrontation mit Russland drängen lassen.
Im Gegenteil, wir sollten gute Beziehungen zu unserem großen östlichen Nachbarn pflegen.
Die Journalistin Dr. Gabriele Krone-Schmalz plädiert in ihrem aktuellen Buch(*) dafür, eine Politik des "Wandels durch Annäherung" zu verfolgen,
wie sie in Vergangenheit bereits erfolgreich war.

(*) Gabriele Krone-Schmalz, Eiszeit, Verlag C.H. Beck, München, 2017.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon zollagent » Fr 13. Jul 2018, 09:17

Das "Drängen in Konfrontationspolitik" geht doch auch mehr von der russischen Hegemoniepolitik aus. Ich hoffe, es ist noch im Bewußtsein, wohin der letzte Versuch einer Appeasement-Politik geführt hat.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon KarlRanseier » Fr 13. Jul 2018, 09:27

zollagent hat geschrieben:(13 Jul 2018, 10:17)

Das "Drängen in Konfrontationspolitik" geht doch auch mehr von der russischen Hegemoniepolitik aus. Ich hoffe, es ist noch im Bewußtsein, wohin der letzte Versuch einer Appeasement-Politik geführt hat.



Bei einem Diskutanten, der einen Panzer als Avatar hat, wundert mich ein solcher Kommentar eher wenig...
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon zollagent » Fr 13. Jul 2018, 09:32

KarlRanseier hat geschrieben:(13 Jul 2018, 10:27)

Bei einem Diskutanten, der einen Panzer als Avatar hat, wundert mich ein solcher Kommentar eher wenig...

Dieser Panzeravatar hat einen anderen Hintergrund. Aber wer ohne Argumente gegen die Botschaft ist, der attackiert den Boten. ;)
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon Custos » Fr 13. Jul 2018, 09:38

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Jul 2018, 05:11)

Armes Amerika wenn sie auf diesen Taschenspieler hereinfallen. Er verwechselt sein Amt mit seiner reality TV Serie. Deshalb immer wieder das Wort "Deal".


AHHHH Achtung Kamera, müssen wir noch etwas warten bis sich jemand die Mühe macht die Fettnäpfen des Donald Trump auszuwerten ? Also bei jeder Gelegenheit hätte Ich eine Kamera oder zumindest einen Voicerekorder laufen so Ich in die Nähe zu Donald Trump kämme
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon zollagent » Fr 13. Jul 2018, 10:14

Wie man's macht, man macht es verkehrt. Wenn die Hillbillies einen Trump wollen, dann werden sie ihn auch behalten. Bildung ist ja nicht mehr gefragt. Auch hier eine leise Sorge um eine Parallele aus den Dreißigern.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 13. Jul 2018, 10:43

zollagent hat geschrieben:(13 Jul 2018, 09:59)

Diese "Freundschaftsverabschiedung" wird die gleiche Qualität haben wie die von Kim Jong Un. Er wird für ein paar unverbindliche und auch nicht ehrlich gemeinte Absichtsworte wichtige Positionen preisgeben und dann per Twitter über sein Verhandlungsgeschick prahlen.


So ist es! Prahlhans Trump ohne Konzept und ohne Integritaet!
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 13. Jul 2018, 11:21

Höchstes Lob vom NATO-Oberbefehlshaber

Deutschland sei ein ganz "exzellenter Alliierter", zweitgrößter Truppensteller, engagiert im Baltikum und in Afghanistan.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 18244.html

Das hört man doch gerne und so macht Bündnissolidarität Spaß.
Der Vier-Sterne-General räumte jedoch ein, dass es Fähigkeitslücken in der Allianz gibt, die es zu schließen gelte.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon KarlRanseier » Fr 13. Jul 2018, 11:52

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Jul 2018, 12:21)

Höchstes Lob vom NATO-Oberbefehlshaber

Deutschland sei ein ganz "exzellenter Alliierter", zweitgrößter Truppensteller, engagiert im Baltikum und in Afghanistan.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 18244.html

Das hört man doch gerne und so macht Bündnissolidarität Spaß.
Der Vier-Sterne-General räumte jedoch ein, dass es Fähigkeitslücken in der Allianz gibt, die es zu schließen gelte.



Die NATO sollte sich auf Verteidigung beschränken. Immer nur Angriffe und Drohungen sorgen nicht gerade für Akzeptanz in der Bevölkerung.

Zwar kann man argumentieren, dass die Meinung der Mehrheit sowieso egal ist, weil man ja nicht über die NATO-Mitgliedschaft abstimmen lässt. Wenn man aber den Bogen überspannt, dann bekommt die Regierung doch Angst, abgewählt zu werden. Prominentestes Beispiel in Deutschland ist der Atomausstieg...

Und für Verteidigung braucht man keine massive Aufrüstung, wie sie von Trump gewünscht wird.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 13. Jul 2018, 12:00

KarlRanseier hat geschrieben:(13 Jul 2018, 12:52)

Die NATO sollte sich auf Verteidigung beschränken. Immer nur Angriffe und Drohungen sorgen nicht gerade für Akzeptanz in der Bevölkerung.

Zwar kann man argumentieren, dass die Meinung der Mehrheit sowieso egal ist, weil man ja nicht über die NATO-Mitgliedschaft abstimmen lässt. Wenn man aber den Bogen überspannt, dann bekommt die Regierung doch Angst, abgewählt zu werden. Prominentestes Beispiel in Deutschland ist der Atomausstieg...

Und für Verteidigung braucht man keine massive Aufrüstung, wie sie von Trump gewünscht wird.

Im Baltikum wird ja verteidigt und in Afghanistan soll eine Unterstützungsmission die Stabilisierung voran bringen.

Verteidigung ist anspruchsvoller als Angriff, daher braucht es auch die Mittel dazu. Der Mut zur Fähigkeitslücke ist eher Leichtsinn.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon Europa2050 » Fr 13. Jul 2018, 12:08

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Jul 2018, 13:00)

Im Baltikum wird ja verteidigt und in Afghanistan soll eine Unterstützungsmission die Stabilisierung voran bringen.

Verteidigung ist anspruchsvoller als Angriff, daher braucht es auch die Mittel dazu. Der Mut zur Fähigkeitslücke ist eher Leichtsinn.


Zweifelsohne werden zur Verteidigung genügend und kompetente Soldaten und geeignetes Material benötigt, und die kosten Geld. Das müsste aber bei einem Bündnis, das aus zwei der drei weltgrößten Wirtschaftseinheiten besteht, auch unter 2% BIP machbar sein.

Viel wichtiger ist es heutzutage, einem potenziellen Aggressor klarzumachen, dass zwischen die Beteiligten des Bündnisses kein Blatt Papier passt.

Und da hapert es bei diversen Egomanen im Präsidentenrang gewaltig ...
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stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon Orbiter1 » Fr 13. Jul 2018, 12:17

Sigmar Gabriel meldet sich auch mal wieder aus dem off und hat gleich einen Vorschlag wie mit Trump umzugehen ist.

"Gabriel mahnte ein stärkeres Auftreten gegenüber Trump an. „Wir dürfen uns keine Illusionen mehr machen. Donald Trump kennt nur Stärke. Dann müssen wir ihm zeigen, dass wir stark sind.“ Die Wahrheit sei: „Wir können nicht mit Trump und nicht ohne die USA. Wir brauchen deshalb eine Doppelstrategie: klare, harte und vor allem gemeinsame europäische Antworten an Trump. Jeder Versuch, ihm entgegen zu kommen, jede Anbiederung führt nur dazu, dass er noch einen Schritt weiter geht. Damit muss Schluss sein.“ Gabriel nannte ein Beispiel für ein Signal der Stärke an Trump: „Wenn er von uns Milliarden zurückfordert für die Militärausgaben der USA, dann müssen wir von ihm Milliarden zurückfordern, die wir für die Flüchtlinge ausgeben müssen, die gescheiterte US-Militärinterventionen zum Beispiel im Irak produziert haben.“ Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/ex- ... 97560.html

Bei dieser Rechnung dürfen wir schon weit über der 2% Marke liegen.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon zollagent » Fr 13. Jul 2018, 12:19

KarlRanseier hat geschrieben:(13 Jul 2018, 12:52)

Die NATO sollte sich auf Verteidigung beschränken. Immer nur Angriffe und Drohungen sorgen nicht gerade für Akzeptanz in der Bevölkerung.

Zwar kann man argumentieren, dass die Meinung der Mehrheit sowieso egal ist, weil man ja nicht über die NATO-Mitgliedschaft abstimmen lässt. Wenn man aber den Bogen überspannt, dann bekommt die Regierung doch Angst, abgewählt zu werden. Prominentestes Beispiel in Deutschland ist der Atomausstieg...

Und für Verteidigung braucht man keine massive Aufrüstung, wie sie von Trump gewünscht wird.

Die Bevölkerung steht allgemein der NATO positiv gegenüber. Ein paar Extremisten von der linken oder rechten Seite meinen zwar, sie seien "das Volk", aber sie sind es nicht. Nur ein paar kleine Splittergrüppchen. Es gab seit dem NATO-Beitritt 1955 wie viele Wahlen in Deutschland? Mal grob über den Daumen gepeilt 17. Bei jeder einzelnen sind auch Parteien angetreten, die die NATO-Mitgliedschaft in Frage stellen. Sie alle blieben erfolglos. Das bedeutet mindestens, daß die NATO-Mitgliedschaft kein Problem ist, das die Deutschen umtreibt, aber auch, daß sie diese Mitgliedschaft wollen. Dein Traum von der Volksabstimmung, die deine Wünsche erfüllen würde, käme nicht in die Realität.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 13. Jul 2018, 12:43

Europa2050 hat geschrieben:(13 Jul 2018, 13:08)

Zweifelsohne werden zur Verteidigung genügend und kompetente Soldaten und geeignetes Material benötigt, und die kosten Geld. Das müsste aber bei einem Bündnis, das aus zwei der drei weltgrößten Wirtschaftseinheiten besteht, auch unter 2% BIP machbar sein.

Viel wichtiger ist es heutzutage, einem potenziellen Aggressor klarzumachen, dass zwischen die Beteiligten des Bündnisses kein Blatt Papier passt.

Und da hapert es bei diversen Egomanen im Präsidentenrang gewaltig ...

Die beiden Häuser des amerikanischen Parlamentes sowie der NATO-Oberbefehlshaber bekunden doch ausdrücklich ihre Bündnissolidarität. Diese Geste angemessen zu erwidern wäre viel wichtiger als sich allein auf Mr. Trump zu konzentrieren.

Das 2-%-Ziel ist erstmals 2002 in Prag beschlossen worden. 2014 ist es nochmals bekräftigt worden, zumal sich die allgemeine Sicherheitslage veränderte.
Richtig ist allerdings, dass die Zahl allein nicht sehr viel aussagt. Nicht die Ausgaben als solche sind entscheidend, sondern die Effizienz. Zwei einsatzfähige U-Boote sind womöglich besser als sechs mit Havarie-Problemen.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon zollagent » Fr 13. Jul 2018, 13:40

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Jul 2018, 13:43)

Die beiden Häuser des amerikanischen Parlamentes sowie der NATO-Oberbefehlshaber bekunden doch ausdrücklich ihre Bündnissolidarität. Diese Geste angemessen zu erwidern wäre viel wichtiger als sich allein auf Mr. Trump zu konzentrieren.

Das 2-%-Ziel ist erstmals 2002 in Prag beschlossen worden. 2014 ist es nochmals bekräftigt worden, zumal sich die allgemeine Sicherheitslage veränderte.
Richtig ist allerdings, dass die Zahl allein nicht sehr viel aussagt. Nicht die Ausgaben als solche sind entscheidend, sondern die Effizienz. Zwei einsatzfähige U-Boote sind womöglich besser als sechs mit Havarie-Problemen.

Es ist Herr Trump, der mit Raufboldmethoden meint, seine Ansichten durchsetzen zu müssen. Und er ist derjenige, der für die USA spricht. Also tut man schon richtig damit, sich "auf ihn zu konzentrieren".

Und auch alle 6 U-Boote wären kein wirklich entscheidender Beitrag.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon unity in diversity » Fr 13. Jul 2018, 13:49

Orbiter1 hat geschrieben:(13 Jul 2018, 13:17)

Sigmar Gabriel meldet sich auch mal wieder aus dem off und hat gleich einen Vorschlag wie mit Trump umzugehen ist.

"Gabriel mahnte ein stärkeres Auftreten gegenüber Trump an. „Wir dürfen uns keine Illusionen mehr machen. Donald Trump kennt nur Stärke. Dann müssen wir ihm zeigen, dass wir stark sind.“ Die Wahrheit sei: „Wir können nicht mit Trump und nicht ohne die USA. Wir brauchen deshalb eine Doppelstrategie: klare, harte und vor allem gemeinsame europäische Antworten an Trump. Jeder Versuch, ihm entgegen zu kommen, jede Anbiederung führt nur dazu, dass er noch einen Schritt weiter geht. Damit muss Schluss sein.“ Gabriel nannte ein Beispiel für ein Signal der Stärke an Trump: „Wenn er von uns Milliarden zurückfordert für die Militärausgaben der USA, dann müssen wir von ihm Milliarden zurückfordern, die wir für die Flüchtlinge ausgeben müssen, die gescheiterte US-Militärinterventionen zum Beispiel im Irak produziert haben.“ Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/ex- ... 97560.html

Bei dieser Rechnung dürfen wir schon weit über der 2% Marke liegen.

Sehr gut and @all:
Germany first, sollte man ruhig wahr werden lassen.
Also, weniger Rüstungsexporte und statt dessen mal die nationale Bundesvolkswehrarmee fit machen.
"Was einmal geschehen, kann man nicht mehr rückgängig machen, darum achte mit wachen Sinnen auf das was kommt."
(Theogenis)
Jetzt habe ich Ossis und Wessis angesprochen, ist es Recht so, @Zollagent?
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 13. Jul 2018, 14:49

SirToby hat geschrieben:(12 Jul 2018, 21:40)

Sehen Sie, genau daran merkt man, dass der seinen Job im Moment sehr gut macht. Wenigstens in meinem Sinne. :)

Er macht seinen Job so daß es der AfD hilft aber nicht der CSU oder CDU oder gar Deutschland.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 13. Jul 2018, 14:52

Alpha Centauri hat geschrieben:(12 Jul 2018, 22:49)

Heute Trump in höchster Form, scheinbar hat er mal kurz Nachgedacht sein eigens Ding zu machen und dann sich als Retter der NATO aufspielen ( fürs heimische Publikum schließlich sind bald Kongresswahlen ) herrlich und überhaupt was soll das Geschwätz von gemeinsamen westlichen Werten??? Der US Präsident ist nicht Politiker sondern Geschäftsmann und ein großer und genialer Geschäftsmann kennt schließlich nur einen Wert: das GELD.


Ein sehr stabiles Genie. Realsatire.
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Re: Trump und die NATO

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 13. Jul 2018, 14:56

Custos hat geschrieben:(13 Jul 2018, 00:19)

Ich hörte die Rede von Herrn Trump, und dachte, hätte Ich Möglichkeit diesen Mann zum Präsidenten zu wählen, Ich würde darüber nachdenken. Doch dann analysierte, und synthetisierte Ich die Rede von Herrn Trump, welcher betreffend die Frage ob die Nato oder USA gezwungen wären Militärisch im Nahen Osten zu intervenieren kurz nachdachte, verneinte, und überschwenkte zu Afrika, wo laut Geheimdienstberichten viel Unrecht geschehe, und Sachen liefen welche ein normaler Bürger und Mensch sich nicht vorstellen könne. Um weiterführend in der Rede auch darauf hinzuweisen, das alle Menschen auf diesem Planeten Frieden sich wünschen, und das sinngemäß der Friede des Krieges bedarf um solchen zu ermöglichen.

Also scheint es mir, das die Administration Trump laut darüber nachdenkt, einem Kontinent welchen die EU Staaten Finanziell und sonstig beabsichtigen zu stabilisieren, mit Waffengewalt zu befrieden. Was soll man zu solchem sagen. Kann natürlich schon wieder ein Fettnäpfchen gewesen sein in welches Herr Trump mit einer Aussage getreten ist. Doch Die Interessen betreffend Ressourcen und Einflussnahme liegen in Afrika klar auf der Hand. ( Stichwort Südafrika ) ( China )

Ich denke das es auch bald eine Internetzensur geben wird, entweder politisch verhängt, oder von den Internetusern selbst auferlegt wenn die ersten Kritischen Blogger welche Russland die USA Syrien oder andere Konfliktherde betreffend Bloggen tot aufgefunden werden.

Fakt ist, Die USA haben vielerorts interveniert, diese Länder liegen allesamt nach Jahrzehnten oftmals noch in Schutt und Asche und sind politisch aufs schwerste destabilisiert.

Ach so und wo wir schon beim Thema sind frage Ich mich ob die NATO den Irak zum Angriffsziel erklärte, und ob die Europäischen Natopartner die USA ersuchten doch mit ihnen in den Irak etwas raufen zu gehen, ....... Dieses liese sich endlos so weiterfragen, doch wofür wenn die Geschichte uns doch die Antwort gibt.

So gesehen wurde das NATO Bündnis noch nie zur Verteidigung benötigt sondern meistens zum Zwecke des Angriffs ( gelegentlich unter Vorgabe fadenscheiniger Gründe ) eingesetzt. Es gab auch berechtigte Interventionen der NATO, Doch nicht jeder Einsatz war legitim, und dies sollte jedem zu denken geben.


Die NATO hat noch nie angegriffen. Das Schlimmste was man ihr vorwerfen kann ist dass die großserbischen Träume Milosevics beendet hat. Diese serbische Politik hat bei uns übrigens zu einer "Asylantenflut" geführt.
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