Kongresswahlen 2018

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Cat with a whip
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Mo 19. Nov 2018, 18:37

In der Breite hat Trump die GOP landesweit über 400 Mandate gekostet. Das ist in Zeiten in denen es in den USA recht gut läuft und sich ein Präsident nicht mehr leistet ausser sich auf den Leistungen des Vorgängers auszuruhen und Lügen zu verbreiten sogar recht Verlust aber auch nicht weiter verwunderlich. Wird in 2 Jahren aber besser werden wenn die GOP noch mehr Mandate verliert.
Zuletzt geändert von Cat with a whip am Mo 19. Nov 2018, 18:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Orbiter1 » Mo 19. Nov 2018, 18:54

Cat with a whip hat geschrieben:(19 Nov 2018, 18:37)

In der Breite hat Trump die GOP landesweit über 400 Mandate gekostet. Das ist in Zeiten in denen es in den USA recht gut läuft und sich ein Präsident nicht leistet ausser sich auf den Leistungen des Vorgängers auszuruhen enorm.
Davon dass sich Trump nur auf den Leistungen von Obama ausruht kann nun wirklich nicht die Rede sein.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Mo 19. Nov 2018, 19:00

Ok, das einzige was er und seine Leute selbst hinbekommen hat ist die Steuern für die Reichsten zu senken, die Korruption auszuweiten und einige Verbesserungen unter Obama zu zerstören. Ansonsten nur Show und Augenwischerei.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Liberty » Mo 19. Nov 2018, 23:55

Pelosi ist wohl am Ende. Zumindest gibt es keine Mehrheit der Demokraten mehr für ihre Wahl zum Speaker. Es sind überwiegend blue dogs, die gegen Pelosi aufbegehren.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Otto.F. » Di 20. Nov 2018, 08:05

Orbiter1 hat geschrieben:(19 Nov 2018, 18:54)

Davon dass sich Trump nur auf den Leistungen von Obama ausruht kann nun wirklich nicht die Rede sein.

Kurz und bündig: doch!
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Orbiter1 » Di 20. Nov 2018, 08:39

Otto.F. hat geschrieben:(20 Nov 2018, 08:05)

Kurz und bündig: doch!
Nein, nach fast 2 Jahren Präsidentschaft macht sich die Handschrift von Trump in der wirtschaftlichen Entwicklung durchaus bemerkbar. Von Obama hat er eine solide Konjunktur geerbt und sie durch eine erhebliche Senkung der Unternehmenssteuern, eine eigentlich unnötig hohe Neuverschuldung von 3,7% des BSP und die Einführung von Strafzöllen weiter massiv angefacht und damit sehr viele Arbeitsplätze geschaffen.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Otto.F. » Di 20. Nov 2018, 09:04

Orbiter1 hat geschrieben:(20 Nov 2018, 08:39)

Nein, nach fast 2 Jahren Präsidentschaft macht sich die Handschrift von Trump in der wirtschaftlichen Entwicklung durchaus bemerkbar. Von Obama hat er eine solide Konjunktur geerbt und sie durch eine erhebliche Senkung der Unternehmenssteuern, eine eigentlich unnötig hohe Neuverschuldung von 3,7% des BSP und die Einführung von Strafzöllen weiter massiv angefacht und damit sehr viele Arbeitsplätze geschaffen.

Was ohne Obama nie gelungen wäre. Verschwiegen werden allerdings die negativen Punkte der Strafzölle gegen die USA selbst.
Neuverschuldung ist auch nichts positives und wird sich eines Tages böse rächen.
Ebenso die künstliche Aufwertung des Dollars durch Freigabe der ungebremsten Börsenspekulationen ergeben ebenfalls kein hoffnungsvolkes Bild, welches auf Nachhaltigkeit hindeuten könnten. Auf diese Weise könnte jedes Land kurzfristig Jobs schaffen, um den Präsidenten verquert zu huldigen um morgen alles wieder 10fach in den Sand zu setzen.
Ich sehe da kein großes Bild welches positiv stimmt.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Orbiter1 » Di 20. Nov 2018, 09:33

Otto.F. hat geschrieben:(20 Nov 2018, 09:04)

Ich sehe da kein großes Bild welches positiv stimmt.
Es ging nicht darum ob das was Trump im Bereich der Wirtschaft unternimmt positiv oder negativ ist, es ging um die Aussage Trump würde nichts leisten und sich auf den Leistungen des Vorgängers ausruhen. Das ist definitiv nicht der Fall.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Di 20. Nov 2018, 10:24

Orbiter1 hat geschrieben:(20 Nov 2018, 08:39)

Nein, nach fast 2 Jahren Präsidentschaft macht sich die Handschrift von Trump in der wirtschaftlichen Entwicklung durchaus bemerkbar. Von Obama hat er eine solide Konjunktur geerbt und sie durch eine erhebliche Senkung der Unternehmenssteuern, eine eigentlich unnötig hohe Neuverschuldung von 3,7% des BSP und die Einführung von Strafzöllen weiter massiv angefacht und damit sehr viele Arbeitsplätze geschaffen.


Soso, was sie nicht alles zu wissen meinen. So nach dem Motto, behaupten kann mans ja mal, bis jemand kommt und sich die Mühe macht die Märchen zu widerlegen.

Die Neuverschuldung wollte Trump übrigens bekämpfen. Stattdessen hat er enorme Anleihen bei der Zukunft genommen. Bald müssen die Steuerzahler mehr für die Schuldentilgung als fürs Militär berappen. Wegen Trumps Steuergeschenke an die Reichen wird sich die Schuldentilgung 2019 gegenüber 2017 um 50% auf 390 Milliarden erhöhen. Unter Obama wurde der Anstieg der Neuverschuldung/GDP auf NULL gebremst, unter Trump hat sich die Rate wieder beschleunigt.

2017 wurden weniger Jobs geschaffen als in JEDEM der 6 Jahre Obama zuvor. 2018 blieb die Zahl der neu geschaffenen Jobs bis Jahresmitte etwas unter dem ersten Halbjahreswert von 2017 zurück. Insbesondere in den großen Unternehmen gab es nach den Steuersenkungen 2018 doppelt so viele Ausstellungen als Neueinstellungen.

Stimuli für die Wirtschaft waren auch Deregulierungen im Arbeitsrecht und Arbeitsschutz zulasten der Beschäftigten.

Tatsächlich konnte die Handelspolitik den weiteren Rückgang bei den 0,03% der wenigen Arbeitsplätze in der Kohle- und Stahlindustrie stoppen. Bei der Kohle ist dies mehr als bedenklich, denn das sind Jobs der Vergangenheit die noch dazu krank machen und der nötige Strukturwandel wird damit nur hinausgezögert. Alle anderen Wirtschaftszweige bekommen die negativen Folgen der Zölle ab. Die Farmer müssen bereits mit Hilfsprogrammen gerettet werden weil sie ihre Sojabohnen nicht mehr exportieren können. Das kommt davon wenn man keine Ahnung von Volkswirtschaft wie Trump hat und nur die Show im Vordergrund steht.

-> Steuersenkungen, Abbau von Arbeitnehmerrechten, Deregulierung beim Umweltschutz und Strafzölle haben nachweislich nur einen marginalen Effekt auf einen kleinen Teilen des Arbeitsmarkt gehabt. Es gibt kein Jobwunder. Die USA haben ohnehin unter Obama nahezu Vollbeschäftigung mit 4-5% Arbeitslosen erreicht. Der niedrigste Stand war Mai 2018 mit 3,8%, geht seit Sommer wieder leicht hoch.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Mi 21. Nov 2018, 00:52

News: Fudge, die zunächst Ansprüche auf den Haussprecher anmeldete und sich bis Thanksgiving entscheiden wollte gibt nun ihre Unterstützeng für Pelosi bekannt.
In konservativen Medien wurde versucht die Partei in der Frage als tief gespalten darzustellen, da man die erfahrene Pelosi eher ungern an der Spitze des pol. Gegners sieht.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Orbiter1 » Mi 21. Nov 2018, 07:50

Cat with a whip hat geschrieben:(20 Nov 2018, 10:24)

Soso, was sie nicht alles zu wissen meinen. So nach dem Motto, behaupten kann mans ja mal, bis jemand kommt und sich die Mühe macht die Märchen zu widerlegen.
Dann widerlegen sie mal die Entwicklung des realen Gross Domestic Product in den USA.

Letztes Obama-Jahr 2016:
Q1 = 1,5%, Q2 = 2,3%, Q3 = 1,9%, Q4 = 1,8%

2017 war noch stark von der Politik Obamas geprägt, deswegen Daten wenig sinnvoll

Zweites Trump-Jahr 2018:
Q1 = 2,2%, Q2 = 4,2%, Q3 = 3,5%

Quelle: https://www.statista.com/statistics/188 ... -the-us/#0

Ob es ihnen passt oder nicht, Trump hat sich nicht auf den Leistungen des Vorgängers ausgeruht sondern die Witschaft durch ein Bündel von Maßnahmen angefacht. Ob diese Maßnahmen nachhaltig sind ist ein anderes Thema.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Otto.F. » Mi 21. Nov 2018, 08:15

Orbiter1 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 07:50)

Dann widerlegen sie mal die Entwicklung des realen Gross Domestic Product in den USA.

Letztes Obama-Jahr 2016:
Q1 = 1,5%, Q2 = 2,3%, Q3 = 1,9%, Q4 = 1,8%

2017 war noch stark von der Politik Obamas geprägt, deswegen Daten wenig sinnvoll

Zweites Trump-Jahr 2018:
Q1 = 2,2%, Q2 = 4,2%, Q3 = 3,5%

Quelle: https://www.statista.com/statistics/188 ... -the-us/#0

Ob es ihnen passt oder nicht, Trump hat sich nicht auf den Leistungen des Vorgängers ausgeruht sondern die Witschaft durch ein Bündel von Maßnahmen angefacht. Ob diese Maßnahmen nachhaltig sind ist ein anderes Thema.

Baut dennoch auf Obama auf. Trump bauscht es lediglich künstlich auf und bläst eine Blase auf, die nicht nachhaltig ist. Keine positive, sondern eine gefährliche Situation. Atlanta kann Lieder davon singen.
Zudem hat auch Obama sich nicht ausgeruht, so hatte dieser eine weit schwierigere Amtszeit und die Reps waren es die sich selbst bei guten Vorhaben aus purer Sturrheit querstellten. Dieses Problem hatte ein Trump nicht.

Und was den Wachstum betrifft, so wird dieser durch Verschuldung glatt aufgefressen und sieht nur auf dem Papier gut aus. Eine Scheinwelt ala Trump.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon odiug » Mi 21. Nov 2018, 08:51

Orbiter1 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 07:50)

Dann widerlegen sie mal die Entwicklung des realen Gross Domestic Product in den USA.

Letztes Obama-Jahr 2016:
Q1 = 1,5%, Q2 = 2,3%, Q3 = 1,9%, Q4 = 1,8%

2017 war noch stark von der Politik Obamas geprägt, deswegen Daten wenig sinnvoll

Zweites Trump-Jahr 2018:
Q1 = 2,2%, Q2 = 4,2%, Q3 = 3,5%

Quelle: https://www.statista.com/statistics/188 ... -the-us/#0

Ob es ihnen passt oder nicht, Trump hat sich nicht auf den Leistungen des Vorgängers ausgeruht sondern die Witschaft durch ein Bündel von Maßnahmen angefacht. Ob diese Maßnahmen nachhaltig sind ist ein anderes Thema.

Kommt darauf an, was da wächst.
Bei einem Krebsgeschwür ist Wachstum auch nicht unbedingt was positives.
Trump hat die Banken, Öl und Gas Industrie von Regularien befreit und das obere eine Prozent mit Steuergeschenken überschüttet.
Das geht eine zeitlang gut,bis zur nächsten Katastrophe ... aber da ist er nicht mehr im Amt und wird über Twitter über alles schimpfen und sich selbst loben.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Senexx » Mi 21. Nov 2018, 08:57

US-ARBEITSMARKTDATEN ÜBERTREFFEN ERWARTUNGEN

9. NOVEMBER 2018/VON REDAKTION

In der vergangenen Woche stand die Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen in den USA im Fokus der Anleger. Demnach wurden im Oktober 250.000 neue Stellen geschaffen, was den Konsens mit 190.000 Stellen deutlich übertraf. Die September-Schwäche wurde damit nahezu vollständig kompensiert. Die Arbeitslosenquote verharrte auf dem 48-Jahres-Tief von 3,7 Prozent. Und auch das Lohnwachstum zog im Oktober an. So stieg die Jahresrate der durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,3 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent und markierte somit ein 9-Jahres-Hoch.


https://www.derassetmanager.de/us-arbei ... wartungen/
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 21. Nov 2018, 11:41

Otto.F. hat geschrieben:(21 Nov 2018, 08:15)

Baut dennoch auf Obama auf. Trump bauscht es lediglich künstlich auf und bläst eine Blase auf, die nicht nachhaltig ist. Keine positive, sondern eine gefährliche Situation. Atlanta kann Lieder davon singen.
Zudem hat auch Obama sich nicht ausgeruht, so hatte dieser eine weit schwierigere Amtszeit und die Reps waren es die sich selbst bei guten Vorhaben aus purer Sturrheit querstellten. Dieses Problem hatte ein Trump nicht.

Und was den Wachstum betrifft, so wird dieser durch Verschuldung glatt aufgefressen und sieht nur auf dem Papier gut aus. Eine Scheinwelt ala Trump.

außerdem hatte obama doch die banken + häuserkrise. die kostete auch geld.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Mi 21. Nov 2018, 16:42

Orbiter1 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 07:50)

Dann widerlegen sie mal die Entwicklung des realen Gross Domestic Product in den USA.

Welche Entwicklung? Ich sehe da nur zwei ausgewählte Jahre. Ihr Beitrag ergibt keinen Sinn.

Übrigens ist das hier off topic, hier gehts um die Wahlen. Machen sie dazu einen neuen thread auf oder benutzen sie einen der bestehenden Stränge.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Mi 21. Nov 2018, 17:36

In Utah ist nun endgültig der District 4 für das US House ausgezählt, Amtsinhaberin Republican Mia Love verlor mit wenigen hundert Stimmen gegen den Demokraten Ben McAdams. Das war übrigens eines der spannendesten Rennen der Wahl bei der die Kontrahenten abwechselnd während der Auszählung in Führung gingen. Die GOP verlor damit auch ihre einzige Schwarze Abgeordnete im House gegen einen weissen männlichen Mormonen, der weniger für Reichenpolitik sondern weiter links und für soziale Verantwortung und mehr Umweltschutz und Einwandererrechte steht. Möglicherweise hatte Love ihr Abstimmungsverhalten beim Versuch ACA zu beschädigen geschadet.

Interessant: Love unterlag 2012 nur knapp dem Demokraten Jim Matheson, gewann schon 2014 den Sitz und baute ihren Vorsprung bei den Kongresswahlen bis einschliesslich 2016 aus. Mia Love sprach sich kurz vor der Wahl 2016 deutlich gegen Trump wegen dessen frauenfeindlicher Haltung aus wie auch andere hochrangige konservative Senatoren in Utah. Die Wähler haben Mia Love das wohl angerechnet und sie mit 12% Mehrheit in den Kongress gewählt, nicht zuletzt wegen ihrer Ankündigungen einer parteiübergreifenden Politik. Doch in 2017 versöhnte sich Mia Love mit Trump und stimmte fast nur auf Parteilinie ab. Das brach ihr dann wohl das Genick.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Do 22. Nov 2018, 02:58

Ein Rennen in California 21 District, der von Hispanics dominiert ist, wird doch noch spannend denn es wird immer enger je mehr Stimmen ausgezählt sind.

Hier muss einer der ersten Trump-Fans der GOP David Valadao um seinen Sitz bangen, den er seit 2012 einem Demokraten abnahm und ihn seitdem mit Wahlergebnissen von 56 bis 58% locker verteidigt. Valadao unterstützte Trump durch fast alle Gesetzgebungen und hat Trump überhaupt nur einmal in dessen Wahlkampf 2016 offen für dessen herablassende Haltung gegenüber Minderheiten kritisiert. Valdao ist Farmer portugisischer Abstammung und fürchtet die negativen Folgen der Ausweitung der Einfuhrzölle für seine Branche und war von Beginn an gegen Trumps Handelskrieg, dessen Erfolg er bezweifelte. Tja, so geht das wenn man Teil der größten Minderheit ist und dann auch noch beruflich Schaden nimmt, nur weil man einen Pakt mit dem Teufel schloss und hoffte dass es schon gutgehen würde. Na vielleicht tut es das ja noch mal, aber auch nur gerade so knapp.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Nomen Nescio » Do 22. Nov 2018, 07:40

1998 schrieb ian kershaw in seinem ersten band »hubris«, eine biographie über hitler
‘Charismatic rule has long been neglected and ridiculed, but apparently it has deep roots and becomes a powerful stimulus once the proper psychological and social conditions are set. The Leader’s charismatic power is not a mere phantasm – none can doubt that millions believe in it.’

                                        Franz Neumann, 1942
q.e.d.

es sagt übrigens auch was über die intelligenz dieser millionen.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon peterkneter » Do 22. Nov 2018, 09:34

Cat with a whip hat geschrieben:(15 Nov 2018, 21:48)

Mittlerweile haben die DEM 233 Sitze sicher, die GOP 200 sicher.

2 Rennen sind noch offen:
Georgia 7 (extrem knappe R Führung mit 0,2% bzw. 533 Stimmen, R Woodall wurde in den Umfragen mit 6% Führung vor der Demokratin Bourdeaux gesehen)
Utah 4 (D Führung mit uneinholbaren 2,4% Abstand, Battleground Race Mia Love vs. Ben Mc Adams)

Läuft also auf 234 (+40) Sitze für DEM und maximal 201 (-40) für GOP hinaus.

Im Vergleich das Modell von Nate Silver, dessen Mittelwerte knapp die DEM unterschätzte:
https://projects.fivethirtyeight.com/20 ... ast/house/


Gut geschätzt. Im Moment steht es 233 (+38) zu 201 (-38) und nur noch New York steht aus.
Das heißt es wird vermutlich 234 (+39) zu 201 (-39) ausgehen.
Laut Medienberichten der größte Zuwachs für Dems seit Watergate.

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