USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

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keinproblem
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon keinproblem » Do 21. Jun 2018, 12:44

Humelix33 hat geschrieben:(21 Jun 2018, 10:33)

Die damaligen Einwanderungswellen waren bedarfsgerecht, und von den USA auch so gewollt. Nur sind die Möglichkeiten eben nicht unendlich, und irgendwann ist eben ein Punkt erreicht, wo man genauer hinschaut, wer dann noch zusätzlich im Land dauerhaft leben kann, und der Gesellschaft auch nützt. Das sollte man eigentlich wissen, wenn man vermeintliche Bildungslücken anprangert.

Es gab schon seit bestehen der USA bedarfsgerechte Einwanderung, die Europäer waren bis ins 20. Jh. nahezu alle und unendlich willkommen, weil die Übersiedler damals NCHT arm waren, sondern genau einen Plan hatten, was sie in der "Neuen Welt" machen wollten, und kompetent waren. Und heute gibt es auch für Europäer hohe Hürden, um sich dort niederlassen zu dürfen, was auch verständlich ist, wer ncht eigenverantwortlich für sein Leben sorgen kann, und in den USA kein Sozialsystem vorfindet, und laut den Gesetzen auch nicht arbeiten darf, der wird nunmal kriminell, und der Arbeitgeber, der die Person beschäftigt, vor allem dann zu einem Hungerlohn, sowieso, wenn diese Leute dann Arbeit finden, ansonsten hat ja nicht jeder einen reichen Cousin in den USA, sonst hätten sie auch andere Wege gehen können, und dann bleibt nur der Ausweg in die Kriminalität, was ja auch der Fall ist.

Und du solltest mal lernen, das es nie um Futterneid geht, sondern um die Konsequenzen ansich, und die Perspektiven, und zwar realistischen Perspektiven, vor allem werden die Ursachen der Gründe für den sicher berechtigten Wunsch nach einem besseren Leben, niemals gelöst werden, wenn alle feige abhauen, statt sich politisch zu engagieren, oder generell für ein besseres Leben zu kämpfen, mit der Argumentation nämlich, würden 5-6 Länder bald überfüllt sein, und selbst verarmt, weil man sich weder die Sozialsysteme, noch sonst irgendwas leisten mehr leisten kann.


Also sollte man die ganzen armen Schlucker an der mexikanisch-amerikanischen Grenze einfach draußen lassen und parallel dazu den wirtschaftlich schwachen Ländern Lateinamerikas noch ihre ganzen Studierten und Fachkräfte abziehen? Selbst wenn man den entscheidenden Punkt der bei so einer Frage aufkommt weglässt, nämlich die moralische Komponente, ist es doch extrem naiv zu glauben man könne die Grenze Jahrzehnte lang gegen eine immer größer (und durch Braindrain immer ärmer) werdende Anzahl von Menschen die endlich auch Wohlstand wollen "schützen".

Den Leuten ist doch völlig Wumpe wie die Arbeitsmarktsituation in den Staaten ist, die haben die Wahl zwischen hier von der Hand in den Mund leben und mit nicht sehr geringer Wahrscheinlichkeit Opfer von einem tödlichen Gewaltverbrechen zu werden oder dort eben das Tellerwäscher-Millionär-Ding durchziehen.

Man kann Menschenströme nicht einfach unterdrücken und auch nicht verhindern, Symptombekämpfung ist meist sogar kontraproduktiv. Die Wurzel des Problems ist der Ort wo man ansetzen sollte, wenn man ein ernsthaftes Interesse daran hat "unter sich" zu bleiben.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon keinproblem » Do 21. Jun 2018, 12:45

Keoma hat geschrieben:(21 Jun 2018, 13:38)

Jetzt müssen wir nur mehr definieren, wer die allgemein gültige Moral festlegt.


Meinst du nicht, die Menschenrechte geben das nicht schon gut genug wieder?
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Tom Bombadil
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon Tom Bombadil » Do 21. Jun 2018, 12:46

Keoma hat geschrieben:(21 Jun 2018, 13:38)

Jetzt müssen wir nur mehr definieren, wer die allgemein gültige Moral festlegt.

Der Geltungsbereich der allgemeingültigen Moral darf auch nicht vergessen werden!
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon Keoma » Do 21. Jun 2018, 12:49

keinproblem hat geschrieben:(21 Jun 2018, 13:45)

Meinst du nicht, die Menschenrechte geben das nicht schon gut genug wieder?


Und die werden auf der ganzen Welt gleich ausgelegt?
Abgesehen vom weitaus engeren Moralbegriff, der kulturell bedingt schon sehr weit differiert.
Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon keinproblem » Do 21. Jun 2018, 12:58

Keoma hat geschrieben:(21 Jun 2018, 13:49)

Und die werden auf der ganzen Welt gleich ausgelegt?
Abgesehen vom weitaus engeren Moralbegriff, der kulturell bedingt schon sehr weit differiert.


Wenn du der Auffassung gibt, dass es sowas wie eine fundamentale Moral die allgemein bei jedem geistig gesunden Menschen gleich ist nicht gibt können wir auch gerne in einem Philosophiestrang darüber diskutieren, solche Sachen finde ich grundsätzlich hoch interessant.

Wie Mord und Vergewaltigung in irgendwelchen indigenen Naturvölkern ausgelegt werden mag hat jetzt aber wie man es auch nimmt nichts mit den Vereinigten Staaten und der Unantastbarkeit der Menschenwürde zutun.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon keinproblem » Do 21. Jun 2018, 12:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(21 Jun 2018, 13:46)

Der Geltungsbereich der allgemeingültigen Moral darf auch nicht vergessen werden!


Erübrigt sich wenn man das ganze Gespräch gelesen hat.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon Keoma » Do 21. Jun 2018, 13:00

keinproblem hat geschrieben:(21 Jun 2018, 13:58)

Wenn du der Auffassung gibt, dass es sowas wie eine fundamentale Moral die allgemein bei jedem geistig gesunden Menschen gleich ist nicht gibt können wir auch gerne in einem Philosophiestrang darüber diskutieren, solche Sachen finde ich grundsätzlich hoch interessant.

Wie Mord und Vergewaltigung in irgendwelchen indigenen Naturvölkern ausgelegt werden mag hat jetzt aber wie man es auch nimmt nichts mit den Vereinigten Staaten und der Unantastbarkeit der Menschenwürde zutun.


Okay, wir bewegen uns schon etwas sehr vom Strangthema weg.
Lassen wir das.
Sonst landen wir sehr schnell beim Vatikan oder der Kairoer Erklärung der Menschenrechte.
Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon Marmelada » Do 21. Jun 2018, 13:04

Keoma hat geschrieben:(21 Jun 2018, 13:49)

Und die werden auf der ganzen Welt gleich ausgelegt?
Abgesehen vom weitaus engeren Moralbegriff, der kulturell bedingt schon sehr weit differiert.
Außer in diesem Strang habe ich keine positiven Reaktionen auf die Kindertrennung und Käfighaltung mitbekommen. Folglich muss der Moralbegriff der Trumpisten den einer kulturellen Minderheit abbilden.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon sünnerklaas » Do 21. Jun 2018, 13:44

Alpha Centauri hat geschrieben:(21 Jun 2018, 11:47)

Trump hat eingelenkt und die Praxis Kinder von ihren Familien zu trennen per Dekret zurück genommen, der Widerstand ( auch innerhalb der Republikaner) gegen diese Praxis war scheinbar selbst für " THE DONALD" zu groß.


Man könnte es auch so bezeichnen: Trump hat seinen Justizminister Sessions gezwungen, ihn öffentlich als Gott anzuerkennen. :D
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon zollagent » Do 21. Jun 2018, 13:54

Humelix33 hat geschrieben:(21 Jun 2018, 10:33)

Die damaligen Einwanderungswellen waren bedarfsgerecht, und von den USA auch so gewollt. Nur sind die Möglichkeiten eben nicht unendlich, und irgendwann ist eben ein Punkt erreicht, wo man genauer hinschaut, wer dann noch zusätzlich im Land dauerhaft leben kann, und der Gesellschaft auch nützt. Das sollte man eigentlich wissen, wenn man vermeintliche Bildungslücken anprangert.

Es gab schon seit bestehen der USA bedarfsgerechte Einwanderung, die Europäer waren bis ins 20. Jh. nahezu alle und unendlich willkommen, weil die Übersiedler damals NCHT arm waren, sondern genau einen Plan hatten, was sie in der "Neuen Welt" machen wollten, und kompetent waren. Und heute gibt es auch für Europäer hohe Hürden, um sich dort niederlassen zu dürfen, was auch verständlich ist, wer ncht eigenverantwortlich für sein Leben sorgen kann, und in den USA kein Sozialsystem vorfindet, und laut den Gesetzen auch nicht arbeiten darf, der wird nunmal kriminell, und der Arbeitgeber, der die Person beschäftigt, vor allem dann zu einem Hungerlohn, sowieso, wenn diese Leute dann Arbeit finden, ansonsten hat ja nicht jeder einen reichen Cousin in den USA, sonst hätten sie auch andere Wege gehen können, und dann bleibt nur der Ausweg in die Kriminalität, was ja auch der Fall ist.

Und du solltest mal lernen, das es nie um Futterneid geht, sondern um die Konsequenzen ansich, und die Perspektiven, und zwar realistischen Perspektiven, vor allem werden die Ursachen der Gründe für den sicher berechtigten Wunsch nach einem besseren Leben, niemals gelöst werden, wenn alle feige abhauen, statt sich politisch zu engagieren, oder generell für ein besseres Leben zu kämpfen, mit der Argumentation nämlich, würden 5-6 Länder bald überfüllt sein, und selbst verarmt, weil man sich weder die Sozialsysteme, noch sonst irgendwas leisten mehr leisten kann.

Das Gekreische, "wir können das nicht verkraften" ist nichts weiter als verlogen. Genau, wie deine Vorstellungen, wie die Einwanderer früher in den USA gestellt waren. Da kamen überwiegend Menschen mit dem, was sie am Leibe trugen, keine Millionäre. Gerade die Aussiedler aus Deutschland hatten als einzigen Plan "Weg hier, überall ist es besser". Menschen, die vor Not fliehen, als "Feiglinge" darstellen zu wollen, ist eine der Diffamierungs-Taktiken, mit denen manche politischen Gruppierungen arbeiten. "Politisch engagieren" kann man, wenn man überleben kann. So lange man täglich ums Überleben kämpfen muß, ist das eine unerfüllbare Forderung.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon zollagent » Do 21. Jun 2018, 13:56

Marmelada hat geschrieben:(21 Jun 2018, 14:04)

Außer in diesem Strang habe ich keine positiven Reaktionen auf die Kindertrennung und Käfighaltung mitbekommen. Folglich muss der Moralbegriff der Trumpisten den einer kulturellen Minderheit abbilden.

Nicht nur der Trumpisten. Man sehe sich die Ansichten dazu von einigen unserer rechten Kumpels hier an. Sorry, ich kämpfe wieder mit dem Frühstück von vorgestern, angesichts solcher Aussagen.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon Marmelada » Do 21. Jun 2018, 14:14

zollagent hat geschrieben:(21 Jun 2018, 14:56)

Nicht nur der Trumpisten. Man sehe sich die Ansichten dazu von einigen unserer rechten Kumpels hier an. Sorry, ich kämpfe wieder mit dem Frühstück von vorgestern, angesichts solcher Aussagen.
Ich weiß, die waren bei "Trumpisten" diplomatisch-euphemistisch inkludiert. Die absolute Meinungsfreiheit hat hier ja Schlagseite.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon becksham » Do 21. Jun 2018, 15:21

Alpha Centauri hat geschrieben:(21 Jun 2018, 11:47)

Trump hat eingelenkt und die Praxis Kinder von ihren Familien zu trennen per Dekret zurück genommen, der Widerstand ( auch innerhalb der Republikaner) gegen diese Praxis war scheinbar selbst für " THE DONALD" zu groß.

Aber - wie heute früh berichtet wurde - nur für die Zukunft. Die Kinder, die bisher schon getrennt wurden, kriegen ihr eigenes Verfahren, das wahrscheinlich länger dauert, als das der Eltern. Das ist doch auch großer Mist.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon Humelix33 » Do 21. Jun 2018, 16:40

keinproblem hat geschrieben:(21 Jun 2018, 13:44)

Also sollte man die ganzen armen Schlucker an der mexikanisch-amerikanischen Grenze einfach draußen lassen und parallel dazu den wirtschaftlich schwachen Ländern Lateinamerikas noch ihre ganzen Studierten und Fachkräfte abziehen? Selbst wenn man den entscheidenden Punkt der bei so einer Frage aufkommt weglässt, nämlich die moralische Komponente, ist es doch extrem naiv zu glauben man könne die Grenze Jahrzehnte lang gegen eine immer größer (und durch Braindrain immer ärmer) werdende Anzahl von Menschen die endlich auch Wohlstand wollen "schützen".


Nun, dürfen die Menschen bei entsprechender Eignung entscheiden, wohin sie wollen oder nicht? Für dich auch nochmal ganz ausführlich zum Verstehen, die sogenannten wohlhabenden Länder haben auch mal für diese Bezeichnung gekämpft, sogar Opfer gebracht, das Mindeste, was man von Interessierten von Außerhalb erwarten muss ist eine Eignung, sich in die Gesellschaft so einzubringen, das es kaum auffällt, und nicht eine sozial schwache Schicht zu vergrößern, die Probleme bereitet, wo jedes Land schon mit den eigenen Landsleuten zu kämpfen hat, und nicht immer hat der böse Kapitalismus die Schuld.

keinproblem hat geschrieben:(21 Jun 2018, 13:44)
Den Leuten ist doch völlig Wumpe wie die Arbeitsmarktsituation in den Staaten ist, die haben die Wahl zwischen hier von der Hand in den Mund leben und mit nicht sehr geringer Wahrscheinlichkeit Opfer von einem tödlichen Gewaltverbrechen zu werden oder dort eben das Tellerwäscher-Millionär-Ding durchziehen.

Man kann Menschenströme nicht einfach unterdrücken und auch nicht verhindern, Symptombekämpfung ist meist sogar kontraproduktiv. Die Wurzel des Problems ist der Ort wo man ansetzen sollte, wenn man ein ernsthaftes Interesse daran hat "unter sich" zu bleiben.


Wie schon vorher erwähnt ist dein Motto also "Kommt ins gemachte Nest, auch egal, wieviele." Das ist ein äußerst respektloses Verhalten gegenüber der Generation(en), die für die aktuellen Verhältnisse auch bei uns gekämpft hat, der Wohlstand fiel nicht vom Himmel. Das hat bei uns auch lange gedauert, und viele Kriege, viele Notsituationen, viele Reformen und Opfer gebraucht. Und ich respektiere und verneige mich vor den Menschen vor Ort, die genau diese Opfer bereit sind zu bringen um für einen besseren Lebensstandart in ihrer Heimat zu kämpfen, statt sich in anderen Ländern, auch noch ohne Qualifikation, in das bequemere Leben zu stürzen.

Und aus dem Grund sind jegliche Grenzkontrollen und Zurückweisungen absolut in Ordnung, und notfalls, falls die Leute rebellisch werden, muss man auch zu harten Maßnahmen greifen, bis sie es kapieren. Weil dieses Abhauen und Weigerung selber in der Heimat etwas zu bewirken, das ist asozial, vor allem gegenüber den eigenen Leuten, die nicht weggehen wollen und vor allem nicht weggehen können.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon keinproblem » Do 21. Jun 2018, 19:13

Humelix33 hat geschrieben:(21 Jun 2018, 17:40)

Nun, dürfen die Menschen bei entsprechender Eignung entscheiden, wohin sie wollen oder nicht? Für dich auch nochmal ganz ausführlich zum Verstehen, die sogenannten wohlhabenden Länder haben auch mal für diese Bezeichnung gekämpft, sogar Opfer gebracht, das Mindeste, was man von Interessierten von Außerhalb erwarten muss ist eine Eignung, sich in die Gesellschaft so einzubringen, das es kaum auffällt, und nicht eine sozial schwache Schicht zu vergrößern, die Probleme bereitet, wo jedes Land schon mit den eigenen Landsleuten zu kämpfen hat, und nicht immer hat der böse Kapitalismus die Schuld.



Wie schon vorher erwähnt ist dein Motto also "Kommt ins gemachte Nest, auch egal, wieviele." Das ist ein äußerst respektloses Verhalten gegenüber der Generation(en), die für die aktuellen Verhältnisse auch bei uns gekämpft hat, der Wohlstand fiel nicht vom Himmel. Das hat bei uns auch lange gedauert, und viele Kriege, viele Notsituationen, viele Reformen und Opfer gebraucht. Und ich respektiere und verneige mich vor den Menschen vor Ort, die genau diese Opfer bereit sind zu bringen um für einen besseren Lebensstandart in ihrer Heimat zu kämpfen, statt sich in anderen Ländern, auch noch ohne Qualifikation, in das bequemere Leben zu stürzen.

Und aus dem Grund sind jegliche Grenzkontrollen und Zurückweisungen absolut in Ordnung, und notfalls, falls die Leute rebellisch werden, muss man auch zu harten Maßnahmen greifen, bis sie es kapieren. Weil dieses Abhauen und Weigerung selber in der Heimat etwas zu bewirken, das ist asozial, vor allem gegenüber den eigenen Leuten, die nicht weggehen wollen und vor allem nicht weggehen können.


Länder bringen keine Opfer, sondern Menschen, Gesellschaften bringen Opfer. Mal so ganz nebenbei, wir haben keinen Verdienst daran, was die Generationen vor uns für den aktuellen Wohlstand geleistet haben. Aber das wäre wohl ein Thema für sich, worauf ich hinaus will ist, dass es auch mit der von dir beschriebenen "Stammesattitüde" klüger ist die Menschen nicht mit Knüppel und Taser von der Grenze fernzuhalten.

Ich versuche es so zu erläutern:

Wenn du nur qualifizierte Immigranten aufnimmst, wird der Großteil der Qualifizierten im armen Land zu dir kommen. So weit so gut.

Wenn im armen Land die ganzen Qualifizierten fehlen, nimmt die Wirtschaft langsamer oder gar nicht Fahrt auf. Betrifft uns erst mal nicht (wenn man moralische Gesichtspunkte außen vor lässt).

Wenn das Land also weiterhin arm bleibt, während deine Wirtschaft floriert, wird die Alterspyramide dort immer flacher.

Wenn die ganzen jungen armen Leute immer mehr werden aber die Arbeitsplätze nicht nimmt die Kriminalität und Verwahrlosung zu.

Einige Unqualifizerte werden sich bereits auf den Weg gemacht haben in dein Utopia rein zukommen, können aber im Großen und Ganzen ab- oder ausgewiesen werden.

Die Lage im armen Land wird nicht mehr besser und es gibt jedes Jahr tausende neue Münder die gefüttert werden müssen. Spätestens wenn die unmittelbare Furcht vor Hunger eintritt, beginnt die Massenmigration.

Zig Millionen arme Leute stehen vor der Haustür deines Landes und wollen auch was vom Kuchen. Ob du das gerecht findest oder nicht spielt dann keine Rolle.

Dann kannst du dir aussuchen ob du wie in einem Zombie Videospiel dein Glück versuchst und diese ganzen Leute totschießt damit sie nicht reinkommen, oder ob du nachgibst.


Mein Vorschlag wäre, in besagtem Land lukrative Investitionen (mit Einbindung der Qualifizierten) zu tätigen. Wie genau das in welcher Branche dann genau aussehen soll kann man ausdiskutieren. Wenn man nicht des Gewinns wegen (der eventuell geringer sein mag als die Qualifizierten einfach abzuziehen) investiert, dann doch zumindest zum Selbstschutz.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 22. Jun 2018, 10:22

keinproblem hat geschrieben:(21 Jun 2018, 13:44)

Also sollte man die ganzen armen Schlucker an der mexikanisch-amerikanischen Grenze einfach draußen lassen und parallel dazu den wirtschaftlich schwachen Ländern Lateinamerikas noch ihre ganzen Studierten und Fachkräfte abziehen? Selbst wenn man den entscheidenden Punkt der bei so einer Frage aufkommt weglässt, nämlich die moralische Komponente, ist es doch extrem naiv zu glauben man könne die Grenze Jahrzehnte lang gegen eine immer größer (und durch Braindrain immer ärmer) werdende Anzahl von Menschen die endlich auch Wohlstand wollen "schützen".

Den Leuten ist doch völlig Wumpe wie die Arbeitsmarktsituation in den Staaten ist, die haben die Wahl zwischen hier von der Hand in den Mund leben und mit nicht sehr geringer Wahrscheinlichkeit Opfer von einem tödlichen Gewaltverbrechen zu werden oder dort eben das Tellerwäscher-Millionär-Ding durchziehen.

Man kann Menschenströme nicht einfach unterdrücken und auch nicht verhindern, Symptombekämpfung ist meist sogar kontraproduktiv. Die Wurzel des Problems ist der Ort wo man ansetzen sollte, wenn man ein ernsthaftes Interesse daran hat "unter sich" zu bleiben.


Deinen Ausführungen kann ich eins zu eins zustimmen.was dass Braintrain betrifft ,du sprichst hier einen zentralen Punkt an dieser Problematik ( Wohlstandsgefälle (Nord / Süd), von der moralischen Komponente ganz zu schweigen,. An den Flüchtlingströmen tragen die reichen Länder durch eben ihr geopolitisches wie ökonomisches Handeln eine gehörige Mitschuld.
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon zollagent » Fr 22. Jun 2018, 10:24

Alpha Centauri hat geschrieben:(22 Jun 2018, 11:22)

Deinen Ausführungen kann ich eins zu eins zustimmen.was dass Braintrain betrifft ,du sprichst hier einen zentralen Punkt an dieser Problematik ( Wohlstandsgefälle (Nord / Süd), von der moralischen Komponente ganz zu schweigen,. An den Flüchtlingströmen tragen die reichen Länder durch eben ihr geopolitisches wie ökonomisches Handeln eine gehörige Mitschuld.

Was einen Herrn Trump mit seinen beim Pöbel gut ankommenden Stammtischparolen nicht anficht. :mad2:
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon Schnitter » Fr 22. Jun 2018, 16:45

Warum ist Trump eigentlich mit einer Wohlstandsmigrantin zusammen ? :D
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon zollagent » Fr 22. Jun 2018, 16:56

Schnitter hat geschrieben:(22 Jun 2018, 17:45)

Warum ist Trump eigentlich mit einer Wohlstandsmigrantin zusammen ? :D

Wegen seinem berühmten Griff?
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Re: USA: 2000 Kinder brutal von ihren Ausländereltern getrennt

Beitragvon Neandertaler » Fr 22. Jun 2018, 20:16

keinproblem hat geschrieben:(21 Jun 2018, 20:13)

Die Lage im armen Land wird nicht mehr besser und es gibt jedes Jahr tausende neue Münder die gefüttert werden müssen. Spätestens wenn die unmittelbare Furcht vor Hunger eintritt, beginnt die Massenmigration.

auch in den Armen Ländern ist Überernährung nicht Hunger das gesundheitliche. (Haupt) Problem.
Ich kann mir nicht verkneifen spöttisch anzumerken willkommen im 21 Jahrhundert.

Dann kannst du dir aussuchen ob du wie in einem Zombie Videospiel dein Glück versuchst und diese ganzen Leute totschießt damit sie nicht reinkommen, oder ob du nachgibst.

Ich glaube nicht das Länder wie Japan Südkorea oder Saudi Arabien an ihren Grenzen Einwanderer erschießen. Ich habe auch nichts davon gehört das an der deutschen Grenze Kosovaren erschossen werden seitdem man das Kosovo zum sicheren Herkunftsland erklärt hat.
Fehlt die Aufnahmebereitschaft, einhergehend mit Rundumversorgung besser als im Heimatland (D) oder zumindest die Chance auf Job besser bezahlt als Zuhause (illegalen USA) brechen die Migrationsströme zusammen. Migranten sind keine Lemininge oder Zombies sondern durchaus rational handelnde Menschen.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.

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