Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon relativ » Mi 23. Mai 2018, 12:57

DarkLightbringer hat geschrieben:(23 May 2018, 13:50)

Die gemeinsame Linie in den Sanktionen gegen Russland hat man hinbekommen, immerhin.
Sodann war da dieser Vergeltungsschlag zum Chemiewaffeneinsatz, das Engagement in der Anti-Terror-Allianz usw.

Einen Nahost-Plan scheint es aber nicht zu geben und die fixe Idee, Sanktionen als Blockadebrecher zu unterlaufen, ist fast schon irre.

Mal ein fiktive Vorstellung für dich.
"Nehmen wir an, Russland/USA und die EU haben keine Lust mehr auf Sanktionen. Sie einigen sich darauf, daß Russland sich aus der Ostukraine zurückzieht und lockert die Sanktionen mit einen Vertrag, der die Maßnahmen zur überwachung im Donbas regelt.
Jetzt kommt nach einen Jahr der Trump und sagt, alles Kacke ich will auch das die Krim dazu kommt und kündigt den Vertrag. Vorrauf alles vorherig verhandelte obsolet wird.
Würde dir dieses Risiko, die einsame Entscheidung eines Trump (klar ist die Ukraine hätte er auf seiner Seite) Wert sein?"
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 23. Mai 2018, 13:26

relativ hat geschrieben:(23 May 2018, 13:57)

Mal ein fiktive Vorstellung für dich.

So ganz real hat Russland das Budapester Memorandum gebrochen.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon relativ » Mi 23. Mai 2018, 13:37

Tom Bombadil hat geschrieben:(23 May 2018, 14:26)

So ganz real hat Russland das Budapester Memorandum gebrochen.

Und?
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 23. Mai 2018, 13:41

Tom Bombadil hat geschrieben:(22 May 2018, 17:42)

Okay:
Militärgelände sind nicht ausgenommen. Iran kann aber durch Widerspruch eine Inspektion bis zu 24 Tage hinauszögern.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 02441.html

Wie oft wurden Militärgelände kontrolliert? Wie oft hat der Iran Widerspruch eingelegt?

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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 23. Mai 2018, 13:44

JJazzGold hat geschrieben:(22 May 2018, 17:45)

Finde ich immer wieder amüsant, dass die Aufkündigung des Atomwsffensperrvertrags durch den Iran nonchalent akzeptiert wird, aber über Trumps Aufkündigung des Atomvertrags Krokodilstränen vergossen werden.
Wo genau liegt denn da der Unterschied? Beide haben sich als vertragsbrüchig erwiesen.

Nö. Die Aufkündigung des Sperrvertrages gibt es nicht. Du verbreitest alternative Fakten. Nicht zum ersten mal.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 23. Mai 2018, 13:47

relativ hat geschrieben:(23 May 2018, 14:37)

Und?

Genau :D Aber bei Trump wird Zeter und Mordio geschrieen, wenn der einen kündbaren Vertrag kündigt :dead:
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 23. Mai 2018, 13:47

Alter Stubentiger hat geschrieben:(23 May 2018, 14:41)

Verrate du es mir. Du weißt es offensichtlich. Ich nicht.

Würde ich es wissen, würde ich nicht fragen.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon JJazzGold » Mi 23. Mai 2018, 13:52

Alter Stubentiger hat geschrieben:(23 May 2018, 14:44)

Nö. Die Aufkündigung des Sperrvertrages gibt es nicht. Du verbreitest alternative Fakten. Nicht zum ersten mal.


Als was bezeichnen Sie es, wenn der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hat und Jahre später verkündet, Nuklearwaffen entwickeln zu wollen? Als Einhaltung des Vertrags?
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 23. Mai 2018, 13:54

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 May 2018, 17:48)

Die Italiener sind mal massiv gegen die Mafia vorgegangen. Und in Chicago konnte letztlich sogar Al Capone dingfest gemacht werden, obwohl so gut wie alle lokalen Komponenten bestochen waren.

Die genauen Zahlen, wieviel der Iran zur Terrorismusförderung ausgibt, müsste man raussuchen.
Aber sagen wir mal so, jedes Milliärdchen ist eines zu viel.


Halten wir mal fest. Ohne Iraner wird es weiter Terrororganisationen geben. Die haben bereits in der Vergangenheit den Verlust von Geldgebern (DDR oder UDSSR) locker verkraftet. Und darum bringt es nichts jetzt den Ausstieg aus dem Atomvertrag mit einer Terrorunterstützung der Iraner zu begründen.

Das Problem der Terrorunterstützung ist ein Thema für sich dass man seperat verhandeln muß. Und es nutzt auch nichts dies nur mit dem Iran zu tun. Von Erdogan über Katar bis hin zu den Saudis unterstützen alle den Terrorismus wo er ihnen nützlich erscheint. Und wenn den Terroristen das Geld ausgeht verschwinden sie nicht einfach. Sie erwirtschaften ihr eigenes Geld.Wie? Das habe ich schon beschrieben. Wenn es dir wirklich um die Sache ginge müßtest du die Sache eben völlig anders angehen. Aber dass ist schwierig und kompliziert, ja vielleicht unlösbar. Also präsentierst du uns Tag für Tag die einfache Lösung. Einer ist schuld und alle anderen werden ausgeblendet. Fertig.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon relativ » Mi 23. Mai 2018, 13:55

JJazzGold hat geschrieben:(23 May 2018, 14:52)

Als was bezeichnen Sie es, wenn der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hat und Jahre später verkündet, Nuklearwaffen entwickeln zu wollen? Als Einhaltung des Vertrags?

Wie ich schon schrieb , wenn man den Kontext dahinter nicht sehen will. Dann wird aus dem Iran natürlich schnell das Reich des Bösen. :x
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 23. Mai 2018, 13:58

JJazzGold hat geschrieben:(23 May 2018, 14:52)

Als was bezeichnen Sie es, wenn der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hat und Jahre später verkündet, Nuklearwaffen entwickeln zu wollen? Als Einhaltung des Vertrags?

Der Vertrag wurde nicht gekündigt. Der Iran hat keine Atomwaffen. Der Iran hat das Programm beendet bevor es überhaupt zu greifbaren Ergebnissen führen konnte. Das sind die Fakten. Halte dich daran.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Vongole » Mi 23. Mai 2018, 14:08

Alter Stubentiger hat geschrieben:(23 May 2018, 14:58)

Der Vertrag wurde nicht gekündigt. Der Iran hat keine Atomwaffen. Der Iran hat das Programm beendet bevor es überhaupt zu greifbaren Ergebnissen führen konnte. Das sind die Fakten. Halte dich daran.


Warum hat dann der deutsche Verfassungschutz Erkenntnisse, dass Iran versucht, Material zu erwerben, das dem Bau von Nuklearsprengköpfen dient?

Selbst die deutschen Sicherheitsbehörden beobachten seit Jahren das Vorgehen des Mullah-Regimes in Teheran. So berichtete der Tagesspiegel im Sommer 2016, im Jahr nach Inkrafttreten des Atomabkommens mit dem Iran: „Der Verfassungsschutz hat gravierende Erkenntnisse, dass der Iran weiter mit aller Macht versucht, Material zu erwerben, das für den Bau von Atomsprengköpfen und Trägerraketen verwandt werden kann.“ Deshalb erklärte es der Verfassungsschutz auch zu seinen Schwerpunkten, die Beschaffung und Weitergabe von Technik für Massenvernichtungswaffen insbesondere an den Iran abzuwehren.

https://www.tagesspiegel.de/politik/rev ... ook.com%2F
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 23. Mai 2018, 14:09

relativ hat geschrieben:(23 May 2018, 13:32)

Nicht im Kontext deiner Aussage.
Triff doch einfach eine Klaraussage, dann tun wir uns in der Interpretation dessen, was du meinst, leichter.

Du hast doch von der USA geschrieben :?: :D

Die USA macht eigenständig Gesetze, so wie jeder Rechtsstaat.
Es bedeutet nicht, dass man Atomraketen auf Europa richten möchte.

Also Zynismus kannst du auch, dann bilden sich die Leute die Bomben und ganze Flüchtlingswellen also einfach nur ein? Die GI`s am Boden und die US Flugzeuge in der Luft, alles Fiktion? Die russen die den Mörder Assad unterstützen nicht zu vergessen saudi arabien die sich auf Kosten der Menschen einen rücksichtslosen Machtkampf mit dem Iran um die Vorherrschaft leisten. Sanktionen noch und nöcher über Jahrzehnte. Keine Änderung bzw. kaum Bewegung, wenn dann ein Schritt vor , aber beim nächsten Pups wieder zwei Schritte zurück. Alos ich glaube ehrlich nicht, daß es Trump noch um Sanktionen geht, womit er glaubt Erfolg zu haben. Es geht hier eher darum was Bush in Irak versucht hat. Betonung liegt auf den Versuch. Wie hart der gescheitert ist wissen wir ja heutzutage. Wobei ich hier sogar noch gute Absicht unterstelle, was ja nicht jederman tun würde. ;)

Der Irak ist eine andere Geschichte, so weit es sich auf frühere Jahrzehnte bezieht. Aktuell wird ein Ende des iranisch-destruktiven Engagements im Irak gefordert.

Sorry, wenn ich deiner interpretation der chronologischen Abfolge nicht folgen kann und schon gar nicht deine Schlüsse daraus.
Ich weiss nicht welche kolonialen Schlüsse du aus dem Verhalten des Iran ziehst, aber mit Sicherheit sind es die Falschen.

Teheran fordert Garantien für den Geldfluß, binnen 60 Tagen.
Alternativ steht die Drohung im Raum, das Atomprogramm wieder zu starten.
In kritischer Würdigung würde ich das als nukleare Nötigung bezeichnen, in Ergebenheit könnte man es aber auch als "Emanzipation" oder sonstwie bezeichnen.

nunja du kannst ja mal die alternativen für hartnäckige Diplomatie und wirtschaftliche Beziehungen nennen. Ich Wette du sagst gleich Sanktionen die haben ja shcon immer gewirkt. :D
Oder doch lieber Krieg :?:

Diplomatie und Handelsbeziehungen sind Instrumente, kein Ziel an sich.
Die 5 Primärziele müssen sein, den Iran (in seiner gegenwärtigen Form) einzudämmen, Terrorismus effektiv zu bekämpfen, die Verbreitung von ABC-Waffen zu verhindern, den Zivilbevölkerungen ein sicheres Leben zu ermöglichen und schließlich den Völkern eine stabile Mitbestimmung in Fragen der Regierungsbildung zu gewährleisten.
Wenn diese Ziele erreicht werden, dann ist der Endzustand das, was man als Stabilität bezeichnen kann.

Kriegsrethorik die wir aus dem Irak Krieg kennen. Dummerweise hat sich davon kein Terrorist abschrecken lassen.

...Eindämmungsrhetorik. Wenn Terroristen nicht finanziert werden können oder sie zurück gezogen werden - etwa aus dem Irak - beschränkt das natürlich deren Operationsfähigkeit.
Etwaig verbleibende "Hobby-Reste" können durch robuste Maßnahmen neutralisiert werden.

Wenn man ständig massiven Einfluss nimmt , entscheidet das Volk schon gar nicht mehr selber. Waffenlieferungen, Geldlieferungen, Machspielchen, Einflussbereiche ect.pp. alles hat das Elend in Nahost eher verschärft . Immer wenn der Westen und andere Dritte sich eingemischt haben wurde es eher schlimmer und nicht besser. Die eigentlich zu erwartende Refelxtion aus diesen Versagen, bleibt immer noch aus. Die Trockenlegung der Finanzierung des Terros.Sehr schönen Schlagwort, nicht neu, aber immerhin.
Die hört offensichtlich wohl meist da auf , wo sie unerwarteterweise bei einem ortlich Verbündeten endet. :D

Das innere Problem im Iran sind die Revolutionswächter, ansonsten wäre eine Volkserhebung einfacher, klar.
Wer für gute Geschäfte mit dem Regime eintritt, nimmt ja Einfluß und verschärft das "Elend". Die zitierte Kritik ist an die Deal-Willigen und die Bilderbuch-Fraktion zu richten.
Schließlich ist die Stützung des Regimes auch eine Einmischung, ein Spielchen, eine Geldversorgung usw.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon JJazzGold » Mi 23. Mai 2018, 14:11

relativ hat geschrieben:(23 May 2018, 14:55)

Wie ich schon schrieb , wenn man den Kontext dahinter nicht sehen will. Dann wird aus dem Iran natürlich schnell das Reich des Bösen. :x



Ich sehe einen unterschriebenen Vertrag.
Ich nehme die mehrfachen Ankündigungen dagegen verstoßen zu wollen zur Kenntnis, die 1995 mit Busher begannen.
Ich nehme zur Kenntnis, dass ein neuer Vertrag geschlossen werden soll und frage weshalb, wenn ein unterzeichneter Atomwaffensperrvertrag vorliegt.

Wie sieht Ihr Kontext aus?
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon JJazzGold » Mi 23. Mai 2018, 14:15

Alter Stubentiger hat geschrieben:(23 May 2018, 14:58)

Der Vertrag wurde nicht gekündigt. Der Iran hat keine Atomwaffen. Der Iran hat das Programm beendet bevor es überhaupt zu greifbaren Ergebnissen führen konnte. Das sind die Fakten. Halte dich daran.


Wie erwartet, keine Antwort auf meine Frage.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 23. Mai 2018, 14:21

relativ hat geschrieben:(23 May 2018, 13:41)

Total selbstlose Mitspieler versteht sich. :)
Es ist nicht der Sinn von Nationen, "selbstlos" zu sein.
Natürlich geht es um vitale Sicherheitsinteressen. Selbstverteidigung ist keine Charity-Veranstaltung, das ist im Privaten auch so.

Na klar, erstmal schön seine Verbündeten vorführen und dann ihnen anbieten sich einzubringen. Herrlich, so ein moderner Ansatz der Zusammenarbeit.
Dann sollen sie halt alleine, sagen doch eh häufiger (wenn ihnen z.B. eine demokratische UN Entscheidung mal wieder missfällt) das sie es alleine besser können und andere nur ein Klotz am bein. Ich würde mich da jetzt auch nicht vordrängeln.

Man hat immer miteinander gesprochen. Die Kritik am Atomabkommen ist mindestens drei Jahre alt.

AM Pompeo hat das seinige gesagt, jetzt läge es doch an GB, FR und DE ihrerseits die Dialogbereitschaft zu signalisieren. Wenigstens in einem Nebensatz.
Anm.: Ich rede von diesen Tagen, der Jetztzeit (nur, weil du anscheinend so gern über den Irak der 1980-er oder 90-er sprichst).

Vertragstreue um Vertrauen aufzubauen. :?

;)
Toller Plan. Die Mullahs müssen uns vertrauen, damit sie in Ruhe den Nahen Osten kriegerisch umgestalten können.
Das wäre so, als ob man sagte, lieber Hitler, mach, was du willst, aber vertraue uns, wir tun ja nichts. So viel Naivität hätte aber vermutlich Hitler erst recht
misstrauisch werden lassen, glaubt ja kein Mensch, nicht mal ein Monster.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon relativ » Mi 23. Mai 2018, 14:22

JJazzGold hat geschrieben:(23 May 2018, 15:11)

Ich sehe einen unterschriebenen Vertrag.
Ich nehme die mehrfachen Ankündigungen dagegen verstoßen zu wollen zur Kenntnis, die 1995 mit Busher begannen.
Ich nehme zur Kenntnis, dass ein neuer Vertrag geschlossen werden soll und frage weshalb, wenn ein unterzeichneter Atomwaffensperrvertrag vorliegt.

Wie sieht Ihr Kontext aus?

Hab ich dir schon geschrieben, aber wer ignorieren will, der tut dies wahrscheinlich auch dann noch, wenn ich es noch zehnmal hier rein rotze. :x
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 24. Mai 2018, 08:52

relativ hat geschrieben:(23 May 2018, 13:57)

Mal ein fiktive Vorstellung für dich.
"Nehmen wir an, Russland/USA und die EU haben keine Lust mehr auf Sanktionen. Sie einigen sich darauf, daß Russland sich aus der Ostukraine zurückzieht und lockert die Sanktionen mit einen Vertrag, der die Maßnahmen zur überwachung im Donbas regelt.
Jetzt kommt nach einen Jahr der Trump und sagt, alles Kacke ich will auch das die Krim dazu kommt und kündigt den Vertrag. Vorrauf alles vorherig verhandelte obsolet wird.
Würde dir dieses Risiko, die einsame Entscheidung eines Trump (klar ist die Ukraine hätte er auf seiner Seite) Wert sein?"

Das ist der Punkt, entweder man konzentriert sich auf Trump oder auf die Sachlage. Wenn es gute Gründe gäbe, die Krim zu befreien, wäre das zu erwägen, warum nicht. Es kann Gründe geben, weshalb man einen Umzug erwägt oder eine Heirat. Stell dir fiktiv vor, statt Trump gäbe es einen anderen Präsidenten. Einen, der nett ist und Hoffnungsträger, einen zweiten Kennedy - gäbe es dann auch nichts zu verhandeln ?
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon relativ » Do 24. Mai 2018, 09:09

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 May 2018, 09:52)

Das ist der Punkt, entweder man konzentriert sich auf Trump oder auf die Sachlage. Wenn es gute Gründe gäbe, die Krim zu befreien, wäre das zu erwägen, warum nicht. Es kann Gründe geben, weshalb man einen Umzug erwägt oder eine Heirat. Stell dir fiktiv vor, statt Trump gäbe es einen anderen Präsidenten. Einen, der nett ist und Hoffnungsträger, einen zweiten Kennedy - gäbe es dann auch nichts zu verhandeln ?

Ne ich würde auf Basis des schon vorhandenen Vertrages weiter verhandeln, wenn ich es für nötig ansehe. Aber erst raus und dann neu verhandeln, also ich weiss nicht, ob das der richtige Weg ist. Ich befürchte nicht.
Zuletzt geändert von relativ am Do 24. Mai 2018, 12:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 24. Mai 2018, 09:19

Alter Stubentiger hat geschrieben:(23 May 2018, 14:54)

Halten wir mal fest. Ohne Iraner wird es weiter Terrororganisationen geben. Die haben bereits in der Vergangenheit den Verlust von Geldgebern (DDR oder UDSSR) locker verkraftet. Und darum bringt es nichts jetzt den Ausstieg aus dem Atomvertrag mit einer Terrorunterstützung der Iraner zu begründen.

Das Problem der Terrorunterstützung ist ein Thema für sich dass man seperat verhandeln muß. Und es nutzt auch nichts dies nur mit dem Iran zu tun. Von Erdogan über Katar bis hin zu den Saudis unterstützen alle den Terrorismus wo er ihnen nützlich erscheint. Und wenn den Terroristen das Geld ausgeht verschwinden sie nicht einfach. Sie erwirtschaften ihr eigenes Geld.Wie? Das habe ich schon beschrieben. Wenn es dir wirklich um die Sache ginge müßtest du die Sache eben völlig anders angehen. Aber dass ist schwierig und kompliziert, ja vielleicht unlösbar. Also präsentierst du uns Tag für Tag die einfache Lösung. Einer ist schuld und alle anderen werden ausgeblendet. Fertig.

Im Krieg gewinnt immer derjenige, der den Nachschub des Gegners unterbinden kann. Die Selbstversorgung hat dem IS nichts genutzt.
Die Quds-Brigaden müssen sich aus Syrien zurück ziehen, so eine von insgesamt 12 Forderungen.
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