Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 32361
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 6. Jun 2018, 11:01

relativ hat geschrieben:(06 Jun 2018, 11:43)

Wie überraschend. :x

...begrüßenswert. Nichts spricht gegen einen konsequenten Partner.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
Alexyessin
Vorstand
Beiträge: 69525
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Blutgrätsche
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Alexyessin » Mi 6. Jun 2018, 11:05

DarkLightbringer hat geschrieben:(06 Jun 2018, 12:00)

Die IR-Revolutionsgarde hatte Tausende Terroristen nach Syrien entsandt, um das mörderische Assad-Regime zu stützen und dazu beizutragen, das Land in eine gewaltige Todeszone zu verwandeln.

Bei dem Atomdeal geht es gewiss nicht um das Leben von "Indianern".


Die Einmischung in den Bürgerkrieg in Jemen durch Saudi-Arabien ist okay, aber beim Iran zu Syrien nicht?
Deine Doppelmoral kennt mal wieder keine Grenzen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 32361
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 6. Jun 2018, 11:11

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Jun 2018, 11:55)

Und ich kann dir bestätigen dass das Verhalten der Trump-Administration ganz sicher nicht dem Weltfrieden dient sondern der Vorbereitung eines illegalen Angriffskrieges.

Die zivilisierte Welt steht vor der Herausforderung, dass eine große Gefahr von dem militanten iranischen Staat ausgeht, der zur Aggression neigt und Atomwaffen beschaffen will.

Erst vor wenigen Tagen hat der Führer Khamenei wiederholt, dass Israel ein "Krebsgeschwür" sei, das "ausgerottet" werden müsse.

Unsere amerikanischen Freunde verfolgen das gleiche Ziel wie wir Europäer - die Eindämmung von Terror und die Verhinderung von genozidären Kriegen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23858
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon relativ » Mi 6. Jun 2018, 13:09

DarkLightbringer hat geschrieben:(06 Jun 2018, 12:00)

Die IR-Revolutionsgarde hatte Tausende Terroristen nach Syrien entsandt, um das mörderische Assad-Regime zu stützen und dazu beizutragen, das Land in eine gewaltige Todeszone zu verwandeln.

Bei dem Atomdeal geht es gewiss nicht um das Leben von "Indianern".


Also wenn man jetzt Allgemein die Einmischung Dritter in andere Staaten verurteilt, kann ich diese Kritik teilen und auch nachvollziehen. Nur ist deine Argumentation und auch die int. Front gegen Iran mom. eben total unglaubwürdig was das anbetrifft.
In eine Todeszone verwandelten fast alle Teilnehmer am Bürgerkrieg Syrien. Unter anderem dem IS und wem wir den zu verdanken haben wissen wir auch.
Btw. Ich habe es hier ja schon mal geschrieben, die Freundschaft vom Iran zum Asad Regime hat einen speziellen historischen Grund. Syrien war bekanntlich das einzige arabische Land, welches sich beim Irak- Iran Krieg auf die Seite des Iran schlug. Daher ist die Hilfe für Asad ziemlich gut nachzuvollziehen, wenn natürlich für den Frieden in Syrien nicht gut.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 32361
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 6. Jun 2018, 13:42

relativ hat geschrieben:(06 Jun 2018, 14:09)

Also wenn man jetzt Allgemein die Einmischung Dritter in andere Staaten verurteilt, kann ich diese Kritik teilen und auch nachvollziehen.

Einmischung, Einfluß oder Reaktion ist nicht grundsätzlich schlecht und das Gegenteil nicht grundsätzlich gut, es kommt ja drauf an, welchen Motiven es folgt. Eine gutnachbarschaftliche Beziehung kann den Einfluß durch enge Absprache vertiefen, ist es deshalb schlecht ? Jeder Beistand ist eine Einmischung, kann aber doch dem Prinzip der kollektiven Sicherheit folgen. So gesehen wäre bereits der Kern der UN-Charta soetwas wie Einmischung, Notwehr oder Nothilfe ohnehin.
Und Reaktion schließlich kann die Antwort auf einen Angriff sein.

Nur ist deine Argumentation und auch die int. Front gegen Iran mom. eben total unglaubwürdig was das anbetrifft.
Sie wäre es, wenn sie dem Isolationismus das Wort redete, was sie aber nicht tut.

In eine Todeszone verwandelten fast alle Teilnehmer am Bürgerkrieg Syrien. Unter anderem dem IS und wem wir den zu verdanken haben wissen wir auch.
Der IS ist aus diesem Grunde bekämpft worden, sogar prioritär. Warum also nicht auch die IR, die in ihrer terroristischen Form nichts anderes als eine Version des IS ist. Die Quds-Brigaden sind dem Iran zu verdanken.

Btw. Ich habe es hier ja schon mal geschrieben, die Freundschaft vom Iran zum Asad Regime hat einen speziellen historischen Grund. Syrien war bekanntlich das einzige arabische Land, welches sich beim Irak- Iran Krieg auf die Seite des Iran schlug. Daher ist die Hilfe für Asad ziemlich gut nachzuvollziehen, wenn natürlich für den Frieden in Syrien nicht gut.
Es ist eine Freundschaft - eigentlich eine Vasallenschaft - unter Terroristen. Für den Frieden ist es nicht gut, richtig.
Besser wären daher Freundschaften, die nicht das Prinzip von Terror und Tyrannei verfolgen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 32361
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 6. Jun 2018, 13:52

Frankreich warnt Iran vor „Flirt mit der roten Linie“
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 25464.html

"Nicht hilfreich", sagt unsere Bundesregierung in der ihr eigentümlichen Ausdrucksweise und bezieht sich damit auf iranische Äußerungen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
Alexyessin
Vorstand
Beiträge: 69525
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Blutgrätsche
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Alexyessin » Mi 6. Jun 2018, 13:53

DarkLightbringer hat geschrieben:(06 Jun 2018, 14:42)

Der IS ist aus diesem Grunde bekämpft worden, sogar prioritär. Warum also nicht auch die IR, die in ihrer terroristischen Form nichts anderes als eine Version des IS ist.


Verantwortlich für den IS ist SA. Hast du wieder verdrängt? Wäre nichts neues.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23858
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon relativ » Mi 6. Jun 2018, 13:59

DarkLightbringer hat geschrieben:(06 Jun 2018, 14:42)

Einmischung, Einfluß oder Reaktion ist nicht grundsätzlich schlecht und das Gegenteil nicht grundsätzlich gut, es kommt ja drauf an, welchen Motiven es folgt. Eine gutnachbarschaftliche Beziehung kann den Einfluß durch enge Absprache vertiefen, ist es deshalb schlecht ? Jeder Beistand ist eine Einmischung, kann aber doch dem Prinzip der kollektiven Sicherheit folgen. So gesehen wäre bereits der Kern der UN-Charta soetwas wie Einmischung, Notwehr oder Nothilfe ohnehin.
Und Reaktion schließlich kann die Antwort auf einen Angriff sein.
Also kommt es mal wieder auf den Betrachter an. Der Hochzeitsgesellschaft der aus versehen z.B. ein Nato Bombe auf den Kopf fällt wird es wohl egal sein.

Sie wäre es, wenn sie dem Isolationismus das Wort redete, was sie aber nicht tut.
Diese Unglaubwürdigkeit hat in erster Linie nix mit einem Isolationismus zu tun, sondern eher mit der frage wie man Ziele erreichen möchte und wie man sie Friedlich am Besten erreicht (Krieg geht ja immer schnell und leicht) und dies ist nunmal Glaubwürdigkeit und mögliche Vertragstreue.

Der IS ist aus diesem Grunde bekämpft worden, sogar prioritär. Warum also nicht auch die IR, die in ihrer terroristischen Form nichts anderes als eine Version des IS ist. Die Quds-Brigaden sind dem Iran zu verdanken.

Frag doch mal bei Russland nach und nicht beim Iran. Gibt Russland grünes Licht, meinst du Asad wäre noch da, wegen dem Iran, oder dessen Brigaden?
Es ist eine Freundschaft - eigentlich eine Vasallenschaft - unter Terroristen. Für den Frieden ist es nicht gut, richtig.
Besser wären daher Freundschaften, die nicht das Prinzip von Terror und Tyrannei verfolgen.
Ich glaube unter irgendeinem Perser Dynastie war Syrien oder die Region mal unter der Knude der Perser, danach kann ich mich an keine so eine Zeit erinnern.
Ich habs ja schon gechrieben diese Verbundenheit hat ihren Hintergrund nicht durch den Terror (evtl. weiss du da ja mehr?). Was die Tyrannei betrifft befinden sie sich in guter Gesellschaft mit fast allen anderen Staaten vor Ort, mit dem Unterschied die einen sind für dich die Guten und die anderen automatisch die Bösen. Ist halt einfach gestrickt, aber mit solchen Defiziten muss man heutzutage wohl schon beim mächstigsten Politiker der Welt rechnen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 32361
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 6. Jun 2018, 14:37

relativ hat geschrieben:(06 Jun 2018, 14:59)

Also kommt es mal wieder auf den Betrachter an. Der Hochzeitsgesellschaft der aus versehen z.B. ein Nato Bombe auf den Kopf fällt wird es wohl egal sein.
Sowohl in Afghanistan wie auch in Syrien oder im Gaza sind Terroristen ein Problem. In diesem Lichte kann man einzelne Vorfälle betrachten, ja.
Mir ist das mit der Hochzeitsgeselligkeit jetzt nicht ganz geläufig, aber sie kann bestimmt mit Risiken verbunden sein, wenn sie in einem Kriegsgebiet stattfindet.
Für den Kindergarten, der vom Gaza aus mit einer Mörsergranate beschossen wurde, ist die philosophische Betrachtung des Atomabkommens wohl auch zweitrangig, ja.

Diese Unglaubwürdigkeit hat in erster Linie nix mit einem Isolationismus zu tun, sondern eher mit der frage wie man Ziele erreichen möchte und wie man sie Friedlich am Besten erreicht (Krieg geht ja immer schnell und leicht) und dies ist nunmal Glaubwürdigkeit und mögliche Vertragstreue.
Der Krieg in Syrien ist offenbar durch nicht tangierte Verträge nicht eindämmbar. Aber die Nichtkooperation mit Terroristen ist aus meiner Sicht schon glaubwürdig, wenn man den Frieden anstrebt. Zweitens ist es glaubwürdig, wenn man Stabilität erreichen und die humanitären Bedingungen akzeptabel machen will.
Der Marsch von Terroristen durch den ganzen Nahen Osten hat diese Glaubwürdigkeit nicht und wird sie auch niemals erreichen.

Frag doch mal bei Russland nach und nicht beim Iran. Gibt Russland grünes Licht, meinst du Asad wäre noch da, wegen dem Iran, oder dessen Brigaden?
Russland unterstützt die IR und hat zudem eigene Interessen. Man könnte aber trotzdem anfragen, warum weitere Formen des Terrorismus nicht bekämpft werden sollen.

Ich glaube unter irgendeinem Perser Dynastie war Syrien oder die Region mal unter der Knude der Perser, danach kann ich mich an keine so eine Zeit erinnern.
Ich habs ja schon gechrieben diese Verbundenheit hat ihren Hintergrund nicht durch den Terror (evtl. weiss du da ja mehr?). Was die Tyrannei betrifft befinden sie sich in guter Gesellschaft mit fast allen anderen Staaten vor Ort, mit dem Unterschied die einen sind für dich die Guten und die anderen automatisch die Bösen. Ist halt einfach gestrickt, aber mit solchen Defiziten muss man heutzutage wohl schon beim mächstigsten Politiker der Welt rechnen.
Die Perser gingen mal gegen die Attische Seeflotte vor, ist aber lange her.

Die Feldzüge der letzten Jahre fußen auf dem vom Westen geschaffenen Reichtum im Schutze des JCPOA-Vertrages.
Und da diese Feldzüge sehr unfreundlich sind, gibt es Reaktionen darauf.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 32361
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 6. Jun 2018, 14:49

Die Bundeskanzlerin spricht die relevanten Themen übrigens ganz direkt an, ohne Abschweifungen zu früheren Geschichten oder anderen Akteuren:

Obwohl wir unterschiedliche Meinungen haben, was die Nützlichkeit und die Sinnhaftigkeit des JCPOA anbelangt ‑ Deutschland hat dieses Abkommen nicht gekündigt, zusammen mit anderen europäischen Partnern ‑, sind wir uns doch einig, dass die Frage des regionalen Einflusses des Irans besorgniserregend ist, insbesondere auch für die Sicherheit Israel, und wir deshalb aus unserer Sicht alle diplomatischen Bemühungen unternehmen werden, um sowohl beim ballistischen Programm des Irans, aber auch bei der Frage der Aktivitäten in Jemen und bei der Präsenz der iranischen Armee in Syrien unseren Einfluss geltend zu machen, um den Iran aus dieser Region und insbesondere aus der grenznahen Region zu Israel zurückzudrängen, aber insgesamt die regionalen Aktivitäten deutlich einzuschränken.
https://www.bundesregierung.de/Content/ ... njahu.html

Es gibt also eine Meinungsverschiedenheit über die Sinnhaftigkeit des JCPOA, aber keine in folgenden Punkten:

- die Besorgnis über das ballistische Raketenprogramm des Irans;
- die Besorgnis über Aktivitäten des Irans im Jemen;
- die Besorgnis über die Präsenz iranischer Truppen in Syrien;
- die Besorgnis über die Sicherheit Israels;
- die Besorgnis über den iranischen Einfluß in der Region insgesamt.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 3611
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 6. Jun 2018, 15:47

DarkLightbringer hat geschrieben:(06 Jun 2018, 12:11)

Die zivilisierte Welt steht vor der Herausforderung, dass eine große Gefahr von dem militanten iranischen Staat ausgeht, der zur Aggression neigt und Atomwaffen beschaffen will.

Erst vor wenigen Tagen hat der Führer Khamenei wiederholt, dass Israel ein "Krebsgeschwür" sei, das "ausgerottet" werden müsse.

Unsere amerikanischen Freunde verfolgen das gleiche Ziel wie wir Europäer - die Eindämmung von Terror und die Verhinderung von genozidären Kriegen.


Die westliche Welt steht vor dem Problem dass der US-Präsident Trump zu keiner konstruktiven Politik fähig ist um drängende Probleme auf der Welt anzugehen. Statt dessen überzieht er seine Verbündeten mit einem Handelskrieg und sorgt mit seiner unbedachten Politik dafür dass der Iran wieder nach Atomwaffen strebt.

Die jetzige US-Administration ist ein Feind der freien Welt und ein Feind des Welthandels. Sie ist kein Partner dem man in irgendeiner Frage trauen kann. Wenn ein US-Botschafter in Deutschland sich nicht entblödet in einem Breitbart-Interview den Regime-Chance in eher links regierten Demokratien zu forcieren weiß man was die Stunde geschlagen hat.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
King Kong 2006
Beiträge: 4806
Registriert: Di 3. Jun 2008, 10:41
Benutzertitel: Kongenial

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 6. Jun 2018, 16:38

Dieser politische Amokläufer Trump machts möglich.

Streit mit USA über Iran-Abkommen

EU-Kommission beschließt Sanktions-Abwehrgesetz

Die EU will das Atomabkommen mit Iran retten. Damit europäische Unternehmen nicht unter möglichen US-Sanktionen leiden müssen, hat die EU-Kommission jetzt ein Abwehrgesetz beschlossen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 11547.html


Primär geht es natürlich Trump um den Konkurrenten EU. Iran, spielt da keine Hauptrolle. Das ist ein Gefechtsfeld. Vielleicht ein Turm. Der König ist die EU, den Trump fertigmachen will.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 32361
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 6. Jun 2018, 17:07

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Jun 2018, 16:47)

Die westliche Welt steht vor dem Problem dass der US-Präsident Trump zu keiner konstruktiven Politik fähig ist um drängende Probleme auf der Welt anzugehen. Statt dessen überzieht er seine Verbündeten mit einem Handelskrieg und sorgt mit seiner unbedachten Politik dafür dass der Iran wieder nach Atomwaffen strebt.

Die jetzige US-Administration ist ein Feind der freien Welt und ein Feind des Welthandels. Sie ist kein Partner dem man in irgendeiner Frage trauen kann. Wenn ein US-Botschafter in Deutschland sich nicht entblödet in einem Breitbart-Interview den Regime-Chance in eher links regierten Demokratien zu forcieren weiß man was die Stunde geschlagen hat.

Die Welt hat drei große Herausforderungen, die Instabilität, Massenvernichtungswaffen und Inhumanität. Darin dürfte sich ein Großteil der zivilisierten Welt einig sein.
Und diese drei Herausforderungen stellen sich konzentriert in der Nahostpolitik.

In der Handelspolitik erhebt die EU durchschnittlich etwas höhere Zölle als die USA. Die Position der Kommissarin Malmström war es, eine bedingungslose Ausnahme zu verlangen. Das ist streng genommen gar keine Verhandlungsposition. Jetzt wird darauf gewettet, wer länger ein Pokerface durchhält; am Ende wird dann doch verhandelt werden müssen.

Unsere amerikanischen Freunde üben gerade mit 18 weiteren Verbündeten die Verteidigung der europäischen Ostflanke.
Die gegenwärtige US-Administration mag nicht die denkbar einfachste sein, aber der atlantische Stabilitätsraum ist seit 70 Jahren die sicherste Region auf diesem Planeten.
Die Zusammenarbeit aller Verbündeten wird auch weiterhin eng, vertrauensvoll und vom starken Geist der Solidarität geprägt sein.

Am besten wäre es, ein Paket zu schnüren, die Handelszölle, Verteidigungsbudgets und Iran-Politik zu verknüpfen und so zu verhandeln.
Die Interessen und Prinzipien liegen ohnehin nah beieinander.

Die Ziele eines militanten islamistischen Staates aber sind nicht die unsrigen. Die meisten wissen das auch.
Es sind ja nicht mal die Ziele der normalen, iranischen Bevölkerung.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 3611
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 6. Jun 2018, 19:53

DarkLightbringer hat geschrieben:(06 Jun 2018, 18:07)

Die Welt hat drei große Herausforderungen, die Instabilität, Massenvernichtungswaffen und Inhumanität. Darin dürfte sich ein Großteil der zivilisierten Welt einig sein.
Und diese drei Herausforderungen stellen sich konzentriert in der Nahostpolitik.

In der Handelspolitik erhebt die EU durchschnittlich etwas höhere Zölle als die USA. Die Position der Kommissarin Malmström war es, eine bedingungslose Ausnahme zu verlangen. Das ist streng genommen gar keine Verhandlungsposition. Jetzt wird darauf gewettet, wer länger ein Pokerface durchhält; am Ende wird dann doch verhandelt werden müssen.

Es geht nicht um ein paar Zölle über die man reden kann ohne einen Handelskrieg loszutreten. Es geht einzig um allein darum dass Amerika dem Rest der Welt vorschreiben will mit wem und zu welchen Bedingungen Handel getrieben werden darf. Darf ich daran erinnern dass auch Länder wie Mexiko, China und Kanada betroffen sind.

Frau Malmström will natürlich verhandeln. Aber nicht solange Trump sich als Erpresser aufführt. Dies ist inakzeptabel.
Unsere amerikanischen Freunde üben gerade mit 18 weiteren Verbündeten die Verteidigung der europäischen Ostflanke.
Die gegenwärtige US-Administration mag nicht die denkbar einfachste sein, aber der atlantische Stabilitätsraum ist seit 70 Jahren die sicherste Region auf diesem Planeten.
Die Zusammenarbeit aller Verbündeten wird auch weiterhin eng, vertrauensvoll und vom starken Geist der Solidarität geprägt sein.

Am besten wäre es, ein Paket zu schnüren, die Handelszölle, Verteidigungsbudgets und Iran-Politik zu verknüpfen und so zu verhandeln.
Die Interessen und Prinzipien liegen ohnehin nah beieinander.

Die Ziele eines militanten islamistischen Staates aber sind nicht die unsrigen. Die meisten wissen das auch.
Es sind ja nicht mal die Ziele der normalen, iranischen Bevölkerung.


Bisher sehe ich nur Erpressungsversuche der USA. Trump will also Handelskrieg. Mexiko hat jetzt Strafzölle gegen Exporte von Schweinefleisch aus den USA erhoben und setzt Zölle gegen Kanada und die EU aus damit Schweinefleisch nicht teurer wird in Mexiko. Wenn andere diesem Beispiel folgen wird Amerika diesen Handelskrieg ganz sicher verlieren. Ach so: Die EU hat sich mit Mexiko auf ein neues Freihandelsabkommen geeinigt. Damit steht der Freihandel mit den ehemaligen NAFTA-Staaten. Amerika steht alleine da.

Trump soll mal ruhig so weiter machen. Dann werden wir auch den Rest der Welt für mehr Freihandel mit uns begeistern. Keiner wird Amerika eine Träne nachweinen.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Nero
Beiträge: 83
Registriert: So 18. Sep 2016, 16:40

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Nero » Do 7. Jun 2018, 08:07

DarkLightbringer hat geschrieben:(06 Jun 2018, 11:04)Es gibt bereits Krieg, und zwar, weil die Islamische Republik das so will..


Die IR will nicht den Krieg mit Israel und den USA, den diese Parteien jetzt anstreben, und der damit in Wahrheit kaum zu verhindern ist. Gerade der Atomdeal sollte ihn verhindern und gerade deswegen halten der Iran und bislang auch andere beteiligte Länder so stoisch an ihm fest. In Wahrheit ist Israel und den USA jede Rakete, jeder Panzer, jede iranische Steinschleuder zuviel, da das Land ihnen feindlich gesonnen ist. Und deswegen knallt es so oder so. Die USA und Israel wollen diesen politischen Iran schlicht und einfach weghaben. Jetzt.
Benutzeravatar
DerFlamingo
Beiträge: 34
Registriert: Fr 6. Okt 2017, 07:42

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DerFlamingo » Do 7. Jun 2018, 09:07

100% on point.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23858
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon relativ » Do 7. Jun 2018, 09:24

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Jun 2018, 16:47)

Die westliche Welt steht vor dem Problem dass der US-Präsident Trump zu keiner konstruktiven Politik fähig ist um drängende Probleme auf der Welt anzugehen. Statt dessen überzieht er seine Verbündeten mit einem Handelskrieg und sorgt mit seiner unbedachten Politik dafür dass der Iran wieder nach Atomwaffen strebt.
In der Tat, der Trump schert sich nicht um bisherige Verhaltensweisen und Abmachungen, welches gerade für die Verbündeten der USA ein enormes Problem dastellt. Die Annahme das er dies so beabsichtigt um seine Pokerchancen zu erhöhen ist sehr wahrscheinlich. Die gefahr die Grunsätzlich bei anhaltenden vertrauensverlust entsteht erkennt er nicht, ignoriert er, oder schlimmer es ist ihm egal , weil er sich für den Stärkeren hält.
In der Aussenpolitik muss man ihm mom. minimal objektiv zu Gute halten, daß er in verkrustete Problemregionen (Nordkorea/Nahost) Bewegung gebracht hat, was natürlich noch gar nix heissen mag, denn erreicht hat er bisher, auch mit seiner Masche, wenn denn eine Idee dahinter steht, noch gar nix. Das Spielchen welches er mit dem Iran treibt, ist m.M. ziemlich gefährlich für die Region und deren Menschen

Die jetzige US-Administration ist ein Feind der freien Welt und ein Feind des Welthandels. Sie ist kein Partner dem man in irgendeiner Frage trauen kann. Wenn ein US-Botschafter in Deutschland sich nicht entblödet in einem Breitbart-Interview den Regime-Chance in eher links regierten Demokratien zu forcieren weiß man was die Stunde geschlagen hat.

Das Ausmaß der Extremen und der von Trump eingesetzen Politikern und deren Positionen, ist echt erschreckend. Wenn die EU scheitert sieht es für Europa und Deutschland nicht mehr gut aus.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 32361
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 7. Jun 2018, 10:05

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Jun 2018, 20:53)

Es geht nicht um ein paar Zölle über die man reden kann ohne einen Handelskrieg loszutreten. Es geht einzig um allein darum dass Amerika dem Rest der Welt vorschreiben will mit wem und zu welchen Bedingungen Handel getrieben werden darf. Darf ich daran erinnern dass auch Länder wie Mexiko, China und Kanada betroffen sind.
Frau Malmström will natürlich verhandeln. Aber nicht solange Trump sich als Erpresser aufführt. Dies ist inakzeptabel.
Bisher sehe ich nur Erpressungsversuche der USA. Trump will also Handelskrieg. Mexiko hat jetzt Strafzölle gegen Exporte von Schweinefleisch aus den USA erhoben und setzt Zölle gegen Kanada und die EU aus damit Schweinefleisch nicht teurer wird in Mexiko. Wenn andere diesem Beispiel folgen wird Amerika diesen Handelskrieg ganz sicher verlieren. Ach so: Die EU hat sich mit Mexiko auf ein neues Freihandelsabkommen geeinigt. Damit steht der Freihandel mit den ehemaligen NAFTA-Staaten. Amerika steht alleine da.
Trump soll mal ruhig so weiter machen. Dann werden wir auch den Rest der Welt für mehr Freihandel mit uns begeistern. Keiner wird Amerika eine Träne nachweinen.

Der Durchschnittszoll der EU liegt bei 5, 2 %, im Vergleich dazu die USA: 3,5 %. Die Amerikaner fordern einen Abbau von Ungleichgewichten, Malmström fordert indes die bedingungslose Ausnahme.
Die Handelskriege dieser Art waren noch nie erfolgreich gewesen bislang und für den Verbraucher heißt das, die Produkte werden weniger und teurer, aber nicht besser.
Von einer Eskalation ist unbedingt abzuraten, wir leben vom Export, just die Automobilindustrie ist eine tragende Säule. Wenn die einbricht, wird es Jobs kosten und die Konjunktur geht auf Talfahrt. Ein Experte empfahl der EU, nicht Konfrontationen zu suchen, die man nicht gewinnen kann. Am Ende wird man eh verhandeln müssen - und warum denn keine Angleichung auf 4 zu 4 % oder 4,5 zu 4 % Durchschnittszoll ?

Zweitens würde ich zu einem höheren Beitrag in der Verteidigung raten und zur Aufstockung von Missionen. Die Probleme, die wir außen- und sicherheitspolitisch nicht hinbekommen, sei es an der Ostflanke des Bündnisses oder an der Südflanke, werden dann zwangsläufig zu innenpolitischen Problemen.

Daher muss gelten: Den Dialog unter Freunden suchen, Lasten verteilen, Bündnis stärken, Chancen ergreifen und gegenüber Feinden robuster auftreten.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 32361
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 7. Jun 2018, 10:14

Nero hat geschrieben:(07 Jun 2018, 09:07)

Die IR will nicht den Krieg mit Israel und den USA, den diese Parteien jetzt anstreben, und der damit in Wahrheit kaum zu verhindern ist. Gerade der Atomdeal sollte ihn verhindern und gerade deswegen halten der Iran und bislang auch andere beteiligte Länder so stoisch an ihm fest. In Wahrheit ist Israel und den USA jede Rakete, jeder Panzer, jede iranische Steinschleuder zuviel, da das Land ihnen feindlich gesonnen ist. Und deswegen knallt es so oder so. Die USA und Israel wollen diesen politischen Iran schlicht und einfach weghaben. Jetzt.

Die IR führt eine Reihe von Stellvertreterkriegen und hat ihre Metastasen überall im Nahen Osten gestreut. Die Europäer wissen das und sind besorgt.

Führer Ayatollah Chamenei spricht von einem „Krebsgeschwür“ Israel, das von der Landkarte getilgt werden solle. „Er will weitere sechs Millionen Juden vernichten“, sagt der israelische Premier mit Bezug zum Holocaust.
Zuletzt geändert von DarkLightbringer am Do 7. Jun 2018, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23858
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon relativ » Do 7. Jun 2018, 10:17

DarkLightbringer hat geschrieben:(07 Jun 2018, 11:05)

Der Durchschnittszoll der EU liegt bei 5, 2 %, im Vergleich dazu die USA: 3,5 %. Die Amerikaner fordern einen Abbau von Ungleichgewichten, Malmström fordert indes die bedingungslose Ausnahme.

Das ist Quatsch. Trump hat nur Sprüche gelassen und die verhandlungen über DITIP abgebrochen. Neue Verhandlugen über Zölle hat er nicht angestrebt sondern nur von Ungerechtigkeiten gefaselt. dann hat er ohne Verhandlungen Zölle erhoben.
Die Handelskriege dieser Art waren noch nie erfolgreich gewesen bislang und für den Verbraucher heißt das, die Produkte werden weniger und teurer, aber nicht besser.
Von einer Eskalation ist unbedingt abzuraten, wir leben vom Export, just die Automobilindustrie ist eine tragende Säule. Wenn die einbricht, wird es Jobs kosten und die Konjunktur geht auf Talfahrt. Ein Experte empfahl der EU, nicht Konfrontationen zu suchen, die man nicht gewinnen kann. Am Ende wird man eh verhandeln müssen - und warum denn keine Angleichung auf 4 zu 4 % oder 4,5 zu 4 % Durchschnittszoll ?

Was schlägt du denn vor?

Zweitens würde ich zu einem höheren Beitrag in der Verteidigung raten und zur Aufstockung von Missionen. Die Probleme, die wir außen- und sicherheitspolitisch nicht hinbekommen, sei es an der Ostflanke des Bündnisses oder an der Südflanke, werden dann zwangsläufig zu innenpolitischen Problemen.
Der Beitrag wird/soll ja stufenweise erhöht werden, daß man gewisse Ergebnisse nicht von jetzt auf gleich bekommt dürfte klar sein , denn ein Investitionsstau über Jahre kann nicht in Monaten abgearbeitet werden. Dafür fehlen uns die Firmen die diese Aufgaben zeitnah auch übernehmen können.

Daher muss gelten: Den Dialog unter Freunden suchen, Lasten verteilen, Bündnis stärken, Chancen ergreifen und gegenüber Feinden robuster auftreten.

Alles Plattitüden, wenn ein entscheidener Partner falsch spielt.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

Zurück zu „30. Nordamerika“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast