Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

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TheManFromDownUnder
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 11. Mär 2018, 11:23

zollagent hat geschrieben:(11 Mar 2018, 11:17)

Ich zumindest habe Australien nicht angegriffen. Sollte aber wie gesagt, nicht daran hindern, Dinge, die nicht gut sind, anzugehen. Sich immer als Anhängsel durchs Leben zu schlängeln, dürfte bedeuten, immer fremdbestimmt zu bleiben.


Wir sehen uns allerdings nicht fremdbestimmt und tun so als waeren wir ein big player und in vieler Hinsicht ist alles ok aber sobald es um die USA geht lassen unsere Politiker die Hosen runter und beschwoeren die guten Beziehungen. Ich haette es vorgezogen wenn Turnbull dem Trumpster gesagt haette F...Off

Aber wie leicht zu erkennen bin ich total Anti Trump
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » So 11. Mär 2018, 11:47

unity in diversity hat geschrieben:(11 Mar 2018, 10:53)

Das nennt man Doppelmoral.

Da wirst du dem Mann am Bospurus aus der Seele sprechen:
Erdogan wirft Nato Doppelmoral vor
http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 97497.html
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon tabernakel » So 11. Mär 2018, 12:01

TheManFromDownUnder hat geschrieben:Ja wir sind reich an Rohstoffen, ja unser Handels ist Asien orientiert aber unsere Regierenden glauben die USA sei der einzige Garant fuer unsere Sicherheit. Nicht vergessen wir haben nur cirka 20 Millionen Einwohner und keine Atomwaffen.

Ist vielleicht ne seltsame Frage, aber muss das so bleiben? Kann mir keiner erzählen dass ein Land wie Australien im Jahre 2018 bei Bedarf kein Atomwaffenprogramm hinbekäme wenn der halbe mittlere Osten bereits seid Jahrzehnten immer wieder dran war, und selbst Nordkorea erfolgreich welche gebastelt hat. Zumal ich mich da schon frage warum Eure Regierenden sich da so in die Hose machen, potentielle Invasoren müssten zum einen erst mal über's Meer zu Euch kommen, und würden zum zweiten selbst wenn sie dabei nicht schon vorher absaufen sofort von ner wildgewordenen Horde Drohnen konfrontiert. Einwohnerzahl war mal ein sehr wichtiges Kriterium für Machtverhältnisse und Bedrohungsszenarien, aber ich denke das ist heute eher sekundär geworden.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon odiug » So 11. Mär 2018, 12:56

John Galt hat geschrieben:(11 Mar 2018, 11:09)

Wie rechtfertigt die EU ihre gigantischen wirtschaftsfeindlichen Zölle auf Autos? Haben die dem Universum den Handelskrieg erklärt oder was?

Ja ... schon klar ... alle sind dumm, blöd und naiv gewesen vor Trump :eek:
Aber er ist ja jetzt da und rettet die USA und die Welt mit America first ... koste es was es wolle :thumbup:
Und das Problem im Handel zwischen EU und den USA sind nicht die Zölle, sondern die unterschiedlichen Normen und Vorschriften.
http://www.kas.de/upload/dokumente/verl ... rieren.pdf
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unity in diversity
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon unity in diversity » So 11. Mär 2018, 13:02

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Mar 2018, 11:47)

Da wirst du dem Mann am Bospurus aus der Seele sprechen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 97497.html

Bitte keine Unterstellungen.
Vielen Dank.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA
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John Galt
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon John Galt » So 11. Mär 2018, 13:26

odiug hat geschrieben:(11 Mar 2018, 12:56)
Und das Problem im Handel zwischen EU und den USA sind nicht die Zölle, sondern die unterschiedlichen Normen und Vorschriften.
http://www.kas.de/upload/dokumente/verl ... rieren.pdf


Ähm, die Normen und Vorschriften sind noch mal ein anderes Thema.

Die Autos für den Export in die EU erfüllen alle Vorschriften bei Bau. Ob da nun 0% oder 10% Zoll darauf erhoben wird ist, letztendlich eine rein politische Entscheidung von ungewählten Bürokraten.
Bei Elektrogeräten ohne CE-Kennzeichen lässt der Zoll die Dinger gar nicht ins Land. Ob 0% oder 100% Zoll ist also völlig egal.

Natürlich gibt es auch außerhalb von Zöllen, gewisse Handelshemmnisse. Bevor man sich daran macht, könnte man aber einfach mal alle Zölle auf 0% setzen und nicht immer dumm von Freihandelsabkommen labbern, wenn man überhaupt gar kein Interesse an Freihandel hat. Den Zoll zahlt nämlich nicht der Exporteur, sondern die inländische Bevölkerung.

Weil die EU keine Steuern erheben darf, landet ein großer Teil der Zölle als quasi-Steuer bei der EU. Das ist der Hauptgrund warum die EU-Deppen so viele Zölle erheben.

Aber klar Trum dies und das. Ablenkungsmanöver.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon zollagent » So 11. Mär 2018, 13:57

John Galt hat geschrieben:(11 Mar 2018, 13:26)

Ähm, die Normen und Vorschriften sind noch mal ein anderes Thema.

Die Autos für den Export in die EU erfüllen alle Vorschriften bei Bau. Ob da nun 0% oder 10% Zoll darauf erhoben wird ist, letztendlich eine rein politische Entscheidung von ungewählten Bürokraten.
Bei Elektrogeräten ohne CE-Kennzeichen lässt der Zoll die Dinger gar nicht ins Land. Ob 0% oder 100% Zoll ist also völlig egal.

Natürlich gibt es auch außerhalb von Zöllen, gewisse Handelshemmnisse. Bevor man sich daran macht, könnte man aber einfach mal alle Zölle auf 0% setzen und nicht immer dumm von Freihandelsabkommen labbern, wenn man überhaupt gar kein Interesse an Freihandel hat. Den Zoll zahlt nämlich nicht der Exporteur, sondern die inländische Bevölkerung.

Weil die EU keine Steuern erheben darf, landet ein großer Teil der Zölle als quasi-Steuer bei der EU. Das ist der Hauptgrund warum die EU-Deppen so viele Zölle erheben.

Aber klar Trum dies und das. Ablenkungsmanöver.

Die Einnahmen durch Zölle sind schlicht zu gering, um irgendeine Auswirkung auf die EU-Finanzierung zu haben. Zumal sie auch noch bei den nationalen Finanzbehörden landen.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon odiug » So 11. Mär 2018, 16:54

John Galt hat geschrieben:(11 Mar 2018, 13:26)

Ähm, die Normen und Vorschriften sind noch mal ein anderes Thema.

Die Autos für den Export in die EU erfüllen alle Vorschriften bei Bau. Ob da nun 0% oder 10% Zoll darauf erhoben wird ist, letztendlich eine rein politische Entscheidung von ungewählten Bürokraten.
Bei Elektrogeräten ohne CE-Kennzeichen lässt der Zoll die Dinger gar nicht ins Land. Ob 0% oder 100% Zoll ist also völlig egal.

Natürlich gibt es auch außerhalb von Zöllen, gewisse Handelshemmnisse. Bevor man sich daran macht, könnte man aber einfach mal alle Zölle auf 0% setzen und nicht immer dumm von Freihandelsabkommen labbern, wenn man überhaupt gar kein Interesse an Freihandel hat. Den Zoll zahlt nämlich nicht der Exporteur, sondern die inländische Bevölkerung.

Weil die EU keine Steuern erheben darf, landet ein großer Teil der Zölle als quasi-Steuer bei der EU. Das ist der Hauptgrund warum die EU-Deppen so viele Zölle erheben.

Aber klar Trum dies und das. Ablenkungsmanöver.
:?:

Du liest grundsätzlich keine Informationen, die man dir bereit stellt ... hmmm :?:
In dem von mir verlinkten Artikel werden nämlich die durchschnittlichen Zölle anhand des Handelsvolumen genannt und die Zölle der EU sind niedriger als die der USA ... auch schon vor Trump.
Aber was interessieren dich schon Fakten ... Fakten ... Fake ... klingt schon ähnlich ... also was soll's :dead:
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon John Galt » So 11. Mär 2018, 18:07

odiug hat geschrieben:(11 Mar 2018, 16:54)

:?:

Du liest grundsätzlich keine Informationen, die man dir bereit stellt ... hmmm :?:
In dem von mir verlinkten Artikel werden nämlich die durchschnittlichen Zölle anhand des Handelsvolumen genannt und die Zölle der EU sind niedriger als die der USA ... auch schon vor Trump.
Aber was interessieren dich schon Fakten ... Fakten ... Fake ... klingt schon ähnlich ... also was soll's :dead:


Ähm, du solltest mal selber den Artikel noch mal lesen. Der ist ziemlich schlecht geschrieben, im Endeffekt kommt dann allerdings raus, dass die Zölle in der EU 48% höher sind.
Da werden Agrarzölle, allgemeine Zölle und Zölle auf Industriegüter wahllos durcheinander gewürfelt.


Letztendlich kommt in der EU auch noch die Einfuhrumsatzsteuer hinzu von 19-27% je nach Land. Die USA erheben im Prinzip auf die meisten Einfuhren überhaupt keine Sales tax, je nach Bundesstaat und Ehrlichkeit der Empfänger 0% bis 10%.

Jetzt müsste man nur noch ein BWL-Experte sein um zu wissen, wie sich ein solcher Faktor auf die Selbstkosten von Unternehmen auswirkt. Wenn der Konsument nicht 19% des Preises an den Staat abdrücken muss, kann man viel in die Vertriebskosten reinballern, nur wenn man sein Produkt dann in der EUSSDR verkaufen will ist man nach Zoll und Steuern dann nicht mehr wettbewerbsfähig.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon ps1 » So 11. Mär 2018, 18:18

Dieter Winter hat geschrieben:(02 Mar 2018, 14:21)

http://www.t-online.de/finanzen/boerse/ ... haben.html

Langsam scheint der Orangene komplett auszuticken.

Ein Handelskrieg kann durchaus die Basis für einen militärischen Konflikt darstellen.

Naja, irgendwann muss sich ja wohl der enorme Rüstungsaufwand auszahlen.... :mad:


Zum Glück funktioniert die amerikanische Demokratie perfekt, sonst hätte dieser Irre schon viel größeren Schaden angerichtet.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon John Galt » So 11. Mär 2018, 18:30

http://stat.wto.org/TariffProfile/WSDBT ... ountry=E28

Simple average MFN applied 2016 5.2%
Trade weighted average 2015 3.0%


http://stat.wto.org/TariffProfile/WSDBT ... Country=US

Simple average MFN applied 2016 3.5%
Trade weighted average 2015 2.4%


48% höhere Zölle und mit Gewichtung 25% höhere Zölle. Wobei die Gewichtung wiederum durch mangelndes Volumen aufgrund von höheren Zöllen beeinflusst wird......


Nichts zu danken.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon odiug » So 11. Mär 2018, 18:36

John Galt hat geschrieben:(11 Mar 2018, 18:07)

Ähm, du solltest mal selber den Artikel noch mal lesen. Der ist ziemlich schlecht geschrieben, im Endeffekt kommt dann allerdings raus, dass die Zölle in der EU 48% höher sind.
Da werden Agrarzölle, allgemeine Zölle und Zölle auf Industriegüter wahllos durcheinander gewürfelt.


Letztendlich kommt in der EU auch noch die Einfuhrumsatzsteuer hinzu von 19-27% je nach Land. Die USA erheben im Prinzip auf die meisten Einfuhren überhaupt keine Sales tax, je nach Bundesstaat und Ehrlichkeit der Empfänger 0% bis 10%.

Jetzt müsste man nur noch ein BWL-Experte sein um zu wissen, wie sich ein solcher Faktor auf die Selbstkosten von Unternehmen auswirkt. Wenn der Konsument nicht 19% des Preises an den Staat abdrücken muss, kann man viel in die Vertriebskosten reinballern, nur wenn man sein Produkt dann in der EUSSDR verkaufen will ist man nach Zoll und Steuern dann nicht mehr wettbewerbsfähig.

Entschuldige mal ... aber die Einfuhrumsatzssteuer ist Teil eines Besteuerungsabkommens zwischen der EU und den USA um Doppelbesteuerungen zu vermeiden, bzw Steuerabgaben auf das Niveau des jeweiligen Importlandes anzugleichen.
Ansonsten würden für Wahren aus den USA in Europa die Umsatzsteuersätze für die USA gelten und das kann nicht sein, da dies einen erhebliches Ungleichgewicht zu inländischen Herstellern führt, da die Importwaren durch die niedrigeren Steuersätze in den USA einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den heimischen Herstellern hätten.
Und die MwSt tut hier gar nichts zur Sache ... sie betrifft alle, sowohl heimische wie auch importierte Waren.
Also was redest du da :?:
Wer vermischt hier was :?:
Du pickst dir einzelne Aspekte je nach Gusto heraus und zeichnest damit ein völlig verzerrtes Bild der Lage :rolleyes:
Und ich finde es ja schon irgendwie lustig, dass du hier den Schreibstil und fachliche Kompetenz der Konrad Adenauer Stiftung herunter ziehen willst :p
Also gerade die sind eigentlich relativ unverdächtig von antiamerikanischen Gedankengut infiltriert zu sein :p
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon odiug » So 11. Mär 2018, 19:09

John Galt hat geschrieben:(11 Mar 2018, 18:30)

http://stat.wto.org/TariffProfile/WSDBT ... ountry=E28

Simple average MFN applied 2016 5.2%
Trade weighted average 2015 3.0%


http://stat.wto.org/TariffProfile/WSDBT ... Country=US

Simple average MFN applied 2016 3.5%
Trade weighted average 2015 2.4%


48% höhere Zölle und mit Gewichtung 25% höhere Zölle. Wobei die Gewichtung wiederum durch mangelndes Volumen aufgrund von höheren Zöllen beeinflusst wird......


Nichts zu danken.

Die EU wird als ein Markt betrachtet.
Nafta jedoch nicht.
Du nimmst einfach den Durchschnitt aller Handelszölle und solltest doch auf den zwischen den USA und der EU schauen ... weil Saudiarabien tut hier nichts zur Sache.
Und im allgemeinen Durchschnitt sind die Zölle der USA deshalb niedriger, weil innerhalb der NAFTA keine Zölle erhoben werden, dies aber in das allgemeine Handelsvolumen eingerechnet wird.
Würde man dieses Prinzip auf die Mitgliedsstaaten der EU auch anwenden, also den zollfreien Binnenhandel der EU mit einbeziehen in die Berechnung der allgemeinen Zolllast, dann wäre der Durchschnitt auch für die EU sehr viel niedriger.
Man tut das aber nicht, weil die EU als ein Wirtschaftsblock auftritt und nicht nur als Zollunion.
Also um ein faires Bild hier widerzugeben, musst du etwas runter scrolen und die Zölle nur zwischen der EU und den USA vergleichen.
Da sieht das Bild schon ganz anders aus.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon zollagent » So 11. Mär 2018, 21:22

Trumps haltloses Gejammer wegen "unfairer Handelspraktiken" fällt offenbar auf fruchtbaren Boden. Odiug hat es erklärt, und daraus muß man nichts konstruieren, was so nicht ist. Die bisherigen Zölle sind allesamt Ergebnis von zweiseitigen Verhandlungen, mit denen beide Seiten einverstanden waren.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 12. Mär 2018, 00:20

tabernakel hat geschrieben:(11 Mar 2018, 12:01)

Ist vielleicht ne seltsame Frage, aber muss das so bleiben? Kann mir keiner erzählen dass ein Land wie Australien im Jahre 2018 bei Bedarf kein Atomwaffenprogramm hinbekäme wenn der halbe mittlere Osten bereits seid Jahrzehnten immer wieder dran war, und selbst Nordkorea erfolgreich welche gebastelt hat. Zumal ich mich da schon frage warum Eure Regierenden sich da so in die Hose machen, potentielle Invasoren müssten zum einen erst mal über's Meer zu Euch kommen, und würden zum zweiten selbst wenn sie dabei nicht schon vorher absaufen sofort von ner wildgewordenen Horde Drohnen konfrontiert. Einwohnerzahl war mal ein sehr wichtiges Kriterium für Machtverhältnisse und Bedrohungsszenarien, aber ich denke das ist heute eher sekundär geworden.


Atombomben herstellen ist sehr wohl moeglich. Uran haben wir genug und Tehnologie zum anreichern auch. Aber keine Traegerwaffen. Ausserdem haben wir uns international verpflichtet keine Atomwaffen zu besitzen.

Potentielle Invasoren koennen sehr schnell in den Norden gelangen. Das indonesische Archipelago ist sehr Nahe. Die Japaner haben es im 2 Weltkrieg fast geschafft.

Invasoren sind auch nicht das Problem. Interkontinental Raketen sind das Problem und um Russland, den verrueckten Kim und eventuell die Chinesen fernzuhalten brauchen wir das amerikanische Abschreckungspotential. Das hat mit sich in die Hose machen nichts zu tun.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 12. Mär 2018, 01:41

unity in diversity hat geschrieben:(11 Mar 2018, 13:02)

Bitte keine Unterstellungen.
Vielen Dank.

Nur keine falsche Scham. Antiwestliche Vorstellungen gibt es nicht nur im Westen.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 12. Mär 2018, 06:02

Populismus und Handelskrieg
Das Gespenst der Dreißigerjahre ist zurück
Drohender Handelskrieg, Populisten in Italien: Auf uns alle kommen schwierige Zeiten zu. Doch in Deutschland macht sich eine erschreckend selbstgerechte Art breit, alle Mitschuld an den Wirren der Welt abzustreiten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/handel ... 97182.html

In der Tat scheinen sich gleich mehrere Fehler der 1930-er Jahre zu wiederholen. Eventuell wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich nochmals mit der Literatur der Vorkriegszeit zu befassen. Eine etwaige Selbstgerechtigkeit müsste deshalb ja nicht gleich abgelegt werden.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 12. Mär 2018, 10:56

DarkLightbringer hat geschrieben:(12 Mar 2018, 06:02)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/handel ... 97182.html

In der Tat scheinen sich gleich mehrere Fehler der 1930-er Jahre zu wiederholen. Eventuell wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich nochmals mit der Literatur der Vorkriegszeit zu befassen. Eine etwaige Selbstgerechtigkeit müsste deshalb ja nicht gleich abgelegt werden.


History repeats itself.

Da ist immer was dran. Das Wiedererstaerken von Nationalismus nicht nur in Europa sondern auch in den USA, in Russland und in China sind keine gute Zeichen fuer eine friedliche Zukunft.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon Teekanne » Mo 12. Mär 2018, 11:06

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(12 Mar 2018, 10:56)

History repeats itself.

Da ist immer was dran. Das Wiedererstaerken von Nationalismus nicht nur in Europa sondern auch in den USA, in Russland und in China sind keine gute Zeichen fuer eine friedliche Zukunft.

Nationalismus ist bei weitem das kleinste Problem. Im Zuge des Klimawandels und der steigenden Dürren, Missernten, Umweltkatastrophen kommt der Nationalismus noch hinzu.

Wir stehen da noch am Anfang, ich habe aber die Vermutung das das knallen wird, wie es auf diesem Planeten noch nie geknallt hat. Am Ende bleiben wohl noch ein paar Menschen übrig, die vor einem Trümmerhaufen stehen und sich fragen was sie nun essen sollen. Denn auch das hat man sich in seiner kindischen Denkweise glatt mit zerbomt.

Möchte dir damit aber keine innere Unruhe geben. Wir haben davon ja nichts gewußt. ;)
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 12. Mär 2018, 11:14

Teekanne hat geschrieben:(12 Mar 2018, 11:06)

Nationalismus ist bei weitem das kleinste Problem. Im Zuge des Klimawandels und der steigenden Dürren, Missernten, Umweltkatastrophen kommt der Nationalismus noch hinzu.

Wir stehen da noch am Anfang, ich habe aber die Vermutung das das knallen wird, wie es auf diesem Planeten noch nie geknallt hat. Am Ende bleiben wohl noch ein paar Menschen übrig, die vor einem Trümmerhaufen stehen und sich fragen was sie nun essen sollen. Denn auch das hat man sich in seiner kindischen Denkweise glatt mit zerbomt.

Möchte dir damit aber keine innere Unruhe geben. Wir haben davon ja nichts gewußt. ;)


Nein du gibst mir keine Unruhe. Ich sehe es nicht so pessimistisch wie du.

Klimawandel gab es immer so lange es diesen Planeten gibt. Wir sind genug technisch, wissenschaftlich fortgeschritten um das gemeinsam zu bewaeltigen, genauso die Versorgung mit Nahrung und Energie.

Aber wir muessen uns den Trumps, den Xis und den Putins entledigen und weiter unten in der food chain den Afd's den Marie Le Pens, den Brexit Propagandisten, den FPOes, den Pauline Hanson's, den Australia First usw usw. um eine
Chance fuer unsere Zukunft zu haben.

Es wird nicht leicht sein aber ich sehe keine Alternative
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