Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

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Teekanne
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon Teekanne » Fr 9. Mär 2018, 20:53

zollagent hat geschrieben:(09 Mar 2018, 20:49)

Trump will, daß die US-Bürger amerikanische Autos kaufen. Er ist ein echtes Vorbild! :D :D :D

Tja, die eigenen Autos sind einem Trump eben nicht würdig. Vermutlich möchte er die eigenen Bürger nur demütigen. :D
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon tabernakel » Fr 9. Mär 2018, 21:25

Eulenwoelfchen hat geschrieben:Und W. Putin reibt sich grinsend die Hände. Besser könnte es für diesen Despoten gar nicht laufen...

Da bin ich mir nicht so sicher, denke Trump wirkt auch für ihn gerade etwas zu instabil ...
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Eulenwoelfchen
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 9. Mär 2018, 23:10

tabernakel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 21:25)

Da bin ich mir nicht so sicher, denke Trump wirkt auch für ihn gerade etwas zu instabil ...


Die Spaltung und Entfremdung, die Trump bei seinen Bündnispartnern erzeugt, reicht Putin vollkommen.
Ob der Typ etwas gaga oder sprungghaft ist, dürfte Herrn P. eher egal sein.

Wichtig ist das Ergebnis: Misstrauen, Uneinigkeit und Unsicherheit innerhalb der westlichen Bündnispartner.

Wenn ihm Trump diese Arbeit abnimmt, umso besser...
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unity in diversity
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon unity in diversity » Sa 10. Mär 2018, 06:00

relativ hat geschrieben:(09 Mar 2018, 13:28)

Stimmt dazu eignen sich Zölle, oder besser gar keine Zölle,auch.

11 Länder haben das Transpazifische Freihandelsabkommen unterzeichnet.
Die Vereinigten Staaten sind noch nicht all in.
Das kann sich ändern.
Europa muß sich ebenfalls Gedanken machen, welche Rohstoffe in seiner Wirtschaft fehlen.
Es verbraucht viel und hat eigentlich nichts.
Europäische Produkte sind mittlerweile beliebig substituierbar.
So könnte Trump mit seinen Zollplänen 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Aufbesserung der Staatsfinanzen durch einen selektiven Handelskrieg mit der gleichzeitigen Entschärfung eines Rohstoffkonkurrenten kombiniert.
Ehe sich die zerstrittenen Europäer einmal um die eigene Achse gedreht haben, sind sie abgehängt und Trump hat seinen pazifischen Wirtschaftsraum vollendet.
So könnte sich auch seine Haltungsänderung in der Koreafrage erklären.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 11. Mär 2018, 01:34

unity in diversity hat geschrieben:(10 Mar 2018, 06:00)

11 Länder haben das Transpazifische Freihandelsabkommen unterzeichnet.
Die Vereinigten Staaten sind noch nicht all in.
Das kann sich ändern.
Europa muß sich ebenfalls Gedanken machen, welche Rohstoffe in seiner Wirtschaft fehlen.
Es verbraucht viel und hat eigentlich nichts.
Europäische Produkte sind mittlerweile beliebig substituierbar.
So könnte Trump mit seinen Zollplänen 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Aufbesserung der Staatsfinanzen durch einen selektiven Handelskrieg mit der gleichzeitigen Entschärfung eines Rohstoffkonkurrenten kombiniert.
Ehe sich die zerstrittenen Europäer einmal um die eigene Achse gedreht haben, sind sie abgehängt und Trump hat seinen pazifischen Wirtschaftsraum vollendet.
So könnte sich auch seine Haltungsänderung in der Koreafrage erklären.


Die USA unter Trump haben gleich nach seiner Wahl in der Abschlussphase der Verhandlungen zur Traspazifischen Freihandelszone einen Rueckzieher gemacht und alles aufgekuendigt.

Die 11 Laender haben nun das Abkommen ohne die USA abgeschlossen. Ich hoffe die Amis bleiben vorerst draussen, wenigstens sol lange wie der Bullie Trump dort Praesident ist. Insbesondere was Australien betrifft liegt unsere wirtschaftliche Zukunft seit einiger Zeit in Asien und nicht in den USA. Dies gilt auch zum Grossteil fuer die anderen 11 Mitgliedsstaaten inklusive Japan.

Europa ist in Punkten Rohstoffen nicht auf die USA angewiesen. Europa muss lediglich um seine Investitionen in den USA besorgt sein und sich ueberlegen diese in Anbetracht der America First Poiltik des Proleten Praesidenten in andere Regionen zu verlagern.

Das die Trump Admin Australien von den Strafzoellen fuer Stahl und Alu jetzt ausgenommen hat, freut mich keinesfalls im Gegenteil. Ich hoffte es waere nicht dazu gekommen, damit unsere Entwicklung zu Asien hin beschleunigt wuerde und das Freihandelsabkommen mit der EU mit mehr Dringlichkeit verfolgt wird.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon Der General » So 11. Mär 2018, 02:36

zollagent hat geschrieben:(09 Mar 2018, 11:49)

Ja, ich weiß, daß du was gegen die USA hast. Dafür läufst du einem Autokraten nach, der alles andere als ehrbar ist. Ist nicht besser.


Nein, ich laufe niemanden nach, keinen Autokraten und schon gar nicht einen Diktator.

zollagent hat geschrieben:Ja, für Verschwörungen bist du zu haben.


Aber auch nur jene "Verschwörungen" die schon teilweise belegt wurden und ebend nicht von Hobbybloggern aufgelöst wurde ;)

zollagent hat geschrieben:Dabei ist nicht der Bote der Böse, sondern der, der betrügt. Und das war unzweifelhaft die Autoindustrie. Wer ins eigene Nest scheißt, muß sich nicht wundern, wenn das Nest dann "geschädigt" ist. Ich bin durchaus darüber empört, daß die, die all das zu verantworten haben, immer noch auf ihren Aufsichtsratsposten sitzen und wieder mal "nichts gewußt" haben.


Das stimmt Natürlich ! Ich finde es aber trotzdem schon äußerst Merkwürdig, dass man mit so einer "Plumpen Masche" betrogen hat. Es war doch völlig logisch und absehbar, das früher oder später die Luftverschmutzung in den Ballungsgebieten erkannt und die Verursachung ermittelt wird. Ich bin mir noch nicht ganz so sicher wer ALLES dahinter steckt, mit welcher Motivation usw.... Fakt ist, die USA hat letztendlich alles aufgedeckt und die Deutsche Automobil Branche leidet.

zollagent hat geschrieben:
Donald hat vor allem auf Kosten des Staates Geld gemacht. Er hat insgesamt 7 Pleiten hingelegt und wurde von Papi drei mal herausgekauft.


Das war aber ganz zu Anfang, wo der Donald gerade mal 25 Jahre Alt wurde. Danach hat er vieles Richtig gemacht völlig ohne Hilfe seines Vaters.

zollagent hat geschrieben:
Kurzfristiges Denken ist in der Wirtschaft nie angebracht. Selbst dein großer Bruder brauchte 70 Jahre, bis er auf den Bauch fiel. Und er wackelt wieder, weil er genau das, was zu seinem ersten Bankrott führte, eben weiter macht. Was die USA angeht, ob die Wirtschaftsentwicklung so bleibt? Er konnte von Obamas Saat profitieren. Inzwischen gibt es viele kleine Warnzeichen, daß es eben nicht so bleibt. Und daß ihm immer wieder wichtige Leute davonlaufen, sollte man schon registrieren. Weißt du, Geld, das "mehr da ist", aber keine steigende Wirtschaftsleistung abbildet, nennt man Inflation. ;)


Alles nur Spekulation von Dir und hält die Fakten die ich verlinkt hatte nicht Stand.

Insgesamt betrachtet, muß man sagen, dass dieser Trump bemüht ist seine Wahlversprechen einzulösen bzw. umzusetzen, was Grundsätzlich nichts schlechtes ist, denn dafür wurde er gewählt und das sollte man akzeptieren! Er hat seine Visionen und Ideen, genauso wie seine Vorgänger.

Mir fällt in diesem Zusammenhang auch nichts Konkretes ein, was die Vorgänger (Bush-Obama) besser gemacht haben als aktuell dieser Trump?

Im Gegenteil, sollte dieser Trump tatsächlich bald auch noch auf den Nordkoreanischen Diktator zugehen in Form eines Treffens, hätte dieser Donald im Zeichen des Weltfriedens schon einiges mehr erreicht als der ehemalige "Friedensnobelpreisträger Obama" den ich in dieser Auszeichnung als eine Lachnummer ansehe !!! Es wäre Einzigartig und absolut zu Begrüssen, wobei ICH diesen Donald Trump in ein ganz anderes, positives Licht einordnen würde.

Wie schon geschrieben, ich möchte diesen Donald in Keinster weise verteidigen, weil ich diesen Menschlich gesehen ziemlich Unsystematisch finde.

Dennoch akzeptiere ich es, dass die Mehrheit der Amerikaner diesen gewählt hat. Die Bilanzen seines ersten Amtsjahr ist jetzt nicht völlig schlecht, dass Gegenteil ist der Fall, auch wenn die Deutschen Massenmedien völlig durchdrehen und alle 2 Tage etwas Negatives erfinden.

Man muß weiterhin abwarten wie sich alles entwickelt......
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon unity in diversity » So 11. Mär 2018, 04:56

@TheManFromDownUnder
Australien mit Zollsanktionen zu belegen, würde ins Leere laufen, weil euer Außenhandel schon aktuell stark asienorientiert ist. Das ist sehr gut und es garantiert Unabhängigkeit:
http://www.fwu-mediathek.de/blog/wp-con ... 511008.jpg
Außerdem ist Australien reich an Rohstoffen:
https://de.statista.com/graphic/1/24195 ... ralien.jpg
Mit solch einem Land darf es sich ein Trump nicht verscherzen.
Ihr könnt seine Außenpolitik sogar mit einem großen Nutzen für die Welt beeinflussen.
Trump hat mit seiner merkwürdigen Auffassung von Außenhandel nur bestätigt, was die Ursache des US-Außenhandelsbilanzdefizits ist.
Das US-Angebot ist zu teuer, oder taugt nichts.
Oder beides.
Der Fehlbetrag muss durch Kapitalzuflüsse aus dem Ausland finanziert werden.
Trump hat gute Gründe, ein artiges Betragen gegenüber seinen Geldgebern zu zeigen.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » So 11. Mär 2018, 07:51

Die USA will in der Handelsbeschränkung dann eine Ausnahme machen, wenn ein Bündnispartner "sicherheitsrelevante Gründe" geltend machen kann. Sprich, wer seinen Beitrag in der NATO leistet, profitiert.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/t ... 86319.html

Die Bundesregierung will das allerdings nicht verknüpft sehen und setzt auf Diplomatie. Das ähnelt dann der polnischen Haltung gegenüber EU-Nettozahlern, wenn von europäischer Solidarität die Rede ist.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon odiug » So 11. Mär 2018, 08:00

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Mar 2018, 07:51)

Die USA will in der Handelsbeschränkung dann eine Ausnahme machen, wenn ein Bündnispartner "sicherheitsrelevante Gründe" geltend machen kann. Sprich, wer seinen Beitrag in der NATO leistet, profitiert.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/t ... 86319.html

Die Bundesregierung will das allerdings nicht verknüpft sehen und setzt auf Diplomatie. Das ähnelt dann der polnischen Haltung gegenüber EU-Nettozahlern, wenn von europäischer Solidarität die Rede ist.

Das Problem ist, dass damit Trump die EU spalten will, indem er Einzelstaaten bevorzugt.
Und genau das ist auch sein Ziel.
Es ist für eine dominant auftretende USA viel einfacher, einzelne Staaten gegeneinander auszuspielen, als mir der EU als ganzes zu verhandeln.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » So 11. Mär 2018, 08:17

odiug hat geschrieben:(11 Mar 2018, 08:00)

Das Problem ist, dass damit Trump die EU spalten will, indem er Einzelstaaten bevorzugt.
Und genau das ist auch sein Ziel.
Es ist für eine dominant auftretende USA viel einfacher, einzelne Staaten gegeneinander auszuspielen, als mir der EU als ganzes zu verhandeln.

Die deutsche Dominanz in der EU wird zuweilen auch von Partnern kritisiert. Zugespitzt formuliert: Sind wir gegenüber Polen die USA ?

Zum andern, die EU ist auch gar kein Bundesstaat wie die USA - unterschiedliche Länder haben unterschiedliche Budgets, unterschiedliche Politiken und leisten unterschiedliche Beiträge zur NATO-Verteidigung.

Also was tun, Handelskrieg eskalieren oder Beitrag leisten ?
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon unity in diversity » So 11. Mär 2018, 08:25

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Mar 2018, 08:17)

Die deutsche Dominanz in der EU wird zuweilen auch von Partnern kritisiert. Zugespitzt formuliert: Sind wir gegenüber Polen die USA ?

Zum andern, die EU ist auch gar kein Bundesstaat wie die USA - unterschiedliche Länder haben unterschiedliche Budgets, unterschiedliche Politiken und leisten unterschiedliche Beiträge zur NATO-Verteidigung.

Also was tun, Handelskrieg eskalieren oder Beitrag leisten ?

Falls Europa dem Riesenbaby wirksam ins Kreuz treten muß, hat es eine Trumpfkarte im Ärmel.
Die muß freilich ausgespielt werden, bevor alle Züge nach Osten abgefahren sind.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon odiug » So 11. Mär 2018, 08:30

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Mar 2018, 08:17)

Die deutsche Dominanz in der EU wird zuweilen auch von Partnern kritisiert. Zugespitzt formuliert: Sind wir gegenüber Polen die USA ?

Zum andern, die EU ist auch gar kein Bundesstaat wie die USA - unterschiedliche Länder haben unterschiedliche Budgets, unterschiedliche Politiken und leisten unterschiedliche Beiträge zur NATO-Verteidigung.

Also was tun, Handelskrieg eskalieren oder Beitrag leisten ?

Die Bundesstaaten in den USA sind in vielem unabhängiger von der Zentralregierung in Washington, als die Nationalstaaten innerhalb der EU von Brüssel.

Zu deiner Frage: Klage vor der WTO und diplomatisch im Hintergrund ohne öffentliche Aufregung weiter verhandeln, aber fest an dem Zusammenhalt innerhalb der EU arbeiten.
Die Zölle sind ein innenpolitischer Schachzug von Trump an seine Basis.
Dagegen kann die EU derzeit wenig machen.
Die EU sollte allerdings darauf hinweisen, dass internationale Handelsbeziehungen sehr leicht zu zerstören sind und nur sehr schwer wieder aufzubauen, da sich bei einer Störung des Transatlantischen Handels die Gewichtung nach Asien verlagern wird und das verhält sich dann wie ein Schwungrad ... sehr schwer anzuhalten oder gar umzudrehen.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » So 11. Mär 2018, 08:50

odiug hat geschrieben:(11 Mar 2018, 08:30)

Die Bundesstaaten in den USA sind in vielem unabhängiger von der Zentralregierung in Washington, als die Nationalstaaten innerhalb der EU von Brüssel.
Trotzdem kommt die USA für einen Großteil der NATO-Kosten auf, an der osteuropäischen Flanke sitzen amerikanische und kanadische Truppen. Die Europäer beteiligen sich schon an ihrer eigenen Verteidigung, erfüllen aber nicht unbedingt immer das 2-%-Ziel.

Zu deiner Frage: Klage vor der WTO und diplomatisch im Hintergrund ohne öffentliche Aufregung weiter verhandeln, aber fest an dem Zusammenhalt innerhalb der EU arbeiten.
Das ist ja der aktuelle Plan - Diplomatie. Und die Ausgaben für Entwicklungshilfe als Verteidigungskosten geltend machen.

Die Zölle sind ein innenpolitischer Schachzug von Trump an seine Basis.Dagegen kann die EU derzeit wenig machen.
Mexiko, Kanada und weiteren Ländern ist eine Ausnahme in Aussicht gestellt worden.

Die EU sollte allerdings darauf hinweisen, dass internationale Handelsbeziehungen sehr leicht zu zerstören sind und nur sehr schwer wieder aufzubauen, da sich bei einer Störung des Transatlantischen Handels die Gewichtung nach Asien verlagern wird und das verhält sich dann wie ein Schwungrad ... sehr schwer anzuhalten oder gar umzudrehen.
Chinesisches Dumping ist ein großes Problem für Europa. Das hat auch besonders der Franzose Macron erkannt.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » So 11. Mär 2018, 08:55

unity in diversity hat geschrieben:(11 Mar 2018, 08:25)

Falls Europa dem Riesenbaby wirksam ins Kreuz treten muß, hat es eine Trumpfkarte im Ärmel.
Die muß freilich ausgespielt werden, bevor alle Züge nach Osten abgefahren sind.

Wir exportieren in die USA, importieren jedoch aus China. Umgekehrt wird das nicht funktionieren.
TTIP wäre eine Chance gewesen, die USA orientiert sich stattdessen jedoch am Pazifik-Geschäft.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon John Galt » So 11. Mär 2018, 08:56

China: 25% Zoll auf Autos
EU: 10% Zoll auf Autos
USA: 2,5% Zoll auf Autos.

"Trump ist dumm und erklärt der Welt den Handelskrieg"

This means that a tariff implemented by a "large" importing country may raise national welfare


Dann wäre das also auch geklärt. Die Europäer sind es einfach nicht mehr gewöhnt, wenn ein Politiker die Interessen seines Landes vertritt und fangen gleich mit dem Heulen an.

Wenn Europa seine Zölle nicht senkt, würde ich an Trumps Stelle nicht nur mit Zöllen auf Autos drohen, sondern auch einfach das Militär abziehen. Dann kann Juncker mit dem Iwan verhandeln, anstatt mit Trump.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon unity in diversity » So 11. Mär 2018, 08:58

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Mar 2018, 08:55)

Wir exportieren in die USA, importieren jedoch aus China. Umgekehrt wird das nicht funktionieren.
TTIP wäre eine Chance gewesen, die USA orientiert sich stattdessen jedoch am Pazifik-Geschäft.

Aus Rohstoffgründen besteht die Gefahr, daß Trump alle Pazifikanrainer in seine Strategie einbezieht.
Du weißt, wen ich meine.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon odiug » So 11. Mär 2018, 08:59

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Mar 2018, 08:50)

Trotzdem kommt die USA für einen Großteil der NATO-Kosten auf, an der osteuropäischen Flanke sitzen amerikanische und kanadische Truppen. Die Europäer beteiligen sich schon an ihrer eigenen Verteidigung, erfüllen aber nicht unbedingt immer das 2-%-Ziel.
Ich halte das 2% Ziel auch für nicht sonderlich hilfreich.
Die sicherheitspolitischen Aufgaben allein an dem Verteidigungshaushalt zu messen ist kurzsichtig.
Das ist ja der aktuelle Plan - Diplomatie. Und die Ausgaben für Entwicklungshilfe als Verteidigungskosten geltend machen.

Mexiko, Kanada und weiteren Ländern ist eine Ausnahme in Aussicht gestellt worden.

Chinesisches Dumping ist ein großes Problem für Europa. Das hat auch besonders der Franzose Macron erkannt.

Hier ist die Sache: als ich in den USA lebte und zur Happy Hour im financial district an der Wall Street mit den Bankern am Thresen sprach, kam bis 2007 immer eine Bemerkung im Laufe des Abends, sobald meine Herkunft zur Sprache kam, so sicher wie das Amen in der Kirche: Ahhh Germany ... good at metal bendig.
Das war nicht als Kompliment gedacht.
Nach 2007 und der Lehman Pleite änderte sich das.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » So 11. Mär 2018, 09:13

odiug hat geschrieben:(11 Mar 2018, 08:59)

Ich halte das 2% Ziel auch für nicht sonderlich hilfreich.
Die sicherheitspolitischen Aufgaben allein an dem Verteidigungshaushalt zu messen ist kurzsichtig.
So ähnlich argumentieren die Polen auch, die Nettozahler hätten ja auch Vorteile.

Das stärkere Argument ist m. E., dass die Lage hier anders ist als in den USA und somit die Entwicklungs- und Ertüchtigungsprogramme an der Peripherie durchaus sicherheitspolitische Relevanz aufweisen.

Hier ist die Sache: als ich in den USA lebte und zur Happy Hour im financial district an der Wall Street mit den Bankern am Thresen sprach, kam bis 2007 immer eine Bemerkung im Laufe des Abends, sobald meine Herkunft zur Sprache kam, so sicher wie das Amen in der Kirche: Ahhh Germany ... good at metal bendig.
Das war nicht als Kompliment gedacht.
Nach 2007 und der Lehman Pleite änderte sich das.
Das Bleck in China biegen zu lassen, ist ein Problem für Europa. Wir kaufen dort Stahl, exportieren die Autos aber in die USA.

Was spräche eigentlich dagegen, es wie Kanada zu machen?
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » So 11. Mär 2018, 09:25

unity in diversity hat geschrieben:(11 Mar 2018, 08:58)

Aus Rohstoffgründen besteht die Gefahr, daß Trump alle Pazifikanrainer in seine Strategie einbezieht.
Du weißt, wen ich meine.

Ach, die USA ist doch aus TPP ausgestiegen. Diverse Anrainer machen mit CPTPP ihr eigenes Ding, was immerhin 480 Millionen Konsumenten umfasst.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » So 11. Mär 2018, 09:48

Von den US-Schutzzöllen sind Kanada und Mexiko ausgenommen, die zusammen ein Viertel der Stahl-Importe ausmachen. Australien soll ebenfalls ausgenommen werden. Weitere Länder dann, wenn sie ihren Beitrag zur Sicherheitsarchitektur belegen können.

Die EU erwartet, ohne Bedingungen von den Maßnahmen ausgenommen zu werden.

http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 56192.html
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