Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

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relativ
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 13:47

zollagent hat geschrieben:(14 Mar 2018, 11:49)

Auch hier nochmal der Hinweis, daß die 10% Zoll auf US-Automobile in Europa EIN WUNSCH DER USA WAREN. Die wollten schlichtweg nicht, daß die US-Soldaten in Europa ihre subventionierten Mustangs, Camaros oder Chevys an europäische Bürger verscheuern. Trump weiß das offenbar gar nicht. Bei seinem allgemeinen Wissenszustand auch kein Wunder. Und die, die was wissen, wirft oder ekelt er hinaus.

Echt, das ist mir echt neu.
Offiziell wird der Unterschied ja von einigen Experten gehört, aber das er diesen Hintergrund haben könnte noch nicht.
Allerdings habe ich auch noch kein Argument gehört/gelesen, warum es diesen Unterschied überhaupt gibt, der ja ziemlich groß erscheint. Ich habe im ersten reflex gedacht, dies läge an den vielen Staaten in der EU mit ihren unterschiedlichen gewollten Kuchenstücken.
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Orbiter1
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon Orbiter1 » Mi 14. Mär 2018, 15:28

Das Weiße Haus bestätigt, dass man das Handelsdefizit mit China um 100 Milliarden Dollar senken will. 2017 lag das Defizit bei 375 Milliarden Dollar. Mal sehen ob da auch noch eine Zahl für Deutschland kommt.
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relativ
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 15:33

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Mar 2018, 15:28)

Das Weiße Haus bestätigt, dass man das Handelsdefizit mit China um 100 Milliarden Dollar senken will. Mal sehen ob da auch noch eine Zahl für Deutschland kommt.

Ich kann es sogar ziemlich gut nachvollziehen, das es für ein Land, mit einem Selbstverständnis der USA, ziemlich hart sein muss, wenn man auf einmal so ein großes Handelsdefizit gegenüber Deutschland, oder China hat.
Nur eins darf man hier nicht vergessen. Die USA waren ja Hauptsächlich die treibende Kraft bei der Globalisierung und des freien Welthandels, weil sie sich natürlich mit ihren vielen großen Weltkonzernen und Innovationen ein Vorteil versprachen und die Ressourcen brauchten. Was ja auch sehr lange Zeit genauso war und gut für sie lief.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 15. Mär 2018, 00:32

zollagent hat geschrieben:(14 Mar 2018, 13:05)

Durchaus, vor allem, wenn die Kisten noch relativ neu sind. Und wenn's Zuhälter sind, die von einem Camaro oder einem Mustang träumen. Aktuell kostet ein subventionierter Mustang für den US-Soldaten 35.000 US-$ gegenüber dem Preis für John Doe in den USA knapp 45.000 US-$. Da ist die Versuchung groß, so eine Kiste zu kaufen und gleich wieder an einen deutschen Abnehmer zu verkaufen. Das gab's auch vielfach, deshalb wurden diese Zölle eingeführt. Wie gesagt, auf Wunsch der US-Seite.


Das klingt so aehnlich was sich bei uns abspielte vor zig Jahren als es noch hohe Zoelle auf importierte Autos gab. Einwanderer und Australier die laenger als 6 Monate im Ausland lebten durften 1 mal ein brandneues Auto einfuehren.

Mercedes, Jaguar, Rolls Royce und alles sehr luxurioeses war sehr beliebt.

Das ging so. Man kaufte zB einen Mercedes direkt ab Fabrik. Keine Mehrwertsteuer, da ausgefuehrt nach Australien. In Australien musste man dann vor dem Weiterkauf, das Auto 1 Jahr besitzen. Also eingemottet und dann mit einem sehr satten Gewinn verscherbelt.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 16. Mär 2018, 10:47

relativ hat geschrieben:(14 Mar 2018, 11:01)

Ja natürlich ist dies schon länger ein Thema bei der NATO und den USA. Aber glaubt hier jemand , die würden ihre Stützpunkte die sie in Deutschland noch haben aufgeben? Die sind doch nicht mehr da um Deutschland effektiv verteidigen zu können, sondern dienen den Interessen der USA als Basis für ihre militärischen Ausflüge z.B. im Naher Osten ect.
Das hat doch auch gar nix mit den aktuell wirtschaftlichen Problemen einiger Industriezweige in den USA zu tun. Die USA würde auch nicht weniger für den Militärhasuhalt ausgeben, schon gar nicht unter diesen Präsidenten.

Sie sollen ihre Stützpunkte ja auch nicht aufgeben, die atlantische Rückversicherung ist genau das, was den Frieden in Europa sichert. Es geht eher darum, wie stark die Selbstbeteiligung der Europäer ausfallen soll.
Eine Stabilisierung der Krisenregionen rund um Europa herum, inklusive des Nahen Ostens, wird es ohne Engagement kaum geben können.

Also eine Gegenleistung wäre ja schon mal, wenn Berlin sich in der EU dafür einsetzen würde, daß z.B. die Autozölle angeglichen würden.
Btw. sowas sollte ja unter anderem TITIP regeln, wer hat die verhandlungen nochmal einseitig gekündigt?
Sorry aber wer seine innerpolitische Interessen so dreist auf Kosten seiner int. Partner abwickelt, kann von mir kein Entgegenkommen erwarten.
Die internationale Sicherheit ist im Interesse aller Westmächte. Wir sollten daher das tun, was schon zu Obamas Zeiten versäumt worden ist, nämlich den angemessenen Beitrag leisten.
Und das chinesische Dumping-Prinzip kostet auch hier Arbeitsplätze, ganz "innenpolitisch". Darauf verwies beispielsweise Macron schon vor seiner Wahl in einem Interview. Er meinte damit, die EU werde gebraucht, weil man vereinzelt im globalen Prozess an die Wand gespielt werde.

Wir brauchen also Partner und wir müssen unseren Beitrag leisten.
Alternativ dazu kommt man in jenen Strudel, der bereits in den 1920-er und 30-er Jahren so verfänglich war - Protektionismus, Austerität, Isolationismus und Appeasement.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon relativ » Fr 16. Mär 2018, 11:05

DarkLightbringer hat geschrieben:(16 Mar 2018, 10:47)

Sie sollen ihre Stützpunkte ja auch nicht aufgeben, die atlantische Rückversicherung ist genau das, was den Frieden in Europa sichert. Es geht eher darum, wie stark die Selbstbeteiligung der Europäer ausfallen soll.
Eine Stabilisierung der Krisenregionen rund um Europa herum, inklusive des Nahen Ostens, wird es ohne Engagement kaum geben können.
Eben und darum fällt das auch als Trump Argument im aktuellen Handelsstreit m.M. weg, es ist einfach keins.
Die internationale Sicherheit ist im Interesse aller Westmächte. Wir sollten daher das tun, was schon zu Obamas Zeiten versäumt worden ist, nämlich den angemessenen Beitrag leisten.
Und das chinesische Dumping-Prinzip kostet auch hier Arbeitsplätze, ganz "innenpolitisch". Darauf verwies beispielsweise Macron schon vor seiner Wahl in einem Interview. Er meinte damit, die EU werde gebraucht, weil man vereinzelt im globalen Prozess an die Wand gespielt werde.
Anderes Thema welches ja schon zur genü+ge aufgemacht wurde, sowohl von Obama als auch von Trump, nur damals in keinen angedrohten Zusammenhang mit irgendwelchen Zöllen, oder Handelsbarrieren.
Die Chinesen setzen das um, was der sogenannte Westen (deren Firmen mit Hilfe der politik) im globalen Handel forciert haben, sich jetzt darüber zu beschweren, daß ein anderer Spieler die gleichen Hebel ansetzt und damit erfolgreich ist, ist m.M. heuchlerisch.

Wir brauchen also Partner und wir müssen unseren Beitrag leisten.
Alternativ dazu kommt man in jenen Strudel, der bereits in den 1920-er und 30-er Jahren so verfänglich war - Protektionismus, Austerität, Isolationismus und Appeasement.

Kein Widerspruch , aber es hat nunmal nix mit den fehlgeleiteten Argumenten eines Trumps zu tu, warum er jetzt auf Handelsbarrieren setzt.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 16. Mär 2018, 11:33

relativ hat geschrieben:(16 Mar 2018, 11:05)

Eben und darum fällt das auch als Trump Argument im aktuellen Handelsstreit m.M. weg, es ist einfach keins.
Man könnte sich aber genau darauf einigen - auf einen Handelsstreit verzichtet man, dafür leisten Europäer einen stärkeren Beitrag zur internationalen Sicherheitsarchitektur.

Anderes Thema welches ja schon zur genü+ge aufgemacht wurde, sowohl von Obama als auch von Trump, nur damals in keinen angedrohten Zusammenhang mit irgendwelchen Zöllen, oder Handelsbarrieren.
Die Chinesen setzen das um, was der sogenannte Westen (deren Firmen mit Hilfe der politik) im globalen Handel forciert haben, sich jetzt darüber zu beschweren, daß ein anderer Spieler die gleichen Hebel ansetzt und damit erfolgreich ist, ist m.M. heuchlerisch.
Da müsste man jetzt ins Detail gehen. Kurz und griffig sagt Macron, fairer Freihandel ist etwas anderes als unfairer Freihandel. Nicht der Freihandel als solcher ist das Problem, sondern die künstliche Verzerrung.

Oder, um es mal ganz plastisch auszudrücken, könnte man die Arbeitnehmer und Familien in Deutschland oder Frankreich fragen: Seit ihr bereit, eure Jobs in der Stahlindustrie oder in der Textilbranche aufzugeben, weil ein Parteichef in China das so möchte und zum Mittel der sog. Subvention greift?

Kein Widerspruch , aber es hat nunmal nix mit den fehlgeleiteten Argumenten eines Trumps zu tu, warum er jetzt auf Handelsbarrieren setzt.
Mir ist Trump schon allein aufgrund der Russland-Affäre suspekt, aber so widersinnig ist die US-Position nicht oder jedenfalls nicht in allem.
Obama wollte die Ukraine-Krise im wesentlichen Angela Merkel überlassen. Okya, kann man so sehen, als ein europäisches Problem. Und, kam man voran? Oder der Atom-Deal mit den Iranern... hat es die Region irgendwie beruhigt?

Ich denke, Europa muss robuster und erwachsener werden und sich dabei die Ziele und Partner genau überlegen.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon relativ » Fr 16. Mär 2018, 13:29

Oder, um es mal ganz plastisch auszudrücken, könnte man die Arbeitnehmer und Familien in Deutschland oder Frankreich fragen: Seit ihr bereit, eure Jobs in der Stahlindustrie oder in der Textilbranche aufzugeben, weil ein Parteichef in China das so möchte und zum Mittel der sog. Subvention greift?
Ups, ein wenig spät meinste nicht auch? Das hätte man dann vorher fragen sollen, um dann nach der Aufklärung was passieren könnte, den Bürger zu fragen, ob sie diesen Risiko bereit sind mitzugehen.
Mir ist Trump schon allein aufgrund der Russland-Affäre suspekt, aber so widersinnig ist die US-Position nicht oder jedenfalls nicht in allem.
Widersinnig ist einzig und allein seine Rhetorik und erklärenden Argumente warum er sowas macht.
Obama wollte die Ukraine-Krise im wesentlichen Angela Merkel überlassen. Okya, kann man so sehen, als ein europäisches Problem. Und, kam man voran? Oder der Atom-Deal mit den Iranern... hat es die Region irgendwie beruhigt?

Nun man könnte jetzt ketzerisch Fragen, was die US Regierungen nach dem " Weltkrieg so hinbekommen haben , bei Konfliktbereinigun.
Mom...ich überlege...sorry, mir fällt hier keine einzige ein. Nimmt man evtl. die Balkankrise mal aus, wo sie auch mit Federführend waren.
Ich denke, Europa muss robuster und erwachsener werden und sich dabei die Ziele und Partner genau überlegen.
Ja da gehe ich mit, nur wird dies das Trumpproblem aktuell eben nicht aus der Welt schaffen
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon zollagent » Fr 16. Mär 2018, 18:31

Schaut Euch doch mal an, in wie vielen Firmen in Europa oder Asien US-Kapital steckt. Dann wißt Ihr schon mehr als Trump. Die US-Wirtschaft hat sich doch überall eingekauft, und nutzt jetzt Qualitäts- oder auch Kostenvorteile für ihre Produkte in den Ländern, in denen sie investiert hat. Offenbar weiß das ein Herr Trump nicht.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon zollagent » Fr 16. Mär 2018, 18:40

relativ hat geschrieben:(14 Mar 2018, 13:47)

Echt, das ist mir echt neu.
Offiziell wird der Unterschied ja von einigen Experten gehört, aber das er diesen Hintergrund haben könnte noch nicht.
Allerdings habe ich auch noch kein Argument gehört/gelesen, warum es diesen Unterschied überhaupt gibt, der ja ziemlich groß erscheint. Ich habe im ersten reflex gedacht, dies läge an den vielen Staaten in der EU mit ihren unterschiedlichen gewollten Kuchenstücken.

Nein, das ist ernsthaft ein US-Wunsch gewesen. Da waren US-Soldaten, die haben mit dem Ankauf der für Soldaten "Overseas" stark subventionierten Autos und deren Wiederverkauf mehr Geld gemacht als mit ihrem regulären Job. Heute ist das weitgehend reguliert, da dürfen die Soldaten nur in bestimmten Zeitabständen neue subventionierte Fahrzeuge kaufen und verkaufen dürfen sie ihre Wertgegenstände (also nicht nur Autos) nur mit Genehmigung ihrer Einheit. Dafür gibt es ein eigenes Formular, das der Zollbehörde abgestempelt und unterschrieben vom zuständigen Offizier der Einheit und vollständigen Angaben über den Verkaufsgegenstand vorliegen muß. Wen's interessiert, es ist die AE-Form 550-175b. Neue Artikel dürfen auch nur nach Begutachtung und Feststellung eines Totalschadens (z.B. durch Unfall) vor Ablauf einer Mindestbesitzzeit (meist 6 Monate), bei Autos länger, weiß aber nicht genau, wie viel, an Nicht-US-Militärangehörige verkauft werden.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon Voight-Kampff » Mi 21. Mär 2018, 10:36

Bin grade über diesen Aufsatz gestolpert und dachte ich lass ihn mal hier.

We study the effects of local partisanship in a model of electoral competition. Voters care about policy, but they also care about the identity of the party in power. These party preferences vary from person to person, but they are also correlated within each state. As a result, most states are biased toward one party or the other (in popular parlance, most states are either ‘red’ or ‘blue’). We show that, under a large portion of the parameter space, electoral competition leads to maximization of welfare with an extra weight on citizens of the ‘swing state:’ the one that is not biased toward either party. The theory applies to all areas of policy, but since import tariffs are well-measured they allow a clean test. We show empirically that the US tariff structure is systematically biased toward industries located in swing states, after controlling for other factors. Our best estimate is that the US political process treats a voter living in a non-swing state as being worth 77% as much as a voter in a swing state. This represents a policy bias orders of magnitude greater than the bias found in studies of protection for sale.


Vorabversion umsonst: https://economics.yale.edu/sites/defaul ... _04-16.pdf
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon H2O » Fr 23. Mär 2018, 15:02

In den Mittagsnachrichten des Deutschlandfunks 2018-03-23:

Die EU wird von den "Strafzöllen" für Stahl und Aluminium ausgenommen; das gilt auch für Süd- Korea und Australien. Offenbar bleibt derzeit nur China im Blick der Administration Trumps.

Dann dürfen wir als Europäer doch sagen: "Vielen Dank und herzlichen Glückwunsch, Frau Malmström; gut verhandelt!"
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon Enas Yorl » Fr 23. Mär 2018, 15:21

H2O hat geschrieben:(23 Mar 2018, 15:02)Die EU wird von den "Strafzöllen" für Stahl und Aluminium ausgenommen

Vorerst ausgenommen, das gilt erst einmal nur bis zum 1. Mai. Zum Jubeln ist es da noch etwas zu früh. Das kann aber auch nur daran liegen, das die unterbesetzte US-Administration schon damit überfordert ist, das Paket von 60 Milliarden Dollar an Zöllen gegen China zu erarbeiten. Da hat man die Konfrontation mit der EU möglicherweise nur aufgeschoben.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon H2O » Fr 23. Mär 2018, 15:33

Enas Yorl hat geschrieben:(23 Mar 2018, 15:21)

Vorerst ausgenommen, das gilt erst einmal nur bis zum 1. Mai. Zum Jubeln ist es da noch etwas zu früh. Das kann aber auch nur daran liegen, das die unterbesetzte US-Administration schon damit überfordert ist, das Paket von 60 Milliarden Dollar an Zöllen gegen China zu erarbeiten. Da hat man die Konfrontation mit der EU möglicherweise nur aufgeschoben.


Also, ich will jetzt erst einmal an das Gute in der US-Administration glauben! :)
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon Alana4 » Fr 23. Mär 2018, 15:47

H2O hat geschrieben:(23 Mar 2018, 15:33)

Also, ich will jetzt erst einmal an das Gute in der US-Administration glauben! :)


Der ist gut! :D :D :D Das "Gute" in der US-Administration! :D :D Das GUTE !!!!!!! :D :D :D Bei denen war noch NIE irgend etwas "gut"- allenfalls etwas weniger schlecht, aber noch NIE wirklich gut.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon Enas Yorl » Fr 23. Mär 2018, 15:57

H2O hat geschrieben:(23 Mar 2018, 15:33)
Also, ich will jetzt erst einmal an das Gute in der US-Administration glauben! :)

Über die US-Administration will ich jetzt nicht den Stab brechen. Eigentlich tun mir die Minister und ihre Mitarbeiter eher leid. Das aber ihr Chef jetzt auf einmal gegenüber der EU gut beraten ist, obgleich er sein Land gerade in einen Handelskrieg mit China treibt, würde ich nicht vermuten. Ein Handelskrieg mit der EU bietet für Trump weniger Prestige, und mehr Kritiker unter den Republikanern, als gegenüber China. Das die EU hier langfristig davonkommt, nur weil man auf den 2. Platz in der Warteschleife hängt, kann man nur hoffen.
Zuletzt geändert von Enas Yorl am Fr 23. Mär 2018, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon H2O » Fr 23. Mär 2018, 16:18

Alana4 hat geschrieben:(23 Mar 2018, 15:47)

Der ist gut! :D :D :D Das "Gute" in der US-Administration! :D :D Das GUTE !!!!!!! :D :D :D Bei denen war noch NIE irgend etwas "gut"- allenfalls etwas weniger schlecht, aber noch NIE wirklich gut.


Ja, gibt es denn gar keine Liebe mehr unter den Menschen? :eek:
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon Cat with a whip » Fr 23. Mär 2018, 16:25

Wo ist denn jetzt der Handelskrieg? :D Mir scheint der Luftballon von Mr. Prahlhans ist wiedermal geplatzt.
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Re: Trump erklärt der Welt den (Handels)krieg

Beitragvon Enas Yorl » Mo 26. Mär 2018, 15:40

Südkorea hat sich als erster Verbündeter mit den Vereinigten Staaten auf eine dauerhafte Ausnahme von den Stahl- und Aluminiumzöllen geeinigt. Amerika erlaubt Südkorea die Einfuhr einer begrenzten Menge Stahl ohne die von Präsident Donald Trump verhängten Zusatzzölle. Im Gegenzug öffnet Südkorea seinen Markt für amerikanische Autos weiter und akzeptiert, dass die Vereinigten Staaten Handelsschranken für Pick-Up-Lastwagen 20 Jahre länger behalten als bisher vereinbart.

Ja Trump ist schon ein Dealmaker. ;)

Im Gegenzug öffnet Südkorea seinen Automarkt für amerikanische Autos weiter. Jeder amerikanische Autobauer darf künftig 50.000 Autos im Jahr nach Südkorea exportieren, die nur den amerikanischen und nicht den koreanischen Sicherheitsvorschriften genügen. Das ist doppelt soviel wie zuvor. Das ist ein Pyrrhus-Sieg. Denn schon jetzt schafft es keiner der amerikanischen Autobauer, die 25.000-Auto-Grenze zu erreichen. Ford Motor und General Motors exportieren im Jahr weniger als 10.000 Autos nach Südkorea.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/suedkorea-erwirkt-mit-automarkt-oeffnung-schonfrist-fuer-stahlzoelle-15513073.html

Nur leider verkaufen sich amerikanische Autos in Südkorea eher schlecht. Und das legt den Finger auf die eigentliche Ursache, des US-Handelsdefizits. Viele der klassischen US-Exportindustrien haben es versäumt, ihre Produkte an die spezifischen Bedürfnisse und Nachfragen der einzelnen Märkte anzupassen. Das Problem löst man weder mit Deals oder Handelskriegen, sondern nur indem die US-Hersteller ihre Hausaufgaben machen.
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