USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Moderator: Moderatoren Forum 3

tabernakel
Beiträge: 520
Registriert: Do 26. Mär 2015, 11:12

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon tabernakel » Do 22. Feb 2018, 02:00

H2O hat geschrieben:(21 Feb 2018, 21:48)
Nix da! Verantwortung trägt derjenige, der in Friedenszeiten an der Spitze dieser Armee steht. Das ist nach Grundgesetz der Verteidigungsminister. Das Parlament tut seine Pflicht durch den Wehrbeauftragten und durch den Verteidigungsausschuß. Daher kommen doch auch die monatlichen Schreckensmeldungen. Der Minister muß seiner Verantwortung gerecht werden oder sein Amt zur Verfügung stellen, wenn ihm das nach Lage der Dinge nicht möglich ist. Der Verein muß funktionieren nach Maßgabe der Regierung. Und der Minister hat zu fordern, daß ihm die dazu notwendigen Mittel zugeteilt werden oder die Maßgabe geändert wird. Schönfärberei hilft niemandem weiter. Und eine Führung in der alle verantwortlich sind und deshalb niemand, die brauchen wir auch nicht. Das ist der Traum eines Beamten, aber nicht das, was eine Armee braucht!

Nochmal, alles richtig was Du sagst, aber am Ende erklärt das Versagen einer einzelnen Person nicht warum die Bundeswehr in dem Zustand ist in dem sie ist. Die Gründe liegen für mich viel tiefer, z.B. bei dem was einen Gabriel, als maßgeblicher Vertreter einer von zwei Volksparteien dieses Landes, auf die Frage warum wir als Bundesrepublik die in der Nato vereinbarten 2%-BIP im Verteidigungshaushalt nicht einhalten, zu folgender Antwort trieb: "Ich glaube, dass eine isolierte Betrachtung von Verteidigungsetats nicht viel hilft".

Das meine ich mit gesamt-gesellschaftlichem Problem. Deutschland kann und soll für Flüchtlingshilfe und Integration ausgeben was es sich leisten will, DAS ist eine Diskussion wo sich unsere Volksparteien reiben sollten. Aber das ist eben kein Argument das vereinbarte Minimum beim Verteidigungsetat zu unterschreiten. Und auch keine Entschuldigung! Der Verteidigungsetat ist sowas wie die Miete für uns und unsere Verbündeten, und daher in der Tat ohne wenn und aber vom Rest zu isolieren, genauso wie wir im privaten die Miete vom Rest unsere Ausgabe isolieren weil die zuerst kommt. Sie ist neben der Einsatzfähigkeit unserer Streitkräfte eine Art Quittung die unseren Verbündeten sagt "ja, die Deutschen meinen das mit dem Bündnis ernst, wir können uns auf sie verlassen". Im Prinzip zahlen wir gerade unsere Miete nicht, und das zieht dann irgendwann einen Diktator an der uns aus der Wohnung schmeisst, und dann brauchen wir uns über den Rest unserer Ausgaben keinen Kopf mehr machen. Erdogan z.B. hatte jahrelang Zeit sich u.A. Bundeswehr-Streitkräfte in der Türkei bei der Arbeit anzugucken, und der kriegte die Berichte über den Zustand unserer Marine natürlich auch mit. Der ist so beeindruckt dass er die Verhandlungen mit der EU um die Zukunft Zyperns abbrach, und nun stattdessen seine Flotte im umstrittenen See-Gebiet davor Manöver fahren lässt. Im Endeffekt sagt er uns "mit Leuten die sich sowieso nicht wehren wollen/können muss ich nicht verhandeln, das nehme ich mir einfach".

Wir haben aus den Augen verloren dass wir auch nur Mieter sind, und dass die anderen aktuell auf unsere Wohnung mit aufpassen. Spannenderweise fiel den Engländern, eine Partei die letztlich bisher die Hauptlast der EU-Verteidigung stemmte, bei der Brexit-Diskussion durchaus auf dass keiner ihren Anteil an der Verteidigung der EU ẃertzuschätzen scheint. Was wohl zu einem kleinen Teil dazu beigetragen hat dass deren Brexit-Entscheidung so ausfiel wie sie ausfiel - um Haaresbreite für den Austritt, und das mit einem Clown wie Boris Johnson als Gallionsfigur der Befürworter.
Benutzeravatar
Ger9374
Beiträge: 2667
Registriert: Sa 19. Nov 2016, 05:39
Benutzertitel: Einigkeit,Recht und Freiheit!!

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon Ger9374 » Do 22. Feb 2018, 03:44

Wenn wir in einem zustand des krisenlosen Europas, und einer befriedeten Welt lebten , wäre mir die BW nicht ganz so wichtig. Nun ist dem nicht so, und wir haben verpflichtungen zu erfüllen.Wenn die Bundeskanzlerin allerdings nicht offen zu diesen verpflichtungen steht, hat sie solche auch nicht einzugehen.Auch eine art sich unbeliebt bei Partnern zu machen.Und gerade jetzt
wo Terrorismus und militärische Agression wieder hoffähig wird,muss Europa und die Nato ein zuverlässiges Deutschland mit intakter BW an seiner seite wissen. So wie es andersrum auch jahrzehnte funktionierte. Es ist leichtsinnig und fahrlässig bewährtes in frage zu stellen!!
Hatte Frau Merkel mit der NVA auch solche probleme!?:-))
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
Benutzeravatar
Excellero
Beiträge: 971
Registriert: So 16. Nov 2014, 12:32
Benutzertitel: Abgehängter AfD Wähler

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon Excellero » Do 22. Feb 2018, 07:55

Hyde hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:35)

Der Terrorismus hat auch vor dem 11. September existiert, sonst wäre es zum 11. September auch gar nicht gekommen. Dann hieße es halt Al Quaida statt IS.


Gibts heute beides... dazu noch Al Nusra und 20 weitere... auch ein Erfolg...

Hyde hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:35)

Wo stünde denn Afghanistan heute, wenn man dort Anfang des Jahrtausends nicht endlich im letzten Moment eingegriffen hätte?


Vermutlich auf dem selben Fleck wie damals...

Hyde hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:35)
Der Irak ist heute im Übrigen ein stabilerer Staat als sein Nachbarland Syrien, das historisch gesehen eigentlich stets stabiler war als der Irak. Ich will mir nicht vorstellen, in was für einen fatalen Bürgerkrieg der Irak geraten wäre, wenn dort zu Beginn des arabischen Frühlings noch Saddam Hussein (oder sein Nachfolger) an der Macht gewesen wäre, so wie Assad in Syrien.


Es ist unfassbar... die USA sind doch maßgeblich verantwortlich für diesen "Arabischen Frühling" ohne diese verbrecherische Regiemchange Politik wäre heute Irak wie Syrien gleich stabil wie zuvor.

Hyde hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:35)
Der Nahe Osten war seit dem Zerfall des Osmanischen Reiches immer ein Pulverfass und extrem rückständig, ist schon witzig, wenn manche so tun, als hätte das alles 2001 erst begonnen und wäre die Schuld des „Großen Satans“.


Natürlich aber das liegt an der Religion.

Hyde hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:35)
Solange die USA noch den Anspruch haben, Weltpolizist zu sein, so lange gibt es noch Hoffnung. Wenn sich der Westen (= die USA) aus den Krisenregionen zurückziehen würde und dort Machtvakuum entstehen würde, das andere dann nutzen (was jetzt schon teilweise geschieht), dann Gute Nacht an die Welt.


Dieses Machtvacuum gibt es doch erst durch das Eingreifen der USA. Ausserdem muss man sich ja nicht zurückziehen, man müsste nur die Art des Engagements ändern... statt Bomben werfen sollte man solche Staaten in die Weltwirtschaft einbinden. Dann gäb es auch gleich bedeutend weniger Terroristen.

Hyde hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:35)
Dass ausgerechnet das mächtigste Land der Welt seit je her für Demokratie, Freiheit und Marktwirtschaft kämpfte, ist ein unfassbarer nicht selbstverständlicher Glücksfall gewesen.


Die kämpften nicht für Demokratie sodern für den Kapitalismus. Die Demokratie ist jedoch zugegebenermaßen ein glücklicher Nebeneffekt...
Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muß man eigenen haben.
-Immanuel Kant
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20017
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon H2O » Do 22. Feb 2018, 09:00

tabernakel hat geschrieben:(22 Feb 2018, 02:00)

Nochmal, alles richtig was Du sagst, aber am Ende erklärt das Versagen einer einzelnen Person nicht warum die Bundeswehr in dem Zustand ist in dem sie ist. Die Gründe liegen für mich viel tiefer, z.B. bei dem was einen Gabriel, als maßgeblicher Vertreter einer von zwei Volksparteien dieses Landes, auf die Frage warum wir als Bundesrepublik die in der Nato vereinbarten 2%-BIP im Verteidigungshaushalt nicht einhalten, zu folgender Antwort trieb: "Ich glaube, dass eine isolierte Betrachtung von Verteidigungsetats nicht viel hilft".

Das meine ich mit gesamt-gesellschaftlichem Problem. Deutschland kann und soll für Flüchtlingshilfe und Integration ausgeben was es sich leisten will, DAS ist eine Diskussion wo sich unsere Volksparteien reiben sollten. Aber das ist eben kein Argument das vereinbarte Minimum beim Verteidigungsetat zu unterschreiten. Und auch keine Entschuldigung! Der Verteidigungsetat ist sowas wie die Miete für uns und unsere Verbündeten, und daher in der Tat ohne wenn und aber vom Rest zu isolieren, genauso wie wir im privaten die Miete vom Rest unsere Ausgabe isolieren weil die zuerst kommt. Sie ist neben der Einsatzfähigkeit unserer Streitkräfte eine Art Quittung die unseren Verbündeten sagt "ja, die Deutschen meinen das mit dem Bündnis ernst, wir können uns auf sie verlassen". Im Prinzip zahlen wir gerade unsere Miete nicht, und das zieht dann irgendwann einen Diktator an der uns aus der Wohnung schmeisst, und dann brauchen wir uns über den Rest unserer Ausgaben keinen Kopf mehr machen. Erdogan z.B. hatte jahrelang Zeit sich u.A. Bundeswehr-Streitkräfte in der Türkei bei der Arbeit anzugucken, und der kriegte die Berichte über den Zustand unserer Marine natürlich auch mit. Der ist so beeindruckt dass er die Verhandlungen mit der EU um die Zukunft Zyperns abbrach, und nun stattdessen seine Flotte im umstrittenen See-Gebiet davor Manöver fahren lässt. Im Endeffekt sagt er uns "mit Leuten die sich sowieso nicht wehren wollen/können muss ich nicht verhandeln, das nehme ich mir einfach".

Wir haben aus den Augen verloren dass wir auch nur Mieter sind, und dass die anderen aktuell auf unsere Wohnung mit aufpassen. Spannenderweise fiel den Engländern, eine Partei die letztlich bisher die Hauptlast der EU-Verteidigung stemmte, bei der Brexit-Diskussion durchaus auf dass keiner ihren Anteil an der Verteidigung der EU ẃertzuschätzen scheint. Was wohl zu einem kleinen Teil dazu beigetragen hat dass deren Brexit-Entscheidung so ausfiel wie sie ausfiel - um Haaresbreite für den Austritt, und das mit einem Clown wie Boris Johnson als Gallionsfigur der Befürworter.


Schon verstanden; das ist aber ein weit verbreitetes Leiden, daß Verantwortung so weit verteilt wird., daß am Ende niemand zu greifen ist. Ich kenne so etwas aus meinem Unternehmen. Irgendwann hatten wir ein Management, das für die Beschaffung von 5 Tonerkartuschen 7 (sieben) Unterschriften notwendig machte. Anfangs war ich selbst verantwortlich, daß mit dem Geld der Firma kein Aaskram gemacht wurde. Da hätte man mich auch greifen können, um mich zu maßregeln. Bei 7 Unterschriften ist die Welt dann für jeden Beteiligten in Ordnung. Die kann man im Kreis aufstellen, und reiheherum zeigen die Leute dann auf den nächsten Kollegen. Irgendwann waren es dann wieder 2 Unterschriften, und sachlich verantwortlich war nur die erste. Die zweite sagte nur "Ist registriert".

Und wiederholt: Wenn ich Minister bin, höre ich mir die Richtlinien der Politik des Regierungschefs an. Also Ziele und Mittelzuweisung. Das prüfe ich sachlich, und wenn Ziele und Mittel nicht zusammenpassen, dann sage ich das und fordere einen Abgleich. Aber in meine Verantwortung redet mir danach niemand von "oben" oder von allen Seiten herein. Das sage ich den Leuten auch so klar. Und gebe das Amt zurück, wenn ich erkenne, daß ich ihm nicht gewachsen bin.

Mit meiner Amtsauffassung können Sie sich darauf verlassen, daß letztlich vereinbarte Ziele erreicht werden, daß die Regierung getrost ihre Arbeit machen kann. Das erwarte ich auch von den nachgeordneten Stellen, und wehe, wenn ich eine Stelle ertappe, die mich über Mißstände hinweg täuschen will.

Das alles vermisse ich bei der Ministerin; auch die Härte, wenn Verwaltungen sich gegenseitig Beine stellen. Was da um das Standardgewehr G36 abgelaufen ist... nicht zu fassen. Und das geht immer weiter so? Ein Irrsinn, Geld- und Zeitvergeudung!
tabernakel
Beiträge: 520
Registriert: Do 26. Mär 2015, 11:12

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon tabernakel » Do 22. Feb 2018, 18:36

H2O hat geschrieben:(22 Feb 2018, 09:00)
Schon verstanden; das ist aber ein weit verbreitetes Leiden, daß Verantwortung so weit verteilt wird., daß am Ende niemand zu greifen ist. Ich kenne so etwas aus meinem Unternehmen. Irgendwann hatten wir ein Management, das für die Beschaffung von 5 Tonerkartuschen 7 (sieben) Unterschriften notwendig machte. Anfangs war ich selbst verantwortlich, daß mit dem Geld der Firma kein Aaskram gemacht wurde. Da hätte man mich auch greifen können, um mich zu maßregeln. Bei 7 Unterschriften ist die Welt dann für jeden Beteiligten in Ordnung. Die kann man im Kreis aufstellen, und reiheherum zeigen die Leute dann auf den nächsten Kollegen. Irgendwann waren es dann wieder 2 Unterschriften, und sachlich verantwortlich war nur die erste. Die zweite sagte nur "Ist registriert".

Und wiederholt: Wenn ich Minister bin, höre ich mir die Richtlinien der Politik des Regierungschefs an. Also Ziele und Mittelzuweisung. Das prüfe ich sachlich, und wenn Ziele und Mittel nicht zusammenpassen, dann sage ich das und fordere einen Abgleich. Aber in meine Verantwortung redet mir danach niemand von "oben" oder von allen Seiten herein. Das sage ich den Leuten auch so klar. Und gebe das Amt zurück, wenn ich erkenne, daß ich ihm nicht gewachsen bin.

Da sind wir uns absolut einig, nur gilt diese Kritik für den gesamten Beamtenapparat (die Teile in der Wirtschaft die so arbeiten dürften inzwischen großteils Konkurs gegangen sein). Siehe Berliner Flughafen. Ist in den USA nur noch ausgeprägter weil die Generäle dort nach Abschluss von Rüstungsgeschäften regelmäßig in die Vorstandsetagen huschen, gerade wenn wieder mal ein Rüstungsprojekt extrem über dem Budget lag - letztlich also eine dort weitverbreitete Form der Korruption.

H2O hat geschrieben:Das alles vermisse ich bei der Ministerin; auch die Härte, wenn Verwaltungen sich gegenseitig Beine stellen. Was da um das Standardgewehr G36 abgelaufen ist... nicht zu fassen. Und das geht immer weiter so? Ein Irrsinn, Geld- und Zeitvergeudung!

Bei der Ablösung des G36 geht es meiner Meinung nach nicht wirklich um die "Mängel" die 20 Jahre nach Einführung unter Extrembedingungen festgestellt wurden welche maximal in Afghanistan herrschen, sondern schlicht dass die Waffe monolithisch designed wurde und daher keine Erweiterungen via Rail-Systemen erlaubt. Und letzteres wurde nach Einführung schnell Standard in der Welt, weshalb man wohl den vorgeschobenen Grund Zielgenauigkeit wählte um eine Neubeschaffung wegen fehlender Plastik-Teile nicht diskutieren zu müssen.

Wir können den Anteil von der Leyen's noch endlos diskutieren, die Grundprobleme der Bundeswehr sind über 25 Jahre alt, während die Frau seit 2013 im Amt ist. Wie viel oder wie wenig des Berges an Problemen sie dann abgearbeitet hat dürfen die Wähler entscheiden. Mein Argument ist dass wir eine Diskussion in diesem Land brauchen dass die Bundeswehr seit 25 Jahren weniger zur Landesverteidigung, sondern primär zur Verteidigung unserer Partner da ist. Und dass wir in einem für Deutschland sehr relevanten Vertrag schlicht vertragsbrüchig sind, auf Kosten unserer Partner, und dass uns solch asoziales Verhalten, gerade weil wir das wirtschaftlich größte und stabilste Land der Eurozone sind, wie ein Boomerang einholen wird wenn wir nicht schleunigst was daran ändern. Wenn das mit dem Austritt der Engländer aus der EU nicht bereits ein Stückchen weit passiert ist als die Versprechungen eines Typen wie Boris Johnson offensichtlich sexier als die Fortführung der Partnerschaft mit uns waren - das ist der Teil der Frage daran den wir uns zu stellen haben. Kommt denke ich nicht ohne Grund dass das Brexit-Lager augenscheinlich meinte den Kuchen essen und behalten zu können, dass Erdogan in umstrittenen EU-Gewässern üben lässt während sein Parteiorgan posaunt man könne Deutschland (und die EU) in 3 Tagen plattmachen, oder Trump unsere Kanzlerin schneidet. All das ist typisches Verhalten welches Bullies an den Tag legen die meinen ein leichtes Opfer gefunden zu haben.
KarlRanseier
Beiträge: 1623
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:43

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon KarlRanseier » Do 22. Feb 2018, 19:20

Den Trump sollte man eiskalt auflaufen lassen. Deutschland hat andere Probleme. Es sollte auch nicht mehr am Hindukusch "verteidigt" werden.

Wenn die USA gern Angriffskriege führen, den Terror fördern und Amokläufe begünstigen wollen, dann sollen sie das gefälligst ohne Deutschland tun. Man sollte sie auch aus Ramstein verbannen, um die USA nicht mehr bei ihren Terroranschlägen mittels Drohnen zu unterstützen.

Einen Verdienst hat der Goldfasan aus Washington ja: Er hat es geschafft, dass sich endlich Europa von den USA emanzipiert, weil wohl auch dem letzten Dösbattel klar wird, dass man einem merkwürdigen Pöbelknochen wahrlich nicht in den Hintern kriechen sollte.
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20017
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon H2O » Do 22. Feb 2018, 21:31

tabernakel hat geschrieben:(22 Feb 2018, 18:36)

Da sind wir uns absolut einig, nur gilt diese Kritik für den gesamten Beamtenapparat (die Teile in der Wirtschaft die so arbeiten dürften inzwischen großteils Konkurs gegangen sein). Siehe Berliner Flughafen. Ist in den USA nur noch ausgeprägter weil die Generäle dort nach Abschluss von Rüstungsgeschäften regelmäßig in die Vorstandsetagen huschen, gerade wenn wieder mal ein Rüstungsprojekt extrem über dem Budget lag - letztlich also eine dort weitverbreitete Form der Korruption.


Bei der Ablösung des G36 geht es meiner Meinung nach nicht wirklich um die "Mängel" die 20 Jahre nach Einführung unter Extrembedingungen festgestellt wurden welche maximal in Afghanistan herrschen, sondern schlicht dass die Waffe monolithisch designed wurde und daher keine Erweiterungen via Rail-Systemen erlaubt. Und letzteres wurde nach Einführung schnell Standard in der Welt, weshalb man wohl den vorgeschobenen Grund Zielgenauigkeit wählte um eine Neubeschaffung wegen fehlender Plastik-Teile nicht diskutieren zu müssen.

Mich hatte in der Affäre sehr berührt, wie die Fachstellen im Verantwortungsbereich der Ministerin ihren Kleinkrieg öffentlich austrugen. Am Ende dann noch im Einsatz erfahrene Soldaten, die das Standardgewehr ganz zustimmend bewerteten. Da bekommt unsereiner als Staatsbürger schon die Wut: Verschwendung von Lebensarbeitszeit und Geld durch Wichtigtuer. Daß man vielleicht nicht in allen Einsatzbereichen mit diesem Gewehr bestens bedient ist, das läßt sich weitaus geräuschloser erledigen.
Wir können den Anteil von der Leyen's noch endlos diskutieren, die Grundprobleme der Bundeswehr sind über 25 Jahre alt, während die Frau seit 2013 im Amt ist. Wie viel oder wie wenig des Berges an Problemen sie dann abgearbeitet hat dürfen die Wähler entscheiden. Mein Argument ist dass wir eine Diskussion in diesem Land brauchen dass die Bundeswehr seit 25 Jahren weniger zur Landesverteidigung, sondern primär zur Verteidigung unserer Partner da ist. Und dass wir in einem für Deutschland sehr relevanten Vertrag schlicht vertragsbrüchig sind, auf Kosten unserer Partner, und dass uns solch asoziales Verhalten, gerade weil wir das wirtschaftlich größte und stabilste Land der Eurozone sind, wie ein Boomerang einholen wird wenn wir nicht schleunigst was daran ändern. Wenn das mit dem Austritt der Engländer aus der EU nicht bereits ein Stückchen weit passiert ist als die Versprechungen eines Typen wie Boris Johnson offensichtlich sexier als die Fortführung der Partnerschaft mit uns waren - das ist der Teil der Frage daran den wir uns zu stellen haben. Kommt denke ich nicht ohne Grund dass das Brexit-Lager augenscheinlich meinte den Kuchen essen und behalten zu können, dass Erdogan in umstrittenen EU-Gewässern üben lässt während sein Parteiorgan posaunt man könne Deutschland (und die EU) in 3 Tagen plattmachen, oder Trump unsere Kanzlerin schneidet. All das ist typisches Verhalten welches Bullies an den Tag legen die meinen ein leichtes Opfer gefunden zu haben.

Ja, sehr weitgehende Zustimmung. Den aufrechten Gang müssen unsere Sicherheitsleute wohl erst noch einüben. Und zum x-ten Male: Das bißchen, was ich habe, das muß tadellos die gestellten Aufgaben erfüllen, von den Menschen her und natürlich auch vom Material her. Ich hasse Verantwortungslosigkeit. Natürlich entscheidet der Wähler am Ende, wen er dort walten läßt.

Ich fände es gut, wenn die Kanzlerin zum Flegel gegenüber sprachlos bliebe, dafür aber unsere deutschen Angelegenheiten astrein mit unseren Nachbarn auf die Reihe brächte.
tabernakel
Beiträge: 520
Registriert: Do 26. Mär 2015, 11:12

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon tabernakel » Do 22. Feb 2018, 22:04

H2O hat geschrieben:(22 Feb 2018, 21:31) Ich fände es gut, wenn die Kanzlerin zum Flegel gegenüber sprachlos bliebe, dafür aber unsere deutschen Angelegenheiten astrein mit unseren Nachbarn auf die Reihe brächte.

Da bin ich bei Dir, es würde absolut nichts bringen darauf anzuspringen, alleine schon weil Merkel dafür die falsche Persönlichkeit hat, und wir als EU eben maximal wirtschaftlich mit den USA in einer Liga spielen. Aber das impliziert eben auch dass Merkel in der Defensive ist: Sie muss ist weiterhin auf Konsensfelder in der EU setzen, versuchen die internen EU-Dispute diplomatisch regeln, und eben auch dafür sorgen dass sie außenpolitisch nicht zuviel Angriffsfläche bietet. Und das während nicht nur Trump jede Uneinigkeit in der EU auszunutzen versuchen wird, sondern Putin weiterhin dasselbe macht. Die Trollfabriken in Russland werden nicht nur zur Beeinflussung von Wahlen und Meinungsbildung in den USA verwendet, die sind auch hierzulande sehr aktiv. Braucht man nur auf tagesschau.de in die Foren gucken, da wird einem schnell schlecht ...
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53386
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 08:28

H2O hat geschrieben:(19 Feb 2018, 20:05)

Wie ermitteln Sie denn die Größe einer Bundeswehr, die, sagen wir einmal, 70 Mrd benötigt, um dann hoffentlich tiptop einsatzbereit zu sein? Die 70 Mrd hat Außenminister Gabriel in den Raum gestellt, um damit dann in 10 Jahren eine furchterregende Bundeswehr vorher zu sehen. So etwas will wohl niemand, aber wohl doch eine Bundeswehr, die so funktioniert, wie man das erwarten sollte bei einer Industrienation mit 80 Mio Menschen. Wachsende Bedrohungen an den Grenzen der EU kann ja niemand übersehen!

Ohnehin ist ja angedacht, daß die Bundeswehr mit den Streitkräften unserer europäischen Nachbarn stark verzahnt und vielleicht sogar verschmolzen wird... wenn die Entwicklung der EU das so hergeben sollte. Dann müssen Streitkräfte immer noch versorgt und einsatzfähig gehalten werden, auch von deutschen Steuerzahlern, aber eben auch von den Steuerzahlern unserer Nachbarn ringsum. Bei solchen Zielsetzungen sind furchterregende Zukunftsbeschreibungen einer Bundeswehr überhaupt nicht angebracht.

Diese 70 Mrd. € sind ca. 2 % des BIP, was ja hier im Strang Thema ist.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53386
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 08:30

Polibu hat geschrieben:(20 Feb 2018, 05:15)

Hat ja auch positive Seiten. Vor Deutschland als Aggressor braucht die Welt keine Angst zu haben. :cool: . Jedenfalls nicht im Stile eines Weltkrieges.

Das ist ja auch keine reale Alternative, sondern, ganz wie bei der AfD die Flüchtlings-Paranoia, einfach nur Emotion.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53386
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 08:31

Polibu hat geschrieben:(20 Feb 2018, 06:45)

Nein. Das gehört zusammen. Aussenverteidigung bringt rein gar nichts, wenn die Gefahr schon im Inneren ist. Trojanisches Pferd.
Aber natürlich wäre es besser, wenn dieser Zusammenhang woanders diskutiert wird und nicht hier. :)

Du bleibst also bei deiner Behauptung, die Flüchtlinge seien allesamt Terroristen und nicht Menschen, die vor solchen fliehen?
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53386
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 08:34

Dieter Winter hat geschrieben:(21 Feb 2018, 09:48)

Quatsch.

Die sollen erst mal das vorhanden Zeug in einen brauchbaren Zustand versetzen und gefälligst die Finger von Auslandseinsätzen lassen. Die BW ist aus gutem Grund als reine Verteidigungsarmee deklariert worden. Deutsche Soldaten haben im Ausland nichts zu suchen.

...sonst könnten sie womöglich mal auf Putins "Urlauber" treffen. :mad2:
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53386
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 08:42

H2O hat geschrieben:(21 Feb 2018, 21:48)

Nix da! Verantwortung trägt derjenige, der in Friedenszeiten an der Spitze dieser Armee steht. Das ist nach Grundgesetz der Verteidigungsminister. Das Parlament tut seine Pflicht durch den Wehrbeauftragten und durch den Verteidigungsausschuß. Daher kommen doch auch die monatlichen Schreckensmeldungen. Der Minister muß seiner Verantwortung gerecht werden oder sein Amt zur Verfügung stellen, wenn ihm das nach Lage der Dinge nicht möglich ist. Der Verein muß funktionieren nach Maßgabe der Regierung. Und der Minister hat zu fordern, daß ihm die dazu notwendigen Mittel zugeteilt werden oder die Maßgabe geändert wird. Schönfärberei hilft niemandem weiter. Und eine Führung in der alle verantwortlich sind und deshalb niemand, die brauchen wir auch nicht. Das ist der Traum eines Beamten, aber nicht das, was eine Armee braucht!

Wer dieses Aufgabenspektrum erfüllen will, muß auch die nötigen Mittel dafür erhalten. Tabernakel hat schon Recht mit seiner Aussage, daß die Verteidigung zweitrangig wurde. Auch ein/e Verteidigungsminister/in kann nur ausgeben, was er/sie bewilligt bekommt. Ob Frau von der Leyen nun im Kabinett auch genügend Druck gemacht hat, ist eine andere Frage. Das könnte man durchaus hinterfragen. Ebenso, ob sie die Beschaffungsbehörden richtig besetzt hat. Da kann durchaus Kritik angesetzt werden. Leider sehe ich hier aber nur regelrechte Hassaussagen, die weniger auf diese Punkte abstellen, sondern mehr auf die Tatsache, daß sie einem Kabinett Merkel angehört.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53386
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 08:47

Hyde hat geschrieben:(21 Feb 2018, 23:21)

Meine Anerkennung hat die USA. Die haben in ihrer Geschichte mehr als einmal die Welt vor dem Untergang gerettet, gefeiert wurden sie dafür nie.

Man könnte ja auch einfach den Nahen Osten dem Chaos überlassen. Wäre die bequemere Lösung. Stattdessen leistet die USA dort den Feinden der Menschheit Widerstand unter Einsatz hoher Kosten und unter dem Einsatz eigener Menschenleben. Und dann müssen sie sich dafür auch noch so eine Scheiße anhören von weltfremden Pazifisten. In den Augen des IS seit auch ihr Pazifisten nicht mehr wert als eine Ameise, die würden euch am liebsten zerquetschen, aber ihr habt ja gut reden, da ihr von den USA beschützt werdet.

Ich jedenfalls bin froh, dass die USA Europa im 20. Jahrhundert nicht dem Chaos überlassen hat, weder in den Weltkriegen noch beim späteren Vormarsch des Kommunismus, und ich bin froh, dass die USA im 21. Jahrhundert auch den Nahen Osten nicht einfach dem Chaos überlässt.

Es sind in diesem speziellen Fall weniger Pazifisten als vielmehr Parteigänger des anderen Hegemons, der gerade einen seiner Nachbarn mit "Urlaubern" beglückt und Drohmanöver gegen unsere östlichen Nato-Partner durchführt.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53386
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 08:49

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:03)

ach, ja? irgendwie muss mir das völlig entgangen sein.
wie war denn das mit vietnam? ein volk, das nichts anderes wollte, als frei zu sein, wurde härter bombardiert über 10 jahre hinweg als nazideutschland...- :|

Auch dieses Volk war Stellvertreter in einem Hegemonialkrieg zwischen zwei Blöcken. Die Vereinfachung ist hier schlicht eine Verdrehung von Fakten. Übrigens, war dieses Volk nach seinem Sieg denn frei? Schau mal genau hin.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53386
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 08:52

Ger9374 hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:39)

Nun bleibt das Kernthema das die USA gerne etwas mehr Engagement der Deutschen bei
Kosten ihrer Landesverteidigung und auch mehr Bereitschaft für Kampfeinsätze im Ausland wünscht.
Ist im Deutschen Sinne denke ich.Aber 2% des BIP,
bei dem Nachholbedarf der BW!?
Ein Scherz. Das Gebaren der Bundesregierung hat etwas von Feigheit sich der Deutschen Öffentlichkeit damit zu stellen.Unsere Gesellschaft wird diskutieren,streiten und einen Konsens finden. Was bremst dann die Kursänderung Richtung Wehretat Erhöhung aus?
Jetzt ist wieder ein Machtwort gefragt, ja sehr richtig von Flinten Uschi, absegnend von der Rautenkönigin.Was passiert, NICHTS WIE IMMER!

EIN Kabinettsmitglied kann kein Machtwort sprechen, die Zeiten Bismarcks sind lange vorbei.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
DerFlamingo
Beiträge: 34
Registriert: Fr 6. Okt 2017, 07:42

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon DerFlamingo » Fr 23. Feb 2018, 08:56

Die letzen 25 Jahre war das Abschöpfen der Friedensdividende doch genau das richtige. Es gab schlicht keinen Grund mehr in Rüstung zu investieren als unbedingt nötig. Nun ändern sich die Zeiten und das hat die Politik auch erkannt.
Natürlich wird es jetzt ein paar Jahre dauern bis sich das Umdenken bemerkbar macht, das liegt aber in der Natur der Sache.
Benutzeravatar
Emin
Beiträge: 1862
Registriert: Fr 30. Mär 2012, 12:38

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon Emin » Fr 23. Feb 2018, 09:49

Ich finde eigentlich nicht, dass Deutschland aufrüsten sollte. Um das Ziel von 2% zu erreichen, müsste man nahezu den gesamten momentanen Staatsüberschuss von 40 Milliarden in Rüstung investieren. Davon profitiert der "military-industrial complex", aber sonst niemand.

Da wäre es mir doch deutlich lieber, wenn diese 40 Milliarden stattdessen in eine EU-Regierung gesteckt werden. Diese würde für den Friedenserhalt in Europa, als auch für die Sicherung des Wirtschaftswachstums in Deutschland deutlich mehr bringen.

Die militärische Führungsmacht auf dem Kontinent sollte Frankreich bleiben.
"Sir, we're surrounded"
"Excellent, now we can attack in any direction"
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 12533
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon Provokateur » Fr 23. Feb 2018, 10:18

Emin hat geschrieben:(23 Feb 2018, 09:49)
Die militärische Führungsmacht auf dem Kontinent sollte Frankreich bleiben.


Will Frankreich das denn?
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
twitter.com/Provokateur_Tom
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20017
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon H2O » Fr 23. Feb 2018, 11:36

zollagent hat geschrieben:(23 Feb 2018, 08:42)

Wer dieses Aufgabenspektrum erfüllen will, muß auch die nötigen Mittel dafür erhalten. Tabernakel hat schon Recht mit seiner Aussage, daß die Verteidigung zweitrangig wurde. Auch ein/e Verteidigungsminister/in kann nur ausgeben, was er/sie bewilligt bekommt. Ob Frau von der Leyen nun im Kabinett auch genügend Druck gemacht hat, ist eine andere Frage. Das könnte man durchaus hinterfragen. Ebenso, ob sie die Beschaffungsbehörden richtig besetzt hat. Da kann durchaus Kritik angesetzt werden. Leider sehe ich hier aber nur regelrechte Hassaussagen, die weniger auf diese Punkte abstellen, sondern mehr auf die Tatsache, daß sie einem Kabinett Merkel angehört.


Nein, von Haßaussagen halte ich vermutlich noch weniger als Sie! Aber eine teure Streitmacht, die die gestellten Aufgaben nach Aussage der Fachleute nicht erfüllt, die könnten wir auch ganz einsparen. Ich dränge auf funktionierende Streitkräfte, sowohl hinsichtlich der Menschen als auch hinsichtlich des Materials, und klare Aufgabenbeschreibungen mit den dazu zu erfüllenden Voraussetzungen. Und dann heißt es selbstverständlich, daß die notwendigen Mittel bereit zu stehen haben, oder die Aufgaben den verfügbaren Mitteln angepaßt werden. Wen soll man denn bei solchen Mißständen greifen, wenn die Ministerin unter Schutz gestellt ist? Dann braucht man die Ministerin nämlich auch nicht. Und dann, in der Tat, sehe ich die Kanzlerin in der Verantwortung. Wen denn sonst?

Zurück zu „30. Nordamerika“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast