USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon tabernakel » Mi 21. Feb 2018, 20:16

Ger9374 hat geschrieben:(21 Feb 2018, 19:39) GENAU DAS STINKT MIR AUCH.DIE BUNDESWEHR IST AUCH MESSLATTE FÜR UNSERE VERBÜNDETEN WIE ERNST WIR UNSERE AUFGABEN BEREIT SIND ZU BEWÄLTIGEN.

Am Ende ist das genau die Diskussion die wir in der Republik führen müssten, und die seit dem Mauerfall nicht geführt wird. Und vielleicht ist es genau fehlender Druck von Außen der dazu geführt hat dass bei der Verteidigung offensichtlich so wenig Parteiübergreifender Konsens herrscht, und die Bundeswehr dann ständig hinten runter fällt. Was fehlt ist offensichtlich die Realisierung dass WIR am Ende als größter EU-Staat neben Frankreich das Rückgrat für die Verteidigungsfähigkeit der EU zu stellen haben. Da gucken am Ende alle auf uns und Frankreich, nicht auf Holland, nicht auf Griechenland, nicht mal auf Spanien. Wir sind was Verteidigung betrifft der große Bruder in der EU, und wir werden dieser Rolle gerade alles andere als gerecht.

Keiner braucht ein Deutschland welches international aggressiv vorprescht und sich auf irgendwelche Abenteuer einlässt, darüber besteht denke ich weithin Konsens. Genauso wie wir keine Armee brauchen die Stechschritt-Paraden in Berlin abhält, und ansonsten maximal beim diplomatischen Empfang schnittig aussieht. Aber ich denke wir haben darüber vergessen dass die EU durchaus ein Deutschland braucht welches neben Frankreich das Rückgrat der Verteidigungsfähigkeit der EU bildet, nicht mal so sehr für uns, sondern für die Gemeinschaft die die EU nun mal darstellt. Und das dies umso wichtiger wird wenn die Engländer die EU verlassen.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon H2O » Mi 21. Feb 2018, 20:24

JJazzGold hat geschrieben:(21 Feb 2018, 19:58)

Wenn Sie geschätzt 25 Jahre Misswirtschaft betreiben, kriegt ihre Frau das auch nicht in Kürze in den Griff. Ich nehme an, Frau v.d.Leyen ist schlecht geworden, als sie im Koalitionsvertrag ihr Ressort betreffend das Wort langfristig akzeptieren musste.


Ja, an ihrer Stelle hätte ich 2015 nach Sichtung der Sachlage Bedingungen gestellt, unter denen ich Verantwortung für diesen Koloß übernehmen würde. Und wenn dann viele maßgebliche Leute deshalb herum zucken, dann sollen sie doch ihren Mist allein machen... und das würde ich an ihrer Stelle wenigstens jetzt tun, wenn ich mir die Aufgabe an sich zutraute.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon H2O » Mi 21. Feb 2018, 20:30

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Feb 2018, 20:16)

Das Wachbataillon für den protokollarischen Ehrendienst und zum Schutz der Bundesregierung ist unverzichtbar. Das sind auch gerade mal um die 1.000 Mann herum.


Dafür kann man auch schlagende Verbindungen im vollen Wichs und gezogenem Schläger auffahren. Kostet fast nix, zehn Faß Bier je Auftritt.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon tabernakel » Mi 21. Feb 2018, 20:42

H2O hat geschrieben:(21 Feb 2018, 20:24) Ja, an ihrer Stelle hätte ich 2015 nach Sichtung der Sachlage Bedingungen gestellt, unter denen ich Verantwortung für diesen Koloß übernehmen würde. Und wenn dann viele maßgebliche Leute deshalb herum zucken, dann sollen sie doch ihren Mist allein machen... und das würde ich an ihrer Stelle wenigstens jetzt tun, wenn ich mir die Aufgabe an sich zutraute.

Ich denke auch nicht dass die Misere so sehr mit Einzelpersonen zu tun hat, das ist ein gesamt-gesellschaftliches Problem. Ausgelöst dadurch dass wie seit der Wiedervereinigung praktisch nur von befreundeten Staaten umgeben sind, klar ist da aus nationaler Perspektive das Thema Verteidigung nicht so wichtig. Aber wir haben offensichtlich vergessen dass wir's nur deshalb in der EU so gemütlich haben weil unsere Partner nun die ungemütlichen Außengrenzen haben. Und dass der Sinn unserer Landesverteidigung daher primär darin bestehen sollte z.B. die Sicherheit unserer EU zu garantieren, als diejenigen auf die sich unsere Partner zurecht verlassen können wenn's Stress gibt, wenn die Souveränität der EU bedroht wird. "Keine U-Boote auslauffähig" weil das Geld für Ersatzteile fehlt ist genau das Gegenteil davon.

p.s.: Der einzige Grund warum die Boote temporär nicht auslauffähig sein dürften ist dass sie gerade erst nach einem wochenlangen Einsatz zurückgekehrt sind bei dem sie die Flotte der Türkei aus umstrittenen EU-Gewässern gelotst haben, in die diese sich offensichtlich "versehentlich" verfahren hatten!
Zuletzt geändert von tabernakel am Mi 21. Feb 2018, 20:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon H2O » Mi 21. Feb 2018, 20:49

tabernakel hat geschrieben:(21 Feb 2018, 20:42)

Ich denke auch nicht dass die Misere so sehr mit Einzelpersonen zu tun hat, das ist ein gesamt-gesellschaftliches Problem. Ausgelöst dadurch dass wie seit der Wiedervereinigung praktisch nur von befreundeten Staaten umgeben sind, klar ist da aus nationaler Perspektive das Thema Verteidigung nicht so wichtig. Aber wir haben offensichtlich vergessen dass wir's nur deshalb in der EU so gemütlich haben weil unsere Partner nun die ungemütlichen Außengrenzen haben. Und dass der Sinn unserer Landesverteidigung daher primär darin bestehen sollte die Sicherheit unserer EU zu garantieren, als diejenigen auf die sich unsere Partner zurecht verlassen können wenn's Stress gibt, wenn die Souveränität der EU bedroht wird. "Keine U-Boote auslauffähig" weil das Geld für Ersatzteile fehlt ist genau das Gegenteil davon.


Nein, der Fisch beginnt am Kopf zu stinken. Vielleicht habe ich da eine altfränkische Auffassung: Wenn ich für eine Sache verantwortlich gemacht werden soll, dann lasse ich mich in der Sache von niemandem gängeln. Dann funktioniert mein Verantwortungsbereich, oder ich werfe das Handtuch, wenn ich kein erfolgreiches Ende erkennen kann. Da ist mir Wurst, ob wir tiefen Frieden haben oder leider Spannungszeiten, ob Nachbarn keine Lust haben, ihre Sicherheit in die Hand zu nehmen, oder ob sie es damit furchtbar übertreiben.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon tabernakel » Mi 21. Feb 2018, 21:02

H2O hat geschrieben:(21 Feb 2018, 20:49) Nein, der Fisch beginnt am Kopf zu stinken.

ja, das tut der Fisch. Nur ist der Kopf in einer Demokratie der Souverän, und damit wir. Politiker sind letztlich nur unsere Auftragnehmer, die bieten ihre Services alle paar Jahre in Wahlprogrammen an, und wir stimmen dann ab welches Serviceangebot uns am wenigsten übel aufstößt. Und daher sind unsere Parteien auch ständig auf der Suche nach Themen die Wähler interessieren. Wenn ein Thema dabei so unter die Räder kommt wie's das Thema Verteidigung in unserem Lande in den letzten 25 Jahren erfahren hat, dann schlicht weil's nicht genügend Wähler genug interessiert hat. Die Diskussionen um unsere Verteidigungsministerin fühlt sich da für mich eher an wie ne Trainerdiskussion in nem Fußballverein der in die Amateurliga abgestiegen ist ... sicherlich auch spannend, aber am Ende auch nicht wirklich entscheidend bei nem Problem dass offensichtlich seit über 25 Jahren besteht, und wo vor allem anderen eine ungeklärte Sinnfrage breiten Konsens verhindert.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon H2O » Mi 21. Feb 2018, 21:48

tabernakel hat geschrieben:(21 Feb 2018, 21:02)

ja, das tut der Fisch. Nur ist der Kopf in einer Demokratie der Souverän, und damit wir. Politiker sind letztlich nur unsere Auftragnehmer, die bieten ihre Services alle paar Jahre in Wahlprogrammen an, und wir stimmen dann ab welches Serviceangebot uns am wenigsten übel aufstößt. Und daher sind unsere Parteien auch ständig auf der Suche nach Themen die Wähler interessieren. Wenn ein Thema dabei so unter die Räder kommt wie's das Thema Verteidigung in unserem Lande in den letzten 25 Jahren erfahren hat, dann schlicht weil's nicht genügend Wähler genug interessiert hat. Die Diskussionen um unsere Verteidigungsministerin fühlt sich da für mich eher an wie ne Trainerdiskussion in nem Fußballverein der in die Amateurliga abgestiegen ist ... sicherlich auch spannend, aber am Ende auch nicht wirklich entscheidend bei nem Problem dass offensichtlich seit über 25 Jahren besteht, und wo vor allem anderen eine ungeklärte Sinnfrage breiten Konsens verhindert.


Nix da! Verantwortung trägt derjenige, der in Friedenszeiten an der Spitze dieser Armee steht. Das ist nach Grundgesetz der Verteidigungsminister. Das Parlament tut seine Pflicht durch den Wehrbeauftragten und durch den Verteidigungsausschuß. Daher kommen doch auch die monatlichen Schreckensmeldungen. Der Minister muß seiner Verantwortung gerecht werden oder sein Amt zur Verfügung stellen, wenn ihm das nach Lage der Dinge nicht möglich ist. Der Verein muß funktionieren nach Maßgabe der Regierung. Und der Minister hat zu fordern, daß ihm die dazu notwendigen Mittel zugeteilt werden oder die Maßgabe geändert wird. Schönfärberei hilft niemandem weiter. Und eine Führung in der alle verantwortlich sind und deshalb niemand, die brauchen wir auch nicht. Das ist der Traum eines Beamten, aber nicht das, was eine Armee braucht!
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon Hyde » Mi 21. Feb 2018, 22:52

In der Verteidigungspolitik hält sich Deutschland wie immer bequem raus, überlässt die Drecksarbeit den anderen und feiert sich dann auch noch für diese Unsolidarität.

Warum Geld für Verteidigung ausgeben, wenn doch Frankreich, USA und Co uns mit ihrem (kostenintensiven) Militär auch verteidigen können? Lasst die doch die Drecksarbeit für uns machen!
Warum sich aktiv am Kampf gegen den Terror beteiligen und dafür das Leben deutscher Soldaten riskieren, dann sollen doch lieber die USA, Frankreich und Großbritannien die Leben ihrer Soldaten riskieren und die Drecksarbeit im Nahen Osten machen, für die man nicht gefeiert wird, die aber notwendig ist.

Deutschland verhält sich hier unverantwortlich und manche fühlen sich in dieser Unverantwortlichkeit auch noch moralisch überlegen gegenüber den verantwortlich handelnden.
Eine solche pazifistische Seifenblasenwelt ist aber für Deutschland eben nur möglich, weil andere sich um die Sicherhheit Deutschlands und der Welt kümmern. Fielen die USA und andere Länder als Militärmächte aus, dann sähe es schlecht für Deutschland aus und dann müssten auch die unsolidarischen Linken (die sich bequem von der USA beschützen lassen und sie dann auch noch dafür beschimpfen) mal aus ihrer Traumwelt aufwachen.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon Excellero » Mi 21. Feb 2018, 23:00

Hyde hat geschrieben:(21 Feb 2018, 22:52)

In der Verteidigungspolitik hält sich Deutschland wie immer bequem raus, überlässt die Drecksarbeit den anderen und feiert sich dann auch noch für diese Unsolidarität.

Warum Geld für Verteidigung ausgeben, wenn doch Frankreich, USA und Co uns mit ihrem (kostenintensiven) Militär auch verteidigen können? Lasst die doch die Drecksarbeit für uns machen!
Warum sich aktiv am Kampf gegen den Terror beteiligen und dafür das Leben deutscher Soldaten riskieren, dann sollen doch lieber die USA, Frankreich und Großbritannien die Leben ihrer Soldaten riskieren und die Drecksarbeit im Nahen Osten machen, für die man nicht gefeiert wird, die aber notwendig ist.

Deutschland verhält sich hier unverantwortlich und manche fühlen sich in dieser Unverantwortlichkeit auch noch moralisch überlegen gegenüber den verantwortlich handelnden.
Eine solche pazifistische Seifenblasenwelt ist aber für Deutschland eben nur möglich, weil andere sich um die Sicherhheit Deutschlands und der Welt kümmern. Fielen die USA und andere Länder als Militärmächte aus, dann sähe es schlecht für Deutschland aus und dann müssten auch die unsolidarischen Linken (die sich bequem von der USA beschützen lassen und sie dann auch noch dafür beschimpfen) mal aus ihrer Traumwelt aufwachen.


Terrorismus kann man nicht mit Armeen bekämpfen. Das beweisen uns die USA jedes Jahr aufs neue. Den Terrorismus will man auch garnicht völlig ausmerzen, weil einem dann Steilvorlagen für Schnüffelgesetze und sinnlose Kriege fehlen, die wiederum nur noch mehr Terroristen hervorbringen. Wenn sich Deutschland daran weder aktiv noch unterstützend beteiligen würde, wäre das zu begrüßen.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon tabernakel » Mi 21. Feb 2018, 23:20

Hyde hat geschrieben:(21 Feb 2018, 22:52) Fielen die USA und andere Länder als Militärmächte aus, dann sähe es schlecht für Deutschland aus und dann müssten auch die unsolidarischen Linken (die sich bequem von der USA beschützen lassen und sie dann auch noch dafür beschimpfen) mal aus ihrer Traumwelt aufwachen.

Meinst Du? Also mein Eindruck unserer Linken (also "die Linke") ist eher dass die sich freuen würden wenn die russischen Panzerbesatzungen inklusive ihrer Panzer endlich auch bei uns Urlaub machten. So besehen sind die durchaus solidarisch ... geht doch Extremen jeder Coleur mehr um Umsturz als um alles andere.
Zuletzt geändert von tabernakel am Mi 21. Feb 2018, 23:25, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon Hyde » Mi 21. Feb 2018, 23:21

Excellero hat geschrieben:(21 Feb 2018, 23:00)

Terrorismus kann man nicht mit Armeen bekämpfen. Das beweisen uns die USA jedes Jahr aufs neue.


Meine Anerkennung hat die USA. Die haben in ihrer Geschichte mehr als einmal die Welt vor dem Untergang gerettet, gefeiert wurden sie dafür nie.

Man könnte ja auch einfach den Nahen Osten dem Chaos überlassen. Wäre die bequemere Lösung. Stattdessen leistet die USA dort den Feinden der Menschheit Widerstand unter Einsatz hoher Kosten und unter dem Einsatz eigener Menschenleben. Und dann müssen sie sich dafür auch noch so eine Scheiße anhören von weltfremden Pazifisten. In den Augen des IS seit auch ihr Pazifisten nicht mehr wert als eine Ameise, die würden euch am liebsten zerquetschen, aber ihr habt ja gut reden, da ihr von den USA beschützt werdet.

Ich jedenfalls bin froh, dass die USA Europa im 20. Jahrhundert nicht dem Chaos überlassen hat, weder in den Weltkriegen noch beim späteren Vormarsch des Kommunismus, und ich bin froh, dass die USA im 21. Jahrhundert auch den Nahen Osten nicht einfach dem Chaos überlässt.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon tabernakel » Mi 21. Feb 2018, 23:31

Hyde hat geschrieben:(21 Feb 2018, 23:21) Ich jedenfalls bin froh, dass die USA Europa im 20. Jahrhundert nicht dem Chaos überlassen hat, weder in den Weltkriegen noch beim späteren Vormarsch des Kommunismus, und ich bin froh, dass die USA im 21. Jahrhundert auch den Nahen Osten nicht einfach dem Chaos überlässt.

Das ist spannenderweise genau das was mich selbst angesichts Guantanamo, Irak-Debakel und jetzt Trump emotional immer mit den USA verbinden wird. Und ich denke es geht vielen so, dem wird halt leider viel zu selten Ausdruck verliehen. Aber ab und an passiert das durchaus, z.B. 2008 bei Obama's Auftritt in Berlin. Ich war dabei.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon Excellero » Do 22. Feb 2018, 00:05

Hyde hat geschrieben:(21 Feb 2018, 23:21)

Meine Anerkennung hat die USA. Die haben in ihrer Geschichte mehr als einmal die Welt vor dem Untergang gerettet, gefeiert wurden sie dafür nie.

Man könnte ja auch einfach den Nahen Osten dem Chaos überlassen. Wäre die bequemere Lösung. Stattdessen leistet die USA dort den Feinden der Menschheit Widerstand unter Einsatz hoher Kosten und unter dem Einsatz eigener Menschenleben. Und dann müssen sie sich dafür auch noch so eine Scheiße anhören von weltfremden Pazifisten. In den Augen des IS seit auch ihr Pazifisten nicht mehr wert als eine Ameise, die würden euch am liebsten zerquetschen, aber ihr habt ja gut reden, da ihr von den USA beschützt werdet.

Ich jedenfalls bin froh, dass die USA Europa im 20. Jahrhundert nicht dem Chaos überlassen hat, weder in den Weltkriegen noch beim späteren Vormarsch des Kommunismus, und ich bin froh, dass die USA im 21. Jahrhundert auch den Nahen Osten nicht einfach dem Chaos überlässt.


Sag ma? WIrst du vom CIA bezahlt oder ist das wirklich dein Ernst? Der größte Feind der Menschen auf dem überwiegenden Teil der Welt SIND DIE USA. Und der IS ist überhaupt erst entstanden durch diese Hirnrissigen Rundumschläge nach 9.11.
Voher waren da zwar üble Ganoven an der Macht, aber immerhin duldeten die keine Nebenbuhler. Jetzt herrscht mehr oder weniger seit Jahren Anarchie. Und dann wachsen da eben solche Gewächse wie der IS. Ist zwar nett daß die Amis versuchen die Probleme die sie selbst verursacht haben wieder zu lösen, (in dem sie die falschen bombardieren...) aber hätte man garnichts getan, oder sich wenigstens auf Afghanistan beschränkt dann hätten wir heute weder IS, noch Flüchtlinge oder einfallende Türken... :rolleyes:
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon Skeptiker » Do 22. Feb 2018, 00:07

Hyde hat geschrieben:(21 Feb 2018, 23:21)
Meine Anerkennung hat die USA. Die haben in ihrer Geschichte mehr als einmal die Welt vor dem Untergang gerettet, gefeiert wurden sie dafür nie.

Man könnte ja auch einfach den Nahen Osten dem Chaos überlassen. Wäre die bequemere Lösung. Stattdessen leistet die USA dort den Feinden der Menschheit Widerstand unter Einsatz hoher Kosten und unter dem Einsatz eigener Menschenleben. ...

Ich habe sehr viel mit Amerikanern zu tun. Alles wirklich nette Leute.

Die Analyse aber, dass die guten Amerikaner dem Nahen Osten helfen dem Chaos zu entkommen, erscheint mir absolut naiv und ignoriert vollkommen die Entwicklung wie der Nahe Osten zu dem wurde was er heute ist.
Das fängt schon mit der CIA-gestützten Absetzung der Regierung Mossadegh im Iran mit der Installation des Schah als Autokraten an. Dieses führte letztendlich zur islamischen Revolution und gilt damit als ein Grund für das Erstarken des radialen Islam. Ein vollkommen unnötiger Angriffskrieg gegen den Irak mit einer nachfolgenden desaströsen Regierungs-/Staatsbildung hat dann das Machtvakuum hinterlassen in dem der IS gedeihen konnte. Ganz Nordafrika verfällt dem Islamismus, was von den USA als Freiheitsbewegung misinterpretiert wird. Die Despoten gehen, aber die Islamisten kommen.

Der permanente Interventionismus der Amerikaner im Nahen Osten hat die gesamte Region zum Kriesengebiet gemacht. Und nun werden die Amerikaner dafür auch noch gefeiert?

Ich finde das ist wirklich eine bemerkenswerte Verkehrung von Ursache und Wirkung.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Do 22. Feb 2018, 00:10

Skeptiker hat geschrieben:(22 Feb 2018, 00:07)

Ich habe sehr viel mit Amerikanern zu tun. Alles wirklich nette Leute.

Die Analyse aber, dass die guten Amerikaner dem Nahen Osten helfen dem Chaos zu entkommen, erscheint mir absolut naiv und ignoriert vollkommen die Entwicklung wie der Nahe Osten zu dem wurde was er heute ist.
Das fängt schon mit der CIA-gestützten Absetzung der Regierung Mossadegh im Iran mit der Installation des Schah als Autokraten an. Dieses führte letztendlich zur islamischen Revolution und gilt damit als ein Grund für das Erstarken des radialen Islam. Ein vollkommen unnötiger Angriffskrieg gegen den Irak mit einer nachfolgenden desaströsen Regierungs-/Staatsbildung hat dann das Machtvakuum hinterlassen in dem der IS gedeihen konnte. Ganz Nordafrika verfällt dem Islamismus, was von den USA als Freiheitsbewegung misinterpretiert wird. Die Despoten gehen, aber die Islamisten kommen.

Der permanente Interventionismus der Amerikaner im Nahen Osten hat die gesamte Region zum Kriesengebiet gemacht. Und nun werden die Amerikaner dafür auch noch gefeiert?

Ich finde das ist wirklich eine bemerkenswerte Verkehrung von Ursache und Wirkung.


in den islamischen ländern wurde jeder regierungschef weggemacht, der für sein öl fair bezahlt werden wollte...- :rolleyes:
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon DerFlamingo » Do 22. Feb 2018, 00:24

Monsieur Hyde beliebt zu scherzen?
:?: :s
Exzellent und Skeptiker haben an dieser Stelle einfach Recht.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon DarkLightbringer » Do 22. Feb 2018, 00:37

Mr. Hyde hat natürlich absolut recht, wir können froh sein, im Stabilitätsraum zwischen Atlantik und Mittelmeer zu leben und nicht Spielball von Terroristen und Tyrannen zu sein. In Syrien sind eine halbe Million Menschen abgeschlachtet worden, ähnliches gab es in Europa auch schon mal, wird aber gern vergessen.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Do 22. Feb 2018, 01:03

Hyde hat geschrieben:(21 Feb 2018, 23:21)

Meine Anerkennung hat die USA. Die haben in ihrer Geschichte mehr als einmal die Welt vor dem Untergang gerettet, gefeiert wurden sie dafür nie.

Man könnte ja auch einfach den Nahen Osten dem Chaos überlassen. Wäre die bequemere Lösung. Stattdessen leistet die USA dort den Feinden der Menschheit Widerstand unter Einsatz hoher Kosten und unter dem Einsatz eigener Menschenleben. Und dann müssen sie sich dafür auch noch so eine Scheiße anhören von weltfremden Pazifisten. In den Augen des IS seit auch ihr Pazifisten nicht mehr wert als eine Ameise, die würden euch am liebsten zerquetschen, aber ihr habt ja gut reden, da ihr von den USA beschützt werdet.

Ich jedenfalls bin froh, dass die USA Europa im 20. Jahrhundert nicht dem Chaos überlassen hat, weder in den Weltkriegen noch beim späteren Vormarsch des Kommunismus, und ich bin froh, dass die USA im 21. Jahrhundert auch den Nahen Osten nicht einfach dem Chaos überlässt.

ach, ja? irgendwie muss mir das völlig entgangen sein.
wie war denn das mit vietnam? ein volk, das nichts anderes wollte, als frei zu sein, wurde härter bombardiert über 10 jahre hinweg als nazideutschland...- :|
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon Hyde » Do 22. Feb 2018, 01:35

Excellero hat geschrieben:(22 Feb 2018, 00:05)

Sag ma? WIrst du vom CIA bezahlt oder ist das wirklich dein Ernst? Der größte Feind der Menschen auf dem überwiegenden Teil der Welt SIND DIE USA. Und der IS ist überhaupt erst entstanden durch diese Hirnrissigen Rundumschläge nach 9.11.
Voher waren da zwar üble Ganoven an der Macht, aber immerhin duldeten die keine Nebenbuhler. Jetzt herrscht mehr oder weniger seit Jahren Anarchie. Und dann wachsen da eben solche Gewächse wie der IS. Ist zwar nett daß die Amis versuchen die Probleme die sie selbst verursacht haben wieder zu lösen, (in dem sie die falschen bombardieren...) aber hätte man garnichts getan, oder sich wenigstens auf Afghanistan beschränkt dann hätten wir heute weder IS, noch Flüchtlinge oder einfallende Türken... :rolleyes:


Der Terrorismus hat auch vor dem 11. September existiert, sonst wäre es zum 11. September auch gar nicht gekommen. Dann hieße es halt Al Quaida statt IS.

Wo stünde denn Afghanistan heute, wenn man dort Anfang des Jahrtausends nicht endlich im letzten Moment eingegriffen hätte?

Der Irak ist heute im Übrigen ein stabilerer Staat als sein Nachbarland Syrien, das historisch gesehen eigentlich stets stabiler war als der Irak. Ich will mir nicht vorstellen, in was für einen fatalen Bürgerkrieg der Irak geraten wäre, wenn dort zu Beginn des arabischen Frühlings noch Saddam Hussein (oder sein Nachfolger) an der Macht gewesen wäre, so wie Assad in Syrien.

Der Nahe Osten war seit dem Zerfall des Osmanischen Reiches immer ein Pulverfass und extrem rückständig, ist schon witzig, wenn manche so tun, als hätte das alles 2001 erst begonnen und wäre die Schuld des „Großen Satans“.

Was den Iran angeht: es kann ja nun wirklich niemand bestreiten, dass der Iran noch heute mehr denn je von den westlichen Reformen des Schahs profitiert. Auch wenn der Iran seit der Revolution einen erzkonservativen islamischen Anstrich hat, so ist die Gesellschaft dort viel höher entwickelt als überall in der arabischen Welt, gebildet, vergleichsweise emanzipiert, niedrige Geburtenrate, stabil. Ohne den Schah wäre das nicht vorstellbar.

Antiamerikanismus wird es immer geben. Das liegt in der Natur der Sache, wenn man militärisch und kulturell die dominierende Macht der Welt ist.

Solange die USA noch den Anspruch haben, Weltpolizist zu sein, so lange gibt es noch Hoffnung. Wenn sich der Westen (= die USA) aus den Krisenregionen zurückziehen würde und dort Machtvakuum entstehen würde, das andere dann nutzen (was jetzt schon teilweise geschieht), dann Gute Nacht an die Welt.

Manchmal muss man sich nochmal das unfassbare Glück vergegenwärtigen, dass die USA damals zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht den autoritären, antidemokratischen Kräften verfallen ist. Hätte die USA Anfang des 20. Jahhunderts den Weg Russlands oder Deutschlands eingeschlagen, statt den Weg von Freiheit zu gehen, dann wäre die Welt heute eine gänzlich andere, und wir wären vielleicht noch heute von Diktaturen und Unfreiheit überzogen (so wie China und Russland oder schlimmer) und wir hätten ganz sicher nicht unseren heutigen Wohlstand.

Dass ausgerechnet das mächtigste Land der Welt seit je her für Demokratie, Freiheit und Marktwirtschaft kämpfte, ist ein unfassbarer nicht selbstverständlicher Glücksfall gewesen.

Ich jedenfalls werde mich nicht am Wettbewerb um die schrillsten Töne gegen den „Großen Satan“ USA beteiligen. Den Wettbewerb müsst ihr mit den Islamisten führen, da könnt ihr euch dann gegenseitig überbieten in eurem Hass auf „den Westen“ und auf die USA.
Zuletzt geändert von Hyde am Do 22. Feb 2018, 01:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: USA erhöhen Druck auf Deutschland bzgl. der 2%-Quote für Verteidigung

Beitragvon Ger9374 » Do 22. Feb 2018, 01:39

Nun bleibt das Kernthema das die USA gerne etwas mehr Engagement der Deutschen bei
Kosten ihrer Landesverteidigung und auch mehr Bereitschaft für Kampfeinsätze im Ausland wünscht.
Ist im Deutschen Sinne denke ich.Aber 2% des BIP,
bei dem Nachholbedarf der BW!?
Ein Scherz. Das Gebaren der Bundesregierung hat etwas von Feigheit sich der Deutschen Öffentlichkeit damit zu stellen.Unsere Gesellschaft wird diskutieren,streiten und einen Konsens finden. Was bremst dann die Kursänderung Richtung Wehretat Erhöhung aus?
Jetzt ist wieder ein Machtwort gefragt, ja sehr richtig von Flinten Uschi, absegnend von der Rautenkönigin.Was passiert, NICHTS WIE IMMER!
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!

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