Drogenproblem in den USA

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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Sa 28. Okt 2017, 19:55

Alter Stubentiger hat geschrieben:(28 Oct 2017, 20:52)

Nur für anerkannt Schwerstsüchtige. Und auch dann mit Betreuung. Immerhin ist der legale Stoff ein Hauptgrund für das Problem. Man muß sich schon fragen wie es passieren konnte das Pharmafirmen Opiate vertreiben dürfen die so viele Leute in die Sucht treiben.

Das ist auch eine Frage der Aufklärung. Von mir aus kann es den sauberen Stoff ab 18 im 7 eleven geben.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 28. Okt 2017, 20:01

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(28 Oct 2017, 20:55)

Das ist auch eine Frage der Aufklärung. Von mir aus kann es den sauberen Stoff ab 18 im 7 eleven geben.

Komische Einstellung. Menschen sind nicht vernünftig. Und wenn sie es wären gäbe es auch keinen Stoff. Egal wo.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Sa 28. Okt 2017, 20:03

Alter Stubentiger hat geschrieben:(28 Oct 2017, 21:01)

Komische Einstellung. Menschen sind nicht vernünftig. Und wenn sie es wären gäbe es auch keinen Stoff. Egal wo.

Menschen gehen behutsam mit Alkohol und Zigaretten um, die meisten auch mit Ibu, Aspirin & co. Selbst cannabis und pilze werden nach mehr oder minder vernünftigen Vorsichtsregeln konsumiert. Das geht auch mit Opix
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon yogi61 » So 29. Okt 2017, 12:03

Alter Stubentiger hat geschrieben:(28 Oct 2017, 20:52)

Nur für anerkannt Schwerstsüchtige. Und auch dann mit Betreuung. Immerhin ist der legale Stoff ein Hauptgrund für das Problem. Man muß sich schon fragen wie es passieren konnte das Pharmafirmen Opiate vertreiben dürfen die so viele Leute in die Sucht treiben.


Die Pharamindustrie ist doch nicht das Problem. Fentanyl zum Beispiel ist für viel Tumorpatienten ein Segen und kein Mensch möchte diesen Wirkstoff wieder vom Markt nehmen. Wenn der geneigt Durschschnittsamerikaner mit starken Rückenschmerzen sich einen Artzt sucht, der ihm dieses Mittel verschreibt, weil er Angst hat bei Fehlzeiten sonst auf der Arbeit gefeuert zu werden, dann ist das ein gesellschaftliches und ein Problem des Arbeitsrechts. Oxycontin oder Fentanyl vermögen aber eben nur dafür zu sorgen, dass sich die Menschen wieder bewegen und ihrer Arbeit nachgehen können, heilen können sie nicht. Nach der zweiten Verschreibung bekommt der Patient in der Regel aber diese Stoffe dann nicht mehr und ihm wird die Alternative einer Operation aufgezeigt. Der Erfolg steht aber in den Sternen und das geht natürlich mit einer längeren Berufsunfähigkeit einher. Der zweite Tipp ist meist, sich einen anderen Job zu suchen,auch das ist für viel Menschen keine wirkliche Alternative. So, man bekommt die Medikamente also nach ein paar Wochen nicht mehr und dann geht man eben zum Drogendealer seines Vertrauens und stellt fest, dass eine Lutschtablette Fenantyl 20 US$ kostet, während das wesentlich effizientere Heroin bei 0,3 Gramm schon für die Hälfte zu bekommen ist. Dieses Problem ist nur durch eine bessere soziale Abfederung einzudämmen, lösen lässt es sich eh nicht mehr.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 29. Okt 2017, 12:09

Das ist das Problem: Das gesundheitlich richtige ist so ohne weiteres aus gesellschaftlichen Gründen nur schwer zu akzeptieren. Es kann einen Absturz in Armut und potentiell auch Wohnungslosigkeit bringen.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon King Kong 2006 » So 29. Okt 2017, 12:21

yogi61 hat geschrieben:(29 Oct 2017, 12:03)

Die Pharamindustrie ist doch nicht das Problem. Fentanyl zum Beispiel ist für viel Tumorpatienten ein Segen und kein Mensch möchte diesen Wirkstoff wieder vom Markt nehmen. Wenn der geneigt Durschschnittsamerikaner mit starken Rückenschmerzen sich einen Artzt sucht, der ihm dieses Mittel verschreibt, weil er Angst hat bei Fehlzeiten sonst auf der Arbeit gefeuert zu werden, dann ist das ein gesellschaftliches und ein Problem des Arbeitsrechts. Oxycontin oder Fentanyl vermögen aber eben nur dafür zu sorgen, dass sich die Menschen wieder bewegen und ihrer Arbeit nachgehen können, heilen können sie nicht. Nach der zweiten Verschreibung bekommt der Patient in der Regel aber diese Stoffe dann nicht mehr und ihm wird die Alternative einer Operation aufgezeigt. Der Erfolg steht aber in den Sternen und das geht natürlich mit einer längeren Berufsunfähigkeit einher. Der zweite Tipp ist meist, sich einen anderen Job zu suchen,auch das ist für viel Menschen keine wirkliche Alternative. So, man bekommt die Medikamente also nach ein paar Wochen nicht mehr und dann geht man eben zum Drogendealer seines Vertrauens und stellt fest, dass eine Lutschtablette Fenantyl 20 US$ kostet, während das wesentlich effizientere Heroin bei 0,3 Gramm schon für die Hälfte zu bekommen ist. Dieses Problem ist nur durch eine bessere soziale Abfederung einzudämmen, lösen lässt es sich eh nicht mehr.


Fentanyl ist ein großer Killer in den USA. Super Sache für Süchtige. Für die, die es sind und die, die es ungewollt werden wollen. Ohne Zweifel ein gutes Mittel, wenn richtig eingesetzt. Kontrolliert und als Therapie. Es ist extrem wichtig, daß auch die behandelnden Ärzte wissen, wem sie was verschreiben. Dabei wollen viele Süchtige noch nicht einmal einen Rausch. Sie brauchen eben irgendwann Schmerzmittel, weil sie davon abhängig geworden sind, bzw. von anderen Mitteln. Tavor bzw. Lorazepam ist auch recht beliebt.

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https://news.vice.com/article/americas- ... g-fentanyl
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon yogi61 » So 29. Okt 2017, 12:59

King Kong 2006 hat geschrieben:(29 Oct 2017, 12:21)

Fentanyl ist ein großer Killer in den USA. Super Sache für Süchtige. Für die, die es sind und die, die es ungewollt werden wollen. Ohne Zweifel ein gutes Mittel, wenn richtig eingesetzt. Kontrolliert und als Therapie. Es ist extrem wichtig, daß auch die behandelnden Ärzte wissen, wem sie was verschreiben. Dabei wollen viele Süchtige noch nicht einmal einen Rausch. Sie brauchen eben irgendwann Schmerzmittel, weil sie davon abhängig geworden sind, bzw. von anderen Mitteln. Tavor bzw. Lorazepam ist auch recht beliebt.


Ich würde das derzeitige Problem in den USA jetzt nicht mit dem Problem der Benzodiazepine vermischen wollen. Das gibt es natürlich auch, auch hier im Land und hat seine Ursachen eher in Erschöpfungssyndromen einer Gesellschaft die im Job funktionieren muss,um erfolgreich zu sein,oder einen sozialen Abstieg zu verhindern. Die USA hat ein Heroinproblem, weil Heroin nun einmal ein hoch potentes Schmerzmittel mit Kick-Wirkung ist und weil man den Vertrieb nicht eindämmen kann und weil die Benutzer automatisch in die Kriminalität abgleiten, das sehen die Gesetze so vor. In den USA wird der Arztbesuch häufig noch direkt vom Patienten gezahlt, da möchte man bei Schmerzen schnelle Lösungen und keine ewigen Schmerztherapien, die die Schmerzen eventuell nach langer Zeit reduzieren, den Patienten aber in ein finanzielles Desaster bringen.
Die Ärzte in den USA sehen ihre Patienten in erster Linie als Kunden und desweigen verschreiben sie ihnen diese Mittel, so lange es gesetzlich irgendwie im Rahmen bleibt. Wie gesagt, Rezept Nr.3 wird dann aus Angst vor Klagen in der Regel nicht mehr ausgeschrieben. Der Patient hat dann die Möglichkeit zu versuchen,sich die Mittel wieder bei einem anderen Arzt zu besorgen, was oft wegen der Vernetzung der Patientenakten nicht mehr funktioniert, oder er geht zum Drogendealer, dem die Patienentakten natürlich schnuppe sind und besorgt sich Heroin.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon King Kong 2006 » So 29. Okt 2017, 13:38

yogi61 hat geschrieben:(29 Oct 2017, 12:59)
Wie gesagt, Rezept Nr.3 wird dann aus Angst vor Klagen in der Regel nicht mehr ausgeschrieben. Der Patient hat dann die Möglichkeit zu versuchen,sich die Mittel wieder bei einem anderen Arzt zu besorgen, was oft wegen der Vernetzung der Patientenakten nicht mehr funktioniert, oder er geht zum Drogendealer, dem die Patienentakten natürlich schnuppe sind und besorgt sich Heroin.


Ich möchte das auch gar nicht vermengen, aber auch schon bei den Benzodiazepinen funktioniert es so, wie oben beschrieben. In Deutschland. Grundsätzlich ist es in den USA sicher auch ein strukturelles Problem.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Alter Stubentiger » So 29. Okt 2017, 16:00

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(28 Oct 2017, 21:03)

Menschen gehen behutsam mit Alkohol und Zigaretten um, die meisten auch mit Ibu, Aspirin & co. Selbst cannabis und pilze werden nach mehr oder minder vernünftigen Vorsichtsregeln konsumiert. Das geht auch mit Opix

Das ist Selbstbetrug. Niemand geht behutsam mit Zigaretten um und die zahllosen Alkoholsüchtigen sprechen Bände. Man kann sicher nicht alles verbieten. Aber du nennst "legal highs" und verniedlichst an dieser Stelle ein großes Problem. Gerade Jugendliche greifen im jugendlichen Leichtsinn zu diesen "harmlosen Drogen". Und zu behaupten Opiate könnte man kontrolliert kosumieren ist in meinen Augen eine gemeingefährliche Behauptung. Gerade das zeigt ja die Lawine der Opiatopfer in den USA. Da ist alles außer Kontrolle.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Alter Stubentiger » So 29. Okt 2017, 16:11

yogi61 hat geschrieben:(29 Oct 2017, 12:59)

Ich würde das derzeitige Problem in den USA jetzt nicht mit dem Problem der Benzodiazepine vermischen wollen. Das gibt es natürlich auch, auch hier im Land und hat seine Ursachen eher in Erschöpfungssyndromen einer Gesellschaft die im Job funktionieren muss,um erfolgreich zu sein,oder einen sozialen Abstieg zu verhindern. Die USA hat ein Heroinproblem, weil Heroin nun einmal ein hoch potentes Schmerzmittel mit Kick-Wirkung ist und weil man den Vertrieb nicht eindämmen kann und weil die Benutzer automatisch in die Kriminalität abgleiten, das sehen die Gesetze so vor. In den USA wird der Arztbesuch häufig noch direkt vom Patienten gezahlt, da möchte man bei Schmerzen schnelle Lösungen und keine ewigen Schmerztherapien, die die Schmerzen eventuell nach langer Zeit reduzieren, den Patienten aber in ein finanzielles Desaster bringen.
Die Ärzte in den USA sehen ihre Patienten in erster Linie als Kunden und desweigen verschreiben sie ihnen diese Mittel, so lange es gesetzlich irgendwie im Rahmen bleibt. Wie gesagt, Rezept Nr.3 wird dann aus Angst vor Klagen in der Regel nicht mehr ausgeschrieben. Der Patient hat dann die Möglichkeit zu versuchen,sich die Mittel wieder bei einem anderen Arzt zu besorgen, was oft wegen der Vernetzung der Patientenakten nicht mehr funktioniert, oder er geht zum Drogendealer, dem die Patienentakten natürlich schnuppe sind und besorgt sich Heroin.


Seit den 90ern wird Oxycodon in den USA sehr lax verschrieben. Von Hemmungen auf Seiten der Ärzte höre ich von dir zum erstenmal. 2010 wurden diese Opiate als 5.häufigstes Medikament in den USA verschrieben. Und bei so vielen Millionen Verschreibungen ist es sehr gewagt alle die sich sowas besorgen zu Tumorpatienten und Leuten mit sehr starken Rückenschmerzen zu erklären. Das ist ganz sicher nicht so. In Deutschland gibt es sowas nur auf Betäubungsmittelrezept. Das ist dann für echte Schmerzpatienten. Darum gibts hier auch keine Epedemie.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boraiel » So 29. Okt 2017, 16:35

Bildung und die gesellschaftliche Ächtung von Drogen aller Art sind Ansatzpunkte zur Lösung des Problems. Abgesehen von in einer kleinen Gruppe der Gesellschaft, ist diese nicht vorhanden, auch nicht in Deutschland, aber zu einem größeren Teil nicht in den USA. Wer hat als Kind nicht schon die Kakaomilch zum Frühstück oder in der Schule bekommen? Wie viele Frauen bestätigen können, macht auch schon Schokolade abhängig. Eine leichte Abhängigkeit aber trotzdem sollte man das auch als Droge sehen. Coca-Cola, sollte man als Droge bezeichnen, genauso Kaffee und Tee. Das sind Drogen mit denen man vorsichtig umgehen sollte. Wenn man entgegen von Multimilliardeninteressen hier schon sensibilisiert, anstatt zu verharmlosen, dann probieren die Kids halt mit 17 diese Sachen anstatt zu harten Drogen zu greifen, die gleich ihr Leben zerstören.
Alkoholkonsum, Tabak, Energydrinks etc. sollte wirklich verpönt sein. Ich habe nichts dagegen, wenn Big Boss mal eine Havanna raucht oder einen Scotch trinkt, der kann damit umgehen, aber der 18-jährige weiß das alles nicht und wir lassen es zu (hier und in den USA noch mehr), dass ständig für den Drogenkonsum auch noch geworben wird.
Beginnen tut das alles schon mit der Kakaomilch in der Grundschule.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Ein Terraner » So 29. Okt 2017, 16:44

Boraiel hat geschrieben:(29 Oct 2017, 16:35)

und die gesellschaftliche Ächtung von Drogen aller Art sind Ansatzpunkte zur Lösung des Problems.


Genau das hat das Problem erst verursacht du Dünnbettbohrer.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boraiel » So 29. Okt 2017, 17:05

Ein Terraner hat geschrieben:(29 Oct 2017, 16:44)

Genau das hat das Problem erst verursacht du Dünnbettbohrer.

Ehm, ich dachte ja das wäre der Drogenkonsum und die Verleitung dazu. :|
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Ein Terraner » So 29. Okt 2017, 17:10

Boraiel hat geschrieben:(29 Oct 2017, 17:05)

Ehm, ich dachte ja das wäre der Drogenkonsum und die Verleitung dazu. :|


Und dazu ist es natürlich sehr effektiv wenn man Drogen Gesellschaftlich ächtet, verteufelt, kriminalisiert und dadurch deren Produktion und Verbreitung in die Hände von Kartellen gibt, clever.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boraiel » So 29. Okt 2017, 18:09

Ein Terraner hat geschrieben:(29 Oct 2017, 17:10)

Und dazu ist es natürlich sehr effektiv wenn man Drogen Gesellschaftlich ächtet, verteufelt, kriminalisiert und dadurch deren Produktion und Verbreitung in die Hände von Kartellen gibt, clever.

Mit Gesellschaftlich nicht akzeptiert meinte ich nicht, dass es verboten werden sollte. Bei gesellschaftlichen Zusammentreffen sollte es nicht gelobt werden, Drogen zu konsumieren; Werbung für alkoholische Getränke, Tabak, Coca-Cola, Kaffee etc. kann man verbieten; man kann Schockbilder auf Zigarettenschachteln sowie Wodkaflaschen vorschreiben; man kann Zigarettenautomaten verbieten und Drogen nur in speziellen (staatlichen?) Shops legal anbieten mit 200% Steuern auf den Angebotspreis. Die Skandinavier sind da am ehesten auf dem richtigen Pfad.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Ein Terraner » So 29. Okt 2017, 18:22

Boraiel hat geschrieben:(29 Oct 2017, 18:09)

Mit Gesellschaftlich nicht akzeptiert meinte ich nicht, dass es verboten werden sollte. Bei gesellschaftlichen Zusammentreffen sollte es nicht gelobt werden, Drogen zu konsumieren; Werbung für alkoholische Getränke, Tabak, Coca-Cola, Kaffee etc. kann man verbieten; man kann Schockbilder auf Zigarettenschachteln sowie Wodkaflaschen vorschreiben; man kann Zigarettenautomaten verbieten und Drogen nur in speziellen (staatlichen?) Shops legal anbieten mit 200% Steuern auf den Angebotspreis. Die Skandinavier sind da am ehesten auf dem richtigen Pfad.

Man kann es ja erlauben, aber so teuer machen das es sich keiner leisten kann. Auch nicht schlecht, kurbelt aber auch den Schwarzmarkt an. :dead: Nur wie willst du es schaffen ein natürliches Verhalten aus der Gesellschaft zu verbannen und das ohne Zwang ?
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Cat with a whip » So 29. Okt 2017, 18:44

Das Problem mit den abhängig machendeb Schmerzmitteln wird noch zunehmen, da das Gesundheitssystem und Therapieplätze weiter weggespart wird.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Nomen Nescio » So 29. Okt 2017, 19:00

Cat with a whip hat geschrieben:(29 Oct 2017, 18:44)

Das Problem mit den abhängig machendeb Schmerzmitteln wird noch zunehmen, da das Gesundheitssystem und Therapieplätze weiter weggespart wird.

ich habe schon mehr als 15 jahre tramadol. wenn meine rückenschmerzen zu schlimm werden, nehme ich es ein. aber nur dann. trotzdem bin ich nicht süchtig geworden. es gibt - glücklicherweise - manchmal wochen daß ich es nicht brauche. und dann auch nicht einnehme.

grob gesagt ist tramadol das vorstadium für fentanyl.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Bielefeld09 » So 29. Okt 2017, 20:02

Junkies, alle User sind das.
Ob legal oder illegal.
Was ist daran nicht zu verstehen?
Das ist in den USA nicht anders als in Deutschland.
Nur leider wird die Tragweite noch immer nicht erkannt.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boraiel » So 29. Okt 2017, 20:09

Ein Terraner hat geschrieben:(29 Oct 2017, 18:22)

Man kann es ja erlauben, aber so teuer machen das es sich keiner leisten kann. Auch nicht schlecht, kurbelt aber auch den Schwarzmarkt an. :dead: Nur wie willst du es schaffen ein natürliches Verhalten aus der Gesellschaft zu verbannen und das ohne Zwang ?

Wann trinken Menschen Alkohol? Wenn er günstig ist. Alkohol ist natürlicherweise ein günstiges und hervorragend haltbares Nahrungsmittel, aber kein gutes. Wenn man nun den "natürlichen" Preisunterschied zwischen Alkohol und Rindfleisch und anderen guten Lebensmitteln verringert oder umkehrt, werden die Menschen vermehrt zu den guten Nahrunmgsmittel greifen, sofern die Steuer auf alkoholische Getränke auch durchgesetzt wird.
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