Drogenproblem in den USA

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Boracay
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boracay » So 29. Okt 2017, 23:20

Ein Terraner hat geschrieben:(29 Oct 2017, 22:50)
Eben da täuscht du dich, die 12 Jährige ist eben genau das Thema. Durch die aktuelle Politik und Prohibition wird die komplette Kontrolle über das Produkt, die Herstellung, der Vertrieb, Qualitätskontrolle Jugendschutz den Kartellen und Dealern überlassen.


Beim Alkohol überlässt man diese Aufgabe dem Staat, mit fatalen Folgen.

Besser?
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Ein Terraner » So 29. Okt 2017, 23:23

Boracay hat geschrieben:(29 Oct 2017, 23:20)

Beim Alkohol überlässt man diese Aufgabe dem Staat, mit fatalen Folgen.

Besser?


Der sollte sich jetzt erstmal an seine Rolle gewöhnen, so wird das jedenfalls nichts.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Bielefeld09 » So 29. Okt 2017, 23:25

Boracay hat geschrieben:(29 Oct 2017, 23:20)

Beim Alkohol überlässt man diese Aufgabe dem Staat, mit fatalen Folgen.

Besser?

Nein.
Und in den USA ist das besser aufgehoben?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Ein Terraner » So 29. Okt 2017, 23:26

Boraiel hat geschrieben:(29 Oct 2017, 23:19)

Du wolltest mich verarschen. :mad:


Was bitte bringt die eine Energiegewinnung mit der am Gerät mehr kaputt geht als es nützt ?
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon King Kong 2006 » So 29. Okt 2017, 23:30

Boracay hat geschrieben:(29 Oct 2017, 22:46)

Die Sucht nach Benzos ist meist mit Schlafstörungen begründet (ohne Tavor kein Einschlafen) und macht Leute nicht zu Junkies. Es dauert auch erst mal halbe Ewigkieten davon abhängig zu werden. Ich habe Lorazepam immer am Mann für Langstreckenflüge. Ohne würde ich das nicht durchstehen.


Tavor (Lorazepam) wird primär als hochwirksamer Angstlöser verschrieben (kann auch zu Schlafstörungen führen). Die Einnahme bei Langzeitflügen ist sicher ein anderes Thema. Ich habe schon erlebt, daß Leute, die über längeren Zeitraum regelmäßig Dosen genommen haben davon z.T. hochgradig abhängig geworden sind. Darunter auch eine alte, honorige Dame. Sie wurde recht wütend, weil sie der Meinung war, daß der Arzt sie darüber nicht aufgeklärt hat. Über das Suchtpotential. Beim Ausschleichen wurde es ziemlich haarig für die Dame. Das hat noch einmal vor Augen geführt, daß selbst "unverfängliche" Patienten, sprich keine klassischen Junkies durch Einnahme diverser Medikamente in eine Sucht bzw. Abhängigkeit geraten. Viele denken fälscherlicherweise immer, daß Abhängigkeit irgendwas mit Junkies und schrägen Lebensläufen zu tun hätte. Andere längjährige Konsumenten jedoch von Tavor besorgen sich das z.T. auf verschiedenen anderen Wegen, wenn der behandelnde Arzt die vom Betroffenen geforderte Menge nicht mehr verschreiben möchte.

Die gelegentliche Einnahme ist sicher unproblematisch. Ist ja wie beim Alkohol. Mal was trinken ist etwas anderes als Alkoholiker zu sein.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Ein Terraner » So 29. Okt 2017, 23:31

Bielefeld09 hat geschrieben:(29 Oct 2017, 23:15)

Danke für die Hinweise.
Aber das macht den Alltag nicht leichter!

Stimmt.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Bielefeld09 » So 29. Okt 2017, 23:33

Andere wollen auch,
andere zur Deppenklasse erklären.
Drogen ist nur Nebenthema,
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 31. Okt 2017, 06:53

Alter Stubentiger hat geschrieben:(29 Oct 2017, 16:00)

Das ist Selbstbetrug. Niemand geht behutsam mit Zigaretten um und die zahllosen Alkoholsüchtigen sprechen Bände. Man kann sicher nicht alles verbieten. Aber du nennst "legal highs" und verniedlichst an dieser Stelle ein großes Problem. Gerade Jugendliche greifen im jugendlichen Leichtsinn zu diesen "harmlosen Drogen". Und zu behaupten Opiate könnte man kontrolliert kosumieren ist in meinen Augen eine gemeingefährliche Behauptung. Gerade das zeigt ja die Lawine der Opiatopfer in den USA. Da ist alles außer Kontrolle.
Dort fehlt die Aufklärung.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 31. Okt 2017, 08:23

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(31 Oct 2017, 06:53)

Dort fehlt die Aufklärung.


Du glaubst gar nicht wie viele Menschen mit Aufklärung nicht zu erreichen sind. Die lassen einfach die Rollläden runter. Vor allem in der Adoleszenz die sich immer mehr verlängert.
Und bei manchen Drogen reicht ein paar mal ausprobieren und die Suchtfalle schnappt zu. Kann es sein daß du dich eigentlich nur vor dir selber rechtfertigen möchtest?
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 31. Okt 2017, 08:31

Alter Stubentiger hat geschrieben:(31 Oct 2017, 08:23)

Du glaubst gar nicht wie viele Menschen mit Aufklärung nicht zu erreichen sind. Die lassen einfach die Rollläden runter. Vor allem in der Adoleszenz die sich immer mehr verlängert.

Das ist ein Vorurteil. Immer weniger Jugendliche rauchen und die wenigsten trinken zu viel Alkohol.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 31. Okt 2017, 08:33

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(31 Oct 2017, 08:31)

Das ist ein Vorurteil. Immer weniger Jugendliche rauchen und die wenigsten trinken zu viel Alkohol.


Eine Sache des Zeitgeists. Nicht der Einsicht.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 31. Okt 2017, 08:35

Alter Stubentiger hat geschrieben:(31 Oct 2017, 08:33)

Eine Sache des Zeitgeists. Nicht der Einsicht.

So kann man sich jedes Zwangssystem schönreden. Repression ist bei Drogen eine schlechte Strategie.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 31. Okt 2017, 09:51

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(31 Oct 2017, 08:35)

So kann man sich jedes Zwangssystem schönreden. Repression ist bei Drogen eine schlechte Strategie.


Nö. Ich habe nichts gegen eine kontrollierte Abgabe unter ärztlicher Aufsicht für die Abhängigen. Schon allein um den Dealern das Wasser abzugraben. Was du aber verlangst eine große Aufklärungskampagne und dann soll alles in der Verantwortung des Einzelnen sein. Es sind ja dann alle aufgeklärt und vernünftig. DAS ist eine schlechte Strategie.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon yogi61 » Di 31. Okt 2017, 10:37

Alter Stubentiger hat geschrieben:(29 Oct 2017, 16:11)

Seit den 90ern wird Oxycodon in den USA sehr lax verschrieben. Von Hemmungen auf Seiten der Ärzte höre ich von dir zum erstenmal. 2010 wurden diese Opiate als 5.häufigstes Medikament in den USA verschrieben. Und bei so vielen Millionen Verschreibungen ist es sehr gewagt alle die sich sowas besorgen zu Tumorpatienten und Leuten mit sehr starken Rückenschmerzen zu erklären. Das ist ganz sicher nicht so. In Deutschland gibt es sowas nur auf Betäubungsmittelrezept. Das ist dann für echte Schmerzpatienten. Darum gibts hier auch keine Epedemie.


Das würde ja implizieren, dass die Menschen mit Gelenkschmerzen keine echten Schmerzpatienten sind, das ist leider nicht so. In Deutschland wird eher zu wenig verschrieben und um Morphinpflaster müssen Menschen erst betteln und oft bekommen sie auch nur die,die sich wehren,oder Verwandte haben, die das durchsetzen. Deswegen gibt es hier in diesem Land sehr viele "Schmerzkrüppel". Das US Problem hat aber nichts mit einem Betäubungsmittelgesetz zu tun. Ich kann mich nur wiederholen, es ist ein gesellschaftliches Problem und auch ein Problem der mangelnden Absicherung im Gesundheitswesen und auch im Job. Ein LKW-Fahrer als Beispiel hat in den USA folgenden Alternativen. Er kann sich ein Schmerzmittel verschreiben lassen und den Arzt dafür bezahlen. Er kann sich einer Therapie unterziehen und den Arzt 50 Mal bezahlen und wird wahrscheinlich von seinem Arbeitgeber gefeuert, weil der lieber jemanden ohne Schmerzen einstellt. Wenn der geneigte US Bürger sich für den ersten Weg entscheidet, ist das nur logisch und nachvollziehbar und es geht eben in dieser Diskussion nicht darum, ob das einen Sinn für die Gesundheit macht, da wäre natürlich die Therapie die bessere Lösung. Es gibt aber leider Zwänge, die das aus der Sicht vieler US-Bürger unmöglich machen. Man kann dieses Problem nicht mit einem Betäubungsmittelgesetz aus der Welt schaffen, denn das gibt es in den USA auch und es ist nicht unbedingt lascher als hier. Ibuprofen zum Beispiel war in den USA länger verschreibungspflichtig als hier und Metamizol ist wegen der seltenden aber doch drohenden Agranulozytose dort sogar praktisch vom Markt verschwunden. Ich möchte hier sicherlich keine Lanze für Opioide brechen, aber oft sind sie nebenbei bemerkt sinnvoller, als bei schweren Schmerzen mit Paracetamol zu hantieren und sich dann später einer Lebertranspantantion unterziehen zu müssen.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 31. Okt 2017, 10:43

yogi61 hat geschrieben:(31 Oct 2017, 10:37)

Das würde ja implizieren, dass die Menschen mit Gelenkschmerzen keine echten Schmerzpatienten sind, das ist leider nicht so. In Deutschland wird eher zu wenig verschrieben und um Morphinpflaster müssen Menschen erst betteln und oft bekommen sie auch nur die,die sich wehren,oder Verwandte haben, die das durchsetzen. Deswegen gibt es hier in diesem Land sehr viele "Schmerzkrüppel". Das US Problem hat aber nichts mit einem Betäubungsmittelgesetz zu tun. Ich kann mich nur wiederholen, es ist ein gesellschaftliches Problem und auch ein Problem der mangelnden Absicherung im Gesundheitswesen und auch im Job. Ein LKW-Fahrer als Beispiel hat in den USA folgenden Alternativen. Er kann sich ein Schmerzmittel verschreiben lassen und den Arzt dafür bezahlen. Er kann sich einer Therapie unterziehen und den Arzt 50 Mal bezahlen und wird wahrscheinlich von seinem Arbeitgeber gefeuert, weil der lieber jemanden ohne Schmerzen einstellt. Wenn der geneigte US Bürger sich für den ersten Weg entscheidet, ist das nur logisch und nachvollziehbar und es geht eben in dieser Diskussion nicht darum, ob das einen Sinn für die Gesundheit macht, da wäre natürlich die Therapie die bessere Lösung. Es gibt aber leider Zwänge, die das aus der Sicht vieler US-Bürger unmöglich machen. Man kann dieses Problem nicht mit einem Betäubungsmittelgesetz aus der Welt schaffen, denn das gibt es in den USA auch und es ist nicht unbedingt lascher als hier. Ibuprofen zum Beispiel war in den USA länger verschreibungspflichtig als hier und Metamizol ist wegen der seltenden aber doch drohenden Agranulozytose dort sogar praktisch vom Markt verschwunden. Ich möchte hier sicherlich keine Lanze für Opioide brechen, aber oft sind sie nebenbei bemerkt sinnvoller, als bei schweren Schmerzen mit Paracetamol zu hantieren und sich dann später einer Lebertranspantantion unterziehen zu müssen.


Wenn du meinst. Also ist alles bestens in den USA. Und Probleme machen nur die illegalen Drogen. Viel Spaß noch in der Filterblase.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon yogi61 » Di 31. Okt 2017, 10:46

Alter Stubentiger hat geschrieben:(31 Oct 2017, 10:43)

Wenn du meinst. Also ist alles bestens in den USA. Und Probleme machen nur die illegalen Drogen. Viel Spaß noch in der Filterblase.


Ich kann nichts dafür, wenn Du das nicht verstehen willst. Es ist eben nicht alles bestens in den USA, das hat aber nichts mit einem fehlenden Betäubungsmittelgesetz zu tun.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 31. Okt 2017, 11:45

yogi61 hat geschrieben:(31 Oct 2017, 10:46)

Ich kann nichts dafür, wenn Du das nicht verstehen willst. Es ist eben nicht alles bestens in den USA, das hat aber nichts mit einem fehlenden Betäubungsmittelgesetz zu tun.

Also auch nicht mit einer zu laxen Verschreibungspraxis die dazu führte das diese Präparate zum absoluten Bestseller avancierten?
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 31. Okt 2017, 12:15

Alter Stubentiger hat geschrieben:(31 Oct 2017, 09:51)

Nö. Ich habe nichts gegen eine kontrollierte Abgabe unter ärztlicher Aufsicht für die Abhängigen. Schon allein um den Dealern das Wasser abzugraben. Was du aber verlangst eine große Aufklärungskampagne und dann soll alles in der Verantwortung des Einzelnen sein. Es sind ja dann alle aufgeklärt und vernünftig. DAS ist eine schlechte Strategie.

Das klappt bei Alkohol, Zigaretten und Cannabis super, auch bei Lösungsmittel.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon yogi61 » Di 31. Okt 2017, 13:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(31 Oct 2017, 11:45)

Also auch nicht mit einer zu laxen Verschreibungspraxis die dazu führte das diese Präparate zum absoluten Bestseller avancierten?


Was soll eine laxe Verschreibungspraxis sein? Ein Patient kommt mit starken Schmerzen zum Arzt und erwartet, dass ihm die Schmerzen genommen werden. Nach dem dritten oder vierten Gang, wird ihm der Arzt die Opioide nicht mehr verschreiben weil sie abhängig machen und ein guter Arzt wird dem Patienten auch empfehlen eine Therapie zur Ursachenbekämpfung zu erwägen. Wenn der Patient aber nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt,oder und auch noch Angst um seinen Arbeitsplatz hat, dann wird er versuchen sich etwas auf dem Schwarzmarkt zu besorgen. Auf diesem Schwarzmarkt stellt er dann fest, dass die Medikamente sehr teuer sind und dann kommt das Heroin ins Spiel. Es ist nämlich effizienter zur Schmerzbekämpfung, es ist billiger und es kickt auch noch und schon haben wir den Salat.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 31. Okt 2017, 14:00

yogi61 hat geschrieben:(31 Oct 2017, 13:25)

Was soll eine laxe Verschreibungspraxis sein? Ein Patient kommt mit starken Schmerzen zum Arzt und erwartet, dass ihm die Schmerzen genommen werden. Nach dem dritten oder vierten Gang, wird ihm der Arzt die Opioide nicht mehr verschreiben weil sie abhängig machen und ein guter Arzt wird dem Patienten auch empfehlen eine Therapie zur Ursachenbekämpfung zu erwägen. Wenn der Patient aber nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt,oder und auch noch Angst um seinen Arbeitsplatz hat, dann wird er versuchen sich etwas auf dem Schwarzmarkt zu besorgen. Auf diesem Schwarzmarkt stellt er dann fest, dass die Medikamente sehr teuer sind und dann kommt das Heroin ins Spiel. Es ist nämlich effizienter zur Schmerzbekämpfung, es ist billiger und es kickt auch noch und schon haben wir den Salat.

Besser wäre es, der Patient würde sich Schmerzursachen stellen, etwa durch Operation oder Umstellung seiner Lebensgewohnheiten, Arbeit...
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