Drogenproblem in den USA

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Dieter Winter
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Drogenproblem in den USA

Beitragvon Dieter Winter » Fr 27. Okt 2017, 20:47

Offenbar haben die USA ein gewaltiges Drogenproblem. Jährlich sterben ca. 60.000 Menschen an einer Überdosis, das sind mehr als durch Schusswaffen und Straßenverkehr zusammen. Offenbar erfolgt der Einstieg durch Medikamente, die abhängig machen. Zwar gibt es auch Medikamente, die nicht abhängig machen, aber die sind zu teuer. Trump hat jetzt zwar Maßnahmen angekündigt, aber das scheint eher auf ein Bekämpfen der Symptome, als auf einen Ansatz bei den Ursachen hinaus zu laufen.

M. E. sollten den Pharmakonzernen die Kosten für die Entzugstherapien aufgedonnert werden. Nur wenn es weh tut, sehen diese Halunken Handlungsbedarf. Ob das in den USA politisch umsetzbar ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
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Ein Terraner
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Ein Terraner » Fr 27. Okt 2017, 20:49

Das ist der finale Erfolg von Amerikas Krieg gegen die Drogen.
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Dieter Winter
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Dieter Winter » Fr 27. Okt 2017, 21:02

Ein Terraner hat geschrieben:(27 Oct 2017, 21:49)

Das ist der finale Erfolg von Amerikas Krieg gegen die Drogen.


Ähnlich dem militärischen Erfolg in Vietnam. Nur dass sie da nicht so ohne Weiteres aussteigen und nach Hause gehen können.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 27. Okt 2017, 21:05

Auf jeden Fall darf Drogenentzug nicht auf Kosten der Krankenversicherungen bezahlt werden. Das wäre unangemessen.
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Dieter Winter
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Dieter Winter » Fr 27. Okt 2017, 21:09

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:05)

Auf jeden Fall darf Drogenentzug nicht auf Kosten der Krankenversicherungen bezahlt werden. Das wäre unangemessen.


Wie gesagt: Die Verursacher sollten an sich bluten müssen.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Fr 27. Okt 2017, 21:14

das is die laxe verschreibungspolitik der ärzte. in den usa wird so wenig wie möglich stationär behandelt, sondern ambulant zu hause.
in keinem land der welt werden pro kopf mehr psychopharmaka verschrieben als in den usa. und die irren laufen alle frei rum...-
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Julian » Fr 27. Okt 2017, 21:19

Dieter Winter hat geschrieben:(27 Oct 2017, 21:47)
M. E. sollten den Pharmakonzernen die Kosten für die Entzugstherapien aufgedonnert werden. Nur wenn es weh tut, sehen diese Halunken Handlungsbedarf. Ob das in den USA politisch umsetzbar ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt.


Was haben denn nun wieder die Pharmakonzerne damit zu tun? Mit illegalen Drogen haben sie schon einmal gar nichts zu schaffen, und die Opioide, die nun im Fokus stehen, werden zwar durch die Pharmaindustrie hergestellt und vertrieben, aber von den Ärzten verschrieben. Es sind in erster Linie Ärzte und ihre Fachgesellschaften gefragt, hier Konzepte zu entwickeln, indem beispielsweise die Verschreibungspraxis überprüft wird.

Sollten Opioide etwa gar nicht mehr hergestellt oder vertrieben werden? Dann hieße es, die böse Pharmaindustrie enthalte schmerzgeplagten Patienten wichtige Medikamente vor. Habe ich nicht noch in den Ohren, dass vor einigen Monaten darüber geklagt wurde, dass die Pharmaindustrie die Gabe von Methadon - einem Opioid - an Krebspatienten hintertreibt?
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boracay » Fr 27. Okt 2017, 21:20

Ein Terraner hat geschrieben:(27 Oct 2017, 21:49)

Das ist der finale Erfolg von Amerikas Krieg gegen die Drogen.


Damit hat das 0 zu tun. Der "Krieg gegen die Drogen" wird vorwiegend gegen Kokain geführt, sterben tun die Leute an Heroin.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Julian » Fr 27. Okt 2017, 21:21

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:05)

Auf jeden Fall darf Drogenentzug nicht auf Kosten der Krankenversicherungen bezahlt werden. Das wäre unangemessen.


Wer soll es denn dann bezahlen? Ist Substanzabusus denn keine behandlungsbedürftige Krankheit? Sollen Leberzirrhotiker künftig auch selbst für ihre Behandlungskosten zahlen, wenn eine ethyltoxische Genese vermutet wird?
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boracay » Fr 27. Okt 2017, 21:22

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:14)
in keinem land der welt werden pro kopf mehr psychopharmaka verschrieben als in den usa. und die irren laufen alle frei rum...-


Die wenigsten Psychopharmaka machen abhängig. Im gegenteil, weltweit ist die Selbstmorrate dank Antidepressiva extrem gefallen.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Dieter Winter » Fr 27. Okt 2017, 21:23

Julian hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:19)

Was haben denn nun wieder die Pharmakonzerne damit zu tun?


Sie verkaufen die Medikamente, die zur Abhängigkeit führen, billiger als solche ohne diese Nebenwirkung.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boracay » Fr 27. Okt 2017, 21:25

Dieter Winter hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:02)
Ähnlich dem militärischen Erfolg in Vietnam.


Der militärische Erfolg in Vietnam war sehr hoch, der Vietcong hatte nie auch nur einen Hauch einer Chance gegen die USA und war auch nie eine ernsthafte Bedrohung. Militärische "Erfolge" des Vietcong wie die Tet-Offensive endeten im totalen Desaster.

Abgezogen sind die USA mehrer Jahre vor Kriegsende nicht wegen militärischen Misserfolgen.
Zuletzt geändert von Boracay am Fr 27. Okt 2017, 21:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Dieter Winter » Fr 27. Okt 2017, 21:25

Boracay hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:20)

Damit hat das 0 zu tun. Der "Krieg gegen die Drogen" wird vorwiegend gegen Kokain geführt, sterben tun die Leute an Heroin.


Auch. Aber zum großen Teil auch an legalen Medikamenten. Zudem sind ja gerade diese Opiode der Einstieg in die Abhängigkeit.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boracay » Fr 27. Okt 2017, 21:25

Dieter Winter hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:23)

Sie verkaufen die Medikamente, die zur Abhängigkeit führen, billiger als solche ohne diese Nebenwirkung.


Was für ein Schwachsinn.

Wie kommst du auf so einen absurden mist? Frei erfunden oder einfach nur dreist gelogen?
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boracay » Fr 27. Okt 2017, 21:26

Dieter Winter hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:25)

Auch. Aber zum großen Teil auch an legalen Medikamenten. Zudem sind ja gerade diese Opiode der Einstieg in die Abhängigkeit.


Aber gegen die Verschreibung durch Ärzte wird kein Krieg geführt. War on Drugs hat damit 0 zu tun.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon yogi61 » Fr 27. Okt 2017, 21:26

Boracay hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:25)

Der militärische Erfolg in Vietnam war sehr hoch, der Cietcong hatte nie auch nur einen Hauch einer Chance gegen die USA und war auch nie eine ersthafte Bedrohung. Militärische "Erfolge" des Vietcong wie die Tet-Offensive endeten im totalen Desaster.

Abgezogen sind die USA mehrer Jahre vor Kriegsende nicht wegen militärischen Misserfolgen.


Das glauben heute nicht einmal mehr die Amerikaner.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Dieter Winter » Fr 27. Okt 2017, 21:27

Boracay hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:25)

Der militärische Erfolg in Vietnam war sehr hoch, der Cietcong hatte nie auch nur einen Hauch einer Chance gegen die USA und war auch nie eine ersthafte Bedrohung. Militärische "Erfolge" des Vietcong wie die Tet-Offensive endeten im totalen Desaster.

Abgezogen sind die USA mehrer Jahre vor Kriegsende nicht wegen militärischen Misserfolgen.


Unsinn. Uncle Sam bekam den Arsch versohlt, wie noch nie in seiner Geschichte.

Ist aber hier OT. Gehört eher in's Geschichtsforum.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Dieter Winter » Fr 27. Okt 2017, 21:27

Boracay hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:25)

Was für ein Schwachsinn.

Wie kommst du auf so einen absurden mist? Frei erfunden oder einfach nur dreist gelogen?


Wurde so in der Tagesschau erzählt...
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boracay » Fr 27. Okt 2017, 21:28

yogi61 hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:26)

Das glauben heute nicht einmal mehr die Amerikaner.


Dann bitte widerlegen.

Hier mal die gloreiche Tet-Offensive des VC.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tet-Offensive#Wirkungen

Das waren absolute Lachnummern, aber keine Gegner.
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Re: Drogenproblem in den USA

Beitragvon Boracay » Fr 27. Okt 2017, 21:29

Dieter Winter hat geschrieben:(27 Oct 2017, 22:27)

Wurde so in der Tagesschau erzählt...


Das würde ich gerne mal belegt haben....bei der Fülle an Medikamenten überhaupt eine Aussage treffen zu können würde ich als nahezu unmöglich erachten. Wurde einfach nur frei erfunden der Blödsinn.

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