Anschlag auf Moschee in Kanada

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PeterK
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon PeterK » Mi 1. Feb 2017, 18:47

Welfenprinz hat geschrieben:(01 Feb 2017, 18:35)
Ändert nix an der Aussage dass Trudeau zu dem Zeitpunkt weder eine bestätigende noch verschleiernde Aussage zu Täter oder Motiv gemacht hat.

D'accord. Des Schelms VT beruhte darauf, dass Trudeau noch nichts wusste, als er sich angeblich "tendenziös" äußerte. Trudeau war aber am Nachmittag in "Hongcouver" zur chinesischen Neujahrs-Parade. Und Kanada erstreckt sich über so einige Zeitzonen. In "dhüringsch Owwebach" ist das vermutlich nicht bekannt ;).

Der Regierungschef war IMO über die neuesten Ermittlungsergebnisse (ab ca. 20h10 Quebec-Zeit) informiert - und hat sich dementsprechend geäußert.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon Welfenprinz » Mi 1. Feb 2017, 19:00

PeterK hat geschrieben:(01 Feb 2017, 18:47)

D'accord. Des schelms VT


Tja

https://www.thestar.com/news/canada/201 ... spect.html

Und die Intention für die Desinformation ist tatsächlich

“The PMO’s interest in the earlier, incorrect tweet may have a lot to do with the fact that it also includes an image of Trudeau and his quote from the night of the shooting: “We condemn this terrorist attack on Muslims in a centre of worship and refuge.”

Brüder im Geiste,denen Humanität und Aufrichtigkeit ein Dorn im Auge ist und deshalb zu fragwürdigsten Mitteln greifen. :x

“slams“ bedeutet aber nicht,dass es für foxnews ein gerichtliches Nachspiel geben wird,oder?
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon schelm » Mi 1. Feb 2017, 19:34

Provokateur hat geschrieben:(01 Feb 2017, 18:01)

Wie kommst du eigentlich auf den Gedanken, dass sich Politiker aus der Presse informieren müssten und ihre Infos nicht etwa aus erster Hand erhielten?

Etwa "Wir haben zwei gefasst. Einer der beiden, ein Rechtsextremer, hat die Taten zugegeben, der andere behauptet standhaft, es nicht gewesen zu sein. Wir ermitteln weiter, bis wir an die Presse gehen können."

Jow, ich sag mal so: Genau das passiert.

Hätte man zwischen der Festnahme des Franko-Kanadiers und den offiziellen Statements der Politiker durch Infos der ermittelnden Behörden den Hintergrund erfahren, hätte man sich eindeutig positioniert und wäre von einem rechtsextremistischen Anschlag im Sprachgebrauch ausgegangen. Einen sehr wahrscheinlich rechtsextremistischen Anschlag mit einer noch unbekannten Anzahl von Tätern. Das ist man aber nicht. Und warum ? Weil der Tatverdächtige Franko-Kanadier sich weder nach der Festnahme und auch später in der ersten Anhörung zur Tat und den Motiven äußerte. Die nächste Anhörung soll nach Presseberichten übrigens am 21.2. erfolgen, warum auch immer so spät.

Man hatte also zwei Tatverdächtige, Infos zur Vita wurden erst im Laufe des Tages ermittelt und publik gemacht. Also konnte man zum Zeitpunkt überhaupt nicht von irgendeiner speziellen Motivlage ausgehen bzw. eine Motivation ausschließen, denn schließlich gab es noch Zeugenaussagen, die von mindestens zwei oder sogar drei schwarz gekleideten und vermummten Tätern sprachen, von Allahu Akbar - Rufen. Der Franko-Kanadier hätte somit zu diesem Zeitpunkt immer noch Teil einer Gruppe islamistischer Attentäter sein können.

Der übliche Codex bei Anschlägen ist folgender : Entspricht ein Anschlag dem Muster eines islamistischen Terroranschlages, spricht man von einem mutmaßlichen islamistischen Anschlag, " die Ermittlungen laufen aber in alle Richtungen (...) "

Gäbe es bereits Anhaltspunkte, die dieser These widersprechen, würde man von einem mutmaßlichen Anschlag Rechtsextremer, einem Amoklauf oder sonstiger Motive sprechen, " man ermittle aber weiter in alle Richtungen. "

Also kann man davon ausgehen, die Festnahme des Franko-Kanadiers zum Zeitpunkt noch nicht als nennenswerten Anhaltspunkt für einen rechtsextremistischen Anschlag erachtet zu haben, sondern alle anderen Optionen als gleichrangig beurteilt zu haben, nur spiegelte sich das weder in der Presse noch den Sofortstatements.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon Zunder » Do 2. Feb 2017, 02:48

schelm hat geschrieben:(01 Feb 2017, 15:15)
Wenn er und /oder Regierungsmitglieder als erstes von einem Angriff auf Muslime sprechen und im gleichem Atemzug Solidarität mit Muslimen angemahnt wird, schließt das de facto einen islamistischen Hintergrund in der Beurteilung aus.


schelm hat geschrieben:(01 Feb 2017, 17:22)
( " Anschlag auf Muslime = Solidarität mit Muslimen " angesagt )


schelm hat geschrieben:(01 Feb 2017, 17:43)
Der Premier und die kanadische Regierung haben in ihren ersten Statements rhetorisch die Möglichkeit eines islamistischen Terroranschlages nicht eingeschlossen, man kann nicht pauschal zur Solidarität mit einer Gruppe aufrufen ohne zu wissen, aber einkalkulieren zu müssen, ob es ein Anschlag innerhalb der Gruppe war.


schelm hat geschrieben:(01 Feb 2017, 19:34)
Hätte man zwischen der Festnahme des Franko-Kanadiers und den offiziellen Statements der Politiker durch Infos der ermittelnden Behörden den Hintergrund erfahren, hätte man sich eindeutig positioniert und wäre von einem rechtsextremistischen Anschlag im Sprachgebrauch ausgegangen.(.......bla bla bla.......)

Offensichtlich hast du immer noch nicht kapiert, daß es in den Statements der Politiker überhaupt nicht um die Täter ging, sondern um die Opfer. Das waren Muslime. Und nur deshalb haben die Politiker sich solidarisch mit den Muslimen erklärt.

Darf man sich eigentlich NICHT mit Frankreich solidarisch erklären, wenn französische Staatsbürger von französischen Staatsbürgern erschossen werden, wie z.B. bei Charlie Hebdo und den späteren Anschlägen von Paris, und somit Täter und Opfer dem gleichen Kollektiv angehören?

Darf man sich mit den USA NICHT solidarisch erklären, wenn amerikanische Staatsbürger von amerikanischen Staatsbürgern erschossen werden, wie z.B. bei den Snipern, und somit Täter und Opfer dem gleichen Kollektiv angehören?

Darf man sich mit Deutschland NICHT solidarisch erklären, wenn ein deutscher Staatsbürger deutsche Staatsbürger zu Tode bombt, wie z.B. beim Oktoberfestattentat, und somit Täter und Opfer dem gleichen Kollektiv angehören?

Darf man Bürgern mit Migrationshintergrund NICHT die Solidarität versichern, wenn ein Bürger mit Migrationshintergrund andere Bürger mit Migrationshintergrund erschießt, wie z.B. beim Amoklauf in München, und somit Täter und Opfer dem gleichen Kollektiv angehören?

Anders gefragt:
Darf man sich grundsätzlich NICHT mit Opfern solidarisieren, wenn der Täter dem gleichen Kollektiv angehört, oder gilt das nur bei muslimischen Opfern?

Noch anders gefragt:
Merkst du wenigstens manchmal, was für eine gequirlte Scheiße du absonderst?
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon schelm » Do 2. Feb 2017, 09:29

@ Zunder :

Grobmotorikern ist es halt nicht gegeben bestimmte subtile Unterschiede zu erfassen zwischen pauschal und angemessen.

Die anderen solidarisieren sich mit den Opfern und ihren Angehörigen eines Bombenanschlages in Belfast, wenn Anlass bestünde von einem möglichen Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken ausgehen zu müssen, anstatt pauschal mit Christen. Oder mit Belfast, oder dem Land abstrakt, weil das, auch ohne es zu konkretisieren, immer im Sprachgebrauch allgemein das Leid umfasst, alle meint, die sich gegen Gewalt stellen, aber die Täter nicht inkludiert.

Übertrag analog auf Québec und Kanada.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon Alexyessin » Do 2. Feb 2017, 09:33

schelm hat geschrieben:(01 Feb 2017, 17:22)

Lustiges Bullshit - Bingo das 1000ste. : Wenn du (noch) nicht weißt, ob der festgenommene Franko-Kanadier ein Rechtsterrorist, ein banaler gestörter Amokläufer oder ein islamistisch radikalisierter Konvertit ist, wie willst du dann plausibel durch deine Rhetorik einen islamistischen Anschlag de facto negieren ? ( " Anschlag auf Muslime = Solidarität mit Muslimen " angesagt )


Muss ich gar nicht. War auch nicht nötig, weil ich die Fakten abgewartet habe. Etwas, was du nicht gemacht hast.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon schelm » Do 2. Feb 2017, 09:43

" Noch anders gefragt:
Merkst du wenigstens manchmal, was für eine gequirlte Scheiße du absonderst... "

Eigentlich nicht, weil ich mich ja wundern täte, wenn möglicherweise 3 stramme Deutsche 6 Deutsche umlegen, weil die deren Meinung nach sich undeutsch verhalten und man im Anschluss von einem " Anschlag auf Deutsche " spräche, was grobmotorisch betrachtet auch sachlich richtig wäre, aber in der Korrelation mit einem Solidaritätsaufruf " mit Deutschen " für mich die Frage aufwirft, welche denn gemeint wären.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon Alexyessin » Do 2. Feb 2017, 09:45

schelm hat geschrieben:(01 Feb 2017, 17:43)
Du versuchst beständig inhaltlich fundierte Aussagen zu schreddern,


Falsch. Weder versuche ich zu schreddern noch waren deine Aussagen fundiert.

schelm hat geschrieben:(01 Feb 2017, 17:43)
da du weder diese Inhalte in ihrer Komplexität erfassen kannst, und wenn doch, du nicht bereit bist sie zu konzedieren, wenn sie deinem Weltbild oder Vorurteilen nicht entsprechen. Garnieren tust du das Ganze noch mit dem für dich peinlichen mimimi....


Dann natürlich das ad personam. Dein Verhalten ist typisch und vorhersehbar.

schelm hat geschrieben:(01 Feb 2017, 17:43)
Die Zeitlinie ist irrelevant. Relevant sind meine logischen Begründungen.


Nein, sind sie nicht, da sie nicht logisch sind. Du stellst das Ergebniss vorne heran und gehst dann mit deiner Argumentationslinie nach hinten. 30 Jahre Marxistisches Denken bekommst du halt nicht so leicht aus dem Kopf wieder raus. Der hatte den ähnlichen Fehler und damit zwei ganze Generationen von der Fähigkeit der kritisches Selbstreflexion ausgeschloßen.

schelm hat geschrieben:(01 Feb 2017, 17:43)
Der Premier und die kanadische Regierung haben in ihren ersten Statements rhetorisch die Möglichkeit eines islamistischen Terroranschlages nicht eingeschlossen, man kann nicht pauschal zur Solidarität mit einer Gruppe aufrufen ohne zu wissen, aber einkalkulieren zu müssen, ob es ein Anschlag innerhalb der Gruppe war.


Der Attentäter von München war Deutscher - und es gab trotzdem Solidaritätsbekundungen. Selbst wenn also der Attentäter ein Muslim gewesen wäre, kann es doch ohne Probleme zu einer Solidaritätskundgebung mit den muslimischen Opfern kommen. Oder sind die dann weniger wert?

schelm hat geschrieben:(01 Feb 2017, 17:43)
Das ist ebenso unlogisch, wie es unlogisch gewesen wäre seinerzeit im Nordirland-Konflikt Solidarität mit Christen zu fordern, obwohl man Anhaltspunkte für eine Gewalttat innerhalb der Konfessionen hat.


Nimm doch mal deine Scheuklappen raus und versuche hier nicht Beton mit einer Aurelia aurita zu vergleichen.

schelm hat geschrieben:(01 Feb 2017, 17:43)
Zum Zeitpunkt dieser Statements gab es noch keine Erkenntnisse, die von zwei Tatverdächtigen unterschiedlicher Ethnie abwichen. Das sind die Fakten, der Rest ist der Versuch mit postfaktischen Schreddergeschwätz die Fakten zu zerbröseln. Das gelingt euch nicht.


Der einzige, der hier mit postfaktischen Schreddergeschwätz kommt bist du. Und wenn dich einer widerlegt dann ............. mimimi ignore. Das ist billig.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon schelm » Do 2. Feb 2017, 09:46

Alexyessin hat geschrieben:(02 Feb 2017, 09:33)

Muss ich gar nicht. War auch nicht nötig, weil ich die Fakten abgewartet habe. Etwas, was du nicht gemacht hast.


Na, na..... übertreib nicht gleich :

viewtopic.php?p=3806254#p3806254

Mehr hab ich im Prinzip auch nicht gemacht, es für möglich gehalten. Nur für etwas wahrscheinlicher, aufgrund der Infolage zum Zeitpunkt.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon schelm » Do 2. Feb 2017, 10:11

Alexyessin hat geschrieben:(02 Feb 2017, 09:45)
Der einzige, der hier mit postfaktischen Schreddergeschwätz kommt bist du. Und wenn dich einer widerlegt dann ............. mimimi ignore. Das ist billig.

Dieses ganze Mimimi eurer Seite hat ja noch eine weitere, von euch unbeachtete logische Schwäche. Der Einwand von Provokateur, sinngemäß, die Behörden wussten womöglich kurz nach der Festnahme des Franko-Kanadiers von einer wahrscheinlich rechtsextremen Motivation, gaben diese Info der Regierung, die daraufhin von einem Anschlag auf Muslime und von Solidarität mit Muslimen sprach, war zugegeben ein sachlich guter Einwand, der erste konkrete Sacheinwand überhaupt.

Aber auch der ist letztlich nicht schlüssig. Dem gegenüber steht nämlich die nennenswerte zeitliche Differenz zwischen dem weltweiten Eindruck den die Presse sofort erzeugte : vermummt, bis zu 3 Täter, Kalaschnikow, Allahu Akbar - Rufe (..) und der öffentlichen Korrektur durch die Behörden, Motto : Schön langsam ! Wir gehen im Moment NICHT von einem islamistischen Anschlag aus, wir rechnen den festgenommen Franko-Kanadier der rechten Szene zu (..) Man veröffentlichte ja lange nicht einmal einen Franko-Kanadier festgenommen zu haben ! Bereits das aber hätte den Wind aus vorschnellen Spekulationen nehmen können !

Na ja, vielleicht war es für manche ja nur ein Ereignis von regionaler Bedeutung, so dass sie die Notwendigkeit nicht erkannten diesem weltweiten Eindruck zeitnah zu begegnen ?

Gibt natürlich noch eine weitere Möglichkeit : Man wusste schlicht quälend lange nicht, welche Rolle der Franko-Kanadier bei was genau überhaupt und warum spielte. :rolleyes:

P.S. : Ich hab den User nicht auf Ignore gesetzt. ;)
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon Alexyessin » Do 2. Feb 2017, 11:26

schelm hat geschrieben:(02 Feb 2017, 10:11)

Gibt natürlich noch eine weitere Möglichkeit : Man wusste schlicht quälend lange nicht, welche Rolle der Franko-Kanadier bei was genau überhaupt und warum spielte. :rolleyes:


Vielleicht hättest du dann warten sollen, bevor du hier was interpretierst.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon PeterK » Do 2. Feb 2017, 12:12

Alexyessin hat geschrieben:(02 Feb 2017, 11:26)
Vielleicht hättest du dann warten sollen, bevor du hier was interpretierst.

Im Grunde ist es doch recht einfach:

19h55 (Quebec-Zeit): Erster Notruf nach dem Attentat.
20h10 (Quebec-Zeit): Der Täter meldet sich telefonisch, gesteht die Tat und wird eingesammelt.
19h35 (Vancouver-Zeit): Trudeau twittert "[...]grieve[...]".
21h11 (Vancouver-Zeit): Trudeau twittert "[...] We condemn this terrorist attack on Muslims in a centre of worship and refuge. [...]"

Bis zu Trudeaus zweitem Tweet hatten die Behörden also bereits seit 4 Stunden mit dem A....loch, das da um sich geschossen hat (und geständig war), gesprochen. Trudeau dürfte also informiert gewesen sein, als er sich äußerte.

Folgerichtig kündigte die Quebec RCMP übrigens noch in der Nacht eine Pressekonferenz für 9h morgens (Quebec-Zeit) an und twitterte dann auch um 9h10 (Quebec-Zeit):
SQ confirms that only 1 of the 2 men arrested yesterday at night is considered as a suspect.
Zuletzt geändert von PeterK am Do 2. Feb 2017, 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon schelm » Do 2. Feb 2017, 12:21

PeterK hat geschrieben:(02 Feb 2017, 12:12)

Im Grunde ist es doch recht einfach:

19h55 (Quebec-Zeit): Erster Notruf nach dem Attentat.
20h10 (Quebec-Zeit): Der Täter meldet sich telefonisch, gesteht die Tat und wird eingesammelt.
19h35 (Vancouver-Zeit): Trudeau twittert "[...]grieve[...]".
21h11 (Vancouver-Zeit): Truedau twittert "[...] We condemn this terrorist attack on Muslims in a centre of worship and refuge. [...]"

Bis zu Trudeaus zweitem Tweet hatten die Behörden also bereits seit 4 Stunden mit dem A....loch, das da um sich geschossen hat (und geständig war), gesprochen. Trudeau dürfte also informiert gewesen sein, als er sich äußerte.

Folgerichtig kündigte die Quebec RCMP übrigens noch in der Nacht eine Pressekonferenz für 9h morgens (Quebec-Zeit) an und twitterte dann auch um 9h10 (Quebec-Zeit):

Nope. Lt. offiziellen Meldungen hat der mutmaßliche Täter nur zugegeben an der Tat beteiligt zu sein. Ansonsten bis jetzt - auch nach der ersten offiziellen Anhörung - keinerlei Angaben zu Hintergründen, Motiven etc. Die 2. Anhörung soll erst am 21.2. erfolgen.

Hat man ihn eigentlich bis zum Ort der Festnahme lückenlos verfolgt, also das Haus umstellt etc. ? Andernfalls bestand ja sogar die Möglichkeit einen gestörten Trittbrettfahrer festgenommen zu haben.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon PeterK » Do 2. Feb 2017, 12:25

schelm hat geschrieben:(02 Feb 2017, 12:21)
Nope. Lt. offiziellen Meldungen hat der mutmaßliche Täter nur zugegeben an der Tat beteiligt zu sein. Ansonsten bis jetzt - auch nach der ersten offiziellen Anhörung - keinerlei Angaben zu Hintergründen, Motiven etc. Die 2. Anhörung soll erst am 21.2. erfolgen.

Wie gesagt:
SQ confirms that only 1 of the 2 men arrested yesterday at night is considered as a suspect.

Der Knabe mit den marokkanischen Vorfahren war also nicht mehr verdächtig.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon PeterK » Do 2. Feb 2017, 12:35

schelm hat geschrieben:(02 Feb 2017, 12:21)
Hat man ihn eigentlich bis zum Ort der Festnahme lückenlos verfolgt, also das Haus umstellt etc. ? Andernfalls bestand ja sogar die Möglichkeit einen gestörten Trittbrettfahrer festgenommen zu haben.

Er saß im Auto, die Wumme(n) wurde(n) sichergestellt - wenn ich richtig informiert bin.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon Zunder » Do 2. Feb 2017, 13:31

schelm hat geschrieben:(02 Feb 2017, 09:29)

Übertrag analog auf Québec und Kanada.

In Kanada wird kein Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten ausgetragen. Ob du das begreifst oder nicht, ist für die tatsächlichen Verhältnisse unerheblich.
Dein transfaktisches Weltbild scheint jedenfalls unerschütterlich zu sein.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon PeterK » Do 2. Feb 2017, 13:41

schelm hat geschrieben:(31 Jan 2017, 14:58)

Es gibt keine reflexhafte Schuldzuweisung durch mich, sondern implizit durch den kanadischen Premierminister, in dem er wider dem Stand der Erkenntnis von einem Anschlag gegen Muslime sprach, was zwar sachlich richtig ist, aber der eigentliche Aussagegehalt sich erst durch die Korrelation erschließt, deswegen solle man jetzt Solidarität mit Muslimen zeigen ; wohlgemerkt, nicht spezifisch mit den Opfern und Angehörigen, sondern pauschal mit allen Muslimen, obwohl zu diesem Zeitpunkt viel mehr von einer islamistischen Attacke auszugehen war. Lediglich daran dockte ich mich an, hinterfragte diese Einseitigkeit.

Warum ? Die AK - 47 ist die Standardwaffe islamistischer Attentäter, noch kein Rechtsterrorist benutzte bisher m.W.n. eine Kalaschnikow, ihre Maskierung ist nichts ungewöhnliches, wenn es kein geplantes Selbstmordattentat ist, siehe Anschlag gegen Charlie Hebdo /Frankreich. Noch kein Rechtsterrorist imitierte bisher einen islamistischen Anschlag mittels Allahu Akbar - Rufen, noch kein Islamist interagierte bisher mit einem Rechtsterroristen gemeinsam bei einem Anschlag ( Zielkonflikt ).

Wenn also zwei Tatverdächtige präsentiert werden, einer davon mit marokkanischer Abstammung, ein Franko - Kanadier, dann ist es wesentlich wahrscheinlicher das letzterer bspw. ein radikalisierter Konvertit ist, wäre er ein " autochthoner " Staatsbürger, als umgekehrt, ein Rechtsterrorist, der im Zusammenspiel mit einem Marokkaner einen fremdenfeindlichen Terroranschlag begeht.

So, und nun viel Spaß beim detektieren des im Beitrag (nicht) enthaltenen Firlefanz. ;)


Noch ein Nachtrag dazu: Als Trudeau twitterte (21h11 Vancouver-Zeit) war offenbar schon Stand der Erkenntnis (Mitternacht Quebec-Zeit), dass der junge Mann mit marokkanischen Wurzeln nicht mehr verdächtig war. Montreal Gazette:

12 p.m. — Police say only one of the men arrested on Sunday night is a suspect in the terrorist attack. The other is considered a witness.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon Wasteland » Do 2. Feb 2017, 13:50

Der Marokkaner war wohl ein Helfer am Tatort und sah einen bewaffneten Cop zum Tatort eilen und wusste nicht ob es der Täter war und rannte weg. Das machte ihn verdächtig.
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon PeterK » Do 2. Feb 2017, 13:53

Wasteland hat geschrieben:(02 Feb 2017, 13:50)
Der Marokkaner war wohl ein Helfer am Tatort und sah einen bewaffneten Cop zum Tatort eilen und wusste nicht ob es der Täter war und rannte weg. Das machte ihn verdächtig.

Jep. Er berichtete übrigens, die Polizei habe ihn sehr fair und höflich behandelt. Bis Mitternacht (Quebec-Zeit) war offenbar klar, dass er nicht mehr verdächtig war (s.o.).
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Re: Anschlag auf Moschee in Kanada

Beitragvon schelm » Do 2. Feb 2017, 14:18

Zunder hat geschrieben:(02 Feb 2017, 13:31)

In Kanada wird kein Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten ausgetragen. Ob du das begreifst oder nicht, ist für die tatsächlichen Verhältnisse unerheblich.
Dein transfaktisches Weltbild scheint jedenfalls unerschütterlich zu sein.

Das ist unerheblich. Die Wohnbevölkerung in D trägt auch keinen Konflikt mit dem IS aus, trotzdem kann es passieren überfahren, in die Luft gesprengt oder mit Äxten attackiert zu werden.
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