maßnahmen von trump

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Zinnamon
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Zinnamon » Fr 6. Jul 2018, 05:55

Konservativer hat geschrieben:(05 Jul 2018, 20:22)

Gleiche Bildungschancen werden dadurch geschaffen, dass gut geeignete Bewerber aus rassischen Gründen abgewiesen werden?


Las da zufällig gerade etwas, das ganz gut zu deinem Thema passt:

(...) Dabei brandmarkte Duke die staatlichen und privaten Fördermaßnahmen für bislang benachteiligte Minderheiten als "umgekehrte Diskriminierung". Viele weiße Arbeiter und Angestellte sahen ihre Stellung durch diese "Affirmative Action"-Politik gefährdet. In einem Fall, der in den USA stark debattiert wurde, verklagte der Techniker Brian Weber seinen Arbeitgeber Kaiser Aluminium vor dem Obersten Bundesgericht, weil ein weniger qualifizierter Schwarzer an seiner Stelle an einem Fortbildungskurs teilnehmen durfte. Das Gericht gab der Firma recht. Ähnliche Fälle gab es an Universitäten.

"Wo Schwarze Boden gewinnen", schrieb der Kolumnist Carl Rowan, "wird irgendwann der Klan aktiv." In den Siebzigerjahren führten die Folgen der Bürgerrechtsbewegung den Kapuzenmännern neue Mitglieder zu. Was die Welt als Fortschritt feierte, beunruhigte weiße US-Bürger: 1980 gab es im US-Süden 45 Mal so viele Schwarze in Wahlämtern - etwa in Schulvorständen oder als Sheriffs - wie ein Vierteljahrhundert zuvor. In Atlanta (Georgia) wurde 1974 ein Afroamerikaner Bürgermeister, in Birmingham (Alabama) 1979. (...)

http://www.spiegel.de/einestages/ku-klu ... 63942.html

p.s.: Duke, Ikone des KKK
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zollagent
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon zollagent » Fr 6. Jul 2018, 08:49

Kölner1302 hat geschrieben:(05 Jul 2018, 20:22)

Trump hat eine Art DIALEKTISCHE Verhandlungsphilposophie:
Er trifft auf einen scheinbar unverrückbaren Gegner.
Er holt zunächst aus und lässt den Verhandlungspartner fühlen, was passieren könnte, wenn ....
Er wartet dann solange, bis dem Verhandlungsgegener das Herz in die Hose rutscht, er sich in einer ausweglosen Lage sieht und er von selbst einsieht, dass etwas verändert werden muss. Dann macht Trump den (von vorneherein als Hauptziel beabsichtigten) erlösenden von seiner bisherigen Linie um 180 Grad abweichenden Vorschlag, der dann gerne angenommen wird. Die Situation ist bereinigt. Trump hat sein Ziel erreicht.

Man muss sozusagen die eine Tür eintreten um durch die andere hereinzukommen.
https://www.youtube.com/watch?v=YGRIy7-kgs4
https://www.youtube.com/watch?v=-jaWsJDcXu4

Konkret:

A. Kim erpresst und bedroht die westliche Welt mit seinen Atomraketen. Trump beleidigt ihn als kleinen dicken Raketenmann, phantasiert vom großen Atomknopf und weckt schlimmste Phantasien in Korea was im Konfliktfall passieren könnte. Kim wird es mulmig und bittet um Verhandlung um die Verhältnisse zu ändern. Trump bietet nun Frieden an, den Kim nun dankend annimmt. Die Bedrohung für den Westen ist abgewendet.

B. Deutsche Autofabrikanten schotten ihren Markt mit Zöllen und Handelshemnissen ab und bedrohen amerikanische Arbeitspätze. Sie zeigen keine Bereitschaft zur Veränderung. Trump droht 25 % Zoll auf deutsche Autos an. Ein Handelskrieg, eine Weltwirtschaftskrise droht. Den deutschen Autofabrikanten wird mulmig und sie bitten zum Gespräch. Trump bietet nun 0 % Zölle auf beiden Seiten des Atlantiks. Die deutschen Autofabrikanten stimmen dankend zu. Trump erhält faire Handelsbedingungen, sein eigentliches Ziel.

Es ist immer dasselbe einfache System. Sehen Sie das?

Dann haben Sie den Schlüssel zum guten Umgang mt Trump gefunden.

Erreicht hat er im ersten Fall nichts außer ein paar warmen Worten, unverbindlichen Versprechungen und ein mehr oder weniger verdecktes Weitermachen des kleinen dicken Despoten und im zweiten Fall steht einem gegenseitigen Abbau von Zollschranken nichts im Wege. Ich halte es allerdings für einen Fehler, das nur auf eine Branche zu konzentrieren. Ich fürchte nur, dann würde ein Herr Trump auf anderen Feldern wieder von "unfair" schreien.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon zollagent » Fr 6. Jul 2018, 08:53

Konservativer hat geschrieben:(05 Jul 2018, 20:22)

Gleiche Bildungschancen werden dadurch geschaffen, dass gut geeignete Bewerber aus rassischen Gründen abgewiesen werden?

Die Ungleichheit besteht doch schon allein aus den wirtschaftlichen Verhältnissen, die auch gut geeignete Schwarze oder Latinos vom Besuch weiterführender Schulen abhalten. Stell dich nicht dümmer, als du bist. Die simplen Denkstrukturen eines Trump müssen in Europa nicht kopiert werden.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Konservativer » Fr 6. Jul 2018, 16:30

zollagent hat geschrieben:(06 Jul 2018, 09:53)
Die Ungleichheit besteht doch schon allein aus den wirtschaftlichen Verhältnissen, die auch gut geeignete Schwarze oder Latinos vom Besuch weiterführender Schulen abhalten.


Wirtschaftliche Verhältnisse haben aber auch nichts mit Rasse zu tun. Oder warum sollte man einen schwarzen Ärztesohn gegenüber einem weissen Arbeitersohn bevorzugen?
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon zollagent » Fr 6. Jul 2018, 20:12

Konservativer hat geschrieben:(06 Jul 2018, 17:30)

Wirtschaftliche Verhältnisse haben aber auch nichts mit Rasse zu tun. Oder warum sollte man einen schwarzen Ärztesohn gegenüber einem weissen Arbeitersohn bevorzugen?

Wenn man den Anteil der Schwarzen "Arbeitersöhne", die eine höhere Bildung erreichen, mit dem Anteil der weißen "Arbeitersöhne" vergleicht, kommt man selbst als "Konservativer" von selbst auf die Antwort. ;)
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Konservativer » Sa 7. Jul 2018, 15:03

Die Kinder von Obama kommen aus einem reichen, gebildeten und prominenten Elternhaus. Die haben natürlich bessere Voraussetzungen einmal nach Harvard zu kommen als die Kinder eines weissen Stahlarbeiters aus dem Rust Belt. Liegt aber nicht an der Rasse, sondern an Bildungsstand, Geld und Vitamin B.

Wenn man schon meint, man müsste Menschen mit schlechteren Startbedingungen einen staatlich verordneten Bonus zukommen lassen, dann würde das höchstens sozialen Gesichtspunkten einen Sinn ergeben, nicht nach Rasse. Zum Beispiel müsste dann ein weisses Arbeiterkind gegenüber einen schwarzen Ärztekind bevorzugt werden.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon zollagent » Sa 7. Jul 2018, 18:21

Konservativer hat geschrieben:(07 Jul 2018, 16:03)

Die Kinder von Obama kommen aus einem reichen, gebildeten und prominenten Elternhaus. Die haben natürlich bessere Voraussetzungen einmal nach Harvard zu kommen als die Kinder eines weissen Stahlarbeiters aus dem Rust Belt. Liegt aber nicht an der Rasse, sondern an Bildungsstand, Geld und Vitamin B.

Wenn man schon meint, man müsste Menschen mit schlechteren Startbedingungen einen staatlich verordneten Bonus zukommen lassen, dann würde das höchstens sozialen Gesichtspunkten einen Sinn ergeben, nicht nach Rasse. Zum Beispiel müsste dann ein weisses Arbeiterkind gegenüber einen schwarzen Ärztekind bevorzugt werden.

Dazu müßtest du erst mal die Verhältnisse kennen. Das scheint nicht der Fall zu sein. Du konstruierst etwas, was nun mal mehr als Ausnahme, die die Regel bestätigt, angesehen werden kann.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Cat with a whip » Do 19. Jul 2018, 21:51

Die Trumpsche Abrissbirne zielt auf den Artenschutz. Seit 45 Jahren großzügig ausgelegte Schutzmaßnahmen sollen nur noch strikt nach Arten auf der Liste geführt werden und die Trumpsche Sprachpolizei möchte in den Leitlinien Passagen streichen die Wirtschafsintessen entgegenstehen.

https://www.washingtonpost.com/news/ani ... 9ec0e6b730
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 3. Aug 2018, 21:45

So, weiter gehts gegen den Klimawandel-Fake der Chinesen (lt. Trump).

Trump versucht einen weiteren Pfeiler im umweltpolitischen Gebäude seines Vorgängers Barack Obama einzureißen

Es ist ein geradezu fanatischer Eifer, den Donald Trump an den Tag legt, um abzuwickeln, was Barack Obama aufgebaut hat. Für kaum ein anderes Politikfeld gilt das so sehr wie für den Umweltschutz. Dem Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen folgte das Aufweichen der Emissionsregeln für Kohlekraftwerke. Nun versucht Trump einen weiteren Pfeiler im umweltpolitischen Gebäude seines Vorgängers einzureißen.

Was Obama mit Blick auf 2025 an Abgaszielen für Autos beschloss, wird bald Makulatur sein. Den Benzinverbrauch so drastisch zu senken, wie es der bisher letzte umweltbewegte Präsident der USA ins Auge gefasst hatte, geht gegen die Interessen der Ölindustrie. Weil sich Trump als rigoroser Interessenvertreter der fossilen Rohstoffbranche begreift, legt er die Axt nun auch an diesem Regelwerk an.

derstandard.at/2000084716775/Der-US-Praesident-steuert-im-eigenen-Land-auf-eine-veritable
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Cat with a whip » Sa 4. Aug 2018, 19:27

Erinnert sich noch jemand an diese ominöse Wahlbetrugs-Kommission mit der Trump seine Lüge von angeblich 3-5 Millionen gefälschen Wählerstimmen belegen wollte weil er seinen Rückstand gegenüber Clinton nicht ertragen konnte? Dieses Gremium konnte nichts belegen, jedoch sollte damit Empfehlungen für das Wahlrecht fabriziert werden, die die GOP weiter bevorteilt hätten und mehrfach bereits als verfassungswidrig eingestuft wurden. Aus dem Gremium wurden irgendwann die Demokraten ausgeschlossen. Sie hatte erfolglos die Herausgabe von Unterlagen verlangt. Die Arbeitsweise des Gremiums unter der Leitung von Pence und Kobach muss eine reine Farce gewesen sein.

Dann wurde das Untersuchungsgremium von Trump geschlossen. Später hatte der dem Gremium Vorsitzende republikanische Rassist Kris Kobach die Öffentlichkeit belogen, und wahrheitswidrig behauptet das Gremium hätte Belege für Wahlbetrug gefunden.

Ein Problen, findet Maine Secretary of State Matthew Dunlap.

https://www.washingtonpost.com/news/pol ... 87c6c70320
https://www.washingtonpost.com/politics ... c62dedbae9
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