Trump im Faschismuscheck

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Selina
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Selina » So 5. Feb 2017, 23:48

Nomen Nescio hat geschrieben:(05 Feb 2017, 18:08)

ob rechtsradikal oder linksradikal, »les extrêmes se touchent« (die extreme berühren sich).


Diese Gleichsetzung hat schon viel Unheil gestiftet. Ja, ich bin auch gegen alle Extreme. Dennoch: Mit so einer Gleichsetzung - und das vor allem in diesem Zusammenhang - wird ein Herr Bannon verniedlicht und beschönigt. Und das halte ich für sehr gefährlich. Ein solcher Kerl als Chefberater des so genannten "mächtigsten Mannes der Welt", das ist eine Gefahr für die Demokratie. Man muss sich diesen Umstand einfach mal auf der Zunge zergehen lassen. Und meine Bemerkung zu Bannon passt ja wohl auch genau in das Thread-Thema hinein.
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Nomen Nescio
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 6. Feb 2017, 00:02

Selina hat geschrieben:(05 Feb 2017, 23:48)

Diese Gleichsetzung hat schon viel Unheil gestiftet. Ja, ich bin auch gegen alle Extreme. Dennoch: Mit so einer Gleichsetzung - und das vor allem in diesem Zusammenhang - wird ein Herr Bannon verniedlicht und beschönigt.

in gegenteil. für mich bedeutet es »der eine ist ein reiner verbrecher. der andere mutais mutandis also auch«.
so lernte ich damals in der schule die bedeutung. »mordet die eine seite, dann handelt die andere seite ähnlich.«

mildern, verniedlichen oder verharmlosen kann dabei absolut nicht. vgl bannon mit bormann. so ungefähr schätze ich das duo ein.
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Selina
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Selina » Mo 6. Feb 2017, 00:34

Nomen Nescio hat geschrieben:(06 Feb 2017, 00:02)

in gegenteil. für mich bedeutet es »der eine ist ein reiner verbrecher. der andere mutais mutandis also auch«.
so lernte ich damals in der schule die bedeutung. »mordet die eine seite, dann handelt die andere seite ähnlich.«

mildern, verniedlichen oder verharmlosen kann dabei absolut nicht. vgl bannon mit bormann. so ungefähr schätze ich das duo ein.


Der Vergleich Bannon mit Bormann, dem Nazi, ist doch ok. Alle anderen Vergleiche würden sich aber verbieten meines Erachtens, denn die Situation dort im Weißen Haus ist ohnehin brenzlig genug. Da hilft nur eine starke demokratische Gegenbewegung in Amerika und auch hier in Europa. Aber wem sage ich das ;)
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Ger9374 » Mo 6. Feb 2017, 03:12

Selina hat geschrieben:(06 Feb 2017, 00:34)

Der Vergleich Bannon mit Bormann, dem Nazi, ist doch ok. Alle anderen Vergleiche würden sich aber verbieten meines Erachtens, denn die Situation dort im Weißen Haus ist ohnehin brenzlig genug. Da hilft nur eine starke demokratische Gegenbewegung in Amerika und auch hier in Europa. Aber wem sage ich das ;)


Nur Macht beeindruckt Trump.Die US Bürger
wollten ihn, und die Umfragen neuerer Zeit
besagen er ist sogar beliebter geworden.
Also die Empörung aus Europa geht Trump
am Arsch vorbei.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 6. Feb 2017, 06:37

Ger9374 hat geschrieben:(06 Feb 2017, 03:12)

Nur Macht beeindruckt Trump.

ich weiß es nicht. das epitheton herr bzw man oder präsident verdient er wegen seines benehmens absolut nicht. er ist einfach ein grobian.
also der kerl hat eine eigenschaft die man nicht unterschätzen darf. er ist zäh und gibt nicht auf. vllt weil er nicht einsehen kann daß er verloren hat.
es scheint ob er von gummi gemacht ist. je härter man darauf drescht, je mehr er als reaktion darauf zurückfedert.

nimm den richter in washington. davon taugte nichts. jetzt hat in frisco die berufungsinstanz gesagt »nicht so eilig«, und sofort gilt für sie dasselbe. statt sein twittermaul zu schließen, gibt er sofort wieder eine ähnliche reaktion. er hätte besser wissen sollen.
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Nomen Nescio » Di 7. Feb 2017, 12:20

ich reagierte in facebook auf eine meldung von einem bekannten. ein jude (rabbi ?) hat sich beschwert über die vergleichung von trump mit hitler. er fand es eine verharmlosung und verniedlichung der holocaust.
ich finde das nicht und ziriere hier mich selbst.
hitler war nazi, aber »man« findet daß die nazis zu den fascisten gerechnet werden dürfen. hitler gab seine eigene ausfüllung.davon. und die war anders als bei mussolini, oder bei franco.
stalin bzw breznjew waren kommunisten. dennoch wurde das bei ihnen ganz anders interpretiert als durch mao.
putin ist n.m.m. auch ein astreiner fascist. nur hat er wieder seine eigene weise.

ich gebe hier wieder die def. von einem fascisten laut . j.w. aldridge.aus der enz. britannica
»2 [a person with] a tendency toward or actual exercise of strong autocratic or dictatorial control … and brutality«.

wohlan, das ist trump von kopf bis fuß. das aber war auch AH. so betrachtet ist die vergleichung erlaubt. denn damit wird nicht gesagt, daß trump auch juden annihilieren läßt. dagegen könnte er z.b. muslim nach guantanomo schicken. ursprünglich sollten die juden ja nach madagaskar geschickt werden !

beschränke euch also nur auf das gemeinsame und suche nicht nach exzessen
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon aleph » Di 7. Feb 2017, 13:16

Trotzdem ist der Vergleich mit Hitler nicht sonderlich hilfreich. Es gibt ja genug andere Typen, mit denen man Trump vergleichen kann.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein.
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Nomen Nescio » Di 7. Feb 2017, 14:52

aleph hat geschrieben:(07 Feb 2017, 13:16)

Trotzdem ist der Vergleich mit Hitler nicht sonderlich hilfreich. Es gibt ja genug andere Typen, mit denen man Trump vergleichen kann.

das ist sogar überdeutlich. dennoch hilft es. denn von AH wissen wir wie er die welt beeinflußt hat. ein anderer der auch als beispiel dienen könnte ist richard nixon.
das beispiel muß deutlich ein politiker sein. denn das ist trump ja jetzt auch.
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Europa2050 » Mi 8. Feb 2017, 08:12

Nomen Nescio hat geschrieben:(06 Feb 2017, 06:37)

ich weiß es nicht. das epitheton herr bzw man oder präsident verdient er wegen seines benehmens absolut nicht. er ist einfach ein grobian.
also der kerl hat eine eigenschaft die man nicht unterschätzen darf. er ist zäh und gibt nicht auf. vllt weil er nicht einsehen kann daß er verloren hat.
es scheint ob er von gummi gemacht ist. je härter man darauf drescht, je mehr er als reaktion darauf zurückfedert.

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Ja, Trump testet - wie bisher kein mir bekannter Präsident, wie weit er die demokratischen Institutionen angehen kann. Und ja, so hat bisher jeder Autokrat angefangen, von Mussolini bis Erdogan.
Doch im Gegensatz zu den historisch "erfolgreichen" (Betreffs Demokratiebeseitigung) Autokraten fehlt ist eine "Bewegung", die die Macht hat, die Verfassung und ihre Verteidiger wegzuspülen. Dann nämlich helfen alle VerteidigungsLinien ind den Verfassungen und "Checks und Balances" nicht mehr.
Doch solange dies nicht geschieht und Trump zwar Wähler und auch gute Umfragen, aber keine "Bewegung" hat, wird sich m.E. die altehrwürdige US-Demokratie als stärker erweisen.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon aleph » Mi 8. Feb 2017, 08:36

Europa2050 hat geschrieben:(08 Feb 2017, 08:12)

Ja, Trump testet - wie bisher kein mir bekannter Präsident, wie weit er die demokratischen Institutionen angehen kann. Und ja, so hat bisher jeder Autokrat angefangen, von Mussolini bis Erdogan.
Doch im Gegensatz zu den historisch "erfolgreichen" (Betreffs Demokratiebeseitigung) Autokraten fehlt ist eine "Bewegung", die die Macht hat, die Verfassung und ihre Verteidiger wegzuspülen. Dann nämlich helfen alle VerteidigungsLinien ind den Verfassungen und "Checks und Balances" nicht mehr.
Doch solange dies nicht geschieht und Trump zwar Wähler und auch gute Umfragen, aber keine "Bewegung" hat, wird sich m.E. die altehrwürdige US-Demokratie als stärker erweisen.


Sehe ich auch so. Allerdings kann so eine Bewegung in den USA ja entstehen. Von KuKluxKlan über TeaParty bis hin zu Endzeitkreationisten ist doch jede Menge demokratie- und fortschrittsfeindliches Potential vorhanden. Er müsste halt die wichtigen Stellen mit seinen Anhängern besetzen und könnte einen Staatsstreich proben.

Allerdings dürfte anders als in den geschilderten Beispielen ein Bürgerkrieg wahrscheinlich sein.
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 8. Feb 2017, 09:13

aleph hat geschrieben:(08 Feb 2017, 08:36)

Sehe ich auch so. Allerdings kann so eine Bewegung in den USA ja entstehen. Von KuKluxKlan über TeaParty bis hin zu Endzeitkreationisten ist doch jede Menge demokratie- und fortschrittsfeindliches Potential vorhanden. Er müsste halt die wichtigen Stellen mit seinen Anhängern besetzen und könnte einen Staatsstreich proben.

Allerdings dürfte anders als in den geschilderten Beispielen ein Bürgerkrieg wahrscheinlich sein.

der wird dann wegen der vielen waffen ein blutiges szenario zeigen.
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon King Kong 2006 » Do 9. Feb 2017, 07:40

Geschäftsmann Trump nutzt seine Möglichkeiten konsequent. Seine Tochter, die die neue Machtfülle für big business nutzen will, bekommt Hilfe von einem US-Präsidenten.

Trump attackiert Kaufhauskette wegen Ivanka

Eine Kaufhauskette nimmt die Kollektion von Ivanka Trump aus dem Sortiment. US-Präsident Donald Trump kritisiert das Unternehmen daraufhin auf Twitter. Nun wird ihm erneut Amtsmissbrauch vorgeworfen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 33767.html


Also, wenn das nicht weiterhin konsequenter Kampf für das Establishment ist. :thumbup:

Die USA, das Privatunternehmen der Familie Trump.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Europa2050 » Do 9. Feb 2017, 07:58

King Kong 2006 hat geschrieben:(09 Feb 2017, 07:40)

Geschäftsmann Trump nutzt seine Möglichkeiten konsequent. Seine Tochter, die die neue Machtfülle für big business nutzen will, bekommt Hilfe von einem US-Präsidenten.



Also, wenn das nicht weiterhin konsequenter Kampf für das Establishment ist. :thumbup:

Die USA, das Privatunternehmen der Familie Trump.


Nein, das kann nicht gut gehen, nicht in den USA, wo Freiheit über allem steht.

Vielleicht schießt er sich ja mit solchem innenpolitischen Firlefanz selbst noch auf's Abstellgleis bevor er in der Weltpolitik alles durcheinander bringen kann.
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon King Kong 2006 » Do 9. Feb 2017, 21:46

Jetzt fordert die Trump-Beraterin, dass alle Ivanka-Produkte kaufen sollen. Unglaublich, was für eine Bananenrepublik die USA geworden sind. Oder ist das Reality-TV? Fürchterliche Entwicklung für so ein Land..

Trump-Beraterin ruft zum Kauf von Trump-Produkten auf

http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-1133913.html
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon SirToby » Do 9. Feb 2017, 22:25

Soll sie doch: Umso eher merken die Amerikaner(hoffentlich), was sich da für eine Truppe im White House versammelt hat.
Daniel Patrick Moynihan: "Sie haben ein Recht auf ihre eigene Meinung! Sie haben kein Recht auf ihre eigenen Fakten!"
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Welfenprinz » Do 9. Feb 2017, 22:38

Ich dachte in den USA ist man bei sowas besonders empfindlich.
Wird ihm da kein Strick draus gedreht?
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon Laertes » Fr 10. Feb 2017, 07:53

King Kong 2006 hat geschrieben:(09 Feb 2017, 21:46)

Jetzt fordert die Trump-Beraterin, dass alle Ivanka-Produkte kaufen sollen. Unglaublich, was für eine Bananenrepublik die USA geworden sind. Oder ist das Reality-TV? Fürchterliche Entwicklung für so ein Land..

Wieso Bananenrepublik? Gegenwärtig verweist die amerikanische Demokratie Mr. Trump an etlichen Fronten in seine Schranken und erteilt ihm eine Lektion in Gewaltenteilung nach der anderen. Die Aussetzung des 'travel bans' wurde gerade vom Bundesgericht in San Francisco bestätigt und führende Republikaner schalten wegen Conways Kaufaufruf das Ethik-Büro ein:

welt.de: Republikaner-kritisiert-Conways-Werbung-fuer-Ivanka-Trumps-Label hat geschrieben:Der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im US-Repräsentantenhaus hat Conway wegen der Werbung für Ivanka Trumps Kleidungsmarke kritisiert. Conways Verhalten sei „falsch, falsch, falsch, klar über der Linie, inakzeptabel“ gewesen, sagte der Republikaner Jason Chaffetz. Das Weiße Haus müsste dies an das Büro für Regierungsethik berichten. Er und der demokratische Ausschuss-Vorsitzende, Elijah Cummings, würden in der Sache einen Brief an das Ethik-Büro und an US-Präsidenten Donald Trump verfassen.


Vielleicht ist der Trumpismus einfach nur eine harmlose Infektion, die die Abwehrkräfte der amerikanischen Demokratie mobilisiert und sie für zukünftige postfaktisch-populistische Epidemien immunisiert.
FAIRNESS, FÜRSORGE und FREIHEIT sind gemeinsame moralische Werte von Linken und Konservativen.
LOYALITÄT, AUTORITÄT und SAKRALITÄT sind aber für Rechts-Konservative genauso wichtig (Jonathan Haidt)
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Re: Trump im Faschismuscheck

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 10. Feb 2017, 09:17

Laertes hat geschrieben:(10 Feb 2017, 07:53)

Wieso Bananenrepublik? Gegenwärtig verweist die amerikanische Demokratie Mr. Trump an etlichen Fronten in seine Schranken und erteilt ihm eine Lektion in Gewaltenteilung nach der anderen. Die Aussetzung des 'travel bans' wurde gerade vom Bundesgericht in San Francisco bestätigt und führende Republikaner schalten wegen Conways Kaufaufruf das Ethik-Büro ein:



Vielleicht ist der Trumpismus einfach nur eine harmlose Infektion, die die Abwehrkräfte der amerikanischen Demokratie mobilisiert und sie für zukünftige postfaktisch-populistische Epidemien immunisiert.


Trump und seine Angestellten verstehen die USA offenbar als hauseigene Bananenrepublik, sonst würden sie nicht so auftreten.

Das Problem für Trump ist, daß er meint, er würde nicht zum Establishment gehören. Jedenfalls nicht zu dem üblichen im US-System der politischen Ebene. Da mag ja Filz sein, aber er hat auch seinen eigenen. Er will es nur austauschen. Er ist ein Mann, der Popularität durch Beleidigungen und flotten Sprüchen erhalten hat. Jetzt ist er US-Präsident geworden, wenn auch mit weniger Stimmen als Clinton, aber naja. Er macht aber einfach so weiter. Als US-Präsident. Das wäre so, wie wenn Dieter Bohlen nach der Wahl zum Kanzler bei jeder Gelegenheit weiter seine Sprüche losfeuert und beleidigt und dann auch noch für seine Firmen bei jeder Gelegenheit Werbung macht. Das wäre Bananenrepublik-Style.
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