Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

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unity in diversity
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon unity in diversity » Fr 11. Nov 2016, 13:53

Seitdem die führende Menschenrechtsbellizistin alles auf eine Karte gesetzt und verloren hat, scheint an allen Kriegsschauplätzen Ruhe eingekehrt zu sein.
Keine schrille Kriegsrethorik, nichts.
Als wenn die Akteure eingesehen haben, daß mangelnde mediale und politische Anteilnahme das Geschäft verdirbt.
Da wartet man wohl lieber bessere Zeiten ab.
Wenn das möglich ist, können sie den Kriegsunsinn auch gleich ganz sein lassen.
Die Weltgemeinschaft kann eine Atempause gut gebrauchen, um sich in Ruhe neu zu orientieren.
Menschenrechtskriege sind erstmal abgemeldet, weil sich dessen Protagonisten neu aufstellen müssen und es unsicher ist, ob jemand mit Verlierern zusammenarbeiten will. Es gibt zu viele, die vom Glauben abgefallen sind, weil ein WK 3 keine Probleme lösen kann.
Das ist der Neoliberalismus anscheinend nicht Wert, weshalb sogar in seinem Mutterland die Mehrheit eine abwinkende Haltung eingenommen hat.
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luc
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon luc » Fr 11. Nov 2016, 13:54

Ich kann mich täuschen aber, wenn ich jetzt Trump im Fernsehen sehe , habe ich fast das Gefühl, dass er keine richtige Lust hat, den Job zu machen. Realpolitik ist nicht so aufregend wie Wahlkampfshows mit verspielter, postpubertärer Provokation. Das ramponierte Ego von Trump könnte eventuell bei der alltäglichen Plackerei nicht ganz mitmachen wollen... Ernüchtert? Wir werden sehen.
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon relativ » Fr 11. Nov 2016, 13:55

Selina hat geschrieben:(11 Nov 2016, 13:49)

Genau. Und das zu Lasten der so genannten kleinen Leute, die millionenfach nun nach rechts schielen. Das kann man schon als "gescheitert" bezeichnen.

Gescheitert in so fern, daß das Establishment , Jahrzehnte die Signale nicht erkenen wollte bzw. konnte. Sie haben es sich bequem gemacht weil es für sie eben gut lief, aber haben eben vergessen, daß eine Gesellschaft noch aus anderen Lebensläufen und Menschen besteht. Nimmt man diese nicht mit, passiert eben Trump, oder andere Populisten, die selbst mit dreisten Lügen ect. auch noch gewählt werden.
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon relativ » Fr 11. Nov 2016, 14:00

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Nov 2016, 13:53)

Für Hitler war der Hitler-Stalin-Pakt lediglich eine Zwischenstation vor dem großen Sturm. Weder Putin noch Trump dürften eine Eroberungsabsicht der jeweils anderen Seite im Kopfe haben. Expansionen funktionieren heute über Märkte und Weltwirtschaft.

Man muss ja keine freundschaftlichen Gefühle hegen. Die gibt es zwischen Russland und der Türkei auch nicht und dennoch gab es jüngst diese erstaunliche Wende in den Beziehungen.

Ja, was ich meine ist, daß es temporäre Zweckgemeinschaften immer wieder gab und gibt, aber die waren meist nicht von langer Dauer, oder hatten keinen Tiefgang. Darum sollte es aber m.M. gehen, wenn man Zukunft gestalten möchte.
Die Jahrzehntelange friedliche Verknüpfung der westlichen Welt, wird auch ein Trump nicht von heute auf morgen zerstören können, aber Populisten können schwere Risse entstehen lassen, die eben schneller reißen als man sie zugenäht bekommt.
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon relativ » Fr 11. Nov 2016, 14:05

luc hat geschrieben:(11 Nov 2016, 13:54)

Ich kann mich täuschen aber, wenn ich jetzt Trump im Fernsehen sehe , habe ich fast das Gefühl, dass er keine richtige Lust hat, den Job zu machen. Realpolitik ist nicht so aufregend wie Wahlkampfshows mit verspielter, postpubertärer Provokation. Das ramponierte Ego von Trump könnte eventuell bei der alltäglichen Plackerei nicht ganz mitmachen wollen... Ernüchtert? Wir werden sehen.

Es gibt nicht wenige, die ihm 4 jahre Weisses Haus nicht zutrauen und er vorher schon die Segel streichen muss, bzw. es freiwillig tut.
Ich kann dazu nix erbauliches Beitragen, weil dies wirklich reine Spekulation ist.
Ich kann mir aber vorstellen, daß selbst für einen Trump so langsam klar wird, daß Show und Realpolitik 2 völlig verschiedene paar Schuhe sind. Mal schauen wieviel Kraft und Konsensspielraum er sich gibt.
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Selina » Fr 11. Nov 2016, 14:08

relativ hat geschrieben:(11 Nov 2016, 13:55)

Gescheitert in so fern, daß das Establishment , Jahrzehnte die Signale nicht erkenen wollte bzw. konnte. Sie haben es sich bequem gemacht weil es für sie eben gut lief, aber haben eben vergessen, daß eine Gesellschaft noch aus anderen Lebensläufen und Menschen besteht. Nimmt man diese nicht mit, passiert eben Trump, oder andere Populisten, die selbst mit dreisten Lügen ect. auch noch gewählt werden.


Stimmt. Aber genau das entspricht dem System. Das ist ihm immanent ;)
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon SirToby » Fr 11. Nov 2016, 14:11

Fadamo hat geschrieben:(10 Nov 2016, 19:27)

Warum löscht du meine quellen?
Ich habe medien gebracht,die deine aussage widerlegen.
Du solltest deine macht nicht zu sehr strapazieren.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016 ... dentschaft


Keinen Schmarrn erzählen. Da steht nix von alleine regieren. Trump braucht den Kongress genauso wie jeder Präsident vor ihm.

P.S.: Die Zeit ist kein " Staatsmedium"
Daniel Patrick Moynihan: "Sie haben ein Recht auf ihre eigene Meinung! Sie haben kein Recht auf ihre eigenen Fakten!"
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Selina » Fr 11. Nov 2016, 14:13

relativ hat geschrieben:(11 Nov 2016, 14:05)

Es gibt nicht wenige, die ihm 4 jahre Weisses Haus nicht zutrauen und er vorher schon die Segel streichen muss, bzw. es freiwillig tut.
Ich kann dazu nix erbauliches Beitragen, weil dies wirklich reine Spekulation ist.
Ich kann mir aber vorstellen, daß selbst für einen Trump so langsam klar wird, daß Show und Realpolitik 2 völlig verschiedene paar Schuhe sind. Mal schauen wieviel Kraft und Konsensspielraum er sich gibt.


Er hat so viele von ihm selbst losgetretene Verfahren am Hals und bei einem großen könnte er bald selbst der Verklagte sein. Ich hoffe, man verpasst es nicht, das alles noch vor seiner Vereidigung anzuschieben. Danach dürfte es sicher schwer werden mit dieser republikanisch gesinnten Gerichtsbarkeit.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 20715.html
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon relativ » Fr 11. Nov 2016, 14:15

SirToby hat geschrieben:(11 Nov 2016, 14:11)

Keinen Schmarrn erzählen. Da steht nix von alleine regieren. Trump braucht den Kongress genauso wie jeder Präsident vor ihm.

P.S.: Die Zeit ist kein " Staatsmedium"

Alleine regieren schreibt er ja nicht, aber durchregieren, nur so einfach wird dies nunmal nicht denn, das Repräsentantenhaus wird alle 2 Jahre neu gewählt und ob er bis dahin alles durch hat, wage ich mal zu bezweifeln. Wenn man sich die Trumpzweifler bei den Reps mal so anschaut, muss er da wohl einigen Konsenswillen an den Tag legen.
Zuletzt geändert von relativ am Fr 11. Nov 2016, 14:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon SirToby » Fr 11. Nov 2016, 14:18

Wird er nicht, die Reps sind sehr gross im Ankündigen die Ausgaben für's Militär zu erhöhen, wenn es aber tatsächlich dazu kommt, kann der Kongress sich zumeist doch nicht dazu durchringen.
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon relativ » Fr 11. Nov 2016, 14:21

Selina hat geschrieben:(11 Nov 2016, 14:13)

Er hat so viele von ihm selbst losgetretene Verfahren am Hals und bei einem großen könnte er bald selbst der Verklagte sein. Ich hoffe, man verpasst es nicht, das alles noch vor seiner Vereidigung anzuschieben. Danach dürfte es sicher schwer werden mit dieser republikanisch gesinnten Gerichtsbarkeit.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 20715.html

In der Tat, wenn tatsächlich so viele Richter ausscheiden, könnte dies eine langfristige Machtverschiebung zu den Republikanern bedeuten.
Ob ich den Bürgern der USA jetzt schon vor der Vereidigung einen "Fail- Präsidenten" wünschen würde? Ne lieber nicht, ich denke die werden den Trump schon noch aussitzen können und wenn er es ganz schlimm treibt , verabschieden sie ihn irgendwie. Trump ist wesentlich schlimmer als Signal bzw. Blaupause für andere Demokratien, mal schauen ob sie den Wing verstanden haben, oder es nicht schon zu spät ist, für eine Kehrtwende.
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Selina » Fr 11. Nov 2016, 15:45

Anbei mal für alle, die es interessiert, ein Statement eines guten Freundes zur Trump-Wahl, das ich eben erhalten habe. Ich fand das gerade so gut, dass ich glaube, es sollten noch mehr Leute lesen:

„Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.“, lautet ein Ausspruch von Max Liebermann anläßlich der Machtübernahme der Nazis 1933. Genau so fühle ich mich seit der Nacht vom neunten auf den zehnten November. Natürlich ist Trump kein Nazi, aber er hat den Rechtspopulismus und den Rassismus mit den Braunen von damals und ihren heutigen Apologeten gemein. Schon den ganzen unsäglichen Wahlkampf über habe ich mich gefragt, wie es möglich sein kann, dass ein Mann, der nachweislich kriminell ist und eingesperrt gehört, überhaupt ein Podium zu öffentlicher Äußerung erhält. Nun wird dieser Mann gar Präsident, und zwar der stärksten Wirtschafts- und Militärmacht der Welt.

Noch in der Nacht nach seinem Wahlsieg hat dieser Mann unverfroren zugegeben, absichtlich die Unwahrheit gesagt zu haben, um die Wahl zu gewinnen. Damit spuckt er dem demokratischen Grundkonsens grinsend ins Gesicht.

Wenn dieser Einbruch nicht ausreicht, alle, denen Demokratie am Herzen liegt, endlich dahin zu bringen, den Rahmen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit neu zu justieren, dann gute Nacht. Eine Demokratie, die nicht willens ist oder es nicht schafft, ihre Selbstauflösung vom rechten Rand her zu stoppen, ist nicht länger Wahrerin humanistischer Werte. Trump steht mit seinen Wahlkampfäußerungen und seinem Verhalten als Turbokapitalist außerhalb der Demokratie und jenseits von Humanität. Gleichwohl ist er designierter Präsident des angeblich demokratischsten und freisten Landes der Welt. Ein Witz, über den man sich ausschütten könnte vor Lachen, wenn er nicht so albtraumhaft böse wäre.

Von unserer Regierung erwarte ich, dass sie nicht in vorauseilender Unterwerfung unter den amerikanischen Rechtspopulismus und Turbokapitalismus vorschnell Hände ausstreckt, sonder glasklar, öffentlich und für das Volk einseh- und nachvollziehbar die Bedingungen absteckt, unter denen sie eine Zusammenarbeit mit Trump und seiner zukünftigen Administration für vertretbar hält. Anderenfalls verliert sie auch das letzte bisschen Vertrauen, das ich ihr - etwa nach ihrer Einwilligung in CETA oder der Demontage des Pariser Klimagipfels - noch entgegenzubringen vermag.
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Europa2050 » Fr 11. Nov 2016, 15:52

Selina hat geschrieben:(11 Nov 2016, 15:45)

Anbei mal für alle, die es interessiert, ein Statement eines guten Freundes zur Trump-Wahl, das ich eben erhalten habe. Ich fand das gerade so gut, dass ich glaube, es sollten noch mehr Leute lesen:

„Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.“, lautet ein Ausspruch von Max Liebermann anläßlich der Machtübernahme der Nazis 1933. Genau so fühle ich mich seit der Nacht vom neunten auf den zehnten November. Natürlich ist Trump kein Nazi, aber er hat den Rechtspopulismus und den Rassismus mit den Braunen von damals und ihren heutigen Apologeten gemein. Schon den ganzen unsäglichen Wahlkampf über habe ich mich gefragt, wie es möglich sein kann, dass ein Mann, der nachweislich kriminell ist und eingesperrt gehört, überhaupt ein Podium zu öffentlicher Äußerung erhält. Nun wird dieser Mann gar Präsident, und zwar der stärksten Wirtschafts- und Militärmacht der Welt.

Noch in der Nacht nach seinem Wahlsieg hat dieser Mann unverfroren zugegeben, absichtlich die Unwahrheit gesagt zu haben, um die Wahl zu gewinnen. Damit spuckt er dem demokratischen Grundkonsens grinsend ins Gesicht.

Wenn dieser Einbruch nicht ausreicht, alle, denen Demokratie am Herzen liegt, endlich dahin zu bringen, den Rahmen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit neu zu justieren, dann gute Nacht. Eine Demokratie, die nicht willens ist oder es nicht schafft, ihre Selbstauflösung vom rechten Rand her zu stoppen, ist nicht länger Wahrerin humanistischer Werte. Trump steht mit seinen Wahlkampfäußerungen und seinem Verhalten als Turbokapitalist außerhalb der Demokratie und jenseits von Humanität. Gleichwohl ist er designierter Präsident des angeblich demokratischsten und freisten Landes der Welt. Ein Witz, über den man sich ausschütten könnte vor Lachen, wenn er nicht so albtraumhaft böse wäre.

Von unserer Regierung erwarte ich, dass sie nicht in vorauseilender Unterwerfung unter den amerikanischen Rechtspopulismus und Turbokapitalismus vorschnell Hände ausstreckt, sonder glasklar, öffentlich und für das Volk einseh- und nachvollziehbar die Bedingungen absteckt, unter denen sie eine Zusammenarbeit mit Trump und seiner zukünftigen Administration für vertretbar hält. Anderenfalls verliert sie auch das letzte bisschen Vertrauen, das ich ihr - etwa nach ihrer Einwilligung in CETA oder der Demontage des Pariser Klimagipfels - noch entgegenzubringen vermag.


Da geh ich mit Dir, bzw. deinem Freund absolut d'accord.

Aber die bisherigen Aussagen von Merkel und Steinmeyer, aber auch Juncker zum Thema Trump gehen ja zum Glück auch in diese Richtung ...
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Selina » Fr 11. Nov 2016, 16:36

Europa2050 hat geschrieben:(11 Nov 2016, 15:52)

Da geh ich mit Dir, bzw. deinem Freund absolut d'accord.

Aber die bisherigen Aussagen von Merkel und Steinmeyer, aber auch Juncker zum Thema Trump gehen ja zum Glück auch in diese Richtung ...


Ja, sogar auch von der Leyen sagte was Ähnliches bei Maybrit Illner gestern. Trotzdem befürchte ich, dass das Entsetzen über diesen Rechtspopulisten an der Spitze einer Weltmacht nicht lange anhalten wird in einigen Kreisen. "So schlimm wirds schon nicht werden", kann man ja heute schon immer mal wieder hören. Damals nach Hitlers Machtergreifung sagten auch viele "so schlimm wirds schon nicht werden".
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Europa2050 » Fr 11. Nov 2016, 16:49

Selina hat geschrieben:(11 Nov 2016, 16:36)

Ja, sogar auch von der Leyen sagte was Ähnliches bei Maybrit Illner gestern. Trotzdem befürchte ich, dass das Entsetzen über diesen Rechtspopulisten an der Spitze einer Weltmacht nicht lange anhalten wird in einigen Kreisen. "So schlimm wirds schon nicht werden", kann man ja heute schon immer mal wieder hören. Damals nach Hitlers Machtergreifung sagten auch viele "so schlimm wirds schon nicht werden".


Man wird ausloten, in wie weit eine distanzierte Haltung im Land/in der EU Rückhalt genießt.
Ist dies der Fall, kann man entsprechend auftreten. Verliert man diesen aber und die "Volksveräter"-Rufe von rechts und links werden zu mächtig, wird man beginnen zu lavieren - Berufspolitiker neigen nun mal nicht zu Harakiri-Aktionen.
Deswegen gilt es jetzt, unseren demokratische Politikern den Rücken zu stärken, auch wenn man mit der ein- oder anderen Handlung nicht einverstanden ist.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon unity in diversity » Fr 11. Nov 2016, 16:57

Das Statement ist gut, nur hat Hillary den Fehler gemacht, Bernie Sanders auszubooten.
Er hätte es schaffen können, Trump zu verhindern.
Dem Establishment war ein Trump, der sich als Antiestablisher ausgegeben hat, lieber, als ein echter Repräsentant der 99%.
Daraus muß gelernt werden.
Manchmal sind in solchen Fällen Umwege besser, um ein Ziel zu erreichen, als durchschaubare Abkürzungen. Mit Trump ist zunächst Zeit gewonnen, die in Europa genutzt werden muß.
So wäre tatsächlich zu überlegen, ob in Frankreich eine rechte Regierung von Nutzen sein kann.
Die würde ihr Volk für keinen Menschenrechtsdusel der Welt ins Feuer schicken.
Eher verlangen die einen ordentlichen Anteil, wenn sie an einer Raubgemeinschaft teilnehmen sollen.
Womit den Kriegstreibern die letzte Tarnkappe weggeflogen sein dürfte.
Damit kann man arbeiten.
Einbindung Frankreichs in die ESVU und an keinen Stellvertreterkriegen, für die USA teilnehmen.
Dann relativiert sich der FN, von demokratischen Nachbarn umgeben, von allein.
Es muß den Bürgern nur gut genug gehen, dann werden sie zu träge für Kriege.
Nur hungrige Menschen können aggressiv gemacht werden.
Die Hauptsorge der Vereinigten Staaten ist es, ein Land am anderen Ende der Welt zu werden, abseits aller wichtigen Handelswege.
Das muß aber nicht so weit kommen, wenn sie interessante Impulse für die Weltwirtschaft setzen können.
Man muß jedem Land eine Chance geben.
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Selina » Fr 11. Nov 2016, 17:12

Europa2050 hat geschrieben:(11 Nov 2016, 16:49)

Deswegen gilt es jetzt, unseren demokratische Politikern den Rücken zu stärken, auch wenn man mit der ein- oder anderen Handlung nicht einverstanden ist.


Richtig :thumbup:
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Teeernte » Fr 11. Nov 2016, 17:22

Europa2050 hat geschrieben:(11 Nov 2016, 16:49)

Man wird ausloten, in wie weit eine distanzierte Haltung im Land/in der EU Rückhalt genießt.
Ist dies der Fall, kann man entsprechend auftreten. Verliert man diesen aber und die "Volksveräter"-Rufe von rechts und links werden zu mächtig, wird man beginnen zu lavieren - Berufspolitiker neigen nun mal nicht zu Harakiri-Aktionen.
Deswegen gilt es jetzt, unseren demokratische Politikern den Rücken zu stärken, auch wenn man mit der ein- oder anderen Handlung nicht einverstanden ist.


DAS wird nicht reichen.

Die Schauplätze der Wahlen, die Protagonisten wechseln, aber das Argument bleibt: dass Menschen mit wenig Bildung, schlecht bezahlten oder gar keinen Jobs empfänglich sind für die Lockrufe der sogenannten Populisten. Ein Teil der Eliten des Westens – Politiker, Ökonomen, Medien – nutzt gern diese Denkfigur, meist in hübsche Soziologensprache verpackt, die im Kern lautet: Die Armen und die Dummen wählen die Populisten. Und die Dämlichen und Abgehängten seien nun mal immun gegen rationale Argumente.

Wähler der Populisten in allen Schichten der Bevölkerung

Die Wahrheit ist: Das Argument stimmt so nicht, vor allem führt es auf eine falsche Fährte. Zwar ist richtig, dass Arme, Ungebildete, Arbeitslose bei den Wählern der Rechtsnationalen und Antiliberalen stärker vertreten sind. Aber deren Wählerschaft geht inzwischen weit darüber hinaus. Sie durchdringt alle Schichten der Bevölkerung.

Das gilt für die USA, aber auch für die beiden großen Nationen Europas, in denen bald Wahlen anstehen, Deutschland und Frankreich

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... aehlt.html

Di Frage ist - ob die Politiker ALLE Maximalpositionen gegen die Bevölkerung aufrecht erhalten wollen..

Rücken stärken ? ......eine Windel einlegen.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Adam Smith » Fr 11. Nov 2016, 17:24

Es wird sich durch Trump höchstwahrscheinlich rein gar nichts ändern.
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Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Selina » Fr 11. Nov 2016, 18:26

Wenn ich mir das anschaue, wird mir übel. Deutsche Unternehmen unterstützen Trump, und das sehr umfangreich:

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... etzen.html
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