Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
MoOderSo
Beiträge: 7323
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 22:54
Benutzertitel: einem edlen Zweck dienend

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon MoOderSo » Mi 16. Nov 2016, 20:28

UncleSams_Berater hat geschrieben:(16 Nov 2016, 19:56)

Weil China und Iran auch aufrüsten und eine Bedrohung für die USA sind

Der Iran hat genug mit bekloppten Sunniten in der Nachbarschaft zu tun. Warum und wie sollten die ein 10000 km entferntes Land angreifen?
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
Wildermuth
Beiträge: 3239
Registriert: Mo 18. Apr 2016, 13:37

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Wildermuth » Mi 16. Nov 2016, 22:39

MoOderSo hat geschrieben:(16 Nov 2016, 20:28)

Der Iran hat genug mit bekloppten Sunniten in der Nachbarschaft zu tun. Warum und wie sollten die ein 10000 km entferntes Land angreifen?


Wie, weiss ich auch nicht, aber, wenn dich das "warum" interessiert, kannst du dir ja mal ein paar stunden hasspredigten anhören. Gibts auch mit untertiteln.
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 9755
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 20:49

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Cat with a whip » Fr 18. Nov 2016, 14:07

Der neue Sicherheitsberater Trumps ist ein schmieriger Generalleutnant a.D., der seine Ansichten dahin hängt, woher das Geld kommt.

Weitere Irritationen löste er aus, als er im vergangenen Jahr einer Einladung des russischen Propagandasender RT nach Moskau folgte. Dort war er bei einem Bankett zu Ehren des Senders an der Seite Wladimir Putins zu sehen. Er sei dafür bezahlt worden und außerdem sehe er keinen Unterschied zwischen RT und einem amerikanischen Nachrichtensender wie CNN sagte er danach.
Auch die Geschäftsbeziehungen seiner Beratungsfirma, die er nach seiner Entlassung gegründet hat, in den Nahen Osten und die Türkei werden als problematisch angesehen. So hat er gefordert, der türkische Prediger Fethullah Gülen müsse an die Türkei ausgeliefert werden, während seine Firma bezahlt wurde, Lobbyarbeit für Ankara zu verrichten.

http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl ... 39-p2.html
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
Benutzeravatar
MoOderSo
Beiträge: 7323
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 22:54
Benutzertitel: einem edlen Zweck dienend

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon MoOderSo » Fr 18. Nov 2016, 14:43

Ist doch ein recht sympathischer Typ.
Kann halt nicht überall die Situation so bequem sein wie bei uns, wo man in einem solchen Fall den freundlichen McKinsey-Berater zur Seite hat.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
Benutzeravatar
aleph
Moderator
Beiträge: 6164
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:25
Benutzertitel: Hat den Überblick
Wohnort: ប្រទេសអាល្លឺម៉ង់

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon aleph » Fr 18. Nov 2016, 15:17

UncleSams_Berater hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:24)

Trump wird erstmal die Militärausgaben erhöhen, was sehr gut ist. Ich bin froh dass Trump und nicht Clinton gewonnen hat.


Ich denke, das sind zwei verschiedene Dinge: Militärausgaben zu erhöhen und die Bereitschaft, Kriege zu führen besagen noch nichts über die Bereitschaft aus, andere Länder (hier: Europa quasi) kostenlos zu verteidigen. Trump möchte, so weit ich das verstanden habe, sich gar nicht aus Europa zurückziehen, sondern er möchte, dass die Europäer mehr für diese Leistung der Amerikaner bezahlen. Das werden sie wohl tun, denn eine andere Alternative haben sie faktisch nicht.

Ich würde den Amis auch nicht raten, sich aus Europa zurückzuziehen. Denn dann könnte es sein, dass entweder Russland die Hegemonie über Europa erringt, oder aber, dass Europa wieder in die Kleinstaaterei zurückfällt. Deutschland könnte massiv aufrüsten, andere Länder wie Polen würden das auch tun, würden aber nicht so viele Mittel haben. Letztendlich würde das eine militärische Dominanz Deutschlands über Teile Europas bringen. Eine Versuchung der Macht, der einige rückwärts gewandte Politiker nachgeben könnten.

Eine paritätisch geführte EU-Truppe sehe ich derzeit auch nicht, nachdem die Briten nicht mehr mitmachen wollen. Franzosen und Italiener haben kein Geld, andere Länder sind ein wenig zu klein.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein.
Walter Jens
Benutzeravatar
unity in diversity
Beiträge: 4700
Registriert: So 21. Dez 2014, 09:18
Benutzertitel: Nachtfalter
Wohnort: Falena

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon unity in diversity » Fr 18. Nov 2016, 18:37

Cat with a whip hat geschrieben:(18 Nov 2016, 14:07)

Der neue Sicherheitsberater Trumps ist ein schmieriger Generalleutnant a.D., der seine Ansichten dahin hängt, woher das Geld kommt.


http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl ... 39-p2.html

War der schon immer so, oder wurde er von Putin blitzradikalisiert und wenn ja, womit?
Benutzeravatar
UncleSams_Berater
Beiträge: 1997
Registriert: Mi 17. Jul 2013, 23:56
Benutzertitel: Freedom
Wohnort: Frankfurt am Main
Kontaktdaten:

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon UncleSams_Berater » So 27. Nov 2016, 12:06

aleph hat geschrieben:(18 Nov 2016, 15:17)

Ich denke, das sind zwei verschiedene Dinge: Militärausgaben zu erhöhen und die Bereitschaft, Kriege zu führen besagen noch nichts über die Bereitschaft aus, andere Länder (hier: Europa quasi) kostenlos zu verteidigen. Trump möchte, so weit ich das verstanden habe, sich gar nicht aus Europa zurückziehen, sondern er möchte, dass die Europäer mehr für diese Leistung der Amerikaner bezahlen. Das werden sie wohl tun, denn eine andere Alternative haben sie faktisch nicht.

Ich würde den Amis auch nicht raten, sich aus Europa zurückzuziehen. Denn dann könnte es sein, dass entweder Russland die Hegemonie über Europa erringt, oder aber, dass Europa wieder in die Kleinstaaterei zurückfällt. Deutschland könnte massiv aufrüsten, andere Länder wie Polen würden das auch tun, würden aber nicht so viele Mittel haben. Letztendlich würde das eine militärische Dominanz Deutschlands über Teile Europas bringen. Eine Versuchung der Macht, der einige rückwärts gewandte Politiker nachgeben könnten.

Eine paritätisch geführte EU-Truppe sehe ich derzeit auch nicht, nachdem die Briten nicht mehr mitmachen wollen. Franzosen und Italiener haben kein Geld, andere Länder sind ein wenig zu klein.


Ja Europa muss mehr leisten, was eigentlich selbstverständlich ist.
Und natürlich sind US Truppen in Europa ein Riesenvorteil für Europa, da Europa sich alleine nicht verteidigen kann
MAKE POLITIK-FORUM.EU GREAT AGAIN
Benutzeravatar
Ger9374
Beiträge: 2035
Registriert: Sa 19. Nov 2016, 05:39
Benutzertitel: Einigkeit,Recht und Freiheit!!

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Ger9374 » So 27. Nov 2016, 12:13

Jetzt meine naive Frage, warum können wir uns nicht selbst verteidigen?Wenn Politischer Wille da ist!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
Benutzeravatar
Cobra9
Vorstand
Beiträge: 21940
Registriert: Mo 10. Okt 2011, 10:28

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Cobra9 » So 27. Nov 2016, 12:16

Ger9374 hat geschrieben:(27 Nov 2016, 12:13)

Jetzt meine naive Frage, warum können wir uns nicht selbst verteidigen?Wenn Politischer Wille da ist!


Wir haben an die friedliche Entwicklung geglaubt. Nun ist schmerzhaftes Umdenken geplant.
Anton Tschechow

Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
Benutzeravatar
ebi80
Beiträge: 944
Registriert: Mo 7. Nov 2016, 21:06

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon ebi80 » So 27. Nov 2016, 12:16

Ger9374 hat geschrieben:(27 Nov 2016, 12:13)

Jetzt meine naive Frage, warum können wir uns nicht selbst verteidigen?Wenn Politischer Wille da ist!


Kostet Geld, dann wäre eine schwarze Null nicht zu halten. Das sollen die EU Länder an den Grenzen machen. Die erst recht kein Geld haben.
Fight for a living Planet!
Benutzeravatar
Cobra9
Vorstand
Beiträge: 21940
Registriert: Mo 10. Okt 2011, 10:28

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Cobra9 » So 27. Nov 2016, 12:34

ebi80 hat geschrieben:(27 Nov 2016, 12:16)

Kostet Geld, dann wäre eine schwarze Null nicht zu halten. Das sollen die EU Länder an den Grenzen machen. Die erst recht kein Geld haben.


„Freiheit ist nicht auf ewig gegeben“....daran sollte man immer denken wenn man die nächsten Jahre lesen wird das die Bundeswehr mehr Geld erhält. Es ist auch nicht böser Willen, sondern Deutschland selbst sagte 2,0 Prozent des BIP für die Verteidigung zu. Selber schuld das man festgenagelt wird,
Anton Tschechow

Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
Benutzeravatar
ebi80
Beiträge: 944
Registriert: Mo 7. Nov 2016, 21:06

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon ebi80 » So 27. Nov 2016, 12:40

Cobra9 hat geschrieben:(27 Nov 2016, 12:34)

„Freiheit ist nicht auf ewig gegeben“....daran sollte man immer denken wenn man die nächsten Jahre lesen wird das die Bundeswehr mehr Geld erhält. Es ist auch nicht böser Willen, sondern Deutschland selbst sagte 2,0 Prozent des BIP für die Verteidigung zu. Selber schuld das man festgenagelt wird,


Eben 2% sind schon wenig und wir kommen gerademal auf 1,2% die gezahlt werden. Nur weil wir in der Mitte der EU stecken heißt nicht, das man für militärische Sicherheit nichts mehr investieren braucht. Es muß letztlich keine Angriffsarmee sein, aber ausreichen zur Verteidigung Deutschlands und Europas. Das muss gegeben sein.
Fight for a living Planet!
Benutzeravatar
Cobra9
Vorstand
Beiträge: 21940
Registriert: Mo 10. Okt 2011, 10:28

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Cobra9 » So 27. Nov 2016, 12:47

ebi80 hat geschrieben:(27 Nov 2016, 12:40)

Eben 2% sind schon wenig und wir kommen gerademal auf 1,2% die gezahlt werden. Nur weil wir in der Mitte der EU stecken heißt nicht, das man für militärische Sicherheit nichts mehr investieren braucht. Es muß letztlich keine Angriffsarmee sein, aber ausreichen zur Verteidigung Deutschlands und Europas. Das muss gegeben sein.


Angriffsarmee muss nicht sein, da stimme Ich zu. Aber die BW muss ihren Auftrag erfüllen können. Landesverteidigung, UN Missionen sowie im Rahmen der NATO den Beitrag leisten können. Für Deutschland bedeutet es man muss eben sich vom Traum verabschieden....mitreden, mitgestalten wollen ohne eigene Beiträge in ausreichender Art und Weise
Anton Tschechow

Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
Benutzeravatar
Nosony
Beiträge: 112
Registriert: Sa 24. Jan 2015, 22:33

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Nosony » So 27. Nov 2016, 16:26

Cobra9 hat geschrieben:(27 Nov 2016, 12:16)

Wir haben an die friedliche Entwicklung geglaubt.


Dann hätte man im Vorfeld lange Zeit gehabt um mit Russland über die Ukraine zu sprechen, aber da war die westliche Hybris wohl noch zu groß.

Ich bin gespannt was Trump offiziell als Kurs vorgibt, Obamas Aussenpolitik war für Russland eine echte Nötigung (jedenfalls aus russischer Sicht).
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 24220
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 4. Sep 2017, 10:53

Die Herrschaft der Generäle im Stab soll das Lotterleben Trumps disziplinieren und einhegen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 65955.html

Kelly, McMaster und Mattis stehen für die jeweils härtere Gangart in der Nordkorea-, Afghanistan- und Russland-Politik.

Außerdem wird für mehr Ordnung im Weißen Haus gesorgt.
Beobachter gehen dennoch davon aus, dass es Baby Trump alsbald wieder gelingen wird, der Aufsicht zu entwischen, um unkontrollierte Twitter abzusetzen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 28928
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Außen- und sicherheitspolitische Folgen der Präsidentschaft Trumps

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 4. Sep 2017, 11:00

Man kann ja von Berufspolitikern haklten, was man will, aber sie wissen eben im Gegensatz zu kompletten Outsidern, wie Politik funktioniert und wie sie gemacht wird. Trumps Regierung fehlen eindeutig Politprofis, ob Generäle da die bessere Wahl sind, bleibt abzuwarten.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

Zurück zu „30. Nordamerika“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast