Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

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Trumps Meisterplan

Beitragvon King Kong 2006 » Di 19. Sep 2017, 19:05

Drohung mit der völligen Zerstörung des Staates Nordkorea und er droht Iran. Und America und er selbst immer first. Der Rest der anderen Staatsführer hört er sich nicht an. Sofort in den Trump Tower.

Trump bei der Uno

Amerika, Amerika. Und dann der Rest der Welt

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 68791.html
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Trumps Rundumschlag - Reaktionen über Hundegebell, Schamlos oder Provinziell

Beitragvon King Kong 2006 » Do 21. Sep 2017, 14:26

Kampfansage an die EU.



Deutsche Freunde der Republikaner versuchen zu "erklären".

Iran-Politik der USA

Trump muss bei Netanjahu liefern

Ralph Freund, stellvertretender Vorsitzender der Republicans Overseas, betont die Bedeutung Israels für das Verhalten von US-Präsident Donald Trump im Blick auf das Atomabkommen mit Iran. Trump habe einen Wahlkampf an der Seite Israels geführt, so Freund im Dlf.

http://www.deutschlandfunk.de/iran-poli ... _id=396371


Die EU und der Iran wollen auch an dem Nukleardeal festhalten.

EU steht zu Atomabkommen mit Iran

Immer wieder wettert US-Präsident Donald Trump gegen den Iran und lässt bezüglich des Atomabkommens viel Raum für Spekulationen. Die Europäische Union stellt sich nun hinter die Islamische Republik - nicht zuletzt um "eine zweite nukleare Krise" zu verhindern.

Alle Vertragsparteien haben sich nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini bislang an die Vorgaben des Abkommens über das iranische Atomprogramm gehalten. "Es gab keine Verletzungen", sagte Mogherini nach einem Treffen zwischen Vertretern des Irans sowie der USA, Russlands, Chinas, Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands in New York. "Meine Hoffnung ist, dass das auch so bleibt."

http://www.n-tv.de/politik/EU-steht-zu- ... 44690.html


An den Iran und Nordkorea wird sich Trump militärisch nicht heranwagen. Dennoch ist die Aussicht auf die komplette Zerstörung Nordkoreas natürlich eine Ansage. Umso desaströser die dahinter nun sichtbar fehlenden Fähigkeiten das umzusetzen. Gut(?), das Trump das so deutlich durch sein markiges Auftreten herausstreicht. Wenn auch ungewollt.

Nordkorea nennt Trump-Rede "Hundegebell"

Donald Trump hatte Nordkorea mit totaler Zerstörung gedroht, jetzt reagiert Pjöngjang - mit Spott: Außenminister Ri Yong Ho sagte, er habe Mitleid mit den Beratern des US-Präsidenten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 69023.html
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Gehen Don Trumps Schachzüge auf?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 22. Sep 2017, 08:02

Nordkorea erwägt nun einen Test einer Wasserstoffbombe im Pazifik.

Reaktion auf Trumps Uno-Auftritt

Nordkorea erwägt Test von Wasserstoffbombe im Pazifik

http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 69228.html


Drängt Trump den Iran aus dem Atomabkommen? Seine Fanboys finden es immer super, wenn er diplomatisch randaliert. Irgendwie sind sie der Auffassung, das er damit gegen den Drachen irgendeines Establishments oder NWO kämpft. So, wie Don Quijote. Wir wissen aber, das es nur Windmühlen waren. Damit begeistert er die Anhänger dieser Religion und mit seinem männlichen Auftreten. Blöderweise ist das Ergebnis darüberhinaus egal und es betrifft die reale Welt.

Streit über Iran-Abkommen

Trumps gefährlicher Atompoker

US-Präsident Trump erwägt die Aufkündigung des Iran-Atomabkommens. Doch das wäre eine diplomatische Katastrophe

"Haben Sie entschieden, was Sie mit dem Iran-Abkommen machen?", schreien die Reporter Trump an. "Ich habe es entschieden", sagt der mit wichtiger Miene. Und? Was denn? Wird er den Vertrag aufkündigen?

Trump grinst: "Sag ich Ihnen später."


Auch entspricht es nicht der Trump-Logik von gleichberechtigten Partnern. Was er von der NATO, der EU oder Deutschland hält hat er ja bereits gesagt.

Trump sprengt die Diplomatie - und damit die traditionellen, ausgefeilten Mechanismen für internationale Verträge - gerne mit dem verbalen Vorschlaghammer. Das findet seine nationalkonservative Basis daheim zwar toll. Doch den Rest der Welt besorgt das zusehends, weil es die Verlässlichkeit der Supermacht USA als Verhandlungspartner in Frage stellt.

Glaubwürdigkeit der USA zerstört

Diese Frustration offenbart sich jetzt vor allem beim Uno-Jahrestreffen, wo die Nuklearkonflikte Iran und Nordkorea so eng miteinander vernetzt sind: Sollte der Iran-Deal - über 20 Monate hinweg verhandelt mit den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats plus Deutschland - platzen, rückt eine Lösung der Eskalation mit Pjöngjang ebenfalls in weite Ferne.

"Wenn der Präsident vom Iran-Deal abrückt", sagte Wendy Sherman, die US-Chefunterhändlerin des Abkommens, der "New York Times", "wird es eine Diplomatie mit Nordkorea fast unmöglich machen, weil die Glaubwürdigkeit der USA zerstört wäre."


Iran hält sich an Vereinbarungen

Trumps größtes Problem mit dem Iran-Abkommen ist jedoch nicht verhandelbar: Es ist das Erbe seines Vorgängers Barack Obama - und nach seiner Logik muss das, wie alle Errungenschaften Obamas, vernichtet werden. Auch passt ein solch komplizierter Vertrag, der alle Partner gleichwertig behandelt, nicht in Trumps schablonenhafte Welt aus Gewinnern, Verlierern und "America First".

Gabriel hat wenig Hoffnung, dass Gespräche noch etwas bringen. "Für die amerikanische Politik scheint das Prinzip eher zu sein, dass die Weltpolitik eine Arena ist, eine Kampfbahn, wo der Stärkere sich gegen den Schwächeren durchsetzt", sagt er. Das sei das "Gegenteil der europäischen Idee - und nach meinem Dafürhalten auch das Gegenteil der westlichen Prinzipien".

http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 69230.html


Im Iran ist man froh, das Rouhani ruhig geblieben ist. Interessanterweise durch alle Fraktionen eine einhellige Meinung. Die Reihen im Iran schliessen sich. Teheran machte schon klar, daß man beim Rauskegeln aus dem Vertrag und dann der verschärfenden Situation diverse Programme hochfahren wird. Da gibt es im Iran noch andere Kapazitäten als in einem Land wie Nordkorea.

Irans Öffentlichkeit lobt Rohanis besonnene Rede

Dass der iranische Präsident scharfe Angriffe auf Donald Trump dies vermied, kommt bei vielen Iranern gut an.

Im Internet begrüßten vor allem junge Leute die Rede Rohanis und veröffentlichten Zitate aus seiner Rede. Zwischendurch wurden Vergleiche mit Reden des früheren iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadi-Nejad gezogen und auch Bilder veröffentlicht, die eindeutig zeigen, dass während der Rede Ahmadi-Nejads die meisten der Anwesenden den Saal verlassen haben, während Hassan Rohani vor fast vollem Haus sprach.

derstandard.at/2000064522308/Irans-Oeffentlichkeit-lobt-Rohanis-besonnene-Rede


Netanjahu scheint von den Staatsführern der Einzige zu sein, der da mitzieht.

"Aus dem Mittelalter", "an die Provinz": Trumps UN-Rede findet kaum Freunde

Iran findet Drohungen "scham- und ahnungslos", Europa gibt sich besorgt – Boliviens Präsident Morales: Widerstand des Multimillionärs gegen Sozialismus naheliegend

New York / Wien – "In meinen mehr als 30 Jahren Erfahrung mit den Vereinten Nationen habe ich nie eine kühnere und eine mutigere Rede gehört": Das Lob von Israels Premier Benjamin Netanjahu für die Ansprache von US-Präsident Donald Trump am Dienstagabend fiel überschwänglich aus. Allerdings blieb der konservative Regierungschef mit seiner Einschätzung zu Trumps harten Ansagen weitgehend allein. Kritik an den Drohungen mit einer "totalen Vernichtung" Nordkoreas, einem Krieg gegen Venezuela und einem Ende des Atomdeals mit dem Iran gab es nicht nur aus den direkt betroffenen Staaten, sondern auch aus Europa, China und Russland.

derstandard.at/2000064358759/Aus-dem-Mittelalter-An-die-Provinz-Trumps-UN-Rede-findet


Was sind die Schachzüge vom TV-Star Trump? Es geht wohl nur darum, daß er weiterhin bei seiner Fanbase das Bild kultivieren kann, das er ein Bully ist. Politisch gesehen waren seine Schachzüge innen- wie außenpolitisch bisher nur ein Kampf wie Don Quijote gegen Windmühlen. Einige lassen sich davon aber sicher gerne berauschen, wie großartig dieser Macher ist während er da herumreitet und schreit. :D
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Beitragvon King Kong 2006 » So 1. Okt 2017, 10:14

TV-Star Trump schaltet bei einer Gelegenheit probeweise in einem anderen Gang. In einer anderen Situation bleibt er bei seinen alten Verhaltensmustern.

Bei Nordkorea wollte Trump zeigen, aus was für ein Holz dieser Mann geschnitzt ist. Anders als Clinton, Bush oder Obama. Mit "Wut und Feuer" wollte er Nordkorea kurieren und drohte mit der "vollständigen Zerstörung". NK derweil testet einfach weiter. Jetzt Wasserstoffbomben und weitere Trägersysteme. Trump zeigte eindrücklich, daß man die USA offenbar nicht mehr ernst nehmen muß. So sad. Jetzt sucht er Gespräche mit NK. So, wie seine von ihm kritisierten Vorgänger! ;)

USA beklagen Nordkoreas mangelnde Gesprächsbereitschaft

"Trotz unserer Zusicherung, dass die Vereinigten Staaten kein Interesse an einem Zusammenbruch des gegenwärtigen Regimes haben, haben die nordkoreanischen Vertreter nicht durchblicken lassen, dass sie sich für Gespräche über eine nukleare Abrüstung interessieren oder dazu bereit sind", teilte Heather Nauert, Sprecherin des US-Außenministeriums, in einer Erklärung mit.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/a ... 70806.html


Kim will nicht mit Donald sprechen. Der Dealmaker hätte sich seinen TV-Auftritt mit "Wut und Rauch" besser sparen können. Das wäre nicht so unangenehm gewesen. Für die USA und für ihn. Vielleicht dämmert es ihm jetzt, daß seine Vorgänger nicht aus einer demokratischen Labersituation heraus NK (und China) nicht angegriffen haben, sondern weil es keine wirkliche andere Option gibt. Trump hat den Fehler gemacht mit dieser Phantomoption zu drohen. Das ist ein großer Schaden für die Glaubwürdigkeit der USA. Für ihn auch. Aber wie jeder große CEO oder Manager ist das ihm egal. Die bekommen sogar nach katastrophaler Mißwirtschaft noch Millionenabfindungen. Den Schaden tragen die anderen. Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?

Im Falle Irans setzt TV-Star Trump auf sein "altbewährtes". Fake-News. Für Trump ist es ein Unding, daß der Iran Waffensysteme wie Raketen testet. Ähnlich wie NK. Zur Antwort hat der Iran eine Rakete getestet. So, die Darstellung. So, jetzt hat er dasselbe Problem. Seine Leute im Trump-Tower hören vielleicht auf ihn. Aber der Iran nicht. Was tun? So drohen wie bei NK? Hat sich nicht bewährt. Der Iran reagiert womöglich mit "weiteren Provokationen", die ihn lächerlich aussehen lassen. Die USA auch. Also, den Raketentest hat es einfach nicht gegeben. Somit ist die Sache elegant gelöst. :D

US sees 'no indication' Iran launched a ballistic missile, despite Trump tweet

http://edition.cnn.com/2017/09/25/polit ... index.html


Es ist unklar, was passiert ist. Der iranische Außenminister meint nur lapidar, daß Trump eben so einiges twittert...

Iran scolds Trump for an 'alternative fact' tweet about a missile launch

https://www.csmonitor.com/World/Middle- ... ile-launch


Wichtig ist wohl, das er hier nicht wieder mit "Wut und Rauch" drohen muß.

Trump scheint kein Typ für Gespräche zu sein. Das ist ein Problem. Jetzt zeigt er Gesprächsbereitschaft. Wird er langsam zu einem Politiker?
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Cobra9 » So 1. Okt 2017, 10:24

Trump hat Angst um seinen Posten, der alte Pfosten. Gesetze verändern für seine Kumpels und sich befriedigen mit Twitter Tweets hat doch was
Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.
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EU näher an Russland und China?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 12. Okt 2017, 20:56

Gabriel stellt nicht gänzlich unbegründet in den Raum, daß die merkwürdigen außenpolitische Zielsetzungen und das Verhalten von Trump die EU auf die gleiche Linie - in einigen Fragen - mit China und Russland drängen könnte.

Trump's Iran plans driving EU toward Russia and China: Germany

“It’s imperative that Europe sticks together on this issue,” Gabriel, a Social Democrat, told the RND German newspaper group. “We also have to tell the Americans that their behavior on the Iran issue will drive us Europeans into a common position with Russia and China against the USA.”

https://www.reuters.com/article/us-iran ... SKBN1CH2OK


Die Antihaltung Trumps zu vielen Themen (alles von Obama rückgängig machen, Presse, Klimaabkommen uvm.), mit der er im TV Lacher einheimsen konnte und bei seiner Fanbase immer wieder punkten konnte, ist ein gefährliches, erlerntes Verhalten auf globaler Ebene. Gleichzeitig bietet er keine wirklich brauchbaren, konstruktiven Lösungsansätze an. Nur Antihaltung.

So sieht es eher nach einer Isolation der USA aus, denn einer Bewahrung einer herausragenden Stellung der USA.
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Re: EU näher an Russland und China?

Beitragvon Olympus » Do 12. Okt 2017, 21:14

King Kong 2006 hat geschrieben:(12 Oct 2017, 21:56)

Gabriel stellt nicht gänzlich unbegründet in den Raum, daß die merkwürdigen außenpolitische Zielsetzungen und das Verhalten von Trump die EU auf die gleiche Linie - in einigen Fragen - mit China und Russland drängen könnte.



Die Antihaltung Trumps zu vielen Themen (alles von Obama rückgängig machen, Presse, Klimaabkommen uvm.), mit der er im TV Lacher einheimsen konnte und bei seiner Fanbase immer wieder punkten konnte, ist ein gefährliches, erlerntes Verhalten auf globaler Ebene. Gleichzeitig bietet er keine wirklich brauchbaren, konstruktiven Lösungsansätze an. Nur Antihaltung.

So sieht es eher nach einer Isolation der USA aus, denn einer Bewahrung einer herausragenden Stellung der USA.

Richtig, es geht nicht um Politik. Es geht strikt gegen die Gesellschaft als ganzes. Es sind Psychopathen. Man hat schon lange herausgefunden das 20% an geistigen Krankheiten leiden. Es spiegelt sich in Wahlergebnissen wieder. Sie zeichnen sich durch unhumanität, Egoismus, selbstzerstöhrung, Leugnung der Realität und übersteigsrtem Nationalen Denken aus. Ich bin Gott, alle anderen Kakerlaken.
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Re: EU näher an Russland und China?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 12. Okt 2017, 22:21

Olympus hat geschrieben:(12 Oct 2017, 22:14)

Richtig, es geht nicht um Politik. Es geht strikt gegen die Gesellschaft als ganzes. Es sind Psychopathen. Man hat schon lange herausgefunden das 20% an geistigen Krankheiten leiden. Es spiegelt sich in Wahlergebnissen wieder. Sie zeichnen sich durch unhumanität, Egoismus, selbstzerstöhrung, Leugnung der Realität und übersteigsrtem Nationalen Denken aus. Ich bin Gott, alle anderen Kakerlaken.


Trump muß offenbar seine Wähler bedienen. Was er nicht hinbekommt ist, dieses mit den Bedürfnissen einer Supermacht im Kontext der Beziehungen zu andern Staaten zu gestalten. Mit dem Modell, mit dem er Erfolg im TV hatte und bei den Frustwählern, ist es wirklich pathologisch, professionell Politik zu gestalten. Wie es mal hieß, das dicke Kind im Weißen Haus. Das kann in einer Komödie gut gehen. Aber in realen Leben...?
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Re: EU näher an Russland und China?

Beitragvon Adam Smith » Do 12. Okt 2017, 22:36

King Kong 2006 hat geschrieben:(12 Oct 2017, 23:21)

Trump muß offenbar seine Wähler bedienen. Was er nicht hinbekommt ist, dieses mit den Bedürfnissen einer Supermacht im Kontext der Beziehungen zu andern Staaten zu gestalten. Mit dem Modell, mit dem er Erfolg im TV hatte und bei den Frustwählern, ist es wirklich pathologisch, professionell Politik zu gestalten. Wie es mal hieß, das dicke Kind im Weißen Haus. Das kann in einer Komödie gut gehen. Aber in realen Leben...?

Es ist fast egal was Trump macht. Das ist im Prinzip nicht wichtig. Die USA ist ein kapitalistischer Staat. Die Unternehmen wie Netflix, Facebook, Googel, Amazon sind viel wichtiger.
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Re: EU näher an Russland und China?

Beitragvon Olympus » Do 12. Okt 2017, 22:56

King Kong 2006 hat geschrieben:(12 Oct 2017, 23:21)

Trump muß offenbar seine Wähler bedienen. Was er nicht hinbekommt ist, dieses mit den Bedürfnissen einer Supermacht im Kontext der Beziehungen zu andern Staaten zu gestalten. Mit dem Modell, mit dem er Erfolg im TV hatte und bei den Frustwählern, ist es wirklich pathologisch, professionell Politik zu gestalten. Wie es mal hieß, das dicke Kind im Weißen Haus. Das kann in einer Komödie gut gehen. Aber in realen Leben...?

Es ist fatal was in der Welt gerade abgeht. Die echten Probleme werden weggeleugnet. Hauptsache die Fahne hängt hoch. Ist die Menschheit echt so dumm? Ich kapier das nicht mehr.
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Re: EU näher an Russland und China?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 13. Okt 2017, 07:22

Adam Smith hat geschrieben:(12 Oct 2017, 23:36)

Es ist fast egal was Trump macht. Das ist im Prinzip nicht wichtig. Die USA ist ein kapitalistischer Staat. Die Unternehmen wie Netflix, Facebook, Googel, Amazon sind viel wichtiger.


Ich weiß nicht, ob es egal ist, was ein Politiker als Staatsführer macht. Kapitalistisch sind ohnehin die meisten Staaten auf der Welt organisiert. Auch China oder der Iran müssen darauf im eigenen Land Rücksicht nehmen.

Im Falle der USA haben deren diplomatische, politische, ökonomische oder militärische Interventionen sehr große Auswirkungen in Asien oder Lateinamerika gebracht. Zuletzt die massiven unter der Bush-Administration. Inwiefern (genau was) egal sein soll, weil die USA, wie (die meisten anderen Staaten) kapitalistisch aufgestellt ist, ist mir nicht klar.

Wenn im Falle Irans z.B. in Punkto Atomabkommen, Sanktionen oder politische/militärische Interventionen (auch regional) Trump entsprechende Handlungen vollführt, wird z.B. Netflix da wenig kompensieren oder korrigieren (?) können. Weder beim Iran, noch bei den USA, noch in Nahost oder im Kontext der weiteren Entwicklungen mit China/Iran, Russland/Iran oder Nordkorea/Iran.

Trump ist kein Diktator. Er muß auf Befindlichkeiten Rücksicht nehmen. Aber er kann dennoch, siehe Bush, große Dinge in Bewegung setzen. Nicht immer ohne Blut oder Gewalt. Mit großen Auswirkungen. Auch Bush hat der Kapitalismus nicht aufgehalten. Es gibt auch viele Stimmen, die sagen, daß gerade der Kapitalismus Triebfeder für Interventionen ist. Siehe Carter-Doctrin. Die USA behalten aus ökonomischen Gründen Oberwasser. Deshalb muß auch dahingehend interveniert werden. Auch Guttenberg und Köhler meinten, daß das Exportland Deutschland darauf angewiesen ist, daß auch militärisch dies durchgesetzt werden muß. Ex-Bundespräsident Köhler mußte deshalb mutmaßlich gehen.

PS: Interessant ist hierbei auch die Frage, Primat der Ökonomie oder Primat der Politik? Wer sollte am Ende der Entscheider sein. Der Kapitalismus und Industriekapitäne, oder die Politik?
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Politikerin Clinton übt Kritik am TV-Star

Beitragvon King Kong 2006 » Di 17. Okt 2017, 07:13

Hillary Clinton, die ein paar Millionen Stimmen mehr von US-Bürgern bei der Wahl als TV-Star Trump bekommen hat, übt an den selbsternannten Anti-Politiker Trump Kritik.

Kritik an Trumps Iran-Politik

Clinton: "Lässt uns töricht und klein aussehen"


Dabei verweist sie auf das unter schweren Mühen erreichte Atomabkommen mit dem Iran, an das sich sogar Teheran hält. U.a. durch eine Wirtschaftskriegsführung unter Obama konnte dies gelingen. Es fehlten zwar die Hunnenrede eines Trump über Rauch und Vernichtung (im Falle NKs) oder die Kriegsinterventionen eines Bush etc. aber am Ende zählt das Ergebnis, nicht die TV-Qualitäten an Dramaturgie.

Trumps Weigerung, die Einhaltung des Atomabkommens durch den Iran zu bestätigen, "lässt uns töricht und klein aussehen und spielt direkt den Iranern in die Hände", sagte Clinton dem Sender CNN. Seine Haltung sei nicht nur mit Blick auf diesen speziellen Fall schlecht, sondern er sende eine Botschaft um die Welt, "dass Amerikas Wort nicht gültig ist", sagte Clinton.

Clinton verhandelte das Abkommen als Außenministerin

Das Interview wurde bereits zwei Tage vor Trumps Ankündigung aufgezeichnet. Clinton hatte als Außenministerin unter Trumps Vorgänger Barack Obama gemeinsam mit den anderen vier UN-Vetomächten – Großbritannien, Frankreich, China, Russland – sowie Deutschland mit dem Iran über ein Atomabkommen verhandelt. Ein Ergebnis der langjährigen Verhandlungen wurde erst 2015 erzielt.


Im Moment ist Trump, der behauptet von wahren Menschenmassen bei seiner Amteinführung bejubelt worden zu sein (sogenannte alternative Fakten - keine Lügenpresse!) auch ziemlich still bei seinen vermeintlichen Allierten, den Kurden. Das steht im krassen Kontrast zu seinen Gebärden. Wo ist die USA? Es ist natürlich klar, daß Trump wenn er zwischen Ärger mit der Türkei, Iran, Irak und Syrien wählen kann oder den Kurden, wohl eher letztere enttäuschen wird, das ist Realpolitik, rein "geschäftlich", nichts persönliches, aber Obama hat er da immer schlappe Inaktivität vorgehalten. Das kommt davon, wenn man keine Ahnung hat. Dafür bekommt Trump jetzt wieder Ärger, weil er Obama vorwirft er hätte sich nicht genügend um die Familien der gefallenen US-Soldaten gekümmert. Ist nicht Trump über die Eltern eines gefallenen US-Soldaten bleidigend hergefallen? ( http://www.n-tv.de/politik/Kriegsvetera ... 21581.html )

Für Teheran ist die Haltung von Trump auch ein Test, ob die EU auch ohne dem großen Weisen Vater im Weissen Haus global agieren kann.

"Das Atomabkommen ist aber auch ein Test für die Europäer, ob sie unabhängig von den USA eine eigenständige Rolle in der politischen Weltszene spielen können oder nicht", sagte Sarif. Auch Präsident Hassan Ruhani hatte betont, der Iran werde am Deal festhalten, solange dies die anderen Verhandlungspartner tun.

http://www.t-online.de/nachrichten/ausl ... ehen-.html


Der Kontrast eines drohenden, schreienden TV-Stars im Weissen Haus und der dann folgenden Inaktivität, wie der Unberechenbarkeit in der Vertragstreue ruiniert den Ruf der vermeintlichen Supermacht.
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Bush kritisiert Trump

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 20. Okt 2017, 07:01

Also, wenn jetzt sogar Bush die Situation auffällt. Ex-Präsidenten sind mit TV-Star Trump nicht zufrieden.

US-Präsidenten

Bush verurteilt Trumps Politik

Isolationismus, Nationalismus, Lügen: Darauf dürfe sich die Politik der USA nicht stützen, mahnt der frühere republikanische US-Präsident George W. Bush. Auch der Demokrat Barack Obama übt erneut scharfe Kritik an einer "Politik der Angst".


Ob man Lügen sagen kann? Trump findet es eher in Richtung "alternative Fakten". Die sind zwar hanebüchen, aber egal. Isolationismus ist so eine Sache. Nicht zuletzt hat gerade Bush die Karten so überreizt, daß interventionistisch schon sein Nachfolger Obama nicht mehr viel tun konnte.

Die Reden sorgte in den USA für großes Aufsehen. Während viele Kommentatoren Bush für seine offenen Worte lobten, wurde auch scharfe Kritik laut: Bei Bushs Kriegen gegen Afghanistan und den Irak sei es mit vermeintlich hohen Werten der USA ebenso wenig weit her gewesen wie bei der immensen Stärkung der Geheimdienste in seiner Amtszeit, hieß es in sozialen Netzwerken.

Die "New York Times" zitierte einen Reporter, der Bush nach seiner Rede fragte, ob seine Rede wohl im Weißen Haus gehört werde - darauf habe Bushgenickt und gesagt: "Ich denke, das wird sie." Als Trump kurz danach im Weißen Haus gefragt wurde, ob er die Rede schon gehört habe, sagte er Nein.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 73813.html


Bush hat in der Tat eine Performance abgeliefert, die grenzdebil ist. Egal ob mit seinen Bushism oder mit "den dümmsten Kriegen seit der Varusschlacht" (van Crefeld). Experten unter sich.
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Re: Bush kritisiert Trump

Beitragvon Alexyessin » Fr 20. Okt 2017, 12:21

King Kong 2006 hat geschrieben:(20 Oct 2017, 08:01)

Also, wenn jetzt sogar Bush die Situation auffällt. Ex-Präsidenten sind mit TV-Star Trump nicht zufrieden.



Ob man Lügen sagen kann? Trump findet es eher in Richtung "alternative Fakten". Die sind zwar hanebüchen, aber egal. Isolationismus ist so eine Sache. Nicht zuletzt hat gerade Bush die Karten so überreizt, daß interventionistisch schon sein Nachfolger Obama nicht mehr viel tun konnte.



Bush hat in der Tat eine Performance abgeliefert, die grenzdebil ist. Egal ob mit seinen Bushism oder mit "den dümmsten Kriegen seit der Varusschlacht" (van Crefeld). Experten unter sich.


Das war der Punkt, den auch lt. FAZ ein Netzuser zugestimmt hat: Trump hat es geschafft, das ich mir GW Bush freiwillig reinziehe und diesem Mann zustimmen muss.
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Re: Bush kritisiert Trump

Beitragvon Adam Smith » Fr 20. Okt 2017, 18:46

King Kong 2006 hat geschrieben:(20 Oct 2017, 08:01)

Also, wenn jetzt sogar Bush die Situation auffällt. Ex-Präsidenten sind mit TV-Star Trump nicht zufrieden.



Ob man Lügen sagen kann? Trump findet es eher in Richtung "alternative Fakten". Die sind zwar hanebüchen, aber egal. Isolationismus ist so eine Sache. Nicht zuletzt hat gerade Bush die Karten so überreizt, daß interventionistisch schon sein Nachfolger Obama nicht mehr viel tun konnte.



Bush hat in der Tat eine Performance abgeliefert, die grenzdebil ist. Egal ob mit seinen Bushism oder mit "den dümmsten Kriegen seit der Varusschlacht" (van Crefeld). Experten unter sich.

In den USA wird die Politik von Think Tanks bestimmt. Ich hoffe die Mitglieder wurden ausgetauscht.
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Großartiger Sieg vom Feldherr Trump (Wie hat er das bloß geschafft!?)

Beitragvon King Kong 2006 » So 22. Okt 2017, 13:19

Sie alle haben sich jahrelang die Zähne ausgebissen. Araber, Iraner, Kurden, der Iran, Syrien, Assad, der Irak, Russland, Präsident Obama, Deutschland, die EU und wer weiß nicht alle. Sie allen haben geblutet, viel Nerven und Geld investiert. Da mußte erst ein TV-Star kommen. Das Ziel definieren und dann handeln. Trump hat in kürzester Zeit das geschafft, was alle anderen jahrelang nicht geschafft haben. Da bekommen Trumps alternative Fakten eine ganz neue Dimension.

Trump: Ende des IS-Kalifats ist in Sicht

"Bereits im Wahlkampf versprochen, den IS zu schlagen"

derstandard.at/2000066450122/Trump-Ende-des-IS-Kalifats-ist-in-Sicht


Danke! Wofür auch immer. :thumbup:
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Trumps Russland-Connections - Erste Festnahmen?

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 28. Okt 2017, 10:02

US-Sonderermittler bereitet in Russlandaffäre erste Anklagen vor

Robert Mueller macht ernst: Der US-Sonderermittler will einem Medienbericht zufolge in der Russlandaffäre um Präsident Trump erste Anklagen erheben. Schon am Montag könnte es Festnahmen geben.


Eine Grand Jury in Washington habe diese zugelassen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Sprecher von Mueller wollte die Berichte nicht kommentieren.

US-Geheimdienste waren in einem im Januar veröffentlichten Bericht zu dem Schluss gekommen, der russische Präsident Wladimir Putin habe eine Beeinflussung des US-Wahlkampfs zugunsten Trumps angeordnet.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 75200.html


Die Fanbase des TV-Stars soll ja fest hinter ihm stehen. Schwere Angriffe der Trump-ULtras auf das "Establishment" und dieser Lügenpresse könnten möglich sein. Mit etwas Glück (aus Sicht der Gegner der USA, wie z.B. Putin) gibt das richtig innere Unruhe in den USA.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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King Kong 2006
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Revolution nicht aufzuhalten?

Beitragvon King Kong 2006 » So 29. Okt 2017, 09:39

Der von Trump aus dem Weissen Haus herausgelobte Steve Bannon (ist nach eigenen Aussagen ein Staatenzerstörer wie Lenin) gibt noch einmal seine Vorstellungen über die Welt zum Besten.

Anders als TV-Star Trump sieht er keine militärische Lösung bei Nordkorea.

"THE PAINFUL TRUTH ABOUT N. KOREA"

Bannon shocked many, when he said to a reporter that - despite his then boss, Trump's threats - there is not really a military option about North Korea, without killing, "ten million people in Seoul in the first 30 minutes of any US military attack …"


Die Türkei ist eine größere Bedrohung als der Iran (für die USA)

"MOST DANGEROUS – TURKEY"

"Turkey is the biggest danger for us (US)!" He tells us with conviction. "No, not even close to (its neighbor) Iran..." He waves his hand in total rejection.


"THE MUST ISOLATION OF QATAR"

Bannon simply loves to declare a new war. In fact - when he was fired from the White House, it took, a senior editor of Breitbart, seconds to tweet #WAR.

His next global war - he shares with a smile - is against Qatar.


Klare Konfrontation mit China. Die wollen nicht nur auf gleicher Augenhöhe mit den USA sein. Sie wollen Welthegemon werden.

"MISUNDERSTANDING ABOUT CHINA"

"Re China: We don't just make a small mistake... It is a big strategic mistake... If you listen to President Xi's (recent) speech, it was not about how China is going to be superpower with the US. No! It was about They, are going to have a hegemony.


Es wird tatsächlich Zeit, daß die EU sich von den USA emanzipiert. Mit Bannon an der Seite kann das gelingen. Der hat auch keinen Bock mehr.

"AMERICA FIRST VS GLOBALISM"

Trump put a budget of 30 billion dollars to update the readiness of the US military. “It was a law, because of the wars we have been fighting for 17 years.”

“This is like the entire defense budget of Germany... Europe does not make any attempt to defend itself. They are protected by the USA,” Bannon said. “The US is committed to protecting Gulf states and the same applies to Japan and South Korea.”


BREXIT? Ja, geht natürlich auf das Konto von Steve.

"MY ROLE IN BREXIT"

British politician Nigel Farage has been a friend, says Bannon. “I was proud, that the morning after we won, Nigel announced: "If it had not been for Breitbart London, there would have not been Brexit..."


Bannon is surrounded with security people at all time. We were all staying at a secure floor in the hotel. Even then, there were security people outside his suite as well.

His extreme visions as well as his growing power, are reasons for concern for some.

I ask him if he is scared.

He says: "Even if someone kills me, this revolution has already started...Nobody can kill it... Others will carry on..."

https://aawsat.com/english/home/article ... erous-iran


Mag sein. Aber vielleicht sind Leute wie Bannon gar nicht so sehr Macher. Sie sind Symptome. Die USA können einfach nicht mehr wie in 50s oder 60s. China ist wieder wer. Japan fragt sich, was sie mal waren. Deutschland ist einfach ein Gewicht und Frankreich hält sich weiterhin für eine Grande Nation. Regionalmächte wie der Iran (Persien) und die Türkei (Osmanisches Reich) sind weder mit Zuckerbrot, noch mit Peitsche mehr zu zähmen und erinnern sich ihre Geschichte. Das sind globale Entwicklungen, die mit Bannon, Trump und Co. in historischen Wellen geschehen oder ohne.

Russland fehlt auch hier. Was mag das bedeuten? :D
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Bush-Dynastie zur Wahl von Demokraten genötigt

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 4. Nov 2017, 21:05

Ex-Präsidenten halten Trump für unfähig

Denn die Meinung im Hause der Ex-Präsidentenfamilie Bush fällt einhellig aus: Trump sei ein Angeber, habe keine Ahnung und schade der Partei.


Also, wenn Bush Senior (sicher der intelligentere der beiden Bushs) sogar für die Demokratin Hillary Clinton gestimmt hat...

Bush Senior stimmte für Hillary Clinton

Bush Senior findet, dass Trump nur darauf bedacht sei, sein eigenes Ego zu füttern. Sein Sohn meint, dass "dieser Kerl nicht weiß, was es bedeutet, Präsident zu sein". Und beide Bushs befürchten, dass Trump die republikanische Partei "zersprengt" habe.

Keiner der beiden Bushs hat demnach bei der Wahl für Trump gestimmt: Der Vater entschied sich für die Demokratin Hillary Clinton und der Sohn für "keinen der Genannten". Bush Junior wirft Trump vor, öffentlichen Zorn anzufachen, aber das harscheste Urteil kommt von seinem Vater.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/e ... 76510.html


Meine persönliche Meinung ist, daß Bush Junior von den Dreien, als Bush Senior und TV-Komiker Donald T. der, ähm, "einfälltigste" ist. Ich halte Donald für cleverer. Der ist nicht dumm. Der ist asozial und psychopathisch. Wie es vielen Managern nachgesagt wird (die damit keine Karriere machen, findet man in spannenden Thrillern wiedern). Wenn es nur darum geht, wer der Partei und den USA den meisten Schaden zufügt, dann mag die Bush-Dynastie recht haben. Wobei die Vorarbeit die Bush Junior geleistet hat so desaströs war, daß selbst so ein Obama trotz seines einnehmenden Wesens nicht immer gut aussah. So ein Typ wie Trump kann da nur schlecht aussehen. Also, da tun sich Bush Junior und dieser Komiker nicht viel.
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Re: Trumps Russland-Connections - Erste Festnahmen?

Beitragvon Boraiel » Sa 4. Nov 2017, 22:16

King Kong 2006 hat geschrieben:(28 Oct 2017, 11:02)

Die Fanbase des TV-Stars soll ja fest hinter ihm stehen. Schwere Angriffe der Trump-ULtras auf das "Establishment" und dieser Lügenpresse könnten möglich sein. Mit etwas Glück (aus Sicht der Gegner der USA, wie z.B. Putin) gibt das richtig innere Unruhe in den USA.

Ich würde meinen, dass die Chance, dass Putin die US-Wahl auf irgendeine Weise zugunsten Trumps beeinflusst hat, sehr hoch (85:15) sind. Aber ich halte es auch für ausgeschlossen, dass Trump damit zu tun hatte und wenn einige seiner Berater eingespannt waren, dann hätten deren Aktionen wahrscheinlich auch nur einen unwichtigen Einfluss. Die wahre Beeinflussung fand anderweitig statt durch geschickte Beeinflussung der öffentlichen Meinung.
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html

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