Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

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Nomen Nescio
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Re: Ist das eine Beschäftigungstherapie?

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 12. Aug 2017, 12:53

Ger9374 hat geschrieben:(12 Aug 2017, 13:48)

Wenn er noch im Kindergarten wäre würden ihn andere Kinder meiden.

aber auch weil er draufschlägt wenn ihm etwas/einer nicht gefällt. belegt !
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Mr President wird gezwungen wieder nach Innen zu schauen

Beitragvon King Kong 2006 » So 13. Aug 2017, 09:01

Zur Zeit hält Twitter-König und TV-Star die Welt außenpolitisch in Atem. Nordkorea-Krise, Atomabkommen mit Iran, Russlandsanktionen, Kriegsdrohung gegen Venezuela, Klimaabkommen, "böse Deutsche" uvm. Die Russlandaffäre kann er damit bedingt aus dem Spotlight holen. Jetzt holt ihn wieder etwas ein, sein Verhältnis zur rechten Wählerschaft. Das sind ja auch seine Leute. Er tut ja alles, um seine Fanboys glücklich zu machen. Auch auf Kosten der USA. Was tut er bei diesem Fall? Tausende Rechte in Randale. Tote Polizisten und Zivilisten.

Das moralische Versagen des US-Präsidenten

Der tödliche Aufmarsch rechtsextremer Gruppen in Virginia schockiert Amerika. Politiker beider großer Parteien zeigen sich entsetzt - auch über die unzureichende Reaktion von US-Präsident Trump.

"Ich gebe die Schuld an vielem, was wir heute in Amerika sehen, dem Weißen Haus und den Leuten um den Präsidenten", klagte Charlottesvilles Bürgermeister Michael Signer. "Ich hoffe, dass er einen Blick in den Spiegel wirft und scharf darüber nachdenkt, mit wem er im Wahlkampf verkehrte."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/c ... 62655.html


Vielleicht gibt es wieder Außenpolitisch jemanden, mit dem er sich anlegen kann, um diese für ihn blöde Situation verblassen zu lassen? :?:

(Vielleich noch kleiner als Russland, noch kleiner als der Iran, noch kleiner als Nordkorea und besser noch kleiner als Venezuela... also jemanden, den er erfolgreich platt machen kann. Kommt gut bei seiner Wählerschaft an! ;) )
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Trump eröffnet eine neue Front? Und hat man ihm schon gesagt, daß er sich auf einer anderen Bühne befindet?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 14. Aug 2017, 06:51

Chinesische Parteizeitung warnt USA vor Handelskrieg

Donald Trump will Untersuchungen gegen Chinas Handelspraktiken einleiten. Peking gibt sich unbeeindruckt - und kündigt Gegenmaßnahmen an: Die Machtverhältnisse in der Weltwirtschaft hätten sich geändert.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 62719.html


Derweil ist es recht aufschlussreich, warum Donald es offenbar ein Genuß ist so eine miese Presse zu haben.

In dem Lied wurde ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Tourismus (einer Unterform kapitalistischen Wirtschaftens) und Atomkrieg hergestellt. Trump hat das in einem Telefongespräch mit dem Gouverneur von Guam aufgegriffen. Die werdende Nuklearmacht Nordkorea hatte mit dem Beschuss der Pazifikinsel gedroht, und Trump fand es angebracht, die Inselbewohner zu trösten, indem er ihnen höhere Einnahmen aus dem Tourismus in Aussicht stellte. Ihre Heimat werde ja nun weltbekannt.

Früher sagte man: Neapel sehen - und dann sterben. Guam wäre eine neue Variante. Und Trump ist sich wirklich für gar nichts zu blöd. Täglich ein Sturzflug. Mal sehen, was heute so kommt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 62713.html


Er verknüpft offenbar schockierende Nachrichten und Entwicklungen mit etwas Positiven. Das kennt man aus der TV-Unterhaltung, da kommt er ja was seinen Bekanntheitsgrad betrifft auch her. Ob das sich eignet auf der diplomatischen und politischen Bühne? Er versteht immer noch nicht, daß da nicht nur applaudierende und johlende Fans sitzen. Er hat jetzt ein viel größeres Publikum, für das er jetzt auch Verantwortung trägt. Für die plattgefahrenen US-Bürger in Charlottesville und auf Guam. Da sind dieses Gequatsche und diese Pointen nicht mehr angebracht.
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Krise als Daseinsberechtigung?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 14. Aug 2017, 16:16

Ganz ohne Zweifel hat man keine einfache Außenpolitik, wenn man sich als Supermacht halten will. Man muß schon überall mitmischen. Das war auch vor Trump so. Aber der Krawallmacher aus dem TV fällt eigentlich nur mit einer Konstanten auf - Krisen.

Der Krisenmacher

Atomkonflikt mit Nordkorea, Rechtsextreme in Virginia - eine internationale, eine nationale Krise. Sie offenbaren die große Schwäche des US-Präsidenten: Donald Trump kann keine Konflikte entschärfen. Er kann nur das Gegenteil.


Der Mann im Weißen Haus eskaliert, wo er nur kann. Er befeuert Konflikte, statt sie einzudämmen.

US-Präsidenten waren und sind ja stets mehr als nur US-Präsidenten. Sie sind internationale Anführer. Sie können weltweit Konflikte befrieden, Menschenleben retten, dem gemeinsamen Fortkommen der Völker dienen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 62792.html


Trump redet die Welt um Kopf und Kragen

Der US-Präsident geriert sich als Kriegstreiber, jedenfalls redet er so daher. Aber wann ist die Masse der hetzenden Wörter so kritisch, dass sie eine atomare Kettenreaktion auslöst?

http://www.sueddeutsche.de/politik/pran ... -1.3627206


Zeitgenossen von Napoleon haben sich schon dahingehend geäußert, daß der Mann gar nicht anders kann als Streit zu suchen und zu fördern. Was für einen anderen Daseinsgrund könne er sonst einfordern? In ruhigen Zeiten, gemessen an seinen Leistungen? Da fällt es leichter von jemanden Farbe bekennen zu fordern. Z.B. mal eine Steuererklärung. Das sind Fakten. Manche können nur im Streit existieren. Oder meinen es zu können. Natürlich sehen das diese Streithansel anders. Leider wäre man ja gezwungen so zu reagieren. Man könne ja gar nicht anders als so zum Wohle aller zu reagieren. Man wolle schon in Frieden leben, aber... leider! :(

Was kann Trump eigentlich bieten, außer immer neue Krisen? Worin ist er gut? Was wäre, wenn es ruhiger wird und der Fokus sich dann klar auf seine Leistungen legen würde? Kann er das überhaupt ertragen? Sein ganzes Leben besteht aus Kampf. Mehr kann er nicht. Das sagt sogar seine aktuelle Frau Melania.

Solche Menschen sind schon als Nachbarn unerträglich. Als Staatsführer? Warm anziehen. Bisher hat Donald in Bezug zur EU, Deutschland, Russland, Verbündeten, nicht-Verbündeten, Iran, Venezuela, Nordkorea, China, dem Klima, Rechtsradikalen, den eigenen Bürgern gegenüber nur Krisen anzubieten. Bloß keine belastbaren Leistungen. Er könnte ja mal mit der Steuererklärung anfangen. Nur, wenn die mal vorliegt, kann er das kaum mit Schreierei kompensieren.

Wenn Napoleon mal nicht unentwegt Krieg geführt hätte (die ihm alle aufgezwungen wurden - natürlich), wenn es stiller um ihn geworden wäre. Woran hätte man ihn dann gemessen? Was hätte er zu bieten? Und wieviel lauter würden dann die Stimmen der anderen geworden sein? Was macht Trump außer Golfen und Twittern eigentlich? Und sich mit allen anzulegen?
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Re: Krise als Daseinsberechtigung?

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 14. Aug 2017, 18:38

King Kong 2006 hat geschrieben:(14 Aug 2017, 17:16)

Zeitgenossen von Napoleon haben sich schon dahingehend geäußert, daß der Mann gar nicht anders kann als Streit zu suchen und zu fördern.

dasselbe schrieb ein bruder friedrichs der großen an ihren anderen bruder über friedrich.
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Re: Krise als Daseinsberechtigung?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 14. Aug 2017, 19:27

Nomen Nescio hat geschrieben:(14 Aug 2017, 19:38)

dasselbe schrieb ein bruder friedrichs der großen an ihren anderen bruder über friedrich.


Viele dieser Staatsführer lebten durch Kampf. Sie fühlten sich stets zu Höherem berufenen. Und allen wurde leider das Kriegführen aufgezwungen. Sie opferten sich sozusagen auf. Sie taten dies und nahmen diese schwere Bürde auf sich. Meinen sie. Das der Krawallmacher Trump eigentlich auch nur so funktioniert hätte auffallen müssen.
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Re: Krise als Daseinsberechtigung?

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 14. Aug 2017, 20:24

King Kong 2006 hat geschrieben:(14 Aug 2017, 20:27)

Viele dieser Staatsführer lebten durch Kampf. Sie fühlten sich stets zu Höherem berufenen. Und allen wurde leider das Kriegführen aufgezwungen. Sie opferten sich sozusagen auf. Sie taten dies und nahmen diese schwere Bürde auf sich. Meinen sie. Das der Krawallmacher Trump eigentlich auch nur so funktioniert hätte auffallen müssen.

o je, als trump noch nicht gewählt war habe ich viele aussagen von bekannten, mitschüler, ja sogar »golffreunde« über ihn gelesen.
ALLE sagen daß trump eines nicht akzeptieren konnte: verlieren. er schummelt bei golf (wie ?); er betrügt in überhaupt welches spiel denn auch. als er noch in der schule war und ein schlag war nicht gut gewesen, nahm er den baseballknüppel und schlug ihn kaputt. ungeachtet ob der sein eigentum war oder nicht.

ein ex-lehrer karakterisierte ihn vllt am besten mit »wenn trump eine gute note hatte, war er nicht zufrieden. er wollte immer der beste sein«.

das erklärt für mich jedenfalls die maßlose übertreibung über die größe der menge als er gewählt wurde. es gibt mir aber auch einsicht in seiner nordkorearethoriek »wie wagst du es zu versuchen stärker/besser zu sein als ich. WHAM«.
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Unbelehrbar?

Beitragvon King Kong 2006 » Di 15. Aug 2017, 09:46

US-Bosse verlassen Trumps Industrierat

Merck, Intel, Under Armour: Nach Donald Trumps zögerlicher Distanzierung von Rechtsextremisten verlassen mehrere Unternehmenschefs seinen Industrierat. Es ist nicht die erste Rücktrittswelle in dem Gremium.

http://m.spiegel.de/wirtschaft/unterneh ... 62873.html


Wird da ein Schiff verlassen? Welche Spitzenberater holt er jetzt? Hat er nicht noch einen Sohn?
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Re: Krise als Daseinsberechtigung?

Beitragvon King Kong 2006 » Di 15. Aug 2017, 12:12

Nomen Nescio hat geschrieben:(14 Aug 2017, 21:24)

o je, als trump noch nicht gewählt war habe ich viele aussagen von bekannten, mitschüler, ja sogar »golffreunde« über ihn gelesen.
ALLE sagen daß trump eines nicht akzeptieren konnte: verlieren. er schummelt bei golf (wie ?); er betrügt in überhaupt welches spiel denn auch. als er noch in der schule war und ein schlag war nicht gut gewesen, nahm er den baseballknüppel und schlug ihn kaputt. ungeachtet ob der sein eigentum war oder nicht.

ein ex-lehrer karakterisierte ihn vllt am besten mit »wenn trump eine gute note hatte, war er nicht zufrieden. er wollte immer der beste sein«.

das erklärt für mich jedenfalls die maßlose übertreibung über die größe der menge als er gewählt wurde. es gibt mir aber auch einsicht in seiner nordkorearethoriek »wie wagst du es zu versuchen stärker/besser zu sein als ich. WHAM«.


Die Geschichte lehrt, daß man nicht zuviele Fässer aufmachen darf. Trump kann vielleicht auf dem Schulhof oder auf dem Golfplatz oder TV-Star jeden anrempeln. Aber auf dem Parkett der Internationalen Politik sollte man vorsichtig sein. In der Pipeline stehen für Trump mittlerweile zuviele. Russland, China, Iran, die EU, Deutschland, Nordkorea, Venezuela, US-Wirtschaftsbosse, die Linken, ein großer Teil der eigenen Bevölkerung, die Lügenpresse, die Muslime, das Klima (für einige Mitarbeiter von Trump auch "die Juden") usw. Ich bezweifle, daß man da noch konstruktive Politik betreiben kann. Spätestens gegen die Natur kann man nur verlieren.
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Trump gehen die Beratergremien flöten

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 16. Aug 2017, 19:48

Aus für Trumps Beratergremien

Donald Trumps fatale Reaktion auf die rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville hat Folgen: Weil Wirtschaftsexperten aus Protest ihre Beteiligung an Beratergremien aufgeben wollten, löste der Präsident nun zwei dieser Foren auf.


"Vielen Dank an alle", heißt es knapp am Ende der Nachricht. Er habe die Arbeit des Strategieforums (Strategic and Policy Forum) und des Industrierates (Manufacturing Council) beendet.


Nach Trumps Ankündigung gab der Dollar nach, die Wall Street gab Teile ihrer Kursgewinne ab.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/c ... 63205.html


TV-Star Trump will nur dem Kollaps der Gremien entgegenwirken. Eines der Gremien soll bereits selbst die Auflösung beschlossen haben. Neben den bekannten Konzern-Chefs war es auch Musk von Tesla, schon wegen der Kündigung des Pariser Abkommens.

Es ist zu befürchten, daß das die Expertisen von Trump nicht besser machen. In so eine TV-Jury kann er sich noch ein paar Clowns neben sich setzen. Für ein Land der USA und dem Rest der Welt ist es von Bedeutung, wen er sich jetzt holt. Vermutlich "vertrauenswürdigere" Leute, die ihn in seinem epischen Kampf nicht verraten. Also Duckmäuser und Idioten. Also, Trumpisten. Die glänzen mit allem anderen als mit Professionalität.
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Adam Smith
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Re: Trump gehen die Beratergremien flöten

Beitragvon Adam Smith » Mi 16. Aug 2017, 20:38

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Aug 2017, 20:48)

Es ist zu befürchten, daß das die Expertisen von Trump nicht besser machen. In so eine TV-Jury kann er sich noch ein paar Clowns neben sich setzen. Für ein Land der USA und dem Rest der Welt ist es von Bedeutung, wen er sich jetzt holt. Vermutlich "vertrauenswürdigere" Leute, die ihn in seinem epischen Kampf nicht verraten. Also Duckmäuser und Idioten. Also, Trumpisten. Die glänzen mit allem anderen als mit Professionalität.


Da die USA ein kapitalistisches Land sind ist das im Grunde fast egal. Abgesehen jetzt von der Staatsverschuldung und da sieht es ganz gut aus. Die sinkt sogar.

https://de.statista.com/statistik/daten ... natswerte/
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Re: Krise als Daseinsberechtigung?

Beitragvon sünnerklaas » Mi 16. Aug 2017, 20:51

King Kong 2006 hat geschrieben:(15 Aug 2017, 13:12)

Die Geschichte lehrt, daß man nicht zuviele Fässer aufmachen darf. Trump kann vielleicht auf dem Schulhof oder auf dem Golfplatz oder TV-Star jeden anrempeln. Aber auf dem Parkett der Internationalen Politik sollte man vorsichtig sein. In der Pipeline stehen für Trump mittlerweile zuviele. Russland, China, Iran, die EU, Deutschland, Nordkorea, Venezuela, US-Wirtschaftsbosse, die Linken, ein großer Teil der eigenen Bevölkerung, die Lügenpresse, die Muslime, das Klima (für einige Mitarbeiter von Trump auch "die Juden") usw. Ich bezweifle, daß man da noch konstruktive Politik betreiben kann. Spätestens gegen die Natur kann man nur verlieren.


Er und/oder seine Anhänger können nur verlieren. Aber eines dürfte schon jetzt feststehen: sie werden sich als Opfer präsentieren. An den Dolchstoßlegenden dürfte schon jetzt gestrickt werden.
Ich befürchte, aber, dass die gesellschaftliche Spaltung in den USA bereits so tief ist, dass es da sehr schwere, möglicherweise sogar bewaffnete Konflikte geben wird und es das Land am Ende so zerreißt, dass die USA am Ende implodieren.
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Re: Trump gehen die Beratergremien flöten

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 16. Aug 2017, 20:51

Adam Smith hat geschrieben:(16 Aug 2017, 21:38)

Da die USA ein kapitalistisches Land sind ist das im Grunde fast egal. Abgesehen jetzt von der Staatsverschuldung und da sieht es ganz gut aus. Die sinkt sogar.

https://de.statista.com/statistik/daten ... natswerte/


Was ist egal? Die US-Politik der Trump-Administration?
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Re: Trump gehen die Beratergremien flöten

Beitragvon Adam Smith » Mi 16. Aug 2017, 20:57

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Aug 2017, 21:51)

Was ist egal? Die US-Politik der Trump-Administration?


Fast egal. Ein Bündnis mit dem IS wäre jetzt nicht gut. Ansonsten sind die US-Unternehmen viel wichtiger.
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Re: Trump gehen die Beratergremien flöten

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 16. Aug 2017, 20:58

Adam Smith hat geschrieben:(16 Aug 2017, 21:38)

Da die USA ein kapitalistisches Land sind ist das im Grunde fast egal. Abgesehen jetzt von der Staatsverschuldung und da sieht es ganz gut aus. Die sinkt sogar.

https://de.statista.com/statistik/daten ... natswerte/

ich fürchte daß wenn trump gefolgt wird (steuer für die reichen nach unten und militärische ausgaben nach oben) daß die verschuldung - wie scheinbar üblich unter rep. präsidenten - wieder steigen wird
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Re: Trump gehen die Beratergremien flöten

Beitragvon Adam Smith » Mi 16. Aug 2017, 21:02

Nomen Nescio hat geschrieben:(16 Aug 2017, 21:58)

ich fürchte daß wenn trump gefolgt wird (steuer für die reichen nach unten und militärische ausgaben nach oben) daß die verschuldung - wie scheinbar üblich unter rep. präsidenten - wieder steigen wird

Das wäre schlecht. Vielleicht sollte so etwas verboten werden.
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Re: Trump gehen die Beratergremien flöten

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 16. Aug 2017, 21:11

Adam Smith hat geschrieben:(16 Aug 2017, 22:02)

Das wäre schlecht. Vielleicht sollte so etwas verboten werden.

du wußtest doch was sein programm enthält ?
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Re: Trump gehen die Beratergremien flöten

Beitragvon Adam Smith » Mi 16. Aug 2017, 21:27

Nomen Nescio hat geschrieben:(16 Aug 2017, 22:11)

du wußtest doch was sein programm enthält ?

Das Programm von Hillary war schlimmer.
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Re: Trump gehen die Beratergremien flöten

Beitragvon King Kong 2006 » Do 17. Aug 2017, 06:57

Adam Smith hat geschrieben:(16 Aug 2017, 21:57)

Fast egal. Ein Bündnis mit dem IS wäre jetzt nicht gut. Ansonsten sind die US-Unternehmen viel wichtiger.


Ich glaube ganz und gar nicht, daß die Politik einer US-Regierung egal ist.
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Re: Trump gehen die Beratergremien flöten

Beitragvon Adam Smith » Do 17. Aug 2017, 07:09

King Kong 2006 hat geschrieben:(17 Aug 2017, 07:57)

Ich glaube ganz und gar nicht, daß die Politik einer US-Regierung egal ist.

In Bezug auf einige wenige Ausnahmen ist die Politik nicht egal.

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