Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Di 14. Feb 2017, 09:48

Sicherheitsberater Flynn muß aus dem Kompetenzteam gehen. Seine Kontakte zu Moskau stehen im Weg.

Umstrittene Kontakte mit Moskau

Trumps Sicherheitsberater Flynn tritt zurück

Donald Trump verliert das erste wichtige Mitglied seiner Regierung: Der Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn tritt zurück. Er war wegen umstrittener Kontakte mit Moskau heftig in die Kritik geraten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 34454.html


Nicht nur er, sondern auch sein Sohn waren wohl auch irgendwie in der Pizzagate-Verschwörung involviert. Paranoia ist da wohl erblich. Hoffentlich nehmen sie ihre Aluhüte mit.

Putin kann das nicht freuen, wenn Washington professioneller wird. ;)
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Di 14. Feb 2017, 23:14

Trump holt die Realpolitik ein.

Sanktionen gegen Russland

Trump fordert Rückgabe der Krim an die Ukraine

Klare Ansage an Moskau: Der US-Präsident will, dass die annektierte Krim an die Ukraine zurückgeht. In Russland schwindet die Hoffnung auf ein Ende der Sanktionen - die Aufregung ist groß.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 34627.html
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » So 19. Feb 2017, 14:31

Trump greift wieder in die Internationale Politik ein. Mit alternativen Fakten.

Entsetzen über Trump-Äußerung

„Schweden? Terrorangriff? Was hat er geraucht?“

„Schaut Euch an, was gestern Abend in Schweden passiert ist“, rief Donald Trump am Samstag zu seinen Anhängern – und meinte offensichtlich einen Terroranschlag. Aber den hat es nicht gegeben. Die Schweden reagieren auf ihre eigene Weise.

http://www.faz.net/aktuell/politik/trum ... 85614.html


Ein echter Luegenbaron? Oder typisch Aluhut-News? NWO.

Trump im Paralleluniversum

Verschwörungstheoretiker-in-Chief

Die Lösung aller Probleme ist für Verschwörungstheoretiker ganz einfach, denn verursacht haben diese böse, mächtige Strippenzieher. Denen muss man nur das Handwerk legen. Was aber tun, wenn man selbst der mächtigste Mann der Welt ist?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 35126.html


Trump hat jetzt nicht mehr den Luxus wirre Anschuldigungen loszufeuern. Er ist jetzt genau da, wo Alu-Hut Experten ein großes Zentrum von was auch immer vermuten. Er ist Es jetzt selber.

"Der Kongress wird Russland in den Arsch treten"

Der US-Republikaner Lindsey Graham ist einer der schärfsten Kritiker Donald Trumps - und Russlands: Dem Kreml drohte der einflussreiche Senator nun mit drastischen Worten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 35290.html


Trump muss jetzt liefern. Opposition und Herumschreien ist vorbei. Vermutlich wird er die Dolchstosslegende aus dem Ärmel ziehen. Er wollte ja die USA retten. Aber "alle", also die Presse, Muslime, zahlungsunwillige Mexikaner, die Klimalüge, Demokraten, Republikaner, Chemtrails, Russland, Nazis, China, CIA, der Iran, Merkel und geheime Kräfte, die eigentlich verbündet sind oder selbst Marionetten von etwas sind, die wiederum Marionetten in echt, von was anderem sind, haben den Messias Donald T. davon abgehalten. Ganz einfach. Nachzulesen auf den jeweiligen Seiten von Alu-Hut Trägern ihres Vertrauens. Mit den echten alternativen Fakten. :thumbup:
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon apartofme » So 19. Feb 2017, 16:22

Naja. Es ist ja durchaus statistisch messbar, dass Pax Americana weitaus weniger Leichen zu Tage fördert, als Multipolarismus, auch wenn Letzteres irgendwie intuitiv 'gerechter' erscheinen mag.

https://ourworldindata.org/wp-content/u ... Brecke.png
https://ourworldindata.org/wp-content/u ... y-type.png
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » So 19. Feb 2017, 18:56

apartofme hat geschrieben:(19 Feb 2017, 16:22)

Naja. Es ist ja durchaus statistisch messbar, dass Pax Americana weitaus weniger Leichen zu Tage fördert, als Multipolarismus, auch wenn Letzteres irgendwie intuitiv 'gerechter' erscheinen mag.

https://ourworldindata.org/wp-content/u ... Brecke.png
https://ourworldindata.org/wp-content/u ... y-type.png


Eine Möglichkeit dies so zu interpretieren. Das Gleichgewicht des Schreckens Griff zu dieser Zeit. Das war sozusagen zumindest bipolar. Bush beschwor den Unilaterialismus, also Pax Americana. Das Ergebnis in diesem Vakuum als nur die USA handlungsfähig waren, waren mehrere Kriege. Bis heute. Sicher kann man sagen, das die USA ein angenehmeres Imperium/Hegemon sind als die Mongolen. Römer, Achaemeniden und die USA versuchten zumindest in brutaler Konsequenz sowas wie technologischen Fortschritt und kulturelle Freizügigkeit mit zu verbreiten.

Was die KIA, die Toten in Kriegen betrifft, die nehmen aus technologischen Gründen ab.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon apartofme » Di 21. Feb 2017, 15:23

King Kong 2006 hat geschrieben:(19 Feb 2017, 18:56)

Eine Möglichkeit dies so zu interpretieren. Das Gleichgewicht des Schreckens Griff zu dieser Zeit. Das war sozusagen zumindest bipolar. Bush beschwor den Unilaterialismus, also Pax Americana. Das Ergebnis in diesem Vakuum als nur die USA handlungsfähig waren, waren mehrere Kriege.

Im Kalten Krieg gab es weit mehr Kriegstote (Korea, Vietnam, Afghanistan, 1. GK). Außerdem stand die Welt am Rande eines nuklearen Konflikts.

Gegen Ende des Kalten Krieges ist die Zahl der Toten rapide zurückgegangen weil die Konfliktintensität extrem abnahm.

Was die KIA, die Toten in Kriegen betrifft, die nehmen aus technologischen Gründen ab.

Die nehmen doch nicht aus technologischen Gründen ab. Die nehmen ab, weil wir schon lange keinen symmetrischen Krieg mehr hatten. Würde im 21. Jahrhundert ein symmetrischer Krieg stattfinden - selbst ohne den Einsatz von Atomwaffen - dann sähe das ganz anders aus.

Wir können ja auch sehen, dass es in den symmetrischen Kriegen auch am Ende des 20. Jahrhunderts (z.B. Iran-Irak-Krieg) durchaus viele Kriegstote gab.

Man muss sich jetzt die Frage stellen, ob die Rückkehr in eine multipolare Welt, wie sie uns bevorzustehen droht, unter Umständen wieder dazu führen könnte, dass zwischen diesen Großmächten Kriege ausbrechen. Ich persönlich denke, dass dieses Szenario nicht so unwahrscheinliich ist. Konsequenterweise denke ich, die USA sollten ihre Stellung als hegemoniale Weltmacht wenigstens so lange behalten, bis es Aussicht auf eine effektive Reform der Vereinten Nationen gibt.

Auch die (insbesondere jüngst diskutierten) Bemühungen der Europäischen Union, sich von den Vereinigten Staaten "abzunabeln" sehe ich aus dieser Perspektive als äußerst blauäugig an.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Di 21. Feb 2017, 15:55

apartofme hat geschrieben:(21 Feb 2017, 15:23)

Im Kalten Krieg gab es weit mehr Kriegstote (Korea, Vietnam, Afghanistan, 1. GK). Außerdem stand die Welt am Rande eines nuklearen Konflikts.

Gegen Ende des Kalten Krieges ist die Zahl der Toten rapide zurückgegangen weil die Konfliktintensität extrem abnahm.


Die nehmen doch nicht aus technologischen Gründen ab. Die nehmen ab, weil wir schon lange keinen symmetrischen Krieg mehr hatten. Würde im 21. Jahrhundert ein symmetrischer Krieg stattfinden - selbst ohne den Einsatz von Atomwaffen - dann sähe das ganz anders aus.

Wir können ja auch sehen, dass es in den symmetrischen Kriegen auch am Ende des 20. Jahrhunderts (z.B. Iran-Irak-Krieg) durchaus viele Kriegstote gab.

Man muss sich jetzt die Frage stellen, ob die Rückkehr in eine multipolare Welt, wie sie uns bevorzustehen droht, unter Umständen wieder dazu führen könnte, dass zwischen diesen Großmächten Kriege ausbrechen. Ich persönlich denke, dass dieses Szenario nicht so unwahrscheinliich ist. Konsequenterweise denke ich, die USA sollten ihre Stellung als hegemoniale Weltmacht wenigstens so lange behalten, bis es Aussicht auf eine effektive Reform der Vereinten Nationen gibt.

Auch die (insbesondere jüngst diskutierten) Bemühungen der Europäischen Union, sich von den Vereinigten Staaten "abzunabeln" sehe ich aus dieser Perspektive als äußerst blauäugig an.


Ab wann fängt die sogenannte pax americana denn deiner Meinung nach an?

Ich meine schon, daß die Militärtechnik der letzten Jahrzehnte ein gerütteltes Maß daran hat, daß es weniger Kriegstote gibt. Sie beeinflußt auch die Militärstrategie (z.B. auch einfließend in symmetrisch/asymmetrisch). Z.B. zur Zeit der Vorderlader war man gezwungen bestimmte Militärstrategien zu verfolgen. Mit riesigen Verlustzahlen in Schlachten. Teilweise Ausfällen von bis zu 40 % der eingesetzten Soldaten in einer Schlacht.

Wie sollte sich die UN reformieren? Sie wird nie genügend Kompetenzen bekommen Kriege aufzuhalten oder zu beenden. Sieht man an der Hegemonialstellung der USA unter G.W.Bush. Also, der pax americana. Selbst mit erfundenen Beweisen wurde gearbeitet um Kriege beginnen zu können. Mit gewaltigen Folgen, die bis heute andauern, auch der Flüchtlingsbewegung nach Deutschland/Europa.

Europa wird jetzt automatisch mehr Verantwortung übernehmen. Ob die Transatlantik der letzten Jahrzehnte in der Form weiter existiert ist die Frage. Alleine der Austritt GB´s ist signifikant. Und Trump ist eher ein Symptom. Auch, wenn er nach 4 oder 8 Jahren wieder geht, die Zeiten ändern sich.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Unité 1 » Di 21. Feb 2017, 16:24

apartofme hat geschrieben:(21 Feb 2017, 15:23)

Die nehmen doch nicht aus technologischen Gründen ab. Die nehmen ab, weil wir schon lange keinen symmetrischen Krieg mehr hatten. Würde im 21. Jahrhundert ein symmetrischer Krieg stattfinden - selbst ohne den Einsatz von Atomwaffen - dann sähe das ganz anders aus.
Dafür spricht auch die deutliche Umkehrung des Opferverhältnisses zivil-militärisch. Schätzungen reichen da von der Umkehrung des Verhältnisses von 1 (zivil) : 20 (Soldaten) zu 20:1 bzw. 1:8 zu 8:1 vom 1.WK im Vergleich zu heute. Bei aufeinander treffenden Armeen in Linienformation wäre das nicht möglich.
Das widerspricht aber deinem ersten Link (oder ich kann die Grafik nicht richtig lesen), was zur Frage nach Definitionen von Konflikt&Krieg, zivil&miltärisch bzw. zur Schwierigkeit der Erstellungen solcher Statistiken führt.

Man muss sich jetzt die Frage stellen, ob die Rückkehr in eine multipolare Welt, wie sie uns bevorzustehen droht, unter Umständen wieder dazu führen könnte, dass zwischen diesen Großmächten Kriege ausbrechen. Ich persönlich denke, dass dieses Szenario nicht so unwahrscheinlich ist. Konsequenterweise denke ich, die USA sollten ihre Stellung als hegemoniale Weltmacht wenigstens so lange behalten, bis es Aussicht auf eine effektive Reform der Vereinten Nationen gibt.

Nun, wenn deine Perspektive sich auf eine effektive Reform der Vereinten Nationen richtet, dann ist der Wunsch nach einer weiter währenden Hegemonie der USA gar nich mal so konsequent.
Insbesondere unter der Bush-Administration wurden die Vereinten Nationen massiv unter Beschuss genommen, internationale Abkommen sabotiert, die UNO als obsolet und irrelevant abgetan (mit einer tatsächlichen Bedeutungslosigkeit in der Folge) und Reformbemühungen unterbunden. Wobei ich vermute, dass das mehr mit dem Denken nach dem Ende des Kalten Kriegs - das Ende der Geschichte mal auf die Weise wörtlich genommen - zu tun hat als mit Bush und dessen Ansichten. Auch unter dessen Nachfolger wurden keine Anstrengungen unternommen, eine andere Strategie zu verfolgen (oder aber das ist unter meinem Radar erfolgt), weshalb ich von einem Paradigmenwechsel ausgehe.
Mit anderen Worten: Unter einer hegemonialen USA wird es keine effektive Reform der Vereinten Nationen geben. Ich tippe noch nicht mal auf ein Reförmchen, also ohne Reform des Sicherheitsrates und der Vetoausstattung ihrer ständigen Mitglieder. Wobei die anderen vier auch kein Interesse an einer solchen Reform haben werden. Eine effektive Reform der UNO wird nur möglich sein, falls eine hegemoniale USA soviele Zugeständnisse an die ständigen Sicherheitsratsmitglieder macht, dass nach Abschluss einer effektiven Reform eine multipolare Welt entsteht bzw. gefestigt wird.

Gibt es Aussicht auf eine effektive Reform der Vereinten Nationen, dass haben die USA ihre Stellung als hegemoniale Weltmacht bereits verloren. ;)
Wollte ich erst schreiben, bis mir auffiel, dass wohl das Gegenteil der Fall ist, da ich dann nichts sehe, was als Verhandlungsmasse für das Veto gelten könnte. Bisher können sich die P5 mit Sicherheitsinteressen rausreden, in einer multipolaren Welt ist das Veto hingegen eine Offensivoption.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon apartofme » Di 21. Feb 2017, 19:25

King Kong 2006 hat geschrieben:(21 Feb 2017, 15:55)

Ab wann fängt die sogenannte pax americana denn deiner Meinung nach an?

Um 1990.

Pax Americana beginnt nicht mit GW Bush. Das Bush-Lager verfolgt die Ideologie, Pax Americana unter allen Umständen zu erhalten. In diesem Kontext ist auch der Irak-Krieg zu sehen. Geopolitik ist aber nicht vermittelbar. Daher auch die WMD-Lüge.

Inwiefern Irak und auch Syrien in diesem Kontext wirklich Fehlschläge waren, muss auch erstmal diskutiert werden, auch wenn's zynisch klingt.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon apartofme » Di 21. Feb 2017, 19:41

Unité 1 hat geschrieben:(21 Feb 2017, 16:24)

Dafür spricht auch die deutliche Umkehrung des Opferverhältnisses zivil-militärisch. Schätzungen reichen da von der Umkehrung des Verhältnisses von 1 (zivil) : 20 (Soldaten) zu 20:1 bzw. 1:8 zu 8:1 vom 1.WK im Vergleich zu heute. Bei aufeinander treffenden Armeen in Linienformation wäre das nicht möglich.
Das widerspricht aber deinem ersten Link (oder ich kann die Grafik nicht richtig lesen), was zur Frage nach Definitionen von Konflikt&Krieg, zivil&miltärisch bzw. zur Schwierigkeit der Erstellungen solcher Statistiken führt.

Ich denke das Verhältnis bezieht sich in den jeweiligen Statistiken nicht auf die Gesamtheit der Konflikte, sondern geht exemplarisch von einem bestimmten Konflikt aus. Bei der Graik außerdem zu beachten ist die Logarithmische Skala (!). Außerdem gehen die Daten teilweise nur bis 2000.

Nun, wenn deine Perspektive sich auf eine effektive Reform der Vereinten Nationen richtet, dann ist der Wunsch nach einer weiter währenden Hegemonie der USA gar nich mal so konsequent.
Insbesondere unter der Bush-Administration wurden die Vereinten Nationen massiv unter Beschuss genommen, internationale Abkommen sabotiert, die UNO als obsolet und irrelevant abgetan (mit einer tatsächlichen Bedeutungslosigkeit in der Folge) und Reformbemühungen unterbunden. Wobei ich vermute, dass das mehr mit dem Denken nach dem Ende des Kalten Kriegs - das Ende der Geschichte mal auf die Weise wörtlich genommen - zu tun hat als mit Bush und dessen Ansichten. Auch unter dessen Nachfolger wurden keine Anstrengungen unternommen, eine andere Strategie zu verfolgen (oder aber das ist unter meinem Radar erfolgt), weshalb ich von einem Paradigmenwechsel ausgehe.
Mit anderen Worten: Unter einer hegemonialen USA wird es keine effektive Reform der Vereinten Nationen geben. Ich tippe noch nicht mal auf ein Reförmchen, also ohne Reform des Sicherheitsrates und der Vetoausstattung ihrer ständigen Mitglieder. Wobei die anderen vier auch kein Interesse an einer solchen Reform haben werden. Eine effektive Reform der UNO wird nur möglich sein, falls eine hegemoniale USA soviele Zugeständnisse an die ständigen Sicherheitsratsmitglieder macht, dass nach Abschluss einer effektiven Reform eine multipolare Welt entsteht bzw. gefestigt wird.

Gibt es Aussicht auf eine effektive Reform der Vereinten Nationen, dass haben die USA ihre Stellung als hegemoniale Weltmacht bereits verloren. ;)
Wollte ich erst schreiben, bis mir auffiel, dass wohl das Gegenteil der Fall ist, da ich dann nichts sehe, was als Verhandlungsmasse für das Veto gelten könnte. Bisher können sich die P5 mit Sicherheitsinteressen rausreden, in einer multipolaren Welt ist das Veto hingegen eine Offensivoption.

Das ist eine ziemlich schwierige Frage. Den Vereinten Nationen kann eigentlich nur dann eine effektive Rolle bei der globalen Konfliktbewältigung zukommen, wenn sie konsequent mit dem Primat der endgültigen Souveränität der Machtblöcke bricht und damit dann auch das Vetorecht fällt. Davon sind wir noch eine Weile entfernt. Letztendlich ist das eine Sache, die bestenfalls über globale Bevölkerungsmehrheiten legitimiert werden muss. Ich bin auch mit Konzepten zur Reformation der UN nicht so wunderbar vertraut.

Aus amerikanischer Perspektive eine Unterordnung unter den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen anzustreben scheint auch mir zu diesem Zeitpunkt (jedenfalls wenn man von der Annahme ausgeht, dass Multipolarität die Konfliktwahrscheinilchkeit erhöht) nicht unbedingt der weiseste Weg zu sein, denn damit könnten gerade die verbliebenen Vetomächte gestärkt werden.

Der Einwand ist sicherlich auch berechtigt, dass eine USA, sofern sie ihren Status als Weltmacht behalten, hier auch in Zukunft zu keinen Zugeständnissen bereit wären. Damit ergäbe sich dann mehr oder weniger ein Dilemma.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 25. Feb 2017, 12:06

Alternative Fakten = Fake News = Propaganda

Die Profitruppe um Trump arbeitet eng mit ausgewählten Experten international zusammen. Trump sprach ja neulich von Geschehnissen in Schweden, die von niemanden sonst nachzuvollziehen waren. Um die Kompetenz der Trump-Truppe herauszustreichen wurde jetzt dazu noch einmal ein schwedischer Verteidigungs- und Sicherheitsberater eingeladen. Das Problem ist aber, daß in Schweden dieser Mann in dieser Funktion nicht bekannt ist und er auch gar nicht mehr in Schweden lebt.

Bericht über Schweden

Fox News präsentiert Fake-Sicherheitsberater

Was ist los in Schweden? Trumps Lieblingssender Fox News lud zum Thema einen "schwedischen Verteidigungs- und Sicherheitsberater" ein. Aber in seiner Heimat kennt man den offenbar wegen Gewalttaten verurteilten Mann nicht als Experten.


Johan Wiktorin, früherer Verteidigungsanalyst beim Nachrichtendienst des schwedischen Militärs, erklärte, Nils Bildt sei in Schweden nicht bekannt als Experte für nationale Sicherheit. Die Darstellung Schwedens als Problemland in den amerikanischen Medien sei ein verstörender Trend, so Wiktorin gegenüber schwedischen Medien weiter.


Nach Recherchen der Zeitung "Dagens Nyheter" ist Bildt selbst ein verurteilter Gewalttäter. Dem Bericht zufolge wurde Bildt im Juni 2014 in Virginia festgenommen, nachdem er Ordnungskräfte angegriffen hatte. Im November desselben Jahres wurde Bildt demnach zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt. Laut "Dagens Nyheter" erklärte Bildt gegenüber der Zeitung per Mail, er könne sich zu den Anschuldigungen nicht äußern, da er davon nichts wisse.

Unterschiedlichen Berichten zufolge soll Nils Bildt 1994 aus Schweden ausgewandert sein, damals hieß er noch Nils Tolling.


Hm, ausgerechnet eine Vorzeigeland Europas, Schweden, gilt manchen Kreisen in den USA als Dorn im Auge...?

Dass Schweden in rechten und konservativen Kreisen in den USA als Schreckensbild gilt, hat bereits jahrzehntelange Tradition.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 36272.html


Tja, daß Washington, den USA, insbesondere Trump "Problemstaaten" in Europa lieber wären, da sie "ansprechbarer" sind, ist aus machtpolitischen Aspekten völlig klar. Gilt auch für Nahost oder Südamerika. Trump sagte ja schon, daß er lieber mit "einzelnen" Staaten verhandeln wolle, denn mit einem Schrank wie der EU. Das ist ein ganz anderer Gesprächspartner größeren Kalibers. Trump, wie Putin wollen natürlich die EU als Faktor "dekonstruieren". Jeder auf seine Art und Weise. Zwar hat Trump jetzt noch einmal gesagt, er liebe die EU, aber was er gestern, heute und morgen sagt... Unberechenbar.

Das mit Schweden heißt im Neusprech "Alternative Fakten". Ich halte das für gefährlich. Man sollte es so nennen, wie man es vorher nannte. Propaganda. Sonst wird Propaganda in verniedlichter Form gesellschaftsfähig. Trump hat auch kulturell einen zersetzenden Einfluß.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Di 28. Feb 2017, 23:37

Ahmadinejad, der sich nicht hinter Bush, Netanjahu, Putin, Kim und Erdogan an Eloquenz und Stilsicherheit verstecken braucht schreibt dem TV-Star und Geschäftsmann Trump. Ahmadinejad, dessen lange, vielgedeutete und interpretierte Reden, hat Donald in einem 3500 Wörter langen Brief seine Bedenken geäußert. Dabei stellt er sich in die besorgte Reihe mit G.W.Bush, der jüngst Trump erklären mußte, daß die Presse dazu da ist solche Leute wie ihn oder Donald zur Verantwortung zu ziehen.

Ob der Twitter-Präsident einen 3500 Wörter Brief vom Dr. Ahmadinejad verarbeiten kann ist zu bezweifeln.

Im wesentlichen geht er darum, die die heutige USA "allen" gehöre. :D

Trump and Ahmadinejad: A tale of two fantasists

Donald Trump and former Iranian President Mahmoud Ahmadinejad have plenty in common — including a propensity for outlandish claims and bombastic speeches that veer into messianism.


Similarly, both presidents may rely heavily for their policies and ideas on rather mysterious, nationalistic, and possibly sinister grey eminences determined to take on their respective ruling “establishments.” In Ahmadinejad’s case, it was Esfandiar Rahim Mashaei; in Trump’s, Breitbart’s Stephen Bannon.

https://972mag.com/trump-and-ahmadineja ... ts/124894/


Die beiden haben lt. diesem Artikel so einiges gemeinsam. Aus psychologischer Sicht. Mahmud weißt noch einmal darauf hin, daß eine vierjährige Legislaturperiode schnell endet. Allerdings ist es im Gegensatz zur Kanzlerschaft in Deutschland so, daß in den USA und im Iran definitiv nach 8 Jahren, zwei Legislaturperioden Schluß ist. Solche Dauerkanzlerschaften wie bei Kohl und Merkel würden nicht funktionieren.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Di 28. Feb 2017, 23:56

Offenbar hat Trump den Brief von Ahmadinejad ernst genommen. Schon wieder bricht Trump mit einem Wahlversprechen.

Trump gibt sich kompromissbereit

Erst hatte US-Präsident Trump mögliche Abschiebungen von Einwanderern ausweiten wollen, jetzt rudert er Medienberichten zufolge zurück: Diejenigen, die friedlich in den Vereinigten Staaten leben, sollen bleiben dürfen.


Er ist falsch verstanden worden.

Am Dienstagvormittag hatte Trump in einem Fox-Interview Schwächen bei der Kommunikation seiner Pläne zur Grenzsicherung nach Mexiko eingeräumt. "Wir wollen die Bösen draußen haben", sagte Trump zu den Mauerplänen an der Grenze zu Mexiko. Das sei in der Wahrnehmung zu kurz gekommen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 36765.html


Ja, total ätzend. Welcher große Staatsmann ist nicht falsch verstanden oder interpretiert worden? So sind die Volksfeinde, also die Presse (O-Ton Trump).
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Di 7. Mär 2017, 14:21

Trump versuchts. Teile und herrsche.

Trick gekontert.

Bundesregierung lässt Trump-Berater abblitzen

Hier sind Sie falsch, bitte wenden Sie sich an die EU! Die Bundesregierung hat einen US-Vorschlag zu bilateralen Handelsgesprächen klar abgelehnt - inklusive Seitenhieb auf die amerikanische Wirtschaft.

http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-1137646.html
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » So 12. Mär 2017, 12:53

Trump arbeitet als erfahrener TV-Star und Kämpfer gegen von Rotchinesen erfundenen Verschwörungstheorien, wie den Klimawandel weiter an der nationalen Sicherheit. Fragt sich nur mit welchem Ergebnis.

Offener Brief an US-Präsidenten

Außenpolitiker, Militärs und Diplomaten verurteilen Trumps neues Einreise-Dekret

Sein Einreisedekret hat Donald Trump überarbeitet - doch auch die neue Version sorgt für Kritik. Jetzt haben sich mehr als 130 US-Außenpolitik-Experten gegen die Pläne der Regierung gewandt - sie sei eine "Gefahr für die nationale Sicherheit".

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 38392.html


Ein anderer Meister seines Faches, G.W.Bush (der wiederum Trump jüngst belehrte) bekam solche Post von aktiven, wie zurückgetretenen Militärs und Diplomaten praktisch monatlich.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 18. Mär 2017, 00:32

Welche Rolle spielt eigentlich die Tochter Ivanka? Wieso sitzt sie neben der dt. Bundeskanzlerin bei einem offiziellen politischen Treffen? Ist das üblich? Hat das etwas mit Dynastie zu tun? Was sind das für Verpflechtungen? Aus dem Weißen Haus kam ja sogar Werbung für ihre Schmuckkollektion, die man unbedingt kaufen sollte. Vermutlich ist das der angekündigte Kampf gegen das Establishment auf Trump-Art.

Neben Merkel wurde Donald Trumps Tochter Ivanka platziert.

http://www.spiegel.de/fotostrecke/trump ... 930-4.html
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Adam Smith » Sa 18. Mär 2017, 00:44

King Kong 2006 hat geschrieben:(18 Mar 2017, 00:32)

Welche Rolle spielt eigentlich die Tochter Ivanka? Wieso sitzt sie neben der dt. Bundeskanzlerin bei einem offiziellen politischen Treffen? Ist das üblich? Hat das etwas mit Dynastie zu tun? Was sind das für Verpflechtungen? Aus dem Weißen Haus kam ja sogar Werbung für ihre Schmuckkollektion, die man unbedingt kaufen sollte. Vermutlich ist das der angekündigte Kampf gegen das Establishment auf Trump-Art.

Neben Merkel wurde Donald Trumps Tochter Ivanka platziert.

http://www.spiegel.de/fotostrecke/trump ... 930-4.html


Merkel schaut dumm aus der Wäsche und denkt an das Lügenprogramm mit Erdogan.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 18. Mär 2017, 00:55

Adam Smith hat geschrieben:(18 Mar 2017, 00:44)

Merkel schaut dumm aus der Wäsche und denkt an das Lügenprogramm mit Erdogan.


Zumal fehlt Melania Trump völlig. Jedenfalls nehme ich sie nicht wahr. Normalerweise besuchen die Präsidentengattinnen Behindertenheime, küssen Kleinkinder loben Afro-Amerikaner die es auf die Uni geschafft haben. Nichts davon macht Melanie. Zumal es sicher auch nicht glaubhaft wäre, wenn jemand aus dem Trump Haus Charity macht und sich für diese Leute interessiert.

Konkurrenzkampf, Eifersucht oder doch nur heiße Luft? Die Internetgemeinde spekuliert wieder einmal über die Beziehung von Ivanka und Melania Trump. Anlass ist ein Foto einer Veranstaltung im Weißen Haus am Internationalen Frauentag.

Ivanka Trump stand schon einmal unter Verdacht, Melania als First Lady zu ersetzen. Denn im Wahlkampf und auch im Weißen Haus war sie zeitweise viel häufiger zu sehen als die First Lady. Das wies Ivanka allerdings in einem Interview zurück und lobte ihre Stiefmutter in den höchsten Tönen. Ein neues Bild gibt abermals Anlass zu Spekulationen.

Die First Lady hatte anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März zu einem Essen im Weißen Haus eingeladen. Als Melania Trump unter Standing Ovations den Raum betrat, stand Ivanka die Eifersucht ins Gesicht geschrieben - zumindest findet das ein Teil der Internetgemeinde. "Ivankas Verachtung für Melania ist offensichtlich. Ich wünschte Melania würde sie aus D.C. vertreiben", schreibt zum Beispiel ein Nutzer. Andere dagegen sind der Meinung, man solle die beiden Frauen endlich in Ruhe lassen.

http://www.focus.de/politik/videos/beob ... 77699.html


NEW YORK TIMES: „SO RAR WIE RAPUNZEL“

Wo ist Melania Trump?

http://www.bild.de/politik/ausland/dona ... .bild.html


Wer macht die Politik? Steve Bannon und Ivanka Trump? Oder Donald und Melania Trump?
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » So 19. Mär 2017, 14:16

Um noch einmal den Eingangs zitierten Prof. Russell Mead zu Wort kommen zu lassen, ziehen die USA sich zurück, von ihrer Rolle als Globocop und wird/kann z.B. China nachrücken?

China will die Geschicke der Welt lenken und zeigt seine globalen Ambitionen immer offener. Im Pazifik treffen die aufstrebende Macht und die USA direkt aufeinander

"Hegemonie ist Frage des Willens"

Bei einem Redaktionsbesuch unlängst in Wien sagte die japanische Politologin Mie Oba von der Tokyo University of Science: "In Japan ist man sehr besorgt über die Lage in Ostasien. Ohne USA gibt es keine Eindämmung der aggressiven chinesischen Politik, deswegen muss Tokio Präsident Trump wohl oder übel folgen – auch wenn er zu Hause fragwürdige Dinge macht. Das ist einfach Japans Top-Priorität."

Die USA seien noch immer das mächtigste Land der Welt, das sollte niemand unterschätzen. Aber: "Hegemonie ist eben nicht nur eine Frage der Macht, sondern auch eine Frage des Willens.

"Bringen die Vereinigten Staaten diesen Willen tatsächlich noch auf? Sind Sie bereit, sich für den Westen und gegen den Expansionismus Chinas ins Zeug zu legen? Walter Russell Mead findet, dass ja. Der renommierte Herausgeber des "American Interest" und Professor für Internationale Beziehungen am Bard College in New York sagte dem STANDARD kürzlich in Wien: "Ich sehe vor allem eine militärische Herausforderung durch China.

Aber solange die USA und Japan Technologieführer sind, solange die Allianz mit den Verbündeten in Südostasien besteht und auch Indien im Boot ist, wird Peking nicht zur Weltmacht aufsteigen. Die Situation gleicht der im Flottenwettrüsten der Deutschen gegen die Briten vor dem Ersten Weltkrieg. Berlin hat alles versucht, hinkte aber immer hinterher." In Wirklichkeit sei Peking ja Washington tributpflichtig. Es sitze auf einem Berg unveräußerlicher US-Schuldverschreibungen, finanziere Trumps Defizitpolitik und dürfe sich den größten Markt keinesfalls durch einen substanziellen Konflikt kaputtmachen.

Verwundbare USA

US-Militäranalysten sehen die Situation etwas anders: China hat die US-Macht bereits 1000 Kilometer in den Pazifik hinausgedrängt, weil deren Flugzeugträger durch schnell fliegende Dongfeng-21-Raketen verwundbar sind. Dort hätten die auf den Trägern stationierten F/A-18-Hornet-Jets zu wenig Reichweite, um Chinas Küsten zu erreichen. Vizeminister Chang übersetzt das so: "Taiwan haben sie gewissermaßen bereits. Jetzt soll es weiter hinausgehen in die Welt." Chinas Welt.

derstandard.at/2000054379466/China-im-Suedpazifik-Kriegsgefahr-am-politischen-Feuerring


In der Tat ist die Frage der Hegemonie auch eine Frage des Willens. Deutschland hat diesen Willen im Moment nicht. Auch, wenn man Fr. Merkel gerne entsprechende Titel gerade im Kontext der USA umhängt. Vielleicht tat Trump deswegen so Möchtegern cool. Da saß mit Fr. Merkel quasi ein weiterer "Gegner". Und zwar ein starker. Und dahinter die EU, die Trump allzu gerne splitten würde, um sich "Aug in Aug" besser um die kleineren Staaten kümmern zu können. Wie Putin.

Während einige auf eine größere Rolle Deutschlands/EU hoffen fürchten diese die neue Rolle Chinas. Wo wird sich die USA positionieren? Geschäftsmann Trump und Prinzessin Ivanka, die nie fehlen darf, scheinen gegenüber Deutschland/EU eine ähnlich feurige Haltung zu kultivieren, wie gegenüber China. Wäre es für den bully Donald nicht cleverer sich nur mit einem anzulegen?
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Ger9374 » Mo 20. Mär 2017, 02:43

China und die USA in einem Handelskrieg sehe
ich nicht, zu groß die Abhängigkeit beider von einander. Militärische Aufrüstung der Verbündeten
wird Priorität der USA sein.Japan, Südkorea vor allem.Der Expansionsdrang Chinas soll gebremst
werden. Nebenbei wird versucht werden die E.U
zu schwächen. Da sollte die E.U bewusst Chinas Nähe suchen. China wird es auch so halten.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:

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