Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

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King Kong 2006
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 3. Dez 2016, 12:43

Trump probiert sich auf der internationalen Bühne aus.

Ärger um Trumps Taiwan-Telefonat

"Warum sollte ich den Anruf nicht annehmen?"

Vier Jahrzehnte hat das Weiße Haus offiziellen Kontakt mit Taiwan gemieden, aus Rücksicht auf China. Donald Trumps Telefonat mit Taiwans Präsidentin erschüttert nun die Beziehungen mit Peking. Der künftige US-Präsident reagiert bei Twitter ungehalten.


Offenbar hat der die Gepflogenheiten innerhalb der internationalen Politik noch nicht begriffen.

Trump versteht die Aufregung nicht

Vier Jahrzehnte lang hatte für Washington - zumindest auf offizieller Ebene - diplomatische Zurückhaltung in den Beziehungen zu Taiwan gegolten: Seit 1979 ist kein Gespräch eines US-Präsidenten oder eines gewählten Präsidenten mit Taiwans Staatsoberhaupt bekannt geworden.

Angesichts der Aufregung um sein Telefonat äußerte sich Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Initiative sei von Tsai ausgegangen ("SHE CALLED ME"), um ihm zum Wahlsieg zu gratulieren. Von der "New York Times" befragte Diplomaten merkten allerdings an, es sei unwahrscheinlich, dass Taiwans Führung Trump ohne Vorankündigung angerufen habe. Solche Initiativen würden in der Regel vorher arrangiert.

Trumps Statements deuten allerdings daraufhin, dass sich der gewählte Präsident der Tragweite des Anrufs nicht bewusst ist.


Bei einer Sache hat er allerdings nicht gänzlich Unrecht.

Auf Twitter schrieb Trump, er könne nicht verstehen, "dass die USA militärische Ausrüstung im Milliardenwert an Taiwan verkaufen, aber ich soll keinen Glückwunschanruf akzeptieren".

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 24278.html


Das Verhalten der USA ist da schon schizophren. Für den Otto-Normal-Verbraucher. Wie kann man Taiwan militärisch aufrüsten, aber nicht mal ein Telefonat miteinander führen? :?:

Aber das nennt sich Politik. Und wo man als "normaler Mensch" den Kopf schüttelt, kann das politisch schweren Schaden verursachen. Ist es das, was die Wähler von Trump wollten? "Normales Verhalten"? Gilt aber nicht für einen Staatsmann. Wenn der sich wie jemand auf der Straße verhalten würde, dann Gute Nacht. Traurig aber wahr.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 7. Dez 2016, 08:33

Trump will wohl der Linie von Obama folgen.

Letzte Rede zur nationalen Sicherheit

Obama warnt Trump vor Invasionen

In seiner letzten Rede als Präsident zur nationalen Sicherheit warnte Barack Obama seinen Nachfolger davor, im Kampf gegen den Terror auf Invasionen zu setzen. Und Donald Trump versprach, genau dies nicht zu tun.


Bei der Großkundgebung sagte Trump, man werde sich nur noch einmischen, wenn es den eigenen nationalen Sicherheitsinteressen diene. Die USA müssten sich auf den Kampf gegen Terroristen konzentrieren und davon ablassen, Regimewechsel in anderen Ländern voranzutreiben.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/a ... 24755.html


Das Erbe von G.W.Bush ist wohl nicht zu unterschätzen. Ist die Ära der massiven Interventionen der USA vorbei?

Es gibt natürlich noch zahlreiche andere Möglichkeiten, aber wenn alles Stricke reissen, hilft es nur noch die Interessen mit Waffengewalt durchzusetzen.

Bolton, ehemaliger US-Botschafter bei der UNO, der Snowden gerne aufhängen würde:

Die USA hatten einst die Fähigkeit, in verdeckter Weise einen Sturz von Regierungen einzufädeln. Ich wünschte, wir könnten dies wieder haben“ (John R. Bolton auf dem Parteitag der Tories in Großbritannien).[20]

https://de.wikipedia.org/wiki/John_R._Bolton
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 10. Dez 2016, 09:15

Nützlicher Idiot für Konkurrenten der USA?

Moskau wollte laut CIA Trump zum Sieg verhelfen

Neue Indizien für Eingriffe in den US-Wahlkampf: Die Hacker, die Mails aus Clintons Umfeld an WikiLeaks gegeben haben, hatten Verbindungen zur russischen Regierung. Das berichten US-Medien unter Berufung auf den CIA.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/h ... 25307.html


Vermutlich sieht Moskau Trump nicht als echten Partner für eine gute Zusammenarbeit an, sondern eher für das geringere Übel im Zusammenleben auf dem Globus. Wenn hier z.B. Moskau Trump favorisiert, dann weniger, wegen Trumps hervorragenden Geschäftssinn oder ausgesprochen liebenswürdigen Charakter, sondern weil er den USA eher schaden, denn nützen könnte.

"New Yorker"-Chef über Trump

"Ein nützlicher Idiot für Putin"

http://www.spiegel.de/spiegel/david-rem ... 24479.html


Peking allerdings freut sich wohl zur Zeit weniger über Trump. Es wird sich aber herrausstellen, ob das langfristig so bleibt. Wenn Donald die harte Linie gegen China nicht durchhalten kann, dann wird das ihm als Niederlage angelastet werden. Und Peking als jemanden, der Trump zur Vernunft gebracht hat. Den Weg, den Trump gegen China eingeschlagen hat, auch im Stil, den muß er jetzt weitermachen, sonst könnte man ja meinen, er müsste etwas korrigieren. Er hätte etwas falsch gemacht. Sicher auch im Interesse u.a. von Moskau.

Wenn Trump innenpolitisch nicht liefern kann, dann muß er sich als Prophet außerhalb des eigenen Landes profilieren. Dann ist es aber mit dem Isolationismus vorbei und dann kann er ebenso zerschreddert werden, wie Bush oder Obama.

"Partnerschaft" mit Putin, Konfrontation mit China und Iran, Distanz zu NATO-Partnern und der EU. Es wird sich zeigen, wie das in der Praxis aussieht und wie er sich tatsächlich positionieren muß ohne dabei herum zu eiern. Vermutlich werden da noch einige Annahmen (oder wie er sagte Scherze) von ihm im Vorfeld geäußert sich anderes konfigurieren.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 12. Dez 2016, 08:52

Donald gibt schonmal den Rahmen vor. Konfrontation mit den USA und China.

Der Russland-Krimi belastet Trump

Der CIA-Bericht über russische Wahlkampfhilfe für Trump versetzt die USA in Unruhe. Der künftige Präsident stellt sich gegen seine eigenen Geheimdienste. Der Kongress könnte die Hintergründe bald aufrollen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 25439.html


Er könnte natürlich ähnlich wie Erdogan diese zersetzenden Organe ausschalten, bzw. gleichschalten. Die Presse geht er mittlerweile ja auch an.

Trump legt im Streit mit China nach

Donald Trump hat die "Ein-China"-Politik der USA infrage gestellt: Er verstehe nicht, warum sich Washington ohne Gegenleistung Pekings daran halten sollte. Eine erste Reaktion aus China gibt es bereits.


Die Äußerungen von Donald Trump, die USA müssten nicht unbedingt an die "Ein-China"-Politik gebunden sein, haben in China für Aufregung gesorgt. In einer ersten Reaktion in der Zeitung "Global Times" beschrieb ein außenpolitischer Experte den neu gewählten US-Präsidenten als diplomatisch "unreif": "Deswegen müssen wir ihm klar machen, wie ernst das Problem ist und Druck auf ihn ausüben", sagte Li Haidong, Professor an der Universität für auswärtige Angelegenheiten.

"Als Unternehmer denkt er, es sei ganz normal, Geschäfte zu machen, aber er begreift nicht, dass die Taiwan-Frage kein Geschäft für China ist. Die Taiwan-Frage ist nicht verhandelbar." Li Haidong beschrieb Trump zudem als "Neuling im Umgang mit Fragen der diplomatischen und internationalen Beziehungen". Seine Kenntnis davon sei nur "sehr oberflächlich". Deswegen habe er "die Nerven, zu sagen, was immer er will".

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 25437.html


Mal sehen, was seine Berater-Familie und sein establishment, das er installiert dazu meint.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Enas Yorl » Mo 12. Dez 2016, 15:12

King Kong 2006 hat geschrieben:(10 Dec 2016, 09:15)
Peking allerdings freut sich wohl zur Zeit weniger über Trump. Es wird sich aber herrausstellen, ob das langfristig so bleibt. Wenn Donald die harte Linie gegen China nicht durchhalten kann, dann wird das ihm als Niederlage angelastet werden. Und Peking als jemanden, der Trump zur Vernunft gebracht hat. Den Weg, den Trump gegen China eingeschlagen hat, auch im Stil, den muß er jetzt weitermachen, sonst könnte man ja meinen, er müsste etwas korrigieren. Er hätte etwas falsch gemacht. Sicher auch im Interesse u.a. von Moskau.

Da er noch nicht im Amt ist, wäre es nicht so schwer jetzt noch nachzukorrigieren. Natürlich würde das voraussetzen, das er dann außenpolitisch seriöser agiert. Da bin ich aber skeptisch. Grundsätzlich hat er aber ein Problem, die Taktik China mit Taiwan politisch unter Druck zu setzen, funktioniert nur als dessen Schutzmacht. Gerade diese Rolle der USA, hat er aber in seinen Wahlkampf selbst in Frage gestellt.
Steckt Trump gegenüber China zurück, verliert er an Glaubwürdigkeit bei Gegner, Konkurrenten und Verbündeten. Tut er das nicht, kann China ihn auf die Probe stellen (z.B. mit einem Manöver in der Nähe von Taiwan), Trump müsste dann als Schutzmacht entsprechend mithalten, und das ganze dann innenpolitisch verkaufen. Wenn dann chin. Fluglinien anfangen bei Boeing Flugzeuge zu stornieren, dürfte die Stimmung an der Wallstreet ins Minus gehen.

Solche offensiven außenpolitische Spielchen gehen leicht nach hinten los, Trump sollte schnell lernen, das die Reality-Show jetzt langsam ernst wird.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Ger9374 » Mo 12. Dez 2016, 15:35

Das hat er nun davon, erst wollte ihn keiner haben,
jetzt geht ohne ihn nichts.Der Mann mit der Toten Katze auf dem Kopf stellt alle Spielregeln in frage.
Pokerface oder Elefant im Porzellanladen?
Für Freund und für Feind eine unbekannte Größe.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 12. Dez 2016, 22:21

Enas Yorl hat geschrieben:(12 Dec 2016, 15:12)

Da er noch nicht im Amt ist, wäre es nicht so schwer jetzt noch nachzukorrigieren. Natürlich würde das voraussetzen, das er dann außenpolitisch seriöser agiert. Da bin ich aber skeptisch. Grundsätzlich hat er aber ein Problem, die Taktik China mit Taiwan politisch unter Druck zu setzen, funktioniert nur als dessen Schutzmacht. Gerade diese Rolle der USA, hat er aber in seinen Wahlkampf selbst in Frage gestellt.
Steckt Trump gegenüber China zurück, verliert er an Glaubwürdigkeit bei Gegner, Konkurrenten und Verbündeten. Tut er das nicht, kann China ihn auf die Probe stellen (z.B. mit einem Manöver in der Nähe von Taiwan), Trump müsste dann als Schutzmacht entsprechend mithalten, und das ganze dann innenpolitisch verkaufen. Wenn dann chin. Fluglinien anfangen bei Boeing Flugzeuge zu stornieren, dürfte die Stimmung an der Wallstreet ins Minus gehen.

Solche offensiven außenpolitische Spielchen gehen leicht nach hinten los, Trump sollte schnell lernen, das die Reality-Show jetzt langsam ernst wird.


Ich bezweifle, daß er "America first" im Sinne, daß die USA sich von der Präsenz her zurückhalten von ihm in der Form wie angedacht durchhalten lässt. Die USA werden sicherlich nicht mehr so interventionistisch wie zur Zeit von G.W.Bush sein, aber "man" ist keine Supermacht, wenn man sich nicht so verhält, auch, um dies aufrechtzuerhalten.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon MoOderSo » Mo 12. Dez 2016, 22:30

Das Taiwan-Ding würde ich eher als Teil seiner"Bring back the jobs!"-Nummer betrachten.
Warum bei den Unternehmen betteln gehen, wenn man mit wenig Aufwand China dazu bringen kann ungemütlicher zu werden.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 12. Dez 2016, 22:54

Netanjahu will Präsident Donald eine roadmap präsentieren, wie das lange verhandelte Abkommen mit dem Iran zu kippen ist.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump über ein Ende des Atomabkommens mit dem Iran diskutieren. "Es gibt verschiedene Wege, es zu annullieren", sagte Netanjahu in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des US-Senders CBS. Was genau er Trump vorschlagen wolle, ließ er offen.

derstandard.at/2000049154516/Netanyahu-will-mit-Trump-ueber-Ende-des-Iran-Atomabkommens-sprechen


Hm, da scheint er recht innovativ und kreativ zu sein. Mal sehen, ob sich die Haltung Trumps zum Abkommen mit Iran nicht auch als Scherz entpuppen wird, wie der Rest seiner Wahlversprechungen. Das Ende des Abkommens eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Fragt sich, wem davon was gefallen wird. Vermutlich wird Bibi ähnliches erleben, wie seinerzeit mit Bush. Die USA sind gezwungen ein viel größeres Bild zu sehen, als z.B. Israel. Die USA müssen sehen, was ein Ende eines Abkommens mit dem Iran für Auswirkungen auf die Region Naher- und Mittlerer Osten, wie Zentralasien hat. Oder mit Russland und China. Oder die EU. Bush und Obama haben da als Präsidenten der USA ihr Ding gemacht. Auf Konfrontationskurs mit dem Iran könnte am Ende ein größeres Engagement der USA in der Region vonnöten machen, da der Iran darauf reagieren wird. Trump will gerade das nicht.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Enas Yorl » Mo 12. Dez 2016, 23:17

King Kong 2006 hat geschrieben:(12 Dec 2016, 22:21)
Ich bezweifle, daß er "America first" im Sinne, daß die USA sich von der Präsenz her zurückhalten von ihm in der Form wie angedacht durchhalten lässt. Die USA werden sicherlich nicht mehr so interventionistisch wie zur Zeit von G.W.Bush sein, aber "man" ist keine Supermacht, wenn man sich nicht so verhält, auch, um dies aufrechtzuerhalten.


Ja, die USA haben vielfältige Interessen im Ausland, die selbst ein so mächtiges Land nicht ohne Verbündete und Partner wahrnehmen kann. Das funktioniert nun einmal nicht ohne Bündnis- und Vertragstreue, auf beiden Seiten. Hier widerspricht die Realität ziemlich genau dem, was Trump seinen wütenden Wählern erzählt hat. Beim Neuverhandeln von Wirtschaftsabkommen wird genau so wenig herauskommen, wie beim Rückzug aus der Funktion als Schutzmacht.
Allerdings habe ich noch so meine Zweifel, das Trump dies in vollen Umfang realisiert hat. Beim Thema China/Taiwan sollte er doch besser mal Jimmy Carter anrufen, der kann ihm erklären was hinter der Ein-China-Politik steckt.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Di 13. Dez 2016, 07:41

Donald etabliert weiterhin sein establishment. Moskau ist begeistert. King Erdöl als Außenminister. Kommt irgendwie bekannt vor.

Mehrere US-Medien berichten übereinstimmend, Trumps Wahl sei auf Rex Tillerson gefallen, den Chef des US-Energiekonzerns ExxonMobil. Damit hätte Trump einen weiteren Befürworter einer Annäherung an Russland in seinem Kabinett. Tillerson hat sich jahrzehntelang dafür eingesetzt, dass Exxon in Russland expandiert. Er ist auch gegen die Sanktionen, die der Westen als Reaktion auf die russische Annexion der Krim verhängt hat (mehr Informationen zu Tillerson

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 25605.html


Könnte Trump gar eine Friedenstaube sein? Statt Konfrontation Wandel durch Handel?
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 14. Dez 2016, 08:03

Den Klimawandel zu bekämpfen bedarf es der weltweiten Zusammenarbeit. Geschäftsmann Trump hält diesen ja vielleicht immer noch für einen Alu-Hut Trick der Chinesen. Auf jedenfall will er Namen.

Klimaforscher gehen vor Trump in Deckung

Abfuhr vom Energieministerium für den designierten US-Präsidenten: Donald Trump wollte die Namen aller Mitarbeiter wissen, die am Thema Klimawandel gearbeitet haben.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 25807.html


Jetzt kann man sagen, daß es ja nur Namen haben will. Aber, wenn ein Geschäftsmann (und baldiger Präsident im Amt...), der den Klimawandel für eine Erfindung von Gegnern hält, die Namen haben will, von jedem Einzelnen, die dies auch noch unterstützen, was die Chinesen da betreiben, der kann sich denken, daß das nichts gutes heißt. Das ist ein klares Zeichen an alle, passt bloß auf... Und ein Zeichen an die Welt, diesen Verschwörungsunsinn des Klimawandels nicht weiter zu glauben. Er schafft bewußt ein Klima der Angst und Bedrohung. :dead:

Das Energieministerium versucht die Leute auf den Listen zu schützen.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Do 15. Dez 2016, 18:52

Kabinett des Geschäftsmannes aus einer Parodie eines linken Sozialkundelehrers? Und Marx hatte doch Recht?


Militärs und Milliardäre

Donald Trumps Kabinett könnte aus einer linken Parodie stammen - Militärs und Milliardäre übernehmen die Macht. Karl Marx hatte doch recht: Dem bürgerlichen Zeitalter droht das Ende.

Sein Kabinett, so weit es bislang feststeht, sieht aus wie der wahr gewordene Albtraum eines linken Sozialkundelehrers: Jedes linke Vorurteil über "Staatsmonopolkapitalismus" und "militärisch-industriellen Komplex" wird wahr. Militärs und Milliardäre übernehmen im Herzen der westlichen Welt die Macht.


Dieses sind die Leute, die künftig die Geschicke der "westlichen Welt" lenken sollen:

Außenminister Rex Tillerson, bislang Chef des Ölmultis ExxonMobil, der laut der Börsenaufsicht Aktien seiner Firma in Höhe von mehr als 240 Millionen Dollar hält und zu den bestbezahlten Unternehmenschefs des Landes gehört.

Handelsminister Wilbur Ross, der sein Vermögen mit der Zerschlagung und dem Verkauf maroder Firmen verdiente.

Finanzminister Steven Mnuchin, der beim Investmenthaus Goldman Sachs reich wurde, und dann noch reicher, als er in der Finanzkrise ein zahlungsunfähiges Hypothekeninstitut übernahm und Leute aus ihren Häusern warf.

Arbeitsminister Andrew Puzder, der gegen eine Anhebung des Mindestlohns ist und findet, man dürfe Unternehmen nicht dazu zwingen, ihren Arbeitnehmern Überstunden zu bezahlen.

Gesundheitsminister Tom Price, ein schwerreicher Chirurg, der als Erstes Obamas Gesundheitsreform zurückdrehen will.


Konzerne durchdringen den Staat und verschmelzen mit ihm

Es lohnt sich, wieder einen Blick auf Lenins Theorie vom Staatsmonopolkapitalismus zu werfen. Zeit, die alten Bücher wieder rauszuholen: Erst verdrängen die großen Konzerne die kleinen und mittleren Unternehmen und konzentrieren die Herrschaft über ihre Märkte in wenigen Händen.

Und dann ist nach den Märkten der Staat dran: die Konzerne durchdringen ihn und verschmelzen am Ende mit ihm. Im Bereich der Digitalisierung ist dieser Prozess schon weit fortgeschritten: Die Netzkonzerne des Silicon Valley sind längst mit der amerikanischen Sicherheitsbürokratie zu einem digital-staatlichen Komplex zusammengekommen, der kein Recht und keine Grenze mehr akzeptiert.

Es ist, als habe Trump die alte These des Kommunismus bestätigen wollen, dass die moderne Staatsgewalt nur ein Ausschuss ist, "der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet".

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 26021.html


Soviel anders läuft es doch auch nicht in Russland, Iran und China. Dort findet man an den Spitzen des Technokratenapparats schwerreiche Chefs. Wichtige Sparten, die als Schlüsseltechnologien- bzw. Industrien gelten sind z.T. oder ganz verstaatlicht. Auf weiten Fluren sind Familienangehörige und bekannte Kollegas positioniert. Wie bei Trumps. Geschäftsfreunde und seine Familie.

Das Problem ist, daß die USA als Vorbild der sogenannten freien Welt gilt. Oder noch gelten soll. Bush hat zwar schon mächtig daran gearbeitet, wie legalisierter, offizieller Folter, außergerichtlichen Tötungen, staatsrechtlich nicht abgesicherter Interessensvertretung (z.B. Kriege) u.a., aber Trump scheint da noch mehr vor zu haben. Mächtig Druck auf die Presse (hier würden einige Lügenpresse sagen) und Andersdenkende (vermeintlich paranoide Klimaschützer, die den Chinese auf den Leim gegangen sind) erzeugt er ja schon. Filz und Seilschaften sind im Westen nicht neu. Neu ist, daß Trump das so offen macht. Nun ja, ist nicht ein Merkmal des Westens die größere Transparenz?

Trump ist immer noch im Krawallmodus, weil er damit Erfolg hatte und hat. In der Vergangenheit als Entertainer in den US-Medien und jetzt als gewählter Präsident. Auch wenn er Dank der us-amerikanischen Demokratie dies wurde, mit tatsächlich weniger Stimmen als Clinton... Kann er den Krawallmodus lassen? Denn wie verträgt der Rest der Welt diesen? Und verträgt man das Echo?

Der zukünftige Außenminister hat(te) Interessen in Russland. Macht das nicht erpressbar? Oder nennt man das Globalismus?
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Adam Smith » Do 15. Dez 2016, 18:57

King Kong 2006 hat geschrieben:(15 Dec 2016, 18:52)
Kann er den Krawallmodus lassen? Denn wie verträgt der Rest der Welt diesen? Und verträgt man das Echo?


Die Chinesen dürften glücklich darüber sein, dass Trump Präsident geworden ist. Die Russen sind es eh. Israel ist zufrieden. Der Iran auch. Die Türkei vermutlich nicht, weil Trump höchstwahrscheinlich nicht Männchen machen wird. Und Deutschland ist unzufrieden.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Do 15. Dez 2016, 19:59

Adam Smith hat geschrieben:(15 Dec 2016, 18:57)

Die Chinesen dürften glücklich darüber sein, dass Trump Präsident geworden ist. Die Russen sind es eh. Israel ist zufrieden. Der Iran auch. Die Türkei vermutlich nicht, weil Trump höchstwahrscheinlich nicht Männchen machen wird. Und Deutschland ist unzufrieden.


Ob das ein Gütesiegel ist?

Bei einigen Beziehungen wird man abwarten. China-USA kann viel Ärger geben. Iran-USA auch, wenn er seinen Ankündigungen treu bleibt. Er hat Erdogan-freundliche Leute.

Trump adviser linked to Turkish lobbying

A company tied to Erdogan's government hired retired general Michael Flynn's lobbying firm.

http://www.politico.com/story/2016/11/d ... ing-231354
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 16. Dez 2016, 08:57

Ein für den Geschäftsmann Trump arbeitender Anwalt wird wohl der neue US-Botschafter für Israel. Erwartungsgemäß in Jerusalem.

Friedman soll US-Botschafter werden - in Jerusalem

Der künftige US-Präsident Donald Trump macht seinen Anwalt David Friedman zum Botschafter in Israel. Bislang ist er Leiter einer zionistischen Lobbyvereinigung.


Die linksliberale US-Organisation J Street kritisierte die Entscheidung Trumps für Friedman als "verantwortungslos". Sie gefährde außerdem den Ruf der USA in der Region und die Glaubwürdigkeit in der Welt, erklärte die Organisation, die Israel nahesteht und eine Friedenslösung im Nahen Osten unterstützt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/i ... 26147.html


Da wird Krawall vorprogrammiert sein. Das dürfte Donald gefallen. Mal sehen, das setzt die EU stärker unter Druck mit Erdogan eine Verständigung zu suchen. Immerhin ist die Türkei ein Staudamm in der Region für die EU.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 16. Dez 2016, 11:49

Kompetenzteam wird erweitert. Offenbar ist beschränktes Wissen und Krawallmachen eine gute Bewerbung für Donalds Team.

Trump holt Mauer-Fan in Sicherheitsteam

"Mauern funktionieren": Diesen Spruch twitterte Monica Crowley mit einem Bild von sich vor der Berliner Mauer. Jetzt hat Donald Trump sie in seinen Mitarbeiterstab aufgenommen.

http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-1126160.html


Für einen Rechtsstaat ein Horrorkabinett. Aber er bleibt dem Isolationismus treu.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 17. Dez 2016, 21:17

Obama kritisiert die russische Einflußnahme per Cyberwar in den US-Präsidentschaftswahlkampf. Trump hält dagegen, alles unwahr. Nun ja, natürlich muß er davon Abstand nehmen, sonst könnte man ja meinen, daß Clinton nicht nur mehr Stimmen als Trump geholt hat, sondern Trump auch noch durch Hilfe von außen sein Gewinnchancen erhöhen konnte. Trotz mehr Stimmen von Clinton.

Was ist das? Donalds "Sympathie" für Russland?

Ein unheimlicher Freund

Zwei Macher und Männer unter sich - Donald Trumps Faible für Wladimir Putin verstört Parteifreunde und westliche Partner. Bringt seine Sympathie für Russlands Präsidenten die ganze Welt ins Wanken?

http://www.spiegel.de/spiegel/donald-tr ... 26307.html


Früher hätte man sich gefreut. Die USA und die UdSSR, die Spitzen verstehen sich. Das wäre damals für viele ein Traum gewesen. Entspannung. Wieso macht das jetzt vielen Sorge. Würde dadurch nicht vieles global entspannt werden? Wieso dürfen in Augen vieler die beiden sich nicht gut verstehen?

Oder was geschieht da überhaupt?

Auch hier wird die Frage sein, ob Donald T. die Realität einholen wird. Und Putin. Es kann immer nur eine Nr. 1 geben. Das gebietet schon die Logik. Früher oder später werden die aneinander rasseln. Putin selbst wird vermutlich die Sache eher so sehen, soviel Schaden wie möglich erzeugen, solange es geht. Z.B. die Europäer auf dem Weg zur Entfremdung zur USA begleiten. Trump ist da sehr erfolgreich. Putin wird ihm da wohl sicher behilflich sein. Umso einfacher wird es für Putin die Europäer zu händeln.
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Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Ger9374
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Ger9374 » Sa 17. Dez 2016, 22:01

Vielleicht sollte man nicht sehen was sie trennt,
den Putin und Trump , sondern was sie gemeinsam haben könnten! Wenn beide klar ihre
Interessen Sphären definieren, den Ukraine Konflikt lösen, steht nüchtern gesehen einem
ausgewogenen Verhältnis nichts entgegen
Wenn jetzt der Nahe Osten auf diplomatischer
Ebene von den USA und Russland gemeinsam
befriedet wird , wäre mehr wie Tauwetter in den
Beziehungen der Mächte angesagt .Eine schriftliche Zusage der Nato betreffend einer
Osterweiterung gegen Rückzug aus dem Don Bass. So tot ist die Diplomatie noch nicht!!
Einen neuen Rüstungswettlauf wird keiner allein
schön aus Finanzieller Sicht wollen.Innenpolitisch
kann Putin , genau wie Trump das als Sieg verkaufen.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 23. Dez 2016, 14:36

Trump weiß nicht so recht, ob er die USA nun raushalten soll, oder sich voll reinknien soll.

Trumps konfuse Anti-Terror-Linie

Bombardieren, zur Hölle!

Einreiseverbot für Muslime, Religionstests, Register - Donald Trump gibt gern den Terrorismus-Bekämpfer. Doch mehr als Schlagworte hat er nicht parat. Auch seine Reaktion auf den Anschlag in Berlin irritiert.

Es beginnt schon mit Trumps grundsätzlicher Haltung zu "radikalem islamischem Terrorismus", so die Sprachregelung der Republikaner. Im Wahlkampf beließ er es meist bei Wortblasen: Er wolle den IS "zur Hölle bombardieren" und zugleich eine "wunderschöne Sicherheitszone" in Syrien einrichten, damit die Flüchtlinge nicht in den Westen kommen müssten. Später holte er etliche Russland-Insider in sein Kabinett - darunter den künftigen Sicherheitsberater Mike Flynn, der als radikaler Islamgegner gilt. In diese Richtung ging denn auch Trumps religiös gefärbte Reaktion auf den Berlin-Anschlag: "Der IS und andere islamische Terroristen schlachten Christen in ihren Gemeinden und Gotteshäusern ab." Als er zwei Tage später - ebenfalls am Eingang zu Mar-a-Lago - danach gefragt wurde, tat er so, als könnte er sich nicht mehr daran erinnern: "Wer hat das gesagt?"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 27313.html


Auch hier stellt sich die Frage, ob das Scherze von Donald sind, Gedächtnislücken, bewußter Politikstil oder Unberechenbarkeit. Bei einem Presidente eines kleinen Bananenstaat könnte man noch darüber schmunzeln, aber bei so einem großen...?
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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