Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 11. Jul 2018, 12:05

US-Präsident Donald Trump erpresst die Europäische Union, als wäre er ein Mafiaboss - Schutz gegen Kohle. Das dürfen sich die Europäer nicht länger gefallen lassen.

http://m.spiegel.de/politik/ausland/tru ... 17715.html


Die Wahrheit tut weh....?

Dieses Mafia-Verhalten gibt's auch im Kontext arabischer Prinzen und Potentaten. "Du kannst machen was du willst - ich stütze und schütze dich, auch gegen die nervige eigene Bevölkerung und Opposition. Wenn du nett zu mir bist."

Warum sollte Trump Deutschland anders behandeln als Saudi-Arabien? Die EU setzt er eh China gleich.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » So 29. Jul 2018, 19:43

Sagen Kinder und "Spinner" immer die Wahrheit?

An Trumps Stelle

Putin-Bild taucht in US-Präsidentengalerie auf

Es ist eine illustre Gesellschaft: Bush, Clinton, Obama hängen in der US-Präsidentengalerie im Capitol von Denver - und plötzlich ist hier auch Russlands Präsident Putin zu sehen. Ausgerechnet an der Stelle, wo eigentlich ein Platz für Trump reserviert ist.


Trump steht ja schon länger in der Kritik, daß er sich Putin, Staatschef des Landes zu dem Trump und sein Firmenkonglumerat Verstrickungen hat, zu wohlwollend verhält. Und Wladimir Putin eher Glauben schenkt als den eigenen Nachrichtendiensten. Das ist schon ein Novum.

Trump steht seit Monaten in der Kritik wegen seiner engen Beziehungen zu Putin. Besonders nach dem jüngsten Treffen der beiden Präsidenten in Helsinki Ende Juli schien es so, als würde er Putin mindestens genauso viel Vertrauen schenken wie seinen eigenen Geheimdiensten. Bei dem Treffen sagte er unter anderem, er sehe keinen Grund, warum Russland Einfluss auf die Präsidentschaftswahlen genommen haben sollte. Journalisten beklagten nachher den "Verrat" durch ihren Präsidenten. Sogar Republikaner zeigten sich besorgt. Trump sah sich später genötigt, seine Äußerungen in Helsinki zurechtzurücken.

https://www.n-tv.de/politik/Putin-Bild- ... 50902.html


Manche meinen ohnehin ärgerlich, daß Trumps errative Außenpolitik eher dem Kremel zuneigt.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 1. Aug 2018, 07:27

TV-Star Trump versucht offenbar sein erlerntes, bewährtes Prinzip eines TV-Stars - Auftritte. Der Mann ist ein Showman. Skandale zu Hause? Korruption? Vetternwirtschaft, mit seinem verfilzten Establishment? Egal, bläst er alles mit großen Auftritten weg. Meint er. "Nordkorea ist nicht Iran", wie es aus Teheran heißt. Trump müsse erstmal sich entsprechend verhalten, dann werde man sehen.

Treffen mit Putin, Treffen mit Kim und mit Iran will er unbedingt.

Trotz Teherans Skepsis

Trump erwartet "baldiges" Treffen mit iranischer Führung

Erst Nordkorea, dann Russland und nun Iran? Donald Trump wünscht sich ein weiteres Gipfeltreffen und ist optimistisch, dass es dazu kommt - trotz der klaren Skepsis in Teheran.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 21109.html


Der Nährwert dieser Treffen - mit dem TV-Star - gehen irgendwo gegen Null. Das ist ja aber auch nicht der Sinn für einen TV-Komiker? Man soll doch lachen und unterhalten werden. Mehr nicht. Schade nur, daß dieser Honk ein US-Präsident ist. Oder auch nicht.

"Ich habe das Gefühl, dass sie ziemlich bald mit uns sprechen werden", sagte Trump bei einer Veranstaltung in Tampa, Florida. Gleichzeitig legte er allerdings eine betonte Gleichgültigkeit an den Tag: "Und vielleicht nicht, und das ist auch okay."


Oder wie auch immer....
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Do 2. Aug 2018, 16:28

Trump lebt frei nach dem Motto, viel Feind, viel Ehr. Ob Europäer (besonders lt. Trump die bösen Deutschen), Chinesen, Türken, Iraner, Mexikaner und den ganzen Rest. Natürlich auch die "Schmierfinken" aus dem eigenen Land. Er unterhöhlt die Demokratie und versucht seine verfiltzte reiche Vetternwirtschaft zu etablieren.

China droht inzwischen Trump mit Vergeltung, Ankara ebenso. Teheran, mit denen sich Trump gerne auf ein Foto-Shooting getroffen hätte, kündigt stattdessen an erstmal ein Seemanöver im Persischen Golf abzuhalten. Nur mit Putin und Kim scheint es gut zu laufen... Also, persönlich, so zwischen richtigen Männern. Nicht zwischenstaatlich. Oder hat NK schon seine Atomwaffen weggeworfen und die Russen sind raus aus der Ukraine?

Verramscht Trump die Ressourcen der USA? An so vielen Fronten? In Inland, wie im Ausland. Was können die Nachfolger davon retten?
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 2. Aug 2018, 16:44

King Kong 2006 hat geschrieben:(08 Jul 2018, 13:17)

Eine Strategie um Folgen wie die verherrenden Kriege WWI und WWWII zu entgehen war die stärkere Vernetzung. Trump hebt dies auf. Dreißiger Jahre?

Trump versucht mehr oder weniger einzelne Staaten aus der EU herauszubrechen. Mit bilateralen Gesprächen. Gegner getrennt schlagen. Wie in Nahost. Oder wie er es in Fernost versucht. Zuletzt mutmaßlich mit dem Angebot an Macron, daß Frankreich doch die EU verlassen könne, dann wäre viel mehr möglich... Dementis gab es dazu wohl nicht.

Trump hat vermutlich mit Europa leichteres Spiel als mit China. Aber diese Manöver sind auch die Chance, daß die EU sich emanzipiert. Ähnlich wie G.W.Bush Anfang 2000 versuchte in Nahost noch mal zu versuchen den USA den Boden langfristig zu bereiten, bevor der Zenit überschritten wird, als Supermacht, versucht Trump offenbar einen der stärksten Konkurrenten, die EE noch einen mitzugeben. Letztendlich sind das eher Rückzugsgefechte, denn gewaltige Offensiven.


Na ja. Nach allem was man hört hat Juncker dem Trum schon gut die Grenzen gezeigt. Hier in Europa gibt es auch genug alte Hasen die schon klar sehen dass man einem Mafia-Präsidenten wie Trump nicht trauen kann.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 8. Aug 2018, 23:21

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Aug 2018, 17:44)

Na ja. Nach allem was man hört hat Juncker dem Trum schon gut die Grenzen gezeigt. Hier in Europa gibt es auch genug alte Hasen die schon klar sehen dass man einem Mafia-Präsidenten wie Trump nicht trauen kann.


Die beste Masche von dem TV-Troll ist Streitigkeiten sähen.

Er selbst ist zu nichts konstruktivem in der Lage. Klimaprotokolle kündigen, Atomabkommen uvm. kann er. In dem letzten Fall könnte er versuchen einmal die EU (die er als Gegner wie China sieht) übel aussehen zu lassen, denn diese ist Primärziel, weil mächtiger als der Iran und Zwist produzieren.

Die EU muß aus Sicherheitsinteresse an einem mehr oder weniger ruhigen Vorderen Orient interessiert sein. Trump nicht. Für Trump wäre mehr Unruhe zielführender, da es einmal die Position der EU schwächen würde und womöglich ihn wieder als großen Politiker, der zur Hilfe eilen kann die Bühne als TV-Star bereiten kann. Durch seinen Rückzug aus dem funktionierenden Atomabkommen setzt er die EU unter massiven Druck. Die EU muß jetzt "liefern". Sonst entpuppt sie sich als hilfloser Verein, der als stratgischer Player nichts verloren hat. Wenn einer der größten Staaten der Region Vorderer Orient zudem deshalb ungehalten gegenüber der EU wird. Umso besser? Für Trump.

DEFY TRUMP: EU orders firms to IGNORE America and carry on trading with Iran

RELATIONS between President Trump and the European Union collapsed to a new low after EU foreign policy chief Federica Mogherini urged business to ignore US sanctions and increase trade with Iran.


Speaking during a trip to New Zealand Ms Mogherini dramatically urged European companies to “increase business with and in Iran”.


The European Union, as well as Russia, China, the UK, Germany and France continue to support the deal.

Ms Mogherini said: “We are doing our best to keep Iran in the deal.


Der Iran hat seinen Teil eingehalten. Der Teil, daß der Iran dafür Handel treiben kann, steht zumindest für die EU auf wackeligen Beinen. Das sieht nicht gut für die EU aus. Trump pfeift und die EU muß tanzen. Sowas liebt Trump.

UK Foreign Office minister Alastair Burt told the BBC than the “Americans have really not got this right”.

He added that the UK thinks the nuclear deal is crucial “not only to the region’s security but the world’s security”.


The EU has imposed a ‘blocking statute’ which means European companies could be sued if them comply with US sanctions and may be able to sue the US for interference if they don’t.

However its effectiveness has already been questioned by many experts.

https://www.express.co.uk/news/world/10 ... -Mogherini


Der gefährlichste Gegner für Trump ist nicht der Iran oder Nordkorea. Das ist die EU und China*. Über den Iran u.a. kann man die EU und China in die Enge treiben. Peking ist aufgrund seiner politischen Struktur widerstandsfähiger und aggressiver. Die EU kann man auseinanderdividieren. Trump nennt das "bilaterale Gespräche". Mit jedem einzeln. Main target ist die EU, auch bei der Akte Iranabkommen. Die EU versucht jetzt mal den Widerstand. Kann natürlich auch eine tiefe, geheimnisvolle Liebe zum Iran sein. :D

*Putin, tja, den mag eher irgendwie mehr, warum auch immer... Oder Russland spielt nicht mehr in der Liga, wie China oder die EU. Er nimmt Russland nicht mehr als so gefährlich wahr.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Do 9. Aug 2018, 10:50

"Wer Freunde hat wie Trump, braucht keine Feinde" (EU-Ratspräsident Donald Tusk)

Was bedeutet das in der Realität? Es ist schon auffällig, daß Trump mit Leuten wie Kim und Putin gut kann. Im Gegensatz zu Demokratien. Die Bromance zwischen Erdogan und Trump ist allerdings zur Zeit sehr getrübt. Er mag aber solche Männer. Ganz im Gegensatz zur EU. Die er in dieselbe Liga wie China verortet. Jetzt bekommt Kanada das zu spüren. Der saudische Prinz Salman, Pseudo-Reformer, andere würden ihn als brutalen Diktator bezeichnen - je nach politischer Ideologie - wird von Trump explizit als Verbündeten definiert. Und während Trump auf Kanada schimpft (nicht auf Saudi-Arabien), kann sich so der Prinz so einiges herausnehmen.

Der arabische Prinz will offenbar an Kanada ein Exempel statuieren. Trump, der Präsi-Troll wird sich freuen. Einmal mehr kann er versuchen, wenn er meint, der Preis stimmt, wieder als Heilsbringer mit der US-Kavallerie angeritten kommen und solange sich alle streiten, hat er mehr Ruhe. War bei Napoleon auch nicht anders. Für "die westliche Welt" ist Trump ein Grabschaufler. Die Gegner dieser Welt hätten keinen Besseren erfinden können.

Frage: Und warum reagiert Saudi-Arabien so scharf?

Antwort: Die harschen Sanktionen erklären sich Experten mit dem Drang von Kronzprinz Mohammed Bin Salman, an Kanada ein Exempel zu statuieren und andere Länder so von Kritik an seinem Herrschaftsstil abzuhalten. Dass Saudi-Arabien überhaupt zum Druckmittel Sanktionen greift, deutet zudem darauf hin, dass das Land künftig eine noch bedeutendere Rolle in der internationalen Politik anstrebt. Sanktionen gehören nämlich nicht zum üblichen Arsenal eines Landes dieser Größe. Dass sich US-Präsident Donald Trump zuletzt abfällig über Kanada und Premier Trudeau geäußert hat, dürfte Mohammed Bin Salmans Furor zusätzlich Zund verliehen haben.


Frage: Wie reagiert die arabische Nachbarschaft?

Antwort: Ägypten, Jordanien und andere muslimische Staaten haben Riad ihre Unterstützung zugesichert. Allesamt verurteilen sie den kanadischen Kommentar zu Saudi-Arabien, wohl auch mit einem Blick auf ihre eigene Menschenrechtslage
.


Frage: Und steht der Westen den Kanadiern nun bei?

Antwort: Na ja
. Kanada hat Großbritannien und die Vereinigten Arabischen Emirate um Hilfe gebeten. Effektiv könnten wohl einzig die USA Riad zur Räson bringen. Bisher jedoch lässt Donald Trump seinen Nachbarn im Stich. Beide, also Saudi-Arabien und Kanada, seien Verbündete, ließ Washington wissen.


Frage: Aber Kronprinz Mohammed bin Salman gilt doch als Reformer?

Antwort: Nur scheinbar. Seit er im Sommer vergangenen Jahres als Kronprinz zum faktischen starken Mann Saudi-Arabiens aufstieg, tat sich Mohammed Bin Salman tatsächlich durch einigen Reformeifer hervor. So erlaubte er Frauen, Autos zu fahren, und ließ Kinos eröffnen. Gleichzeitig zieht er jedoch drakonisch gegen jene Aktivisten aus der Zivilgesellschaft zu Felde, die den von ihm schließlich durchgesetzten Wandel zuvor gefordert hatten – so nun auch gegen Samar Badawi. Außenpolitisch setzt er ohnehin auf Härte, wie der desaströse Krieg im Jemen und der erfolglose Blockadeversuch gegen das kleine Katar vor Augen führen.

derstandard.at/2000084994918/Warum-Saudi-Arabien-so-scharf-gegen-Kanada-schiesst


Trump entscheidet sich für die Saudis, gegen Kanada. Aus seiner Sicht logisch. Diese rechtsstaatlichen (das ist für Trump besonders ärgerlich) Nörgler im Norden muß man eher im Auge behalten, als diese spendablen, aber undemokratischen, aber ganz wichtig - hilflosen Scheichs irgendwo hinter dem Horizont.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 9. Aug 2018, 14:26

King Kong 2006 hat geschrieben:(09 Aug 2018, 11:50)

"Wer Freunde hat wie Trump, braucht keine Feinde" (EU-Ratspräsident Donald Tusk)

Was bedeutet das in der Realität? Es ist schon auffällig, daß Trump mit Leuten wie Kim und Putin gut kann. Im Gegensatz zu Demokratien. Die Bromance zwischen Erdogan und Trump ist allerdings zur Zeit sehr getrübt. Er mag aber solche Männer. Ganz im Gegensatz zur EU. Die er in dieselbe Liga wie China verortet. Jetzt bekommt Kanada das zu spüren. Der saudische Prinz Salman, Pseudo-Reformer, andere würden ihn als brutalen Diktator bezeichnen - je nach politischer Ideologie - wird von Trump explizit als Verbündeten definiert. Und während Trump auf Kanada schimpft (nicht auf Saudi-Arabien), kann sich so der Prinz so einiges herausnehmen.

Der arabische Prinz will offenbar an Kanada ein Exempel statuieren. Trump, der Präsi-Troll wird sich freuen. Einmal mehr kann er versuchen, wenn er meint, der Preis stimmt, wieder als Heilsbringer mit der US-Kavallerie angeritten kommen und solange sich alle streiten, hat er mehr Ruhe. War bei Napoleon auch nicht anders. Für "die westliche Welt" ist Trump ein Grabschaufler. Die Gegner dieser Welt hätten keinen Besseren erfinden können.

Trump entscheidet sich für die Saudis, gegen Kanada. Aus seiner Sicht logisch. Diese rechtsstaatlichen (das ist für Trump besonders ärgerlich) Nörgler im Norden muß man eher im Auge behalten, als diese spendablen, aber undemokratischen, aber ganz wichtig - hilflosen Scheichs irgendwo hinter dem Horizont.


Hier gibt es ja auch einige Unterstützer der Saudis die wirklich denken dass Saudi-Arabien doch soviel zivilisierter in der Außenpolitik agiert als der Iran. Ob denen jetzt vielleicht mal die Augen aufgehen? Ich finde es ist keine gute Idee die Saudis schalten und walten zu lassen wie sie wollen.

Und dass Trump ein immer an der Seite der USA stehenden Verbündeten wie Kanada so im Regen stehen lässt ist wirklich erbärmlich. Vor Trump undenkbar.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Do 9. Aug 2018, 17:43

Alter Stubentiger hat geschrieben:(09 Aug 2018, 15:26)

Hier gibt es ja auch einige Unterstützer der Saudis die wirklich denken dass Saudi-Arabien doch soviel zivilisierter in der Außenpolitik agiert als der Iran. Ob denen jetzt vielleicht mal die Augen aufgehen? Ich finde es ist keine gute Idee die Saudis schalten und walten zu lassen wie sie wollen.

Und dass Trump ein immer an der Seite der USA stehenden Verbündeten wie Kanada so im Regen stehen lässt ist wirklich erbärmlich. Vor Trump undenkbar.


Das ist die alte Geschichte des Klientels. Seit der Antike. Ob Achämeniden oder Rom. Du hast eine Reihe "Verbündeter" Staaten oder Satrapen und Könige. Die Zentralgewalt bei so großen Reichen, die über Kontinente gingen war illusionär. Nur heute fehlt der Reichszusammenhalt. Man hat eher Bündnisse und "Partner". Du konntest als Satrap Ägyptens bei den Achämeniden oder als König z.B. in Britannien zur Zeit Roms machen was du wolltest. Nur eines mußtest du immer. Die Gewalt und Authorität des Reichsführers anerkennen und ihm nicht in die Quere kommen. Dann konntest du nervige Nachbardörfer oder Hobby-Propheten plattmachen. Und in Saus und Braus leben. Frauen klauen oder sonstwas.

Saddam lernte und wußte, daß er gegenüber den USA einem mächtigen Land der Gegenwart "offen" sein mußte. Nicht in die Quere kommen. Ob dann Menschenrechtsverletzungen, Giftgaseinsätze oder sonstwas auf seinem Plan stand spielte keine Rolle. Da konnte er machen was er wollte. „Er mag ja ein Hurensohn sein, aber er ist unser Hurensohn“. Als er aber in Kuwait aufgefahren ist (Achtung Doppeldeutig), war der Ofen aus. Kam in die Quere des "Imperiums". Der Schah von Persien hatte auch stets Rückendeckung. Dasselbe galt für die Sowjetunion und seinen Satellitenstaaten.

Der Prinz aus Arabien steht in dieser Tradition. Er ist der Satrap der USA für die Region Middle East. Wie einst Saddam oder der Schah (Golfpolizist). D.h. wenn er sich sympathisch gibt, z.B. Frauen mal ans Steuer lässt, oder Kino erlaubt, was es im Iran schon seit hundert Jahren gibt und brav teuere US-Waffen kauft, dann kann er machen was er will. Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land und im Ausland, z.B. im Jemen. Geht ok.

Mal schauen, was zukünftige Historiker und Politikwissenschaftler in ihrer Bewertung sagen werden, das ein US-Präsident konfliktfreier mit einem arabischen Prinzen, denn mit dem kanadischen Nachbarn leben würde. Oder das die EU aus der Not heraus zusammen mit dem Iran überlegen muß, wie man standhalten kann. Merkel mit Peking beratschlagen muß, wie man mit Trumps Handelskrieg umzugehen hat! Interessante Zeiten. Wahnsinn, Genie oder einfach nur Zeitgeist?
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 10. Aug 2018, 14:12

King Kong 2006 hat geschrieben:(09 Aug 2018, 18:43)

Das ist die alte Geschichte des Klientels. Seit der Antike. Ob Achämeniden oder Rom. Du hast eine Reihe "Verbündeter" Staaten oder Satrapen und Könige. Die Zentralgewalt bei so großen Reichen, die über Kontinente gingen war illusionär. Nur heute fehlt der Reichszusammenhalt. Man hat eher Bündnisse und "Partner". Du konntest als Satrap Ägyptens bei den Achämeniden oder als König z.B. in Britannien zur Zeit Roms machen was du wolltest. Nur eines mußtest du immer. Die Gewalt und Authorität des Reichsführers anerkennen und ihm nicht in die Quere kommen. Dann konntest du nervige Nachbardörfer oder Hobby-Propheten plattmachen. Und in Saus und Braus leben. Frauen klauen oder sonstwas.

Saddam lernte und wußte, daß er gegenüber den USA einem mächtigen Land der Gegenwart "offen" sein mußte. Nicht in die Quere kommen. Ob dann Menschenrechtsverletzungen, Giftgaseinsätze oder sonstwas auf seinem Plan stand spielte keine Rolle. Da konnte er machen was er wollte. „Er mag ja ein Hurensohn sein, aber er ist unser Hurensohn“. Als er aber in Kuwait aufgefahren ist (Achtung Doppeldeutig), war der Ofen aus. Kam in die Quere des "Imperiums". Der Schah von Persien hatte auch stets Rückendeckung. Dasselbe galt für die Sowjetunion und seinen Satellitenstaaten.

Der Prinz aus Arabien steht in dieser Tradition. Er ist der Satrap der USA für die Region Middle East. Wie einst Saddam oder der Schah (Golfpolizist). D.h. wenn er sich sympathisch gibt, z.B. Frauen mal ans Steuer lässt, oder Kino erlaubt, was es im Iran schon seit hundert Jahren gibt und brav teuere US-Waffen kauft, dann kann er machen was er will. Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land und im Ausland, z.B. im Jemen. Geht ok.

Mal schauen, was zukünftige Historiker und Politikwissenschaftler in ihrer Bewertung sagen werden, das ein US-Präsident konfliktfreier mit einem arabischen Prinzen, denn mit dem kanadischen Nachbarn leben würde. Oder das die EU aus der Not heraus zusammen mit dem Iran überlegen muß, wie man standhalten kann. Merkel mit Peking beratschlagen muß, wie man mit Trumps Handelskrieg umzugehen hat! Interessante Zeiten. Wahnsinn, Genie oder einfach nur Zeitgeist?


Ein neues Zeitalter. Das Machtgefüge ändert sich zu Gunsten Chinas und auf Kosten aller anderen Groß und Mittelmächte. Amerika unter Trump beschleunigt nur den Niedergang der USA der schon in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts einsetzte. Im Großen und Ganzen hat Amerika mit dem Bedeutungsverlust der alten Industrien keinen Strukturwandel hin gekriegt. Man lebt immer mehr von der Wall Street und den ohne Zweifel beeindruckenden technologischen Leuchttürmen in silicon valley. Aber ein zu großer Teil Amerikas ist abgehängt und fällt immer weiter zurück. Diese Großmacht investiert nichts in den Strukturwandel und in Bildung für die Masse der Amerikaner. Aber China macht genau dies. Und darum kommen wir nicht daran vorbei mehr mit China zusammenzuarbeiten obwohl man auch da sie Augen aufhalten muß um nicht unter die Räder zu kommen. Aber zumindest ist China berechenbar. Sie haben eine klar erkennbare Strategie auf die man sich einstellen kann. Die Bundesregierung hat dies sogar erkannt und verhindert jetzt den Ausverkauf strategisch wichtiger Unternehmen nach China. Ich denke wir sind da auf einem guten Weg. Amerika dagegen steht ein steiler Abstieg bevor. Das ist bedauerlich. Sicherer wird die Welt dadurch nicht.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 31. Aug 2018, 08:04

TV-Star Trump bestätigt noch einmal die EU ist praktisch so "schlimm" wie China, nur kleiner.

"Die Europäische Union ist fast so schlimm wie China, nur kleiner", ergänzte Trump. Zuvor hatte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström in Brüssel erklärt, dass die EU bereit sei, ihre Autozölle auf Null zu reduzieren, wenn die USA dasselbe tun würden.


Juncker kontert

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker reagierte prompt: "Wenn Trump Autozölle verfügt, werden wir das auch tun", gab er Freitag früh bekannt. Er hätte mit Trump einen Waffenstillstand in Sachen Autozölle vereinbart, doch solche Waffenstillstände würden manchmal in Gefahr kommen.

derstandard.at/2000086415190/Trump-schlaegt-EU-Angebot-zu-Null-Autozoellen-aus


Das, was sich Trump jetzt im Kontext Mexikos ausgedacht hat, soll auf jedenfall einen anderen Namen haben als unter Obama. Ihm ist ja primär wichtig alles zu zerstören, wofür er nicht selbst verantwortlich ist. Das er dabei zerstörerisch ist, ist ihm schnuppe. Er hält sich für einen Schöpfer oder so ähnlich. Selbst Parteikollegen halten das neue Abkommen für suboptimal, vorsichtig ausgedrückt.

Lots of Trump's allies think his new trade deal with Mexico is terrible for the US

https://www.businessinsider.de/trump-us ... ?r=UK&IR=T


Ein neuer Höhepunkt mit China im Handelskrieg steht bevor, die Verhandlungen mit Nordkorea sind nur eine heiße Propaganda-Luftnummer, wie erwartet und im Iran denkt man inzwischen laut darüber nach aus dem Atomabkommen auszusteigen und die Beschränkungen fallen zu lassen. Wegen Trumps Handelskrieg. Dem Iran gehts jetzt noch schlechter als vorher + Beschränkungen. Selbst einen Dealmaker wie Trump müsste klar sein, daß man dann aussteigt. Davon schwadroniert er ja selbst immer. Naja, Hauptsache Klimaabkommen und Atomabkommen sind futsch. Weil, sind ja nicht von ihm... Neues Handelsabkommen mit Mexiko. Schlechter als vorher. Hauptsache von ihm und ganz wichtig - neuer Namen!

Derweil ruht sich Trump auf Zahlen innenpolitisch aus, die er auch Dank Obamas Politik vorlegen kann. Lange wird das nicht halten...
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Do 6. Sep 2018, 09:28

Kann eine "zweigleisige Präsidentschaft" die USA in der Position halten?

Offenbar arbeitet der "Widerstand" im Weißen Haus daran, daß die USA nicht ins Trudeln kommen, bzw. global andere Staaten nicht zu sehr in Mitleidenschaft geraten. Das geht über Mattis, der die Idee "Assad umzubringen" einfach nicht ausführt (es geht ja dabei nicht nur um die Person Assad - diese Intervention hätte ganz andere Folgen), über die Tatsache, daß man ihm einfach Papiere vom Schreibtisch klaut, damit TV-Star Trump (der Wahlweise von Untergebenen als Idiot oder Fünftklässler bezeichnet wird), nicht mal eben so die Wirtschaftskontakte mit Südkorea vernichtet.

Nun, das ist nicht neu. Schon Nixon galt als "merkwürdig", so daß sein damaliger Stabschef Anweisung gab alle sicherheitsrelevanten Befehle von Nixon nicht sofort auszuführen, sondern ihm erstmal vorzulegen. Sonst hätte man vielleicht schon den 3. Weltkrieg gehabt. Es gab viele Herrscher und Führer, die wenn sie nicht emsige, besorgte Berater um sich gehabt hätten, die das schlimmste verhüteten, wir in der Geschichte wohl noch verherrendere Folgen gehabt hätten. Selbst Nazis wie Speer war z.B. der Nerobefehl von Hitler doch zuviel.

Die Fanbase von Trump wird gefühlt den ultimativen Beweis haben, daß der deep state, das "die" also daran Schuld sind (mutmaßlich an der eigenen persönlichen Misere...). Aber, wenn es nicht aufmerksame Mitarbeiter mit Kompetenz und Fachwissen gäbe, dann hätte so mancher Politiker, Staatsführer oder Wirtschaftskapitän unerhörtes angerichtet. Denn nur, weil ein TV-Star die zweitmeisten Stimmen in den USA ergattern konnte, nach Clinton und damit US-Präsident wurde, heißt nicht, daß er nicht ein Vollidiot mit der Aufnahmekapazität eine Fünftklässlers bleibt!

"Ich bin Teil des Widerstands innerhalb der Trump-Regierung".

"Das Dilemma - was er nicht ganz versteht - ist, dass viele hochrangige Mitarbeiter in seiner eigenen Regierung von innen heraus unablässig daran arbeiten, Teile seines Programms und seiner schlimmsten Neigungen zu verhindern. Ich sollte es wissen. Ich bin einer von ihnen."


Und der Präsident agiere in einer Art und Weise, die dem Wohl der Republik schade


Aber man fühle sich zuallererst dem Land verpflichtet. Und der Präsident agiere in einer Art und Weise, die dem Wohl der Republik schade.


Deshalb hätten viele Personen, die von Trump ernannt wurden, versprochen, ihr Bestmögliches zu tun, "um die demokratischen Institutionen zu bewahren und Trumps am meisten fehlgeleitete Impulse zu vereiteln - bis er nicht mehr im Amt ist".

Trumps Führungsstil wird als impulsiv, feindselig, engstirnig und wirkungslos beschrieben. Es gebe Lichtblicke in der Regierungsarbeit. Die kämen aber trotz Trump zustande - und nicht dank ihm.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 26733.html


Dem Beitrag zufolge versuchen mehrere Mitarbeiter des Präsidenten Teile seiner Agenda zu blockieren, um das Land zu schützen. Trump handle "weiterhin in einer Art und Weise, die der Gesundheit der Republik schadet", hieß es. "Viele hochrangige Mitarbeiter in seiner eigenen Regierung arbeiten von innen heraus unablässig daran, Teile seines Programms und seiner schlimmsten Neigungen zu verhindern. (...) Ich bin einer von ihnen."

"Erwachsene im Raum"

"Es mag in dieser chaotischen Zeit vielleicht nur ein schwacher Trost sein, aber die Amerikaner sollen wissen, dass Erwachsene im Raum sind. Wir erkennen in vollem Umfang, was passiert. Und wir versuchen, das Richtige zu tun, selbst wenn Donald Trump es nicht tut." Daraus resultiere eine zweigleisige Präsidentschaft, bei der die Verwaltung anders als Trump handle.

derstandard.at/2000086796077/Insider-Widerstand-gegen-Trump-innerhalb-US-Regierung-Medien


Ich bin mir sicher, daß trotzdem viele dafür beten, daß das "dicke Kind im Weissen Haus" noch lange "wirken" möge. Aus bestimmten Gründen. :cool: :rolleyes:
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Enas Yorl » Do 6. Sep 2018, 15:55

King Kong 2006 hat geschrieben:(06 Sep 2018, 10:28)Offenbar arbeitet der "Widerstand" im Weißen Haus daran, daß die USA nicht ins Trudeln kommen, bzw. global andere Staaten nicht zu sehr in Mitleidenschaft geraten.


Das Motiv ist fragwürdig, weiter eine Regierung zu stützen, die man für Unfähig hält. Klingt eher so, als würde man unter den Republikanern an der Legende arbeiten, man hätte unter Trump das schlimmste verhindert. McCain hat sich offen gegen Trump gestellt, genau das, muss ein anständiger Politiker auch tun. Das durchschleppen von Trumps Präsidentschaft, während man versucht seine schlimmsten Fehler auszubügeln, richtet nur weiteren Schaden an.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Do 6. Sep 2018, 21:09

Enas Yorl hat geschrieben:(06 Sep 2018, 16:55)

Das Motiv ist fragwürdig, weiter eine Regierung zu stützen, die man für Unfähig hält. Klingt eher so, als würde man unter den Republikanern an der Legende arbeiten, man hätte unter Trump das schlimmste verhindert. McCain hat sich offen gegen Trump gestellt, genau das, muss ein anständiger Politiker auch tun. Das durchschleppen von Trumps Präsidentschaft, während man versucht seine schlimmsten Fehler auszubügeln, richtet nur weiteren Schaden an.


Angeblich überlegt man ja ihn irgendwie loszuwerden. Tatsächlich könnte seine ohnehin bizarre Art zu führen jetzt noch kurioser werden...

Besonders brisant: Der Verfasser des Essays in der "New York Times" erwähnt, dass es im Kabinett bereits Überlegungen gegeben habe, Trump aus dem Amt zu entfernen. Außerdem schreibt er oder sie, dass die Widerstandsbewegung gegen Trump sehr wohl wolle, dass die Regierung Erfolge habe. Man fühle sich aber zuallererst dem Land verpflichtet. Und der Präsident agiere in einer Art und Weise, die dem Wohl der Republik schade.

Trumps Paranoia könnte damit noch weiter zunehmen: Von nun an dürfte jeder Mitarbeiter, der ihm widerspricht, bei Trump in den Verdacht geraten, der Widerstandsgruppe anzugehören. Zugleich könnte so die Zahl der Mitarbeiter, die sich trauen, dem Präsidenten überhaupt noch Widerworte geben, weiter abnehmen. Es wäre ein fataler Teufelskreis: Ein Präsident, der ohnehin als beratungsresistent gilt, würde noch weniger auf andere Leute hören.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 26892.html


Damit kann die USA gefährlich gelähmt werden. Oder Trump kann noch desaströser auftreten, da er sich jetzt wohl nur noch mit JA-Sagern umgeben wird. Seinem Establishment und Filz und er muß Stärke demonstrieren. Das kann innen- und außenpolitisch Wellen geben.

Mal sehen, wie es mit der Resistance, dem Widerstand gegen dem TV-Komiker weitergeht.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon Enas Yorl » Do 6. Sep 2018, 23:44

Besonders brisant: Der Verfasser des Essays in der "New York Times" erwähnt, dass es im Kabinett bereits Überlegungen gegeben habe, Trump aus dem Amt zu entfernen. Außerdem schreibt er oder sie, dass die Widerstandsbewegung gegen Trump sehr wohl wolle, dass die Regierung Erfolge habe. Man fühle sich aber zuallererst dem Land verpflichtet. Und der Präsident agiere in einer Art und Weise, die dem Wohl der Republik schade.

Ich finde die Geschichte etwas bizarr. Auf der einen Seite behauptet man, das man Trump daran gehindert hat größeren Schaden anzurichten. Auf der Anderen, wünscht man natürlich den Erfolg der Regierung, und dient dem Land. Nur torpediert das Essay in der New York Times, sowohl den heimlichen Widerstand, wie auch D. Trump. Wem nützt das?

Trump bei der N.Y. Times anschwärzen, und den eigenen "Verdienst" öffentlich machen, macht nur Sinn. Wenn man vor hat, sich von Trump zu distanzieren. Mike Pence könnte sich am Ende hinstellen, und behaupten die "anständigen" Republikaner in der Regierung hätten Schlimmeres verhindert.

Außenpolitisch ist das eigentlich der Supergau. Damit ist nicht nur Trump selbst diskreditiert, sondern auch seine Regierung.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 7. Sep 2018, 23:07

Enas Yorl hat geschrieben:(07 Sep 2018, 00:44)

Ich finde die Geschichte etwas bizarr. Auf der einen Seite behauptet man, das man Trump daran gehindert hat größeren Schaden anzurichten. Auf der Anderen, wünscht man natürlich den Erfolg der Regierung, und dient dem Land. Nur torpediert das Essay in der New York Times, sowohl den heimlichen Widerstand, wie auch D. Trump. Wem nützt das?

Trump bei der N.Y. Times anschwärzen, und den eigenen "Verdienst" öffentlich machen, macht nur Sinn. Wenn man vor hat, sich von Trump zu distanzieren. Mike Pence könnte sich am Ende hinstellen, und behaupten die "anständigen" Republikaner in der Regierung hätten Schlimmeres verhindert.

Außenpolitisch ist das eigentlich der Supergau. Damit ist nicht nur Trump selbst diskreditiert, sondern auch seine Regierung.


Das Problem ist tatsächlich, daß die sogenannten "checks und balances" nicht wirklich funktioniert haben.

Checks and Balances ausgehebelt

Daneben bleiben die "Checks and Balances", die von den Amerikanern stets so gepriesene Kontrolle der Exekutive durch die Legislative und Judikative, auf der Strecke. Handelskriege, Klimapolitik, Auflösung des Iran-Deals und die Transpazifische Partnerschaft, Schuldenpolitik und die Beleidigung jahrzehntelanger Verbündeter – Trump kann seine Launen ausleben.

Bis auf wenige Aufrechte im Kongress um den eben zu Grabe getragenen Senator John McCain gibt es keinen republikanischen (und damit keinen überparteilichen) Widerstand. Die Republikaner machen im "alternative facts"-Zirkus brav Männchen, wenn Trump mit der Peitsche knallt.


Der "verdammte Idiot" ("fucking moron", Copyright: der inzwischen geschasste Rex Tillerson) ist nicht zu kontrollieren. Je nach Einschätzung bleibt er unberechenbar bis unzurechnungsfähig.


Musste die Umgebung Richard Nixons Ende der 1960er und in den 1970er-Jahren noch verstecken, dass der Präsident zuweilen ein unzurechnungsfähiger Säufer war (Henry Kissinger verhinderte einen Nuklearangriff auf Nordkorea, indem er Nixons Befehl ignorierte und mit dem Generalstab übereinkam, den Präsidenten erst einmal seinen Rausch ausschlafen zu lassen), kann Trump ohne jeden Genierer handeln. Die "Tell-all"-Bücher, die über ihn herauskommen, scheinen nur marginal Einfluss auf seine Beliebtheitswerte zu haben.


"Wir machen einen großartigen Job"

Trump selbst reagiert auf die Widerständler, die er selbst in sein Team geholt hat, wie gehabt: "Wir machen einen großartigen Job, die Umfragewerte schießen durch die Decke. Und wisst ihr was, niemand wird 2020 nahe genug an mich herankommen, um mich zu schlagen", sagte er vor der "Lügenpresse" in Washington. Nach allem, was bisher in den USA geschah, könnte er damit recht haben. Dann hieße es: Widerstand zwecklos.


Der Schaden ist immens - in der Außenpolitik. Das geht über China, daß die Chance nutzt an den USA vorbeizuziehen im Desaster des Aufkündigen des Iranabkommens, inklusive Kriegsgefahr dadurch, über die Entfremdung und Spaltung des Westens über die größte Gefahr, dem Klimawandel (O-Ton Verschwörung der Volksrepublik China).

Ich glaube allerdings, daß die tickende Zeitbombe eher das Klima ist, das Trump entstehen lässt. In den Gesellschaften. Er ist die Gallionsfigur, immerhin ein US-Präsident, der Armee der Frustrierten und Verschwörungsexperten, das wird nicht einfach wieder in der Griff zu bekommen sein, auch, wenn er weg ist. Lügenpresse, Spaltungen, Unverschämtheiten, Hass, Beleidigungen, undemokratische Haltungen, all das wird er kultivieren, etablieren und das wird nicht mit seiner Legislaturperiode(n) einfach wieder verschwinden.

Denn: "Die Wurzel des Problems ist die Amoralität des Präsidenten. Jeder, der mit ihm arbeitet, weiß, dass er keinen erkennbaren Grundprinzipien folgt, die seine Entscheidungsfindung leiten." Deshalb glauben die Widerständler, "dass wir zuallererst dem Land dienen müssen und tun, was wir können, um unsere demokratischen Institutionen zu schützen, indem wir fehlgeleiteten Impulsen Herrn Trumps entgegenwirken, bis er nicht mehr im Amt ist".

derstandard.at/2000086925953/Trumps-finsterer-ueber-SchattenAmerika


Das wird nicht reichen.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » So 9. Sep 2018, 20:43

Big brother ist watching you? Die Five-Eyes-Allianz besteht aus den USA, GB, Kanada, Australien und Neuseeland.

Überwachung

Sauron im Trump Tower

Der meistignorierte Skandal der Woche: Die Geheimdienste der sogenannten Five-Eyes-Allianz möchten die Tech-Branche zwingen, jegliche digitale Kommunikation für sie zu öffnen. Und das unter Trump.


Keine Schamgrenze mehr

Es gibt keine Rechtsgrundlage, derzufolge die NSA oder das britische GCHQ Zugriff auf die private Kommunikation beispielsweise aller deutschen Staatsbürger bekommen sollte. Selbstverständlich ohne jeden Gerichtsbeschluss, von welchem Gericht auch?


Global, total - aber nicht für Terroristen

Was aber, wenn es anders wäre? Oder würde? Man stelle sich, und das ist jetzt gar nicht mehr so schwer, eine Welt vor, in der einer wie Trump die USA regiert, also die Five-Eyes-Allianz anführt - und das Machtinstrument, das diese Allianz ist, wirklich nutzt.

Möchten wir wirklich zulassen, dass fünf Staaten rund um den Globus das Privileg bekommen, ganz offiziell und ohne Widerspruch die gesamte digitale Kommunikation des Planeten für sich selbst maschinenlesbar zu machen? Ohne jede Kontrolle? Auswertbar mit den neuen und gerade erst im Entstehen begriffenen Methoden des maschinellen Lernens? Darf es ein globales, totales, unentrinnbares Überwachungssystem geben, das einem wie Trump jeden Wunsch erfüllt, den er äußert? Saurons allsehendes Auge, diesmal im Trump Tower?


Dann würde das berühmte Zitat des Verschlüsselungspioniers Philip Zimmerman endgültig wahr: "Wenn Privatsphäre für illegal erklärt wird, haben nur noch Gesetzlose Privatsphäre."

Die Bundesregierung wäre gut beraten, alles daranzusetzen, ihre Bürger vor dem Allmachtsanspruch einer Allianz zu schützen, deren Chef im Moment nun einmal Trump heißt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/date ... 27115.html


Diese Überwachungsintensionen kennt man eigentlich eher von den üblichen Verdächtigen wie China oder Russland. Notwendiges Übel nachzuziehen? Muß "man" noch in dem Maße mit Auslandsstützpunkten und Trägerverbänden vor Ort sein? Im digitalen Zeitalter? Für die eigene Bevölkerung der Five-Eyes oder für Deutschland ohnehin nicht.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 10. Sep 2018, 21:37

Trump-Administration wird den Internationalen Gerichtshof sterben lassen, sollten potentielle US-Kriegsverbrechen und von Verbündeten zum Thema werden.

US-Regierung droht Den Haager Richtern und Anklägern mit Einreisesperre

Den Internationalen Strafgerichtshof im Visier: Die Trump-Regierung droht mit Sanktionen, sollte die Institution gegen Bürger der USA, Israels oder anderer verbündeter Staaten vorgehen.


Sollte das Gericht gegen Bürger der USA, Israels oder anderer verbündeter Staaten vorgehen, werde Washington Einreiseverbote und Finanzsanktionen gegen die Richter und Staatsanwälte verhängen, warnte der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, John Bolton, in einer Rede in Washington.


"Wir lassen den Internationalen Strafgerichtshof sterben"

Er bezeichnete die Institution als illegitim und "geradezu gefährlich". Die USA würden den Strafgerichtshof nicht unterstützen, nicht mit ihm kooperieren und ihm nicht beitreten, sagte Bolton. Und fügte hinzu: "Wir lassen den Internationalen Strafgerichtshof sterben".

Der als erzkonservativ bekannte Sicherheitsberater reagierte damit auf ein Ermittlungsersuchen der Chefanklägerin beim Strafgerichtshof in Den Haag gegen Mitglieder der US-Streitkräfte sowie der US-Geheimdienste wegen möglicher Kriegsverbrechen in Afghanistan.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/j ... 27459.html


Könnte ja auch das Bild "der Guten" ankratzen. ;)

Naja, dann kann man den Laden gleich zumachen. Trump hat dann wieder etwas "auf dem Gewissen".
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 15. Sep 2018, 09:45

Auch beim Sturm Florence beweist er lächerliche Größe und Souveränität als US-Präsident.

Trump macht sich ernsthafte Sorgen.

Trump will nach Angaben des Weißen Hauses kommende Woche selbst ins Sturmgebiet reisen. Ansonsten behandelte er den Hurrikan jedoch in erster Linie als politischen Zankapfel - und persönlichen Affront.


Auch hier toben Verschwörungstheorien (wie beim Klima -> Verschwörung der Chinesen O-Ton Trump).

Seit Tagen war er wie besessen davon, welche Folgen der Sturm auf sein Image haben könnte. Dazu scheute er auch vor absurden Verschwörungstheorien nicht zurück.

So verwies er auf den Hurrikan "Maria", der voriges Jahr Puerto Rico verwüstete. Die US-Karibikinsel leidet bis heute an den Folgen - auch weil die staatliche Hilfe viel zu spät eintraf. Trump hingegen bezeichnete den scharf kritisierten US-Einsatz in Puerto Rico als "unglaublichen, unbeachteten Erfolg", gab sich selbst dafür die Note "A-Plus" und beschuldigte die Demokraten, die offizielle Zahl von 2975 Todesopfern manipuliert zu haben, um ihn "so schlecht wie möglich aussehen" zu lassen: "3000 Menschen starben nicht", twitterte er.

Diese erfundene Behauptung sorgte nicht nur bei den Demokraten, bei Vertretern von Puerto Rico und bei Hinterbliebenen für Entsetzen. Sondern auch bei Trumps Beratern im Weißen Haus, die jeden Kommentar verweigerten.


Stattdessen bemühten die sich - in einer Art Gegenprogramm zu den präsidialen Tweets - um den Eindruck professioneller Betriebsamkeit. Die Presseabteilung des Weißen Hauses verschickte regelmäßige Aufstellungen über die "Florence"-Hilfsmaßnahmen mit Überschriften wie: "Präsident Donald Trump mobilisiert massiven Regierungseinsatz." Auch verteilte sie Fotos von Trump, wie er sich informieren ließ, mit grimmigem Blick und verschränkten Armen.

Auf einem Foto im Oval Office erklärte Vizepräsident Mike Pence ihm die Lage - anhand groß ausgedruckter, anschaulicher Grafiken, die die Schneise des Sturms zeigten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/h ... 28271.html


Was Trump wirklich Sorge macht, ist sein Image. Auch bei so einer Katastrophe sind ihm seine Verschwörungstheorien nicht zu schade. Wenn er das Klima mit Sanktionen belegen könnte, würde er diesen persönlichen Affront gegen sich damit begegnen. In dem er das Klimaabkommen kündigte hat er ja das quasi getan. Die Rechnung wird er später nicht bezahlen müssen.
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Re: Isolation oder Bewahrung der globalen US-Stellung? Die Protokolle von Greenwich

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 19. Sep 2018, 08:37

Trump - neben dem Klima - weltweit größtes Problem? Seine eigenen Berater (die Resistance?) vermuten es. Es könnte gerade bei der UN wieder deutlich werden.

TV-Star Trumps Top-Berater raten Donald von einem öffentlichen Auftritt vor der UN, um über den Iran zu schimpfen, ab. Am Ende könnte genau er als weltweites Problem erkannt und benannt werden...

Trump’s tough line on Iran risks backlash at U.N.

Donald Trump sees the U.N. General Assembly as a chance to condemn Iran — but U.S. allies plan to tell the president he's the problem.

Donald Trump sees next week’s main session of the United Nations General Assembly as a chance to condemn Iran for spreading what he’s called “chaos and terror” through the Middle East.

But many key U.S. allies will likely use the global forum to present Trump himself as a threat to world peace.

https://www.politico.com/story/2018/09/ ... 018-828604


Vielleicht sollte man den Mann einfach reden lassen? Donald ist gewohnt, wenn er vor seiner Fanbase spricht, das er über Angehörige von getöteten Kriegsveteranen, Behinderte, Frauen, politische Gegner, Minderheiten usw. übelst herziehen kann und er wird trotzdem bejubelt. Wenn er zudem nur von JA-Sagern (ganz übel Guiliani, den kann er sogar fertigmachen, nachdem er sich für Trump eingesetzt hat *) umgeben ist, kann das bei ihm das Bild erzeugen, das das ein normales, gewünschtes Verhalten ist. Das kann aber brutal aufschlagen, wenn da nicht mehr seine treuen Fans und JA-Sager um ihm herumsitzen, sondern andere Staaten.

*How Rudy Giuliani Turned Into Trump’s Clown
https://www.newyorker.com/magazine/2018 ... umps-clown
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