amerikanische demokratie

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Nomen Nescio
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 7. Nov 2018, 23:10

JUSTIZMINISTER SESSIONS IST FORT

trump sollte ihn gefragt haben zu gehen und darauf hatte sessions seine entlassung eingereicht. übersetzt »trump hat gesagt "und jetzt mußt du verschwinden"«.

https://www.politico.com/story/2018/08/ ... ump-794870

https://www.news.com.au/world/bombshell ... 285462ec6f

https://www.theguardian.com/us-news/201 ... ey-general

https://www.theguardian.com/us-news/liv ... atest-live

https://www.theguardian.com/us-news/2018/nov/07/matt-whitaker-jeff-sessions-acting-attorney-general-mueller
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Nomen Nescio
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 19. Nov 2018, 20:01

Ich lese z.z. ein buch aus 2003: Franken, Al - Lies and the Lying Liars Who Tell Them, A Fair and Balanced Look at the Right
es ist ob es jetzt geschrieben wurde. ich habe daher ein kleines extrakt hier als zitat eingestellt.
darum auch habe ich das letzte wort geändert um es zu aktualisieren.
There is, however, a right-wing media. You know who they are. Fox News. Talk radio. They are biased. And they have an agenda.
The members of the right-wing media are not interested in conveying the truth. That's not what they're for. They are an indispensable component of the right-wing machine that has taken over our country. They employ a tried-and-true methodology. First, they concoct an inflammatory story that serves their political goals. ("Al Gore's a liar.") They repeat it. ("Al Gore lies again!") They embellish it. ("Are his lies pathological, or are they merely malicious?") They try to push it into the mainstream media. All too often, they succeed.
Occasionally, they fail. (Despite their efforts, the mainstream media never picked up the Clinton-as-murderer stories.) But even their failures serve their agenda, as evidence of liberal bias. Win-win. You got to admit. It's a good racket.
They used these tactics to cripple Clinton's presidency. They used them to discredit Gore and put Bush into office. And they're using them now to silence Bush's critics. Bush is getting away with murder-just like Clinton did. See? That's how insidious the right-wing modus operandi is. Even I bought into the Clinton murder thing there for a second. And that's my point.
We have to be vigilant. And we have to be more than vigilant. We have to fight back. We have to expose those who bear false witness for the false witness bearers that they are. And we have to do it in a straight forward, plainspoken way. Let's call them what they are: liars. Lying, lying liars.
Hence the title of this book: Al Franken Tells It Like It Is.

Throughout this book I've used the terms "lie," "liars," "lying," and "O'Lie-lly" rather, you might say, liberally. Calling someone a liar is a serious charge. It's not quite as bad as calling someone a "traitor," but it's serious. Telling the truth is something I take seriously, and I try to hold myself to an impossibly high standard.
Yes. Lying is a serious matter. And calling the President of the United States a liar is not something I say with any relish or self-satisfaction. I wish with all my heart that our president wasn't a liar, or if he were, that he was more like President Obama [NN].
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Otto.F. » Di 20. Nov 2018, 08:14

Und Trump macht sich sein "geliebtes Militär" zum Feind.
Ein armes Diktatörchen ist er.
Ausgerechnet den Admiral der in den USA als Held gefeiert wird und der Kommandant des Teams war, welche Osama Bin Laden fasste.

https://www.google.de/url?sa=i&source=w ... 3958317764

Ob seine Fanboys das auch bejubeln?
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 21. Nov 2018, 07:37

na na na, this naughty donald trump.
Trump Wanted to Order Justice Dept. to Prosecute Comey and Clinton

ein mitarbeiter sollte gesagt haben daß das einen grund sein könnte für ein impeachment.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Otto.F. » Fr 23. Nov 2018, 07:41

Hilflose Aktionen am Stück. Alles um abzulenken.
Wird das wieder ein Trumpeigentor?

Comey und Lynch sollen wegen der Clinton E-Mail Affäre vorm Kongress aussagen.

https://mobil.n-tv.de/politik/Kongress- ... 35932.html
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Cat with a whip » Fr 23. Nov 2018, 20:42

Auch noch ziemlich bescheuert das Thema Clintons Emails zu pushen, wo gerade Ivanaka Trump wegen eines ähnlichen Falls d.h. problematischer Benutzung ihres privaten E-Mail-Accounts für offizielle Zwecke unter Beschuss ist. Da wird ein altes Thema künstlich aufgeblasen, nur weil nun bekannt wurde dass die Trumps die gleichen Verfehlungen begehen.

Das Muster kennt man seit Anbeginn, dem Gegner mit viel hysterischen Geschrei das vorwerfen was man eigentlich selbst gerade tut. Das beeindruckt wie man sieht immer wieder dumme Menschen.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 24. Nov 2018, 12:52

trump wird dieses report vermutlich blödsinnig finden, dennoch wird er es nicht abtun können als fake.
Clashing with Trump, US govt report says climate change will batter economy

The report says climate change will cost the US economy hundreds of billions of dollars by the end of the century, hitting everything from health to infrastructure.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Cat with a whip » Sa 24. Nov 2018, 14:32

Wollte nur mal feststellen, dass es in der Diskussion schon lange nicht mehr um das eigentliche Thema geht. Thema war die Diskussion über Defizite der US-Demokratie. Evtl. sollte man einen neuen Strang aufmachen wenn man die Regierungspolitik diskutieren möchte.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon streicher » Sa 24. Nov 2018, 16:46

Das Wahlsystem spielt in sehr entscheidenden Wahlen den Republikanern in die Hände: Die Mehrheit wählt Demokraten, aber Republikaner regieren. Ist sicherlich schon zig mal angesprochen worden. Aber die Zahlen führen vor Augen, wie krass es sich auswirkt.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Cat with a whip » Sa 24. Nov 2018, 17:00

streicher hat geschrieben:(24 Nov 2018, 16:46)

Das Wahlsystem spielt in sehr entscheidenden Wahlen den Republikanern in die Hände: Die Mehrheit wählt Demokraten, aber Republikaner regieren. Ist sicherlich schon zig mal angesprochen worden. Aber die Zahlen führen vor Augen, wie krass es sich auswirkt.


Sie würden sich doch selbst als kritischen Leser bezeichnen, der auch Grundrechenarten beherrscht, oder?

Kleines Spielchen gefällig?

Rechen Sie mal bitte in einem Beitrag vor wie weit bei den Midtermwahlen zum Repäsentatenhaus 2018 das Stimmenverhältnis vom Sitzverhältnis abweicht.

Vergleichen Sie dann ihr Ergebnis mit der betreffenden Aussage ihres verlinkten Text und geben sie eine kurze Kritik ab. Vielen Dank.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon KarlRanseier » Sa 24. Nov 2018, 17:21

Über die Hälfte der Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus hat ein Vermögen von über 1.000.000 Dollar, der Durchschnitt liegt bei 3.000.000 Dollar. Wer der Meinung ist, dass solche Leute die Interessen der arbeitenden Bevölkerung oder der über 47.000.000 Menschen dort, die auf Lebensmittelmarken angewiesen sind, vertreten, der hat, freundlich ausgedrückt, nicht mehr alle Tassen im Schrank...
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon KarlRanseier » Sa 24. Nov 2018, 17:31

streicher hat geschrieben:(24 Nov 2018, 16:46)

Das Wahlsystem spielt in sehr entscheidenden Wahlen den Republikanern in die Hände: Die Mehrheit wählt Demokraten, aber Republikaner regieren. Ist sicherlich schon zig mal angesprochen worden. Aber die Zahlen führen vor Augen, wie krass es sich auswirkt.


"Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten" (Kurt Tucholsky). Deshalb kann es dem Pöbel auch egal sein, ob er von einem Geldsack der Demokraten oder einem der Republikaner "vertreten" wird.

Ist in Deutschland aber auch ähnlich. Bierdeckel-Merz besitzt 3 Privatflugzeuge. Einem Obdachlosen, der seinen Laptop fand und zurückgab, überreichte er als "Finderlohn" ein neoliberales Propagandabuch, das er selbst geschrieben hat. Solche Figuren wie Merz wissen doch gar nicht, welche Probleme die Menschen haben, und das müssen sie auch nicht, weil es ihre Aufgabe ist, das Wohl der ganz großen Absahner zum Schaden der Allgemeinheit abzusichern. Prominentestes Beispiel ist die "Bankenrettung", die bisher größte Umverteiluing von unten nach oben.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Liberty » Sa 24. Nov 2018, 17:34

Wenn das popular vote die Wahl entscheidet, würden nur noch ein paar Metropolen darüber bestimmen, wer gerade regiert. Das ist ja auch innerhalb der Bundesstaaten schon so. In Illinois entscheidet immer Chicago, in New York immer NYC usw.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 24. Nov 2018, 17:52

Liberty hat geschrieben:(24 Nov 2018, 17:34)

Wenn das popular vote die Wahl entscheidet, würden nur noch ein paar Metropolen darüber bestimmen, wer gerade regiert. Das ist ja auch innerhalb der Bundesstaaten schon so. In Illinois entscheidet immer Chicago, in New York immer NYC usw.

Mag stimmen. Aber im Zweifelsfall gilt: Trump hat Recht und die Demokraten sind schuld! :mad: :mad2:
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon streicher » Sa 24. Nov 2018, 18:25

Cat with a whip hat geschrieben:(24 Nov 2018, 17:00)

Sie würden sich doch selbst als kritischen Leser bezeichnen, der auch Grundrechenarten beherrscht, oder?

Kleines Spielchen gefällig?

Rechen Sie mal bitte in einem Beitrag vor wie weit bei den Midtermwahlen zum Repäsentatenhaus 2018 das Stimmenverhältnis vom Sitzverhältnis abweicht.

Vergleichen Sie dann ihr Ergebnis mit der betreffenden Aussage ihres verlinkten Text und geben sie eine kurze Kritik ab. Vielen Dank.
Demokraten: (52,8% der Stimmen): 435 * 0,528 = 230 (haut bald hin, sie haben 234)
Republikaner (45,5% der Stimmen): 435 * 0,455 = 198 (sie haben 200)
Ein Sitz noch offen. Passt also ziemlich.

Was aber dem Verhältnis nach nicht passt: Die Präsidentschaftswahlen, in denen Bush und Trump gewonnen haben: der Gegenkandidat hatte eigentlich die Mehrheit der Stimmen, kurz: die regierenden Präsidenten hätten dem Verhältnis nach die Wahlen verloren.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Cat with a whip » Sa 24. Nov 2018, 19:18

Genau so sehe ich das auch. Dieser Artikel ist nun schon der zweite der mir seit den Midterms unterkommt, der eine Benachteiligung der Demokraten bei den Abgeordnetenwahlen behauptet, obwohl die Fakten dagegen sprechen.

Ich kann mir nur folgende Gründe für die Diskrepanz zwischen Behauptung und Realität zusammenreimen:
1. Es wird gelogen.
2. Es wird einfach mal behauptet und kopiert ohne zu prüfen.
3. Es ist was dran, nur wurde das Gerrymandering bei dieser Wahl von Wechselwählen durch ein völlig irreguläres Wahlverhalten (viele tradidionelle GOP-Wähler wechselten die Partei aus verschiedensten Gründen) untergraben.
4. Es ist was dran, aber nur zur Hälfte, denn die Demokraten beeinflussen in anderen Bundesstaaten auch den Wahlkreiszuschnitt.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Liberty » Sa 24. Nov 2018, 19:34

streicher hat geschrieben:(24 Nov 2018, 18:25)
Was aber dem Verhältnis nach nicht passt: Die Präsidentschaftswahlen, in denen Bush und Trump gewonnen haben: der Gegenkandidat hatte eigentlich die Mehrheit der Stimmen, kurz: die regierenden Präsidenten hätten dem Verhältnis nach die Wahlen verloren.


Der Wahlkampf ist ja auch gar nicht darauf ausgerichtet das popular vote zu gewinnen, sondern die Mehrheit nach Wahlmännern. Deshalb hat Trump z.B. in Kalifornien und New York gar keinen Wahlkampf, weil Clinton die sowieso gewinnt. Wie hoch ist ja egal, ändert ja nichts an der Anzahl der Wahlmänner. Dafür sind Staaten wie Iowa, Nevada, Wisconson, North Carolina etc. aber wichtig gewesen.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Cat with a whip » Sa 24. Nov 2018, 21:01

streicher hat geschrieben:(24 Nov 2018, 18:25)
Was aber dem Verhältnis nach nicht passt: Die Präsidentschaftswahlen, in denen Bush und Trump gewonnen haben: der Gegenkandidat hatte eigentlich die Mehrheit der Stimmen, kurz: die regierenden Präsidenten hätten dem Verhältnis nach die Wahlen verloren.


Das liegt am historischen Wahlsystem gemäß dem Bundesstaaten als "general ticket" den Präsidenten wählen. Einerseits hat jeder Staat (bis auf D.C.) eine gemäß des Zensus proportionale Abgeordnetenzahl, die dann als Wahlmänner der Mehrheitsentscheidung agieren. Hier entstehen bereits Verletzungen der Proportionalität durch Rundungsfehler und demographische Verschiebungen. Der größere und echt systematische Fehler ist durch die Verfassung selbst festgelegt, wonach jedem Staat zu seinen Abgeordeten zusätzlich 2 Stimmen (analog den Senatoren) im Electoral College zustehen. Das hat zur Folge dass eine Wählerstimme in bevölkerungsarmen Staaten wie Vermont oder Wyoming rund dreimal so viel Gewicht hat wie eine Stimme in Illinois oder New York.

Folge: Wenn eine Partei nun überwiegend in ländlich geprägten kleinen Bundesstaaten erfolgreich ist, erhält ihr Präsidentschaftskandidat einen systematischen Vorteil. In manchen Wahlen kann das dazu führen dass die Minderheit den Päsidenten stellt. Statistisch gesehen kam sowas in der Geschichte bereits vier mal vor, also fast bei jedem zehnten Präsidenten.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon streicher » So 25. Nov 2018, 13:01

Cat with a whip hat geschrieben:(24 Nov 2018, 19:18)

Genau so sehe ich das auch. Dieser Artikel ist nun schon der zweite der mir seit den Midterms unterkommt, der eine Benachteiligung der Demokraten bei den Abgeordnetenwahlen behauptet, obwohl die Fakten dagegen sprechen.

Ich kann mir nur folgende Gründe für die Diskrepanz zwischen Behauptung und Realität zusammenreimen:
1. Es wird gelogen.
2. Es wird einfach mal behauptet und kopiert ohne zu prüfen.
3. Es ist was dran, nur wurde das Gerrymandering bei dieser Wahl von Wechselwählen durch ein völlig irreguläres Wahlverhalten (viele tradidionelle GOP-Wähler wechselten die Partei aus verschiedensten Gründen) untergraben.
4. Es ist was dran, aber nur zur Hälfte, denn die Demokraten beeinflussen in anderen Bundesstaaten auch den Wahlkreiszuschnitt.
Dem Titel nach - "Die Mehrheit wählt Demokraten, aber die Republikaner regieren" - hätte Artikel sein genaues Augenmerk auf die Gouverneurswahlen und die Präsidentschaftswahlen legen müssen; und dann klar herausrechnen. Der Titel redet vom "Regieren".
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon streicher » So 25. Nov 2018, 13:04

Liberty hat geschrieben:(24 Nov 2018, 19:34)

Der Wahlkampf ist ja auch gar nicht darauf ausgerichtet das popular vote zu gewinnen, sondern die Mehrheit nach Wahlmännern. Deshalb hat Trump z.B. in Kalifornien und New York gar keinen Wahlkampf, weil Clinton die sowieso gewinnt. Wie hoch ist ja egal, ändert ja nichts an der Anzahl der Wahlmänner. Dafür sind Staaten wie Iowa, Nevada, Wisconson, North Carolina etc. aber wichtig gewesen.

Das stimmt. Es ist ein komplett anderes Wahlsystem als unseres, mit dem Ziel, ein Zweiparteiensystem zu schaffen/erhalten. Im (personalisiertem) Verhältniswahlrecht ist ein Zweiparteiensystem ziemlich unwahrscheinlich.
Die Zukunft ist Geschichte.

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