Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

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Dieter Winter
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Dieter Winter » Mo 11. Sep 2017, 09:03

Cat with a whip hat geschrieben:(11 Sep 2017, 09:59)

Das was auf SPON zum Thema publiziert wird, insbsondere die Polemiken und Halbwahrheiten des Axel Bojanowski sind nicht ernstzunehmen.
Wenn sie folgendes lesen, können sie es besser einordnen.
https://scilogs.spektrum.de/klimalounge ... r-debatte/


Ein Stefan Rahmstorf blog ist jetzt nicht wirklich eine neutrale Quelle - um es mal vorsichtig zu formulieren. :D

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 05095.html
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Cat with a whip
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Cat with a whip » Mo 11. Sep 2017, 11:37

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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Cat with a whip » Mo 11. Sep 2017, 12:51

Weiter zu Irma. Interessant sind die teilweise bis zur Sichtlinie trocken gefallenen Küsten an der Sturmfront. Das Wasser kommt an der Rückseite des Hurricanes mit Schwung wieder doppelt zurück. Zun Glück deutlich geringere Sturmfluten als befürchtet. Bei Naples ware es 1,5 m Maximum über der normalen Tide.
https://tidesandcurrents.noaa.gov/stati ... 5110#tides

Anbei ein Link mit Bilddoumentaionen:
http://www.huffingtonpost.com/entry/bah ... aafcf84e86
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 11. Sep 2017, 13:26


Das ist ein interessanter Artikel, danke für den link!
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Boracay » Mo 11. Sep 2017, 20:30

Fassen wir zusammen: Der schlimmste Hurrikane aller Zeiten war ein laues Lüftchen, keine Toten in den USA, überschaubarer Schaden und außer viel Bla Bla war überhaupt nix.

Eine Katastrophe die es nie gab.
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Alexyessin » Mo 11. Sep 2017, 20:36

Boracay hat geschrieben:(11 Sep 2017, 21:30)

Fassen wir zusammen: Der schlimmste Hurrikane aller Zeiten war ein laues Lüftchen, keine Toten in den USA, überschaubarer Schaden und außer viel Bla Bla war überhaupt nix.

Eine Katastrophe die es nie gab.


Der stärkste je gemessene Hurricane hat zum Glück für die Halbinsel Florida noch ein wenig nach West abgedreht. Wie hoch der Schaden ist, ist eh noch nicht bekannt.
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Cat with a whip » Mo 11. Sep 2017, 21:08

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Sep 2017, 14:26)

Das ist ein interessanter Artikel, danke für den link!

Dann dürfte Sie diese englischsprachige Seite sicher auch interessieren. Kompakt und Umfangreich.
Die Seite greift kursierenden Mythen, Mißverständnisse und gezielte Desinformation der Leugner rund ums Thema Klimawandel auf und stellt diesen eine wissenschaftliche Erklärung auf verständliche Weise entgegen.

https://www.skepticalscience.com/
https://www.skepticalscience.com/argument.php
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Boracay » Mo 11. Sep 2017, 21:37

Alexyessin hat geschrieben:(11 Sep 2017, 21:36)

Der stärkste je gemessene Hurricane hat zum Glück für die Halbinsel Florida noch ein wenig nach West abgedreht. Wie hoch der Schaden ist, ist eh noch nicht bekannt.


Der stärkste Huriccane war Wilma, Irma ist auf Platz 13. Beim abdrehen war er eh nur noch ein Lüftchen.
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Cat with a whip » Mo 11. Sep 2017, 21:42

Da schaut die Seekuh als Irma den Meeresboden an der Westküste trockenlegte.

http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/ ... 1505130647

:)
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Alexyessin » Di 12. Sep 2017, 07:13

Boracay hat geschrieben:(11 Sep 2017, 22:37)

Der stärkste Huriccane war Wilma, Irma ist auf Platz 13. Beim abdrehen war er eh nur noch ein Lüftchen.


Irma ist der stärkste atlantische Hurrikan außerhalb des Golfs von Mexiko und des Karibischen Meeres seit Beginn der Aufzeichnungen.[5] Irma ist der erste tropische Wirbelsturm, der eine andauernde Windgeschwindigkeit von 297 km/h für 37 Stunden erreicht.[6] Der bisherige Rekordhalter war der Taifun Haiyan, der 2013 über die Philippinen hinweggezogen ist


https://de.wikipedia.org/wiki/Hurrikan_Irma

Ob du einen tropischen Sturm dann als laues Lüftchen bezeichnest bleibt dann deine Einschätzung.
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Cat with a whip » Di 12. Sep 2017, 13:21

Rückblickend war Irma ganz oben in der Liste der stärksten tropischen Zyklone im atlantischen Becken. In Punkto Spitzenwindgeschwindigkeit erreicht Wilma zwar nicht Hurricane Allen (1980), ist aber gleich danach auf Platz zwei. Für die Dauer der Windstärke ist Irma ganz oben mit dabei. In Punkto Intensität (Luftdruck) kam Irma nicht in die Top Ten.

Und ob ein Hurricane gefährlich ist, richtet sich vor allem danach wie lange er an bewohntem Land ist. Und wenns dicht besiedelt ist, ist es halt Pech. Irma hat ganz Florida getroffen. So haben nun 62% der Bewohner Floridas keinen Strom. Soll Wochen dauern bis das weitestgehend behoben ist. Das ist scheisse, keine Klimaanlage, keinen Kühlschrank. Küstenabschnitte sind im Süden verwüstet. In der Karibik wurden Inseln so sehr verwüstet dass sie unbewohnbar wurden.

Üblicherweise schwächen sich über Land die Winde der Hurricanes schnell ab. Und dieser bildet da keine Ausnahme.
Irma tat das zum Glück stärker bereits auf Höhe von Naples/Fort Myers. Das fiel schon am Sonntag auf als die Sturmfluten an der Südspitze Floridas nur halb so hoch ausfielen wie noch am Freitag befürchtet. Glück hatte man auch mit der Zugrichtung. Die Warscheinlichkeitskorridore für ihre Zugrichtung sind ja recht breit. Allerdings hat die Vorhersagemethodik enorme Fortschritte gemacht, so erreicht man heute die gleiche Vorhersagegenauigkeit für 5 Tage wie noch vor 15 Jahren für 3 Tage.

Momentan ist Irma auf tropisches Tief heruntergestuft. Es gibt weiterin über mehrere Bundesstaaten hinweg Starkregen, Sturmböen und an der Küste Fluten.bereits

Wir haben jetzt exakt die Mitte der Hurricane-Saison, bzw. das Datum der größten Sturmhäufigkeit und hatten schon mehr Stürme als in den jeweiligen gesamten Jahren seit 2013. Damit wird die Saison mindesten so hyperaktiv wie 1995, 2010, 2011 und 2012. Das Rekordjahr 2005 wird es zum Glück nicht erreichen.

Interessant auch die Tendenz: In diesem jungen Jahrhundert hatten wir bereits so viele hyperaktive Hurricane-Saisons wie in der letzten Jahrhunderthälfte.
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Boracay » Di 12. Sep 2017, 15:13

Cat with a whip hat geschrieben:(12 Sep 2017, 14:21)
Und ob ein Hurricane gefährlich ist, richtet sich vor allem danach wie lange er an bewohntem Land ist. Und wenns dicht besiedelt ist, ist es halt Pech. Irma hat ganz Florida getroffen. So haben nun 62% der Bewohner Floridas keinen Strom.


Ein normaler Deutscher Herbststurm reicht völlig aus um in den USA eine "keinen Strom" Situation zu erzeugen, da die Verkabelung wie um die Jahrhunderwende erfolgt und jedes laue Lüftchen alles zum Zusammenbruch bringt.
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Cat with a whip » Di 12. Sep 2017, 22:01

Wenn ihre Behauptung wahr wäre hätte ja früher in der BRD jedes Jahr flächendeckend der Strom ausfallen müssen als Freileitungen im Niederspannungsnetz auch bei uns noch üblich waren. Davon ist jedoch nichts überliefert. In Deutschland sind übrigens die Winterstürme besonders gefährlich, da hier Schnee- und Eislasten auf den Freileitungen zu Mastbrüchen führen können. Da gab es seit dem Krieg mehrere Großsstörungen die man sich aber an beiden Händen abzählen kann und die niemals das Ausmaß wie in Florida erreichten.
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Quatschki » Di 12. Sep 2017, 22:15

Die Bevorzugung von Erdkabeln in D ist doch rein ästhetisch
Der Deutsche will auch alles "unter Putz", obwohl es Baukosten (und Umbaukosten, wenn mal was geändert oder modernisiert werden soll) in die Höhe treibt.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 13. Sep 2017, 07:43

Cat with a whip hat geschrieben:(12 Sep 2017, 14:21)

Interessant auch die Tendenz: In diesem jungen Jahrhundert hatten wir bereits so viele hyperaktive Hurricane-Saisons wie in der letzten Jahrhunderthälfte.

wie kann man ausrechnen wieviel kraft ein sturm mit einer geschwindigkeit von 100, 200 bzw 300 km in newton hat.
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Cat with a whip » Mi 13. Sep 2017, 10:42

Nomen Nescio hat geschrieben:(13 Sep 2017, 08:43)

wie kann man ausrechnen wieviel kraft ein sturm mit einer geschwindigkeit von 100, 200 bzw 300 km in newton hat.


Die Kraft ist hier der Strömungswiderstand. Und der ist nicht nur Abhängig von der Relativgeschwindigkeit zwischen umströmten Objekt und Fluid sondern von mehreren objekteigenen Einlussgrößen wie Querschnittsfläche, Strömungswiderstandskoeffizient und auch der Luft, d.h. die Luftdichte ist variabel. In der Praxis sind die Verhältnisse so komplex, dass das diese aufwendig in numerischen Verfahren berechnet wird oder experimentell am Modell ermittelt wird.
In der Regel kann man bei den alltäglichen Fällen von turbulenten Strömungen ausgehen. Praktikabel ist daher die einfache Staudruckformel.
F = cw * A * 0,5 * ϱ * v².

Nützen wird das aber auch nichts, denn bei hohen Bauwerken liegen unterschiedliche Windgeschwindigkeiten und Angriffsflächen und Strömungsarten vor und komplexe Kraftverteilungen müssen vom Fundament aufgenommen werden. Auch die Fassadenelemente müssen halten. Bei dünnen Masten wirken dann vielfach höhere Biegemomente an der Basis und auch das Schwingungsverhalten muß beachtet werden. Dann kommt's auf die Umgebung an, steht ein Objekt geschützt, ungeschützt oder erhöht.

Interessant ist noch der statische Druck durch die Last der Atmosphäre von 10 Tonnen pro Quadratmeter. Wir spüren diese Last nur nicht weil der Innendruck entprechend ist. Dieser wirkt auch im Inneren von Gebäuden. Trifft eine sehr starke Bö auf ein Dach, reduziert sich der aussere statische Druck um den dynamischen Druck (Bernoulli-Effekt) und es entsteht ein plötzlicher Druckunterschied mit Kraftwirkung (Sog) nach aussen. Hat das Dach noch lange Überstände und ist belüftet, drückt der Wind als Staudruck nochmals von innen. So können Dächer abgedeckt werden. Die Bilder von zerstörten Häusern nach Orkanen, Hurricanes oder Tornados zeigen das.

http://www.uni-frankfurt.de/55773813/St ... rstand.pdf?
https://www.stromberg-gymnasium.de/unte ... n_luft.htm
https://www.friedrich-datentechnik.de/s ... sog-1.html
https://vds.de/fileadmin/vds_publikatio ... 89_web.pdf
http://www.vds-industrial.de/fileadmin/ ... 89_web.pdf
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 13. Sep 2017, 18:36

Cat with a whip hat geschrieben:(13 Sep 2017, 11:42)

Die Kraft ist hier der Strömungswiderstand... etc.

BEDANKT !! :)
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 15. Sep 2017, 09:34

Quatschki hat geschrieben:Die Bevorzugung von Erdkabeln in D ist doch rein ästhetisch
Der Deutsche will auch alles "unter Putz", obwohl es Baukosten (und Umbaukosten, wenn mal was geändert oder modernisiert werden soll) in die Höhe treibt.
Na komm - das meinst Du sichern nicht im Ernst....

Meine Lehrzeit lag in den frühen sechzigern des vorherigen Jahrhunderts. Keine Stadt von Bedeutung war nicht bereits zu diesem Zeitpunkt verkabelt. "Kabel" schließt übrigens bereits ein, das diese "Leitungsart" auch "erdverlegbar" ist. "Erdkabel" leider immer wieder gern genutzt, ist ein typischer "Pleonasmus" - ein Wortgeschöpf, welches irgendwie wie "pechrabenschwarz" daherkommt.

Darf ich daraus schließen, dass Du wenig Ahnung von den Gründen warum in D nahezu alle "Kabel" - also besondere "Leitungen" die für die Erdverlegung in ihrer Bauart geeignet sind, genau dort liegen, unter der Erdoberfläche in der "Erde" (meist gemütlich in einem "Sandbett") :?:

Die Kosten für Reparaturen (gelegentlich "greift" ein Bagger zu :( ) sind geringfügig, das ist überall so, wo eine Sache von Anfang an solide und nachhaltig ausgeführt wird. Kein Sturm, auch kein Hochwasser kann so ein erdverlegtes Leitungsnetz ernsthaft gefährden.

Kommt noch hinzu, die Amis erzeugen die "haushaltsgerechte" Niederspannung mittels dieser ominösen "Masttransformatoren" die wohl für Dich das technischen Nonplusultra darstellen. Primärseitig 10 kV (Mittelspannung), was beim Umfallen diese wunderhübschen Lichtbögen die jeden ordentlichen Katastrophenfilm "zieren" erzeugt. Beispielshafte, kostengünstige, fortschrittliche Leitungsführung "Made in USA"wie sie Quatschki gerne auch in D finden würde

Auch mit der "Selektivität" gezielte Abschaltungen von Netzabschnitten scheint im Land der Freien wohl auch nicht ganz oben auf der Wunschliste zu stehen. Wie sonst müssen die Rückkehrer in die Katastrophengebiete nicht andauernd vor "herunterhängenden" Leitungen gewarnt werden (was gern auch mal der Gouverneur übernimmt :p ).

Selbst als in D auf dem Land so bis in die 80 Jahre des vorherigen Jahrhunderts noch "über Dach Einspeisung" üblich war, wurde in diesem Freileitungsnetz "lediglich" Niederspannung (vormals 220V / 380 V) übertragen. Mit durchaus trennbaren Sektionen, falls daran gearbeitet werden muss. Die irren Holzmasten als Träger des Leitungsnetzes in den USA wohl "Pflicht" sind, gab es nur in Ausnahmen in D. Dort (in D) musste gewöhnlich schon das komplette Haus einstürzen um die Leitungen zu Boden zu bringen.

Was Änderungen angeht, sind diese allenfalls lokal und dann in eher geringem Umfang notwendig. Wird in D ein Neubaugebiet erschlossen, werden alle Versorgungsleitungen - das kann neben Wasser und Abwasserführung auch eine Erdgasleitung sein - die Stromversorgung ist in Abschnitte unterteilt, welche erhebliche Kapazitäten ermöglichen. Mein Anschluss (nachträglich statt der Dacheinspeisung) ermöglicht ohne Einschränkungen für eine ohmsche 3 Phasennutzung von ~57 kW. Was wohl eher theoretisch ist, wer benötigt in einem Einfamilienhaus, selbst, wenn die Heizung "direkt elektrisch" plus Brauchwassererwärmung eine solche Leistung dauerhaft :?: Da ist problemlos auch die Ladeleistung eines E-Mobils drin, muss ja nicht - kann aber "gleichzeitig" erfolgen :?

Die Amis, wären sicher froh, wenn ihre total überalterten und maroden Stromversorgungen auch nur annähernd ein solche Niveau hätten. Sicher auch aus rein ästhetischen Gründen, schön ist jedenfalls anders - man muss nicht wirklich sehen woher der Strom kommt.... Es reich für alle zu wissen Strom kommt aus der Steckdose :thumbup:
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 15. Sep 2017, 10:12

Hallo Cat with a whip,

das hast Du sehr schön dargestellt - Nomen Nescio ist offensichtlich zufrieden - jeder weiß nun, warum so einer Hütte das Dach wegfliegt. Was ich zu bekritteln habe, ist dieser "Sog", ich glaube zwar nicht das Du den für möglich hältst, es ist halt leider so - es gibt keinen "Sog" :p

Es gibt nur Druckunterschiede. Ein Flugzeug wird ja auch nicht "nach oben gesaugt" sondern durch die Form der Tragflächen entstehen unterschiedliche Druckverhältnisse, eben dieser nützliche "Bernoulli-Effekt". Auch ein gewisser "Venturi-Effekt" spielt gerade bei Gebäuden eine Rolle. Vermutlich wäre man Dank heutiger Computerkapazitäten in der Lage, die günstigsten Verhältnisse, sowohl für den Standort (in Bezug auf andere Gebäude - Landschaftsformen), als auch für das Gebäude selbst, vorauszuberechnen.

Aus ganz anderen Gründen hat meine Hütte ganz erhebliche Dachüberstände, was sicher ab einer Windstärke X aus der Richtung Y sehr unschöne Folgen haben könnte. Ideal wäre ein "passender Algorithmus" der über Lageplan / detaillierte Baupläne eine "Voraussage" treffen könnte, wann mindestens das Dach wegfliegt - in meinem Fall - auch wann die PV-Anlage (jedenfalls der Teil der als Indachanlage ausgeführt ist) "Flügel" bekommt.

Nun ja, bislang hat alles gehalten.... :s
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Re: Hurrikan in Florida - Millionen evakuiert

Beitragvon Cat with a whip » Fr 15. Sep 2017, 10:22

Ich weiß dass es keinen Sog als physikalische Wirkung gibt, ich fügte das Wort trotzdem bewusst in Klammern an, damit jedermann es mit dem intuitiven Verständnis aus dem alltäglichen Sprachgebrauch heraus zuordnen kann.

In den USA sind die Städte auch unterirdisch versorgt. Wegen der Zersiedlung auf dem Land und der zwangsweise mobilen Lebensweise im Hardcore-Kapitalismus ist wohl auch die Erdverlegung auf dem Land finanziell nicht attraktiv. Dann wirds halt nur noch da aufgebaut wo es noch gebraucht wird. Mehr staatliche Planung und Regulierung möchte man ja seitens der Energieunternehmen nicht, weil teuflischer Sozialismus.

Davon mal abgesehen wird sich hier schon wieder in einem geringeren Problem verkrallt. Vermutlich weil Stürme spektakulärer wirken und das Wasser nur langsam kommt. Man sollte wenigstens zur Kenntnis nehmen dass vom Wasser 90% der Risiken stammen.

Wenn man die armen Leute gerade sieht wie sie ihre ganz Habe vors Haus schmeissen müssen, mit Gesichtsmasken ihre in der feuchtwarmen Hitze Floridas stinkenden Fußböden und Teppiche herausschneiden und ihre Wände bis auf einen halben Meter wegen Schimmelgefahr komplett herausklopften...das ist dann in ganzen Siedlungen flächendeckend so.
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