Weißer Terror in Charleston ...

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bakunicus
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Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon bakunicus » Do 18. Jun 2015, 20:24

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/c ... 39504.html

Ein junger Mann eröffnet in einer Kirche das Feuer - neun Menschen sterben. Zu den Opfern im US-Bundesstaat South Carolina gehört auch Reverend Clementa Pinckney, eine spirituelle und politische Identifikationsfigur.


die serie der politisch motivierten terrorakte reißt nicht ab, von norwegen, über paris bis charleston.
und am ende geben sie sich alle nichts ...
die extremisten dieser welt kommen aus allen kulturen, religionen und hautfarben, und sind skrupellos und gehen über leichen.

je suis clementa pinckney ...
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USA TOMORROW
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon USA TOMORROW » Do 18. Jun 2015, 20:58

bakunicus » 18. Jun 2015, 21:24 hat geschrieben:die extremisten dieser welt kommen aus allen kulturen, religionen und hautfarben, und sind skrupellos und gehen über leichen.

Meine Gebete sind natürlich mit den Opfern und ihren Familien.

Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass du dieses grausame Verbrechen für deine politischen Zwecke ausschlachten möchtest.
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon bakunicus » Do 18. Jun 2015, 21:03

USA TOMORROW » Do 18. Jun 2015, 21:58 hat geschrieben:Meine Gebete sind natürlich mit den Opfern und ihren Familien.

Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass du dieses grausame Verbrechen für deine politischen Zwecke ausschlachten möchtest.


mhh ...
das attentat auf die redaktion von charlie hebdo in paris hat in wenigen stunden sämtliche leitmedien gefüllt, hat eine beispiellose solidaritätswelle ausgelöst.
und hat auch hier im forum sofort resonanz gehabt ...

das attentat auf die farbige gemeinde in charleston hingegen löst bisher nicht annähernd vergleichbare reaktionen aus.

was sollen denn da "meine politischen zwecke" sein ?
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USA TOMORROW
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon USA TOMORROW » Do 18. Jun 2015, 21:05

Katenberg » 18. Jun 2015, 22:02 hat geschrieben:Ich finde die Überschrift ehrlich gesagt absolut rassistisch, oder würdest du es als "Schwarzer Terror" bezeichnen, wenn irgendwelche Ghettobanden in den USA töten?

Natürlich nicht. Selbst Schwarze die Weiße töten, weil sie Weiße hassen, sind in der Regel keine Erwähnung wert.

Katenberg » 18. Jun 2015, 22:02 hat geschrieben:Ein Irrer ist durchgedreht, hat ein abscheuliches Verbrechen begangen. Jetzt gleich eine Hautfarbe dafür in Generalgewahrsam zu nehmen, spielt derartigen Gestalten in die Hände...

Ich würde stark vermuten, dass der jetzige Täter, wie nahezu alle Amokläufer, eine auffällige psychische Vorgeschichte hat.
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Katenberg » Do 18. Jun 2015, 21:07

bakunicus » Do 18. Jun 2015, 22:03 hat geschrieben:
mhh ...
das attentat auf die redaktion von charlie hebdo in paris hat in wenigen stunden sämtliche leitmedien gefüllt, hat eine beispiellose solidaritätswelle ausgelöst.
und hat auch hier im forum sofort resonanz gehabt ...

das attentat auf die farbige gemeinde in charleston hingegen löst bisher nicht annähernd vergleichbare reaktionen aus.

was sollen denn da "meine politischen zwecke" sein ?


Und die erste Forderung war nach CH, dass Pegida aus Anstand nicht demonstrieren solle, also diejenigen, die vor sowas gewarnt haben. Das nochmal zu politisch ausschlachten, was von linker Seite meist sofort passiert.

Die Fälle kannst du dahingehend schon nicht vergleichen, dass CH in unserem Nachbarland stattfand und die USA doch recht weit weg sind.
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon bakunicus » Do 18. Jun 2015, 21:07

Katenberg » Do 18. Jun 2015, 22:02 hat geschrieben:
Ich finde die Überschrift ehrlich gesagt absolut rassistisch, oder würdest du es als "Schwarzer Terror" bezeichnen, wenn irgendwelche Ghettobanden in den USA töten?
Ein Irrer ist durchgedreht, hat ein abscheuliches Verbrechen begangen. Jetzt gleich eine Hautfarbe dafür in Generalgewahrsam zu nehmen, spielt derartigen Gestalten in die Hände...


heul doch ...

wenn ein weißer in eine kirche mit farbigen eindringt, 9 menschen tötet, darunter eine symbolfigur des protest gegen die gewalt gegen farbige ...
was anderes ist das dann als weißer terror ?

auch der spiegel titelt "Das rassistische Fanal von Charleston" ...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/c ... 39602.html
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon USA TOMORROW » Do 18. Jun 2015, 21:08

bakunicus » 18. Jun 2015, 22:03 hat geschrieben:mhh ...
das attentat auf die redaktion von charlie hebdo in paris hat in wenigen stunden sämtliche leitmedien gefüllt, hat eine beispiellose solidaritätswelle ausgelöst.
und hat auch hier im forum sofort resonanz gehabt ...

das attentat auf die farbige gemeinde in charleston hingegen löst bisher nicht annähernd vergleichbare reaktionen aus.

was sollen denn da "meine politischen zwecke" sein ?

1. Ich war der erste, der dieses grausame Verbrechen hier erwähnte.

2. North Carolina ist für die meisten User wohl einfach zu weit weg?
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Alexyessin » Do 18. Jun 2015, 21:37

Guten Abend, ich werd mir den jetzt mal morgen früh ansehen. Sollte das ad personam nicht halbwegs eingestellt sein, so kommt der Thread in den Sammler und der Rest wird sanktioniert.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Alexyessin » Do 18. Jun 2015, 21:46

Welchen Teil habt ihr jetzt nicht verstanden? Bleibt bis morgen zu.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Alexyessin » Fr 19. Jun 2015, 07:58

Guten Morgen,

der Thread ist wieder auf.

Der Titel ist durchaus richtig gewählt und die Person des Threaderstellers sind hier nicht das Thema.

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Cobra9 » Fr 19. Jun 2015, 08:02

Der Täter von Charleston war wohl ein richtiger Rassist oder sehr verblendet. Tragisch wie das enden musste.
Aber das war kein Amoklauf sondern hatte sehr geplante Abläufe. Beispiel :
Die Leiterin der örtlichen Sektion der Organisation für die Rechte von Afroamerikanern NAACP, Dot Scott, sagte auf CNN, eine Frau habe berichtet, der Schütze habe sie am Leben gelassen, damit sie über die Tat berichten könne.
http://www.n-tv.de/panorama/Charleston- ... 34101.html


Allerdings sind solche Taten sehr häufig nur in den USA zu sehen.
Anton Tschechow

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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Provokateur » Fr 19. Jun 2015, 08:28

Ich fände "rassistischen Terror" als Bezeichnung des Stranges auch besser.

Die Waffe hat dem Täter übrigens sein Vater zum Geburtstag geschenkt. Ob der ihm auch gesagt hat, dass er damit Afroamerikaner erschießen soll?
Cynic, n.: A blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be.

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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Cobra9 » Fr 19. Jun 2015, 08:43

Provokateur » Fr 19. Jun 2015, 09:28 hat geschrieben:Ich fände "rassistischen Terror" als Bezeichnung des Stranges auch besser.

Die Waffe hat dem Täter übrigens sein Vater zum Geburtstag geschenkt. Ob der ihm auch gesagt hat, dass er damit Afroamerikaner erschießen soll?



Zum Strang Titel frag mal bei Marmelada an. Tja zu den Persönlichen Hintergründen fehlt mir das Wissen offen gesagt. Ich hab mich nur mit der Nachricht was passierte befasst, ein bischen nachgelesen aber sonst nur an der Oberfläche gekratzt. Wäre schon interessant zu wissen wie der junge Mann auf die Idee kam inkl, den Grundlagen.
Anton Tschechow

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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Provokateur » Fr 19. Jun 2015, 09:11

@ Cobra: Thx.

Mehr Infos über den Täter:

http://taz.de/Rassistische-Morde-in-Charleston/!5205047/
Cynic, n.: A blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be.

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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Amun Ra » Fr 19. Jun 2015, 11:39

Naja, vielleicht war das auch nur ein Polizei-Aufnahmeritual. Oder die praktische Abschlussprüfung für die Zulassung zum Streifendienst. US-Amerikaner und ihre Regulierungen halt, wer weiss das schon...
Achtung, Beitrag könnte geringe Spuren von Sarkasmus enthalten.
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon bakunicus » Fr 19. Jun 2015, 13:07

es handelt sich bei dylan r. nach allem was man bisher weiß wirklich um einen einzeltäter ...
und doch kann man nicht davon sprechen dass er allein dafür verantwortlich ist.

dazu spiegel online :

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/a ... 39617.html

An seiner Jacke trug er Abzeichen kolonialer Diktaturen: Der Weiße Dylann R., 21, soll in Charleston neun Schwarze erschossen haben, in der Bibelstunde. In den Südstaaten der USA wird Rassismus immer noch als Kavaliersdelikt abgetan. Ein tödlicher Fehler.

Facebook ist eine Plattform für inszenierte Selbstdarstellung. Der 21-jährige Dylann R. wählte dazu ein ganz besonderes Profilfoto: Grimmig posiert der mutmaßliche Todesschütze von Charleston in einem Südstaaten-Bayou. Auf seiner Jacke kleben Abzeichen, darunter die Flagge des kolonialen Rhodesien und Südafrikas alte Apartheidsflagge.

Vor allem Letztere ist populär bei US-Rechtsextremen, die sich mit der eingebildeten Opfermentalität vieler Weißer im damaligen Südafrika identifizieren. Diese Mentalität verbreitet sich neuerdings auch in den USA, aufgrund des demografischen Wandels zugunsten dunkelhäutiger Minderheiten - und der Wahl des ersten schwarzen US-Präsidenten.

... Das aber ist eben das Problem im Deep South: Rassismus gehört weiter zum Umgangston, unwidersprochen, und viele lachen leise mit.

Konföderierten-Flagge vor dem Capitol in Columbia, South Carolina
Die alte Flagge der Konföderierten, Symbol für Segregation und Sklaverei: Sie weht trotz lauter Proteste weiter vor dem Kapitol von South Carolina, als gerichtlich verankerter Ausdruck von "Tradition" - und deshalb jetzt als einzige Fahne nicht auf Halbmast. "Confederate" wurde laut BBC nach den tödlichen Schüssen eines der meistgenutzten Wörter auf Twitter in den USA.



sehr nachdenklich macht auch ein leserkommentar bei der FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 53546.html

Mein Vater wohnt in South Carolina
Peter Westerstett 1 (DoenerMitOhneSosse) - 18.06.2015 08:11
Folgen
und ich habe dort auch einige Jahre gelebt - leider ist diese Tat nichts "Besonderes" ... Im Süden der USA gibt es immer noch viel Rassismus. Ich kann mich noch sehr gut an den 20. April 2007 erinnern, wir waren Downtown in Greenville und mir ist mein Burger aus der Hand gefallen - als ich Wehrmachtspanzer und SS-Uniformen durch die Stadt habe marchieren sehen. Die sind schon ein wenig verrückt die Südstadtler, trotzdem würde ich jederzeit wieder hinziehen - nicht für immer allerdings.


dies ist keine isolierte tat, sondern findet in einem klima statt, in dem der alltägliche rassismus geduldet wird.
rechtsextreme gruppen werden zumindest geduldet, "freedom of speech" ist all zu oft ebenso rassitisch besetzt, dazu noch die liberalen waffengesetze, und fertig ist der mix der solche "einzeltäter" hervorbringt.

und das war nicht nur ein "hate-crime" ... das war ein anschlag auf alle farbigen, auf die bürgerrechtsbewegung, auf die kirche und die demokratische partei, deren prominentes mitglied clementa pinkney war.
und ganz sicher war das kein amoklauf, wie man das im üblichen sinne versteht.

diese tat steht in einem atemzug mit den anschlägen von madrid, utoya, paris oder der kölner keupstraße ...
und ist nichts anderes als ein akt des terrors, den man auch genau so nennen muß.
Zuletzt geändert von bakunicus am Fr 19. Jun 2015, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Milady de Winter » Fr 19. Jun 2015, 13:26

Ich kann den Strangtitel auch nicht nachvollziehen. Er ist für mich genauso unpassend wie "schwarzer Terror", "asiatischer Terror" o.ä.
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Anlarye Cheney » Fr 19. Jun 2015, 14:50

Nach einem solchen Verbrechen fragt man sich tatsächlich wer eigentlich die Hauptschuld daran hat.

:|
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon schelm » Fr 19. Jun 2015, 15:17

Milady de Winter » Fr 19. Jun 2015, 13:26 hat geschrieben:Ich kann den Strangtitel auch nicht nachvollziehen. Er ist für mich genauso unpassend wie "schwarzer Terror", "asiatischer Terror" o.ä.

Der Täter nimmt wohl im Selbstverständnis an im Interesse der " weißen Rasse " zu handeln, so wie ein Islamist annimmt im Interesse der Umma zu handeln. Insofern bezeichnen wir letzteren Terror als islamistischen, für ersteren wäre die Entsprechung eben " weißer Terror ", oder, man kreiert ein neues Wort dafür, mir fällt nur kein griffiges Kürzel ein, welches " weiss " und " istisch " nicht holprig verknüpft.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Weißer Terror in Charleston ...

Beitragvon Milady de Winter » Fr 19. Jun 2015, 15:20

schelm » Fr 19. Jun 2015, 16:17 hat geschrieben:Der Täter nimmt wohl im Selbstverständnis an im Interesse der " weißen Rasse " zu handeln, so wie ein Islamist annimmt im Interesse der Umma zu handeln. Insofern bezeichnen wir letzteren Terror als islamistischen, für ersteren wäre die Entsprechung eben " weißer Terror ", oder, man kreiert ein neues Wort dafür, mir fällt nur kein griffiges Kürzel ein, welches " weiss " und " istisch " nicht holprig verknüpft.

"Weiß" ist aber per se nicht negativ behaftet, ebenso wenig wie "schwarz", "asiatisch", "blond" etc.

Bei "islamistisch" würde ich das etwas anders sehen... bei "rassistisch" auch. In den Begriffen ist für mich nichts Gutes enthalten.
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