Sammelstrang: Amokläufe in den USA

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SpukhafteFernwirkung
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Do 15. Feb 2018, 18:32

Polibu hat geschrieben:(15 Feb 2018, 07:13)

Und es ist gut so, dass die Amerikaner da hart bleiben. Die hätten wenigstens etwas in der Hand, wenn die eigene Regierung gegen die Bevölkerung agieren würde. Wir hätten nur Mistgabeln und auch die nur eingeschränkt. Nicht Waffen töten Menschen, sondern Menschen.
hätten wir die waffengesetze der usa, hätte es die hartz 4 gesetze nie gegeben...- :|
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Arcturus
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Arcturus » Do 15. Feb 2018, 18:39

Provokateur hat geschrieben:(15 Feb 2018, 18:28)

Es handelt sich um ein handelsübliches halbautomatisches Gewehr. Und die meisten Besitzer verüben damit keine Amokläufe. Über fünf Millionen Amerikaner haben ein silches Gewehr.
Sollte auch jeder, der ein zu schnelles oder zu schweres Auto fährt, in die geschlossene, weil ein Anis Amri auf dem Weihnachtsmarkt 11 Menschen mit einem großen Kraftfahrzeug umgebracht hat?

Denk mal nach, bevor du so einen BS forderst.


Warum gibt es dann in Amerika keine Amokfahrten mit dicken Autos?
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Vongole
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Vongole » Do 15. Feb 2018, 18:42

Polibu hat geschrieben:(15 Feb 2018, 07:13)

Und es ist gut so, dass die Amerikaner da hart bleiben. Die hätten wenigstens etwas in der Hand, wenn die eigene Regierung gegen die Bevölkerung agieren würde. Wir hätten nur Mistgabeln und auch die nur eingeschränkt. Nicht Waffen töten Menschen, sondern Menschen.


Hörst du dir eigentlich manchmal selber zu?
Hier gehts nicht um Bürgerkrieg, sondern um einen völlig durchgeknallten Jugendlichen.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Polibu » Do 15. Feb 2018, 18:46

Vongole hat geschrieben:(15 Feb 2018, 18:42)

Hörst du dir eigentlich manchmal selber zu?
Hier gehts nicht um Bürgerkrieg, sondern um einen völlig durchgeknallten Jugendlichen.


Und du meinst man sollte Waffen nur im Falle eines Bürgerkriegs legalisieren oder was? :D
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Provokateur » Do 15. Feb 2018, 18:48

Arcturus hat geschrieben:(15 Feb 2018, 18:39)

Warum gibt es dann in Amerika keine Amokfahrten mit dicken Autos?


https://edition.cnn.com/2017/05/03/world/terrorist-attacks-by-vehicle-fast-facts/index.html

March 3, 2006 - Mohammed Taheri-azar, an Iranian-American, drives an SUV into an area crowded with students at the University of North Carolina at Chapel Hill. Nine people sustain minor injuries during the attack, which Teheri-azar later says is retribution for the killing of Muslims overseas. He is convicted of attempted murder in 2008 and is sentenced to 33 years in prison.

[...]

November 28, 2016 - At Ohio State University, 11 people are injured when a student, Abdul Razak Ali Artan, 18, carries out a car and knife attack. A campus police officer shoots and kills Artan, whom police believe inspired by ISIS and the radical cleric, Anwar al-Awlaki.

[...]

October 31, 2017 - Eight people are killed and almost a dozen injured when a 29-year-old man in a rented pickup truck drives down a busy bicycle path near the World Trade Center in New York. The captured suspect has been identified as Sayfullo Habibullaevic Saipov. Authorities found a note near the truck used in the incident, claiming the attack was made in the name of ISIS, a senior law enforcement official said.


https://www.theguardian.com/us-news/2017/aug/12/virginia-unite-the-right-rally-protest-violence

A man has been arrested and charged with murder after a car rammed into a group of people peacefully protesting against a white supremacist rally in Charlottesville, Virginia, killing one person and injuring 19.


Sind ein paar viele für "keine Amokfahrten", oder?
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Arcturus
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Arcturus » Do 15. Feb 2018, 18:53

Provokateur hat geschrieben:

Sind ein paar viele für "keine Amokfahrten", oder?


Nur nicht vergleichbar mit der enormen Anzahl an Amokläufen mit Schußwaffen.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Provokateur » Do 15. Feb 2018, 18:57

Arcturus hat geschrieben:(15 Feb 2018, 18:53)

Nur nicht vergleichbar mit der enormen Anzahl an Amokläufen mit Schußwaffen.


Aber mehr als "keine", und das war deine ursprüngliche Aussage.

Gegen mehr Kontrolle von Waffenkäufern ist nichts einzuwenden. Und verpflichtendes Training, bei dem jemand mal ein Auge auf den Waffenbesitzer werfen kann. Diese Debatte müssen aber die Amerikaner führen, wir hier können nur zusehen.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Do 15. Feb 2018, 19:24

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(15 Feb 2018, 18:28)

es war keine vollautomatik und halbautomatik ist auch bei uns erlaubt.

Leider ist es das. Auch der Täter hätte die Waffe wegen seiner psychischen Erkrankung wie bei uns nicht besitzen dürfen
Eine Halbautomatik ist übrigens eine automatische Waffe so wie ich es schrieb und automatisch bedudet nicht nur vollautomatisch.
Das wichtigste Ursache dieser Pest ist der Schusswaffenkult in den USA mit dem auch die Schwelle zum Schußwaffenmissbrauch niedriger liegt und auch die schiere Menge der Waffen im Umlauf.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Arcturus » Do 15. Feb 2018, 19:56

Provokateur hat geschrieben:(15 Feb 2018, 18:57)

Aber mehr als "keine", und das war deine ursprüngliche Aussage.

Gegen mehr Kontrolle von Waffenkäufern ist nichts einzuwenden. Und verpflichtendes Training, bei dem jemand mal ein Auge auf den Waffenbesitzer werfen kann. Diese Debatte müssen aber die Amerikaner führen, wir hier können nur zusehen.


Ich bin sicher, in jedem Land finden sich solche Amokfahrten...es sind immer noch Einzelfälle. Ansonsten gebe ich dir vollkommen Recht.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Nomen Nescio » Do 15. Feb 2018, 21:03

die reps und trump haben einen vorschlag/maßnahme von obama verweigert. psychisch kranke leute dürfen genau wie davor waffen kaufen bzw haben.

das einzige was trump zu sagen hatte war reden über »nächstenliebe«. das wort WAFFE fiel nicht einmal.

honi soit qui mal y pense.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Fr 16. Feb 2018, 04:07

Der traurige Witz sind die Ausnahmen von der Prohibition. In Florida getattet der Baker Act psychisch kranken Personen den Besitz und Kauf von Feuerwaffen wenn sie sich freiwillig in psychiatrische Behandlung begeben, ebenso wenn ein Arzt die Gefährdung durch eine Person als "nicht unmittelbar bevorstehend" erklärt.

Man weiß natürlich wie oft so eine Ausnahme vom Baker Act beantragt wird. Letztendlich laufen dort in Florida viele Geisteskranke mit Waffen herum die sich genau darauf berufen können.

Und das sind Wähler. Die Psychos wollen natürlich weiterhin das Recht auf ihre Schießprügel haben. Und auch Normalos fürchten dass man ihnen ihre Waffen abnimmt wenn sie psychische Probleme bekommen sollten. Letztendlich schliesst sich auch hier wieder der Kreis des Waffenkults, denn den Leuten ist das Recht auf Waffen wichtiger als das Leben ihrer Nächsten.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Fr 16. Feb 2018, 05:03

Schiesstraining gabs bei Verband weisser Rassisten, der Republic of Florida bei der der Psycho war.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/f ... 93799.html
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Ger9374 » Fr 16. Feb 2018, 05:06

Solange die US Gesellschaft sich nicht selbst gegen Waffen ausspricht, ist jede Diskussion überflüssig!
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Fr 16. Feb 2018, 05:21

Patriot mit Trump-Anleihen war er auch. Bei soviel dummen Abschaum hilft vermutlich wirklich nur noch beten.

Auf einem seiner Profil-Fotos ist sein Gesicht verhüllt und er trägt eine "Make America Great Again"-Kappe. Sein Profil-Name: "nikolas annihilator" (auf deutsch: Nikolas, der Vernichter).

https://www.n-tv.de/panorama/Nikolas-Cr ... 87874.html
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Fr 16. Feb 2018, 17:11

Geld korrumpiert.

Der Hauptgrund: die Waffenlobby NRA. 2016 gab sie 55 Millionen Dollar - so viel wie noch nie - für Wahlwerbung zugunsten der Republikaner aus und hielt ihre Lieblingskandidaten zudem mit Spenden bei Laune, allen voran Trump, der mehr als 31 Millionen Dollar einsackte. Mit ihrer Macht über die Basis schlug sie kritische Parteistimmen sofort nieder. Davon profitierte auch Marco Rubio - kein Wunder, dass der jetzt keine "voreiligen Schlüsse" zieht.

Hinter der NRA steckt womöglich noch mehr. Kürzlich enthüllten Reporter der Zeitungsgruppe McClatchy, dass das FBI bei seinen Russland-Ermittlungen auch die NRA ins Visier genommen habe: Man untersuche, ob die Gruppe illegale Gelder aus Moskau erhalten und in den Wahlkampf gesteckt habe.

Mit ihren Kampagnen, die gewaltverherrlichende Macho-Mythen und Agitprop verschmelzen, hebelt die NRA den Volkswillen aus: Die meisten US-Bürger wollen "vernünftige" Waffenkontrolle und bessere Background-Checks - doch die laxen Gesetze dienen den drei Prozent, die die Hälfte aller Schusswaffen besitzen.

So kommt es, dass Trump als eine seiner ersten Amtshandlungen eine Verordnung seines Vorgängers Barack Obama zurücknahm, die Background-Checks für Geisteskranke straffte. Der zweite Streich kam erst am Montag, als Trump seinen neuen Wunschhaushalt vorlegte: Der kürzt (!) die staatlichen Ausgaben zur Behandlung psychischer Leiden um mehr als eine Milliarde Dollar.

So kommt es, dass die USA heute das gefährlichste Wohlstandsland für Kinder sind, dass Worte wie "school shooting" und "active shooter" zum Kindervokabular gehören und Schulbezirke nach Zahl der Schießereien bewertet werden.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 93803.html
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Fr 16. Feb 2018, 19:20

FBI bekam sogar rechtzeitig im Januar Tip von Familienangehörigen auf möglichen Amoklauf an Schule durch Cruz. Hätte man beim FBI das Protokoll befolgt, wäre die Tat wohl nicht geschehen. Also auch eklatantes Behördenversagen.

https://www.washingtonpost.com/news/pos ... 49a3269802
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon sünnerklaas » Mo 19. Feb 2018, 09:55

Cat with a whip hat geschrieben:(16 Feb 2018, 19:20)

FBI bekam sogar rechtzeitig im Januar Tip von Familienangehörigen auf möglichen Amoklauf an Schule durch Cruz. Hätte man beim FBI das Protokoll befolgt, wäre die Tat wohl nicht geschehen. Also auch eklatantes Behördenversagen.

https://www.washingtonpost.com/news/pos ... 49a3269802


Was der Amoklauf allerdings sichtbar macht: die USA - und nicht nur die - steuern auf einen äußerst heftigen Generationskonflikt hin.

Ein schöner Artikel.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Keoma » Mo 19. Feb 2018, 10:15

Meines Wissens gibt es in den USA keine Gesetze, die zum Waffenkauf zwingen.
Also liegt es auch an den Bürgern, keine zu kaufen.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Di 20. Feb 2018, 13:11

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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Di 20. Feb 2018, 14:34

sünnerklaas hat geschrieben:(19 Feb 2018, 09:55)

Was der Amoklauf allerdings sichtbar macht: die USA - und nicht nur die - steuern auf einen äußerst heftigen Generationskonflikt hin.

Ein schöner Artikel.


Mal sehen ob sie durchhalten. Wenn sie bestehen wollen muss denen klar sein dass sie noch lauter und aufdringlicher werden, denn die Medien bleiben nicht lange dran. Aktuell halt nur weil eine hübsche Schülersprecherin als Frontfrau gefunden wurde. Die müssen sogar nun dagegen kämpfen dass sie nicht von einigen Medien auf ein hübsches Gesicht reduziert werden.

Was in Parkland passiert ist, nachdem das Sturmgewehr verstummt war, unterscheidet dieses Massaker von allen vorausgegangenen. Gewöhnlich treten in den ersten Stunden und Tagen nach jedem neuen Massaker die Lebensgeschichten von Opfern und die Bilder von trauernden Angehörigen in den Vordergrund. Als Nächstes beginnen die Medien die Suche nach „Helden“, die Leben gerettet haben. Dann kommen Gottesdienste. Und ganz zum Schluss hört die Öffentlichkeit Politiker, die bei Gedenkfeiern beteuern, dass „etwas“ getan werden müsse, damit so etwas nie wieder geschehe, anschließend ziehen die Kamerateams ab, und das Thema verschwindet in der Versenkung. Bis zum nächsten Massaker.

Auf diesen ritualisierten Umgang, der Massaker zu quasi unvermeidlichen Betriebsunfällen macht, auf die ausschließlich Human-Touch-Berichterstattung, aber kein Ruf nach politischen Konsequenzen folgt, haben sich die Kids in Parkland nicht eingelassen.

http://www.taz.de/Nach-dem-Amoklauf-von ... /!5482941/
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