Sammelstrang: Amokläufe in den USA

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Fazer
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Fazer » Di 14. Jun 2016, 17:38

SirToby hat geschrieben:(14 Jun 2016, 18:15)

Was auch der Grund ist, warum ein verbot erstmal kaum Auswirkungen hätte. Es sind einfach zu viele Waffen im Umlauf. Und ne Waffe hält bei guter Pflege 100 Jahre.


Schon richtig. Aber wenn man z.B. auch den Besitz der automatischen Waffen verbieten würde, könnten die bei Durchsuchungen etc. eingesammelt werden, Täter könnten das nicht mehr ungestraft mit sich führen. Sowas wirkt alles nicht ab sofort, aber es wäre der richtige erste Schritt.
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SirToby
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon SirToby » Di 14. Jun 2016, 17:39

Bei automatischen Waffen würde ich zustimmen. Ein absolutes Waffeneverbot halte ich für unklug, das würde nur Widerstand provozieren.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon nichtkorrekt » Di 14. Jun 2016, 17:41

Fazer hat geschrieben:(14 Jun 2016, 18:38)

Schon richtig. Aber wenn man z.B. auch den Besitz der automatischen Waffen verbieten würde, könnten die bei Durchsuchungen etc. eingesammelt werden, Täter könnten das nicht mehr ungestraft mit sich führen. Sowas wirkt alles nicht ab sofort, aber es wäre der richtige erste Schritt.


Straftätern wird man heute schon die Waffen abnehmen egal ob legal oder nicht, oder schweben dir willkürliche Hausdurchsuchungen vor?
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Fazer » Di 14. Jun 2016, 17:55

nichtkorrekt hat geschrieben:(14 Jun 2016, 18:41)

Straftätern wird man heute schon die Waffen abnehmen egal ob legal oder nicht, oder schweben dir willkürliche Hausdurchsuchungen vor?


Es reicht wenn bei legalen Durchsuchungen von Autos oder Wohnungen solche Waffen gefunden und beschlagnahmt würden, nachdem sie für illegal erklärt worden sind. So passiert es auch heute in D, wenn in anderem Zusammenhang Waffen gefunden werden, für die kein Waffenbesitzschein vorliegt.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon nichtkorrekt » Di 14. Jun 2016, 19:02

Fazer hat geschrieben:(14 Jun 2016, 18:55)

Es reicht wenn bei legalen Durchsuchungen von Autos oder Wohnungen solche Waffen gefunden und beschlagnahmt würden, nachdem sie für illegal erklärt worden sind. So passiert es auch heute in D, wenn in anderem Zusammenhang Waffen gefunden werden, für die kein Waffenbesitzschein vorliegt.


Legale Hausdurchsuchungen gibt es nur, wenn der Verdacht einer Straftat besteht, nur einen Bruchteil aller illegalen Waffen würde man auf diese Weise sicher stellen. Ich halte es in den USA für nicht duchführbar selbst wenn man wollte und der politische Widerstand dürfte enorm sein.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Fazer » Di 14. Jun 2016, 19:28

nichtkorrekt hat geschrieben:(14 Jun 2016, 20:02)

Legale Hausdurchsuchungen gibt es nur, wenn der Verdacht einer Straftat besteht, nur einen Bruchteil aller illegalen Waffen würde man auf diese Weise sicher stellen. Ich halte es in den USA für nicht duchführbar selbst wenn man wollte und der politische Widerstand dürfte enorm sein.


Wenn die Waffen verboten sind, darf man sie nicht bei sich führen und nicht im Auto haben. In D kann man z.B. eine Pistole haben, wenn man eine Waffenbesitzkarte hat, man darf sie aber nicht herumtragen. Und deswegen werden auch fast keine Schusswaffen getragen. Irgendwo muss man anfangen. Und ja: der Widerstand ist hoch. Aber dagegen gilt es zu kämpfen.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon nichtkorrekt » Di 14. Jun 2016, 20:19

Fazer hat geschrieben:(14 Jun 2016, 20:28)

Wenn die Waffen verboten sind, darf man sie nicht bei sich führen und nicht im Auto haben. In D kann man z.B. eine Pistole haben, wenn man eine Waffenbesitzkarte hat, man darf sie aber nicht herumtragen. Und deswegen werden auch fast keine Schusswaffen getragen. Irgendwo muss man anfangen. Und ja: der Widerstand ist hoch. Aber dagegen gilt es zu kämpfen.


Niemand führt denke ich ein Sturmgewehr im Auto mit, die werden dann eher (versteckt) gehortet, und mehr als ein Verbot von Sturmgewehren wird sich in den USA eh nicht durchsetzen lassen.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Mo 20. Jun 2016, 20:39

Vermutlich stehen die USA vor einer Zäsur und allein folgender Vorgang ist eigentlich einen gesonderten Thread wert, denn die Schwulenverbände haben der NRA den Krieg angesagt.

Die Zeiten in denen einst Dutzende mit Brandstiftung ermordete Schwule in den USA öffentlich belacht wurden sind vorbei:
http://www.thedailybeast.com/articles/2 ... -joke.html

Diejenigen die meinen es gäbe nun nach Orlando so etwas wie demütige, islamophobe Solidarisierung seitens der Schwulen haben sich wie so oft glatt gebrannt:
http://www.thedailybeast.com/articles/2 ... ntrol.html

Denn es war gerade ein Gebräu aus der Kultur des Waffenwahns, laxe Waffengesetze, islamismus und der Homophobie im Religiotenland USA, das das Massaker in Orlando veranstaltete. Die Waffenverbände in den USA dürfen sich schonmal warm anziehen, wenn ein heutiger Artikel im SPON ein realistisches Bild von der Entschlossenheit der LGBT-Gemeinde zeichnet.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/o ... 98573.html

Tausende Tote, verzweifelte Hinterbliebene, frustrierte Politiker: Nichts und niemand war bisher in der Lage, die Macht der National Rifle Association (NRA) zu brechen. Doch nach Orlando, wo Homophobie, islamistischer Terror und laxe US-Waffengesetze zusammenkamen, gibt es einen ganz neuen Gegner. Und der hält sich mit Kampfansagen nicht zurück.

"Ihr habt euch mit uns angelegt", droht der Aktivist und Schauspieler George Takei ("Raumschiff Enterprise") auf der Website "Daily Beast". "Wenn es in diesem Land eine Gruppe gibt, die mehr Willenskraft, Erfahrung und Hartnäckigkeit hat als die NRA, dann ist es die LGBT-Gemeinde." Der Kampf gegen die NRA, so Takei, sei "das nächste Kapitel in der LGBT-Geschichte".

"Glückwunsch, ihr Mörder: Ihr habt die Aufmerksamkeit der LGBT-Gemeinde, eine der mächtigsten progressiven Bewegungen, auf eines der größten Probleme des Landes gelenkt, die Waffenreform", schrieb der Künstler Don Windsor in einem Facebook-Post


Ist natürlich auch im gerade laufenden Wahlkampf heikel für einen Kandiaten einer bestimmten Parteie, die für liberale Waffengesetze wirbt, wenn sich die Schwulenbewegung jetzt erst recht pro gun control positioniert und einen Trump der sich an die Homophoben verspricht, denen Schwulenrechte wie Gay marriage zu weit gehen und die Siege der Schwulenbewegung am liebsten zurückdrehen möchten.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Provokateur » Mo 20. Jun 2016, 21:00

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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon USA TOMORROW » So 17. Jul 2016, 22:57

SirToby hat geschrieben:(14 Jun 2016, 18:39)

Bei automatischen Waffen würde ich zustimmen. Ein absolutes Waffeneverbot halte ich für unklug, das würde nur Widerstand provozieren.

Vollautomatische Waffen sind in den USA nur unter extrem strengen Auflagen und zu sehr hohen Kosten zu erwerben.

Einfach legal zu erwerben sind lediglich Schusswaffen, wie sie auch jeder Jäger und Sportschütze in Deutschland erwerben kann.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Fr 19. Aug 2016, 23:19

Make America hate again.

Olympia: Weißer, wegen bewaffneten Raub vorbestrafter Rassist sticht auf küssendes Pärchen. Konnte wohl nicht ertragen dass ein Schwarzer eine Weisse küsst. Der verletzte Schwarze holt den Täter ein, letzterer dann von einem Auto erfasst wird und bewusstlos darniederliegt. Das wird so aber nix mit der Weißen Überlegenheit. Der Täter ist wohl Mitglied in einer Bande von Rechtsextremisten, trägt am Körper entsprechende Tatoos wie “skinhead,” “white power”, “hooligan” und die Konföderierten-Flagge und habe einen Blutschwur geleistet die Gewalt auf die Straße zu tragen. Hauptmotiv nach Olympia zu gehen war ein polizeifeindliches Graffitti. Bei der Vernehmung äusserte er mehrfach die Absicht gleich auf eine von Trumps Wahlkampfveranstaltung zu gehen um auf weiteren Schwarzen "herumzustampfen", falls man ihn laufen liese.

He reportedly told police that if he were let go, he would head to a Donald Trump rally and stomp out more of the Black Lives Matter group.


https://www.washingtonpost.com/news/pos ... 5756d9ee14
http://www.theolympian.com/news/local/c ... 39967.html

Weißer kleiner Mann auf der Verliererstraße ist halt auch einer derer die sich von Trump angesprochen fühlen...
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Gluck » Di 27. Sep 2016, 20:48

Der Amokläufer von Washington war anscheinend äußerst wirr im Kopf:
According to records obtained from Island County District Court, Cetin had a history of violence toward family members and bizarre behavior toward female classmates.

On October 29, 2014, Cetin was arrested for fourth-degree assault and malicious mischief for an incident involving his mother and stepfather, Hatice and David Marshall. The couple reported that Cetin had hit himself repeatedly, and then grabbed his mother’s hand and began hitting himself in the face with it.

In May 2015, Cetin was accused of rubbing his feet on female classmates at Oak Harbor High School. When he refused to stop after being asked several times, police were called and Cetin was arrested for assault with sexual motivation.

A month later, he was again arrested for domestic violence after kissing his father on the lips and punching him in the face.

While the 2014 incident resulted in a no-contact order between Cetin and his parents, Hatice and David Marshall petitioned the court to have it lifted so they could help their son get treatment.

http://q13fox.com/2016/09/26/court-docu ... -episodes/
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Cat with a whip
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Fr 23. Dez 2016, 23:29

Weil die Frau zu lange an einem Stoppschild gewartet hatte, eröffnete ein Mann das Feuer auf ihren Wagen - und tötete dabei ein Kleinkind. Nun wurde Mordanklage gegen den Schützen erhoben. Wie der Sender NBC News und andere Medien berichteten, hatte sich der Mann am Donnerstag (Ortszeit) der Polizei gestellt - fünf Tage nach dem tödlichen Vorfall.

Nach Polizeiangaben hatte eine Großmutter in Little Rock (Arkansas) am vergangenen Samstag ihren dreijährigen Enkel Acen und dessen einjährige Schwester mit auf eine Einkaufstour genommen. An einem Stoppschild habe der Fahrer im Auto hinter ihr zunächst gehupt, weil sie nicht rasch genug angefahren sei. Nachdem sie zurückgehupt habe, sei der Mann ausgestiegen und habe in das Auto der Frau gefeuert. Diese habe erst später auf dem Parkplatz eines Ladens gesehen, dass ihr Enkel von einer Kugel getroffen worden sei.

NBC zufolge sagte die Freundin des Schützen aus, die bei dem Vorfall mit ihm Auto saß, der Mann sei wütend gewesen, weil die Frau eine Weile dicht hinter ihm hergefahren sei. Er habe sie dann passieren lassen und sei explodiert, nachdem sie "mehrere Minuten" am Stoppschild angehalten habe, ohne auf sein Hupen zu reagieren.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/u ... 27442.html

Da sieht man mal wieder wozu das führt wenn sich Bürger leichtsinnigerweise nicht bewaffnen. Mit einer Waffe hätte sie ihren Enkel verteidigen können.
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 24. Dez 2016, 00:42

Cat with a whip hat geschrieben:(23 Dec 2016, 23:29)

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/u ... 27442.html

Da sieht man mal wieder wozu das führt wenn sich Bürger leichtsinnigerweise nicht bewaffnen. Mit einer Waffe hätte sie ihren Enkel verteidigen können.


Ob sich eine Oma ein Feuergefecht mit einem durchgedrehten Hooligan liefert wage ich zu bezweifeln.

Bei den Schusswaffen und Gesetzgebung ist es fast so, wie bei der Todesstrafe. Die vielen Verbrechen werden als Beweis genommen, daß sie notwendig ist. Man könnte auch meinen, das Gegenteil wäre der Fall, sprich die enorme Kriminalitätsrate, auch Morde in den USA, spricht dafür, daß die Todesstrafe keinerlei Effekt zeigt. So auch beim Waffenbesitz. Die hohe Kriminalitätsrate macht einen Waffenbesitz vonnöten. So die Argumentation. Allerdings gibts durch die Flut an Feuerwaffen dann aber auch Überfälle mit diesen und Todesraten, wie in Kriegsgebieten. Der Typ hätte das Enkelkind ohne Schußwaffe auch nicht erschiessen können. Was bedingt was?

Grundsätzlich wird man wohl kaum an der Gesetzgebung der USA signifikant etwas ändern können. Das gehört zum Selbstverständnis aus Zeiten des Goldenen Westens und der Selbstbehauptung gegen Indianer und Rotröcke. Das ist way of life und nicht wirklich verhandelbar. Allerdings würde ich schon dafür sorgen, daß man nicht unbedingt bestimmte Kaliber und vollautomatische Waffen bekommen kann. Auch bei Vorstrafen und bestimmten Erkrankungen (z.B. Suchtproblemen oder manifestiert in aggressivem Verhalten) oder Verhaltensweisen auch im Verkehr und Mitgliedschaften in diversen Vereinigungen. Aber vermutlich greift das zu sehr im Verständnis der Gesellschaft der USA in Individualrechte ein.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Sa 24. Dez 2016, 11:10

Bezeichnend ist der Selbstbetrug zu glauben die Waffen wären in den Händen bisher unbescholtener Bürger irgendwie besser und sicherer und irgendwie legitimiert. Wie man sieht ist das Unsinn, denn jeder Mensch ist eine Zeitbombe und alltägliche Sitationen können eskalieren. Und dann noch die Dummheit der nicht sicher aufbewahrten Waffen in Reichweite von Kindern. Allein die schier monströse Zahl an legalen Waffen sorgt schon für viele und vermeidbare Unglücke. Nun funktioniert der Verstand des Menschen nicht 100% rational und diese Risiken treten in der subjektiven Bewertung hinter dem Narrativ der Selbstverteidigung in den Schatten.
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Ammianus
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Ammianus » Sa 24. Dez 2016, 11:45

Durch den Einwand eines Users in einem anderen Strang habe ich mir mal seriöse Statistiken angesehen. Bei einer wurden sämtliche bekannte Todesfälle durch Schusswaffen (Unfälle, Straftaten, Selbstmorde) erfasst und auf je 100 000 Einwohner umgerechnet. Einsame Spitze war dabei die USA gefolgt nach einer ganzen Weile von der Schweiz mit ihrem ebenfalls liberalen Waffenrecht (ca. 3 x soviel wie Deutschland) und dann Frankreich und Österreich. Die letzteren beiden Länder haben, wo weit ich mich nicht irre relativ liberale Bestimmungen was Jagdwaffen angeht. Auf dem letzten Platz, mit nicht mal einem Toten auf 100 000 Einwohner lag Japan.

Das Fazit ist damit eigentlich vollkommen klar: Je mehr Waffen, desto mehr Tote.
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Ein Terraner
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Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Ein Terraner » Sa 24. Dez 2016, 11:48

Hier mal eine gute Doku über Waffen in den USA und den Einfluss der NRA.

https://www.welt.de/mediathek/dokumenta ... eil-1.html
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