Kongresswahlen 2018

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Fuerst_48
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Fuerst_48 » Do 8. Nov 2018, 11:51

Cat with a whip hat geschrieben:(07 Nov 2018, 23:48)

Natürlich weiß Trump dass er eine für sich selbst brenzlige Niederlage erlitten hat. Trump ist ein ganz hinterfotziger dummdreister Lügner und Blender.

Trump reagiert so: Einerseits vorgeben als ob nichts ist und es als seinen Sieg verkaufen damit das Siegerimage bei seiner Anängerschaft weiter scheinbar strahlt. Und mit der anderen Hand trifft die Abgeordneten seiner Partei, die ihren Abgeordnetensitz verloren haben, Trumps Zorn indem er sie an den Pranger stellt. Die Synthese zeigt die Wirklichkeit über Trump. Trump nutzt die Niederlage dazu seine Loyalisten zu ängstigen: Seht, das passiert auch euch, wenn ihr euch nicht genügend hinter mich stellt.

So genau wollte ich es gar nicht wissen. :D Aber es stimmt schon, was du sagst. Ich wage keine Prophezeiung, was die nächste Präsidentenwahl dort bringen wird.
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Cat with a whip
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Do 8. Nov 2018, 11:57

streicher hat geschrieben:(08 Nov 2018, 09:48)

Trump will mit den Demokraten in Sachen Umwelt zusammenarbeiten, denn die Umwelt sei ihm wichtig. Wir können von dem Gegenteil seiner Aussage ausgehen, oder?


Guten Morgen. Wir dürfen nicht den Fehler machen dem Inhaltlich irgendwelchen direkten Sinn oder die vordergründige scheinbare Bedeutung beizumessen. Sonst spielt man Trumps Spiel ohne es zu merken. Es ist eher irrelevant, weil Trump jedem das erzählt was dieser gerne glauben möchte. Die Relevanz und Bedeutung liegt auf einer andere Ebene dahinter.

Relevant: Es geht Trump dabei gerade nur um den Moment der Ablenkung von den eigentlichen im Raum stehenden Fragen. Trump posaunt auch nach der Wahl wieder in alle Richtungen irgendwelches abstruses und sinnloses Zeug IN DER HOFFNUNG damit die Leute und Medien sich damit beschäftigen und ihre Zeit verschwenden. Das ist seine bekannte Vorgehensweise. Irgendwas behaupten. Egal was. Er erzählt jedem das das er hören möchte. Die Schlagzeilen gehört dann ihm. Gemacht wird was anderes, oder gar nichts. Inzwischen hat Trump schon wieder die nächste Blendgranate geworfen bevor man sich daran abgearbeitet hat. Was die Gegner inhaltlich wollen oder wovon abgelenkt werden soll rückt dann auf Seite zwei der Nachrichten. Morgen erzählt er etwas ganz anderes. Vor der Wahl hat Trump die Latinos im Caravan noch als Verbrecherinvasion beschimpt und üble Hetzvideos im Wahlkampf verbreitet und um die Gefährlichkeit der Menschen zu sugerrieren hat Trump das Militär mobilisiert und damit Millionen Schaden für Steuerzahler verusacht. Nach der Wahl heißt Trump diese Leute als legale Arbeiter willkommen.

Relevant: Trumps gestrige Entgleisungen und unverholene Aggressionen im Weissen Haus zeigen die Wirklichkeit: Trump steht immer mehr in der Ecke und versucht darüber hinwegzutäuschen dass ihm das Wasser von "Indictments bis Impeachment" bis zum Hals steht.

Man muss sich nur folgendes genau ansehen. Spricht Bände wie Trump reagiert wenn die Journalisten sich weigern sein Spiel zu spielen oder er verbal das Randalieren anfängt als er sich über seine Strategie auslässt wie er mit den Demokraten im Haus umzugehen gedenkt. Trump tritt am Tag nach der Wahl auf wie ein widerlicher Schulhofschläger, der damit prahlt wie fies er ist.

https://www.politico.com/story/2018/11/ ... rms-972254
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Do 8. Nov 2018, 12:31

Nomen Nescio hat geschrieben:(08 Nov 2018, 07:00)

man kann es auch einen sieg nennen, weil der senat stärker republikanisch blieb. denn wenn ein neuer richter für den supreme court ernannt werden muß, hat trump es leichter.

Die 1-2 Stimme Mehrheit ersparen denen halt jetzt dass Pence als Tie-Breaker auftritt, ansonsten hat sich dort nichts grundlegend geändert. Entscheidend ist dass Trump das House nicht mehr hat. Das macht ihm nun Sorgen. Warten Sie mal ab.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Orbiter1 » Do 8. Nov 2018, 13:16

Cat with a whip hat geschrieben:(08 Nov 2018, 11:57)


Trump steht immer mehr in der Ecke und versucht darüber hinwegzutäuschen dass ihm das Wasser von "Indictments bis Impeachment" bis zum Hals steht.
Für ein erfolgreiches Impeachment wäre eine 2/3-Mehrheit im Senat erforderlich. Das kann man nach den Zwischenwahlen und den Veränderungen im Senat komplett knicken. Vor Impeachment muß sich Trump ganz sicher nicht fürchten.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Do 8. Nov 2018, 13:16

peterkneter hat geschrieben:(08 Nov 2018, 11:23)

Senat:

DEM 46 (incl. Independents)
REP 54 (incl. McSally, Arizona / Hyde-Smith, Missisippi)


Stimmt, die beiden "Unabhängigen" bilden mit den DEM eine Fraktion im Senat. Jetzt sind die Verhältnisse in etwa wieder wie vor 2016.

2016 war eigentlich das Jahr bei dem recht viel für die GOP im Senat auf dem Spiel stand. Damals hatte sie viele Senatssitze verteidigt und nur 2 verloren. Das war eigentlich ein bedeutender Erfolg als der diesjährige Zugewinn. Von 2016 zehrt die GOP immer noch.

Dabei entlarvt sich die GOP selbst in mehrfacher Hinsicht als eine schwache Partei mit wenig Rückhalt in der Bevölkerung, die besonders im Senat nur über ihre strukurellen Vorteile die Dominanz erreicht. Aktuell kann die GOP mit 42% der Wählerstimmen 54% der Senatssitze ergattern. Das panische Verhalten der GOP bei der Abstimung für Kavanaugh zeigte die Schwäche der GOP, die gezwungen ist unter Aufkündigung des demokratischen Fairplays sich für ihren weiteren Abstieg in Zukunft wenigstens über den Supreme Court zu wappnen, solange es noch geht.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Nomen Nescio » Do 8. Nov 2018, 13:32

Orbiter1 hat geschrieben:(08 Nov 2018, 13:16)

Für ein erfolgreiches Impeachment wäre eine 2/3-Mehrheit im Senat erforderlich. Das kann man nach den Zwischenwahlen und den Veränderungen im Senat komplett knicken. Vor Impeachment muß sich Trump ganz sicher nicht fürchten.

es hängt aber auch von der befindungen ab. stell mal vor daß konstatiert wird, daß er geklaut hat, unterschlagen hat, wissenrlich menschen pleite machte. und außerdem gibt es auch noch eine mögliche verschwörung von ihn, guiliani und einen dritten (name vergessen) um die wahlen 2016 zu beeinflußen. die volksvertreter müssen ja an ihre wiederwahl denken.

und vergiß nicht trumps steueranzeigen. da ist ohnehin rede von einem verbrechen.
Als 1976 die New York Times einen Artikel über ihn brachte, behauptete er, über ein Vermögen von 200 Millionen Dollar zu verfügen. Im selben Jahr bezifferte er sein steuerpflichtiges Einkommen auf knapp 25.000 Dollar, und in den Jahren 1978 und 1979 gab er ein negatives Einkommen von insgesamt 3,8 Millionen an.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon peterkneter » Do 8. Nov 2018, 14:45

Cat with a whip hat geschrieben:(08 Nov 2018, 13:16)

Dabei entlarvt sich die GOP selbst in mehrfacher Hinsicht als eine schwache Partei mit wenig Rückhalt in der Bevölkerung, die besonders im Senat nur über ihre strukurellen Vorteile die Dominanz erreicht. Aktuell kann die GOP mit 42% der Wählerstimmen 54% der Senatssitze ergattern.


Das interessiert mich. Wir kommt das zu stande?
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Nomen Nescio » Do 8. Nov 2018, 14:58

schau mal an. meine hoffnung/erwartung wird bewahrheit.
The new Democratic House majority just revealed their plans if Trump fires Mueller

The Democrats have only begun to absorb the implications of their historic win in the House of Representatives in yesterday’s midterm elections, but with Trump’s move today firing Attorney General Jeff Sessions threatening to undermine Special Counsel Robert Mueller’s investigation into the administration, they’ve found themselves flexing their muscles even sooner than they expected to.

Faced with the potential of the newly appointed acting Attorney General Matt Whitaker either firing Mueller and shutting down his investigation or simply defunding the probe so he can’t effectively carry out its mission, senior Democratic leadership announced their ingenious strategy to counter any move to impede the Special Counsel from completing his work, according to an article on The Hill.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Do 8. Nov 2018, 16:09

Orbiter1 hat geschrieben:(08 Nov 2018, 13:16)

Für ein erfolgreiches Impeachment wäre eine 2/3-Mehrheit im Senat erforderlich. Das kann man nach den Zwischenwahlen und den Veränderungen im Senat komplett knicken. Vor Impeachment muß sich Trump ganz sicher nicht fürchten.


Trump muss Anklagen nicht fürchten, das Impeachment natürlich schon. Denn dann schützt ihn das Amt nicht mehr. Die Hürden sind da und zwar hoch und nur mit Hilfe der Republikanischen Senatoren zu überwinden.

Ob es real kommt steht natürlich auf einem anderen Blatt. GOP-Strategen erwägen längst selbst Trump in einer konzertierten Aktion zu opfern, wenn dabei gewährleistet ist dass dabei auch die Demokraten noch größeren Schaden nehmen. Immerhin benötig es derzeit 39% der republikanischen Senatoren dafür. Nixon wäre ganz sicher mit Unterstützung von mehreren Republikanischen Senatoren aus dem Amt entfernt worden, wäre er diesem nicht mit seinem Rücktritt zuvorgekommen. Damals hatten die DEM 54 Senatoren. Sicher, Nixons Zeiten waren andere, dort galten Ehre und Gesichtsverlust noch etwas für Konservative, was inzwischen in der Ära Trump für die Konservativen völlig irrelevante Kategorien sind, solange Trump mehrheitlich nutzt.

Ob die Partei einen Schaden durch den Präsidenten fürchten muß ist fraglich, denn dazu müsste sich die GOP und deren Anhängerschaft auf einer höheren moralischen Stufe befinden, auf der das Verhalten von Trump als negativ wahrgenommen würde. Derzeit ist die Hälfte der GOP-Wählerschaft in der geistigen Verfassung dass sie auch noch zu Trump halten würde, wenn dieser einen Menschen auf offener Strasse ermorden würde. Hier hat Trumpmöglicherweise ausnahmsweise sogar recht, als er in den Vorwahlen mit der Loyalität seiner Unterstützer prahlte, die ihm selbst einen Mord auf offener Strasse nachsehen würden.

Donald Trump: 'I could shoot somebody and I wouldn’t lose any voters'

https://www.theguardian.com/us-news/201 ... ose-voters

Zu Nixons Zeiten wären solche Aussagen unmöglich, heute lachen die Konservativen drüber und wählen so ein kaputtes Subjekt. Es ist ratsam immer weider mal inne zu halten um zu reflektieren wo wir heute stehen. Die Toleranz, Akzeptanz und Ignoranz der Verbrechen die mit der Präsidentschaft Trump einhergeht zeigt die moralisch-geistige Verfassung der GOP-Wählerschaft. Es erinnert sehr an das geistige Klima das Rechtsextrmismus den Boden bereitet.

Akut gehts selbst den Demokraten nicht vorrangig darum ein Impeachment anzustrengen, die halten sich zurück. Schon vor der Wahl war es ganz bewusst nicht deren Slogan, weil sie Angst hatten Wähler zu verlieren. Es reicht ja darauf hinzuweisen, dass der Präsident mehrfach Gründe liefert die zu einem BERECHTIGTEN Impeachment führen können. Das ist der Punkt. Man kann schlechterweise so tun als wäre mit dem Gauner von Präsidenten alles in Ordnung. Das ist es eben nicht. Trump lebt mit dem Makel und darum reagiert der Präsident derzeit so allerigsch auf diesbezügliche Bemerkungen seitens der Presse.

Die DEM werden versuchen anständige Politik zu machen und den mit Trump massiv Einzug gehaltene Korruption zu bekämpfen und damit werden sie versuchen weiter Punkte zu sammeln. Parallel dazu werden die DEM natürlich auch mit ihrer nun erhalteten Macht im House (Mehr Finanzmittel, Personal, Befugnisse, Auskunftsrechte) versuchen Trumps Verfehlungen nachzuweisen und parallel auf den Muller-Report zuwarten.

Mueller hat ja inzwischen bereits mehrere Trump-Vertraute wegen deren kriminellen Verfehlungen verfrühstückt. Da kommt noch mehr. Spassig wirds wenn die Mueller-Untersuchungen zu Anklagen im inneren Kreis der Trump-Familie führen. Und natürlich wenn belastendes Material erarbeitet wurde welches für Trump problematisch ist.

Erst dann werden die Demokraten einhaken, vorher werden wir nichts über Impeachment von den Demokraten hören.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Do 8. Nov 2018, 17:21

peterkneter hat geschrieben:(08 Nov 2018, 14:45)

Das interessiert mich. Wir kommt das zu stande?


Durch die unterschiedliche Einwohnerzahl der Bundesstaaten. Derzeit dominiert die GOP tendenziell die bevölkerungsärmeren Bundesstaaten. Man sieht immer die eindruckvoll roten Parteien-Landkarten der USA.. Nur leben dort wo überwiegend GOP gewählt wird fast mehr Rinder und Schweine als Menschen. In Idaho stehen 2 Senatoren für 1,7 Millionen Bürger. Im blauen Kalifornien 39,5 Mio. Dann noch das blaue NY 20 Mio. Der einzige bevölkerungsreiche Staat den die GOP traditionell (noch) hält ist Texas mit 28 Mio., manchmal auch noch das gleich große Florida.

Das war nicht immer so. Noch zu Gerald Fords Zeiten reichte das Blau auf der Karte vom Mittleren Westen den Mississippi hinab und wieder ostwärts in den Bible Belt hinein. Das war noch die Zeit in der Demokraten im Süden auch die weisse Mehrheitsbevölkerung hinter sich hatte. Die Geschichte ist ja bekannt ja? Die damals gegenüber Schwarzen reserviert bis feindseligen Demokraten im Süden hatten es sich damit verscherzt dass in den 60ern Lyndon B. Johnson den Civil Rights Act unterszeichnete. Das haben die Weißen Rassisten im Süden den Demokraten bis heute nicht verziehen. Heute hat eher die demokratische Partei im Süden die Rolle der Partei für Minderheiten und Schwarze, die früher die GOP inne hatte.

Ist ja ein allgemeines Phänomen dass die Landbevölkerung eher etwas vorurteilsbehafteter und konservativer ist als die Stadtbevölkerung. Diese Minderheit wählt heute eben auch überwiegend die Republikaner.

By 2040, two-thirds of Americans will be represented by 30 percent of the Senate
https://www.washingtonpost.com/news/pol ... b241af1771
Senators representing less than half the U.S. are about to confirm a nominee opposed by most Americans
https://www.washingtonpost.com/politics ... 624876c6cc
The Senate may be developing an electoral college issue
https://www.washingtonpost.com/news/pol ... 887cb995a8
Small states are getting a much bigger say in who gets on Supreme Court
https://edition.cnn.com/2018/07/10/poli ... index.html
2012 - 2020 Federal Representation by People per House Seat, Senate Seat, and Electors
https://www.thegreenpapers.com/Census10/FedRep.phtml
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Nomen Nescio » Do 8. Nov 2018, 21:02

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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon peterkneter » Do 8. Nov 2018, 21:07

Cat with a whip hat geschrieben:(08 Nov 2018, 17:21)

Durch die unterschiedliche Einwohnerzahl der Bundesstaaten. Derzeit dominiert die GOP tendenziell die bevölkerungsärmeren Bundesstaaten. Man sieht immer die eindruckvoll roten Parteien-Landkarten der USA.. Nur leben dort wo überwiegend GOP gewählt wird fast mehr Rinder und Schweine als Menschen. In Idaho stehen 2 Senatoren für 1,7 Millionen Bürger. Im blauen Kalifornien 39,5 Mio. Dann noch das blaue NY 20 Mio. Der einzige bevölkerungsreiche Staat den die GOP traditionell (noch) hält ist Texas mit 28 Mio., manchmal auch noch das gleich große Florida.

Das war nicht immer so. Noch zu Gerald Fords Zeiten reichte das Blau auf der Karte vom Mittleren Westen den Mississippi hinab und wieder ostwärts in den Bible Belt hinein. Das war noch die Zeit in der Demokraten im Süden auch die weisse Mehrheitsbevölkerung hinter sich hatte. Die Geschichte ist ja bekannt ja? Die damals gegenüber Schwarzen reserviert bis feindseligen Demokraten im Süden hatten es sich damit verscherzt dass in den 60ern Lyndon B. Johnson den Civil Rights Act unterszeichnete. Das haben die Weißen Rassisten im Süden den Demokraten bis heute nicht verziehen. Heute hat eher die demokratische Partei im Süden die Rolle der Partei für Minderheiten und Schwarze, die früher die GOP inne hatte.

Ist ja ein allgemeines Phänomen dass die Landbevölkerung eher etwas vorurteilsbehafteter und konservativer ist als die Stadtbevölkerung. Diese Minderheit wählt heute eben auch überwiegend die Republikaner.

By 2040, two-thirds of Americans will be represented by 30 percent of the Senate
https://www.washingtonpost.com/news/pol ... b241af1771
Senators representing less than half the U.S. are about to confirm a nominee opposed by most Americans
https://www.washingtonpost.com/politics ... 624876c6cc
The Senate may be developing an electoral college issue
https://www.washingtonpost.com/news/pol ... 887cb995a8
Small states are getting a much bigger say in who gets on Supreme Court
https://edition.cnn.com/2018/07/10/poli ... index.html
2012 - 2020 Federal Representation by People per House Seat, Senate Seat, and Electors
https://www.thegreenpapers.com/Census10/FedRep.phtml


Danke für die Infos!
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Liberty » Do 8. Nov 2018, 22:04

Cat with a whip hat geschrieben:(08 Nov 2018, 17:21)
Durch die unterschiedliche Einwohnerzahl der Bundesstaaten. Derzeit dominiert die GOP tendenziell die bevölkerungsärmeren Bundesstaaten. Man sieht immer die eindruckvoll roten Parteien-Landkarten der USA.


Die GOP dominiert aber auch weite Teile der Staaten, die regelmässig von den Demokraten gewonnen werden. New York und Oregon sind zum grössten Teil rot, Illinois ist fast komplett rot. Die Demokraten gewinnen diese Staaten, obwohl sie dort nur in einer einzigen Metropole stark sind und ausserhalb der Metropole nicht mehrheitsfähig sind in diesen Staaten.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Nomen Nescio » Do 8. Nov 2018, 22:56

Liberty hat geschrieben:(08 Nov 2018, 22:04)

Die GOP dominiert aber auch weite Teile der Staaten, die regelmässig von den Demokraten gewonnen werden. New York und Oregon sind zum grössten Teil rot, Illinois ist fast komplett rot. Die Demokraten gewinnen diese Staaten, obwohl sie dort nur in einer einzigen Metropole stark sind und ausserhalb der Metropole nicht mehrheitsfähig sind in diesen Staaten.

die vororte gilten nicht als großstadt. da haben die dems zugeschlagen, besonders bei den frauen. besser gesagt »die reps + trump haben durch ihr benehmen, ins besonderen bei kavanaugh, die sympathie der hohen weißen gut gebildeten damen verloren.
das wurde damals schon gesagt und es ist bewahrheit geworden.
und vergiß nicht den marsch der frauen (2017) !
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Liberty » Do 8. Nov 2018, 23:20

Die Republikaner haben bei weissen Frauen auch bei den midterms wieder gewonnen.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon peterkneter » Fr 9. Nov 2018, 07:54

Im Senat sieht es jetzt wieder so aus, als würde noch ein Sitz an die Demokraten fallen.
In Arizona liegt Sinema jetzt vor McSally. in Missisippi sieht es nach wie vor so aus als würden die Reps den Sitz holen.
d.h. es würde DEM 47 zu Rep 53 ausgehen.

https://www.realclearpolitics.com/elect ... 18/senate/
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Orbiter1 » Fr 9. Nov 2018, 08:20

Erwartungsgemäß vermutet Trump dort wo es eng gegen die Republikaner ausgegangen ist Wahlbetrug. In Florida wurde deswegen Klage eingereicht.

"Angesichts des äußerst knappen Rennens bei den Midterms zwischen dem republikanischen und dem demokratischen Senats-Kandidaten im US-Bundesstaat Florida hat Präsident Donald Trump den Vorwurf des Wahlbetrugs erhoben. "Die Behörden untersuchen einen anderen großen Korruptionsskandal in Verbindung mit der Wahlfälschung bei der Auszählung in Broward und Palm Beach", schrieb Trump am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Florida hat für Rick Scott gestimmt!" Quelle: https://amp.tagesspiegel.de/politik/eng ... 98394.html
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon Cat with a whip » Fr 9. Nov 2018, 11:17

The Trump-Effect: Rekordergebnisse bei Frauen und Minderheiten.

Diese Wahl brachte die Wahrheit hervor. Der größte Effekt, den Trump 2016 als Gegenreaktion auslöste war wohl die Motivation für Minderheiten und Frauen für ein Amt zu kandidieren. Vor allem bei den Demokraten.

New 'Year of the Woman'? Over 100 female candidates set to win seats in Congress, make history

For the first time in history, Americans could elect more than 100 women to the House, said David Wasserman, the U.S. House editor for the nonpartisan Cook Political Report.

“That would not be occurring without Donald Trump in the White House,” Wasserman said. “It is a direct reaction to his election.”

The majority of those women who ran for House seats – 185 – were Democrats, while 52 were Republicans. About one-third were women of color.

https://eu.usatoday.com/story/news/poli ... 845639002/


121 women have won so far
We are tracking all 277 female candidates for Congress and governor, highlighting notable wins. Women's victories powered the Democrats retaking the House.

https://www.washingtonpost.com/graphics ... 3ba12e2628

Nachtrag:

This year’s swing was, in large part, because of independent women, who voted for Democratic candidates for the House, 56 percent to 39 percent, as well as white women, who have started voting differently in recent years, according to CNN’s exit poll data. The data showed that this year, white women split their vote between Democratic and Republican candidates for the House, but they preferred Republican candidates in 2010 and 2014.

The midterm elections were notable not only for female voters but also for women’s winning power.

https://www.washingtonpost.com/politics ... 75a32b042e
Zuletzt geändert von Cat with a whip am Fr 9. Nov 2018, 12:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon streicher » Fr 9. Nov 2018, 11:42

In Florida wird neu ausgezählt, da die Wahlergebnisse für den Sitz im Senat knapp sind (0,25 Prozentpunkte). Auch das Ergebnis der Gouverneurswahl ist denkbar knapp. Trump wittert gleich im Voraus Betrug. Bislang ist der Vorsprung der Republikaner noch gegeben, aber für ein sicheres Ergebnis zu hauchdünn: die Gesetzeslage sieht eine Neuauszählung vor. Florida ist bekannt für seine Wahlkrimis und denkwürdigen Ergebnisse...
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Re: Kongresswahlen 2018

Beitragvon streicher » Fr 9. Nov 2018, 11:49


Ein paar Namen wären jedoch schon praktisch, denn dann kann man gezielt nach den Personen recherchieren.
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