Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Moderator: Moderatoren Forum 3

Marmelada
Beiträge: 8360
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 00:30

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Marmelada » Di 20. Feb 2018, 17:31

http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 94184.html
Amerikas Lehrer wollen dem mit einem Generalstreik folgen - am 20. April, dem 20. Jahrestag von Columbine.
Sowas ist der richtige Ansatz - und immer dranbleiben.
Polibu
Beiträge: 3028
Registriert: Mo 11. Dez 2017, 02:04

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Polibu » Di 20. Feb 2018, 17:55

Marmelada hat geschrieben:(20 Feb 2018, 17:31)

http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 94184.html
Sowas ist der richtige Ansatz - und immer dranbleiben.


Interessiert nur niemanden. Also ob die Waffenlobby sich davon beeindrucken lässt. Und als ob Amerikas Präsidenten sich von der Waffenlobby emanzipieren könnten. Das tat ja nicht mal der beliebte ach so tolle Obama.

Der hat ja auch nur geredet und nicht gehandelt. Das konnte er am besten. Die Menschen einlullen.
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 10124
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 20:49

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Cat with a whip » Mi 21. Feb 2018, 21:03

Marmelada hat geschrieben:(20 Feb 2018, 17:31)

Sowas ist der richtige Ansatz - und immer dranbleiben.


Offenbar wurde die Rote Linie überschritten, die zivile Bewegung die nun den überdrehten Waffenspinnern auf die Nerven fühlt wird wird sich nicht mehr so leicht ignorieren lassen.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
tabernakel
Beiträge: 486
Registriert: Do 26. Mär 2015, 11:12

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon tabernakel » Mi 21. Feb 2018, 22:46

Polibu hat geschrieben:(20 Feb 2018, 17:55)
Interessiert nur niemanden. Also ob die Waffenlobby sich davon beeindrucken lässt. Und als ob Amerikas Präsidenten sich von der Waffenlobby emanzipieren könnten. Das tat ja nicht mal der beliebte ach so tolle Obama. Der hat ja auch nur geredet und nicht gehandelt. Das konnte er am besten. Die Menschen einlullen.

Da sollte man fairerweise schon erwähnen dass das Amt des US-Präsidenten in der Außenpolitik zwar die maßgebliche Stimme der USA ist, in der Innenpolitik aber mehr symbolische Bedeutung hat. Direkt in die Innenpolitik eingreifen kann ein US-Präsident aktiv nur mittels präsidialer Verordnung (sehr umstritten in den USA), und passiv per Veto.

Die Waffengesetzgebung ist in den USA ein so heikles Thema dass dort präsidiale Verordnungen schlicht nicht nur sofort von vielen Bundesstaaten unterlaufen worden wären, sondern Obama sich dann wahrscheinlich auch noch blitzschnell einem Amtsenthebungsverfahren gegenüber gesehen hätte. Er hat genau das getan was er konnte, und das Thema immer und immer wieder angeschoben (also geredet), denn genau das ist der Job eines US-Präsidenten in der Innenpolitk. Dass sich nichts bewegt hat ist also nicht ihm anzulasten, sondern den Mehrheitsverhältnissen in Kongress und Senat die nun mal für das innenpolitische Handeln in der USA zuständig sind, und damit letztlich auch dem fehlenden Konsens bei diesem Thema in der amerikanischen Gesellschaft.
tabernakel
Beiträge: 486
Registriert: Do 26. Mär 2015, 11:12

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon tabernakel » Mi 21. Feb 2018, 23:14

Marmelada hat geschrieben:Sowas ist der richtige Ansatz - und immer dranbleiben.

Yep, wird auch langsam mehr als Zeit dass sich die Berufsgruppe Druck macht die bei den Massenschießereien zumeist direkt betroffen ist. Objektiv besehen wäre ein Konsens in den USA nämlich gar nicht so schwer zu erreichen, will ja schließlich keiner allen ihre Knarren wegnehmen. Es geht hier primär um Sturmgewehre, ihre Derivate, und Hilfsmittel um aus jeder Schusswaffe eine Quasi-Automatik zu machen. Also die Waffen und Hilfsmittel mit denen letztlich das Gros der Opfer der letzten 25 Jahre erzeugt wurde.

Das notorischste Hilfsmittel wird jetzt durch Trump abgeschafft, was ein notwendiger aber nicht hinreichender erster Schritt ist. Schlimm daran finde ich übrigens dass es eines Massakers unter vorwiegend republikanischen Wählern bei einem Country-Festival bedurfte bevor hier selbst der NRA die Notwendigkeit von Selbstbeschränkung einleuchtete. Das simple Gedankenexperiment "warum treten wir eigentlich nicht dafür ein dass Zivilisten scharfe Atomwaffen besitzen dürfen" hätte ihnen da eigentlich schon Jahre vorher die Erkenntnis bescheren können dass egal wie man das 2. Ammendment auslegt die Verfügbarkeit von Waffengattungen für Zivilisten nie ein Absolutum sein wird, sondern immer ein Kompromiss. Und sei es nur weil sonst der Wako-Nachbar mit nem nuklearen Fußball rumläuft, wenn der Trump nicht schon für Albträume reicht.
Benutzeravatar
King Kong 2006
Beiträge: 4289
Registriert: Di 3. Jun 2008, 10:41
Benutzertitel: Kongenial

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon King Kong 2006 » Do 22. Feb 2018, 08:03

Weitaus mehr Waffen in der Schule. Sehr gute Idee! So eine Massenschiesserei an Schulen wird bestimmt den Druck und die Ängste der SchülerInnen, LehrerInnen und Hinterbliebenen in den Familien mindern. TV-Komiker Trump wieder in Höchstform! :D

Trumps Idee nach dem Parkland-Massaker

Mehr Sicherheit durch noch mehr Waffen

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 94790.html
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
Benutzeravatar
aleph
Moderator
Beiträge: 6508
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:25
Benutzertitel: Hat den Überblick
Wohnort: ប្រទេសអាល្លឺម៉ង់

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon aleph » Do 22. Feb 2018, 08:40

King Kong 2006 hat geschrieben:(22 Feb 2018, 08:03)

Weitaus mehr Waffen in der Schule. Sehr gute Idee! So eine Massenschiesserei an Schulen wird bestimmt den Druck und die Ängste der SchülerInnen, LehrerInnen und Hinterbliebenen in den Familien mindern. TV-Komiker Trump wieder in Höchstform! :D

Er möchte die Lehrer bewaffnen. Das wäre ja ein guter Tipp für mögliche Amokläufer: Erstens, man werde Lehrer und kann dann losballern. Zweitens: man erschieße zuerst den Lehrer und dann die Schüler, denn der Lehrer ist bewaffnet.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein.
Walter Jens
sünnerklaas
Beiträge: 871
Registriert: Do 10. Aug 2017, 14:41

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon sünnerklaas » Do 22. Feb 2018, 09:28

Polibu hat geschrieben:(20 Feb 2018, 17:55)

Interessiert nur niemanden. Also ob die Waffenlobby sich davon beeindrucken lässt. Und als ob Amerikas Präsidenten sich von der Waffenlobby emanzipieren könnten. Das tat ja nicht mal der beliebte ach so tolle Obama.

Der hat ja auch nur geredet und nicht gehandelt. Das konnte er am besten. Die Menschen einlullen.



Bei Obama waren es die Republikaner, die Verschärfungen mit ihrer Mehrheit im Kongress verhindert haben. Bei Trump ist die Sache noch unendlich schwieriger. Gesetz den Fall, er würde etwas in Gang setzen - er hätte seine eigene Partei gegen sich. Und auch sein direktes Umfeld im Weißen Haus. Und dort gilt das gegebene Wort etwas, genauso, wie bei Trumps Unterstützern. Sowohl die GOPler, als auch die Spender sind Geschäftsleute. Kurz gesagt: man würde sich als betrogen ansehen.
Und man darf eines nicht vergessen: Trump ist ein äusserst nützlicher Präsident. Er ist erpressbar. Sollte er auch nur ansatzweise versuchen, das Waffenrecht zu verschärfen, wird man mit ziemlicher Sicherheit ganz schnell die Smoking Gun in Sachen russischer Einmischung in den Wahlkampf finden und dann ganz schnell ein Amtsenthebungsverfahren einleiten. Wahrscheinlicher ist aber, dass seine Administration dann urplötzlich feststellt, sei Trump aus 'gesundheitlichen Gründen' amtsunfähig und den 25. Zusatzartikel zur US-Verfassung zieht. Da reicht dann eine einfache Mehrheit in Trumps Administration aus, um ihn als amtierenden POTUS des Amtes zu entheben und Pence zum Präsidenten zu machen.
Für Trump und die GOP ist die Situation hochgradig explosiv. All zu viele School-Shootings mit vielen ermordeten Kindern und Jugendlichen und den anschliessenden dümmlichen Ausreden mit den "prays and thoughts darf es in nächster Zeit nicht mehr geben. Sowas kommt nicht gut an - vor allem, wenn wichtige Wahlen anstehen.
sünnerklaas
Beiträge: 871
Registriert: Do 10. Aug 2017, 14:41

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon sünnerklaas » Do 22. Feb 2018, 09:31

aleph hat geschrieben:(22 Feb 2018, 08:40)

Er möchte die Lehrer bewaffnen. Das wäre ja ein guter Tipp für mögliche Amokläufer: Erstens, man werde Lehrer und kann dann losballern. Zweitens: man erschieße zuerst den Lehrer und dann die Schüler, denn der Lehrer ist bewaffnet.


Trump und die Republikaner stehen gegenüber der NRA im Wort. Das ist das Problem. Und die NRA spendet nicht mal einfach so aus Goodwill republikanischen Abgeordneten und republikanischen Präsidentschaftskandidaten so viel Geld. Man erwartet eine Gegenleistung und dass das gegebene Wort eingehalten wird.
Benutzeravatar
Alexyessin
Vorstand
Beiträge: 64676
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Streitsüchtiger Grantdackl
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Alexyessin » Do 22. Feb 2018, 09:50

Polibu hat geschrieben:(20 Feb 2018, 17:55)

Interessiert nur niemanden. Also ob die Waffenlobby sich davon beeindrucken lässt. Und als ob Amerikas Präsidenten sich von der Waffenlobby emanzipieren könnten. Das tat ja nicht mal der beliebte ach so tolle Obama.

Der hat ja auch nur geredet und nicht gehandelt. Das konnte er am besten. Die Menschen einlullen.


Vor allem war der Kongress dagegen. Soviel Ahnung vom US-Amerikanischen System sollte schon jemand haben, bevor er meint Argumente zu bringen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
King Kong 2006
Beiträge: 4289
Registriert: Di 3. Jun 2008, 10:41
Benutzertitel: Kongenial

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon King Kong 2006 » Do 22. Feb 2018, 10:39

aleph hat geschrieben:(22 Feb 2018, 08:40)

Er möchte die Lehrer bewaffnen. Das wäre ja ein guter Tipp für mögliche Amokläufer: Erstens, man werde Lehrer und kann dann losballern. Zweitens: man erschieße zuerst den Lehrer und dann die Schüler, denn der Lehrer ist bewaffnet.


Ich würde mich als Lehrer bedanken... Habe selbst schon vor Gruppen als Dozent gestanden. Wenn ich mich bewaffnen müsste, weil der Staat versagt oder nichts tut. Gute Nacht...

Es wird auch völlig überschätzt, daß die Anwesenheit von Waffen in nicht professionellen Händen einen Schutz bietet. In Händen von geschulten Sicherheitsorganen ist das etwas anderes, aber eine Lehrerin oder Lehrer mit einer Schusswaffe wird einfach über den Haufen geschossen, bzw. ist vielleicht sogar der Erste, der die Beine in die Hände nimmt und abhaut. Völlig menschlich. Wo ist dann die Lehrerin, die sich mit ihrem Leben und Waffe für mein Kind bis zum Ende schiessen soll? Mit einem Extremisten, Terroristen oder psychisch Unzurechenbaren? Am besten nimmt dann so ein Hooligan in der Klasse oder der Amokläufer selbst - sicherheitshalber - gleich mal die Waffe des Lehrkörpers in Gewahrsam... Oder der Lehrer knallt erstmal in Panik einer Schülerin ein Auge aus dem Gesicht. Nö, danke. Der völlig falsch Ansatz. Aber Geschäftstüchtig. "Wie mache ich aus der Krisensituation noch mehr Schotter?".

PS: Da muß ja nicht einmal ein Amokläufer auftreten. An manchen Schulen wird der Lehrkörper und Mitschüler ja an sich schon von Gangs und Mitschülern bedroht. Soll dann ein nervöser Lehrer, der sich bedroht fühlt, seine eigenen Schüler in Notwehr erschiessen?
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
tabernakel
Beiträge: 486
Registriert: Do 26. Mär 2015, 11:12

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon tabernakel » Do 22. Feb 2018, 21:06

King Kong 2006 hat geschrieben:(22 Feb 2018, 10:39) Ich würde mich als Lehrer bedanken... Habe selbst schon vor Gruppen als Dozent gestanden. Wenn ich mich bewaffnen müsste, weil der Staat versagt oder nichts tut. Gute Nacht...

Ich gehe noch nen Schritt weiter. Wenn ich ne Knarre zu Vorlesungen mitbringen müsste, dann würde ich schlicht meinen Beruf an den Nagel hängen.

King Kong 2006 hat geschrieben: Es wird auch völlig überschätzt, daß die Anwesenheit von Waffen in nicht professionellen Händen einen Schutz bietet. In Händen von geschulten Sicherheitsorganen ist das etwas anderes, aber eine Lehrerin oder Lehrer mit einer Schusswaffe wird einfach über den Haufen geschossen, bzw. ist vielleicht sogar der Erste, der die Beine in die Hände nimmt und abhaut.
Da gab's bereits mehrfach Reportagen die das Problem sehr deutlich machen. Die zeigen dass es egal ist wie viel jemand in Videospielen oder selbst im Schützenverein übt, die Situation plötzlich angegriffen zu werden ist komplett anders. Und jemand der das nicht ständig trainiert (und dieses Training auch noch regelmäßig aufrecht erhält) ist damit komplett überfordert. Dann bleiben die Waffen beim Ziehen halt im T-Shirt hängen, oder man friert panisch ein, oder vergisst zu laden/entsichern, oder schießt daneben, oder rennt und lässt die Waffe für die Attentäter zurück. Von Versehen bei denen man sich dann selbst in den Fuß schießt, oder jemanden Unbeteiligten versehentlich erschießt ganz zu schweigen. Bewaffnete Security und Polizei müssen nicht umsonst regelmäßig trainieren damit sie richtig reagieren wenn sie aus dem Nichts angegriffen werden, Untrainierte sind damit komplett überfordert.
Benutzeravatar
King Kong 2006
Beiträge: 4289
Registriert: Di 3. Jun 2008, 10:41
Benutzertitel: Kongenial

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 23. Feb 2018, 08:56

tabernakel hat geschrieben:(22 Feb 2018, 21:06)

Ich gehe noch nen Schritt weiter. Wenn ich ne Knarre zu Vorlesungen mitbringen müsste, dann würde ich schlicht meinen Beruf an den Nagel hängen.

Da gab's bereits mehrfach Reportagen die das Problem sehr deutlich machen. Die zeigen dass es egal ist wie viel jemand in Videospielen oder selbst im Schützenverein übt, die Situation plötzlich angegriffen zu werden ist komplett anders. Und jemand der das nicht ständig trainiert (und dieses Training auch noch regelmäßig aufrecht erhält) ist damit komplett überfordert. Dann bleiben die Waffen beim Ziehen halt im T-Shirt hängen, oder man friert panisch ein, oder vergisst zu laden/entsichern, oder schießt daneben, oder rennt und lässt die Waffe für die Attentäter zurück. Von Versehen bei denen man sich dann selbst in den Fuß schießt, oder jemanden Unbeteiligten versehentlich erschießt ganz zu schweigen. Bewaffnete Security und Polizei müssen nicht umsonst regelmäßig trainieren damit sie richtig reagieren wenn sie aus dem Nichts angegriffen werden, Untrainierte sind damit komplett überfordert.


Es hat tatsächlich ein bewaffnetes Sicherheitsorgan die Stellung gehalten. In sicherer Entfernung. Ein bewaffneter Musiklehrer oder eine Biolehrerin hätte das vielleicht verhindern können?

Während des Parkland-Massakers

Bewaffneter Hilfssheriff harrte vor Schulgebäude aus

"Das macht mich krank": Während des Massakers in Parkland war ein bewaffneter Hilfssheriff auf dem Schulgelände. Laut seinem Chef zeigt ein Video, wie der Mann Stellung bezieht - aber nicht eingreift.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/p ... 94975.html
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 12382
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Provokateur » Fr 23. Feb 2018, 09:15

King Kong 2006 hat geschrieben:(23 Feb 2018, 08:56)

Es hat tatsächlich ein bewaffnetes Sicherheitsorgan die Stellung gehalten. In sicherer Entfernung. Ein bewaffneter Musiklehrer oder eine Biolehrerin hätte das vielleicht verhindern können?


Der wurde aber auch entlassen, weil er gegen den Terroristen nicht antreten wollte.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
twitter.com/Provokateur_Tom
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 48544
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 09:17

Provokateur hat geschrieben:(23 Feb 2018, 09:15)

Der wurde aber auch entlassen, weil er gegen den Terroristen nicht antreten wollte.

Wenn schon ein Profi die Hosen voll hat, wie wird es dann erst den Amateuren (Lehrern) gehen? Trumps "Vorschlag" ist nichts weiter als ein Placebo zum Weiter-so im Sinne der US-Waffenlobby.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 12382
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Provokateur » Fr 23. Feb 2018, 09:22

zollagent hat geschrieben:(23 Feb 2018, 09:17)

Wenn schon ein Profi die Hosen voll hat, wie wird es dann erst den Amateuren (Lehrern) gehen? Trumps "Vorschlag" ist nichts weiter als ein Placebo zum Weiter-so im Sinne der US-Waffenlobby.


Ich bezweifle mal das "Profi".
Es handelte sich um einen Hilfssherif. Ich weiß nicht, wie lange die auf diese Stellung vorbereitet werden, viel mehr als acht Wochen werden es wohl nicht sein. Stressdrill ist aber etwas, was man ständig und immer wieder machen sollte. Ich bin jetzt knapp anderthalb Jahre aus der Armee, und ich bin davon überzeugt, dass ich jetzt in einer Duellsituation durchaus Schwierigkeiten hätte, zu bestehen. In einer Duellsituation mit Fremdgefährdung durch querlaufende Zivilisten mal ganz ausgenommen, denn im Gegensatz zum Terroristen ist es mir nicht egal, wen ich treffe.

Ein Hilfssheriff, der mutmaßlich einmal ganz gemütlich auf eine Mannscheibe geschossen hat, ist kein Profi.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
twitter.com/Provokateur_Tom
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 48544
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 09:38

Provokateur hat geschrieben:(23 Feb 2018, 09:22)

Ich bezweifle mal das "Profi".
Es handelte sich um einen Hilfssherif. Ich weiß nicht, wie lange die auf diese Stellung vorbereitet werden, viel mehr als acht Wochen werden es wohl nicht sein. Stressdrill ist aber etwas, was man ständig und immer wieder machen sollte. Ich bin jetzt knapp anderthalb Jahre aus der Armee, und ich bin davon überzeugt, dass ich jetzt in einer Duellsituation durchaus Schwierigkeiten hätte, zu bestehen. In einer Duellsituation mit Fremdgefährdung durch querlaufende Zivilisten mal ganz ausgenommen, denn im Gegensatz zum Terroristen ist es mir nicht egal, wen ich treffe.

Ein Hilfssheriff, der mutmaßlich einmal ganz gemütlich auf eine Mannscheibe geschossen hat, ist kein Profi.

Das ist einzusehen. Die bewaffneten Lehrer dürften es hingegen noch viel weniger sein.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
Zinnamon
Beiträge: 1465
Registriert: Di 16. Jul 2013, 07:03

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Zinnamon » Fr 23. Feb 2018, 09:41

Provokateur hat geschrieben:(23 Feb 2018, 09:22)

Ich bezweifle mal das "Profi".
Es handelte sich um einen Hilfssherif. Ich weiß nicht, wie lange die auf diese Stellung vorbereitet werden, viel mehr als acht Wochen werden es wohl nicht sein. Stressdrill ist aber etwas, was man ständig und immer wieder machen sollte. Ich bin jetzt knapp anderthalb Jahre aus der Armee, und ich bin davon überzeugt, dass ich jetzt in einer Duellsituation durchaus Schwierigkeiten hätte, zu bestehen. In einer Duellsituation mit Fremdgefährdung durch querlaufende Zivilisten mal ganz ausgenommen, denn im Gegensatz zum Terroristen ist es mir nicht egal, wen ich treffe.

Ein Hilfssheriff, der mutmaßlich einmal ganz gemütlich auf eine Mannscheibe geschossen hat, ist kein Profi.


Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Lehrer mit trumpschem Ballerlehrgang gerüstet qualifizierter sein soll als dieser Hilfsscheriff.
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 12382
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon Provokateur » Fr 23. Feb 2018, 09:54

zollagent hat geschrieben:(23 Feb 2018, 09:38)

Das ist einzusehen. Die bewaffneten Lehrer dürften es hingegen noch viel weniger sein.


Zinnamon hat geschrieben:
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Lehrer mit trumpschem Ballerlehrgang gerüstet qualifizierter sein soll als dieser Hilfsscheriff.


Die Frage ist, wie man das aufzieht. Wenn man die gut trainiert, kann auch ein bewaffneter Lehrer gegen einen School Shooter bestehen und weitere Tote verhindern. Fraglich ist, wer das Training durchführen soll, wenn schon die Hilfssheriffs nicht in der Lage (oder willens - aber in der Annahme des Guten schließe ich das mal aus) sind, gegen einen Bewaffneten zu bestehen. Da muss man ansetzen. Und dann können derartige Trainings auch bewaffneten Lehrern zukommen. Das muss aber mindestens monatlich erfolgen, um einen dauerhaft hohen Ausbildungsstand zu gewährleisten.

Da mangelt es in den USA ganz allgemein. Man verteilt Knüppel, aber an Leute ohne Arme.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
twitter.com/Provokateur_Tom
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 48544
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Sammelstrang: Amokläufe in den USA

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 10:00

Provokateur hat geschrieben:(23 Feb 2018, 09:54)

Die Frage ist, wie man das aufzieht. Wenn man die gut trainiert, kann auch ein bewaffneter Lehrer gegen einen School Shooter bestehen und weitere Tote verhindern. Fraglich ist, wer das Training durchführen soll, wenn schon die Hilfssheriffs nicht in der Lage (oder willens - aber in der Annahme des Guten schließe ich das mal aus) sind, gegen einen Bewaffneten zu bestehen. Da muss man ansetzen. Und dann können derartige Trainings auch bewaffneten Lehrern zukommen. Das muss aber mindestens monatlich erfolgen, um einen dauerhaft hohen Ausbildungsstand zu gewährleisten.

Da mangelt es in den USA ganz allgemein. Man verteilt Knüppel, aber an Leute ohne Arme.

Das Hauptproblem dürfte ja sein, daß der Attentäter bestimmt, wann der Angriff beginnt und wenn er schlau ist, er die Lehrer zuerst ausschaltet.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)

Zurück zu „30. Nordamerika“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste