[Frage] Adaption der Auftragstaktik

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Katenberg
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[Frage] Adaption der Auftragstaktik

Beitragvon Katenberg » So 12. Mär 2017, 15:00

Servus beisammen,

durch mein derzeitiges Arbeiten in einer ostdeutschen Großstadt habe ich inzwischen einen festen Stammtisch. Hatte nun dadurch die Möglichkeit mal völlig offen mit einem Student der Verkehrwissenschaften zu unterhalten. Interessant ist das Thema ja durchaus, nur kompliziert rein zu kommen. Ging also dementsprechend auch um die Frage, warum es so ausschaut, dass wir in unserem Land es nicht mehr hinkriegen, simpelste Infrastrukturprojekte angebracht zu realisieren.
Als Antwort bekam ich die Problematik mit Bürgermeistern, die sinnlos in Projekte reinredeten, Posten, die keiner wegen der Unfreiheit mehr haben wolle und den schlichten Fakt, dass Menschen Entscheidungen träfen, von denen sie schlicht keine Ahnung hätten.

Aus meiner eigenen derzeitigen Beschäftigung erschien mir dabei doch die Auftragstaktik als passable Lösung für das Problem. Zur Erklärung:

Die Auftragstaktik ist ein militärisches Führungsverständni aus dem 19. Jahrhundert, basierend auf der Aufklärung. Der Untergebene, der eine Aufgabe erfüllen soll bekommt lediglich einen Auftrag, dies meint eine wesentliche Leistung als Kernziel, evtl weitere (nicht so wichtige) Ziele und Auflagen. In seinem Handeln ist die Person nun völlig frei in der Entscheidung, wie der Auftrag erfüllt wird.
In der Entscheidungsfindung wird schließlich ein größeres Schema als Struktur durchgearbeitet, welche am Ende die Möglichkeiten des Handelns ergibt. Je nach Auftrag können dies mehrere Möglichkeiten sein.

Jetzt wird dies so natürlich schon teilweise Wirklichkeit sein, so wie sich die Erfahrungswerte für mich anhörten, wäre der Ansatz aber auch dementsprechend, dass der Verantwortliche letztendlich nur aus den gestellten Möglichkeiten wählen kann, das Projekt sonst gelassen wird. Problematiken wir Bürokratie und das Kräftespiel der Instanzen bleibt dabei natürlich eher unbehandelt als weitere Fehlerquelle.

Ich muss hier nicht erklären, dass ich von Verkehrspolitik ja nu wirklich gar keine Ahnung habe. Meine Frage ist dementsprechend, ob der hier gestellte Lösungsansatz für die tatsächlichen Probleme zweckmäßig ist.
Der Reaktionärer ist bloß ein Passagier, der mit Würde Schiffbruch erleidet - Nicolas Gomez Davila
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Teeernte
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Re: [Frage] Adaption der Auftragstaktik

Beitragvon Teeernte » So 12. Mär 2017, 15:41

Neben eine bestehende Bahnstrecke ist eine Bundesstrasse zu planen......auch durch eine Stadt.....

Bereits die Planungen/Bestand sind schwer aneinander zu bringen....

(Militärisch GEREGELT - die BAHN geht vor.......nach dem Feldhamster natürlich.)

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