Landflucht in Deutschland und die Folgen

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relativ
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Di 26. Apr 2016, 11:37

jack000 hat geschrieben:(26 Apr 2016, 12:35)

Nein, dass in einigen Regionen ist die Landflucht der Jüngeren Ursache für eine Überalterung ist

Ja natürlich und löst damit einen großen Dominoeffekt aus.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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firlefanz11
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon firlefanz11 » Di 26. Apr 2016, 12:01

relativ hat geschrieben:(26 Apr 2016, 12:30)
Sowas kann ja wohl unmöglich als Erstrebenswert gelten, selbst wenn es Menschen gibt die sowas aushalten.

Erstrebenswert nicht aber machbar...
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Tom Bombadil
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 26. Apr 2016, 14:10

zollagent hat geschrieben:(26 Apr 2016, 12:00)

Ja, das Empörungsgeschrei "Amt verlangt Aufgabe der Wohnung" ist mir noch in den Ohren.

Eine geeignete Wohnung muss bei Wohnungsnot auch erstmal gefunden werden. Oder dürfen Arme nach MeckPomm deportiert werden?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 26. Apr 2016, 14:16

firlefanz11 hat geschrieben:(26 Apr 2016, 13:01)

Erstrebenswert nicht aber machbar...

Wenn man das freiwillig für 100k€+ macht ist das wohl etwas anderes als wenn man das erzwungenermaßen für <20k€ machen muss.
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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 26. Apr 2016, 14:55

steve1974 hat geschrieben:(16 Sep 2015, 17:38)

-
1990 wärs ne Kleinigkeit gewesen, für ein Handgeld ein alten Herrensitz
auf dem Lande in Mc Pom , Sachsen poder BB zu erwerben.

Die paar Tausend an die Straßenbauämter für eine Verlegung der
Bundesstrasse, die bitte nicht in Hörweite von meinem Haus vorbeiführen soll,
hätte ich schon gezahlt .

Nur der weite Anmarschweg zu Arbeit, zum Einkaufen,
zum Zahnarzt etc . wäre geblieben .

Heute bin ich froh, daß ich in HH bin und ohne Sorge vor rechtem Mob
und ohne mein Haus von privaten Sicherheitsdiensten bewachen lassen zu müssen,
schlafen gehen kann.

-

Kleine Leseempfehlung: Tag der Patrioten: Einblicke in die tiefbraune Kaderschmiede Hamburgs Filterblasen gibt es nicht erst seit Aufkommen von google, facebook & co. Die Welt wird durch eine Brille angeschaut, die nur solche Tatsachen durchlässt, die die eigene Weltsicht besätigen. Ich erlebe das auch bei einem sehr häufig falsch positiv gefärbten Skandinavien-Bild, das noch immer von einer Art Pippi-Langstrumpf-idealismus geprägt ist, der die Länder Skandinaviens vorrangig als Orte sozialer Glückseligkeit wahrnimmt und nicht registriert, dass Länder wie Norwegen hinsichtlich des Wahlerfolgs rechter Parteien inzwischen führend in Europa sind.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Quatschki » Di 26. Apr 2016, 16:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Apr 2016, 15:16)

Wenn man das freiwillig für 100k€+ macht ist das wohl etwas anderes als wenn man das erzwungenermaßen für <20k€ machen muss.

Wenn das Geld stimmt, kommt es nicht so sehr auf die Kilometer an, sondern auf die Zeit, die man dafür braucht
Und da sind hundert km auf der Autobahn oft schneller und entspannter als 20km mit dem ÖPNV quer durch die Stadt oder 45km über Landstraßen in die Pampa oder gar mit dem Bus in die Pampa, der nur zweimal am Tag fährt
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Di 26. Apr 2016, 16:45

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Apr 2016, 15:16)

Wenn man das freiwillig für 100k€+ macht ist das wohl etwas anderes als wenn man das erzwungenermaßen für <20k€ machen muss.

M.E. ist es ja nicht per se so das es nur in Städten Arbeitsplätze gibt. 20k€ sind auch auf dem Land zu bekommen. Für 20k€ (ausgehend von einer alleinstehenden Person) in einer deutschen Großstadt zu wohnen oder zu pendeln vom Land ist anhand der Mieten aus meiner Sicht kontraproduktiv.
=> 20k€/Jahr brutto sind knapp 1200€ Netto/Monat
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon Tom Bombadil » Di 26. Apr 2016, 18:47

Das Szenario war der prekär Bezahlte, der in der Stadt arbeitet und der sich die Miete nicht mehr leisten kann. Für manche User ist es anscheinend völlig ok, dass derjenige dann für die paar Kröten auch noch zusätzlich 2 Stunden jeden Tag Bus und Bahn zu seinem Arbeitsplatz fahren soll.
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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon Flaschengeist » Di 26. Apr 2016, 18:53

Die Folge der Landflucht, wenn es die denn gibt, ist das die Menschen auf dem Lande immer mehr von den Städtern durch Windkraftanlagen terroristiert werden.

Warum nur baut man keine Windkraftanlagen in der Stadt? Dann sind auch die Transportwege für den Strom kürzer.
„Nur in Deutschland wird mir vorgeworfen, ich wäre deutschfreundlich“ :)

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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon Fadamo » Di 26. Apr 2016, 19:00

Flaschengeist hat geschrieben:(26 Apr 2016, 19:53)

Die Folge der Landflucht, wenn es die denn gibt, ist das die Menschen auf dem Lande immer mehr von den Städtern durch Windkraftanlagen terroristiert werden.

Warum nur baut man keine Windkraftanlagen in der Stadt? Dann sind auch die Transportwege für den Strom kürzer.


Frag doch Mal den Wirtschaftsminister danach.
Ist eine interessante Frage.
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon Flaschengeist » Di 26. Apr 2016, 19:02

Fadamo hat geschrieben:(26 Apr 2016, 20:00)

Frag doch Mal den Wirtschaftsminister danach.
Ist eine interessante Frage.



Der Wirtschaftsminister wohnt vermutlich in der Stadt..
„Nur in Deutschland wird mir vorgeworfen, ich wäre deutschfreundlich“ :)

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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon Fadamo » Di 26. Apr 2016, 19:04

Flaschengeist hat geschrieben:(26 Apr 2016, 20:02)

Der Wirtschaftsminister wohnt vermutlich in der Stadt..

Er ist sein eigenes Kraftwerk.
Bei der Statur. :D
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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon jack000 » Di 26. Apr 2016, 19:11

Flaschengeist hat geschrieben:(26 Apr 2016, 19:53)

Die Folge der Landflucht, wenn es die denn gibt, ist das die Menschen auf dem Lande immer mehr von den Städtern durch Windkraftanlagen terroristiert werden.

Warum nur baut man keine Windkraftanlagen in der Stadt? Dann sind auch die Transportwege für den Strom kürzer.

[MOD] - Das Thema "Windkraft" wird in anderen Strängen diskutiert!
search.php?keywords=*Windkraft*&terms=all&author=&sc=1&sf=titleonly&sr=topics&sk=t&sd=d&st=0&ch=300&t=0&submit=Suche
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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon frems » Di 26. Apr 2016, 19:12

Flaschengeist hat geschrieben:(26 Apr 2016, 19:53)

Die Folge der Landflucht, wenn es die denn gibt, ist das die Menschen auf dem Lande immer mehr von den Städtern durch Windkraftanlagen terroristiert werden.

Warum nur baut man keine Windkraftanlagen in der Stadt? Dann sind auch die Transportwege für den Strom kürzer.

Unwahrscheinlich. Selbst wenn 50% der Einwohner eines 10.000-Seelen-Nests verschwinden, entstehen dadurch keine neuen Flächen, da es weiterhin Siedlungsgebiet ist, zu dem Mindestabstände gehalten werden müssen. Da müsste schon der letzte Dorfbewohner verschwinden -- wodurch es keinen mehr stören könnte ("Terror") -- und die zuständige Gemeinde sämtliche Pläne umändern, was man für ein Windrad kaum tun wird. Dafür gibt's noch mehr als genug Flächen, die heute genutzt werden können. Die Mindestabstände zum Menschen sind auch der Gründe, warum Städte auf ihrem Gebiet relativ wenige WKA haben.

jack000 hat geschrieben:M.E. ist es ja nicht per se so das es nur in Städten Arbeitsplätze gibt. 20k€ sind auch auf dem Land zu bekommen. Für 20k€ (ausgehend von einer alleinstehenden Person) in einer deutschen Großstadt zu wohnen oder zu pendeln vom Land ist anhand der Mieten aus meiner Sicht kontraproduktiv.
=> 20k€/Jahr brutto sind knapp 1200€ Netto/Monat

Aufstocken, Sozialwohnung, Wohngeld, voila. Das geht schon.
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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon jack000 » Di 26. Apr 2016, 19:20

frems hat geschrieben:(26 Apr 2016, 20:12)Aufstocken, Sozialwohnung, Wohngeld, voila. Das geht schon.

Als Arbeitnehmer und Steuerzahler sehe ich da nicht die Notwendigkeit Unternehmern ihre Billigarbeitnehmer zu subventionieren. In der Stadt muss man als AG den AN nun mal besser bezahlen als auf dem Land weil für den An die Lebenshaltungskosten höher sind.
=> Wer das nicht kann, hat das falsche Geschäftsmodell ...
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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon frems » Di 26. Apr 2016, 19:28

jack000 hat geschrieben:(26 Apr 2016, 20:20)

Als Arbeitnehmer und Steuerzahler sehe ich da nicht die Notwendigkeit Unternehmern ihre Billigarbeitnehmer zu subventionieren. In der Stadt muss man als AG den AN nun mal besser bezahlen als auf dem Land weil für den An die Lebenshaltungskosten höher sind.
=> Wer das nicht kann, hat das falsche Geschäftsmodell ...

Ein Arbeitsloser lebt auch nicht besser.
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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon jorikke » Fr 10. Feb 2017, 21:34

Mit der Landflucht geht es auch bergab.
Stuttgart verliert sein einigen Jahren Einwohner an die nahen Städte wie Böblingen, Sindelfingen, Ludwigsburg usw. p.A. so um die 10.000.
Zwar wächst Stgt. noch immer, der Trend scheint sich aber gerade umzukehren.
...Landflucht war gestern.
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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon jack000 » Fr 10. Feb 2017, 21:52

jorikke hat geschrieben:(10 Feb 2017, 21:34)

Mit der Landflucht geht es auch bergab.
Stuttgart verliert sein einigen Jahren Einwohner an die nahen Städte wie Böblingen, Sindelfingen, Ludwigsburg usw. p.A. so um die 10.000.
Zwar wächst Stgt. noch immer, der Trend scheint sich aber gerade umzukehren.
...Landflucht war gestern.

Ja, in der Tat ... aber das Problem wird nicht besser, da in der völlig überlasteten Region Stuttgart (Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg, Filderstadt, Leonberg) die Sache nicht besser wird wenn in der Verkehrstechnisch völlig unterentwickelten und nur aus Dörfern bestehenden Region sich manche Einwohner in Richtung Außerhalb bewegen ... => Das Ergebnis ist dasselbe!
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Re: Landflucht in Deutschland und die Folgen

Beitragvon frems » So 12. Feb 2017, 18:40

jorikke hat geschrieben:(10 Feb 2017, 21:34)

Mit der Landflucht geht es auch bergab.
Stuttgart verliert sein einigen Jahren Einwohner an die nahen Städte wie Böblingen, Sindelfingen, Ludwigsburg usw. p.A. so um die 10.000.
Zwar wächst Stgt. noch immer, der Trend scheint sich aber gerade umzukehren.
...Landflucht war gestern.

Nee. Wenn der Speckgürtel Stuttgarts wächst, ist dies meistens auch ein Zeichen von Landflucht. Agglomerations- und Urbanisationseffekte enden nicht an politischen oder historischen Grenzen der Administration. Schau mal welche Landkreise schrumpfen: http://www.berlin-institut.org/fileadmi ... 7-2025.jpg

Da gehört Pullach eben zu München, der Bayrische Wald nicht.
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