Neubauten in Berlin

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Adam Smith
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Adam Smith » Mo 8. Apr 2013, 20:36

SoleSurvivor » Mo 8. Apr 2013, 21:34 hat geschrieben:
Es gibt doch faktisch keine Arbeitslosen mehr, die tatsächlich noch arbeitsfähig sind.


Die Arbeitslosenquote in Bayern ist z.B. viel niedriger als in anderen Bundesländern.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon HugoBettauer » Mo 8. Apr 2013, 20:37

Adam Smith » Mo 8. Apr 2013, 20:36 hat geschrieben:Die Arbeitslosenquote in Bayern ist z.B. viel niedriger als in anderen Bundesländern.


Das ist nicht das Problem der Berliner. Sollen sich die Bayern halt ein paar Griechen ins Land holen, wenn sie neidisch sind.
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Thomas I
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Thomas I » Mo 8. Apr 2013, 20:51

SoleSurvivor » Mo 8. Apr 2013, 20:34 hat geschrieben:
Es gibt doch faktisch keine Arbeitslosen mehr, die tatsächlich noch arbeitsfähig sind.


Ich glaube kaum, dass von den 220.000 Arbeitslosen in Berlin alle nicht arbeitsfähig sind.
Und warum sollte in Berlin der Anteil der Arbeitsunfähigen da so viel höher sein als z.B. in Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz?
Das sind doch die typischen Berliner Ausreden wie man sie seit 1870 kennt um zu rechtfertigen, dass man dem Rest des Landes auf der Tasche liegt...
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon HugoBettauer » Mo 8. Apr 2013, 20:56

Es ist fakt, dass viele der derzeit nicht in Arbeit stehenden einfach nicht zu gebrauchen sind. Und du nennst ja nur die offiziellen Zahlen. Beamte und Rentiers blendest du aus.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Thomas I » Mo 8. Apr 2013, 20:59

SoleSurvivor » Mo 8. Apr 2013, 20:56 hat geschrieben:Es ist fakt, dass viele der derzeit nicht in Arbeit stehenden einfach nicht zu gebrauchen sind. Und du nennst ja nur die offiziellen Zahlen. Beamte und Rentiers blendest du aus.


Und, hat Berlin denn überhaupt freie Arbeitsplätze für Leute, die harte Arbeit termingerecht erledigen?
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon HugoBettauer » Mo 8. Apr 2013, 21:02

Thomas I » Mo 8. Apr 2013, 20:59 hat geschrieben:
Und, hat Berlin denn überhaupt freie Arbeitsplätze für Leute, die harte Arbeit termingerecht erledigen?

Jederzeit. Aber keinen Wohnraum. Der wird großenteils von verweichlichten Yuppies belegt, darunter viele Schwaben und andere Ausländer.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Thomas I » Mo 8. Apr 2013, 21:06

SoleSurvivor » Mo 8. Apr 2013, 21:02 hat geschrieben:Jederzeit. Aber keinen Wohnraum. Der wird großenteils von verweichlichten Yuppies belegt, darunter viele Schwaben und andere Ausländer.


So, so, - ich dachte immer Berlin mangele es an produktiven Arbeitsplätzen wie sie in Industrie, Gewerbe und Handwerk anfallen?

Ich glaube du machst dir da was vor. Berlin hat 1945 und 1990 massiv an Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe verloren und diese Verluste bis heute nur marginalst ausgleichen können.
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odiug
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon odiug » Mo 8. Apr 2013, 21:07

SoleSurvivor » Mo 8. Apr 2013, 21:02 hat geschrieben:Jederzeit. Aber keinen Wohnraum. Der wird großenteils von verweichlichten Yuppies belegt, darunter viele Schwaben und andere Ausländer.

Der Schwabe bevorzugt eigentlich Potsdam ... so wie Friedrich der zweite von Hohenzollern :p
Er mag es lieber gruen und ruhig, abseits des Gestanks und Laerms der Grossstadt.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon HugoBettauer » Mo 8. Apr 2013, 21:13

Dann soll der Schwabe dort hingehen und sich mit Jauch rumärgern. In Berlin stört er nur.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Thomas I » Mo 8. Apr 2013, 21:14

SoleSurvivor » Mo 8. Apr 2013, 21:13 hat geschrieben:Dann soll der Schwabe dort hingehen und sich mit Jauch rumärgern. In Berlin stört er nur.


Nur die fetten Zahlungen im Länderfinanzausgleich, die nimmt man da gerne von den störenden Schwaben gell?
Zuletzt geändert von Thomas I am Mo 8. Apr 2013, 21:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon HugoBettauer » Mo 8. Apr 2013, 21:18

Thomas I » Mo 8. Apr 2013, 21:14 hat geschrieben:
Nur die fetten Zahlungen im Länderfinanzausgleich, die nimmt man da gerne von den störenden Schwaben gell?

Wenn die Schwaben nach Potsdam gehen, ist wieder Platz für Leute in der Stadt, die wirklich arbeiten können und wollen. Leute, die Städte groß machen. Ihr Almosen können sie dann in Potsdam beim Jauch abladen.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Wasteland » Mo 8. Apr 2013, 21:23

Thomas I » Mo 8. Apr 2013, 22:06 hat geschrieben:
So, so, - ich dachte immer Berlin mangele es an produktiven Arbeitsplätzen wie sie in Industrie, Gewerbe und Handwerk anfallen?

Ich glaube du machst dir da was vor. Berlin hat 1945 und 1990 massiv an Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe verloren und diese Verluste bis heute nur marginalst ausgleichen können.


Gut erkannt. Das ist ein Teil des Problems.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Wasteland » Di 9. Apr 2013, 13:15

Antisozialist » Mo 8. Apr 2013, 20:46 hat geschrieben:
Berlin braucht aber dringend Eliten, um sich auch ohne riesige innerstaatliche Transfers finanzieren zu können. Rentner, Arbeitslose und arme Künstler allein können keinen Staat finanzieren.


Berlin braucht nicht irgendwelche Eliten die sich eine Wohnung für die Sommerferien mieten und Manolo Blahniks in der Friedrichstrasse kaufen, sondern Arbeitsplätze und bezahlbare Wohnungen.
Die Schickimicki Entourage kann meinetwegen in St. Tropez absteigen.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon frems » Di 9. Apr 2013, 13:23

Wasteland » Di 9. Apr 2013, 14:15 hat geschrieben:
Berlin braucht nicht irgendwelche Eliten die sich eine Wohnung für die Sommerferien mieten und Manolo Blahniks in der Friedrichstrasse kaufen, sondern Arbeitsplätze und bezahlbare Wohnungen.
Die Schickimicki Entourage kann meinetwegen in St. Tropez absteigen.

Jepp, aber man darf nicht vergessen, daß "Luxusneubauten" nicht zwangsläufig den Druck auf die normalen Mieten erhöhen. Eher werden sie dadurch genommen. Also Neubau, nicht teure Sanierungen.

Zwar kenne ich den Immobilienmarkt in Berlin nicht sonderlich, aber bei uns in Hamburg sind die Mieten in den letzten Jahren auch stark gestiegen. Das lag zum Teil daran, daß Sozialwohnungen ausgelaufen sind und/oder normale Mietwohnungen als Eigentum verkauft wurden, um diese anschließend teurer durch Private vermieten zu lassen. Neubauten nehmen dann den Druck bzw. Anreiz auf solche Umwidmungen. Unbegrenzt viele teure Mietwohnungen kann es nicht geben. Natürlich muß im selben Atemzug günstiger neuer Wohnraum geschaffen werden, wenn die Einwohnerzahl weiter steigt.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Wasteland » Di 9. Apr 2013, 13:45

frems » Di 9. Apr 2013, 14:23 hat geschrieben:Jepp, aber man darf nicht vergessen, daß "Luxusneubauten" nicht zwangsläufig den Druck auf die normalen Mieten erhöhen. Eher werden sie dadurch genommen. Also Neubau, nicht teure Sanierungen.

Zwar kenne ich den Immobilienmarkt in Berlin nicht sonderlich, aber bei uns in Hamburg sind die Mieten in den letzten Jahren auch stark gestiegen. Das lag zum Teil daran, daß Sozialwohnungen ausgelaufen sind und/oder normale Mietwohnungen als Eigentum verkauft wurden, um diese anschließend teurer durch Private vermieten zu lassen. Neubauten nehmen dann den Druck bzw. Anreiz auf solche Umwidmungen. Unbegrenzt viele teure Mietwohnungen kann es nicht geben. Natürlich muß im selben Atemzug günstiger neuer Wohnraum geschaffen werden, wenn die Einwohnerzahl weiter steigt.


Was vor allem ein Problem ist sind die Luxussanierungen. Da steigt die Miete schonmal auf einen Schlag um 200-300 Euro.
So geschehen in der ehemaligen Wohnung meiner besten Freundin in Kreuzberg, nähe Hermannplatz.
Das ist ein weitreichendes Phänomen und bei den Mietpreisen kann sich das kaum noch ein normaler Mensch leisten.
Ich glaube in Hamburg sind die Mieten doch eh schon etwas teurer, oder nicht? Berlin war ja immer spottbillig.
In Neukölln hat ein guter Freund von mir eine 35 qm Wohnung für 170 Euro warm bekommen vor ein paar Jahren noch.
Die Berliner werden in die Aussenbezirke verdrängt, während sich in den zentralen Bezirken das Leben kaum noch bezahlen lässt und dort nur eine Schickeria rumhängt die mit der Stadt nicht am Hut hat und dort ist, weil sie eben denkt es wäre gerade hip dort zu sein.
Das ist für Berlin und die Berliner natürlich eine bittere Pille, man ist als Otto-Normal Berliner häufig eine Minderheit und das Stadtbild mit dem man gross geworden ist hat sich radikal verändert.
Ich denke allerdings das das unvermeidbar war, denn Berlin war eben 50 Jahre lang eine Insel, mit allen Nebenerscheinungen.
Nun sind die Flutklappen eben geöffnet und es entwickelt sich wie jede Großstadt der Welt.
Was sich daraus noch so für Probleme ergeben werden wir erst in ein paar Jahren sehen.
HugoBettauer

Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon HugoBettauer » Di 9. Apr 2013, 18:38

Wasteland » Di 9. Apr 2013, 13:15 hat geschrieben:
Berlin braucht nicht irgendwelche Eliten die sich eine Wohnung für die Sommerferien mieten und Manolo Blahniks in der Friedrichstrasse kaufen, sondern Arbeitsplätze und bezahlbare Wohnungen.
Die Schickimicki Entourage kann meinetwegen in St. Tropez absteigen.

Ganz deiner Meinung. Wer das Mietniveau versaut, stürzt die Berliner ins Elend.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon frems » Di 9. Apr 2013, 18:46

Wasteland » Di 9. Apr 2013, 14:45 hat geschrieben:Was vor allem ein Problem ist sind die Luxussanierungen. Da steigt die Miete schonmal auf einen Schlag um 200-300 Euro.
So geschehen in der ehemaligen Wohnung meiner besten Freundin in Kreuzberg, nähe Hermannplatz.
Das ist ein weitreichendes Phänomen und bei den Mietpreisen kann sich das kaum noch ein normaler Mensch leisten.
Ich glaube in Hamburg sind die Mieten doch eh schon etwas teurer, oder nicht? Berlin war ja immer spottbillig.

Joa, aber in Bezug auf Kaufkraft sind die Unterschiede nicht so groß. Die Preissteigerungen waren zumindest nicht weniger hoch. Hauptproblem war bei uns aber in der Tat nicht das Thema Sanierungen, sondern Wohnungsmangel. Das ist halt das Problem, wenn Politik auf eine wachsende Stadt setzt, aber gleichzeitig den Wohnungsbau vernachlässigt und nicht in Auge behält, wie viele Sozialwohnungen nach und nach auslaufen.

Hier setzt man zumindest beim Neubau meist auf den "Drittelmix", also kein Neubau (ab 20 Wohneinheiten) ohne ein Drittel Sozialbau, ein Drittel Eigentums- und ein Drittel freifinanzierte Mietwohnungen. Ob's hilft, weiß man aufgrund des Schweinezyklus erst nach einigen Jahren.

In Neukölln hat ein guter Freund von mir eine 35 qm Wohnung für 170 Euro warm bekommen vor ein paar Jahren noch.
Die Berliner werden in die Aussenbezirke verdrängt, während sich in den zentralen Bezirken das Leben kaum noch bezahlen lässt und dort nur eine Schickeria rumhängt die mit der Stadt nicht am Hut hat und dort ist, weil sie eben denkt es wäre gerade hip dort zu sein.
Das ist für Berlin und die Berliner natürlich eine bittere Pille, man ist als Otto-Normal Berliner häufig eine Minderheit und das Stadtbild mit dem man gross geworden ist hat sich radikal verändert.
Ich denke allerdings das das unvermeidbar war, denn Berlin war eben 50 Jahre lang eine Insel, mit allen Nebenerscheinungen.
Nun sind die Flutklappen eben geöffnet und es entwickelt sich wie jede Großstadt der Welt.
Was sich daraus noch so für Probleme ergeben werden wir erst in ein paar Jahren sehen.

Betrifft es in Berlin wirklich so viele innerstädtische Quartiere? Oder eher nur einige wenige Szeneviertel, wo die Nachfrage stark stieg? Von Neukölln und Kreuzberg hatte ich auch schon häufiger gehört, aber wie sieht's da mit Wedding, Friedrichshain, Tiergarten, Tempelhof usw. aus? :?:
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon HugoBettauer » Di 9. Apr 2013, 19:25

Das Problem ist, dass in Berlin alle Nase lang was andere "hip" ist (außer Hellersdorf und Charlottenburg) und damit die Mieten systematisch fast überall steigen, wo es zentral ist und Altbauten gibt.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Claud » Di 9. Apr 2013, 23:20

frems » Di 9. Apr 2013, 19:46 hat geschrieben:Joa, aber in Bezug auf Kaufkraft sind die Unterschiede nicht so groß. Die Preissteigerungen waren zumindest nicht weniger hoch. Hauptproblem war bei uns aber in der Tat nicht das Thema Sanierungen, sondern Wohnungsmangel. Das ist halt das Problem, wenn Politik auf eine wachsende Stadt setzt, aber gleichzeitig den Wohnungsbau vernachlässigt und nicht in Auge behält, wie viele Sozialwohnungen nach und nach auslaufen.

Hier setzt man zumindest beim Neubau meist auf den "Drittelmix", also kein Neubau (ab 20 Wohneinheiten) ohne ein Drittel Sozialbau, ein Drittel Eigentums- und ein Drittel freifinanzierte Mietwohnungen. Ob's hilft, weiß man aufgrund des Schweinezyklus erst nach einigen Jahren.


Betrifft es in Berlin wirklich so viele innerstädtische Quartiere? Oder eher nur einige wenige Szeneviertel, wo die Nachfrage stark stieg? Von Neukölln und Kreuzberg hatte ich auch schon häufiger gehört, aber wie sieht's da mit Wedding, Friedrichshain, Tiergarten, Tempelhof usw. aus? :?:


Im Falle Berlins gibt es mehre Faktoren, die problematisch sind.

Die Stadt war vor zehn Jahren noch auf bevölkerungstechnischen Schrumpfkurs eingestellt, viele Wohnungen wurden abgerissen und der soziale Wohnungsbau wurde, auch aufgrund des generellen Sparkurses des Senats, eingestampft. Seitdem ist die Stadt um ca 120.000 Einwohner gewachsen, ohne das bisher eine adäquate Reaktion im Wohnungsmarkt erfolgte, welchen der Situation gerecht wird.
Sowohl Wirtschaft, als auch die Politik, waren von dem plötzlichen Wandel vollkommen überfordert und schaffen es jetzt erst langsam, auf diese Entwicklung zu reagieren und neue Wohnungen zu bauen, die auf einen akzeptablen Preisniveau liegen.

Gleichzeitig sind die gewachsenen Strukturen am aufbrechen, einige Kieze entwickeln sich entgegen dessen, was sie früher repräsentierten. Bekanntestes Beispiel ist Prenzlauer Berg, in der es Ecken gibt, wo inzwischen nicht mal mehr 1/5 an jenen Bewohnern vorhanden sind, die vor 15 Jahren noch da wahren. Hier ist es vor allen deshalb so massiv, weil früher dort, selbst für Berliner Verhältnisse, eher präker wohnende Menschen lebten, was sich inzwischen ins Gegenteil kehrte.

Auch beim demographischen Wandel kommt man nicht mehr hinterher. Die Stadt hat sich zur Singlehauptstadt (54% Einpersonenhaushalten) entwickelt, weil der Anteil an alleinstehenden Rentnern steigt, jedoch auch junge Menschen massiv in die Stadt drängen, welche vor allen nach 1 und 2 Zimmer Wohnungen suchen. Der vorhandene Wohnraum ist zu großen teilen hier falsch strukturiert.

Von Bezirk zu Bezirk ist dies jedoch höchst unterschiedlich und es macht auch nicht vor Neubauvierteln halt.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Cobra9 » Mi 10. Apr 2013, 12:57

SoleSurvivor » Mo 8. Apr 2013, 22:18 hat geschrieben:Wenn die Schwaben nach Potsdam gehen, ist wieder Platz für Leute in der Stadt, die wirklich arbeiten können und wollen. Leute, die Städte groß machen. Ihr Almosen können sie dann in Potsdam beim Jauch abladen.


Almosen zu denen man uns Schwaben aber gezwungen hat. Aber gut gründen wir eben in Stuttgart auch ne Gruppe "Berliner raus "....hab ja sonst nix zu tun als so nen Mist zu betreiben.

Edit:

Wir müssen dann jeweils in Berlin und Stuttgart noch Gruppen gründen mit " andere EU Bürger" raus die unsere Wohnungen wegkaufen !
Zuletzt geändert von Cobra9 am Mi 10. Apr 2013, 12:58, insgesamt 1-mal geändert.
Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.

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