Neubauten in Berlin

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frems
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon frems » Mo 9. Feb 2015, 20:03

Claud » Fr 12. Apr 2013, 20:58 hat geschrieben:Leider nein. Seitdem die Ausschreibung erfolglos gescheitert ist und die Gespräche mit Hans Wall als Geldgeber im Sande verliefen, ist eigentlich nichts mehr vom Thema zu hören. Ich vermute mal, es wird erst was werden, wenn die Bauarbeiten am Humboldtforum sich dem Ende nähern.

Aber ein anderes Unternehmen plant direkt nebenan einen umstrittenen Bürokomplex. Könnte hier noch recht interessant werden. Thyssen Krupp hatte seinen geplanten Neubau am Schlossplatz ja auch aufgegeben, nachdem das Gezeter groß wurde.

So langsam kommt wieder etwas Bewegung rein:

Seit Jahren wird über den Wiederaufbau von Schinkels Bauakademie nur geredet. Doch jetzt könnte das berühmte Gebäude Wirklichkeit werden. Ein Investor ist angeblich gefunden.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/humbo ... picks=true
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jack000
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon jack000 » So 8. Nov 2015, 18:47

Hier ist der Link zu einem 3D-Modell über die neuen Bauten in Berlin mit entsprechenden Erklärungen:
http://interaktiv.morgenpost.de/berlins-neue-skyline/
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon frems » Di 10. Nov 2015, 20:08

Schade:

Doch nur neun Hochhäuser für den Alexanderplatz

Die Hochhaus-Vision für den Alexanderplatz wird wieder zusammengestrichen. Statt geplanten elf verringert sich die Zahl der Hochhäuser auf neun. Das Wohnhaus an der Memhardstraße/Ecke Karl-Liebknecht-Straße soll erhalten bleiben.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/s ... 74092.html
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon jack000 » Di 10. Nov 2015, 20:47


Immerhin 9 und das wird sich ja noch entwickeln. In FFM kommt ja auch immer eins nach dem anderen.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon sabineb100 » Fr 27. Nov 2015, 08:12

ich wünschte in München würden auch ein paar mehr Hochhäuser gebaut werden.. finde diesen Urbanen Look super! Habe mich jetzt zusammen mit Bekannten bei Conceptbau bisschen in das Thema Stadtplanung, Immobilien und co eingearbeitet. Hätte nicht gedacht wie interessant ich das alles mal finden werden!
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Ultra-tifosi » Fr 27. Nov 2015, 14:41

ich finde Wolkenkratzer potthässlich und haben m.M.n. in europäischen Innenstädten nichts verloren!

Paris & Moskau haben es klug gemacht und einen (!) Cluster für die Hochhäuser weit entfernt von der Innenstadt errichtet.

Das komplette Gegenteil macht London, wo Immobilienspekulanten und Prestigegeile Architekten Wolkenkratzer hinbauen, wo es ihnen grade passt und dann auch noch solche Hässlichen wie "The Shard" und das Walkie Talkie Gebäude, das Autos bruzelt...

Hoffe auf die Vernunft deutscher Bürgermeister und der Stadtteile und freue mich, wenn München, Hamburg & co. von solchen Molochen verschont bleiben :thumbup:
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Amtsschimmel » Mo 28. Dez 2015, 23:42

Stimme Ultra-Tifosi zu. Wolkenkratzer passen nicht in europäische Stadtzentren. Sie sind außerdem meistens hässliche, vollkommen austauschbare Glaskästen. Moderne Architektur ist auch selten funktional.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon frems » Mo 28. Dez 2015, 23:55

Dann ist Berlin ja genau richtig, weil es kein Zentrum hat.

Da halfen auch die vielen jungen Alternativen nicht, die es nach Berlin zog. Die brachten vielmehr eine zusätzliche Portion Provinzialismus mit, findet Hoffmann-Axthelm - "auch wenn sich manche von ihnen damals in Kreuzberg bei Hausbesetzungen nach einem halben Jahr in breitestem Schwäbisch als Ureinwohner stilisierten". Davon sei die Berliner Zugezogenen-Szene bis heute geprägt. "Wenn die mal in New York sind, dann finden sie dort alles toll. Aber hier soll es laufen wie in ihrer Kleinstadt."

Bis heute gebe es auch das Entscheidungsgewirr zwischen dem Stadtstaat Berlin und den Bezirken. Hoffmann-Axthelm beklagt die verästelten Zuständigkeiten und die zu große Macht der lokalen Ebene, die die Organisation der wachsenden Stadt zusätzlich erschwerten - und die nun auch in der Berliner Flüchtlingspolitik zum Chaos führen. All diese Probleme spiegelten sich in der Stadtplanung wieder: "Es kann doch nicht sein, dass über Baumaßnahmen am Berliner Fernsehturm auf einer reinen Anwohnerversammlung diskutiert wird", sagt er. Das betreffe doch die ganze Stadt. Sie müsse nachverdichtet werden und endlich ein funktionierendes Zentrum bekommen, um politisch wie städtebaulich als Metropole zu funktionieren.

Die Kiezbezogenheit und den kleinstädtischen Geist mit dem Berlin-Gesetz von 1920 zu begründen, findet Hoffmann-Axthelm unbefriedigend. Auch andere Großstädte seien aus kleineren Städten entstanden. "Wenn man in Paris jemanden trifft, der in Montparnasse wohnt, dann ist er auch ganz stolz darauf. Aber trotzdem gibt es eine klare Orientierung hin zum Zentrum." Aus Erzählungen seiner Großeltern wisse er, dass das früher in Berlin auch so war. "Da bummelte man am Wochenende auf die Friedrichstraße." Dort sind heute hauptsächlich Touristen. Den Stadtplaner Hoffmann-Axthelm schmerzt das. Der Berliner Politik sei die Bedeutung des Zentrums überhaupt nicht klar, sagt er. Sie sei immer noch im Laubenkolonie-Denken gefangen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/krit ... -1.2785420

Die ursprünglichen Kollhoff-Pläne für den Alexanderplatz sind auch ganz nett: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/p ... ndex.shtml

Haben was vom Empire State Building. Nur deutlich kleiner: max. 150 Meter statt über 380 beim US-Vorbild, das in einer Größenordnung mit dem im Bau befindlichen "Federation Tower" in Moskau ist (373 Meter). Daß man beim Londoner "The Shard" (310 Meter) ein paar Bauchschmerzen kriegt, zumal das Ding sehr merkwürdig aussieht, kann ich ja noch nachvollziehen, aber 150 Meter sind doch nichts. Das höchste Gebäude in Deutschland ist mit 257 Metern der Frankfurter Messeturm. Außerhalb Frankfurts folgt mit 163 Metern der Post Tower in Bonn. Alles andere ist bei uns ist unter 150 Metern. Da werden acht, neun Hochhäuser in der Hauptstadt schon keinen umbringen.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon frems » Fr 20. Mai 2016, 16:37

Höher wird’s nicht in der City West

34 Stockwerke, rund 119 Meter: Für den neuen Turm „Upper West“ wurde das Richtfest gefeiert. Ganz oben soll nächstes Jahr eine Bar eröffnen.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezir ... 16500.html

So langsam tut sich was in der City West. Schön. :)
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Wasteland » Fr 20. Mai 2016, 16:40

frems hat geschrieben:(20 May 2016, 17:37)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezir ... 16500.html

So langsam tut sich was in der City West. Schön. :)


Vor einer Weile mal bin ich am Zoo ausgestiegen und dachte für eine Sekunde ich bin am falschen Bahnhof ausgestiegen, so sehr hat sich das Bild dort verändert im Vergleich zu früher....

Aber das muss wohl so.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon frems » Fr 20. Mai 2016, 16:46

Wasteland hat geschrieben:(20 May 2016, 17:40)

Vor einer Weile mal bin ich am Zoo ausgestiegen und dachte für eine Sekunde ich bin am falschen Bahnhof ausgestiegen, so sehr hat sich das Bild dort verändert im Vergleich zu früher....

Aber das muss wohl so.

Kenn ich. War auch sehr verwundert, als ich mal aus der U9 kam und Richtung Hardenbergstraße gehen wollte. Und vor mir war auf einmal ein Gebäude in der Joachimsthaler Straße verschwunden. Wenn ich mich nicht irre, soll der Hardenbergplatz demnächst auch angegangen werden sowie die Hertzallee Richtung TU. Hauptsache, da wird nicht irgendwo eine neue Mall hingeklatscht. :s
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Wasteland » Fr 20. Mai 2016, 17:07

frems hat geschrieben:(20 May 2016, 17:46)

Kenn ich. War auch sehr verwundert, als ich mal aus der U9 kam und Richtung Hardenbergstraße gehen wollte. Und vor mir war auf einmal ein Gebäude in der Joachimsthaler Straße verschwunden. Wenn ich mich nicht irre, soll der Hardenbergplatz demnächst auch angegangen werden sowie die Hertzallee Richtung TU. Hauptsache, da wird nicht irgendwo eine neue Mall hingeklatscht. :s


Ist ja auch nicht schlecht. Das war dort schon ganz schön pennerhaft früher. Aber wie du sagtest, bloss keine 08/15 Malls. Da hatte ich ein sehr ähnliches Erlebnis. Ich war in den Wilmersdorfer Strassen Arcaden und dachte für nen Moment ich bin am Potsdamer Platz (Normalerweise bin ich nicht so orientierungslos, das waren die einzigen beiden male :D ). Die sehen alle exakt gleich aus, gleiche Läden, Architektur etc. Braucht kein Mensch.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Fadamo » Fr 20. Mai 2016, 17:10

Die ganzen Luxuswohnungen werden den einfachen kleinen Wohnungssuchenden wenig helfen.
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon frems » Fr 20. Mai 2016, 17:12

Wasteland hat geschrieben:(20 May 2016, 18:07)

Ist ja auch nicht schlecht. Das war dort schon ganz schön pennerhaft früher. Aber wie du sagtest, bloss keine 08/15 Malls. Da hatte ich ein sehr ähnliches Erlebnis. Ich war in den Wilmersdorfer Strassen Arcaden und dachte für nen Moment ich bin am Potsdamer Platz (Normalerweise bin ich nicht so orientierungslos, das waren die einzigen beiden male :D ). Die sehen alle exakt gleich aus, gleiche Läden, Architektur etc. Braucht kein Mensch.

Allerdings. Trotzdem tauchen sie überall auf.

Nach der Mall of Berlin kommt nun die East Side Mall: An der Warschauer Brücke soll in den nächsten Wochen der Bau eines neuen Einkaufscenters beginnen. Die Freo Group plant 120 Geschäfte auf drei Etagen und einen großen Supermarkt im Erdgeschoss. Von der Warschauer Brücke wird es einen direkten Zugang geben, einen weiteren an der Tamara-Danz-Straße auf der Südostseite der Mercedes-Benz-Arena.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berli ... 35410.html

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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Ammianus » Sa 21. Mai 2016, 15:02

Na ja, würde die Dinger niemand brauchen, dann wären sie leer, uneffizient und bald wieder abgerissen. Da denk ich bloss an das in meinen Augen hässliche Alexa-Gebäude am Alex. Irgendwann kommt es vielleicht zu einer Übersättigung. Dann gehen vielleicht wirklich welche ein.

OT: Tamara-Danz-Straße ... hab gar nicht mitbekommen, dass es eine gibt - hat sie verdient ...
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon Amtsschimmel » Di 31. Mai 2016, 21:13

Ich finde, Hochhäuser haben in europäischen Metropolen nichts verloren. Sie beherbergen meist nur Luxuswohnungen, sind hässliche, austauschbare Glaskästen und fügen sich auch nicht ins Stadtbild ein, weil sie den Rest der Bauten um sie herum förmlich zerquetschen. Da Berlins Stadtbild aber eh schon seit Jahrzehnten vollkommen verstümmelt wird, ist es vielleicht auch nicht ganz so schlimm. Aber gerade eine Stadt wie Frankfurt hat gemerkt, dass solche Stahl- und Glaspaläste eine europäische Stadt einfach nur hässlich machen. Nicht umsonst wird der Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt forciert.
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Re: Neubauten in Berlin

Beitragvon H2O » Mi 1. Jun 2016, 06:44

Ammianus hat geschrieben:(21 May 2016, 16:02)

Na ja, würde die Dinger niemand brauchen, dann wären sie leer, uneffizient und bald wieder abgerissen. Da denk ich bloss an das in meinen Augen hässliche Alexa-Gebäude am Alex. Irgendwann kommt es vielleicht zu einer Übersättigung. Dann gehen vielleicht wirklich welche ein.

OT: Tamara-Danz-Straße ... hab gar nicht mitbekommen, dass es eine gibt - hat sie verdient ...


Freunde aus Berlin klagen, daß im Einzugsbereich der Hardenbergstraße/Schillerstraße/Kantstraße nur mit langen Fußmärschen oder gleich mit der U-Bahn der tägliche Bedarf eingekauft werden kann. Vielleicht sind also diese "Malls" ein innerstädtisches Gegenstück zu den Einkaufszentren auf der Grünen Wiese von mittleren und kleinen Städten? Mit Anschluß an öffentliche Verkehrsmittel wie U-Bahn und S-Bahn... Noch in den 1960er Jahren fand man in West-Berlin an jeder Ecke kleine Läden, die man heute nur noch in Vierteln mit starkem Anteil orientalischer Einwanderer finden kann. Das sind aber nicht die bevorzugten Einkaufsstätten der großen Anzahl der Berliner.

Vermutlich sind also die Klagen hier eher auf den Verlust der Guten Alten Zeit zurück zu führen. Und ehrlicherweise muß ich gestehen, daß Berlin bis zur Wiedervereinigung ziemlich verwahrlost war, mit weiten Trümmerfeldern und Halbruinen. Das kann doch im Laufe der Zeit nur besser werden.

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