Situation Afrika

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Alpha Centauri
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 24. Mär 2018, 22:03

Troh.Klaus hat geschrieben:(24 Mar 2018, 20:52)

Nein, er hat nicht recht. Nenn doch mal die Länder in Afrika - mit Ausnahme von Südafrika, auf deren Rohstoffe die Industrienationen angewiesen sind (Zahlen mehrheitlich zu 2015).

Gold ? Förderung, Südafrika an 7., Ghana an 9. Stelle.
Silber? Marokko auf 16, etwa 5% des Top-Förderers Mexiko.
Kupfer? Kongo auf 5, etwa 15% des Top-Förderers Chile, Sambia auf 8
Palladium? Südafrika auf 1, Simbabwe auf 5 mit ca. 10% der südafrikanischen Förderung.
Platin? - Südafrika auf 1, Simbabwe auf 3 mit weniger als 10% der südafrikanischen Förderung
Gallium, Indium - nicht in Afrika
Tantal - Kongo auf 1, Ruanda 2 (zusammen > 70%)
Chrom - Südafrika auf 1, Simbabwe auf 5
Nickel - Botswana 12, Südafrika 13
Aluminium (Bauxit) - Guinea auf 4, etwa 25% des Top-Förderers Australien
Seltene Erden? China mit ca. 85% auf 1, afrikanische Länder Fehlanzeige.
Eisen - Südafrika auf 6, 3% der Weltförderung

Afrika mag noch viele Rohstoff-Reserven haben. Aber derzeit ist der afrikanische Beitrag der Rohstoff-Förderung der Welt doch noch recht überschaubar. Und nein, die industrialisierten Länder sind nicht auf afrikanische Rohstoffe angewiesen für ihre Smartphones, jetzt nicht und auch in der näheren Zukunft nicht.


Deine Ausführung sind falsch und die Zahlen stimmen einfach nicht, zumal.du nicht mal alle bedeutenden Rohstoffe anführst ,du kannst gerne alles bestreiten und den Entwicklungsminister als Lügner indirekt hinstellen, geht aber an der Realität vollends vorbei.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Troh.Klaus » Sa 24. Mär 2018, 23:14

Alpha Centauri hat geschrieben:(24 Mar 2018, 22:03)

Deine Ausführung sind falsch und die Zahlen stimmen einfach nicht, zumal.du nicht mal alle bedeutenden Rohstoffe anführst ,du kannst gerne alles bestreiten und den Entwicklungsminister als Lügner indirekt hinstellen, geht aber an der Realität vollends vorbei.

Ja, genau. Muß Alles falsch, weil das dem gängigen Klischee widerspricht.

Aber, bitte sehr - liefere Deine Zahlen! Und für welche bedeutenden Rohstoffe soll ich die Zahlen nachtragen?

Du hast in Deinem Post den Entwicklungsminister zitiert "Ohne Rohstoffe aus Afrika kein Smartphone oder Automobil". Und das ist Mumpitz.
Butter bei die Fische: Nenne doch bitte die Rohstoff, die praktisch nur in Afrika gefördert werden, von dem die Automobil-Industrie resp. die Smartphone-Hersteller essentiell abhängen.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Boracay » So 25. Mär 2018, 08:31

Teekanne hat geschrieben:(24 Mar 2018, 18:51)

Wiederholungen ist ne Krankeit von euch? Sprech zur Ignoliste!!


Offensichtlich lpgt irgendwer. Entweder sind es die Illuminaten die die Situation in Bangladesh besser darstellen wollen als sie ist - oder es bist du.

Ich vermute mal letzteres. Einfach irgendeinen Mist erfunden um weiter schreien zu können "Kapitalismus - pöse pöse", jetzt gemerkt das man voll daneben lag. Da kommt dann eine Story von "alles gefälscht". Waren es die 9/11 Verschwörer oder Warren Buffet persönlich?
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Alpha Centauri » So 25. Mär 2018, 10:10

Troh.Klaus hat geschrieben:(24 Mar 2018, 23:14)

Ja, genau. Muß Alles falsch, weil das dem gängigen Klischee widerspricht.

Aber, bitte sehr - liefere Deine Zahlen! Und für welche bedeutenden Rohstoffe soll ich die Zahlen nachtragen?

Du hast in Deinem Post den Entwicklungsminister zitiert "Ohne Rohstoffe aus Afrika kein Smartphone oder Automobil". Und das ist Mumpitz.
Butter bei die Fische: Nenne doch bitte die Rohstoff, die praktisch nur in Afrika gefördert werden, von dem die Automobil-Industrie resp. die Smartphone-Hersteller essentiell abhängen.



Ja natürlich hat Herr Müller ( CSU) Entwicklungsminister recht, und auf diese erfundenen Zahlen muss man nicht reagieren die Wirklichkeit sieht anders aus,dass zeigen viele Dokumentationen dass sagen viele die vor Ort sind und mehr Ahnung von der Materie haben.
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Adam Smith
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Adam Smith » So 25. Mär 2018, 10:17

Troh.Klaus hat geschrieben:(24 Mar 2018, 23:14)

Ja, genau. Muß Alles falsch, weil das dem gängigen Klischee widerspricht.

Aber, bitte sehr - liefere Deine Zahlen! Und für welche bedeutenden Rohstoffe soll ich die Zahlen nachtragen?

Du hast in Deinem Post den Entwicklungsminister zitiert "Ohne Rohstoffe aus Afrika kein Smartphone oder Automobil". Und das ist Mumpitz.
Butter bei die Fische: Nenne doch bitte die Rohstoff, die praktisch nur in Afrika gefördert werden, von dem die Automobil-Industrie resp. die Smartphone-Hersteller essentiell abhängen.


Link:

Zitat Anfang:

Elektroautos brauchen Kobalt aus dem Kongo: Anstieg der Kinderarbeit vorprogrammiert

Während in Deutschland ein bizarrer Kampf gegen die Autoindustrie geführt wird, natürlich im Namen der Gesunderhaltung von Menschen, speziell Kindern, die durch von Dieselautos erzeugte Stickoxyde eventuell gefährdet werden könnten, wird in Afrika die Gesundheit von Kindern ruiniert, um Kobalt für die als saubere Alternative gepriesenen Elektroautos zu gewinnen.

Fast alle großen Elektroautoproduzenten beziehen ihr Kobalt aus dem Kongo. Die Handy-Produzenten übrigens auch. Aber während ein Handy nur 10 Gramm Kobalt benötigt, enthält eine Autobatterie 15 kg. Im Kongo liegen 60% der Weltvorräte. Die durch Bürgerkriege verarmte Republik ist dringend auf die Kobalt-Förderung

Zitat Ende.

https://www.epochtimes.de/politik/welt/ ... 86150.html

Ein Grund für Wasserstoff zu sein.

Es ist mir unbegreiflich warum das niemanden interessiert.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Alpha Centauri » So 25. Mär 2018, 20:58

Adam Smith hat geschrieben:(25 Mar 2018, 11:17)

Link:

Zitat Anfang:

Elektroautos brauchen Kobalt aus dem Kongo: Anstieg der Kinderarbeit vorprogrammiert

Während in Deutschland ein bizarrer Kampf gegen die Autoindustrie geführt wird, natürlich im Namen der Gesunderhaltung von Menschen, speziell Kindern, die durch von Dieselautos erzeugte Stickoxyde eventuell gefährdet werden könnten, wird in Afrika die Gesundheit von Kindern ruiniert, um Kobalt für die als saubere Alternative gepriesenen Elektroautos zu gewinnen.

Fast alle großen Elektroautoproduzenten beziehen ihr Kobalt aus dem Kongo. Die Handy-Produzenten übrigens auch. Aber während ein Handy nur 10 Gramm Kobalt benötigt, enthält eine Autobatterie 15 kg. Im Kongo liegen 60% der Weltvorräte. Die durch Bürgerkriege verarmte Republik ist dringend auf die Kobalt-Förderung

Zitat Ende.

https://www.epochtimes.de/politik/welt/ ... 86150.html

Ein Grund für Wasserstoff zu sein.

Es ist mir unbegreiflich warum das niemanden interessiert.


Aus dem selben Grund weshalb die Kinderarbeit auf Kakaoplantagen in Westafrika für die Kinderschokolade niemand interessiert um mal noch ein weiteres Beispiel zu bringen.

Über die moralisch fragwürdige Smartphone Produktion von Tech Gigant Apple mit Rohstoffen auch aus Afrika habe ich mich bereits ausgelassen.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Alpha Centauri » So 25. Mär 2018, 21:21

Und wie gesagt solche Ausbeuter wie Apple werden als "innovativ" gefeiert
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Quatschki » So 25. Mär 2018, 21:22

Die Afrikaner sind einfach zu blöd, ihre Interessen zu organisieren.
So wie sie vor 200 Jahren den Jungen vom Nachbarstamm für Tand und Tinnef in die Sklaverei verkauft haben, so sind sie auch heute noch drauf.
Wir beziehen doch zum Beispiel auch Öl von den Golfstaaten. Aber die lassen sich komischerweise die Butter nicht vom Brot nehmen?
Wir haben's aufgebaut, Wir wissen's zu zerstören.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 26. Mär 2018, 19:10

Quatschki hat geschrieben:(25 Mar 2018, 22:22)

Die Afrikaner sind einfach zu blöd, ihre Interessen zu organisieren.
So wie sie vor 200 Jahren den Jungen vom Nachbarstamm für Tand und Tinnef in die Sklaverei verkauft haben, so sind sie auch heute noch drauf.
Wir beziehen doch zum Beispiel auch Öl von den Golfstaaten. Aber die lassen sich komischerweise die Butter nicht vom Brot nehmen?

Ah geh. Da wo jetzt Libyens Trümmer sind, war bis in die 30er weitgehende Autonomie. Dann kam Italien mit Maschinengewehren und Giftgas.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Quatschki » Mo 26. Mär 2018, 19:58

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(26 Mar 2018, 20:10)

Ah geh. Da wo jetzt Libyens Trümmer sind, war bis in die 30er weitgehende Autonomie. Dann kam Italien mit Maschinengewehren und Giftgas.

Wie kommst Du jetzt auf Libyen?
Ist das dein Beispiel für ein typisches Land für die Situation Afrikas?

Wir können gern bis zu den Phöniziern und der reichen römischen Provinz Tripolitanien zurückgehen. Und zu den Vandalen, die dort während der Ersten Völkerwanderung wie die Vandalen hausten, bevor es wieder Teil Ostroms wurde.
Oder willst Du über die Islamisierung des zuvor christlichen Libyens reden, über die jahrhundertelange Osmanenherrschaft? Über den Niedergang zum reinen Piratenstaaten,die von Räuberei, Sklavenhandel und Tributerpressung lebten und 1802 zum ersten USA-Auslandseinsatz überhaupt führten?
Libyen wurde übrigens 1912 durch Italien von den Türken erobert. Mussolini hat diesen Konflikt von seinen Vorgängern geerbt, die im Ersten Weltkrieg bekanntlich zu den "Guten" gehörten.

Und falls du den Film "Omar Mukhtar" mit Anthony Quinn kennen solltest? - der wurde von Gaddafi finanziert und gibt dessen Sicht der Geschichte wieder! Heutzutage werden solche Typen wie dieser Omar als "islamische Terroristen" per Drohne liquidiert
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 26. Mär 2018, 20:07

Quatschki hat geschrieben:(26 Mar 2018, 20:58)

Wie kommst Du jetzt auf Libyen?
Ist das dein Beispiel für ein typisches Land für die Situation Afrikas?

Wir können gern bis zu den Phöniziern und der reichen römischen Provinz Tripolitanien zurückgehen.

Geh zurück wohin du willst. Ich halte dich nicht auf. Ob sie dich reinlassen, ist ein anderes Thema. Libyen ist ein klassischer Fall. Genozid, Konzentrationslager, Giftgas. Glaubst du, das hat was mit verkauften Nachbarskindern zu tun?
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Alpha Centauri » Do 29. Mär 2018, 21:37

Quatschki hat geschrieben:(26 Mar 2018, 20:58)

Wie kommst Du jetzt auf Libyen?
Ist das dein Beispiel für ein typisches Land für die Situation Afrikas?

Wir können gern bis zu den Phöniziern und der reichen römischen Provinz Tripolitanien zurückgehen. Und zu den Vandalen, die dort während der Ersten Völkerwanderung wie die Vandalen hausten, bevor es wieder Teil Ostroms wurde.
Oder willst Du über die Islamisierung des zuvor christlichen Libyens reden, über die jahrhundertelange Osmanenherrschaft? Über den Niedergang zum reinen Piratenstaaten,die von Räuberei, Sklavenhandel und Tributerpressung lebten und 1802 zum ersten USA-Auslandseinsatz überhaupt führten?
Libyen wurde übrigens 1912 durch Italien von den Türken erobert. Mussolini hat diesen Konflikt von seinen Vorgängern geerbt, die im Ersten Weltkrieg bekanntlich zu den "Guten" gehörten.

Und falls du den Film "Omar Mukhtar" mit Anthony Quinn kennen solltest? - der wurde von Gaddafi finanziert und gibt dessen Sicht der Geschichte wieder! Heutzutage werden solche Typen wie dieser Omar als "islamische Terroristen" per Drohne liquidiert



Libyen ist ein gescheiterter Staat ( auch dank Hilfe des politischen Westens) seit Gaddafis Sturz, hat sich nichts verbessert eher im Gegenteil?
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Troh.Klaus » Di 3. Apr 2018, 14:45

Adam Smith hat geschrieben:(25 Mar 2018, 11:17)
Elektroautos brauchen Kobalt aus dem Kongo: Anstieg der Kinderarbeit vorprogrammiert

https://www.epochtimes.de/politik/welt/ ... 86150.html

Schön:
Kobalt-Förderung 2016 insgesamt ca. 123.000 t, DR Kongo ca. 66.000 t, also etwas mehr als die Hälfte der Weltproduktion.
Meine Liste wäre also zu ergänzen:
Kobalt - Kongo 1, Sambia 7, Südafrika 11, Marokko 12.
Verwendung von Kobalt in Lithium-Ionen-Akkus in Form von LiCoO2. Vorteil: höhere Energiedichte.
Aber: Das ist nicht die einzig mögliche Variante für Lithium-Ionen-Akkus. Es geht ähnlich gut mit Mangan als LiMnO2.
Und: Die Entwicklung bleibt ja nicht stehen.

Ich kann auch hier nicht erkennen, dass ohne die "afrikanischen Rohstoffe" bei uns die Elektro-Autobauer (die konventionellen sowieso nicht) und die Smartphone-Hersteller den Betrieb einstellen müssten.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Troh.Klaus » Di 3. Apr 2018, 15:07

Alpha Centauri hat geschrieben:(25 Mar 2018, 11:10)

Ja natürlich hat Herr Müller ( CSU) Entwicklungsminister recht, und auf diese erfundenen Zahlen muss man nicht reagieren die Wirklichkeit sieht anders aus,dass zeigen viele Dokumentationen dass sagen viele die vor Ort sind und mehr Ahnung von der Materie haben.

Hier habe ich meine Zahlen erfunden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gold/Tabe ... ch_Ländern
https://de.wikipedia.org/wiki/Silber/Ta ... ch_Ländern
https://de.wikipedia.org/wiki/Kupfer/Ta ... ch_Ländern
https://de.wikipedia.org/wiki/Platinmet ... ch_Ländern
https://de.wikipedia.org/wiki/Chrom#Vorkommen
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... ch_Ländern
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... ch_Ländern
Aussagen zu: Indium, Gallium, Tantal, Seltene Erden, Eisen laut Fischer Weltalmanach 2018, Kapitel Bergbau-Erzeugnisse, ab Seite 653.

Wie gesagt - Alles erfunden, erstunken und erlogen.

Ein Tipp von mir: die Quellen besser nicht prüfen, Dein Weltbild könnte wackeln ...
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Adam Smith
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Adam Smith » Fr 6. Apr 2018, 17:52

Troh.Klaus hat geschrieben:(03 Apr 2018, 16:07)

Ein Tipp von mir: die Quellen besser nicht prüfen, Dein Weltbild könnte wackeln ...


Immer überprüfen.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 6. Apr 2018, 18:25

Adam Smith hat geschrieben:(06 Apr 2018, 18:52)
Immer überprüfen.

Schau'n mer mal.
immernoch_ratlos
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Re: Situation Afrika

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 6. Apr 2018, 21:20

Afrika hat die Zeiten der Kolonisation nun hinter sich - nun gibt es eine ganz neue (nicht wirklich neu) Masche - "Freihandel" - klingt gut, ist auch gut für uns Europäer. Macht unsere "Möglichkeiten" in Afrika "mündelsicher" - einmal abgeschlossen, wird jedweder Protektionismus ausgeschlossen - der Afrikanischer Staaten versteht sich. "Wir" dürfen frei importieren was immer bei uns "übrigbleibt" - z.B. Zwiebeln aus Holland - tja die können selbst nur ~10% dieser "Sättigungsbeilage" selber aufessen - die wenigen 90% gehen u.a. nach Afrika - dort braucht sich dann keiner bemühen - ist doch wunderbar wie sehr alle den Afrikanern helfen, damit die erst gar nicht in die dumme Lage kommen sich selbst versorgen zu müssen ODER womöglich uns irgendwann mit deren Früchte zu belästigen.

Dieser wunderhübschen Euphemismus "Freihandel" genannt, untersagt jegliche Benachteiligung von Einfuhren durch Schutz der eigenen noch eher rudimentären Versuche eine afrikanischen Produktion zu etablieren. Wer - was diese dummen unfähigen afrikanischen Kleinbauern völlig überraschend tun - z.B. Zwiebel anbauen um damit sich eine lokales Einkommen zu sichern - würde die besagten Zwiebel aus Holland ja nur stören - darum sind die gleichmal unschlagbar billig und so auch konkurrenzlos. So ist dieser "Markt" völlig legal für Afrikaner unerreichbar. Tja und wenn die betroffenen Regierung das eventuell mit einem (bei uns durchaus üblichen Schutzzoll - s. chinesischen PV-Panele) ihre eigenen bäuerlichen Unternehmungen schützen möchte, verstößt die dumme afrikanischen Regierung gegen den vertraglichen "Freihandel" - das ist quasi "Gleichstrom" - "Wechselstrom" ist so erfolgreich ausgeschlossen.

Die "Diode" Freihandel von Experten konstruiert - lässt den "Warenstrom" nur in eine Richtung zu....

Hier noch ein paar Filmchen die das Thema weiter beleuchten :

    Afrika: Vergiftete Geschenke (Doku) in 7 Teilen
    .
  1. Afrika Vergiftete Geschenke (Doku) 1_7
    .
  2. Afrika Vergiftete Geschenke (Doku) 2_7
    .
  3. Afrika Vergiftete Geschenke (Doku) 3_7
    .
  4. Afrika Vergiftete Geschenke (Doku) 4_7
    .
  5. Afrika Vergiftete Geschenke (Doku) 5_7
    .
  6. Afrika Vergiftete Geschenke (Doku) 6_7
    .
  7. Afrika Vergiftete Geschenke (Doku) 7_7
Wenig rätselhaft warum manche nun die "Abkürzung wählen" und uns Zuhause "besuchen" - so schaffen "wir" problemlos unsere Probleme die dann zum "Ausgleich" viel, viel Geld kosten. Was Europa da aufbaut ist eine gut durchorganisierte Fluchtindustrie :thumbup:

Aber die Rassisten unter uns wissen ja wer daran "selbst schuld ist" - pauschal die Afrikaner - Nord- Zentral- Südafrika - scheißegal die "Schwarzen" sind selber schuld. Immerhin schaffen wir schöne neue Sprachregelungen - das darf keiner mehr von "Mohrenköpfen" oder demnächst "Moorrüben" reden - ist unanständig die Betroffenen über ihre Farbe exakt zu benennen - am besten die drei Affen - das Mittelmeer obschon leider klein aber wenigsten tief und gut isses... :thumbup:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Situation Afrika

Beitragvon van Kessel » Sa 14. Apr 2018, 23:42

die Hälfte des weltweit geförderten Coltran (~ 2000 Tonnen/Jahr) kommt aus Afrika. Ohne dieses 'Zeugs', würden wir uns noch von Angesicht zu Angesicht unterhalten und nicht mittels elektronischer Maschinen.
In der Diskussion vermisse ich die Position von China in der Afrika Frage, die Frage nach dem Landgrabbing (beste Böden werden von Neokolonialisatoren aus aller Welt aufgekauft) und was eine lächerliche Entwicklungshilfe von Deutschland bewirken soll?

Es ist angesprochen worden, dass es unfaire Handelspraktiken gibt, wo der europäische Markt abgeschottet und der afrikanische Markt mit europäischen Produkten (von Holland-Zwiebel bis Elektroschrott) geflutet wird.

Dass die deutsche Entwickliungshilfe die Vorstufe des afrikanischen Flüchtlingselend ist (welches dann auch deutsches/europäisches Flüchtlingselend ist) geht nicht in die Köpfe.

Als in den 50/60er JAhren die afrikanischen Kolonien in die 'Freiheit' entlassen wurden, hatten die Aspiranten weder ein Staatsverständnis noch eine eigene Wirtschaftsidee; nur die Vorlagen der alten 'Sklavenhalter'. Gab es unerwünschte Entwicklungen (wie im Kongo) wurden die Anführer liquidiert (Lumumba). Ständig erfolgten Eingriffe der alten Kolonialherren in ihrem Interessengebiet. Die Franzosen hingen ihre ex-Kolonien gar an ihre Währung (CFA) damit sie bei der französischen 'Stange' blieben.

Die Despoten und 'Kaiser' auf diesem Kontinen wurden (und werden noch immer) von den westlich/asiatischen Interessen geschmiert. Landflucht, Verödung der Böden dadurch, Hungersnöte und Verlust der 30 cm (Mutterboden) von denen die Menschheit lebt. Abholzung, Brunnenbau durch die Saudis und Europäer, welche den Viehbestand vergrößerten aber den Pflanzanbau dadurch reduzierten. Feuerholz oder Holzkohle vernichten die kargen Savannenwäder. Holzeinschlag von Edelhölzern vernichten den Regenwasserhaushalt und vernichten die Artenvielfalt.

Beste Böden in den fruchtbaren Flußtälern können nicht mehr genutzt werden, weil die 'menschenfreundlichen Europäer und Amerikaner' die Pestizidflugzeuge nicht mehr mit dem 'menschenschädlichen' DDT beliefern. So finden es Moskitos und die Tse-Tse-Fliege wunderbar dort, aber Haustierhaltung ist dort unmöglich.

Was können wir tun? Tropische Landwirte und tropische Holzfachleute mit eigenem Geld (aus der Entwicklungshilfe) und eigener (vom Gaststaat getrennter) Exekutivgewalt und Geldverwaltung. Schaffung von Arbeit und Lohn-Abhängigkeiten in den Villages (Dörfern) damit der Eigentumsbegriff und die Sicherung des Wohlstandes in die Köpfe kommt und nicht einem 'von der Hand in den Mund' oder dem Diktat eines Chiefs (Häuptling) ausgeliefert ist.

Wasserwirtschaftsfachleute, 'verbilligte Steinkohle' aus Südafrika für die Dörfer, damit die Töpfe weiterhin den ganzen Tag köcheln können und die Holz-Entnahme aus dem kargen Waldbestand verhindert wird (Afrika hat wenig Mutterboden, weil der vorherrschende Lateritboden unfruchtbar ist). Vor allen Dingen darf nicht mehr für Afrika 'gespendet' werden, weil die Abhängigkeit unfreie Menschen macht welche vergessen haben, wie man 'den Boden bestellt'. Der Landflucht muss mit einem Angebot begegnet werden, dass nicht die Stadt, sondern das Land erst frei macht.

Ob der Herr Müller und seine Gebietsfachleute dieses und mehr berücksichtigen, oder wollen sie nur verhindern, dass wir ein schlechtes Gewissen haben?
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Re: Situation Afrika

Beitragvon van Kessel » Sa 14. Apr 2018, 23:59

hi "immernoch_ratlos",
Dieser wunderhübschen Euphemismus "Freihandel" genannt, untersagt jegliche Benachteiligung von Einfuhren durch Schutz der eigenen noch eher rudimentären Versuche eine afrikanischen Produktion zu etablieren. Wer - was diese dummen unfähigen afrikanischen Kleinbauern völlig überraschend tun - z.B. Zwiebel anbauen um damit sich eine lokales Einkommen zu sichern - würde die besagten Zwiebel aus Holland ja nur stören - darum sind die gleichmal unschlagbar billig und so auch konkurrenzlos. So ist dieser "Markt" völlig legal für Afrikaner unerreichbar. Tja und wenn die betroffenen Regierung das eventuell mit einem (bei uns durchaus üblichen Schutzzoll - s. chinesischen PV-Panele) ihre eigenen bäuerlichen Unternehmungen schützen möchte, verstößt die dumme afrikanischen Regierung gegen den vertraglichen "Freihandel" - das ist quasi "Gleichstrom" - "Wechselstrom" ist so erfolgreich ausgeschlossen.
treffender Bericht! Eine Einschränkung möchte ich allerdings anmelden, wenn von 'dummen, afrikanischen Regierungen' geschrieben wird. Diese sind ebenso korrupt wie europäische Regierungen; da gibt es wenig Ausnahmen.

Wenn ein Afrikaner einen Job hat, dann hängen an diesem Menschen mindestens 20 andere, welche davon 'zehren'. Afrika hat kein funktionierendes Sozialsystem in unserem Sinn, sondern den uralten Modus, dass die Kinder für die Alten zu sorgen haben. So werden diese Kinder auch nach Europa geschickt, um ihre Aufgabe zu erfüllen.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Watchful_Eye » Sa 14. Apr 2018, 23:59

immernoch_ratlos hat geschrieben:(06 Apr 2018, 22:20)
Dieser wunderhübschen Euphemismus "Freihandel" genannt, untersagt jegliche Benachteiligung von Einfuhren durch Schutz der eigenen noch eher rudimentären Versuche eine afrikanischen Produktion zu etablieren. Wer - was diese dummen unfähigen afrikanischen Kleinbauern völlig überraschend tun - z.B. Zwiebel anbauen um damit sich eine lokales Einkommen zu sichern - würde die besagten Zwiebel aus Holland ja nur stören - darum sind die gleichmal unschlagbar billig und so auch konkurrenzlos. So ist dieser "Markt" völlig legal für Afrikaner unerreichbar. Tja und wenn die betroffenen Regierung das eventuell mit einem (bei uns durchaus üblichen Schutzzoll - s. chinesischen PV-Panele) ihre eigenen bäuerlichen Unternehmungen schützen möchte, verstößt die dumme afrikanischen Regierung gegen den vertraglichen "Freihandel" - das ist quasi "Gleichstrom" - "Wechselstrom" ist so erfolgreich ausgeschlossen.

Mir wurde mal erklärt, dass der Grund, warum man so verfährt, der sei, dass wir (= Europa) unsere Landwirtschaft unabhängig und somit krisensicher behalten wollen. Die Gefahr sei die, dass sobald ein freier Markt dafür sorgen würde, dass die landwirtschaftliche Produktion eines Tages überwiegend nach Afrika ausgewandert ist, unsere Versorgungssicherheit z.B. im Falle von dortigen Bürgerkriegen direkt gefährdet sei.

Hältst du die Gefahr für überschätzt oder für eine, die wir aus humanitären Gründen eingehen sollten? Mein Eindruck ist auch, dass man da sicherlich noch einen Mittelweg gegenüber dem Ist-Zustand gehen könnte..
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