Situation Afrika

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Alexyessin
Vorstand
Beiträge: 70912
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Blutgrätsche
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: Situation Afrika

Beitragvon Alexyessin » Fr 12. Jan 2018, 14:20

Boracay hat geschrieben:(12 Jan 2018, 09:44)

Eine viel interessantere Frage ist: Warum hat es Asien geschafft innerhalb weniger Jahrzehnte ein erfolgreicher Industriestandort mit kräftig steigendem Wohlstand zu werden und wenn man an Afrika denkt nehme alle Unternehmen die Füße in die Hand?


Weil die Fernostasiaten an den Küsten schon immer gute Händler waren. Sie waren wirtschaftspolitsch auch in der Vergangenheit gut aufgestellt und kein Vergleich zu Südsahara Afrika.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Alpha Centauri
Beiträge: 2868
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 09:49

Re: Situation Afrika

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 12. Jan 2018, 18:34

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2018, 09:44)

Es ist verwerflich, ärmste Staaten zu korrumpieren und sie um - für "uns" im Westen lächerliche - paar Milliarden zu bringen.
Es ist verwerflich, Afrikas Küsten leerzufischen.
Es ist verwerflich, Afrikas Märkte mit subventionierten Billiglebensmitteln zu fluten.
Wer das nicht verwerflich findet, darf es auch nicht verwerflich finden, wenn die Afrikaner an unsere Tür klopfen und reinwollen.


Genauso ist es, und dann ein auf unschuldig Dämmlichen tuen, sich dreist hinstellen und sagen ," damit haben wir nichts zu tun" . Ja aber natürlich immer zu behaupten dass sei ein innerafrikanisches Problem ( Stichwort, Klima und Korruption) ist ja nur eine Halbwahrheit, zur ganzen Wahrheit gehört eben auch dass der Westen" ( USA vor allem EU Europa) und andere Player ( China, ) durch ihrer egoistische und unfaire Wirtschaftspolitik ein Teil der Fluchtursachen sind.( der Klassiker die Fischerei Europäer und cChinesen.sind hier Groß dabei) man könnte auch andere Bereich heranziehen, . Wenn man dort die Lebensgrundlage der Menschen ( aus egoistischen.Motiven) zerstört ( Bsp: Fischerei, oder von westlichen Staaten finanzierte Konflikte und Kriege) dann braucht man sich auch nicht wundern warum.so viele Afrikaner nach Norden wollen.
Boracay
Beiträge: 3976
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Situation Afrika

Beitragvon Boracay » Sa 13. Jan 2018, 11:23

Alpha Centauri hat geschrieben:(12 Jan 2018, 18:34)

Genauso ist es, und dann ein auf unschuldig Dämmlichen tuen, sich dreist hinstellen und sagen ," damit haben wir nichts zu tun" . Ja aber natürlich immer zu behaupten dass sei ein innerafrikanisches Problem ( Stichwort, Klima und Korruption) ist ja nur eine Halbwahrheit, zur ganzen Wahrheit gehört eben auch dass der Westen" ( USA vor allem EU Europa) und andere Player ( China, ) durch ihrer egoistische und unfaire Wirtschaftspolitik ein Teil der Fluchtursachen sind.( der Klassiker die Fischerei Europäer und cChinesen.sind hier Groß dabei) man könnte auch andere Bereich heranziehen, . Wenn man dort die Lebensgrundlage der Menschen ( aus egoistischen.Motiven) zerstört ( Bsp: Fischerei, oder von westlichen Staaten finanzierte Konflikte und Kriege) dann braucht man sich auch nicht wundern warum.so viele Afrikaner nach Norden wollen.


Mit ähnlichen ...Argumenten könnte man es ja als furchtbar ungerecht darstellen das Dell kleine Computerhersteller zerstört oder VW die osteuropäischen Hersteller... wie blöde ist das???

Sind die Fangflotten nur vor Afrika unterwegs? Oder tatsächlich auch vor allen anderen Kontineten auch? Warum schreit ... man... nicht „oje - alles schrecklich unfair“?

Deine Behauptungen sind absurd ... - Afrikas scheitern liegt weder am Kolonialismus oder irgendwelchen Fischereiflotten, sondern einzig und allein an den Afrikanern und ihrer Kultur.

... = beleidigungen entfernt
NN, mod
sünnerklaas
Beiträge: 2051
Registriert: Do 10. Aug 2017, 14:41

Re: Situation Afrika

Beitragvon sünnerklaas » Sa 13. Jan 2018, 13:07

Boracay hat geschrieben:(12 Jan 2018, 10:10)

Falsch - für den deutschen Außenhandel ist Afrika so bedeutend wie Schweden. Es ist kein relevanter Markt.



Soso - und Länder wie die USA, Kanada, Brasilien, Hong Kong, Singapur, Australien, Malaysia,... waren keine Kolonien? Warum haben dieses es zu massiven
Wohlstand gebracht und Afrika nicht?

Dafür gibt es Erklärungen. Hong Kong, Singapur und Malaysia waren und sind stets auch Schaufenster in Richtung China. Ähnlich also, wie die Bundesrepublik. Dass in Lateinamerika "Wohlstand" herrscht, kann man nun wirklich nicht sagen.
Kanada wurde VOR dem Kalten Krieg unabhängig, die USA und die lateinamerikanischen Staaten sind es schon sehr viel länger.
Die Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten erfolgte erst im Kalten Krieg - und im Angesicht der sowjetischen Bedrohung. Gemäß der Domino-Theorie der Eisenhower/Nixon-Administration galt der Grundsatz, dass jede Gefahr einer kommunistischen Machtübernahme notfalls durch Intervention zu verhindern sei.


Und warum lässt du in deiner Aufzählung den Alkoholikerstaat weg, schließlich hat sich die SU am meisten in Afrika engagiert und auch die meisten Waffen geliefert...


Wie viele "kommunistische" Staaten gab es in Afrika?
Benutzeravatar
Nomen Nescio
Beiträge: 11926
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: Situation Afrika

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 13. Jan 2018, 13:16

sünnerklaas hat geschrieben:(13 Jan 2018, 13:07)

Wie viele "kommunistische" Staaten gab es in Afrika?

lumumba war seinerzeit pro; die äthiopier; unter nassr war ägypten ziemlich pro; es muß noch 1 oder 2 südliche staaten geben, aber die habe ich vergessen.
der eine führer war es mehr; der andere weniger; aber alle hatten irgendwie eine klapse. sie waren genauso gut in sich selbst verreichen wie die nicht kommunistischen kollegen. na ja, ob von rechts oder links, »pecunia no olet«
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
Alpha Centauri
Beiträge: 2868
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 09:49

Re: Situation Afrika

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 13. Jan 2018, 18:33

Boracay hat geschrieben:(13 Jan 2018, 11:23)

Mit ähnlichen ...Argumenten könnte man es ja als furchtbar ungerecht darstellen das Dell kleine Computerhersteller zerstört oder VW die osteuropäischen Hersteller... wie blöde ist das???

Sind die Fangflotten nur vor Afrika unterwegs? Oder tatsächlich auch vor allen anderen Kontineten auch? Warum schreit ... man... nicht „oje - alles schrecklich unfair“?

Deine Behauptungen sind absurd ... - Afrikas scheitern liegt weder am Kolonialismus oder irgendwelchen Fischereiflotten, sondern einzig und allein an den Afrikanern und ihrer Kultur.

... = beleidigungen entfernt
NN, mod


Daran ist rein nichts lächerlich sondern fakt. Man kann Fakten leugnen und nicht zur Kenntnis nehmen, dennoch bleiben es Fakten.
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 2531
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Situation Afrika

Beitragvon Orbiter1 » Fr 9. Mär 2018, 19:35

Was ich überhaupt nicht verstehe ist das geringe Engagement der europäischen Unternehmen in Afrika. Dort sind die Länder mit den höchsten Wachstumsraten auf der Welt. Im Bereich Telekommunikation werden z. B. jedes Jahr hohe 2-stellige Mrd.-Umsätze erzielt (es gibt über 1 Mrd Mobilfunkverträge in Afrika), aktuell werden mehrere Tausend Kilometer Eisenbahnstrecken gebaut, das gleiche gilt für Straßen, Häfen, usw. Umgesetzt wird das zu einem großen Teil von China. Die Europäer sind, obwohl sie historisch über die weitaus besseren Beziehungen verfügen, kaum oder gar nicht vertreten. Ich verstehe nicht wieso da nicht mehr passiert und Chancen genutzt werden. Die Korruption kann es ja nicht sein, die gibt es auch in anderen Ländern.
Boracay
Beiträge: 3976
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Situation Afrika

Beitragvon Boracay » Fr 9. Mär 2018, 20:49

Orbiter1 hat geschrieben:(09 Mar 2018, 19:35)

Was ich überhaupt nicht verstehe ist das geringe Engagement der europäischen Unternehmen in Afrika. Dort sind die Länder mit den höchsten Wachstumsraten auf der Welt. Im Bereich Telekommunikation werden z. B. jedes Jahr hohe 2-stellige Mrd.-Umsätze erzielt (es gibt über 1 Mrd Mobilfunkverträge in Afrika), aktuell werden mehrere Tausend Kilometer Eisenbahnstrecken gebaut, das gleiche gilt für Straßen, Häfen, usw. Umgesetzt wird das zu einem großen Teil von China. Die Europäer sind, obwohl sie historisch über die weitaus besseren Beziehungen verfügen, kaum oder gar nicht vertreten. Ich verstehe nicht wieso da nicht mehr passiert und Chancen genutzt werden. Die Korruption kann es ja nicht sein, die gibt es auch in anderen Ländern.


Wenn man sich engagiert ist man ein pöser Kapitalist der die Afrikaner ausbeuten möchte. Linke Dummheit verhindert ein Engagement von Europäern.
Zudem sind Europäer im Infrastrukturprojekten nicht gerade weltspitze - die sind eher auf Produktion aus, aber aufgrund der geringen Produktivität eignet sich Afrika als Produktionsstandort nicht.
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 2531
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Situation Afrika

Beitragvon Orbiter1 » Fr 9. Mär 2018, 22:32

Boracay hat geschrieben:(09 Mar 2018, 20:49)

Wenn man sich engagiert ist man ein pöser Kapitalist der die Afrikaner ausbeuten möchte. Linke Dummheit verhindert ein Engagement von Europäern.
Sorry, das laß ich nicht gelten. Linksideologische Einstellungen sind bei Unternehmensführern wenig verbreitet.
Zudem sind Europäer im Infrastrukturprojekten nicht gerade weltspitze
In Europa gibt es riesige Baufirmen und nicht alle Projekte entwickeln sich wie der Flughafen Berlin.
- die sind eher auf Produktion aus, aber aufgrund der geringen Produktivität eignet sich Afrika als Produktionsstandort nicht.
Das ändert sich aktuell. Marokko dürfte inzwischen 600.000 Autos pro Jahr bauen, wobei es sich nicht nur um die Montage angelieferter Teile handelt. Renault hat schon vor 2 Jahren angekündigt die Fertigungstiefe auf 65% verdoppeln zu wollen und dazu 1 Mrd. $ zu investieren. https://www.automobil-produktion.de/her ... n-124.html Auch in Algerien und Ägypten entwickelt sich eine Auto- bzw Nutzfahrzeugindustrie. In Äthopien wird eine Wirtschaftszone nach der anderen hochgezogen. China und Indien investieren dort Mrd $ und lassen vor allem Textilien, Schuhe und Leder produzieren.

Obwohl Europa der nächste Nachbar von Afrika ist und aus historischen Gründen über exzellente Verbindungen verfügt sind sie beim Boom in Afrika, den es halt neben den bekannten Problemen auch gibt, kaum dabei. Deutschland schon gar nicht. Wir hatten ja Gottseidank relativ wenig mit Kolonialismus zu tun, aber Deutschland hatte in der Vergangenheit einen guten Riecher bei neuen Märkten. Im Fall Afrika seh ich nur Komplettversagen.
Boracay
Beiträge: 3976
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Situation Afrika

Beitragvon Boracay » Fr 9. Mär 2018, 22:46

Orbiter1 hat geschrieben:Sorry, das laß ich nicht gelten. Linksideologische Einstellungen sind bei Unternehmensführern wenig verbreitet.


Das ist eher eine Marketing-Frage. Wenn man nicht mittels komplett dummer YouTube Filmchen kritisiert werden will, dann lässt man die Finger

[äDas ändert sich aktuell. Marokko dürfte inzwischen 600.000 Autos pro Jahr bauen, wobei es sich nicht nur um die Montage angelieferter Teile handelt. Renault hat schon vor 2 Jahren angekündigt die Fertigungstiefe auf 65% verdoppeln zu wollen und dazu 1 Mrd. $ zu investieren. https://www.automobil-produktion.de/her ... n-124.html Auch in Algerien und Ägypten entwickelt sich eine Auto- bzw Nutzfahrzeugindustrie.


Die Arabischen Länder sind Arabien und nicht Afrika. Kein Mench meint Marroko, die Seychellen oder die Kanaren wenn er von Afrika redet. Faulheit, vollkommen nicht vorhandene Bildung, merkwürdigste Kulturen und Null Produktivität sind das Aushangsschild von Schwarzafrika. Darum bringen die Chinesen ihre eigenen Leute gleich mit.
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 2531
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Situation Afrika

Beitragvon Orbiter1 » Sa 10. Mär 2018, 13:19

Boracay hat geschrieben:(09 Mar 2018, 22:46)

Die Arabischen Länder sind Arabien und nicht Afrika. Kein Mench meint Marroko, die Seychellen oder die Kanaren wenn er von Afrika redet.
Afrika ist Afrika, und da gehören selbstverständlich auch die Nordafrikanischen Staaten dazu. Die haben den Vorteil der Nähe zu Europa, damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Investitionen. Und zumindest im Bereich Automobilbau und Automobilzulieferindustrie tut sich ja was.
Faulheit, vollkommen nicht vorhandene Bildung, merkwürdigste Kulturen und Null Produktivität sind das Aushangsschild von Schwarzafrika.
Das mag auf einzelne Personen zutreffen, aber sicher nicht auf die Gesamtheit. Auch in den Subsaharastaaten gibt es Länder mit deutlichen Wirtschaftswachstum. Äthiopien hatte ich ja schon genannt. Die wuchsen laut IWF letztes Jahr um 7,5%. Weitere Länder mit über 6% Wachstum waren Burkina Faso 6,1%, Elfenbeinküste 6,9%, Dschibuti 7,0%, Ruanda 6,1%, Senegal 6,8% und Tansania 6,8%. Deutschland ist da nicht dabei. Afrika steht laut Wirtschaftsministerium für 2% aller deutschen Exporte und für 2% aller deutschen Importe. Mal sehen woran das liegt. Da gibt es bestimmt Organisationen (ein Wirtschaftsverband?) die das wissen.
immernoch_ratlos
Beiträge: 2173
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Situation Afrika

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 10. Mär 2018, 16:59

Selten so eine Anhäufung von unverblümtem Rassismus und dümmlichen Erklärungsmustern gelesen wie hier zu Afrika.

Als "Gegenbeispiel" an Unvermögen können 2 tausend Jahre europäische Entwicklung durchaus mithalten. Die "Afrikanisierung" Europas ist in vollem Gang. Damit meine ich keineswegs das Eindringen von Afrikanern der unterschiedlichsten Herkünfte. Eher der Rückfall in nationalistische Kleinstaaterei hier in Europa.

Wären Europäer so überlegen wie sich manche gern selbstdarstellen möchten, gäbe es keinerlei der üblichen Verwerfungen in Europa. "Noch" können Europäer von sich behaupten, "überlegen" zu sein. Doch wo bleibt diese angebliche Überlegenheit bei näherer Betrachtung ?

Sicher - der einfachste Weg wäre wohl einigen Staaten die Zugehörigkeit zu Europa abzusprechen - wo liegt eigentlich der Unterschied, wenn man einfache Vergleiche zwischen Ländern anstellt ?

Wie kann man ein Land ohne dessen Vergangenheit einzubeziehen überhaupt mit einem anderen vergleichen ? Warum liegen europäische Staaten - besonders jene, welche einst die halbe Welt untereinander aufteilten so weit hinter anderen europäischen Staaten ?

Ist es nicht das "Gefälle" einzelner Staaten, welche es anderen die geschickter und oder eben aggressiver agieren, das was andere erfolgreicher macht ?

Nigeria z.B. erst seit 1960 unabhängig mit über 180 Millionen Einwohnern (2015) mit Abstand das bevölkerungsreichste Land Afrikas und das siebtgrößte Land weltweit. Liegt auf Rang 29 - Österreich knapp davor Rang 28. Letzter gibt es in verschiedenem geschichtlichen "Zustand" seit ~2.000 Jahren. Nigeria trotz Bürgerkrieg und jahrzehntelang zwischen demokratisch gewählten Regierungen und Militärregierungen ist nun deutlich vor Südafrika Rang 33 - obwohl dort bis vor einigen Jahren, Europäer sehr lange das Land beherrschten.

Was werden wir (Rang 4) tun, wenn entgegen rassistisch gefärbter Erwartungen sich immer mehr Länder zu "global Player" entwickeln - wohin exportieren wir dann noch ? Der "Kuchen" kann nur einmal verteilt werden - des einen Aufstieg kann den Downfall des anderen bedeuten. Um dummes rassistisches Zeug zu behaupten, müssten alle Voraussetzungen erst einmal identisch sein - gleiches Klima, identischer Mix an Bodenschätzen - landwirtschaftliche Anbauflächen usw. usf. - alles immer in Bezug auf die jeweilige Bevölkerung. Genausowenig wie das auf einer realen Erde der Fall sein kann, wird es zwangsläufig immer untereinander große Unterschiede geben. Grundübel ist inzwischen die große Anzahl von Menschen und deren sehr unterschiedlichen Forderungen an diesen Planeten. Wären z.B. alle "Afrikaner" so verschwenderisch im Umgang mit den (noch) vorhandenen Ressourcen - und da sollen sie ja hin - so buchstabiert man "Produktivität" aus unserer Sicht - wird es auch für alle anderen die jetzt noch so überheblich daherreden recht schnell katastrophal..... :dead:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Troh.Klaus
Beiträge: 839
Registriert: Sa 28. Okt 2017, 20:56

Re: Situation Afrika

Beitragvon Troh.Klaus » Sa 10. Mär 2018, 17:06

Die nordafrikanischen Staaten Ägypten, Algerien, Marokko, Tunesien sind, neben Südafrika und Nigeria, die afrikanischen Top-AussenhandelsPartner Deutschlands (2016). Äthiopien steht beim Export auf Platz sieben, andererseits ist Deutschland der wichtigste Abnehmer des Hauptprodukts Äthiopiens: Kaffee. Beim deutschen Import steht die Elfenbeinküste auf Plattz sieben, also auch eines der wachstums-starken Länder.

Richtig ist, dass Deutschland bei Direktinvestitionen in afrikanischen Staaten sehr zurückhaltend war (insgesamt weniger als 10 Milliarden Euro, also etwa 1% des deutschen Gesamtengagements). Richtig ist auch, dass China anscheinend die bisherige Vormachtstellung der EU übernehmen wird. 2015 und 2016 zusammen genommen sind EU und China mit jeweils ca. 38 Milliarden Dollar Investitionen gleichauf, allerdings haben die chinesischen in 2016 stark zugenommen, die europäischen waren rückläufig. Die USA spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Es ist auch nicht zielführend, "Afrika" als eine Gesamtheit anzusehen. Zu unterschiedlich sind die klimatischen, politischen, historischen Bedingungen, die Verfügbarkeit über Ressourcen, die Entwicklungsmöglichkeiten. Genauso sinn-frei sind globale Anschuldigungen wie "die Europäer sind schuld" oder, umgekehrt, "die Afrikaner sind selbst schuld".

Allerdings befürchte ich, dass das prognostizierte Bevölkerungswachstum alle guten wirtschaftlichen Ansätze mehr oder weniger zunichte machen wird.
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 2531
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Situation Afrika

Beitragvon Orbiter1 » Sa 10. Mär 2018, 17:41

Troh.Klaus hat geschrieben:(10 Mar 2018, 17:06)

Allerdings befürchte ich, dass das prognostizierte Bevölkerungswachstum alle guten wirtschaftlichen Ansätze mehr oder weniger zunichte machen wird.

Das muß nicht so sein. Die Fertilitätsraten können sich inzwischen sehr rasch ändern. Botsuana hat 24 Jahre für die Halbierung von über 6 Geburten pro Frau auf unter 3 Geburten pro Frau benötigt, beim Iran waren es sogar nur 10 Jahre. http://www.bilder-hochladen.net/files/b ... 7-da96.png
Maikel
Beiträge: 187
Registriert: So 4. Jun 2017, 18:44

Re: Situation Afrika

Beitragvon Maikel » Sa 10. Mär 2018, 18:16

Orbiter1 hat geschrieben:(10 Mar 2018, 17:41)

Das muß nicht so sein. Die Fertilitätsraten können sich inzwischen sehr rasch ändern. Botsuana hat 24 Jahre für die Halbierung von über 6 Geburten pro Frau auf unter 3 Geburten pro Frau benötigt, beim Iran waren es sogar nur 10 Jahre. http://www.bilder-hochladen.net/files/b ... 7-da96.png

Im Prinzip eine interessante Grafik; aber das Entscheidende beim Bevölkerungswachstum in Afrika etc. ist nicht mehr, wie viele Kinder die Frauen bekommen; sondern daß heutzutage viel mehr Kinder als früher die ersten Lebens-Stunden, -Tage, -Wochen und -Jahre überleben. Dank westlicher Medizin, die dank unserer Entwicklungshilfe verbreitet verfügbar ist.
immernoch_ratlos
Beiträge: 2173
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Situation Afrika

Beitragvon immernoch_ratlos » So 11. Mär 2018, 20:49

Alles was für ein gesundes langes Leben taugt ist - Medizin, Hygiene, Abwesenheit von Mord und Totschlag - Kampfhandlungen mit "Kollateralschäden" in der Zivilbevölkerung" - ist "kontraproduktiv" - was das Anwachsen einer Bevölkerung angeht.

Nun wird (hoffentlich) niemand derartiges "begrüßen" - klammheimlich oder offen" - nur um das Bevölkerungswachstum einzuschränken. Was im übrigen tatsächlich wirkt, ist das "Heraufsetzen" des Heiratsalters - bei gleichzeitiger Bildung aller Frauen - Befreiung vom paternalistischen Joch meist noch erschwert durch Männer, die aus religiöser Überzeugung "handeln".

Weibliche Bildung - die eigenen Körperfunktionen überhaupt kennen und verstehen - Verhütung usw. usf. ist das einzig probate Mittel.

Es gibt genügend Studien die das belegen. In Afrika sind es sowieso meist die Frauen, welche die Lasten (buchstäblich und metaphorisch) "tragen". Hier mit "kleinteiliger Unterstützung" anzusetzen, ist erfolgreicher, als all die finanzstarken Programme, die "nach unten nur tropfenweise" an die wichtigsten Adressaten gelangen.

Was hier vollkommen unter den Tisch fällt, sind die großen innerafrikanischen Fluchtbewegungen. Wenn sich halb Europa auf der Flucht befände, glaube ich kaum, dass "wir" dann noch so hochmütig und dümmlich daherreden würden. Dabei hatten wir diesen Zustand nach 1945 für lange Jahre. Ohne die Hilfe von Außen und die geradezu unverständliche Bereitschaft D seine Verbrechen bzw. die Strafen dafür zu erlassen, sähe es hier sehr ähnlich wie in manchen Teilen Afrikas noch heute aus.

Hochmut kommt vor dem Fall - es gibt keine Garantie für das Wohlleben, das wir heute führen. Was "wir" richtig gemacht haben, ist die ungezügelte Vermehrung auf ein ökonomisch verträgliches Maß zu beschränken. Unser Bürgerkriegsindex liegt bei 0,6 - es gibt unter den Mittelmeeranrainern "Staaten" mit dem Faktor 6 - einfache Rechnung - auf 1.000 Stellen in Produktion und Verwaltung die durch Tod und oder Pensionierung frei werden, kommen 6.000 "Bewerber" - 5.000 fallen sozusagen "hinten herunter". Alles junges Volk im reproduktiven Alter - mich wundert es längst nicht mehr, wenn eines nach dem anderen Land mit diesen Verhältnissen in Bürgerkriegen versinkt oder sich auf die Flucht heraus aus dem Elend begibt.

Wer sich da noch über heftige Migrationsschübe wundert, hat schlicht nichts verstanden. Ein Teil unserer Politiker gehört mit Sicherheit zu diesen "Gesundbetern". Warum man das Geld, das hier notwendig wird, um Menschen nach unserem Standard zu versorgen, nicht mit "großem Hebel" direkt vor Ort verwendet wird, habe ich noch nie verstanden. Hier ist es nicht nur Verschwendung, sondern erzeugt keine nachhaltige Wirkung, befördert sozialen Neid - und lässt uns "unmerklich" aber sicher den Point of no Return erreichen.

Fern ab von rassistischer Unterscheidung - 550.000.000 Europäer bedürfen keiner Einwanderung - jeder der unerwünscht hinzukommt, überlastet eher früher, als später das hiesige System. "Wir" haben in Europa selbst eine große Anzahl Menschen, mit unterdurchschnittlichem Bildungsgrad. Niemand, den eine modernes Produktionssystem auf dem Weg in die "4. digitalisierte Industrierevolution" tatsächlich benötigt. Wenigstens versucht hier keiner sich auch nur den "2,1 Kindern pro Frau" zu nähern. Ein großer Anteil von Menschen aus unterentwickelten Ländern, die noch 3 und mehr Kinder pro Frau "mitbringt", würde schon bald unsere Möglichkeiten drastisch überfordern. Wie lange die gegenwärtige wirtschaftliche Schönwetterperiode noch anhält weiß sowieso keiner...

Friedlich und hilfreich sein, bedeutet, unsere Nachbarländer - bis zum anderen Ende des Kontinents - sinnvoll zu unterstützen - damit sie dort bleiben wo ihre Heimat ist und mit entsprechender Unterstützung VOR ORT besteht Hoffnung das dies auch möglich ist. Eine "echte Invasion" mit abertausenden von Menschen, die über alle "Fluchtrouten" gleichzeitig versuchen zu Überleben, wäre ohne Genozid in noch unvorstellbarem Ausmaß, nicht aufzuhalten. Bislang sind diese Menschen "friedlich und weitgehend unsichtbar" irgendwo in Afrika verreckt. Das muss nicht immer so bleiben - noch haben wir die Wahl...
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 55045
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Situation Afrika

Beitragvon zollagent » Mo 12. Mär 2018, 09:57

@immernoch_ratlos, du vergißt bei deinen Aussagen die Klimaveränderungen, die sich auf Äquatorhöhe besonders in Afrika durch extreme Dürren bemerkbar macht und die Länder dort besonders für landwirtschaftlich ausgerichtete Gesellschaften unbewohnbar macht. Sollen die Menschen auch dort wohnen bleiben? Können sie es überhaupt?
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 2531
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Situation Afrika

Beitragvon Orbiter1 » Mo 12. Mär 2018, 10:09

immernoch_ratlos hat geschrieben:(11 Mar 2018, 20:49)

Friedlich und hilfreich sein, bedeutet, unsere Nachbarländer - bis zum anderen Ende des Kontinents - sinnvoll zu unterstützen - damit sie dort bleiben wo ihre Heimat ist und mit entsprechender Unterstützung VOR ORT besteht Hoffnung das dies auch möglich ist. Eine "echte Invasion" mit abertausenden von Menschen, die über alle "Fluchtrouten" gleichzeitig versuchen zu Überleben, wäre ohne Genozid in noch unvorstellbarem Ausmaß, nicht aufzuhalten. Bislang sind diese Menschen "friedlich und weitgehend unsichtbar" irgendwo in Afrika verreckt. Das muss nicht immer so bleiben - noch haben wir die Wahl...

Für eine ganze Reihe von afrikanischen Staaten haben sich die Überweisungen von Bürgern die im Ausland leben und arbeiten inzwischen mit zu den wichtigsten Einnahmequellen entwickelt. Für die betroffenen Familienangehörigen die weiterhin in der afrikanischen Heimat leben sowieso. Das heißt auch bei mehr Unterstützung vor Ort wird der Migrationsdruck weiter sehr hoch bleiben und mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar zunehmen. Da sollte man sich nichts vormachen.
immernoch_ratlos
Beiträge: 2173
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Situation Afrika

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 12. Mär 2018, 12:34

Zollagent hat geschrieben:@immernoch_ratlos, du vergißt bei deinen Aussagen die Klimaveränderungen, die sich auf Äquatorhöhe besonders in Afrika durch extreme Dürren bemerkbar macht und die Länder dort besonders für landwirtschaftlich ausgerichtete Gesellschaften unbewohnbar macht. Sollen die Menschen auch dort wohnen bleiben? Können sie es überhaupt?
Das mag ja so aussehen, aber hier werden gleich mehrere Probleme angesprochen, welche für Teile von Europa (und der "restlichen Welt) ganz genauso bereits existieren bzw. beginnen ein problematisches Ausmaß anzunehmen.

Angesichts solcher globaler Probleme (die längst nicht von allen überhaupt erkannt bzw. gar geleugnet werden), kann man wohl kaum durch die Freigabe von Einwanderung nach Europa eine Lösung erwarten. Jeder der Probleme hat, sollte zunächst selbst Maßnahmen ergreifen, die zu Lösungen hinführen. Das dabei parallel Hilfe VOR ORT notwendig ist, ist Teil einer Lösung, wenn es denn diese überhaupt geben kann.

Angesichts der realen Verhältnisse werden - so bitter das klingen mag - nicht wirklich alle zu retten sein. Der Gedanke, Klimaflüchtlinge (um die wird es in immer größerem Ausmaß gehen) hier "aufzunehmen" - ab einer bestimmten Zahl, diese in Lagern zu halten um ihr Überleben zu sichern - gerade noch ausreichend - kann, da bin ich mir sehr sicher, keine Lösung darstellen.

Was offensichtlich nicht verstanden wird, Bevölkerungszuwachs kombiniert mit Auswirkungen des Klimawandels (unabhängig wer den verursacht hat), lässt sich mit "Geld" auch nicht annähernd "bewältigen". "Wir" sind zu sehr darauf konditioniert, es wäre das Geld, was alles "richten" kann. Geld ansonsten eine geniale Erfindung, stößt hier an äußere natürliche Grenzen. Nichts ist "unbezahlbar" - Geld selbst lässt sich beliebig vermehren. Leider eben nicht all die Dinge der Realität, welche Geld lediglich abbildet.

Es genügt eben nicht, "auf der Landkarte" einen eben mal einen Kanal hinzeichnen - der muss tatsächlich in der Realität hergestellt werden um die beabsichtigte Veränderung herzustellen. Keine einzige Ressource wird größer werden, wenn man der einen höheren (fiskalischen) Wert zumisst.

Diesen Vergleich eher wohl eine Metapher mache ich eher ungern, zu sehr ist der mit einem "auswählenden Rassismus" behaftet. Dennoch, die Situation in einem Rettungsboot wird stetig unhaltbarer, je mehr der um sie herum ums Überlebenden kämpfenden, "man" aufnimmt.

Zunächst wird es schlicht eine Belastungsgrenze geben, bei der die Anzahl (nicht die Herkunft ! ) der Insassen, die realen Möglichkeiten der Aufnahme übersteigt und sinkt. Ist "Obergrenze" der physischen Belastbarkeit (kurz bevor das Rettungsmittel selbst unbrauchbar wird) erreicht - es gibt zahlreiche Beispiele dafür - ist es nun eine Frage der Zeit und der vorhandenen Vorräte - bis der Katastrophe "zweiter Teil" beginnt. Unter ungünstigen Umständen - die Zeitdauer als größte Bedrohung - kann es sein, dass weit weniger der zunächst Geretteten überhaupt überleben. Fraglos, sind alle, welches es nicht in das Boot geschafft hatten, da längst tot. Aus einem solch simplen Beispiel heraus, kann man nun die realistischen Chance für ein Land - einen Kontinent - "entwickeln", was passiert - geschehen wird, wenn man die drohende Gefahr eines Massenexodus nicht bereits dort verhindert, wo dieser Massenexodus wohl seinen Ausgang nehmen wird.

Im Sinne beider Seiten der Betroffen, sehe ich keinen Sinn darin, mit völlig falsch verstandener "Menschlichkeit" diese unmenschlichen Katastrophe sich weiter entwickeln zu lassen. Wer am Ende überlebt, hängt zunächst davon ab, ob man diese Entwicklung überhaupt als eine sich entwickelnde Katastrophe überhaupt "wahrnimmt". Wenn das wenigstens zutrifft, kann ich mir durchaus Lösungen vorstellen, die mit weniger Opfern auskommen, als dies bei weiterer Ignoranz der Fall sein wird.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
immernoch_ratlos
Beiträge: 2173
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Situation Afrika

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 12. Mär 2018, 13:22

Orbiter1 hat geschrieben:Für eine ganze Reihe von afrikanischen Staaten haben sich die Überweisungen von Bürgern die im Ausland leben und arbeiten inzwischen mit zu den wichtigsten Einnahmequellen entwickelt. Für die betroffenen Familienangehörigen die weiterhin in der afrikanischen Heimat leben sowieso. Das heißt auch bei mehr Unterstützung vor Ort wird der Migrationsdruck weiter sehr hoch bleiben und mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar zunehmen. Da sollte man sich nichts vormachen.
gegen diese "Teillösungen" ist nichts einzuwenden - wenn sie in einem noch vertretbaren Maß stattfinden :thumbup:

"Migrationsdruck" entsteht nicht aus der Position der freien Wahl - ich tue dies und lasse das - da ist kein Druck, da ist lediglich der gesunde Wunsch sich selbst und die davon Abhängigen in eine günstigere Lage zu bringen.

Der Wunsch seiner unhaltbaren Lage zu entfliehen, ist mit "Migrationsdruck" sehr euphemistisch benamst :dead:

Die von Dir geschilderte Situation (Arbeitsmigration) existierte und existiert in Europa durchaus ebenso. Die Gründe dafür liegen an unterschiedlichen lokalen Verhältnissen. Alles normal und machbar.

Nur woher jenseits von "Wundern" (für die Religion zuständig ist), sollen die ZUSÄTZLICHEN Arbeitsplätze - meist für ungelernte Arbeitskräfte - denn kommen ? Wer mal die liberale rosa Brille absetzt und Europäische Arbeitslosenzahlen "ergebnisoffen" addiert, die schönfärberischen "Halb" - "Viertel" usw. "Arbeitsplätze in echte Vollarbeit umgerechnet einbezieht, wird recht schnell erkennen müssen, außer für besonders gut ausgebildete Kräfte aller Fraktionen, existiert in Europa nicht die geringste Nachfrage über das hinaus, was sowieso schon stattfindet. Nachteil für die "Geberländer" - ihnen werden dauerhaft unverzichtbare Fachkräfte entzogen - der so angerichtete Schaden übertrifft jeden pekuniären Vorteil...

Kommt noch erschwerend hinzu, wenn die "Digitalisierung der 4. industriellen Revolution" erst einmal "Fahrt" aufnimmt, werden die hiesigen "Stammbevölkerungen" auch ohne äußere Einflüsse, Probleme haben, die eigenen dann "ungeeigneten" Arbeitskräfte, mit adäquater Arbeit zu versorgen - um die eigenen sozialen Verpflichtungen überhaupt noch erfüllen zu können.

Das mag ja aus den verschiedensten Gründen als übertrieben angesehen werden, aber sich der Realität zu stellen, BEVOR man dazu unabänderlich gezwungen wird, erscheint mir für alle Beteiligten die vernünftigste Lösung. Nicht das ich erwarte, dass dies auch nur von einem Bruchteil der hier Diskutierenden überhaupt anerkannt wird. "Wir" wären nicht da, wo "wir" nun sind, hätte sich Realismus irgendwann und irgendwo, je massiv durchgesetzt.

Gegen echte Aus- und Weiterbildung von Fachkräften auch in Europa, ist dann nicht nur nichts einzuwenden, sondern ist höchst sinnvoll, WENN es eine klares "Verfallsdatum" für die Dauer der Anwesenheit hier in Europa gibt. Das kann, nach allem was ich inzwischen wenigstens erwähnt habe, auf keinen Fall für ungelernte und völlig überflüssige Arbeitskräfte gelten, von denen bei genauer Betrachtung Europa selbst in viel zu hoher Zahl verfügt.

Europa ist ein sehr begrenztes "Einwanderungsland" - welches gut daran tut, sich nicht zuletzt, auch zum Vorteil aller, "da draußen" nicht übernehmen darf....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

Zurück zu „37. Afrika“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast