Situation Afrika

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Alpha Centauri
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Alpha Centauri » Di 28. Nov 2017, 09:55

Kleinlok hat geschrieben:(01 Sep 2017, 16:19)

Jedes Kind kann und sollte ein Wunschkind sein.
Wenn dem nicht so ist, dann laeuft gewaltig was schief.

Menschliches Leben verhindern-wozu?
Warum können viele Kinder ((Millionen)vin Afrika nicht ernaehrt werden bzw. leiden unter Krieg und Elend?
Hat das was mit unserer Politik und unserem Lebensstil zu tun und wenn ja, warum lassen wir das zu?


Ja dass hat es mit Sicherheit, für den wohlhabenden Lebensstil auf der Nordhalbkugel zahlt der Süden die Zeche.
Alpha Centauri
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 30. Dez 2017, 19:26

immernoch_ratlos hat geschrieben:(19 Aug 2017, 01:28)

Das dürfte wohl er unter "naive Vorstellungen wie die Welt funktioniert" abgehakt werden können. Die "maschinelle Hilfe" - in Klartext hochmoderne Produktionsmethoden mit einem Minimum von "Humankapital" sind trotz vernünftigem nahezu Nullwachstum beim "Personal" auch hier mindestens eine Herausforderung, wenn nicht gar ein Problem.

In dieser Welt genügen " vielen jungen Menschen" - "freie Arbeitskräfte" leider nicht, eher ist deren wachsende Anzahl der Grund für das Dilemma. Wer gegenwärtig dort investiert - bring gar noch seine eigenen überzähligen Arbeitskräfte gleich mit. Oder versucht schlicht seine Produktionsmethoden mit maximalem Hightech zu implementieren.

Das traurige ist, auf all diesen unerwünschten und überzähligen Nachwuchs könnte in Europa so ziemlich "jeder" verzichten. "Historische Verantwortung" - warum sollen die Nachkommen in Europa das so empfinden ? Die xte Generation in Afrika hatte durchaus Gelegenheit selbst die Initiative zu ergreifen und tut das auch - allerdings in leider sehr wenigen Ländern Afrikas.

Am Beispiel Ägypten kann der Irrsinn einer ungezügelt wachsenden Bevölkerung bei gleichbleibend geringen Ressourcen wie im Vergrößerungsglas betrachtet werden. Innerafrikanischen "Wanderbewegungen" - deutlicher Fluchten vor Hunger, Krieg und was es da sonst noch an negativem geben mag, hängt längst nicht mehr mit den historischen Ereignissen zusammen. Da hat sich längst eine eigene negative Historie des gegenseitigen Abschlachtens mit durchaus reger "Hilfe" von "Außen" entwickelt.

Natürlich sind auch Europäer mitschuldig, wenn es für afrikanischen Fischer keine Fische mehr in den vormals afrikanischen Fanggründen gibt. Doch der Kontinent besteht aus einer großen und teilweise fruchtbaren "Innenfläche" die durch falsche Nutzung (Sahelzone) ruiniert wurde. Überall wo Elend vorherrscht, ist das mit einer Überbevölkerung und einem unterirdischen Grad an fehlendem Wissen gekoppelt.

An der ausbaufähigen Bildung und Lernwilligkeit liegt es sicher nicht - davon konnte ich mich durchaus selbst überzeugen. Fleiß und Unternehmertum - auch das ist reichlich vorhanden. Allerdings auch eine für uns befremdliche Mentalität, welche zu eher skurrilen Ergebnissen führt.

Hatte doch ein "deutschstämmiger Afrikaner und Unternehmer" seinen besten Schweißer als Anerkennung für geleistete Arbeiten eine dauerhafte Lohnerhöhung zukommen lassen. Ergebnis, von Stund an, wurden der nicht mehr gesehen - jedenfalls am Arbeitsplatz. Der sehr irritierte Unternehmer verstand die Welt (die er eigentlich schon sehr lange kannte) nicht mehr. Glücklicherweise fragte er den alten Vater des Verschwundenen, was denn da los sei. Der (als Oberhaupt der Familie !) erklärte ihm, sein Sohn sei von der "großen" Geldmenge derart überrascht gewesen, und habe daraus geschlossen nun so reich zu sein, um künftig das Arbeiten einstellen zu können (sicher war dabei das übliche Wochenendbesäufnis "hilfreich"). Papa sagte, er wolle mit ihm reden und zukünftig solle er (der Vater) den Arbeitslohn erhalten, den er dann nach Gutdünken für die Familie aufteilen und verwenden werde. Gesagt getan - danach waren alle wieder glücklich und wenn sie nicht gestorben... Nein KEIN Märchen lediglich eine andere Kultur Mentalität - was auch immer.

In der damals noch rassengetrennten Südafrikanischen Republik (damals benachbarter Urlaubsort) hatte ein mir bekannter Bauunternehmer auf eine sehr ähnliche Weise, zwei seiner Spitzenarbeitskräfte quasi "über Nacht" verloren. Sein Fehler - er zahlte beiden eine Art "Weihnachtsgeld" - gefragt für was das denn nun wäre, geantwortet, als Bonus für gute Arbeit - Reaktion totale Empörung, wenn sie so gut waren, warum haben sie dann nicht JEDEN Monat so einen Bonus erhalten - Fazit er war diese beiden sofort danach los und versicherte mir, einen solchen Fehler "niemals mehr zu begehen". Der gleiche Mensch wusste über sehr großes Misstrauen bei seinen allesamt schwarzen Beschäftigten untereinander zu berichten. Das jemand vom anderen das Äquivalent des dt. Pausenbrots annimmt - so als freundliche Geste - kommt deswegen nicht vor, weil der Kollege ernsthaft glaubt man wolle ihn vergiften. Im Übrigen musst er immer sehr darauf bedacht sein, seine Kräfte nach Stammeszugehörigkeit "vorzusortieren" um so Schlägereien oder schlimmeres zu verhindern - ich schwöre das haben ich nicht erfunden, lediglich aus zweiter aber vertrauenswürdiger "Hand".

Was mich selbst angeht, ich war bestens "integriert" und absolut nicht von den "Eingeborenen" dort isoliert - eine sehr schöne Zeit und womöglich habe ich meinen Job gut gemacht....


Die Bevölkerungsentwicklung ist in der Tat ein großes Problem, diejenigen für die Ausbildung und Erwerbsarbeit Armutsbekämpfung schlechthin sind sollten msk erklären woher den die Millionen halbwegs auskömmlicher Jobs für die 1 Milliarden Afrikaner ( vor dem.Hintergrund der auch dort durch Investitionen beginnenden Digitalisierung der Arbeit) den eigentlich her kommen sollen? Das ist reines Wunschdenken,.es braucht eher grundlegende globale Veränderung .
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Boracay » Sa 30. Dez 2017, 23:35

DerBesteVonAllen hat geschrieben:(08 Sep 2017, 17:26)

Die Ausbeutung mindestens ebenso. Aber das kennst du ja nicht.



Wie werden diese Afrikaner denn "ausgebeutet"? Durch die Chinesen die noch vor 20 Jahren selbst ein Entwicklungsland waren? Warum haben dies es geschafft und in Afrika sind sie zu blöde zu allem?
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Teeernte » So 31. Dez 2017, 00:34

DerBesteVonAllen hat geschrieben:(08 Sep 2017, 17:26)

Die Ausbeutung mindestens ebenso. Aber das kennst du ja nicht.


Nummer 4 , 5 und 9 der grössten Unternehmen sind Telekom Firmen.... die haben wenig Beschäftigte...meistens Europäer.

Die Banken ? ja sicher - da sind Milliarden am "Arbeiten" - mit wenigen Beschäftigten...

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... _in_Afrika

Eben weil es dort in PERSONA wenig Firmen gibt sind die Leute arm.

Direkte Ausbeutung findet dort vorrangig durch Afrikaner - nicht durch Unternehmen - statt....
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Teeernte » So 31. Dez 2017, 00:41

Boracay hat geschrieben:(30 Dec 2017, 23:35)

Wie werden diese Afrikaner denn "ausgebeutet"? Durch die Chinesen die noch vor 20 Jahren selbst ein Entwicklungsland waren? Warum haben dies es geschafft und in Afrika sind sie zu blöde zu allem?


Die Rohstoffe werden abgezogen und die wenigen "Wissenden" arbeiten in Europa.

Die Korruption und die Gewalt (fehlende Rechtsstaatlichkeit) führen dazu... (Neben der fehlenden Bildung)

- und die immens hohe Ziegenpopulation der Landwirtschaft trägt zur Versteppung bei.

In China wird Bildung gross geschrieben....// 51% Mindestbeteiligung der Chinesen in Firmen...
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Tom Bombadil » So 31. Dez 2017, 11:39

Teeernte hat geschrieben:(31 Dec 2017, 00:41)

Die Rohstoffe werden abgezogen...

Ja, weil sich korrupte Staatschefs dafür bezahlen lassen, Minenlizenzen unter dem eigentlichen Marktpreis abzugeben.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Teeernte » So 31. Dez 2017, 11:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(31 Dec 2017, 11:39)

Ja, weil sich korrupte Staatschefs dafür bezahlen lassen, Minenlizenzen unter dem eigentlichen Marktpreis abzugeben.


Es wird der "Marktpreis" für unsichere Investition in ein umkämpftes Gebiet ohne Erschliessung und unsicherer Arbeitskräftelage "bezahlt".

...dass sich der Despot alles in die eigene Tasche steckt ....ist gleich - ob China oder Europa investiert....auch ein Despot hat nichts zu verschenken.

Dass es "billiger" ist für einige Sparten - ohne grossen Arbeitsschutz und ohne Sozialabgaben zu wirken - ist ein anderes Blatt....aber immer noch ein afrikanisches.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 10. Jan 2018, 22:23

Tom Bombadil hat geschrieben:(31 Dec 2017, 11:39)

Ja, weil sich korrupte Staatschefs dafür bezahlen lassen, Minenlizenzen unter dem eigentlichen Marktpreis abzugeben.




Ja klar man stützt diese korrupten Staatschefs auch noch mit " ENTWICKLUNGSHILFE" um weiter möglichst reibungslos blendende Geschäfte mit denen aushandeln zu können. Aber doch nicht zum Nutzen der Allgemeinheit.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Troh.Klaus » Mi 10. Jan 2018, 23:19

Ganz (!) Afrika, von Tunesien bis nach Südafrika, von Senegal bis Äthiopien hat für den deutschen Aussenhandel etwa den Stellenwert von Schweden. Dabei macht Südafrika alleine schon mehr als 35%. Mit den nächsten fünf Ländern im Ranking sind wir bereits bei über 80%. Der Rest - Peanuts.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Boracay » Do 11. Jan 2018, 04:38

Troh.Klaus hat geschrieben:(10 Jan 2018, 23:19)

Ganz (!) Afrika, von Tunesien bis nach Südafrika, von Senegal bis Äthiopien hat für den deutschen Aussenhandel etwa den Stellenwert von Schweden. Dabei macht Südafrika alleine schon mehr als 35%. Mit den nächsten fünf Ländern im Ranking sind wir bereits bei über 80%. Der Rest - Peanuts.


Und die Linke Weltfriedensfront schreit „der pöse Westen bereichert sich auf Kosten der Armen in Afrika“ was einfach nur totaler geistiger Dünschiss ist. Selbst die EU Agrarsubventionen gehen pro Kopf seit Jahren recht drastisch zurück...
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Alpha Centauri » Do 11. Jan 2018, 22:10

Boracay hat geschrieben:(11 Jan 2018, 04:38)

Und die Linke Weltfriedensfront schreit „der pöse Westen bereichert sich auf Kosten der Armen in Afrika“ was einfach nur totaler geistiger Dünschiss ist. Selbst die EU Agrarsubventionen gehen pro Kopf seit Jahren recht drastisch zurück...


Ach ja und die Rohstoffe für den technischen Fortschritt und Wohlstand der Nordhalbkugel wachsen freilich unter teutonischen Kartoffeläckern,.oder wie?? Heuchelei pur. :thumbup:
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Troh.Klaus » Do 11. Jan 2018, 22:54

Und welche Länder in Afrika mit Ausnahme von Südafrika und Namibia haben einen Anteil von mehr als 10% bei der Lieferung welchen Rohstoffs für Deutschland?
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Boracay » Fr 12. Jan 2018, 02:20

Alpha Centauri hat geschrieben:(11 Jan 2018, 22:10)

Ach ja und die Rohstoffe für den technischen Fortschritt und Wohlstand der Nordhalbkugel wachsen freilich unter teutonischen Kartoffeläckern,.oder wie?? Heuchelei pur. :thumbup:


Die Deutschen Rohstoffe kommen aus Russland, Kanada, Skandinavien, Australien,... und nur zu einem irrelevanten Anteil aus Afrika.
Und was wäre daran so moralisch verwerflich Rohstoffe zu importieren??,,
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Kael » Fr 12. Jan 2018, 06:27

Afrika sollte erstmal ihre eigene Infrastruktur mit der Nahrungsmittelversorgung und Co hinbekommen, bevor es sich auf die Weltbühne wirft
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 12. Jan 2018, 09:44

Boracay hat geschrieben:(12 Jan 2018, 02:20)

Und was wäre daran so moralisch verwerflich Rohstoffe zu importieren??,,

Es ist verwerflich, ärmste Staaten zu korrumpieren und sie um - für "uns" im Westen lächerliche - paar Milliarden zu bringen.
Es ist verwerflich, Afrikas Küsten leerzufischen.
Es ist verwerflich, Afrikas Märkte mit subventionierten Billiglebensmitteln zu fluten.
Wer das nicht verwerflich findet, darf es auch nicht verwerflich finden, wenn die Afrikaner an unsere Tür klopfen und reinwollen.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Boracay » Fr 12. Jan 2018, 09:44

Eine viel interessantere Frage ist: Warum hat es Asien geschafft innerhalb weniger Jahrzehnte ein erfolgreicher Industriestandort mit kräftig steigendem Wohlstand zu werden und wenn man an Afrika denkt nehme alle Unternehmen die Füße in die Hand?
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Re: Situation Afrika

Beitragvon sünnerklaas » Fr 12. Jan 2018, 09:49

Boracay hat geschrieben:(12 Jan 2018, 09:44)

Eine viel interessantere Frage ist: Warum hat es Asien geschafft innerhalb weniger Jahrzehnte ein erfolgreicher Industriestandort mit kräftig steigendem Wohlstand zu werden und wenn man an Afrika denkt nehme alle Unternehmen die Füße in die Hand?


Afrika ist ein Absatzmarkt, kein Unternehmensstandort. Die Ursache dürfte im Kolonialismus und im anschließenden westlichen Interventionalismus liegen. Auch nach ihrer Unabhängigkeit waren die Staaten Afrikas nicht wirklich frei. Wer da regiert hat, wurde in Washington, London und Paris auf Grund geopolitischer Überlegungen.entschieden Hinzu kommt, dass in Afrika im Kalten Krieg mehr Stellvertreter-Kriege tobten, als in anderen Regionen der Welt.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Boracay » Fr 12. Jan 2018, 10:03

Tom Bombadil hat geschrieben:Es ist verwerflich, ärmste Staaten zu korrumpieren und sie um - für "uns" im Westen lächerliche - paar Milliarden zu bringen.


Wer macht das konkret? Und wieso verhindern die Afrikaner das nicht?

Es ist verwerflich, Afrikas Küsten leerzufischen.


Wie viel Prozent der Afrikaner sind Fischer? Und wie viele davon Fischen den Fisxh den die chinesischen Fangflotten vor Afrika fischen? 10%?
Es sind also irgendwas von 0,0000000irgendwas Promille der Afrikaner betroffen... das ist der Grund warum auf diesem Kontinten nur etwas läuft wenn Chinesen, Inder oder Weiße die Finger im Spiel haben??

Es ist verwerflich, Afrikas Märkte mit subventionierten Billiglebensmitteln zu fluten.


Die EU Agrarsubventionem sinken seit 15 Jahren recht deutlich - der Löwenanteil davon bleibt in der EU. Größte Exportmärkte sind Nordamerika und Asien, wie beim restlichen Export ist Afrika irrelevant.

Beispiel Milch:
Der Michproduktexport in Deutschland ist nur 8,4 Milliarden, davon gehen schon alleine 6,3 Milliarden nach Europa. Nach Schwarzafrika gehen gerade 63 Millionen, also 0,75%. Davon fast alles teurer Käse der dort in teuren Feinkostläden verkauft wird.

Was ist daran verwerflich?

Wer das nicht verwerflich findet, darf es auch nicht verwerflich finden, wenn die Afrikaner an unsere Tür klopfen und reinwollen.


Zum tausendsten Mal: es sind nicht die armen die „fliehen“.
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Boracay » Fr 12. Jan 2018, 10:10

sünnerklaas hat geschrieben:Afrika ist ein Absatzmarkt, kein Unternehmensstandort.


Falsch - für den deutschen Außenhandel ist Afrika so bedeutend wie Schweden. Es ist kein relevanter Markt.

Die Ursache dürfte im Kolonialismus und im anschließenden westlichen Interventionalismus liegen. Auch nach ihrer Unabhängigkeit waren die Staaten Afrikas nicht wirklich frei. Wer da regiert hat, wurde in Washington, London und Paris auf Grund geopolitischer Überlegungen.entschieden


Soso - und Länder wie die USA, Kanada, Brasilien, Hong Kong, Singapur, Australien, Malaysia,... waren keine Kolonien? Warum haben dieses es zu massiven Wohlstand gebracht und Afrika nicht?
Und warum lässt du in deiner Aufzählung den Alkoholikerstaat weg, schließlich hat sich die SU am meisten in Afrika engagiert und auch die meisten Waffen geliefert...

Und warum bekommen Afrikaner auch 30 Jahre später absolut nix auf die Reihe?

Hinzu kommt, dass in Afrika im Kalten Krieg mehr Stellvertreter-Kriege tobten, als in anderen Regionen der Welt.


Aha - die Tigerstaaten waren also Horte des Friedens...
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 12. Jan 2018, 10:12

sünnerklaas hat geschrieben:(12 Jan 2018, 09:49)

Wer da regiert hat, wurde in Washington, London und Paris auf Grund geopolitischer Überlegungen.entschieden

Bitte Moskau nicht vergessen, der Kommunismus hat sich auch in Afrika ausgetobt, dessen Schäden sind auch in Afrika noch lange nicht überwunden.
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