Hungersnot in Äthiopien

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bakunicus
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon bakunicus » Do 4. Feb 2016, 23:29



warten wir das mal ab ...
ich erwarte bis zur mitte des jahrhunderts eine eskalation der bekannten probleme, bis zu einem 3. weltkrieg, einem "point of no return", ähnlich und analog zum WK I und II ...
und dann wird neu verhandelt, ganz ganz neu verhandelt, dann gilt nichts mehr, außer allem was nötig ist um das überleben der ganzen menschheit zu sichern ...

weil wir nämlich alle unsere kinder mehr lieben als uns selbst ...
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Wasteland » Do 4. Feb 2016, 23:45

Quatschki hat geschrieben:(04 Feb 2016, 23:02)

Wälder beeinflusssen sehr wohl Wasserhaushalt, Wetter und regionales Klima.
Sie sind auch gegen Austrocknen robuster als abgeweidete Steppen oder Äcker.


Das der Klimawandel menschengemacht ist weiss ich. Aber es liegt nicht am Mangel von fruchtbarem Boden das dort jetzt Hungersnot herrscht, sondern am Mangel von Regen. Dagegen ist kein Kraut gewachsen.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Quatschki » Do 4. Feb 2016, 23:51

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 23:29)

warten wir das mal ab ...
ich erwarte bis zur mitte des jahrhunderts eine eskalation der bekannten probleme, bis zu einem 3. weltkrieg, einem "point of no return", ähnlich und analog zum WK I und II ...
und dann wird neu verhandelt, ganz ganz neu verhandelt, dann gilt nichts mehr, außer allem was nötig ist um das überleben der ganzen menschheit zu sichern ...

weil wir nämlich alle unsere kinder mehr lieben als uns selbst ...

Und da sind wir wieder am Anfang des Stranges.
Die Welthungerhilfe löst nichts. Sie verzögert nur die notwendige Verschärfung der Widersprüche. Jene Eskalation, die die Einsicht und in der Folge die revolutionäre Veränderung des Menschheitsganges herbeiführen wird. Sie rettet ein paar Menschen für einige Zeit, damit später umso mehr sterben.
Und deshalb ist sie, genauso wie die Flüchtlingsaufnahme, aufs Große und Ganze betrachtet kontraproduktiv.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon bakunicus » Do 4. Feb 2016, 23:55

Quatschki hat geschrieben:(04 Feb 2016, 23:51)

Und da sind wir wieder am Anfang des Stranges.
Die Welthungerhilfe löst nichts. Sie verzögert nur die notwendige Verschärfung der Widersprüche. Jene Eskalation, die die Einsicht und in der Folge die revolutionäre Veränderung des Menschheitsganges herbeiführen wird. Sie rettet ein paar Menschen für einige Zeit, damit später umso mehr sterben.
Und deshalb ist sie, genauso wie die Flüchtlingsaufnahme, aufs Große und Ganze betrachtet kontraproduktiv.


eines ist dabei aber jetzt schon sicher ...
nationalismus spielt bei der lösung globaler probleme keine lösung und rolle mehr ...
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Wasteland » Fr 5. Feb 2016, 00:01

H2O hat geschrieben:(04 Feb 2016, 21:39)
Ein weiterer Baustein auf der Liste der Guten
Taten: Bau von Vorratsspeichern!


Gibt es.
Der Norden Äthiopiens gehört zu den historischen Hungergebieten Ostafrikas. Ernährungssicherheit, also eine tägliche Mahlzeit mit einer ausgewogenen gesunden Kost, ist für die Mehrzahl der dort lebenden Menschen mehr Hoffnung als Wirklichkeit. Zum einen sind hier die Felder, die eine Familie bewirtschaften kann, recht klein. Die Ernten fallen wegen der ausgelaugten und recht steinigen Böden ohnehin knapp aus. Da die Feldfrüchte hier stark auf regelmäßige Regenfälle angewiesen sind, um gut gedeihen zu können, Niederschläge aber immer seltener werden, ist die Ernährungslage für die Menschen schwierig.

Auch in den Folgejahren der Trockenperiode von 2011 blieben die erhofften Regenfälle großenteils aus. Die Vorratsspeicher waren aufgebraucht, es fehlte Saatgut für die Wiederaussaat. Brunnen sind versiegt und traditionelle Wasserstellen ausgetrocknet. Besonders angespannt zeigte sich die Situation in den Bezirken Irob, Gulemakada und Saesie-Tsaeda-Emba in der Diözese Adigrat. Dort mussten die Bewohner Fußmärsche von mehreren Stunden einplanen, um Wasserstellen zu erreichen. All dies schon vor der großen Trockenheit Anfang 2016.


http://www.caritas-international.de/hil ... ger-duerre
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Quatschki » Fr 5. Feb 2016, 00:07

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 23:55)

eines ist dabei aber jetzt schon sicher ...
nationalismus spielt bei der lösung globaler probleme keine lösung und rolle mehr ...

Aber eine internationale Koalition gegen die Ausbreitung einsichtverhindernder Verdummungsreligionen...
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Wasteland » Fr 5. Feb 2016, 00:13

Quatschki hat geschrieben:(05 Feb 2016, 00:07)

Aber eine internationale Koalition gegen die Ausbreitung einsichtverhindernder Verdummungsreligionen...


Meinst du in Äthiopien liegt es am Christentum?
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Quatschki » Fr 5. Feb 2016, 00:27

Wasteland hat geschrieben:(05 Feb 2016, 00:13)

Meinst du in Äthiopien liegt es am Christentum?

Dazu kenne ich die Situation dort zu wenig.
Die hatten auch eine lange marxistische Phase, Und ewige Konflikte mit dem islamischen Eritrea.
Aber ohne eine gewisse weltanschauliche Aufgeklärtheit sind Menschen doch überhaupt nicht imstande, die eigene Lage in ihrer Komplexität zu analysieren.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Wasteland » Fr 5. Feb 2016, 00:40

Quatschki hat geschrieben:(05 Feb 2016, 00:27)

Dazu kenne ich die Situation dort zu wenig.
Die hatten auch eine lange marxistische Phase, Und ewige Konflikte mit dem islamischen Eritrea.
Aber ohne eine gewisse weltanschauliche Aufgeklärtheit sind Menschen doch überhaupt nicht imstande, die eigene Lage in ihrer Komplexität zu analysieren.


In Äthiopien ist die Mehrheitskultur die christliche. Wenn es an der Kultur liegt, dann an der. Ich glaube aber nicht daran.
Äthiopien wurde nie kolonisiert, darauf sind die Äthiopier heute noch sehr stolz.
Ich hatte in meiner letzten Arbeit einen äthiopischen Kollegen, der hat mich desöfteren darüber informiert, lol.
Das Land ist mehrfach so gross wie Deutschland, es gibt etliche Ethnien, Sprachen und sehr schwierige geografische Bedingungen, das erschwert jede Entwicklung erheblich. Bestimmte Teile Äthiopiens sind unzugänglich. Teile von Äthiopien sind recht modern (die Städte) und andere sind dritte Welt. Dort leben Völker die absolut nichts gemeinsam haben, jüdisch, christlich, muslimisch, animistisch, Menschen die leben wie wir und Menschen die leben fast noch in der Steinzeit, es ist schwer das zusammenzubringen...
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Alexyessin » Fr 5. Feb 2016, 08:06

jack000 hat geschrieben:(04 Feb 2016, 20:20)

Ehemals arme Länder haben gezeigt, dass es max. 10 Jahre dauert um die schlimmsten Auswirkungen von Armut zu beseitigen (Indien, Vietnam, Indonesien, Südamerika, etc...)


Ach Jack, diese Aussage ist nicht zutreffend.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Cobra9 » Fr 5. Feb 2016, 08:19

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 23:29)

warten wir das mal ab ...
ich erwarte bis zur mitte des jahrhunderts eine eskalation der bekannten probleme, bis zu einem 3. weltkrieg, einem "point of no return", ähnlich und analog zum WK I und II ...
und dann wird neu verhandelt, ganz ganz neu verhandelt, dann gilt nichts mehr, außer allem was nötig ist um das überleben der ganzen menschheit zu sichern ...

weil wir nämlich alle unsere kinder mehr lieben als uns selbst ...



Das ganze höre ich schon zwanzig Jahre. Tschudlige aber ich glaub nicht dran das die Menschen es so erkennnen und die Krisen so eskalieren. Beispiel Hungersnot. Was bewegt das die Mehrheit der Deutschen ? Wir haben was wir brauchen zu größten Teil. Solange die größten Länder so den Status Quo halten wird sich nicht viel ändern. Wer will den was dran ändern ? Weder die EU, Russland, China, Indien, USA. Es ist nicht die erste Hungersnot in den letzen 20 Jahren und WAS hat man getan außer ein bischen Symbolik
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Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Fr 5. Feb 2016, 17:09

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 22:51)

du willst nicht dabei mitspielen dass überleben der menschheit politisch, ökonomisch und ökologisch möglich zu machen, und willst mir; weil ich das will an den karren pissen ?
verstehe ich das richtig an dieser stelle ?


Nein, ich will Ihnen gar nichts;
warum sollte ich mir das anmaßen?
Ich will aber nicht mitspielen, und
das gebe ich auch gut begründet in
die Runde hier. So viel Meinungs-
freiheit maße ich mir dann doch an.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Fr 5. Feb 2016, 17:21



Oh je, dann bin ich mit meinem guten Willen,
doch irgendeine vernünftige Lösung finden zu wollen,
ja noch schlimmer in die Irre gelaufen. Dann hat
natürlich jeder gut gemeinte Beitrag nur das Ergebnis,
daß bei nächster unvermeidbarer Hungersnot das
Leid noch größer wird, weil noch mehr Menschen
darin umkommen werden.

Was könnte man anstelle von "gut gemeint" tun, damit
daraus in Äthiopien "gut gemacht" wird?
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » Fr 5. Feb 2016, 20:57

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 23:29)

warten wir das mal ab ...
ich erwarte bis zur mitte des jahrhunderts eine eskalation der bekannten probleme, bis zu einem 3. weltkrieg, einem "point of no return", ähnlich und analog zum WK I und II ...
und dann wird neu verhandelt, ganz ganz neu verhandelt, dann gilt nichts mehr, außer allem was nötig ist um das überleben der ganzen menschheit zu sichern ...

weil wir nämlich alle unsere kinder mehr lieben als uns selbst ...


Krieg ist das VERSAGEN von Politik. .....gibt es Krieg - reden die WAFFEN. Nicht die kleinen...... die Richtigen.... und DIE Brennen LÖCHER in die Landkarte.

Das Stück nicht unter 50.000 Tote. Dein WUNSCH ? Deine VORHERSAGE ?

Verhandlungen - mit wem DANACH ?? HIER geht dann nicht mal der Strom an. Da werden Dir Leute den Kühlschrank räumen - ohne jegliche Verhandlung....und Eine Art Klima wird es sicher geben - gut versetzt mit Zerfallsprodukten von Plutonium und Uran.. Ich schätze in den letzten Wochen mit 2 Mrd an Toten....

Wer soll sich dann irgendwo an einen Stein zusammensetzen ?? Wozu ? Wer zuerst schiesst - darf den "Braten" essen.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Fadamo » Fr 5. Feb 2016, 21:38

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(04 Feb 2016, 20:06)

... sicher, da hast du Recht. Nichts geschieht von heute auf morgen. Ich halte es schon mal für einen Fortschritt, dass die Anzahl der Hungertoten abnimmt, obwohl die Weltbevölkerung steigt. Das ist ja schon mal die richtige Richtung.



Das ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Die Weltgemeinschaft hätte das Problem schon lange lösen können,wenn es ihnen wirklich interessieren würde.
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Billie Holiday » Fr 5. Feb 2016, 21:43

Fadamo hat geschrieben:(05 Feb 2016, 21:38)

Das ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Die Weltgemeinschaft hätte das Problem schon lange lösen können,wenn es ihnen wirklich interessieren würde.


Wie denn?
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Fadamo » Fr 5. Feb 2016, 21:50

In dem man diese Länder wirtschaftlich unterstützt und nicht noch mehr ausbeutet.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Welfenprinz » Fr 5. Feb 2016, 22:26

Wenn Äthiopien wirtschaftlich gute Jahre hatte,sollte es möglich sein Nahrungsmittel zu importieren auch ohne komplett auf Spenden angewiesen zu sein.
Fällt mir nur so als kleine "Ungereimtheit" auf. Entweder liegts am Wirtschaftspartner China oder der Staat ist da institutionell nicht in der Lage zu.

@Wasteland: auch wenn Teernte es sehr uncharmant ausdrückt,stimmen die Zusammenhänge schon. Die Dürre kommt zweiffellos auch ohne Ziegen. Ihre Auswirkungen werden aber durch die nomadisierende Lebensweise verschlimmert.
Dss Detail Ziege ist tatsächlich bedeutend,weil sie Grasnarben zerstören.
Hättehättefahrradkette dort die letzten 100 Jahre Schafe statt Ziegen geweidet,wäre mehr Bewuchs,weniger Erosion,mehr Wasserspeicherfähigkeit des Bodens....ppp

Von Waldbildung kann man meines Wissens in der Region nicht ausgehen. Den gäbs auch nicht ohne Nomaden.

Die Weltgetreidevorräte sind ubrigens gut ge%ullt.quantitativ dürfte es absolut kein Problem sein die Menschen zu versorgen.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 5. Feb 2016, 22:49

Eine weitere Erklärung für das Problem: http://scroll.in/article/729328/one-map ... on-at-home

Die Ländereien der westlichen und östlichen Wirtschaftsmächte sind sicherlich gut bewässert.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » Fr 5. Feb 2016, 23:13

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Feb 2016, 22:49)

Eine weitere Erklärung für das Problem: http://scroll.in/article/729328/one-map ... on-at-home

Die Ländereien der westlichen und östlichen Wirtschaftsmächte sind sicherlich gut bewässert.


Du wolle Rose kaufe ??

Das Schachbrett-Muster in den äthiopischen Bergen verschwindet langsam, die Felder wachsen zusammen zu großen Anbauflächen. Aber sie wachsen nicht deshalb zusammen, weil man den äthiopischen Bauern Kredit gegeben hat. Man hat deutsche, israelische und saudische Unternehmen kreditiert. Denn die hatten vorher schon was. Und weil sie vorher schon was hatten, weil sie Eigenkapital hatten, konnten sich die reichen Leute Bewässerungsanlagen für ihre Plantagen bauen lassen. Und auf die Plantagen haben sie Traktoren gestellt. Die Äthiopier dürfen jetzt tatsächlich Traktor fahren – für maximal 1 Euro Tagesgehalt. Das Kilo Hirse kostet 1,20. Und wissen Sie, was die Äthiopier auf diesen Plantagen für 1 Euro die Stunde anbauen müssen? Rosen. Natürlich nicht für Äthiopien. So weit sind die Äthiopier nicht, wenn sie erst noch für ein Kilo Hirse sparen müssen, dass sie sich Rosen kaufen würden. Das wäre glatter Selbstmord. Nein, die Äthiopier bauen Schnittblumen für Europa an, in ganz großem Stil. Hauptabnehmer sind Sie, die Deutschen. 4/3 der Blumen in unseren Blumenläden kommen aus dem Ausland, ein großer Teil davon aus Kenia und Äthiopien.

Das Getreide, das die Äthiopier für weniger als 1 Euro Tageslohn anbauen, können sie sich nur leisten, wenn sie europäische Entwicklungshilfe beanspruchen. Die Entwicklungshilfe ist jedoch an die Bedingung geknüpft, dass die Äthiopier das Land für die Investoren freigeben, sprich: die Produktionsmittel an die Investoren abtreten.
http://www.dreigliederung.de/essays/2010-01-002.html

Jedes mal dran DENKEN - wenn jemand Rosen kauft....

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