Hungersnot in Äthiopien

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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Do 4. Feb 2016, 20:38

Wasteland hat geschrieben:(04 Feb 2016, 20:36)

Du musst noch erklären wie Ziegen zu einer Dürreperiode beitragen, denn es geht nicht um Desertifikation sondern um eine Hitzewelle.
Oder können Ziegen das Wetter beeinflussen?


Mit einer so dummen Frage hatte ich mir auch schon einen
Rüffel eingehandelt! ;)
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » Do 4. Feb 2016, 20:47

Wasteland hat geschrieben:(04 Feb 2016, 20:36)

Du musst noch erklären wie Ziegen zu einer Dürreperiode beitragen, denn es geht nicht um Desertifikation sondern um eine Hitzewelle.
Oder können Ziegen das Wetter beeinflussen?


Wenn Du 100 L Wasser hast - das Viech (20 Stück) jeden tag a` 3 L Du 3 L und je Familienmitglied (7) a` 3 L hast - und die Pflanzen was tragen KÖNNTEN - wenn sie nicht abgefressen werden..... Wie lange hält die Familie durch - wenn jeden Tag ca 20 L im Brunnen nachfliessen ?

Ressourcenverbrauch ....und Prioritäten. Manche setzen da eher auf Viehch. (WERT)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Wasteland » Do 4. Feb 2016, 20:52

Teeernte hat geschrieben:(04 Feb 2016, 20:47)

Wenn Du 100 L Wasser hast - das Viech (20 Stück) jeden tag a` 3 L Du 3 L und je Familienmitglied (7) a` 3 L hast - und die Pflanzen was tragen KÖNNTEN - wenn sie nicht abgefressen werden..... Wie lange hält die Familie durch - wenn jeden Tag ca 20 L im Brunnen nachfliessen ?

Ressourcenverbrauch ....und Prioritäten. Manche setzen da eher auf Viehch. (WERT)


Nochmal:

Äthiopien trifft die verheerendste Dürrekatastophe seit Jahrzehnten – eine Folge des Wetterphänomens El Niño. Die Regierung arbeitet jedoch unermüdlich daran, das Land widerstandsfähiger zu machen und die Krise abzumildern. EurActiv Brüssel berichtet.

Zweimal in Folge blieb die Regenzeit aus. Auch der Sommerregen, der normalerweise 80-85 Prozent des Landes bewässert, fiel dieses Jahr besonders schwach aus. Dies zerstörte die Lebensgrundlage zahlreicher Menschen und ließ in sechs Regionen die Zahl der Unterernährten explodieren.

Die Krise steht mit den starken Ausmaßen des diesjährigen El Niño in Verbindung – einem Wetterphänomen, das das Wasser im pazifischen Ozean erwärmt. El Niño führte bereits zu stark reduzierten Niederschlagsmengen in dicht besiedelten Teilen des Landes.

http://www.euractiv.de/sections/entwick ... ahrzehnten
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » Do 4. Feb 2016, 20:58

Wasteland hat geschrieben:(04 Feb 2016, 20:52)

Nochmal:

Äthiopien trifft die verheerendste Dürrekatastophe seit Jahrzehnten – eine Folge des Wetterphänomens El Niño. Die Regierung arbeitet jedoch unermüdlich daran, das Land widerstandsfähiger zu machen und die Krise abzumildern. EurActiv Brüssel berichtet.

Zweimal in Folge blieb die Regenzeit aus. Auch der Sommerregen, der normalerweise 80-85 Prozent des Landes bewässert, fiel dieses Jahr besonders schwach aus. Dies zerstörte die Lebensgrundlage zahlreicher Menschen und ließ in sechs Regionen die Zahl der Unterernährten explodieren.

Die Krise steht mit den starken Ausmaßen des diesjährigen El Niño in Verbindung – einem Wetterphänomen, das das Wasser im pazifischen Ozean erwärmt. El Niño führte bereits zu stark reduzierten Niederschlagsmengen in dicht besiedelten Teilen des Landes.

http://www.euractiv.de/sections/entwick ... ahrzehnten



Wie beschrieben - knappe Ressourcen eine Verteilungsfrage. Einzige Wertanlage = Viehch. Kuh benötigt mindestens 20L WAsser am Tag und 40 kg Pflanze.....

Ist die Pflanze ABGEFRESSEN kann sie keine Früchte tragen - wenn auch nur 50% Ertrag durch dürre.

Eine klimatische Extremsituation trifft in Ostafrika auf eine anfällige Landwirtschaft und auf grundsätzlich fehlende Entwicklung. Ein Großteil der vom Hunger betroffenen Menschen sind Nomaden. Sie sind darauf angewiesen, mit ihren Herden umherziehen zu können, auf der Suche nach Wasser und besseren Weiden. Doch ihre Wandermöglichkeiten werden immer mehr eingeschränkt.

Durch die jahrzehntelange Vernachlässigung der ländlichen Räume wurden die Menschen, besonders die ethnischen Minderheiten, zunehmend marginalisiert. Die landwirtschaftliche Produktivität stagniert. Bauern haben kaum Einfluss auf Entscheidungsprozesse, wenn es beispielsweise um Landnutzung und Infrastrukturmaßnahmen geht. So beeinträchtigen Pläne zum Bau eines Staudammes in Äthiopien die Lebensgrundlagen der dort ansässigen Viehhalter und Bauern. Und die Ansiedlung großflächiger, kommerzialisierter Landwirtschaft durch einheimische oder ausländische Investoren stört Wanderrouten und besetzt wertvolles Ackerland.

Bauern und Viehhalter verfügen über zahlreiche traditionelle Strategien zur Anpassung an Klimaschwankungen. Wenn aber Extremereignisse in immer kürzeren Abständen auftreten, werden ihre Fähigkeiten zur Bewältigung solcher Situationen dauerhaft überstrapaziert. Sie verlieren ihre Tiere und Ernten und somit auch ihre Lebensgrundlage. Durch Klimaveränderungen und Übernutzung werden die nutzbaren Flächen und verfügbaren Wassermengen immer kleiner, während gleichzeitig die Zahl der Menschen, die von diesen Ressourcen leben müssen, weiter wächst – Konflikte sind programmiert.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-09/h ... -ostafrika


2011 geschrieben....
Zuletzt geändert von Teeernte am Do 4. Feb 2016, 21:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon bakunicus » Do 4. Feb 2016, 21:06

Teeernte hat geschrieben:(04 Feb 2016, 20:58)

Wie beschrieben - knappe Ressourcen eine Verteilungsfrage. Einzige Wertanlage = Viehch. Kuh benötigt mindestens 20L am Tag und 40 kg Pflanze.....


und nun was ?
was ist da die konsequenz ?

letztendlich sind die äthiopier akut opfer des menschengemachten klimawandels.
und wer steht dafür in der verantwortung ?
haben die große kohlekraftwerke rumstehen, damit auch ein ossiedeutscher licht hat, bei dem seine kinder von november bis februar nach 17:00 uhr schülbücher und hausaufgaben büffeln können ?
wohl kaum ...

du hast recht, dass ziegen maßgeblich zur desertifikation beitragen ...
aber ebenso ist äthiopien die kornkammer afrikas ...

http://www.welt.de/print/die_welt/wisse ... hheit.html
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » Do 4. Feb 2016, 21:13

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 21:06)

und nun was ?
was ist da die konsequenz ?

letztendlich sind die äthiopier akut opfer des menschengemachten klimawandels.
und wer steht dafür in der verantwortung ?
haben die große kohlekraftwerke rumstehen, damit auch ein ossiedeutscher licht hat, bei dem seine kinder von november bis februar nach 17:00 uhr schülbücher und hausaufgaben büffeln können ?
wohl kaum ...

du hast recht, dass ziegen maßgeblich zur desertifikation beitragen ...
aber ebenso ist äthiopien die kornkammer afrikas ...

http://www.welt.de/print/die_welt/wisse ... hheit.html


Mannmade Klimawandel.... noch so en Märchen.

Kein Staudamm >>> weil es ja einzelne gibt - die da Weideland haben - ein selbst eingebrocktes Problem.

Der Rest ist Klima. Viehcher fressen den Rest von Pflanzen....und man zieht weiter - bis ALLES Kahl ist.... - und dann wundern - dass es kein Getreide gibt ??

Wertanlage = Viehcher. die gehen vor - erst danach kommt bei denen der Mensch.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Do 4. Feb 2016, 21:16

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 21:06)

und nun was ?
was ist da die konsequenz ?

letztendlich sind die äthiopier akut opfer des menschengemachten klimawandels.
und wer steht dafür in der verantwortung ?
haben die große kohlekraftwerke rumstehen, damit auch ein ossiedeutscher licht hat, bei dem seine kinder von november bis februar nach 17:00 uhr schülbücher und hausaufgaben büffeln können ?
wohl kaum ...

du hast recht, dass ziegen maßgeblich zur desertifikation beitragen ...
aber ebenso ist äthiopien die kornkammer afrikas ...

http://www.welt.de/print/die_welt/wisse ... hheit.html


In Ihrer Quelle wird klar angesprochen,
wodurch jenseits der Dürre das Elend
ausgelöst wurde. Dagegen müsste unver-
züglich und weltweit angearbeitet werden

Ich nehme auch an, daß der Pazifik durch
den Klimawandel aufgeheizt wird und es so
zu unerwarteten Meeresströmungen kommt.
Obwohl... el nino ist wohl ein älterer Begriff
dafür.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon bakunicus » Do 4. Feb 2016, 21:24

Teeernte hat geschrieben:(04 Feb 2016, 21:13)

Mannmade Klimawandel.... noch so en Märchen.



ja ja ... ein märchen ...
es kann nicht sein was nicht sein darf ...
dann müßte man ja sogar in den neudeutschen landen endlich umdenken ...
globale verantwortung tragen ...
nicht nur für sich selbst, sondern sogar der menschheit als schicksalsgemeinschaft ...

dann müßte man ja auf einmal äthiopier als menschen mit lebensrecht betrachten, die zu ganz realen nachbarn werden ...

ja also nee; bei aller liebe, so geht das nicht, die sollen bitte alle verrecken weil die zuviel schnackseln ...
die sollen nicht kommen dürfen.
auch wenn mein CO2 um die ganze welt segelt, aber lieber müßen die verhungern und im mittelmeeralter verrecken und ersaufen. als das DIE meine nachbarn werden ...
erregt empörend schnaufend ...

da ... da sollen die die doch mal was arbeiten ... genau, die sollen arbeiten, und nicht soviel schnackseln, und nicht ziegen halten, dann ... dann ... und bloß nicht hier her kommen ...
bloß nicht hier her kommen, das dürfen die nicht ... das darf keiner der nicht deutsch ist ... das darf niemand ...
wir wollen alleine überleben, und uns ist es egal was im rest der welt passiert ... ich will das nicht hören ...
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Wasteland » Do 4. Feb 2016, 21:28

Teeernte hat geschrieben:(04 Feb 2016, 20:58)

Wie beschrieben - knappe Ressourcen eine Verteilungsfrage. Einzige Wertanlage = Viehch. Kuh benötigt mindestens 20L WAsser am Tag und 40 kg Pflanze.....

Ist die Pflanze ABGEFRESSEN kann sie keine Früchte tragen - wenn auch nur 50% Ertrag durch dürre.


Liest du hier mit? Äthiopien hat bisher einen Überschuss an Nahrung erwirtschaftet und Lebensmittel exportiert. Bis die Dürrewelle kam. Und da haben Ziegen absolut nichts mit zu tun.
Uns in Deutschland geht es so gut, weil wir extreme Wetterverhältnisse nicht kennen. Hier kann man ohne Probleme mit relativ wenig Aufwand seit Jahrtausenden Lebensmittel in Hülle und Fülle anbauen.
Das Glück hat nicht jeder Fleck Erde.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Do 4. Feb 2016, 21:39

Wasteland hat geschrieben:(04 Feb 2016, 21:28)

Liest du hier mit? Äthiopien hat bisher einen Überschuss an Nahrung erwirtschaftet und Lebensmittel exportiert. Bis die Dürrewelle kam. Und da haben Ziegen absolut nichts mit zu tun.
Uns in Deutschland geht es so gut, weil wir extreme Wetterverhältnisse nicht kennen. Hier kann man ohne Probleme mit relativ wenig Aufwand seit Jahrtausenden Lebensmittel in Hülle und Fülle anbauen.
Das Glück hat nicht jeder Fleck Erde.


Dann ist es aber wie in biblischen Zeiten so,
daß man sorglos den Überschuß verbraucht
hat. Pharaos Traum von den 7 fetten und
den 7 mageren Jahren führte doch zum Bau
von großen Getreidespeichern. Das Problem
ist also in der Region seit tausenden Jahren
bekannt!

Dazu noch eine Darstellung der Verläufe von
el nino:
http://ggweather.com/enso/oni.htm

Ein weiterer Baustein auf der Liste der Guten
Taten: Bau von Vorratsspeichern!
Zuletzt geändert von H2O am Do 4. Feb 2016, 21:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon bakunicus » Do 4. Feb 2016, 21:43

H2O hat geschrieben:(04 Feb 2016, 21:39)

Dann ist es aber wie in biblischen Zeiten so,
daß man sorglos den Überschuß verbraucht
hat. Pharaos Traum von den 7 fetten und
den 7 mageren Jahren führte doch zum Bau
von großen Getreidespeichern. Das Problem
ist also in der Region seit tausenden Jahren
bekannt!

Ein weiterer Baustein auf der Liste der Guten
Taten!


biblische zeiten im 21. jahrhundert des menschengemachten klimawandels ?
geht's noch ?
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Do 4. Feb 2016, 21:51

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 21:43)

biblische zeiten im 21. jahrhundert des menschengemachten klimawandels ?
geht's noch ?


Ja, danke, gerade soeben ging's noch!

Ich meine, wir sollten auch in solchen
schlimmen Zeiten sachlich die Dinge
ansprechen, die wir für verbesserungs-
würdig halten. Da sind leichtsinnig Fehler
gemacht worden, die aus Jahrtausenden
Erfahrung heraus hätten vermieden wer-
den können.

Das ist so wie "unser" Hochwasser an
der Oder oder am Rhein. Wer da sorglos
baut, der bekommt von Zeit zu Zeit nasse
Füße.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » Do 4. Feb 2016, 21:54

Wasteland hat geschrieben:(04 Feb 2016, 21:28)

Liest du hier mit? Äthiopien hat bisher einen Überschuss an Nahrung erwirtschaftet und Lebensmittel exportiert. Bis die Dürrewelle kam. Und da haben Ziegen absolut nichts mit zu tun.
Uns in Deutschland geht es so gut, weil wir extreme Wetterverhältnisse nicht kennen. Hier kann man ohne Probleme mit relativ wenig Aufwand seit Jahrtausenden Lebensmittel in Hülle und Fülle anbauen.
Das Glück hat nicht jeder Fleck Erde.



Eben......in Äthiopien ist Dürre Standard, schwere Dürre trifft alle 4 Jahre .....und alle 20 Jahre heftig. Klima. auch schon früher. die Zahlen vor 1950 such ich jetzt aber nicht..

Die Region um das Horn von Afrika war in den letzten Jahrzehnten mehrfach von schweren Hungerkrisen betroffen. Die Hungersnot in Somalia 1974–1975 führte zum Tod von 1500 Menschen und von Millionen Stück Vieh. Zehn Jahre später fielen einer katastrophalen Dürre in Äthiopien sowie politischer Untätigkeit bis zu einer Million Menschen zum Opfer. Ursache für die Hungersnot in Somalia Anfang der 1990er Jahre waren Kampfhandlungen und Plünderungen im Rahmen des somalischen Bürgerkrieges sowie eine langanhaltende Dürre. Eine weitere Hungerkrise im Jahr 2006 traf vor allem Viehzüchter in Nordostkenia, Südsomalia, im Süden und Osten Äthiopiens und in Dschibuti.

Die Hungerkrise des Jahres 2011 ist wesentlich dadurch ausgelöst worden, dass zwei saisonal aufeinander folgende Regenzeiten (die kurze Regenzeit von September bis Dezember; die Hauptregenzeit von März bis Juli) sehr wenig Niederschlag brachten. Die Anbausaison 2010/2011 war somit eine der trockensten seit 1950/51. Die kurze Regenzeit war eine der niederschlagärmsten der Geschichte. In einigen Gebieten war dies bereits die zweite oder dritte schwache Regenzeit in Folge. Im Dezember kam es zu Ernteausfällen in den marginalen Gebieten des Horns, und der Zustand des Viehbestands verschlechterte sich. Dies führte zu einer Verschärfung der Nahrungsmittelknappheiten.

Die Hauptregenzeit setzte daraufhin spät und unregelmäßig ein. In einigen Gebieten fielen weniger als 30 % des Niederschlages, der zwischen 1995 und 2010 im Durchschnitt gemessen wurde. Die Viehsterberaten in Hirtengebieten lagen bei 15 bis 30 Prozent, teilweise 40 bis 60 Prozent, vor allem unter Rindern und Schafen.[5] Damit sank gleichzeitig die Produktion von Milch, einem wesentlichen Nahrungsmittel vor allem für Kinder, drastisch.[6] Die Ernte der Hauptregenzeit wurde im Juni als schwach erwartet, Missernten teilweise wahrscheinlich. Die Preise für Grundnahrungsmittel erreichten im Mai Rekordstände. Im somalischen Baidoa war Sorghumhirse um 240 % teurer als im Mai 2010, im äthiopischen Jijiga hatte sich der Preis von weißem Mais mehr als verdoppelt; im kenianischen Mandera lag der Preis von gelbem Mais um 58 % höher.[5]

Im Juni 2011 waren knapp zehn Millionen Menschen in Nordostafrika von humanitären Maßnahmen und Nahrungsmittelhilfe abhängig, darunter jeweils 3,2 Millionen Menschen in Äthiopien und Kenia, 2,6 Millionen Menschen in Somalia und 117.000 Menschen in Dschibuti


Übergrosse Viehhaltung....und Nomadenvölker.

....und die Wasserhaltung und Pumpenbau bei NOMADEN ist ja bekanntlich eines der EXPORTSCHLAGER ....Ironie aus.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon bakunicus » Do 4. Feb 2016, 21:57

H2O hat geschrieben:(04 Feb 2016, 21:51)

Ja, danke, gerade soeben ging's noch!

Ich meine, wir sollten auch in solchen
schlimmen Zeiten sachlich die Dinge
ansprechen, die wir für verbesserungs-
würdig halten. Da sind leichtsinnig Fehler
gemacht worden, die aus Jahrtausenden
Erfahrung heraus hätten vermieden wer-
den können.

Das ist so wie "unser" Hochwasser an
der Oder oder am Rhein. Wer da sorglos
baut, der bekommt von Zeit zu Zeit nasse
Füße.


und "sachlich" meint das leben 100tausender menschen als kollateralschaden total abgestumpft in kauf zu nehmen, oder was ?
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon bakunicus » Do 4. Feb 2016, 22:01

oder was ?
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » Do 4. Feb 2016, 22:02

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 21:57)

und "sachlich" meint das leben 100tausender menschen als kollateralschaden total abgestumpft in kauf zu nehmen, oder was ?


Der Waldbestand ging zwischen 1960 und 2012 von 37 % auf 3 % der Fläche Äthiopiens zurück. Ziegenfraß... :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Do 4. Feb 2016, 22:04

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 21:57)

und "sachlich" meint das leben 100tausender menschen als kollateralschaden total abgestumpft in kauf zu nehmen, oder was ?


Mit sachlich meine ich auf jeden Fall ein Umsteuern,
damit das Elend nicht immer schrecklichere Ausmaße
annimmt. Ohne den Willen zum Umsteuern würde
ich in diesem Fall nicht einen Finger rühren. Dabei
bleibe ich... ich bin doch nicht blöd! So habe ich mich
schon #20 Beitrag von H2O » 2016-02-04, 17:00 ge-
äußert!
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon bakunicus » Do 4. Feb 2016, 22:06

Teeernte hat geschrieben:(04 Feb 2016, 22:02)

Der Waldbestand ging zwischen 1960 und 2012 von 37 % auf 3 % der Fläche Äthiopiens zurück. Ziegenfraß... :D :D


und weil das so ist, müßen dafür menschen mit ihrem leben bezahlen ...

wieviele opfer bist du bereit auf dem altar deines wissens nun genau zu opfern ?
10.0000, 100.000, eine million oder eine milliarde ?
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Billie Holiday » Do 4. Feb 2016, 22:09

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 22:06)

und weil das so ist, müßen dafür menschen mit ihrem leben bezahlen ...

wieviele opfer bist du bereit auf dem altar deines wissens nun genau zu opfern ?
10.0000, 100.000, eine million oder eine milliarde ?


Was hast Du zu bieten außer Trauer und Empörung?
Und was wirfst Du anderen denn vor?
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon bakunicus » Do 4. Feb 2016, 22:10

H2O hat geschrieben:(04 Feb 2016, 22:04)

Mit sachlich meine ich auf jeden Fall ein Umsteuern,
damit das Elend nicht immer schrecklichere Ausmaße
annimmt. Ohne den Willen zum Umsteuern würde
ich in diesem Fall nicht einen Finger rühren. Dabei
bleibe ich... ich bin doch nicht blöd! So habe ich mich
schon #20 Beitrag von H2O » 2016-02-04, 17:00 ge-
äußert!


also müßen erst mal die afrikanischen frauen in vorleistung gehen, keine kinder mehr zeugen, obwohl das CO2 sich seit jahrhunderten maßgeblich bei uns in die atmosphäre emmittiert ...
was ist das für eine abgefuckte selbstgerechtigkeit ?

white supremacy ?

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